Der Mann in der Zeichnung
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Schulze, Michael: Michael Schulze: Unterstellungen. Objekte, Maschinen, Reliefs, Zeichnung, Graphik. Ausstellung im Ludwig Forum Aachen. Heinz Herbert Mann. München: Schreiber, 2001. ISBN: 3889600557
Sehr gutes Ex. - Wolfgang Becker: Vorwort - Heinz Herbert Mann: - Vorwort und Dank - Unterstellungen - Verfolgt von Max E. im Rollstuhl - Tiermaschinen - - Kammerjäger - - Affe (1988) - Sekretäre (1988/89) - Überlauf (1989) - Klepper (1990) - Storch (1993) - Christoph Müller: - Realität und Erfindung: The Barrel of C. Columbus, The Direction to West und The Parrot - Heinz Herbert Mann: - Discoveries - Die Entdeckungen in Amerika (1990/91) - Die Schreibmaschinen-Serie (1990) - Schichtungen Die Sprachlosigkeit der Steine. - Der Berliner Künstler Michael Schulze stellt sich mit Arbeiten in seinem neuen Tätigkeitsfeld vor, die er in den letzten 20 Jahren entwickelt hat. Sie werden überraschen, weil die Schultraditionen, aus denen heraus sie entstanden sind, im Rheinland keine Wurzeln haben. Michael Schulze gehörte in Berlin zur Künstlergruppe "Kulmer Straße 20a" und ich erinnere mich, wie schwer es in den 70er Jahren die Künstler Wolfgang Petrick, Peter Sorge und Klaus Vogelgesang hatten, sich in der westdeutschen Kunstszene bekannt zu machen. Westberlin war, vom Westen aus gesehen, nicht nur eine politische, sondern auch eine ästhetische Enklave, in der ein manieristischer Realismus blühte, der seine Quellen in einer preußischen Tradition suchte, die Adolf Menzel begründet hat. Schulze war glücklich, sich aus dieser Enklave zu befreien", die Horizonte seiner Fantasie durch die Freundschaft mit dem Kalifornischen Künstlerehepaar Edward und Nancy Reddin Kienholz zu öffnen und eine Zeitlang in Los Angeles arbeiten zu können. So ist das Oeuvre, das er in Aachen ausbreitet, angereichert mit einer Fülle von internationalen Referenzen - zu den inszenierten Räumen von Kienholz, den Meta-Maschinen von Tinguely, den Assemblagen von Daniel Spoerri - mit augenzwinkernden Verweisen auf Dadaismus und Surrealismus - und hat zugleich in 20 Jahren eine sehr persönliche Sprache gefunden. Der Text dieser Sprache ist schwerwiegend und sperrig, reich in seiner Vergangenheitsbewältigung. Fast alle Elemente sind alt, gebraucht und befreit von ihrem ursprünglichen Nutzen; Fundstücke von Schrottplätzen und Flohmärkten. Dort wo sie sich bewegen, Maniquinos, Roboter, Androiden, genießen sie ihre hinzugewonnenen Fehlfunktionen. Die Bildersprache Michael Schulzes ordnet sich in Räumen, die in der Anordnung der Gegenstände, in der Form ihrer Konservierung am Ende ein Naturalien- und Kuriositäten-Kabinett besonderer Art bilden; erst der Kontext macht den Text, erst die Organisation abfälliger Gegenstände schafft ein ästhetisches Ensemble. ISBN 3889600557 - , ISBN-13: 9783889600554
