Egon Friedell
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Friedell, Egon: Aufklärung und Revolution. Vom Siebenjährigen Krieg bis zum Wiener Kongreß. Aus: Kulturgeschichte der Neuzeit. Mit Zeittafel und Personenregister. Kapitel: Gesunder Menschenverstand und Rückkehr zur Natur, Die Erfindung der Antike, Empire. - (=dtv, Band 23). München, Deutscher Taschenbuch Verlag, 1961.
Guter Zustand. - Aus wikipedia-orgEgon_Friedell: Egon Friedell (* 21. Januar 1878 in Wien; 16. März 1938 ebenda; rechtsgültig geänderter Geburtsname Egon Friedmann) war ein österreichischer Schriftsteller, Kulturphilosoph, Religionswissenschaftler, Historiker, Dramatiker, Theaterkritiker, Journalist, Schauspieler, Kabarettist und Conferencier. Leben: Friedell war das dritte Kind des jüdischen Seidentuchfabrikanten Moriz Friedmann und seiner Ehefrau Karoline (geborene Eisenberger). Die Mutter verließ die Familie, als Friedell ein Jahr alt war, und ließ mit ihrem Mann auch die drei Kinder zurück. Die Ehe der Eltern wurde 1887 geschieden. (Am 50. Geburtstag Friedells tauchte die Mutter bei dem nun wohlhabenden und renommierten Sohn auf und verlangte Alimentezahlungen, die dann per Gerichtsurteil erzwungen wurden.) Nach dem Tod seines Vaters 1891 lebte Egon bei einer Tante in Frankfurt am Main. Dort ging er zur Schule, wurde aber wegen ungebührlichen Benehmens nach zwei Jahren vom Unterricht ausgeschlossen. Schon in Frankfurt galt Friedell als Störenfried und Querdenker. Es folgten diverse Schulen in Österreich und Deutschland, bis er im September 1899 im vierten Anlauf in Heidelberg das Abitur bestand. 1897 hatte er sich als Gasthörer an der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin für Germanistik, Naturwissenschaften und Philosophie eingeschrieben. Nach dem Abitur wechselte er an die Universität Heidelberg, um bei dem Hegelianer und Philosophiehistoriker Kuno Fischer zu studieren. 1897 konvertierte er zum evangelisch-lutherischen Glauben. 1899 erhielt er das Erbe seines Vaters zugesprochen, so dass er nun in Wien in finanzieller Unabhängigkeit seinen Interessen leben konnte, die in alle Bezirke des Wissens hineinreichten. Von 1900 bis 1904 studierte Friedell in Wien neun Semester Philosophie. Er stieß während dieser Zeit zum Literatenkreis im Cafe Central und zählte bald zum engsten Bekanntenkreis von Peter Altenberg. 1904 wurde er mit einer Dissertation über das Thema Novalis als Philosoph promoviert, um anschließend Kabarettist zu werden. Später fasste er diesen Lebensabschnitt mit folgenden Worten zusammen: Geboren am 21. 1. 1878 in Wien, zweimal in Österreich und zweimal in Preußen maturiert, beim viertenmal glänzend bestanden. In verhältnismäßig kurzer Zeit in Wien zum Doktor der Philosophie promoviert, wodurch ich die nötige Vorbildung zur artistischen Leitung des Kabaretts Fledermaus' erlangte. 1905 veröffentlichte er in der Zeitschrift "Die Fackel" einen Artikel mit dem Titel Vorurteile, in dem es heißt: Das schlimmste Vorurteil, das wir aus unserer Jugendzeit mitnehmen, ist die Idee vom Ernst des Lebens. Die Kinder haben den ganz richtigen Instinkt: sie wissen, dass das Leben nicht ernst ist, und behandeln es als Spiel [ ]. Daneben schrieb er Essays für Zeitschriften wie die "Schaubühne" oder "März". Gemeinsam mit Alfred Polgar veröffentlichte er ab 1908 Parodien wie Der Petroleumkönig, Goethe, Die Musteroperette und Goethe im Examen, die ihn bald im deutschsprachigen Raum bekannt machten. In der Folge wurde er künstlerischer Leiter des Cabaret Fledermaus. Da stand nun Egon Friedell, Doktor der Philosophie, Hofnarr des Publikums und, wie die meisten Hofnarren, dem Gebieter weit überlegen. (Felix Salten). Mit Polgar brachte er 1910 als zensurgerechtes Militärstück ("in das jede Offizierstochter ihren Vater ohne Bedenken führen kann") die Komödie Soldatenleben im Frieden heraus. Im selben Jahr beauftragte ihn der Verleger Samuel Fischer damit, eine Biografie über Peter Altenberg zu schreiben. Mit dem kulturanalytischen und -kritischen Buch, das 1912 unter dem Titel Ecce poeta erschien, war Fischer, der leichte Kost erwartet hatte, höchst unzufrieden. Es wurde deswegen nicht weiter beworben und blieb ohne Erfolg; aber es markierte den Beginn von Friedells kulturgeschichtlichem Interesse. Mit dem Journalisten Felix Fischer gründete er 1910 das "Intime Theater" in der Praterstraße. Hier wurden Werke von Strindberg, Wedekind und Maeterlinck erstmals in Wien auf die Bühne gebracht, die Unzulänglichkeiten bei den Aufführungen verhinderten aber den Erfolg dieses Theaters; Friedell war zugleich Regisseur, Bearbeiter, Beleuchter und Darsteller. 