Die Mauer Des 13. August

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MAUERBAU - 13. AUGUST 1961. BUNDESMINISTERIUM FÜR GESAMTDEUTSCHE FRAGEN (Hrsg.): Ein Schandmal im Urteil der Welt - siehe Nummer V. -- I. SCHNURRE, Wolfdietrich: Berlin. Eine Stadt wird geteilt. Eine Bildokumentation. Olten u. Freiburg i.Br.: Walter 1962.
*** Erstausgabe. WG² 1368,20. --- Von guter Erhaltung. // II. BERLIN. Schicksal und Sendung. Erweiterte Ausgabe 1961. Berlin: Presse- und Informationsamt des Landes Berlin 1961. 78 (u. 2) S. Kunstdr. mit zahlreichen Fotos u. Zeichnungen ca 22 x 12 cm Orig.Kart --- Gut erhalten. // III. BERLIN. 13. AUGUST. Sperrmassnahmen gegen Recht und Menschlichkeit. Bonn, Berlin: Bundesministeriums f. Gesamtdeutsche Fragen September 1961. 48 S. mit zahlreichen Fotos ca 22 x 16 cm Orig.Kart --- Gut erhalten // IV. ES BEGANN AM 13. AUGUST... Berlin: Presse- und Informationsamt des Landes Berlin 1961. 20 S. Kunstdruck mit sehr zahlreichen Fotos ca 22 x 12 cm illustr. Orig.Kart --- Gut erhalten. // V. EIN SCHANDMAL IM URTEIL DER WELT. Äusserungen ausländischer Politiker angesichts der Mauer. Hrsg. vom Bundesministerium für Gesamtdeutsche Fragen. Hrsg. von Hertha Kludas. 1962. 48 S. mit zahlreichen Fotos ca 21,5 x 14,5 cm illustr. Orig.Kart --- Gutes Exemplar. // VI. WIR KAMEN DURCH. Berlin Sept. 1962. (Bonn: Büro Bonner Berichte). 39 (u. 1) S. Kunstdruck mit einigen Fotos ca 21 x 15 cm Orig.Brosch --- Gutes Exemplar. // VII. KONTROLLPUNKT KOHLHASENBRÜCK. Die Geschichte einer Grenzkompanie des Ringes um West-Berlin. 2. Aufl. Bad Godesberg: Hohwacht 1964. 119 S. ca 20,5 x 12,5 cm illustr.Orig.Kart (Fotos). // VIII. SCHNURRE, Wolfdietrich: Die Mauer des 13. August. Berlin: Staneck 1962. 106 (u. 2) S. Kunstdruck mit sehr zahlreichen Fotos ca 24 x 17,5 cm Orig.Halbleinen (Fotoeinband: ein Ostmaurer, von dem hinter Mauer nur der Kopf und eine Hand mit einer Kelle zu sehen ist, schüttet Mörtel auf die Mauersteine) *** Erstausgabe. WG² 1368,22. --- Der untere Rand ist etwas wasserwellig, sonst gut. // IX. SENDER FREIES BERLIN (Hrsg): Berlin 13. August. Die Spalung einer Stadt. Das Echo auf die Sonderberichterstattung des SFB. Berlin 1961. ca 90 Blatt (einseitig bedruckt) (meist) Faksimiles von Pressberichten ca 30 x 21 cm Orig.art (mit Fotomontage) **** Veröffentlicht für die Mitarbeiter des SFB. --- Ordentliches Exemplar. // X. ULBRICHTS MAUER. Zahlen, Fakten, Daten. Hrsg. von Bundesministerium für Gesamtdeutsche Fragen. 2. erg. Aufl. Bonn und Berlin 1962. 46 S. ca 21 x 10 cm Orig.Kart (mit Fotomontage) *** Gutes Exemplar. // XI. EIN WALL DES FRIEDENS. Die Bedeutung des antifaschistischen Schutzwalls für die Sicherung des Friedens und die Vollendung des Sozialismus in der DDR. Die enge Verbundenheit der Grenzsoldaten mit der Grenzbevölkerung. Autorenkollektiv. Hrsg.: Stadtkommandantur Berlin, Politische Verwaltung. o.J. (1967 ?). 63 (u. 1) S. mit einigen Fotos ca 21,5 x 15 cm Orig.Kart *** "Nur für den internen Gebrauch". --- Gutes Exemplar. *** XII. GRÜBER, Heinrich: Fürchtet euch nicht. Berlin, um den 13. August 1961. Berlin: Käthe Vogt 1962. 57 S. ca 18 x 12,5 cm Orig.Kart *** Erstausgabe. "... habe ich meine letzten Predigten aus dem Sommer 1961 dem Druck übergeben. Sie wurden gehalten, bevor ich die Kanzel in der Marienkirche nicht mehr betreten durfte..." --- Gutes Exemplar. **** SAMMLUNG VON ZWÖLF ZEITGENÖSSISCHEN SCHRIFTEN. So recht selten.
[Bundesrepublik Deutschland, Deutsche Geschichte: DDR, Berlin, Kalter Krieg, Zeitgeschichte]