140 S. mit zahlr. Abb. Broschiert.
[SW: Michael Schulze, Objektkunst, Zeichnung, Graphik]
Dürrenmatt, Friedrich: Das Versprechen. Requiem auf den Kriminalroman. Bertelsmann Lesering (Lizenz des Verlags Der Arche) Lizenzausgabe Ohne Jahresangabe Gütersloh
157S. 8°
Leinen Geprägter Ganzleinenband mit Farbkopfschnitt und Schutzumschlag. Der Umschlag deutlich nachgedunkelt, knickig, angerändert und mit Randeinrissen. Papier allg. nachgedunkelt, Exlibris auf Innendeckel, guter bis befriedigender Zustand. "Das rote Kleid eines ermordeten Kindes, der unvermeidliche Inspektor, die Worte bestialischer Mörder und Sexualverbrecher im Werbetext - und dennoch geht es hier nicht, wie bisher, um Zutaten. Vielmehr sind die Zutaten da, aber sie werden anders behandelt. Ich bin versucht, Das Versprechen mit erlesenstem Simenon zu vergleichen. Es hat die gleiche kompakte Länge, es hat einige derselben Qualitäten - klare Beschreibung, die Fähigkeit, ein Verbrechen so real zu machen wie irgendeines in der Zeitung, und eine sehr menschliche Einstellung gegenüber der Polizei." (The New York Times Book Review) "Das Versprechen ist ein subtiles und starkes Werk; es hinterläßt tiefe Spuren." (Le Figaro) "Das Versprechen ist ein großer Roman, das epische Seitenstück zum Besuch der alten Dame. Eine von Intelligenz, Realismus und Phantasie nahezu berstende Geschichte." (Die Zeit) "Das Versprechen halte ich für Friedrich Dürrenmatts herrlichstes Buch, und ich kehre immer wieder zu ihm zurück. Das V ersprechen ist meisterhaft geschrieben und verbindet tiefe intellektuelle Werte mit einer Erzählkunst, die sich an das breite Publikum richtet." (CoopZeitung) Es geschah am hellichten Tag ... Eigentlich sollte sich Kommissar Matthai, der auf der Höhe seiner Karriere angelangt ist, zum Flug nach Jordanien fertigmachen, um dort ein ehrenvolles Amt zu übernehmen. Da erreicht ihn ein Anruf aus Mägendorf, einem kleinen Ort bei Zürich. Ein ihm unbekannter Hausierer teilt ihm mit, er habe im Wald die Leiche eines grausam verstümmelten Mädchens gefunden. Obwohl Matthais Abflug kurz bevor steht, fährt er nach Mägendorf und verspricht den Eltern des Kindes nicht zu rasten, bis er den Täter entlarvt hat. Das Versprechen (1958) ist ein Kriminalroman des Schweizer Autors Friedrich Dürrenmatt, der aus seiner Drehbuchvorlage zum Film Es geschah am hellichten Tag entstand. Dürrenmatt war mit dem Film und seinem Ende zwar zufrieden, aber nicht begeistert; auch stammte der Filmtitel nicht von ihm, seine Vorschläge waren abgelehnt worden. Er wollte jedoch die Geschichte jenseits ihrer pädagogischen Funktion weiterdenken: Während der Fokus im Film auf dem Verbrechen lag, liegt er in der Erzählung nun auf dem Kommissär. Aus diesem Grund schrieb er auf der Grundlage seines eigenen Filmskripts den Roman Das Versprechen, den er im Untertitel als Requiem auf den Kriminalroman bezeichnete, da in und mit ihm die gängigen Regeln eines Krimis zur Diskussion gestellt werden. Während der menschlich-engagierte Kommissär Matthäi im Film mit seinen Ermittlungen Erfolg hat, scheitert er im Roman letztlich an einem dummen Zufall. Es geschah am hellichten Tag ist ein schweizerisch-deutsch-spanischer Spielfilm aus dem Jahr 1958 von Ladislao Vajda nach einem Drehbuch, das Vajda, Hans Jacoby und Friedrich Dürrenmatt nach dessen Idee geschrieben haben. Dürrenmatts Romanerzählung "Das Versprechen" wurde gleichzeitig mit dem Drehbuch geschrieben, wurde aber erst veröffentlicht, nachdem der Film schon ins Kino gekommen war. Die Uraufführung fand am 4. Juli 1958 im Rahmen der achten Berlinale statt. Die Handlung des Romans folgt der des Drehbuchs, variiert jedoch am Schluss. Der Film wurde von der schweizerischen Praesens-Film AG in Zusammenarbeit mit der CCC-Film aus Berlin und der Chamartin SA aus Madrid produziert, und an Originalschauplätzen in der Schweiz gedreht. 