Allende das Geisterhaus
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Allende, Isabel: Das Geisterhaus. Aus dem Spanischen von Anneliese Botond. Originaltitel: La casa de los espiritus. - (=Suhrkamp Taschenbuch, st 1676). Frankfurt am Main, Suhrkamp Verlag, 1990. ISBN: 3518045873
Seiten papierbedingt minimal gebräunt. Guter Zustand. Lesetipp des Bukinisten! - Buch der 1000 Bücher Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag) Das Geisterhaus OT La casa de los espiritusOA 1982 DE 1984 Form Roman Epoche Moderne Isabel Allende erzählt in Das Geisterhaus die Geschichte zweier Familien des chilenischen Großbürgertums von den 1930er Jahren bis in die Gegenwart. Die Chronik der Familien entspricht zum Teil ihrer eigenen Biografie: Der 1973 erschossene chilenische Präsident Salvador Allende war ihr Onkel und auch sie musste wie ihre Romanheldin Blanca Garcia aus dem von General Augusto Pinochet regierten Land fliehen. Vor diesem historischen Hintergrund erzählt Allende eine Familiensaga, in der Übersinnliches mit den Erlebnissen der Personen verknüpft ist. Im Zentrum steht die Geschichte ungewöhnlicher Frauen aus vier Generationen. Inhalt: Die junge Alba trifft beim Besuch des Hauses ihrer Ahnen auf den sterbenden Großvater Esteban Trueba. Anhand der Tagebücher ihrer Großmutter Clara beginnen beide, die bewegte Familiengeschichte zu rekonstruieren. Am Anfang der Geschichte steht die Verbindung zwischen dem Großgrundbesitzer Trueba und Clara de Valle, der Schwester der verstorbenen Verlobten Truebas. Er zeigt sich gegenüber seiner Familie und seinen Arbeitern als kompromissloser Patriarch. Ihm gegenüber stehen die Frauen der Familie: die hellseherisch begabte Clara und die Tochter Blanca, die sich in einen Anführer der kommunistischen Partei verliebt und auswandert. Trueba duldet die Beziehung nicht, er selbst kandidiert als Senator der konservativen Partei und unterstützt einen Militärputsch. Erst als seine Enkelin Alba in ein Konzentrationslager gebracht wird, begreift Trueba die Fehler seines Lebens. Aufbau: Der Roman wird durch eine Rahmenhandlung eingeleitet und abgeschlossen. Durch diese Struktur stellt Allende schon zu Beginn Bezüge zur eigenen Biografie her. Dem Geisterhaus liegen laut der einleitenden Danksagung die Tagebücher von Allendes Großmutter zu Grunde. Ebenso beginnt Alba ihre Geschichte mit einem Zitat aus den Aufzeichnungen Claras. In ihrer Familiensaga verbindet Allende politisches Schreiben mit der weiblichen Perspektive. Das Geisterhaus ist nicht nur Schilderung der jüngeren Historie Chiles. Großen Raum nehmen die Liebesgeschichten der Protagonistinnen ein, die sich zu politisch aktiven Männern kommunistischer Überzeugung hingezogen fühlen und sich ebenso dem Klassenkampf verschreiben. Durch die Figur der Clara etabliert Allende das im Romantitel angedeutete Motiv der Geister. Konträr zu den weiblichen Figuren steht Esteban Trueba, die Verkörperung des familiären und gesellschaftlichen Konservatismus. Sprachlich fantasie- und kraftvoll gelingt es der Autorin, die dichte Geschichte von Liebe, Blut und Transzendenz fesselnd umzusetzen. Wirkung: Allende lenkte mit dem Roman weltweite Aufmerksamkeit auf die chilenische Geschichte und die Werke anderer lateinamerikanischer Autoren. Es gelang ihr, die Form des Familienepos mit neuem Anspruch wieder zu beleben. K. G. "Ein Stück >Vom Winde verweht<", erkannte die Frankfurter Allgemeine Zeitung, als sich der Welterfolg von Isabel Allendes erstem Roman abzeichnete. Und in der Tat ist die Wirkung dieser mitreißenden südamerikanischen Familiensaga nur mit jenem anderen unverwüstlichen Lesestoff zu vergleichen. Die Verfilmung des Romans mit Jeremy Irons, Meryl Streep, Glenn Close, Winona Ryder, Vanessa Redgrave, Armin Mueller-Stahl u.va. besiegelt nun mit einem großen Kinoereignis das außergewöhnliche Leseerlebnis. - Isabel Allendes Geschichte um das Haus Trueba ist einer jener Romane, zu denen man immer wieder zurückkehren kann., ISBN-13: 9783518045879