175 S. mit 200 Fotos u. 1 Blatt engl. u. franz. Legende ca 20,5 x 12 cm Orig.Kart (= Walter Paperbacks)

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Pisarek, Abraham: Ost-Berlin. Bewegte Zeiten - Die 50er und 60er Jahre. Hrsg. von Helgard Behrendt. Gudensberg-Gleichen : Wartberg, 1996. ISBN: 3861343444
Ein gutes und sauberes Exemplar. - Ost-Berlin im Brennpunkt der fünfziger und sechziger Jahre , , gerlin der fünfziger und sechziger Jahre U kt jje Welt. Der große Krieg war von dieser Stadt ausgegangen - und die Folgen seiner Ver-chen bestimmten noch über Jahrzehnte hinaus die Politik, die im KALTEN KRIEG gelandet r DIE ALLIIERTEN Siegermächte hatten hier zunächst das Sagen. Sie zerlegten die Residenz in vier Sektoren, und Ende der vierziger Jahre gab es bereits eine geteilte Stadt Berlin und zwei deutsche Staaten. Ostberlin wurde am 7. Oktober 1949 HAUPTSTADT DER DDR. Damit lag die Trennungslinie zwischen den Ländern des Ostblocks und des Westblocks an diesem Ort - am 13. August 1961 zur MAUER zementiert. Während der Westteil der Stadt nach Währungsunion und durchstandener Blockade sein WIRTSCHAFTSWUNDER anpeilte, schickte man sich im Ostteil weniger erfolgreich an, den SOZIALISMUS aufzubauen. Dies war gerade in den fünfziger und sechziger Jahren ein sehr schmerzhafter, von großen Widersprüchen gekennzeichneter Weg. Bestimmt wurde er von einer Gruppe Kommunisten, die nach der deutschen Kapitulation von 1945 aus der Sowjetunion eingeflogen wurde, wo sie während der Nazizeit im Exil gelebt hatte. Für einen Moment sah es so aus, als könnten sich diejenigen unter ihnen durchsetzen, die für Deutschland einen eigenen, demokratischen Weg zum Sozialismus einschlagen wollten. Doch mit WALTER ULBRICHT, dem alleinigen Herrscher Ostberlins in den fünfziger und sechziger Jahren, ging es zügig in Richtung STALINISMUS. Dabei engagierte sich ein wachsender Teil der Bevölkerung im Versuch, eine "neue Gesellschaft der sozialen Gerechtigkeit" aufzubauen. Andere erkannten nur zu deutlich deren Gebre- en, versuchten, ihnen mit der Flucht in den -esten zu entkommen, oder sie landeten abwei-ender Meinung wegen im Gefängnis. Es waren auch VOr allem ZWei Män8e1' denen das Regime nicht T-AUf Und Ab mancher Reformbestrebung Dem v : ZUm 6inen der Verlust von gelebter okratie innerhalb der etablierten Herrschafts- partei - der SED. Und zum zweiten die fehlende Effizienz der Wirtschaft, die alle Betriebe in "Volkseigentum" zu überführen trachtete, doch mit staatlicher Planung marktwirtschaftliche Mechanismen in zu hohem Maße außer Kraft setzte. Mit den Fotos in diesem kleinen Bildband wird ein wenig von der Stimmung jener Jahre eingefangen: von der Trümmerlandschaft Anfang der fünfziger Jahre, den durchaus beachtlichen Aufbauleistungen, dem Leben, das sich bei allen Widrigkeiten langsam verbesserte. Es sind Impressionen, die kein umfassendes Bild geben können. Die meisten von ihnen stammen von ABRAHAM PISAREK- jenem Meister der Beobachtung, dessen Lebenswerk mit der jüngsten Geschichte seiner Stadt so eng verbunden war. Buchstäblich mit dem Einmarsch der Russen beginnt er im Frühjahr 1945 das Leben nach