1957 bekam Dürrenmatt von einem Produzenten den Auftrag, das Drehbuch für einen Fernsehfilm zu schreiben. Es sollte darin um Sexualverbrechen an Kindern gehen. Dürrenmatt nahm den Auftrag an und schrieb das Skript, aus dem später der Film entstehen sollte. Die Dreharbeiten mussten immer wieder verschoben werden, zuletzt auf Februar 1958. Der Regisseur Wolfgang Staudte und der Hauptdarsteller Martin Held waren für diese Zeit schon besetzt. So wurden Ladislao Vajda und Heinz Rühmann verpflichtet, der zur Bedingung machte, dass Hans Jacoby am Drehbuch mitwirken sollte. Dürrenmatt war mit dem von Staudte vorgeschlagenen Filmtitel nicht einverstanden; seine eigenen Vorschläge Gott schlief am Vormittag und Schrott geht bummern wurden jedoch von den Geldgebern abgelehnt. Vom Film war er nicht besonders begeistert: "Man hätte ruhig frecher und burlesker sein dürfen. Rühmann ist mir zu bürgerlich, zu wenig von der Idee besessen." Auch gefiel es ihm nicht, dass der Mörder am Ende gefasst wird. Er fragte sich, ob so ein Fall denn überhaupt realitätsnah sei. Aus diesem Grund schrieb er auf der Grundlage seines eigenen Filmskripts die Erzählung Das Versprechen, die er selbst als "Requiem auf den Kriminalroman" bezeichnete, da sie sich über die gängigen Regeln eines Krimis hinwegsetzt und eine völlig andere Richtung einschlägt. Während Kommissär Matthäi im Film mit seinen Ermittlungen Erfolg hat, verliert der Matthäi der Erzählung wegen seiner vergeblichen Suche nach dem Mörder seinen seelischen Halt. Das Versprechen (The Pledge) ist ein US-amerikanisches Filmdrama von Sean Penn aus dem Jahr 2001. Die Handlung beruht auf dem Roman Das Versprechen von Friedrich Dürrenmatt. Der in Reno (Nevada) tätige Polizeidetektiv Jerry Black steht kurz vor der Pensionierung. Während seiner Abschiedsfeier, die seine Kollegen als Überraschung für ihn ausgerichtet haben, wird ein Mord an dem kleinen Mädchen Ginny Larsen gemeldet. Da er formal noch sechs Stunden im Dienst ist, entschließt er sich, die Untersuchung des Falles aufzunehmen. Am Tatort entdecken die Ermittler eine grausam entstellte Leiche, die auf die Tat eines Triebtäters schließen lässt. Black informiert die Eltern des Mädchens und verspricht der Mutter des Mädchens bei seinem Seelenheil, den Täter zu finden. Der Täter ist aufgrund der Zeugenaussage eines Jungen, der mit seinem Snowmobil in der Nähe war und der einen flüchtenden Mann beobachtete, scheinbar schnell ermittelt. Die Polizei verdächtigt einen geistesgestörten Indianer, der im Polizeipräsidium nach seinem Verhör Selbstmord begeht. Black glaubt nicht an die Schuld des Verstorbenen. Er ermittelt daher weiter und findet in der Schule des Mädchens eine Zeichnung, auf der ein Riese zu sehen ist, der dem Mädchen kleine Igel schenkt. Auf der Zeichnung ist weiterhin ein großer schwarzer Kombiwagen zu sehen. Der Riese hat jedoch keinerlei Ähnlichkeit mit dem Indianer, der zudem einen rotbraunen Pickup fährt. Black erfährt in seinen weiteren Ermittlungen von einem ähnlichen Mord an einem kleinen Mädchen, das ebenso wie das letzte Opfer blond war und ein rotes Kleid trug. Zudem deckt er auf, dass ein ähnlich gekleidetes blondes Mädchen im gleichen Alter bereits seit drei Jahren in der fraglichen Region, in der die anderen beiden Opfer gefunden wurden, vermisst wird. Über diese Ermittlungsergebnisse informiert er seine ehemaligen Kollegen, die ihm jedoch keinen Glauben schenken. Stattdessen raten sie ihm, sich endgültig in den Ruhestand zu verabschieden und die Sache auf sich beruhen zu lassen, da ihrer Meinung nach mit dem Indianer der Täter bereits gefasst worden sei. Black kauft daraufhin eine Tankstelle in der Region, da er der Meinung ist, der Mörder müsse früher oder später seinen schwarzen Kombi bei ihm betanken. Er freundet sich mit der Kellnerin Lori aus einem nahegelegenen Pub an, die mit ihrer kleinen blonden Tochter Chrissy zu ihm zieht, nachdem ihr Ex-Mann sie wieder einmal verprügelt hat. Es vergeht eine ganze Zeit, in der sich Black immer mehr zum Ersatzvater für das Mädchen und zum Mann für die Kellnerin entwickelt, bis das Mädchen ihm eines Tages erzählt, dass es einen Zauberer getroffen hätte. Dieser habe ihr kleine Igel geschenkt, die sehr gut schmecken. Der Zauberer wolle sich am nächsten Tag mit ihr am Picknickplatz treffen, sie dürfe aber eigentlich gar nicht über ihre Begegnung mit dem Zauberer sprechen, habe sie ihm ...