7. Auflage. 500 Seiten. Umschlag nach Entwürfen von Willy Fleckhaus und Rolf Staudt. 18 cm. Taschenbuch. Kartoniert.
[SW: Chilenische Literatur, Frauenliteratur, Südamerikanische Geschichte, Militarismus, Magischer Realismus, Frauenroman, Diktatur, Militärputsch, Militärdiktatur, Frauengeschichte, Südamerika, Südamerikanische Literatur, Diktator, Literaturtheorie, Literaturgattungen, Literaturepochen, Literaturrezeption, Literaturgeschichte, Literaturwissenschaft, Literaturwissenschaften, Literaturrecherche, Literaturinterpretationen, Literaturkanon, Frauenemanzipation, Frauenerzählung, Frauenbilder, Frauenporträt, Frau / In der Literatur, Filmliteratur, Filmdrehbücher, Filmbuch, Hollywoodfilme, Americana, Verfilmte Literatur, Filmromane, Filmschauspielerin, Film, Filmliteratur, Filmvorlage, Filmgeschichte, Filmromane, Verfilmte Literatur, Filmbuch, Kino]
Allende, Isabel: Das Geisterhaus. Roman. Aus dem Spanischen von Anneliese Botond. Originaltitel: La casa de los espiritus. Berlin, Weimar: Aufbau-Verlag, 1985.
Guter Zustand. Lesetipp des Bukinisten! Buch der 1000 Bücher Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag) Das Geisterhaus OT La casa de los espiritusOA 1982 DE 1984 Form Roman Epoche Moderne Isabel Allende erzählt in Das Geisterhaus die Geschichte zweier Familien des chilenischen Großbürgertums von den 1930er Jahren bis in die Gegenwart. Die Chronik der Familien entspricht zum Teil ihrer eigenen Biografie: Der 1973 erschossene chilenische Präsident Salvador Allende war ihr Onkel und auch sie musste wie ihre Romanheldin Blanca Garcia aus dem von General Augusto Pinochet regierten Land fliehen. Vor diesem historischen Hintergrund erzählt Allende eine Familiensaga, in der Übersinnliches mit den Erlebnissen der Personen verknüpft ist. Im Zentrum steht die Geschichte ungewöhnlicher Frauen aus vier Generationen. Inhalt: Die junge Alba trifft beim Besuch des Hauses ihrer Ahnen auf den sterbenden Großvater Esteban Trueba. Anhand der Tagebücher ihrer Großmutter Clara beginnen beide, die bewegte Familiengeschichte zu rekonstruieren. Am Anfang der Geschichte steht die Verbindung zwischen dem Großgrundbesitzer Trueba und Clara de Valle, der Schwester der verstorbenen Verlobten Truebas. Er zeigt sich gegenüber seiner Familie und seinen Arbeitern als kompromissloser Patriarch. Ihm gegenüber stehen die Frauen der Familie: die hellseherisch begabte Clara und die Tochter Blanca, die sich in einen Anführer der kommunistischen Partei verliebt und auswandert. Trueba duldet die Beziehung nicht, er selbst kandidiert als Senator der konservativen Partei und unterstützt einen Militärputsch. Erst als seine Enkelin Alba in ein Konzentrationslager gebracht wird, begreift Trueba die Fehler seines Lebens. Aufbau: Der Roman wird durch eine Rahmenhandlung eingeleitet und abgeschlossen. Durch diese Struktur stellt Allende schon zu Beginn Bezüge zur eigenen Biografie her. Dem Geisterhaus liegen laut der einleitenden Danksagung die Tagebücher von Allendes Großmutter zu Grunde. Ebenso beginnt Alba ihre Geschichte mit einem Zitat aus den Aufzeichnungen Claras. In ihrer Familiensaga verbindet Allende politisches Schreiben mit der weiblichen Perspektive. Das Geisterhaus ist nicht nur Schilderung der jüngeren Historie Chiles. Großen Raum nehmen die Liebesgeschichten der Protagonistinnen ein, die sich zu politisch aktiven Männern kommunistischer Überzeugung hingezogen fühlen und sich ebenso dem Klassenkampf verschreiben. Durch die Figur der Clara etabliert Allende das im Romantitel angedeutete Motiv der Geister. Konträr zu den weiblichen Figuren steht Esteban Trueba, die Verkörperung des familiären und gesellschaftlichen Konservatismus. Sprachlich fantasie- und kraftvoll gelingt es der Autorin, die dichte Geschichte von Liebe, Blut und Transzendenz fesselnd umzusetzen. Wirkung: Allende lenkte mit dem Roman weltweite Aufmerksamkeit auf die chilenische Geschichte und die Werke anderer lateinamerikanischer Autoren. Es gelang ihr, die Form des Familienepos mit neuem Anspruch wieder zu beleben. K. G. "Ein Stück >Vom Winde verweht<", erkannte die Frankfurter Allgemeine Zeitung, als sich der Welterfolg von Isabel Allendes erstem Roman abzeichnete. Und in der Tat ist die Wirkung dieser mitreißenden südamerikanischen Familiensaga nur mit jenem anderen unverwüstlichen Lesestoff zu vergleichen. Die Verfilmung des Romans mit Jeremy Irons, Meryl Streep, Glenn Close, Winona Ryder, Vanessa Redgrave, Armin Mueller-Stahl u.va. besiegelt nun mit einem großen Kinoereignis das außergewöhnliche Leseerlebnis. - Isabel Allendes Geschichte um das Haus Trueba ist einer jener Romane, zu denen man immer wieder zurückkehren kann.
