Colette
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Colette: Phil und Vinca. Roman. Autorisierte Übertragung von Lissy Radermacher. Potsdam: Gustav Kiepenheuer Verlag, 1928.
Guter Zustand. - Sidonie-Gabrielle Claudine Colette (* 28. Januar 1873 in Saint-Sauveur-en-Puisaye, Departement Yonne (Burgund); 3. August 1954 in Paris) war eine französische Schriftstellerin, Varietekünstlerin und Journalistin. Sie bekam als erste Frau in Frankreich ein Staatsbegräbnis. ... Weitere literarische Tätigkeit, zweite Heirat: Auch als Journalistin war sie nun gesucht und erhielt eine eigene Rubrik im Feuilleton des Pariser Tageblattes Le Matin. Ab 1911 lebte sie zusammen mit dessen Chefredakteur, dem ebenfalls geschiedenen Baron Henry de Jouvenel des Ursins (geb. 1876), den sie Ende 1912 heiratete. Kurz zuvor starb ihre Mutter, wobei ihr Halbbruder (aus Zorn, weil sie nicht zur Beerdigung gekommen war?) ihre rund 2.000 Briefe an sie verbrannte. 1913 verarbeitete sie nochmals ihr früheres Leben im Variete in L'Envers du music-hall (= Die Kehrseite des Varietes). Der Ausbruch des Ersten Weltkriegs im August 1914 war auch für Colette ein tiefer Einschnitt: Jouvenel wurde zum Militär eingezogen, brauchte aber nicht an die Front, sondern bekleidete ständig höhere Posten im Umfeld der Regierung. Sie selbst betätigte sich, nachdem sie ihre 1913 geborene Tochter samt Gouvernante auf ein Landgut der Jouvenels geschickt hatte, im Überschwang der allgemeinen Kriegsbegeisterung als Krankenschwester, zunächst in Paris, dann in einem Lazarett bei Verdun. 1915 waren Überschwang und Opferbereitschaft offenbar auch bei ihr verflogen und sie bereiste das mit Frankreich gegen Deutschland und Österreich verbündete Italien als Reporterin für Le Matin, für den sie auch die nächsten Jahre schrieb. Anfang 1917 begleitete sie Jouvenel nach Rom, der dort auf einer Konferenz Frankreich vertrat. Hier wurde in ihrem Dabeisein und nach einem Drehbuch von ihr La Vagabonde verfilmt. Zurück in Paris, begann sie einen neuen Roman, Mitsou, ou comment l'esprit vient aux filles (= M., oder wie den Mädchen ein Licht aufgeht), der 1919 erschien. Im selben Jahr wurde sie Leiterin des literarischen Feuilletons des Matin. 1919/20 verfasste sie ihren bekanntesten Roman: Cheri (= Liebling), die Geschichte der letztlich unmöglichen Liebe eines jungen Mannes und einer älteren Frau. Die erste Idee zu dem Buch war ihr zwar schon 1912 gekommen, doch lag das Thema ihr jetzt besonders nahe, denn sie hatte gerade selbst mit ihrem Stiefsohn Bertrand de Jouvenel (geb. 1903) ein Verhältnis begonnen. Cheri wurde 1921 von ihr und einem Koautor zu einem Theaterstück verarbeitet, in dem sie bei der 100. Aufführung, aber auch später noch des Öfteren selbst die Rolle der weiblichen Protagonistin spielte. Inzwischen hatte ihr Mann als Politiker Karriere gemacht, und auch sie war arriviert: 1920 war sie zum Ritter der Ehrenlegion ernannt worden (1928 wurde sie sogar zum Offizier und 1936 zum Kommandeur befördert.) Ihre Ehe allerdings ging in die Brüche, denn auch Jouvenel erwies sich als untreu und verließ sie 1923. 