Carmen

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Prosper Merimee: Carmen - Mit Illustrationen von Eduard Prüssen, Bertelsmann Club GmbH (Lizenz des Verlages Artemis und Winkler) Lizenzausgabe Ohne Jahresangabe Gütersloh
157S. Klein 8°

Pappe Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag) Carmen OT Carmen OA 1845 DE 1846Form Novelle Epoche Romantik/Realismus Carmen kann als ein repräsentatives Beispiel für das Gesamtwerk von Prosper Merimee angesehen werden, insbesondere wegen des exotischen Lokalkolorits, aber auch aufgrund der Darstellung des Primitiven und intensiver Leidenschaften. Die Hauptfigur wurde zu einem eigenen Typus: Aufgrund ihrer Sinnlichkeit und Verführungskunst gilt sie als frühe Variante der "Femme Fatale" und wies verschiedenen literarischen Werken des 20. Jahrhunderts den Weg. Inhalt: Die Rahmenhandlung erzählt von Merimees Reise durch Andalusien, wo er einem Mann begegnet, der ein gesuchter Mörder ist. Bevor dieser ihm Näheres erzählen kann, wird er verraten und muss fliehen. Nach einigen Monaten erfährt Merimee, dass der Unbekannte gefasst und zum Tode verurteilt worden sei. Er sucht den Angeklagten auf, der ihm daraufhin seine Geschichte erzählt: Er heißt Don Jose Lizzarrabengoa und sollte in Sevilla die Stelle eines Wächters in einer Tabakmanufaktur annehmen. Dort begegnet er einer Zigeunerin namens Carmen, die ihn davor warnt, sich in sie zu verlieben. Dennoch befällt Jose eine heftige Leidenschaft. Als er Carmen nach einer Messerstecherei festnehmen soll, lässt er sie laufen und gewährt einige Zeit später ihren Schmugglerfreunden Unterschlupf. Wenig später sieht er an Carmens Seite einen jungen Offizier aus seinem Regiment; Jose ersticht ihn. Nachdem er sich in die Berge zurückgezogen und einer Schmugglerbande angeschlossen hat, wird er zum Bandenchef. Auf der Flucht vor seiner Entdeckung wird Jose verwundet und anschließend von Carmen gesund gepflegt. Don Jose möchte mit ihr in Amerika ein neues Leben beginnen. Carmen jedoch verspottet ihn und flieht, um ihn zu täuschen, in die Arme des Stierkämpfers Lucas. Jetzt erst vermag Don Jose sich von ihr zu lösen. Er bedroht Carmen mit dem Tod, doch sie weigert sich, zu ihm zurückzukehren. Ihre persönliche Freiheit bedeute ihr mehr als die Beziehung zu einem Mann. Don Jose erträgt dies nicht und bringt sie um. Form: Merimee bindet die eigentliche Geschichte um Carmen in eine Rahmenhandlung ein und schafft auf diese Weise einen gewissen Abstand zum Erzählten. Seine Sprache ist nüchtern und auf Exaktheit bedacht. Um den Eindruck von Authentizität noch zu verstärken, fügt er am Schluss eine kurze Übersicht über die Geschichte und Lebensart der Zigeuner sowie ihrer Sprache hinzu. Wirkung: Bürgerliche Ordnung, Verführung, kriminelles Milieu, unkontrollierte Leidenschaft: Mit diesen Motiven formte Merimee ein Werk, dessen literarische Wirkung u.a. bis zu Frank Wedekind (1864-1918) und Dashiell R Hammett reicht. Die Oper Carmen (UA 1875) von Georges Bizet (1838-75) und zahlreiche Verfilmungen zeugen von der großen Wirkung der Novelle. C. V. Ex-Libris-Stempel auf Vorsatz, sonst tadellos, nahezu neuwertig.