Erste Auflage dieser Ausgabe. 505 Seiten. 20 x 13 cm. Leinen mit Schutzumschlag.
[SW: Chilenische Literatur, Frauenliteratur, Südamerikanische Geschichte, Militarismus, Magischer Realismus, Frauenroman, Diktatur, Militärputsch, Militärdiktatur, Frauengeschichte, Südamerika, Südamerikanische Literatur, Diktator, Literaturtheorie, Literaturgattungen, Literaturepochen, Literaturrezeption, Literaturgeschichte, Literaturwissenschaft, Literaturwissenschaften, Literaturrecherche, Literaturinterpretationen, Literaturkanon, Frauenemanzipation, Frauenerzählung, Frauenbilder, Frauenporträt, Frau / In der Literatur, Filmliteratur, Filmdrehbücher, Filmbuch, Hollywoodfilme, Americana, Verfilmte Literatur, Filmromane, Filmschauspielerin, Film, Filmliteratur, Filmvorlage, Filmgeschichte, Filmromane, Verfilmte Literatur, Filmbuch, Kino Chile]
Allende, Isabel: Das Geisterhaus. Aus dem Spanischen von Anneliese Botond. Originaltitel: La casa de los espiritus. Raubdruck ohne weitere Angaben, 1993. ISBN: 3518045873
Lesetipp des Bukinisten! Buch der 1000 Bücher Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag) Das Geisterhaus OT La casa de los espiritusOA 1982 DE 1984 Form Roman Epoche Moderne Isabel Allende erzählt in Das Geisterhaus die Geschichte zweier Familien des chilenischen Großbürgertums von den 1930er Jahren bis in die Gegenwart. Die Chronik der Familien entspricht zum Teil ihrer eigenen Biografie: Der 1973 erschossene chilenische Präsident Salvador Allende war ihr Onkel und auch sie musste wie ihre Romanheldin Blanca Garcia aus dem von General Augusto Pinochet regierten Land fliehen. Vor diesem historischen Hintergrund erzählt Allende eine Familiensaga, in der Übersinnliches mit den Erlebnissen der Personen verknüpft ist. Im Zentrum steht die Geschichte ungewöhnlicher Frauen aus vier Generationen. Inhalt: Die junge Alba trifft beim Besuch des Hauses ihrer Ahnen auf den sterbenden Großvater Esteban Trueba. Anhand der Tagebücher ihrer Großmutter Clara beginnen beide, die bewegte Familiengeschichte zu rekonstruieren. Am Anfang der Geschichte steht die Verbindung zwischen dem Großgrundbesitzer Trueba und Clara de Valle, der Schwester der verstorbenen Verlobten Truebas. Er zeigt sich gegenüber seiner Familie und seinen Arbeitern als kompromissloser Patriarch. Ihm gegenüber stehen die Frauen der Familie: die hellseherisch begabte Clara und die Tochter Blanca, die sich in einen Anführer der kommunistischen Partei verliebt und auswandert. Trueba duldet die Beziehung nicht, er selbst kandidiert als Senator der konservativen Partei und unterstützt einen Militärputsch. Erst als seine Enkelin Alba in ein Konzentrationslager gebracht wird, begreift Trueba die Fehler seines Lebens. Aufbau: Der Roman wird durch eine Rahmenhandlung eingeleitet und abgeschlossen. Durch diese Struktur stellt Allende schon zu Beginn Bezüge zur eigenen Biografie her. Dem Geisterhaus liegen laut der einleitenden Danksagung die Tagebücher von Allendes Großmutter zu Grunde. Ebenso beginnt Alba ihre Geschichte mit einem Zitat aus den Aufzeichnungen Claras. In ihrer Familiensaga verbindet Allende politisches Schreiben mit der weiblichen Perspektive. Das Geisterhaus ist nicht nur Schilderung der jüngeren Historie Chiles. Großen Raum nehmen die Liebesgeschichten der Protagonistinnen ein, die sich zu politisch aktiven Männern kommunistischer Überzeugung hingezogen fühlen und sich