dem Kriege ein-zufangen, mit einer Leica, die er versteckt hatte. Er setzt seine ganze Hoffnung auf die Zukunft in den Sozialismus, der sein Lebenstraum war. Bei zahlreichen historischen Ereignissen ist er zugegen. Er ist der Fotograf der Parade der vier Alliierten aus Anlaß der Einweihung des sowjetischen Ehrenmals im Berliner Tiergarten am 8. Mai 1946. Mit seinen Fotos hält er den Händedruck der Führer von KPD und SPD, Wilhelm Pieck und Otto Grotewohl fest, als auf dem Vereinigungsparteitag 1946 die SED entstand. Doch mit den Schauprozessen der fünfziger Jahre gewinnt er tiefere Einblicke in das Wesen des realen Sozialismus - und er sucht sich nun eine weniger exponierte Nische für seine fotografische Arbeit. Abraham Pisarek wird der Theaterfotograf der fünfziger und sechziger Jahre. Seine Bilder sind Charakterstudien der Berühmtheiten der Bühne: Paul Wegener oder Ernst Deutsch, Eduard von Winterstein oder Wolfgang Heinz, Ernst Busch oder Helene Weigel. Er beobachtet Bertolt Brecht bei der Arbeit und porträtiert Thomas Mann 1955 bei seinem Besuch in Weimar. Doch sein Lebenslauf hatte ihm vor dieser Schaffensperiode ganz ande- re Dimensionen auferlegt. Abraham Pisarek zählt zu den vielleicht 1.500 Juden Berlins, die nach dem Holocaust noch in der Stadt lebten. Es waren einmal 170.000, von denen an die 60.000 umgebracht - und die anderen auf der Flucht in alle Welt verstreut wurden. Abraham Pisarek konnte -zur Zwangsarbeit gepreßt - der Deportation entgehen, weil er in "Mischehe" mit einer christlichen Frau lebte. Geboren im Jahre 1901, kam er als 18jähriger von Lodz in Polen nach Berlin. Bereits vor den Jahren der Naziherrschaft hatte er einige Jahre in Palästina verbracht. An Malaria erkrankt, kehrte er jedoch nach Deutschland zurück. Nach 1933 auf die immer kleiner werdende jüdische Gemeinde eingeengt, fing er in jener Zeit das Leben seiner Schicksalsgenossen mit der Kamera für die jüdische Presse ein, so lange dies möglich war - in allen Facetten der immer größeren Einschränkungen, der Drangsalierungen und der Verfolgung. Berühmt sind seine Fotos aus der später zerstörten Neuen Synagoge oder die insgeheim geschossenen Aufnahmen von der Beerdigung des Malers Max Liebermann. Am Tag der sogenannten Fabrik-Aktion, als die Gestapo Anfang März 1943 noch Tausende jüdische Menschen zur "Schlußaktion" der Deportation zusammentrieb, geriet auch Abraham Pisarek in das Sammellager in der Rosenstraße. Und er gehörte zu den vielleicht 1.500 in Mischehen lebenden Leidensgefährten, die wieder entlassen werden mußten, weil ihre beherzten Ehepartner tagelang in stummem Protest vor dem Gebäude ausharrten. Für Abraham Pisarek wäre es sicher ein Herzensanliegen, wenn seine Bilder aus den fünfziger und sechziger Jahren dazu beitragen könnten, ein etwas differenzierteres Bild jener Zeit ins Bewußtsein der Öffentlichkeit zu rücken. Im Umgang mit der Geschichte sind in der kommenden Hauptstadt am Ende des Jahrhunderts Defizite spürbar. Das Bild von Ost-Berlin wird allzuleicht auf den Volksaufstand vom 17. Juni 1953 und den Bau der Mauer im August 1961 eingeengt. ISBN 3861343444 - , ISBN-13: 9783861343448

