Bechstein

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Bechstein. Das Bechstein Bilderbuch. Bechstein-Picture-Book. Bechstein illustre. Herausgeber - Editor - Editeur C. Bechstein Pianofortefabrik-Aktiensgesellschaft Berlin. Berlin, Otto v. Holten 1927.

Illustrierte Original-Broschur, mit zahlreichen Abbildungen, Sprache: Deutsch, Englisch, Französisch, 95 Seiten, 23 x 30 cm, teils minim fleckig, gutes Exemplar.

[SW: Varia, Firmenschrift, Jubiläumsschrift, Bechstein, Klavier, Musik.]

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Bechstein, Ludwig,
Ludwig Bechstein (1801-1860), Schriftsteller und Bibliothekar. "Pfarrer prügeln einander". Eigenhändiges Manuskript ohne U. O. O. u. D. 1 SS. Kl.-4°. Mit einer e. Nachschrift mit U. von Bechsteins Sohn Reinhold. - Anekdotische Geschichte über zwei rivalisierende Pfarrer, die beide "am Feste der Aussendung des Heiligen Geistes" predigen wollten und sich unter der Kanzeltreppe eine Schlägerei lieferten, die erst durch den Teufel in Gestalt eines Jagdhundes mit "pestilenzialischem Gestank" beendet wurde: "Es geschah im Jahre 1576, am Feste der Aussendung des Heiligen Geistes, des Geistes der Liebe u. Allversöhnung, daß der Kapellan in der Hauptkirche zu Weimar die zweite Festtagpredigt halten wollte, aber der erste Geistliche an derselben wollte das nicht leiden. Aus welchen Gründen er nicht wollte, weiß man nicht bestimmt, doch war jedenfalls der erste dieser Gründe der, daß der erste Geistliche, Dr. Mirus, selbst predigen wollte. Beide Pfarrer begegneten sich unten an der Kanzeltreppe und begannen mit einander zu hadern und zu zanken, ebenso sehr zur Ergötzlichkeit, als vielleicht und noch mehr zum größten Aergerniß der versammelten andächtigen Gemeinde. Da keiner der beiden Pfarrer dem anderen den Vortritt auf die Kanzeltreppe lassen wollte, so geriethen beide einander in die Haare, erwischten einander beim Kragen, zerrten sich hin u. her u. schlugen weidlich auf einander los, wobei die Weiber laut kreischten, u. die Männer herbei eilten, die Streitenden auseinander zu bringen. Aber ehe dies noch gelang, fuhr der Teufel in Gestalt eines großen Jagdhundes zwischen beide u. schlug dem Doctor Mirus mit den Krallen an seiner Pfote in die Brust, wodurch der Kapellan frei wurde u. dann verschwand Beelzebub mit einem pestilenzialischen Gestank [...]". - Reinhold Bechsteins Nachschrift vermerkt hierzu: "Manuscript von Ludwig Bechstein. Ich verwerthete diese Aufzeichnung aus dem Nachlasse meines Vaters in meinem Deutschen Museum, Seite 347. | Dr. Reinhard Bechstein". - Am Kopf als Nr. 6 bezeichnet; papierbedingt schwach gebräunt und mit kleinen Montagespuren am unteren Rand.