[SW: Deutsche Literatur | Kriminalroman | Klassiker]
Dürrenmatt, Friedrich: Das Versprechen. Requiem auf den Kriminalroman. Bertelsmann Lesering (Lizenz des Verlags Der Arche) Lizenzausgabe Ohne Jahresangabe Gütersloh
157S. 8°
Leinen Geprägter Ganzleinenband mit Farbkopfschnitt und Schutzumschlag. Der Umschlag dezent nachgedunkelt und minimal angerändert, ansonsten in sehr guter Erhaltung. "Das rote Kleid eines ermordeten Kindes, der unvermeidliche Inspektor, die Worte bestialischer Mörder und Sexualverbrecher im Werbetext - und dennoch geht es hier nicht, wie bisher, um Zutaten. Vielmehr sind die Zutaten da, aber sie werden anders behandelt. Ich bin versucht, Das Versprechen mit erlesenstem Simenon zu vergleichen. Es hat die gleiche kompakte Länge, es hat einige derselben Qualitäten - klare Beschreibung, die Fähigkeit, ein Verbrechen so real zu machen wie irgendeines in der Zeitung, und eine sehr menschliche Einstellung gegenüber der Polizei." (The New York Times Book Review) "Das Versprechen ist ein subtiles und starkes Werk; es hinterläßt tiefe Spuren." (Le Figaro) "Das Versprechen ist ein großer Roman, das epische Seitenstück zum Besuch der alten Dame. Eine von Intelligenz, Realismus und Phantasie nahezu berstende Geschichte." (Die Zeit) "Das Versprechen halte ich für Friedrich Dürrenmatts herrlichstes Buch, und ich kehre immer wieder zu ihm zurück. Das V ersprechen ist meisterhaft geschrieben und verbindet tiefe intellektuelle Werte mit einer Erzählkunst, die sich an das breite Publikum richtet." (CoopZeitung) Es geschah am hellichten Tag ... Eigentlich sollte sich Kommissar Matthai, der auf der Höhe seiner Karriere angelangt ist, zum Flug nach Jordanien fertigmachen, um dort ein ehrenvolles Amt zu übernehmen. Da erreicht ihn ein Anruf aus Mägendorf, einem kleinen Ort bei Zürich. Ein ihm unbekannter Hausierer teilt ihm mit, er habe im Wald die Leiche eines grausam verstümmelten Mädchens gefunden. Obwohl Matthais Abflug kurz bevor steht, fährt er nach Mägendorf und verspricht den Eltern des Kindes nicht zu rasten, bis er den Täter entlarvt hat. Das Versprechen (1958) ist ein Kriminalroman des Schweizer Autors Friedrich Dürrenmatt, der aus seiner Drehbuchvorlage zum Film Es geschah am hellichten Tag entstand. Dürrenmatt war mit dem Film und seinem Ende zwar zufrieden, aber nicht begeistert; auch stammte der Filmtitel nicht von ihm, seine Vorschläge waren abgelehnt worden. Er wollte jedoch die Geschichte jenseits ihrer pädagogischen Funktion weiterdenken: Während der Fokus im Film auf dem Verbrechen lag, liegt er in der Erzählung nun auf dem Kommissär. Aus diesem Grund schrieb er auf der Grundlage seines eigenen Filmskripts den Roman Das Versprechen, den er im Untertitel als Requiem auf den Kriminalroman bezeichnete, da in und mit ihm die gängigen Regeln eines Krimis zur Diskussion gestellt werden. Während der menschlich-engagierte Kommissär Matthäi im Film mit seinen Ermittlungen Erfolg hat, scheitert er im Roman letztlich an einem dummen Zufall. Es geschah am hellichten Tag ist ein schweizerisch-deutsch-spanischer Spielfilm aus dem Jahr 1958 von Ladislao Vajda nach einem Drehbuch, das Vajda, Hans Jacoby und Friedrich Dürrenmatt nach dessen Idee geschrieben haben. Dürrenmatts Romanerzählung "Das Versprechen" wurde gleichzeitig mit dem Drehbuch geschrieben, wurde aber erst veröffentlicht, nachdem der Film schon ins Kino gekommen war. Die Uraufführung fand am 4. Juli 1958 im Rahmen der achten Berlinale statt. Die Handlung des Romans folgt der des Drehbuchs, variiert jedoch am Schluss. Der Film wurde von der schweizerischen Praesens-Film AG in Zusammenarbeit mit der CCC-Film aus Berlin und der Chamartin SA aus Madrid produziert, und an Originalschauplätzen in der Schweiz gedreht. 