[SW: Illustrierte Klassiker]

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Möller, Kirsten / Stephan, Inge / Tacke, Alexandra (Hg.): Carmen: Ein Mythos in Literatur, Film und Kunst:. (Literatur - Kultur - Geschlecht 28). Köln: Böhlau 2011. ISBN: 978-3-412-20579-9
Die Novelle "Carmen" von Prosper Merimee aus dem Jahr 1845 und die daran anschließende Oper "Carmen" (1873) von Georges Bizet bilden den Ausgangspunkt des bis in die Gegenwart lebendigen Carmen-Mythos. In diesem Mythos haben sich spezifische Geschlechterbilder des 19. und 20. Jahrhunderts verdichtet: Als "Femme fatale" weist Carmen auf Weiblichkeitsbilder der Jahrhundert wende voraus, als "Zigeunerin" ist sie in die zeitgenössischen Debatten über Ethnizität und Geschlecht eingebunden, als Tänzerin steht sie am Anfang einer Tradition, in der Weiblichkeit und Körperperformanz eine besondere Verbindung eingegangen sind. In diesem Band interessiert Carmen nicht nur als eine Figur, die den nationalsprachlichen Raum überschreitet, sondern auch als eine Figur, an deren Konstruktion die unterschiedlichsten Medien wie Literatur, Oper oder Bildende Kunst und vor allem der Film Anteil haben. Reflektiert wird ein breites Spektrum von den Ursprungserzählungen des Mythos über die vielfältigen filmischen Aus ein ander setzungen bis hin zu zeitgenössischen Carmen-Adaptionen.

227 S., mit 55 s/w-Abb. Br. *neuwertig*

[SW: Literaturwissenschaft]

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Merimee, Prosper: Carmen. Ins Deutsche übertragen von Helmut Bartuschek. Mit Illustrationen von Gerhard Lahr. Verlag Neues Leben 2.Aufl. 1989 Berlin
147S. 12°

Leinen Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag) Carmen OT Carmen OA 1845 DE 1846Form Novelle Epoche Romantik/Realismus Carmen kann als ein repräsentatives Beispiel für das Gesamtwerk von Prosper Merimee angesehen werden, insbesondere wegen des exotischen Lokalkolorits, aber auch aufgrund der Darstellung des Primitiven und intensiver Leidenschaften. Die Hauptfigur wurde zu einem eigenen Typus: Aufgrund ihrer Sinnlichkeit und Verführungskunst gilt sie als frühe Variante der "Femme Fatale" und wies verschiedenen literarischen Werken des 20. Jahrhunderts den Weg. Inhalt: Die Rahmenhandlung erzählt von Merimees Reise durch Andalusien, wo er einem Mann begegnet, der ein gesuchter Mörder ist. Bevor dieser ihm Näheres erzählen kann, wird er verraten und muss fliehen. Nach einigen Monaten erfährt Merimee, dass der Unbekannte gefasst und zum Tode verurteilt worden sei. Er sucht den Angeklagten auf, der ihm daraufhin seine Geschichte erzählt: Er heißt Don Jose Lizzarrabengoa und sollte in Sevilla die Stelle eines Wächters in einer Tabakmanufaktur annehmen. Dort begegnet er einer Zigeunerin namens Carmen, die ihn davor warnt, sich in sie zu verlieben. Dennoch befällt Jose eine heftige Leidenschaft. Als er Carmen nach einer Messerstecherei festnehmen soll, lässt er sie laufen und gewährt einige Zeit später ihren Schmugglerfreunden Unterschlupf. Wenig später sieht er an Carmens Seite einen jungen Offizier aus seinem Regiment; Jose ersticht ihn. Nachdem er sich in die Berge zurückgezogen und einer Schmugglerbande angeschlossen hat, wird er zum Bandenchef. Auf der Flucht vor seiner Entdeckung wird Jose verwundet und anschließend von Carmen gesund gepflegt. Don Jose möchte mit ihr in Amerika ein neues Leben beginnen. Carmen jedoch verspottet ihn und flieht, um ihn zu täuschen, in die Arme des Stierkämpfers Lucas. Jetzt erst vermag Don Jose sich von ihr zu lösen. Er bedroht Carmen mit dem Tod, doch sie weigert sich, zu ihm zurückzukehren. Ihre persönliche Freiheit bedeute ihr mehr als die Beziehung zu einem Mann. Don Jose erträgt dies nicht und bringt sie um. Form: Merimee bindet die eigentliche Geschichte um Carmen in eine Rahmenhandlung ein und schafft auf diese Weise einen gewissen Abstand zum Erzählten. Seine Sprache ist nüchtern und auf Exaktheit bedacht. Um den Eindruck von Authentizität noch zu verstärken, fügt er am Schluss eine kurze Übersicht über die Geschichte und Lebensart der Zigeuner sowie ihrer Sprache hinzu. Wirkung: Bürgerliche Ordnung, Verführung, kriminelles Milieu, unkontrollierte Leidenschaft: Mit diesen Motiven formte Merimee ein Werk, dessen literarische Wirkung u.a. bis zu Frank Wedekind (1864-1918) und Dashiell R Hammett reicht. Die Oper Carmen (UA 1875) von Georges Bizet (1838-75) und zahlreiche Verfilmungen zeugen von der großen Wirkung der Novelle. C. V. Illustrierter Ganzleinenband mit illustriertem Schutzumschlag. Der Umschlag leicht angerändert und mit kleinem Einriss, ansonsten sehr guter Zustand.