Ludwig Bechstein (1801-1860), Schriftsteller und Bibliothekar. "Pfarrer prügeln einander". Eigenhändiges Manuskript ohne U. O. O. u. D. 1 SS. Kl.-4°. Mit einer e. Nachschrift mit U. von Bechsteins Sohn Reinhold. - Anekdotische Geschichte über zwei rivalisierende Pfarrer, die beide "am Feste der Aussendung des Heiligen Geistes" predigen wollten und sich unter der Kanzeltreppe eine Schlägerei lieferten, die erst durch den Teufel in Gestalt eines Jagdhundes mit "pestilenzialischem Gestank" beendet wurde: "Es geschah im Jahre 1576, am Feste der Aussendung des Heiligen Geistes, des Geistes der Liebe u. Allversöhnung, daß der Kapellan in der Hauptkirche zu Weimar die zweite Festtagpredigt halten wollte, aber der erste Geistliche an derselben wollte das nicht leiden. Aus welchen Gründen er nicht wollte, weiß man nicht bestimmt, doch war jedenfalls der erste dieser Gründe der, daß der erste Geistliche, Dr. Mirus, selbst predigen wollte. Beide Pfarrer begegneten sich unten an der Kanzeltreppe und begannen mit einander zu hadern und zu zanken, ebenso sehr zur Ergötzlichkeit, als vielleicht und noch mehr zum größten Aergerniß der versammelten andächtigen Gemeinde. Da keiner der beiden Pfarrer dem anderen den Vortritt auf die Kanzeltreppe lassen wollte, so geriethen beide einander in die Haare, erwischten einander beim Kragen, zerrten sich hin u. her u. schlugen weidlich auf einander los, wobei die Weiber laut kreischten, u. die Männer herbei eilten, die Streitenden auseinander zu bringen. Aber ehe dies noch gelang, fuhr der Teufel in Gestalt eines großen Jagdhundes zwischen beide u. schlug dem Doctor Mirus mit den Krallen an seiner Pfote in die Brust, wodurch der Kapellan frei wurde u. dann verschwand Beelzebub mit einem pestilenzialischen Gestank [...]". - Reinhold Bechsteins Nachschrift vermerkt hierzu: "Manuscript von Ludwig Bechstein. Ich verwerthete diese Aufzeichnung aus dem Nachlasse meines Vaters in meinem Deutschen Museum, Seite 347. | Dr. Reinhard Bechstein". - Am Kopf als Nr. 6 bezeichnet; papierbedingt schwach gebräunt und mit kleinen Montagespuren am unteren Rand.

[SW: Autograph, Manuskript, Dokument, Autographen. Abbildungen finden Sie auf unserer Webseite www.autographenhandlung.de]

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[Bechstein. ]: Das Bechstein Bilderbuch. Bechstein-Picture-Book. Bechstein illustre. Herausgeber - Editor - Editeur C. Bechstein Pianofortefabrik-Aktiengesellschaft, Berlin, C. Bechstein Pianofortefabrik-Aktiengesellschaft, 1927,

OBr. Mit Schutzfolie(eingerissen) , 95 (1) S., 30 x 23 cm. Pappband mit mit 4 Farbtafelseiten, einer montierten Farb-Reproduktion eines Konzert-Plakates und einem mehrseitigem Handschriften-Faksimile von Richard Wagner, 1 leeres Blatt u. zahlr. sw. Abb.auf Bild-Tafeln. Vignetten von John Dähmcke. Schönes Exemplar. Sehr gut erhalten.

[SW: Musik, Kunst]

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Bechstein, Ludwig: Ludwig Bechsteins Märchen. Mit 4 Voll- und 17 Textillustrationen von Willy Planck. Loewes Verlag Ferdinand Carl 2.Aufl. Ohne Jahresangabe (um 1935) Stuttgart
96S. 8°