1957 bekam Dürrenmatt von einem Produzenten den Auftrag, das Drehbuch für einen Fernsehfilm zu schreiben. Es sollte darin um Sexualverbrechen an Kindern gehen. Dürrenmatt nahm den Auftrag an und schrieb das Skript, aus dem später der Film entstehen sollte. Die Dreharbeiten mussten immer wieder verschoben werden, zuletzt auf Februar 1958. Der Regisseur Wolfgang Staudte und der Hauptdarsteller Martin Held waren für diese Zeit schon besetzt. So wurden Ladislao Vajda und Heinz Rühmann verpflichtet, der zur Bedingung machte, dass Hans Jacoby am Drehbuch mitwirken sollte. Dürrenmatt war mit dem von Staudte vorgeschlagenen Filmtitel nicht einverstanden; seine eigenen Vorschläge Gott schlief am Vormittag und Schrott geht bummern wurden jedoch von den Geldgebern abgelehnt. Vom Film war er nicht besonders begeistert: "Man hätte ruhig frecher und burlesker sein dürfen. Rühmann ist mir zu bürgerlich, zu wenig von der Idee besessen." Auch gefiel es ihm nicht, dass der Mörder am Ende gefasst wird. Er fragte sich, ob so ein Fall denn überhaupt realitätsnah sei. Aus diesem Grund schrieb er auf der Grundlage seines eigenen Filmskripts die Erzählung Das Versprechen, die er selbst als "Requiem auf den Kriminalroman" bezeichnete, da sie sich über die gängigen Regeln eines Krimis hinwegsetzt und eine völlig andere Richtung einschlägt. Während Kommissär Matthäi im Film mit seinen Ermittlungen Erfolg hat, verliert der Matthäi der Erzählung wegen seiner vergeblichen Suche nach dem Mörder seinen seelischen Halt. Das Versprechen (The Pledge) ist ein US-amerikanisches Filmdrama von Sean Penn aus dem Jahr 2001. Die Handlung beruht auf dem Roman Das Versprechen von Friedrich Dürrenmatt. Der in Reno (Nevada) tätige Polizeidetektiv Jerry Black steht kurz vor der Pensionierung. Während seiner Abschiedsfeier, die seine Kollegen als Überraschung für ihn ausgerichtet haben, wird ein Mord an dem kleinen Mädchen Ginny Larsen gemeldet. Da er formal noch sechs Stunden im Dienst ist, entschließt er sich, die Untersuchung des Falles aufzunehmen. Am Tatort entdecken die Ermittler eine grausam entstellte Leiche, die auf die Tat eines Triebtäters schließen lässt. Black informiert die Eltern des Mädchens und verspricht der Mutter des Mädchens bei seinem Seelenheil, den Täter zu finden. Der Täter ist aufgrund der Zeugenaussage eines Jungen, der mit seinem Snowmobil in der Nähe war und der einen flüchtenden Mann beobachtete, scheinbar schnell ermittelt. Die Polizei verdächtigt einen geistesgestörten Indianer, der im Polizeipräsidium nach seinem Verhör Selbstmord begeht. Black glaubt nicht an die Schuld des Verstorbenen. Er ermittelt daher weiter und findet in der Schule des Mädchens eine Zeichnung, auf der ein Riese zu sehen ist, der dem Mädchen kleine Igel schenkt. Auf der Zeichnung ist weiterhin ein großer schwarzer Kombiwagen