1. Aufl. 68 S. Mit zahlr. Abb. Fadengehefteter Originalpappband.

[SW: Geographie, Heimat- und Länderkunde, Reisen, Geschichte und Historische Hilfswissenschaften]

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Taylor, Frederick: Die Mauer 13. August 1961 bis 9. November 1989, PANTHEON, 011 ISBN: 3570551148
Zum 50. Jahrestag des Mauerbaus im August 2011 Beinahe dreißig Jahre stand die Mauer - sie spaltete ein Land, sie zerriss Familien, viele starben beim Versuch, sie zu überwinden. Frederick Taylor erzählt die Geschichte dieses Bauwerks, das nicht nur ein Symbol für den verlorenen Krieg und die daraus hervorgegangene Teilung Deutschlands, sondern auch ein Fanal der Unmenschlichkeit war. Ein eindringliches Buch über die Zeit des Kalten Kriegs und darüber, was der Eiserne Vorhang für das Leben der Menschen bedeutet hat. "Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten." Der Zynismus dieses Satzes, den Walter Ulbricht wenige Wochen vor dem Mauerbau auf einer Pressekonferenz verkündete, wurde den Deutschen spätestens am 13. August 1961 bewusst. Am Morgen dieses Tages mussten die Bewohner Berlins feststellen, dass ihre Stadt über Nacht endgültig geteilt worden war. Soldaten der ostdeutschen Nationalen Volksarmee hatten die ersten Sperranlagen errichtet, die sich im Laufe der Zeit zum Symbol der deutschen Teilung, zur Berliner Mauer auswachsen sollten. Frederick Taylor erzählt nun erstmals die vollständige Geschichte dieses unmenschlichen Bauwerks und lässt damit zugleich die deutsch-deutsche Nachkriegsgeschichte lebendig werden. Er rekonstruiert die Entscheidungen, die zum Mauerbau führten, beschreibt die Verzweiflung der plötzlich getrennten Familien ebenso wie die dramatischen Fluchtgeschichten, zu denen es an der Mauer immer wieder kam. Gestützt auf intensive Archivrecherchen und Augenzeugenberichte entwirft Taylor ein Panorama Berlins zur Zeit des Ost-West-Konflikts, als beide Teile Deutschlands auch immer ein Spielball im Kampf der Supermächte waren.

NEUBUCH! 2011. 576 S. m. Abb. 215 mm 218 mm x 136 mm x 48 mm mit zahlreichen Abbildungen

[SW: Berliner Mauer]

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Lyadov, Anatolij Konstntinow: Skopnaya pesn'? Nenie/Trauerlied, op. 67,