[SW: Französische Literatur in illustrierten Ausgaben]

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Zimmermann, Silvia I. Die dichtende Königin. Elisabeth, Prinzessin zu Wied, Königin von Rumänien, Carmen Sylva (1843-1916) Selbstmythisierung und prodynastische Öffentlichkeitsarbeit durch Literatur, IBIDEM, 110 ISBN: 383820185X
Elisabeth, die erste Königin von Rumänien und Prinzessin zu Wied (1843-1916), entfaltete seit 1880 unter dem Künstlernamen Carmen Sylva eine äußerst rege schriftstellerische Tätigkeit. Als engagierte und erfolgreiche Kulturvermittlerin fand die Königin bereits zu Lebzeiten Anerkennung, doch die Beurteilung der Dichterin blieb bis heute kontrovers. Die kulturpolitische Tendenz ihres Werks wurde bisher nur selten thematisiert; eine systematische Untersuchung lag bislang nicht vor. Was ihre Schreibpraxis, ihr literarisches Anliegen und ihre Legitimationsbestrebungen als dichtende Königin betreffen, handelt es sich bei ihrem Werk um eine konsequente Instrumentalisierung des Literaturbegriffs: Carmen Sylvas Werk ist Teil ihres Berufs als Königin und somit vorwiegend prodynastische Öffentlichkeitsarbeit durch Literatur. Silvia Irina Zimmermanns Studie ist die erste systematische wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem gesamten literarischen Werk Carmen Sylvas überhaupt und bietet die bislang umfangreichste Bibliografie zur dichtenden Königin. Neu für Carmen-Sylva-Kenner ist Zimmermanns Ermahnung, das literarische Werk der Königin von Rumänien auch unter dem Aspekt der Öffentlichkeitsarbeit durch Literatur zu betrachten. Das Phänomen einer in eigener und prodynastischer Sache literarisch tätigen Königin offenbart unerwartete Modernität. Zugleich ermöglicht diese Betrachtungsweise eine genauere literarhistorische Einordnung und Bewertung der schriftstellerischen Tätigkeit Carmen Sylvas, die ihren Anliegen besser gerecht wird. Für neue Leser ist die dichtende Königin Carmen Sylva auf alle Fälle eine spannende Entdeckung.

NEUBUCH! 2010. 482 S. 210 mm

[SW: Sylva, Carmen, Rumänien, Literatur]

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