zu sehen. Der Riese hat jedoch keinerlei Ähnlichkeit mit dem Indianer, der zudem einen rotbraunen Pickup fährt. Black erfährt in seinen weiteren Ermittlungen von einem ähnlichen Mord an einem kleinen Mädchen, das ebenso wie das letzte Opfer blond war und ein rotes Kleid trug. Zudem deckt er auf, dass ein ähnlich gekleidetes blondes Mädchen im gleichen Alter bereits seit drei Jahren in der fraglichen Region, in der die anderen beiden Opfer gefunden wurden, vermisst wird. Über diese Ermittlungsergebnisse informiert er seine ehemaligen Kollegen, die ihm jedoch keinen Glauben schenken. Stattdessen raten sie ihm, sich endgültig in den Ruhestand zu verabschieden und die Sache auf sich beruhen zu lassen, da ihrer Meinung nach mit dem Indianer der Täter bereits gefasst worden sei. Black kauft daraufhin eine Tankstelle in der Region, da er der Meinung ist, der Mörder müsse früher oder später seinen schwarzen Kombi bei ihm betanken. Er freundet sich mit der Kellnerin Lori aus einem nahegelegenen Pub an, die mit ihrer kleinen blonden Tochter Chrissy zu ihm zieht, nachdem ihr Ex-Mann sie wieder einmal verprügelt hat. Es vergeht eine ganze Zeit, in der sich Black immer mehr zum Ersatzvater für das Mädchen und zum Mann für die Kellnerin entwickelt, bis das Mädchen ihm eines Tages erzählt, dass es einen Zauberer getroffen hätte. Dieser habe ihr kleine Igel geschenkt, die sehr gut schmecken. Der Zauberer wolle sich am nächsten Tag mit ihr am Picknickplatz treffen, sie dürfe aber eigentlich gar nicht über ihre Begegnung mit dem Zauberer sprechen, habe sie ihm versprechen müssen. Black alarmiert seine ehemaligen Kollegen, die sich ihm...
[SW: Deutsche Literatur | Kriminalroman | Klassiker]
Carl,Bleibtreu: Schlacht bei Le Mans (Arrondissement Le Mans -(Departement Sarthe) am 10. bis 12. Januar 1871 Band 13 der 19-bändigen Gesamtausgabe von Carl Bleibtreu zum Deutsch-Französischen Krieg 1870/71. Rockstuhl Verlag, Mai 2010 ISBN: 3867770824
Band 13 der 19-bändigen Gesamtausgabe von Carl Bleibtreu zum Deutsch-Französischen Krieg 1870/71.von Carl Bleibtreu118 Seiten mit 15 Abbildungen, darunter 13 schwarz-weiße und 1 farbige Zeichnung und eine Karte. Broschur. (Altdeutsche Schrift)Zeichnung von Christian SpeyerDie Schlacht bei Le Mans (Bataille du Mans) fand vom 10. bis 12. Januar 1871 zwischen der französischen Loirearmee unter General Antoine Chanzy und der 2. preußischen Armee mit dem Befehlshaber und Kronprinzen Friedrich Karl von Preußen statt.Die Schlacht endete mit einem strategischen Sieg der Deutschen Armee.Auf deutscher Seite gab es etwa 3.400 und auf französischer Seite etwa 7.000 Tote und Verwundete. Dazu kamen noch 22.000 französische Gefangene.Aus MEYERS KONVERSATIONSLEXIKON, 1885-1892: Mans, Le (spr. lö mang), Hauptstadt des franz. Departements Sarthe sowie der ehemaligen Provinz Maine, an der hier vierfach überbrückten Sarthe, Knotenpunkt der Französischen Westbahn Paris-Rennes-Brest, von welcher sich hier Linien nach Tours, Angers und Alencon verzweigen, hat eine schöne Kathedrale mit romanischem Langhaus, frühgotischem Chor und spätgotischem Querschiff (1217 begonnen), mehrere andre Kirchen und bemerkenswerte Gebäude, darunter das Rathaus (von 1757), das Präfekturgebäude (früher Abtei), das neue Theater, die Kornhalle, die alte