Anatoly Konstantinovich Lyadov (b. St. Petersburg, 11. Mai (29 April) 1855 - gest. Anwesen Polinovka, Borovichevsky, Novgorod Distrikt, 28. August (15 August) 1914) Skopnaya pesn'? Nenie/Trauerlied, op. 67 Ljadovs letztes veröffentlichtes Werk Skorbnaya pesn' (Trauerlied) ist der erste Satz seiner vierten Suite ([Szenen] Von Maeterlinck). Kurz vor dem Tod des Komponisten im Jahre 1914 bot Belaieff an, dass sein Verlag in Leipzig eine eigene Edition nur für diesen einen Satz veröffentliche (es handelte sich um Ljadovs Lieblingsstück). So änderte der Komponist den Titel von Iz Meterlinka - Zhenskii obraz (Von Maeterlinck - Eine Frauenfigur) zu Skorbnaya pesn'. Der deutsche Herausgeber fügte Naenie (Nenie in französisch) hinzu, denn das Thema erinnerte an Friedrich Schillers Gedicht Nänie (von Brahms 1881 vertont). Nenia war eine antike Begräbnisgöttin in Rom, und der römische Poet Lukretius beschreibt neniae als das Klagen bei einer Beerdigung. Unter diesem neuen Titel erklang das Werk bei Gedächtniskonzerten in Andenken an den Komponisten in Moskau (25. Oktober 1914 unter Rachmaninow) und in St.Petersburg (15. November 1914 unter Nikolai Malko). Cherepnin und Diaghilew Die gesamte Suite wurde in St.Petersburg unter dem Dirigenten Nikolau Cherepnin uraufgeführt. Cherepnin war seit 1905 Ljadovs Kollege am Konservatorium, wo er Kurse in Blattlesen und Dirigieren gab. Iz Meterlinka eröffnete das dritte Konzert der 1910er Saison von Belaieffs Russischen Symphoniekonzerten am 13. März. Cherepnin war angeregt durch Ljadovs Arbeit mit griechischer Muisk (besonders hatte es ihm Tanz der Amazone angetan, das der Komponist gerade dirigiert hatte), und komponierte selbst sein Ballett Narcisse et Echo nach Ovids Metamorphosen. Dies führte zu Ljadovs Engagement als residierender Dirigent von Diaghilews Saisons Russes in Paris im Jahre 1909. Auch erledigte er einige Aufträge als Arrangeur für Diaghilev, indem er Musik von Robert Schumann für Der Karneval (1910) bearbeitete. 1910 waren Cherepnin wie auch Ljadov Sergei Diaghilews erste und zweite Wahl, um die Partitur für Der Feuervogel zu schreiben. Er hoffte, für die zweite Saison seiner Ballets Russes ein neues Genre für sein westliches Publikum schaffen zu können, ein rein "russisches" Ballett. Er schrieb an Ljadov: "Ich brauche ein Ballett, und zwar ein russisches; das erste russische Ballett, denn so etwas hat es bisher noch nicht gegeben." Beide Komponisten (gefolgt von Glasunow und Sokolow) verweigerten den Auftrag, der eine umfassende Zusammenarbeit mit dem Choreographen Fokine erforderte, und so wandte sich Diaghilew an Rimsky - Korsakows brillanten Studenten Igor Strawinsky. Der Feuervogel wurde Strawinskys erster wichtiger Auftrag. Maeterlinck Der belgische Dichter und Bühnenautor Maurice Materlinck (1862-1949) war bei den französischen und russischen Modernisten sehr beliebt (Debussy vertonte dessen Pelleas et Melisande). Im Jahre 1911 wurde Maeterlinck der Nobelpreis für Literatur für sein Aglavaine et Selysette verliehen, jenes Werk, das Ljadov zu seiner vierten Suite inspirierte. Maeterlincks symbolistisches Schauspiel ist zutiefst melancholisch und wurde als die schönste dichterische Schöpfung ihrer Zeit angesehen. Ljadov und Maeterlinck teilten das Interesse an der Verbindung antiker Elemente mit modernen Techniken und ergaben so ein gutes Paar. Iz Meterlinka beginnt mit Skorbnaya pesn', der Beschreibung der süssen und schüchternen Selysette. Meleandre, Selysettes Ehemann, verliebt sich in die Adlige Aglavaine (die Witwe von Selysettes Bruder). Selysette zieht sich in einen Turm an der Küste zurück und beschliesst, sich für das Glück des Paares zu opfern: Sie lehnt sich so weit aus dem Turm, das ein bröckelnder Teil herausbricht und sie fällt, jedoch nicht wie erwartet in die See, sondern auf Sandstrand. Selbst im Angesicht des Todes bleibt sie selbstlos: Obwohl Aglavaine sie beobachtet hatte, wie sie Steine aus der Mauer des Turms löste, besteht sie darauf, dass ihr Sturz