1922 begann das Feuilleton des Matin ihren kleinen Roman Le Ble en herbe (= Unreifes Getreide[3]) abzudrucken, der um das Thema der sexuellen Initiation eines Jugendlichen durch eine ältere Frau kreist. Der Abdruck musste allerdings wegen moralischer Entrüstung vieler Leser der Zeitung abgebrochen werden. Bei der Buch-Publikation des Werkes 1923 benutzte sie erstmals das schlichte "Colette" als Autornamen. Die späteren Jahre: 1925 lernte sie den ebenfalls deutlich jüngeren reichen Perlenhändler Maurice Goudeket (geb. 1889) kennen, mit dem sie zunächst häufig längere Reisen unternahm und den sie 1935 heiratete. Ab 1939 litt sie unter einer fortschreitenden Arthrose der Hüftgelenke, die ihr das Leben erschwerte und sie zunehmend an ihre Wohnung fesselte. Ein 1941 gedruckter autobiografischer Text hieß entsprechend De ma fenetre (= Aus meinem Fenster). Während der deutschen Besetzung Nordfrankreichs und der antisemitischen Aktionen der französischen Vichy-Regierung gelang es ihr, ihren aus einer jüdischen Familie stammenden Mann aus der Haft zu befreien und ihm beim Untertauchen zu helfen. 1942 erzielte sie einen ihrer größten Erfolge mit dem kurzen Feuilleton-Roman Gigi (als Buch gedruckt 1944). Er handelt von der vorteilhaften Heirat eines hübschen jungen Mädchens mit einem älteren Mann und versetzte Autorin und Leser aus dem Zweiten Weltkrieg zurück in bessere Zeiten, nämlich die Belle Epoque um 1900. Allmählich wurde Colette zur (längst auch wohlhabenden) großen alten Dame der französischen Literatur der ersten Jahrhunderthälfte. Sie schrieb und publizierte, wurde gelesen und verfilmt, hielt Vorträge und reiste, geehrt wie kaum eine Schriftstellerin vor ihr. So wurde sie 1945 als zweite Frau eines der zehn Mitglieder der Academie Goncourt im Jahr 1949 deren Vorsitzende. Dagegen konnte sich die Academie francaise nicht zu ihrer Aufnahme entschließen. Von 1948 bis 1950 erschien in 15 Bänden eine von Goudeket besorgte Gesamtausgabe ihrer Werke. Ihr 80. Geburtstag 1953 war ein nationales Ereignis, und ein pompöses Staatsbegräbnis wurde ihr zuteil, als sie 1954 starb. Colette verstand es vor allem, in ihren Romanen Frauengestalten und Frauenschicksale psychologisch einfühlsam und lebensnah zu beschreiben. Ihr unkonventioneller Lebensstil schlug sich auch in ihren Werken nieder, insbesondere darin, dass sie sich dort kritisch mit der Ehe auseinandersetzt und die Sexualität der Frau nicht tabuisiert. In den zwei Romanen La maison de Claudine (1922) und Sido (1929) setzte sie ihrer eigenwilligen naturliebenden Mutter ein Denkmal. Obwohl von vielen Lesern und auch Autorenkollegen hochgeschätzt, wurde sie von der universitären Literaturkritik lange Zeit unter Wert gehandelt. 1953 wurde sie Grand Officier der Ehrenlegion. Aus wikipedia-orgSidonie-Gabrielle_Colette
1. - 10. Tausend. Deutsche Erstausgabe. 159 Seiten. 19 x 12 cm. Leinen ohne Schutzumschlag.
[SW: Literaturtheorie, Literaturgattungen, Literaturepochen, Französische Literatur des 20. Jahrhunderts, Literaturrezeption, Literaturgeschichte, Literaturwissenschaft Literaturwissenschaften, Literaturrecherche, Literaturinterpretationen, Literaturkanon,]
Colette: Die Fessel. Roman. Aus dem Französischen von Erna Redtenbacher. Umschlaggestaltung von Karl Gröning Jr. und Gisela Pferdmenges. - (=rororo 120). Reinbek bei Hamburg, Rowohlt Taschenbuch Verlag, 1954.