Kavalleriekaserne, ein Denkmal des Generals Chanzy (1885 errichtet) etc., schöne Spaziergänge um die Stadt (le Greffier), eine Filiale der Bank von Frankreich, ein Irrenhaus, (1886) 46,991 (als Gemeinde 57,591) Einw., Fabrikation von Leinwand, Glocken- und Metallgießerei, Maschinenwerkstätten, eine Tabaksmanufaktur, Glasmalerei, Gerberei etc., lebhaften Handel mit Rindvieh, Geflügel und Hanf und stark besuchte monatliche Märkte. M. hat ein theologisches Seminar, ein Lyceum, eine Normalschule für Lehrer und Lehrerinnen, eine Zeichenschule, höhere Elementarschule, Bibliothek (von 55,000 Bänden), ein Naturalienkabinett, eine Bildergalerie, Antiquitätensammlung, mehrere gelehrte Gesellschaften und ist Sitz des Generalkommandos des 4. Armeekorps, des Präfekten, eines Bischofs, eines Gerichts- und Assisenhofs, einer Handelskammer und eines Handelsgerichts. - M. hieß im Altertum Suindinum und war die Hauptstadt der Cenomanen. Schon im 4. Jahrh. Bischofsitz, war es eine der ansehnlichsten Städte des fränkischen Reichs, kam aber im 9. Jahrh. durch die verheerenden Einfälle der Normannen und später durch die unaufhörlichen Fehden der Grafen von Anjou und der Herzöge von der Normandie sehr herab. Als Hauptstadt von Maine gehörte es lange den englischen Königen aus dem Haus Plantagenet und kam erst 1481 definitiv an die französische Krone. Bei M. siegte das republikanische Heer unter Marceau über die Vendeer 12. Dez. 1793. Im deutsch-französischen Krieg 1870/71 spielte M. wegen seiner Lage im Mittelpunkt des nordwestlichen Frankreich sowie als Knotenpunkt zahlreicher Straßen und Eisenbahnen eine bedeutende Rolle. Bereits im Oktober 1870 war M. zum Hauptquartier der Armee der Region de l'Ouest gemacht worden. Größere Wichtigkeit erhielt es, als nach den Kämpfen bei Orleans und Beaugency die französische zweite Loirearmee unter Chanzy Mitte Dezember nach M. zurückging, hier ihre Reorganisation vornahm und sich zu einem entscheidenden Vormarsch auf Paris vorbereitete. Chanzy vereinigte zu diesem Zweck Ende Dezember drei Korps um M., das 16., 17. und 21., mit Abteilungen andrer Korps zusammen 150,000 Mann, und sammelte bedeutende Vorräte. Noch ehe er indes seine Bewegung zum Entsatz von Paris begonnen, schritt der Oberbefehlshaber der deutschen zweiten Armee, Prinz Friedrich Karl, Anfang Januar 1871 zum Angriff. Er hatte 3 Armeekorps (das 3., 10. und 13. und die 18. Division vom 9. Korps) und 4 Kavalleriedivisionen (1., 2., 4. und 6.) zur Verfügung, zusammen 58,000 Mann Infanterie, 15,000 Mann Reiterei und 318 Geschütze. Da das Land zwischen Loir und Sarthe ziemlich gebirgig, mosaikartig von hohen Hecken und Zäunen, Wällen und Gräben durchschnitten und mit zahlreichen Dörfern und massiven Gehöften bedeckt, also für die Einzelverteidigung sehr günstig ist und namentlich bei dem schlechten Wetter eine Bewegung selbst der Infanterie, geschweige denn der Reiterei und Artillerie außerhalb der tief eingeschnittenen Straßen kaum gestattete, war ein Vormarsch der gesamten deutschen Armee auf Einer Linie gegen M. kaum möglich. Prinz Friedrich Karl beschloß deshalb, bloß das 3. Korps und die 18. Division auf der Hauptstraße von Vendome nach M. vorgehen zu lassen, während die Flügel, rechts das 13. Korps unter dem Großherzog von Mecklenburg von Bonneval, links das 10. Korps von St.