ein Unglücksfall war. In diesem Drama voller delikat geformter Seelenzustände sind alle Charaktere nobel und grosszügig: Sie streben nach der Reinheit der Seele und widersetzen sich dem Schicksal. Skorbnaya pesn' Dieses schöne Klagelied ist ein Tonpoem in Miniaturformat, denn es präsentiert viele Elemente von Materlincks symbolistischer Landschaft. Das Tempo mit der Bezeichnung addolorato (sorgenvoll) verkörpert Selysettes Stimmung. Ljadov beschreibt Selysette mit einem lyrischen, chromatischen Thema, das das Bild der jungen Frau hervorruft, die sich aus dem Turmfenster lehnt. Wie Tschaikowsky teilt auch Ljadov die Hauptmelodie in zwei Teile. Die Phrasen werden zwischen den Klarinetten in A und B hin - und hergereicht und erst später durch die Violinen in Oktaven vervollständigt. Jedes der Thema steigt durch einen Tritonus herab. Die tiefen Streicher weben ein Gefängnis aus übermässigen Akkorden in eine rastlose Begleitung, die später durch vogelgleiche Triolen der höheren Streicher ausgestaltet werden (Poco piu mosso). An diesem Punkt entwickelt Ljadov das Thema zu einer umfangreicheren, aufsteigenden Melodie der Streicher, begleitet von einem Choral für vier Hörner. Dieser baut sich zu einer Klimax auf mit Hörnern, die ein sich überlappendes Tritonuspaar skizzieren. Die Oboe und Klarinette in B erneuern Selysettes Thema in der Subdominante, und Ljadov lässt die meisten Elemente der ersten Sektion wiedererklingen. Eine ruhige Koda der Klarinette in A in der Ursprungstonart bringt das Werk zu einem Ende. Ljadov lässt die Streicher einen Cluster aus vier Tönen spielen und bebildert Selysettes Entscheidung, sich selbst zu opfern, indem er die harmonische Spannung in ein sanftes, absteigendes Arpeggio in A - Dur auflöst. Laura Stanfield Prichard, University of Massachusetts/San Francisco Symphony, 2011 Wegen Aufführungsmaterial wenden Sie sich bite an Muzyka, Moskau. top of page Anatoly Konstantinovich Lyadov (b. St. Petersburg, 11 May (29 April) 1855 - d. Polinovka estate, Borovichevsky, Novgorod district, 28 August (15 August) 1914) Skopnaya pesn'? Nenie/Sorrowful Song, op. 67 Nenie Lyadov's last published work, Skorbnaya pesn' (Sorrowful Song) is the first movement of his fourth suite Iz Meterlinka ([Scenes] From Maeterlinck). Shortly before the composer's death in 1914, Belyayev offered to have his publishing firm in Leipzig bring out an edition of the score for this single movement (the composers' favorite of the set), so Lyadov changed the titlefrom Iz Meterlinka - Zhenskii obraz (From Maeterlinck - A Female Figure) to Skorbnaya pesn'. The German editors added Naenie (Nenie in French), as the subject recalled Friedrich Schiller's poem Nänie (set by Brahms in 1881). Nenia was an ancient funeral deity in Rome and the Roman poet Lucretius describes neniae as funeral laments. Under this new title, the work was chosen for concerts memorializing Lyadov in Moscow (October 25, 1914, directed by Rachmaninov) and in St. Petersburg (November 15, 1914, directed by Nikolai Malko). Cherepnin & Diaghilev The full suite was premiered in St. Petersburg under the direction of Nikolai Cherepnin, who had been Lyadov's colleague at the Conservatory since 1905 (teaching courses in score reading and conducting). Iz Meterlinka opened the third concert of the 1910 season of Belyayev's Russian Symphony Concerts on March 13. Cherepnin was inspired by Lyadov's work with Greek music (esp. his Dance of the Amazon, which Lyadov had just conducted), and composed his ballet Narcisse et Echo, based on Ovid's Metamorphoses. This led to his appointment as resident conductor for Diaghilev's Saisons Russes in Paris in 1909. Lyadov also did some work as an arranger for Diaghilev, orchestrating music of Robert Schumann for Le Carnaval (1910).In 1910, Cherepnin and Lyadov had been the first and second choices of Sergei Diaghilev to write a score for The Firebird. For the second Ballets Russes season, ...

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