Guter Zustand. - Sidonie-Gabrielle Claudine Colette (* 28. Januar 1873 in Saint-Sauveur-en-Puisaye, Departement Yonne (Burgund); 3. August 1954 in Paris) war eine französische Schriftstellerin, Varietekünstlerin und Journalistin. Sie bekam als erste Frau in Frankreich ein Staatsbegräbnis. ... Weitere literarische Tätigkeit, zweite Heirat: Auch als Journalistin war sie nun gesucht und erhielt eine eigene Rubrik im Feuilleton des Pariser Tageblattes Le Matin. Ab 1911 lebte sie zusammen mit dessen Chefredakteur, dem ebenfalls geschiedenen Baron Henry de Jouvenel des Ursins (geb. 1876), den sie Ende 1912 heiratete. Kurz zuvor starb ihre Mutter, wobei ihr Halbbruder (aus Zorn, weil sie nicht zur Beerdigung gekommen war?) ihre rund 2.000 Briefe an sie verbrannte. 1913 verarbeitete sie nochmals ihr früheres Leben im Variete in L'Envers du music-hall (= Die Kehrseite des Varietes). Der Ausbruch des Ersten Weltkriegs im August 1914 war auch für Colette ein tiefer Einschnitt: Jouvenel wurde zum Militär eingezogen, brauchte aber nicht an die Front, sondern bekleidete ständig höhere Posten im Umfeld der Regierung. Sie selbst betätigte sich, nachdem sie ihre 1913 geborene Tochter samt Gouvernante auf ein Landgut der Jouvenels geschickt hatte, im Überschwang der allgemeinen Kriegsbegeisterung als Krankenschwester, zunächst in Paris, dann in einem Lazarett bei Verdun. 1915 waren Überschwang und Opferbereitschaft offenbar auch bei ihr verflogen und sie bereiste das mit Frankreich gegen Deutschland und Österreich verbündete Italien als Reporterin für Le Matin, für den sie auch die nächsten Jahre schrieb. Anfang 1917 begleitete sie Jouvenel nach Rom, der dort auf einer Konferenz Frankreich vertrat. Hier wurde in ihrem Dabeisein und nach einem Drehbuch von ihr La Vagabonde verfilmt. Zurück in Paris, begann sie einen neuen Roman, Mitsou, ou comment l'esprit vient aux filles (= M., oder wie den Mädchen ein Licht aufgeht), der 1919 erschien. Im selben Jahr wurde sie Leiterin des literarischen Feuilletons des Matin. 1919/20 verfasste sie ihren bekanntesten Roman: Cheri (= Liebling), die Geschichte der letztlich unmöglichen Liebe eines jungen Mannes und einer älteren Frau. Die erste Idee zu dem Buch war ihr zwar schon 1912 gekommen, doch lag das Thema ihr jetzt besonders nahe, denn sie hatte gerade selbst mit ihrem Stiefsohn Bertrand de Jouvenel (geb. 1903) ein Verhältnis begonnen. Cheri wurde 1921 von ihr und einem Koautor zu einem Theaterstück verarbeitet, in dem sie bei der 100. Aufführung, aber auch später noch des Öfteren selbst die Rolle der weiblichen Protagonistin spielte. Inzwischen hatte ihr Mann als Politiker Karriere gemacht, und auch sie war arriviert: 1920 war sie zum Ritter der Ehrenlegion ernannt worden (1928 wurde sie sogar zum Offizier und 1936 zum Kommandeur befördert.) Ihre Ehe allerdings ging in die Brüche, denn auch Jouvenel erwies sich als untreu und verließ sie 1923. 1922 begann das Feuilleton des Matin ihren kleinen Roman Le Ble en herbe (= Unreifes Getreide[3]) abzudrucken, der um das Thema der sexuellen Initiation eines Jugendlichen durch eine ältere Frau kreist. Der Abdruck musste allerdings wegen moralischer Entrüstung vieler Leser der Zeitung abgebrochen werden. Bei der Buch-Publikation des Werkes 1923 benutzte sie erstmals das schlichte "Colette" als Autornamen. Die späteren Jahre: 1925 lernte sie den ebenfalls deutlich jüngeren reichen Perlenhändler Maurice Goudeket (geb. 1889) kennen, mit dem sie zunächst häufig längere Reisen unternahm und den sie 1935 heiratete. Ab 1939 litt sie unter einer fortschreitenden Arthrose der Hüftgelenke, die ihr das Leben erschwerte und sie zunehmend an ihre Wohnung fesselte. Ein 1941 gedruckter autobiografischer Text hieß entsprechend De ma fenetre (= Aus meinem Fenster). Während der deutschen Besetzung Nordfrankreichs und der antisemitischen Aktionen der französischen Vichy-Regierung gelang es ihr, ihren aus einer jüdischen Familie stammenden Mann aus der Haft zu befreien und ihm beim Untertauchen zu helfen. 