-Amand, auf Seitenstraßen konzentrisch auf M. marschieren, sich vorausschieben und immer weiter um den Feind herumgreifen sollten, um ihn zum Stehen zu zwingen und ihn dann mit vereinten Kräften zu schlagen. Wegen der großen Ausdehnung der deutschen Schlachtlinie (100 km) zerfiel der Kampf, der am 6. Jan. begann, in eine Menge einzelner Gefechte, deren Last fast ausschließlich der Infanterie zufiel. Die Gesamtleitung war dadurch im höchsten Grad erschwert, die Verbindung des Hauptquartiers mit den Flügelkorps zeitraubend und weitläufig. Da den Truppen die neuen Dispositionen erst am Morgen zugingen, kamen sie erst um Mittag an den Feind, und die rasch hereinbrechende Dunkelheit verhinderte dann die Ausbeutung der errungenen Vorteile. Überdies rückten die Flügel auch infolge von Fehlern und Irrtümern einiger Befehlshaber nur langsam vor, so daß entgegen dem ursprünglichen Plan das Zentrum, das 3. Korps, welches 6. Jan. Azay, am 7. Sarge, am 9. Artenay nahm, die bedeutendsten Kämpfe zu bestehen hatte. Erst am Huisnebach, wenige Stunden östlich von M., stieß das 3. Korps auf die feindliche Hauptmacht, und es entwickelten sich nun am 10. und 11. Jan. hartnäckige, schwierige und verlustreiche Gefechte bei Parigne, Change und am Plateau d'Auvours, welches von der 18. Division erstürmt wurde. Indes gelang es endlich, den Feind über den Huisne zurückzuwerfen und bis in die nächste Nähe von M. vorzudringen. Am 12. Jan. sammelten sich die Truppen des Zentrums, um zum Angriff auf die feindliche Position bei Yvre l'Eveque zu schreiten. Inzwischen war aber bereits die Entscheidung gefallen. Der linke Flügel, das 10. Korps, hatte am 11. die Straße von Chateau du Loir nach M. erreicht, und seine Avantgarde, die 20. Division unter General Kraatz, hatte noch am Abend den wichtigen Punkt La Tuilerie in der Nähe von M. weggenommen. Hierdurch war unter den Franzosen eine Panik bewirkt worden, welche jeden weitern Widerstand unmöglich machte. Schon in der Nacht sah sich Chanzy genötigt, den Rückzug seines rechten Flügels und des Zentrums auf das rechte Sartheufer, den des linken Flügels auf Alencon zu befehlen. Erst gegen Mittag des 12. wurde dieser Rückzug von deutscher Seite bemerkt. Die 19. und 5. Division drangen nun gegen M. selbst vor, das noch am Abend nach kurzem Straßengefecht mit zahlreichen Vorräten und Kriegsmaterial in ihre Hände fiel. Die feindliche Armee wurde bis Laval und Alencon verfolgt und das Lager von Conlie besetzt. In den sieben Tagen vom 6.-12. Jan. verloren die Franzosen 22,000 Gefangene, 20 Geschütze und 2 Fahnen. Der deutsche Verlust betrug 158 Offiziere, 3260 Mann, davon allein das 3. Korps 107 Offiziere, 1730 Mann. Der Plan, von Westen aus Paris zu entsetzen, war hiermit für immer vereitelt. Vgl. Chanzy, Die zweite Loirearmee (deutsch von Busse, Hannov. 1873); v. Twardowski, Die Gefechte des 3. Armeekorps bei Le M. (Berl. 1873); v. d. Goltz, Die sieben Tage von Le M. (das. 1873); v. Kleist, Die Gefechtstage von Le M. (Hannov. 1880); Hublin, Le M. pittoresque (Le Maus 1885).Quelle: MEYERS KONVERSATIONSLEXIKON, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892, Seite 0200ff.
NEUBUCH! 213 mm x 153 mm x 13 mm 13 schwarz-weiße und 1 farbige Zeichnungen, 1 Karten
[SW: Deutsche Geschichte / 19. Jahrhundert]