ebenso dem Klassenkampf verschreiben. Durch die Figur der Clara etabliert Allende das im Romantitel angedeutete Motiv der Geister. Konträr zu den weiblichen Figuren steht Esteban Trueba, die Verkörperung des familiären und gesellschaftlichen Konservatismus. Sprachlich fantasie- und kraftvoll gelingt es der Autorin, die dichte Geschichte von Liebe, Blut und Transzendenz fesselnd umzusetzen. Wirkung: Allende lenkte mit dem Roman weltweite Aufmerksamkeit auf die chilenische Geschichte und die Werke anderer lateinamerikanischer Autoren. Es gelang ihr, die Form des Familienepos mit neuem Anspruch wieder zu beleben. K. G. "Ein Stück >Vom Winde verweht<", erkannte die Frankfurter Allgemeine Zeitung, als sich der Welterfolg von Isabel Allendes erstem Roman abzeichnete. Und in der Tat ist die Wirkung dieser mitreißenden südamerikanischen Familiensaga nur mit jenem anderen unverwüstlichen Lesestoff zu vergleichen. Die Verfilmung des Romans mit Jeremy Irons, Meryl Streep, Glenn Close, Winona Ryder, Vanessa Redgrave, Armin Mueller-Stahl u.va. besiegelt nun mit einem großen Kinoereignis das außergewöhnliche Leseerlebnis. - Isabel Allendes Geschichte um das Haus Trueba ist einer jener Romane, zu denen man immer wieder zurückkehren kann. Sehr guter Zustand., ISBN-13: 9783518045879
443 Seiten. 16,8 cm. Rotes Taschenbuch. Kartoniert.
[SW: Chilenische Literatur, Frauenliteratur, Südamerikanische Geschichte, Militarismus, Magischer Realismus, Frauenroman, Diktatur, Militärputsch, Militärdiktatur, Frauengeschichte, Südamerika, Südamerikanische Literatur, Diktator, Literaturtheorie, Literaturgattungen, Literaturepochen, Literaturrezeption, Literaturgeschichte, Literaturwissenschaft, Literaturwissenschaften, Literaturrecherche, Literaturinterpretationen, Literaturkanon, Frauenemanzipation, Frauenerzählung, Frauenbilder, Frauenporträt, Frau / In der Literatur, Filmliteratur, Filmdrehbücher, Filmbuch, Hollywoodfilme, Americana, Verfilmte Literatur, Filmromane, Filmschauspielerin, Film, Filmliteratur, Filmvorlage, Filmgeschichte, Filmromane, Verfilmte Literatur, Filmbuch, Kino Chile]
Allende, Isabel: Das Geisterhaus. Roman. Frankfurt am Main, Suhrkamp Verlag, 1986. ISBN: 3518045873
Lesetipp des Bukinisten! Guter Zustand. Buchblock etwas verzogen. Schutzumschlag lichtrandig. Buch der 1000 Bücher Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag) Das Geisterhaus OT La casa de los espiritusOA 1982 DE 1984 Form Roman Epoche Moderne Isabel Allende erzählt in Das Geisterhaus die Geschichte zweier Familien des chilenischen Großbürgertums von den 1930er Jahren bis in die Gegenwart. Die Chronik der Familien entspricht zum Teil ihrer eigenen Biografie: Der 1973 erschossene chilenische Präsident Salvador Allende war ihr Onkel und auch sie musste wie ihre Romanheldin Blanca Garcia aus dem von General Augusto Pinochet regierten Land fliehen. Vor diesem historischen Hintergrund erzählt Allende eine Familiensaga, in der Übersinnliches mit den Erlebnissen der Personen verknüpft ist. Im Zentrum steht die Geschichte ungewöhnlicher Frauen aus vier Generationen. Inhalt: Die junge Alba trifft beim Besuch des Hauses ihrer Ahnen auf den sterbenden Großvater Esteban Trueba. Anhand der Tagebücher ihrer Großmutter Clara beginnen beide, die bewegte Familiengeschichte zu rekonstruieren. Am Anfang der Geschichte steht die Verbindung zwischen dem Großgrundbesitzer Trueba und Clara de