1942 erzielte sie einen ihrer größten Erfolge mit dem kurzen Feuilleton-Roman Gigi (als Buch gedruckt 1944). Er handelt von der vorteilhaften Heirat eines hübschen jungen Mädchens mit einem älteren Mann und versetzte Autorin und Leser aus dem Zweiten Weltkrieg zurück in bessere Zeiten, nämlich die Belle Epoque um 1900. Allmählich wurde Colette zur (längst auch wohlhabenden) großen alten Dame der französischen Literatur der ersten Jahrhunderthälfte. Sie schrieb und publizierte, wurde gelesen und verfilmt, hielt Vorträge und reiste, geehrt wie kaum eine Schriftstellerin vor ihr. So wurde sie 1945 als zweite Frau eines der zehn Mitglieder der Academie Goncourt im Jahr 1949 deren Vorsitzende. Dagegen konnte sich die Academie francaise nicht zu ihrer Aufnahme entschließen. Von 1948 bis 1950 erschien in 15 Bänden eine von Goudeket besorgte Gesamtausgabe ihrer Werke. Ihr 80. Geburtstag 1953 war ein nationales Ereignis, und ein pompöses Staatsbegräbnis wurde ihr zuteil, als sie 1954 starb. Colette verstand es vor allem, in ihren Romanen Frauengestalten und Frauenschicksale psychologisch einfühlsam und lebensnah zu beschreiben. Ihr unkonventioneller Lebensstil schlug sich auch in ihren Werken nieder, insbesondere darin, dass sie sich dort kritisch mit der Ehe auseinandersetzt und die Sexualität der Frau nicht tabuisiert. In den zwei Romanen La maison de Claudine (1922) und Sido (1929) setzte sie ihrer eigenwilligen naturliebenden Mutter ein Denkmal. Obwohl von vielen Lesern und auch Autorenkollegen hochgeschätzt, wurde sie von der universitären Literaturkritik lange Zeit unter Wert gehandelt. 1953 wurde sie Grand Officier der Ehrenlegion. Aus wikipedia-orgSidonie-Gabrielle_Colette - - - - rororo Taschenbücher: Seit 1950 machte der preiswerte Rotationsdruck für Taschenbücher den Rowohlt Verlag bekannt. Die Anregung hatte Heinrich Maria Ledig-Rowohlt auf seiner USA-Reise erhalten. Die anfänglichen Publikationen erschienen in Hamburg von 1946 bis 1949 zunächst in einem großformatigen Zeitungsdruck, deren ersten Exemplare Ernst Rowohlt mit dem Satz kommentierte: So was kommt mir nicht ins Haus. Die neuen Druckerzeugnisse trugen die Bezeichnung Rowohlt Rotations Romane und die Abkürzung RO-RO-RO. Erste Titel, die in diesem Format zum Preis von DM 1,00 erschienen, waren: G.K. Chesterton: Das fliegende Wirtshaus. William Faulkner: Licht im August. Graham Greene: Die Kraft und die Herrlichkeit. Aus dem Zeitungsformat entwickelte der Verlag die neuen Taschenbücher im kleinen Oktavformat. Die Bände sind unter dem Namen rororo bekannt geworden - eine Bezeichnung, die als Synonym für sämtliche Taschenbücher gilt. ... Den Satz und Rotationsdruck der ersten Auflagen besorgte in Leck die Druckerei Christian Jessen Sohn, aus dem die Großdruckerei Clausen & Bosse entstand. Die Buchbindearbeiten im Lumbeckverfahren erfolgten damals bei der Firma Hans Ehlermann in Verden (Aller). Jene 451 Bände, die bis 1961 gebunden wurden, besitzen als markantes Erkennungszeichen einen schmalen farbigen Leinenrücken. Der Verlag nannte diese Qualität Halbleinenflexibel; der Preis eines Taschenbuches lag um 1950 bei DM 1,50. Aus wikipedia-orgRororo
Erste Auflage dieser Ausgabe. 150 Seiten. Illustrierter Originalkarton mit Leinenrücken.