Halbleinen Fadengehefteter Halbleinenband mit farbigem Deckelbild. Der Einband und die Kanten (teils deutlich) berieben, die Schnitte stockfleckig, Kugelschreibergehritzel auf Vorsatzblatt und Innendeckel, diverse Seiten braunfleckig bzw. mit kleinem Randeinriss, befriedigender Zustand. Gesetzt in Fraktur, Buchdruck im Bleisatz. Ludwig Bechstein (* 24. November 1801 in Weimar; 14. Mai 1860 in Meiningen) war ein deutscher Schriftsteller, Bibliothekar und Archivar. Ludwig Bechstein wurde als unehelicher Sohn der Johanna Carolina Dorothea Bechstein und eines französischen Emigranten unter dem Namen Louis Dupontreau geboren. 1810 adoptierte ihn sein Onkel Johann Matthäus Bechstein. Seither trug er den Namen Ludwig Bechstein. Sein Onkel ermöglichte Bechstein den Besuch des Gymnasiums in Meiningen und von 1818-1821 eine Apothekerlehre in Arnstadt, wo er dann bis 1824 als Gehilfe tätig war. Anschließend war er bis 1826 als Apothekergehilfe in Meiningen und bis 1828 als Provisor an der Schwan-Apotheke in Salzungen tätig. Später gewährte ihm Herzog Bernhard II. von Sachsen-Meiningen ein Stipendium zum Studium der Philosophie, Geschichte und Literatur, das Bechstein 1829 in Leipzig begann und 1830 in München fortsetzte. In Leipzig schloss er sich der Burschenschaft an. Im Jahr 1831 wurde er zum herzoglichen Kabinettsbibliothekar in Meiningen und 1833 zum Leiter der Herzoglichen öffentlichen Bibliothek ernannt. Er gründete 1832 den Hennebergischen altertumsforschenden Verein, dem er bis 1857 als Direktor vorstand. Ludwig Bechstein gab 1834 die "Chronik der Stadt Meiningen 1676-1834" heraus. 1840 bekam er den Titel Hofrat verliehen und bezog sein eigenes Haus in der Halbestadtstraße. Im Jahr 1842 trat er in die Meininger Freimaurerloge Charlotte zu den drei Nelken ein. 1848 übernahm Bechstein als Leiter und Archivar das Gemeinschaftliche Hennebergische Archiv. Bechsteins patriotische Lyrik und seine historischen Erzählungen sind heute kaum noch bekannt. Geblieben sind seine Märchensammlungen, unter anderem veröffentlicht unter dem Titel Deutsches Märchenbuch, 1845. Bereits 1823 war von ihm der kleine Band Thüringische Volksmärchen erschienen. Mit dem Ziel, pädagogisch zu wirken, nahm er vielfach Veränderungen an den überlieferten Geschichten vor. Seine Sammlung von Volksdichtungen sollte auch ein Beitrag zur Förderung der nationalen Einheit Deutschlands sein. Bechstein sammelte auch Sagen. Sein umfangreiches Deutsches Sagenbuch (1853) wurde zwar nicht so populär wie seine Märchensammlung, wird aber bis heute als Kompendium des deutschen Sagenschatzes genutzt. Auch Bechsteins Veröffentlichungen über Thüringen erlebten immer wieder Neuausgaben, beispielsweise sein Band in der Reihe Das malerische und romantische Deutschland. Bechstein wollte seine Sammlung volkstümlicher Dichtung mit dem Band Deutsches Mythenbuch vollenden, doch sein früher Tod verhinderte dieses Vorhaben. Mit der Biographie über seinen Adoptivvater, Dr. Johann Matthäus Bechstein und die Forstacademie Dreißigacker. Ein Doppel-Denkmal von Ludwig Bechstein, schuf er 1855 die erste eigenständige Lebensbeschreibung eines deutschen Forstmannes in Buchform überhaupt. Bechstein war zweimal verheiratet. 1832 schloss er die Ehe mit Caroline Wiskemann aus Oechsen. Aus dieser Ehe ging als einziges Kind der Sohn Reinhold Bechstein hervor, der später Philologe und Germanist wurde. Nach nur zwei Jahren Ehe starb Caroline, und 1836 heiratete Bechstein seine zweite Frau Therese Schulz aus Untermaßfeld. Aus dieser Ehe gingen fünf Kinder hervor, darunter mit Adolf Emil Ludwig Bechstein (1843-1914) ein bekannter Zeichner und Illustrator seiner Zeit. An Ludwig Bechstein erinnern heute in Meiningen neben der Gedenktafel an seinem Haus die Bechstein-Straße, die Grundschule "Ludwig Bechstein" und der Bechsteinbrunnen.

[SW: Deutsche Literatur | Kinder- und Jugendbücher | Märchen | Illustrierte Bücher]

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