Boder Toten
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Boder, David P. Die Toten habe ich nicht befragt, UNIVERSITÄTSVERLAG WINTER, 101 ISBN: 3825359204
Bereits 1946 nahm der in Litauen geborene amerikanische Sprachpsychologe David Boder in Europa mit einem hochmodernen Drahttongerät über 100 Gespräche mit jüdischen und nichtjüdischen Überlebenden von Vernichtungspolitik, Konzentrationslagern und Kriegswirren auf. Die acht für diesen Band ausgewählten und zum Teil original auf deutsch geführten Interviews stellen damit eine der allerfrühesten Sammlungen von Nachkriegszeugenaussagen dar. Während Boder Frauen und Männer in Deutschland, Frankreich, Polen und Estland von ihren bewegenden Lebenserfahrungen berichten lässt, gelingt es ihm, ihre noch frischen Erinnerungen und Emotionen in ihren eigenen Stimmen präzise aufzuzeichnen. So sind die traumatischen Spuren des Erlebten der oft verstörenden Sprache der Interviews prägnant eingeschrieben. Zusammen mit der von Boder entwickelten Trauma-Theorie kann dieser Beitrag zur Holocaust-Forschung als ungewöhnlich früher Versuch einer Erinnerungs- und Medienforschung gelten. Deutsche Erstausgabe.
NEUBUCH! 2011. 368 S. 235 mm 235 mm x 155 mm 1 Frontispiz
[SW: Interviews/Gespräche, Holocaust; Berichte/Erinnerungen]
Boder, David: Die Toten habe ich nicht befragt.
Hrsg. von Julia Faisst, Alan Rosen und Werner Sollors. Bereits 1946 nahm Psychologe David Pablo Boder in Europa mit einem Drahtaufnahmegerät über 100 Gespräche mit jüdischen und einigen nicht-jüdischen Überlebenden von Vernichtungspolitik, Konzentrationslagern und Kriegswirren auf, die heute eine der allerfrühesten Sammlungen von Nachkriegszeugenaussagen darstellen. Fünf der acht in Boders Originalfassung publizierten Interviews wurden auf deutsch geführt und erscheinen nun in der deutschen Erstausgabe zum ersten Mal in ihrer ursprünglichen Fassung. 368 Seiten, gebunden (Universitätsverlag Winter 2011)