[SW: Frauenliteratur, Liebesroman, Französische Literatur des 20. Jahrhunderts, Taschenbücher vor 1960, Seltene Taschenbücher, Taschenbuchreihen, Frauenroman, Liebesgeschichten, Literaturtheorie, Literaturgattungen, Literaturepochen, Literaturrezeption, Literaturgeschichte, Literaturwissenschaft Literaturwissenschaften, Literaturrecherche, Literaturinterpretationen, Literaturkanon]
HAREL, Maximilian M. (Le pere Elie Harel). Histoire de l'emigration des religieuses supprimees dans les Pays-Bas, & conduites en France par M. l'Abbe de Saint-Sulpice, envoye de Madame Louise de France & du Prince-Evequede de Gand, pour la translation des Reliques de Sainte Collette a Poligny en Franche-Comte; redigee d'apres les memoires de l'Abbe de Saint-Sulpice. Bruxelles, (B. le Franq), 1784; for sale: Paris, Guillot, & Verdun, Guillot, pere et fils.
First and only edition of this very rare account of the emigration of the Congregation of St. Colette from Ghent to the Sister-Convent at Poligny in France, after the suppression of the religious orders in the Austrian Empire in 1782. The sisters got permission of asylum in France through the intercession of the aunt of the French King, Madame Louise de France, and were accompanied on their voyage to their new residence by the abbot Raymond of St. Sulpice and the Archbishop of Ghent. Saint Colette (1381- 6 March 1447), born Nicolette Boylet or Boellet, was the founder of the order of Colettine Poor Clares (the Clarisses), a reformation of the Urbanist Poor Clares. Born at Calcye near Corbie in Picardy in January 1381, her father, Robert Boellet, was the carpenter of the famous Benedictine Abbey of Corbie. After her parents died in 1398, Colette became a hermit under the direction of the Abbot of Corbie, living near the abbey church. Gaining a reputation for holiness, she became a tertiary of the Franciscan order. She joined the Beguines and the Benedictines. Following several dreams and visions, she believed that she was being called to reform the Urbanist Poor Clares, and return the order to its original Franciscan ideals of absolute poverty and austerity. She turned to the Avignon Pope Benedict XIII who was recognized in France as the rightful pope. Benedict allowed her to enter the Franciscan order of Poor Clares and empowered her by several Bulls, dated 1406, 1407, 1408, and 1412, to found new convents and complete the reform of the order. With the approval of the Countess of Geneva and the aid of the Franciscan itinerant preacher, Henri de la Beaume, her confessor and spiritual guide, Colette began her work at Beaume, in the diocese of Geneva. She remained there but a short time and soon opened at Besancon her first convent. Thence her reform spread to Auxonne (1410), to Poligny, to Ghent (1412), to Heidelberg (1444), to Amiens, and to other communities of Poor Clares. For the convents reformed by her she prescribed extreme poverty, to go barefooted, and the observance of perpetual fast and abstinence.Colette died at Ghent in 1447. She was beatified 23 January 1740, and canonized 24 May 1807. The Colettine Sisters are found today, outside of France, in Belgium, Germany, Spain, England, and the United States.Colette had intended to be buried in Poligny (and had prophesied it), but the weariness of a long life devoted to her sisters, travelling from house to house, wore her out finally at Ghent, in Belgium. She died there on 6th March 1447. However, 'God uses even political chaos to fulfil the words of his saints': as is described in our book, the sister took Colette's relics with them to bring them 'home' to Poligny, in Savoy, where they are cherished and venerated to this day.At the end (pp. 75-134) some official documents, the life of St. Colette from the <I>Vie des saints, traduite de'l'Anglois par l'Abbe Godescard</I> (vol. 2, p. 497), several songs composed for the occasion on popular tunes - one by the Marquis d'Astorgues, and a 'Copie du discours prononce par Dom. D'Epermont. The plates show 'Madame Louise prie le Roy d'accorder un azile au Coletines de Gand', the departure of the sisters from Ghent, their arrival at St. Denis, and their arrival at Poligny with the 'Ceremonie de la translation des reliques de St. Colette'. A stocklist of the book sellers Guillot at the end.