Valle, der Schwester der verstorbenen Verlobten Truebas. Er zeigt sich gegenüber seiner Familie und seinen Arbeitern als kompromissloser Patriarch. Ihm gegenüber stehen die Frauen der Familie: die hellseherisch begabte Clara und die Tochter Blanca, die sich in einen Anführer der kommunistischen Partei verliebt und auswandert. Trueba duldet die Beziehung nicht, er selbst kandidiert als Senator der konservativen Partei und unterstützt einen Militärputsch. Erst als seine Enkelin Alba in ein Konzentrationslager gebracht wird, begreift Trueba die Fehler seines Lebens. Aufbau: Der Roman wird durch eine Rahmenhandlung eingeleitet und abgeschlossen. Durch diese Struktur stellt Allende schon zu Beginn Bezüge zur eigenen Biografie her. Dem Geisterhaus liegen laut der einleitenden Danksagung die Tagebücher von Allendes Großmutter zu Grunde. Ebenso beginnt Alba ihre Geschichte mit einem Zitat aus den Aufzeichnungen Claras. In ihrer Familiensaga verbindet Allende politisches Schreiben mit der weiblichen Perspektive. Das Geisterhaus ist nicht nur Schilderung der jüngeren Historie Chiles. Großen Raum nehmen die Liebesgeschichten der Protagonistinnen ein, die sich zu politisch aktiven Männern kommunistischer Überzeugung hingezogen fühlen und sich ebenso dem Klassenkampf verschreiben. Durch die Figur der Clara etabliert Allende das im Romantitel angedeutete Motiv der Geister. Konträr zu den weiblichen Figuren steht Esteban Trueba, die Verkörperung des familiären und gesellschaftlichen Konservatismus. Sprachlich fantasie- und kraftvoll gelingt es der Autorin, die dichte Geschichte von Liebe, Blut und Transzendenz fesselnd umzusetzen. Wirkung: Allende lenkte mit dem Roman weltweite Aufmerksamkeit auf die chilenische Geschichte und die Werke anderer lateinamerikanischer Autoren. Es gelang ihr, die Form des Familienepos mit neuem Anspruch wieder zu beleben. K. G. "Ein Stück >Vom Winde verweht<", erkannte die Frankfurter Allgemeine Zeitung, als sich der Welterfolg von Isabel Allendes erstem Roman abzeichnete. Und in der Tat ist die Wirkung dieser mitreißenden südamerikanischen Familiensaga nur mit jenem anderen unverwüstlichen Lesestoff zu vergleichen. Die Verfilmung des Romans mit Jeremy Irons, Meryl Streep, Glenn Close, Winona Ryder, Vanessa Redgrave, Armin Mueller-Stahl u.va. besiegelt nun mit einem großen Kinoereignis das außergewöhnliche Leseerlebnis. - Isabel Allendes Geschichte um das Haus Trueba ist einer jener Romane, zu denen man immer wieder zurückkehren kann., ISBN-13: 9783518045879
22. Auflage. 443 (5) Seiten. 20,5 cm. Grünes Leinen mit Schutzumschlag.
[SW: Chilenische Literatur, Frauenliteratur, Südamerikanische Geschichte, Militarismus, Magischer Realismus, Frauenroman, Diktatur, Militärputsch, Militärdiktatur, Frauengeschichte, Südamerika, Südamerikanische Literatur, Diktator, Literaturtheorie, Literaturgattungen, Literaturepochen, Literaturrezeption, Literaturgeschichte, Literaturwissenschaft, Literaturwissenschaften, Literaturrecherche, Literaturinterpretationen, Literaturkanon, Frauenemanzipation, Frauenerzählung, Frauenbilder, Frauenporträt, Frau / In der Literatur, Filmliteratur, Filmdrehbücher, Filmbuch, Hollywoodfilme, Americana, Verfilmte Literatur, Filmromane, Filmschauspielerin, Film, Filmliteratur, Filmvorlage, Filmgeschichte, Filmromane, Verfilmte Literatur, Filmbuch, Kino, Chile, Gebundene Ausgabe, Hardcover, Leineneinband]