Good copy.- (Old ownership's entry in ink on title).
8vo. Later half calf, spine lettered in gold, marbled covers and edges. With 4 full-page engraved plates, woodcut head- and tail pieces. (4), 134, (4) pp.
[SW: 18th Century; France; Religious Orders]
Colette (d.i.Sidonie-Gabrielle Colette): Cheris Ende. "La fin de Cherie". Roman. Übertragen ins Deutsche von Hans Jacob.(= Rowohlts Rotations-Romane, "rororo-Leinenrücken", Nr.229). Umschlag Karl Gröning jr. und Gisela Pferdmenges. Rowohlt Verlag 76.-88. Tausend 1960 Hamburg
133S. 8°
Taschenbuch Illustriertes Taschenbuch mit Leinenrücken. Der Einband fleckig und dezent knickig, das holzhaltige Papier allg. nachgedunkelt, ansonsten guter Zustand. Sidonie-Gabrielle Claudine Colette (* 28. Januar 1873 in Saint-Sauveur-en-Puisaye, Departement Yonne (Burgund); 3. August 1954 in Paris) war eine französische Schriftstellerin, Varietekünstlerin und Journalistin. Sie bekam als erste Frau in Frankreich ein Staatsbegräbnis. In der Literaturgeschichte ist sie schlicht als Colette bekannt. Colette wuchs als jüngstes von vier Halbgeschwistern und Geschwistern in dem o.g. Dorf der Bourgogne auf, wo ihr Vater, ein wegen Kriegsverletzung ausgemusterter Offizier, Steuereinnehmer war. Anders als die drei älteren Geschwister besuchte sie keine weiterführende Schule, wurde jedoch gefördert von ihrem literarisch interessierten Vater sowie vor allem von der klugen und verständnisvollen Mutter, mit der sie später in engem Briefkontakt blieb. Bei einer Reise nach Paris lernte sie mit 16 (1889) den 30-jährigen Henry Gauthier-Villars kennen, der sich dort schon einen gewissen Namen als Literat und Salonlöwe gemacht hatte. 1893 heiratete sie ihn und wurde von ihm, der rasch ihr Schreibtalent erkannte, angelernt und ausgenutzt. Unter seinem Pseudonym "Willy" verfasste sie ab 1896 eine Serie von zunehmend erfolgreichen Romanen, die in der Ich-Form und mit vielen autobiografischen Elementen die Geschichte einer jungen Frau erzählen: Claudine a l'ecole, Claudine a Paris, Claudine en menage und Claudine s'en va (= C. in der Schule / in Paris / in der Ehe / geht fort; die Titel hier und im Folgenden sind wörtlich bzw. sinngetreu übersetzt und entsprechen nicht unbedingt den eventuellen Titeln deutscher Ausgaben). Bald nach dem letzten Claudine-Roman (1903) ließ sich Colette von dem immer wieder untreuen "Willy" scheiden, der sich allerdings die Autorenrechte an den Claudines zu sichern verstand. Nach der Scheidung lebte Colette eine Zeit lang bei Natalie Clifford Barney. Die beiden hatten eine kurze Affäre und blieben bis zu Colettes Tod befreundet. In dieser Zeit nahm sie auch Unterricht bei dem Pantomimen Georges Wague und gastierte ab 1906 sechs Jahre lang mit "Mimodramen" auf zahlreichen Varietebühnen in Paris und der Provinz. Hierbei trat sie des Öfteren zusammen mit der zehn Jahre älteren Mathilde ("Missy") de Morny auf, der sehr unkonventionell lebenden Tochter eines Halbbruders von Napoleon III.. Als die Beiden sich 1907 im Moulin Rouge bei der Aufführung einer Pantomime mit dem Namen Reve d'Egypte küssten, gab es einen Tumult, zu dessen Beilegung die Polizei gerufen werden musste. Im Gefolge des Skandals wurden weitere Aufführungen des Stückes verboten und Colette und Missy konnten ihr Verhältnis, das noch fünf Jahre bestand, nur verdeckt weiterführen. 1909 begann sie La Vagabonde (= Die Vagabundin), einen einmal mehr autobiografischen Roman, in dem sie in der Ich-Form die Existenz einer enttäuscht geschiedenen Ehefrau, Varietekünstlerin und Angebeteten eines reichen Erben darstellt. (Ihr eigenes kurzlebiges Verhältnis mit dem Millionenerben Auguste Heriot, der 1910 eine Italienreise mit ihr unternahm, lag zeitlich offenbar erst nach dem Roman.) La Vagabonde, die zunächst im Feuilleton einer Zeitschrift erschien, kam 1910 in die engere Wahl für den renommierten Literaturpreis Prix Goncourt und bedeutete den Durchbruch Colettes als Autorin. Auch als Journalistin war sie nun gesucht und erhielt eine eigene Rubrik im Feuilleton des Pariser Tageblattes Le Matin. Ab 1911 lebte sie zusammen mit dessen Chefredakteur, dem ebenfalls geschiedenen Baron Henry de Jouvenel des Ursins (geb. 1876), den sie Ende 1912 heiratete. Kurz zuvor starb ihre Mutter, wobei ihr Halbbruder (aus Zorn, weil sie nicht zur Beerdigung gekommen war?) ihre rund 2.000 Briefe an sie verbrannte. 1913 verarbeitete sie nochmals ihr früheres Leben im Variete in L'Envers du music-hall (= Die Kehrseite des Varietes). Der Ausbruch des Ersten Weltkriegs im August 1914 war auch für Colette ein tiefer Einschnitt: Jouvenel wurde zum Militär eingezogen, brauchte aber nicht an die Front, sondern bekleidete ständig höhere Posten im Umfeld der Regierung. Sie selbst betätigte sich, nachdem sie ihre 1913 geborene Tochter samt Gouvernante auf ein Landgut der Jouvenels geschickt hatte, im Überschwang der allgemeinen Kriegsbegeisterung als Krankenschwester, zunächst in Paris, dann in einem Lazarett bei Verdun. 1915 waren Überschwang und Opferbereitschaft offenbar auch bei ihr verflogen und sie bereiste das mit Frankreich gegen Deutschland und Österreich verbündete Italien als Reporterin für Le Matin, für den sie auch die nächsten Jahre schrieb. Anfang 1917 begleitete sie Jouvenel nach Rom, der dort auf einer Konferenz Frankreich vertrat. Hier wurde in ihrem Dabeisein und nach einem Drehbuch von ihr La Vagabonde verfilmt. Zurück in Paris, begann sie einen neuen Roman, Mitsou, ou comment l'esprit vient aux filles (= M., oder wie den Mädchen ein Licht aufgeht), der 1919 erschien. Im selben Jahr wurde sie Leiterin des literarischen Feuilletons des Matin. 1919/20 verfasste sie ihren bekanntesten Roman: Cheri (= Liebling), die Geschichte der letztlich unmöglichen Liebe eines jungen Mannes und einer älteren Frau. Die erste Idee zu dem Buch war ihr zwar schon 1912 gekommen, doch lag das Thema ihr jetzt besonders nahe, denn sie hatte gerade selbst mit ihrem Stiefsohn Bertrand de Jouvenel (geb. 1903) ein Verhältnis begonnen. Cheri wurde 1921 von ihr und einem Koautor zu einem Theaterstück verarbeitet, in dem sie bei der 100. Aufführung, aber auch später noch des Öfteren selbst die Rolle der weiblichen Protagonistin spielte. Inzwischen hatte ihr Mann als Politiker Karriere gemacht, und auch sie war arriviert: 1920 war sie zum Ritter der Ehrenlegion ernannt worden (1928 wurde sie sogar zum Offizier und 1936 zum Kommandeur befördert.) Ihre Ehe allerdings ging in die Brüche, denn auch Jouvenel erwies sich als untreu und verließ sie 1923. 1922 begann das Feuilleton des Matin ihren kleinen Roman Le Ble en herbe (= Unreifes Getreide) abzudrucken, der um das Thema der sexuellen Initiation eines Jugendlichen durch eine ältere Frau kreist. Der Abdruck musste allerdings wegen moralischer Entrüstung vieler Leser der Zeitung abgebrochen werden. Bei der Buch-Publikation des Werkes 1923 benutzte sie erstmals das schlichte "Colette" als Autornamen. 1925 lernte sie den ebenfalls deutlich jüngeren reichen Perlenhändler Maurice Goudeket (geb. 1889) kennen, mit dem sie zunächst häufig längere Reisen unternahm und den sie 1935 heiratete. Ab 1939 litt sie unter einer fortschreitenden Arthrose der Hüftgelenke, die ihr das Leben erschwerte und sie zunehmend an ihre Wohnung fesselte. Ein 1941 gedruckter autobiografischer Text hieß entsprechend De ma fenetre (= Aus meinem Fenster). Während der deutschen Besetzung Nordfrankreichs und der antisemitischen Aktionen der französischen Vichy-Regierung gelang es ihr, ihren aus einer jüdischen Familie stammenden Mann aus der Haft zu befreien und ihm beim Untertauchen zu helfen. 1942 erzielte sie einen ihrer größten Erfolge mit dem kurzen Feuilleton-Roman Gigi (als Buch gedruckt 1944). Er handelt von der vorteilhaften Heirat eines hübschen jungen Mädchens mit einem älteren Mann und versetzte Autorin und Leser aus dem Zweiten Weltkrieg zurück in bessere Zeiten, nämlich die Belle Epoque um 1900. Allmählich wurde Colette zur (längst auch wohlhabenden) großen alten Dame der französischen Literatur der ersten Jahrhunderthälfte. Sie schrieb und publizierte, wurde gelesen und verfilmt, hielt Vorträge und reiste, geehrt wie kaum eine Schriftstellerin vor ihr. So wurde sie 1945 als zweite Frau eines der zehn Mitglieder der Academie Goncourt, im Jahr 1949 deren Vorsitzende. Dagegen konnte sich die Academie francaise nicht zu ihrer Aufnahme entschließen. Von 1948 bis 1950 erschien in 15 Bänden eine von Goudeket besorgte Gesamtausgabe ihrer Werke. Ihr 80. Geburtstag 1953 war ein nationales Ereignis, und ein pompöses Staatsbegräbnis wurde ihr zuteil, als sie 1954 starb. Colette verstand es vor allem, in ihren Romanen Frauengestalten und Frauenschicksale psychologisch einfühlsam und lebensnah zu beschreiben. Ihr unkonventioneller Lebensstil schlug sich auch in ihren Werken nieder, insbesondere darin, dass sie sich dort kritisch mit der Ehe auseinandersetzt und die Sexualität der Frau nicht tabuisiert. In den zwei Romanen La maison de Claudine (1922) und Sido (1929) setzte sie ihrer eigenwilligen naturliebenden Mutter ein Denkmal. Obwohl von vielen Lesern und auch Autorenkollegen hochgeschätzt, wurde sie von der universitären Literaturkritik lange Zeit unter Wert gehandelt. 1953 wurde sie Grand Officier der Ehrenlegion.
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