1912 gastierte der Schriftsteller in Berlin; 1913 war er kurzzeitig bei Max Reinhardt als Schauspieler beschäftigt. Ab 1914 machten sich immer größere Alkohol- und Gewichtsprobleme bemerkbar, so dass er sich in ein Sanatorium in der Nähe von München zu einer Entziehungskur begeben musste. Von dem beginnenden Ersten Weltkrieg war Friedell ebenso begeistert wie die meisten seiner Zeitgenossen. Er veröffentlichte chauvinistische Schriften gegen die Kriegsgegner und meldete sich als Kriegsfreiwilliger, wurde aber als untauglich abgelehnt. 1916 ließ er seinen Familiennamen "Friedmann" amtlich in "Friedell" ändern, nachdem er zuvor des Öfteren schon den Künstlernamen "Friedländer" benutzt hatte. 1916 schrieb Friedell die Judastragödie, 1922 erschien Steinbruch - Vermischte Meinungen und Sprüche. Von 1919 bis 1924 arbeitete Friedell als Journalist und Theaterkritiker bei verschiedenen Zeitschriften und Zeitungen, darunter auch beim "Neuen Wiener Journal". Daneben nahm er ein Angebot von Max Reinhardt an und arbeitete bis 1927 als Dramaturg, Regisseur und Schauspieler am Deutschen Theater in Berlin und am Theater in der Josefstadt in Wien, wo er 1924 etwa in der Wiener Erstaufführung von Hofmannsthals "Der Schwierige" mitwirkte. Ab 1927 nahm er wegen gesundheitlicher Probleme keine festen Stellen mehr an; statt dessen arbeitete er in Wien als Essayist, freier Schriftsteller und Übersetzer. In einem genau geregelten Tagesablauf widmete Friedell sich seinem Lebenswerk, der Kulturgeschichte der Neuzeit, deren drei Bände 1927-1931 veröffentlicht wurden. Nachdem 1933 die Nationalsozialisten in Deutschland an die Macht gekommen waren, wurde von allen deutschen und österreichischen Verlagen die Veröffentlichung von Friedells Werken abgelehnt. 1935 schrieb dieser über das Hitlerregime: Das Reich des Antichrist. Jede Regung von Noblesse, Frömmigkeit, Bildung, Vernunft wird von einer Rotte verkommener Hausknechte auf die gehässigste und ordinärste Weise verfolgt. Im Februar 1938 wurde Friedells Kulturgeschichte schließlich in Deutschland verboten. Nach dem "Anschluss" an das "Dritte Reich" schrieb Friedell am 11. März 1938 an Ödön von Horvath: "Jedenfalls bin ich immer in jedem Sinne reisefertig". Friedell dachte nun häufiger über die Anschaffung von Gift oder einer Pistole nach. Am 16. März 1938 erschienen gegen 22 Uhr zwei Männer der SA vor dem Haus von Egon Friedell, Wien 18, Gentzgasse 7, um, wie jedenfalls er meinte, den "Jud Friedell" abzuholen (einigen Quellen zufolge war das - noch - nicht Grund für das Auftauchen, sondern ein "Besuch"). Während sie mit seiner Haushälterin diskutierten, nahm sich Friedell das Leben, indem er aus einem Fenster der im 3. Stock gelegenen Wohnung sprang. Verbrieft ist, dass er dabei nicht verabsäumte, die Passanten umsichtig mit dem Ausruf "Treten Sie zur Seite!" zu warnen. Friedell, von dem Hilde Spiel sagte: "In ihm stand noch einmal die berauschende Fiktion vom universalen Menschen vor uns auf", wurde auf dem Wiener Zentralfriedhof, evangelischer Teil, Tor 3, beigesetzt. Anlässlich seines Todestages 2005 wurde es zum ehrenhalber gewidmeten Grab. Im Jahr 1954 wurde in Wien Floridsdorf (21. Bezirk) die Egon-Friedell-Gasse nach ihm benannt. 1971 kam anlässlich seines hundertstens Geburtstages eine Briefmarke mit seinem Porträt heraus. ... .
Erste Auflage dieser Ausgabe. 310 (10) Seiten. Austattung: Celestino Piatti. 18 cm. Taschenbuch. Kartoniert. Laminiert.
[SW: Kulturphilosophie, Theatertexte, Schauspieler, Schauspiel, Theaterwissenschaft Theaterwissenschaften, Hebbel, Friedrich, Geschichte des 19. Jahrhunderts, Theatergeschichte, Theatertheorie, Theatergeschichte des 19. Jahrhunderts, Geschichte des 18. Jahrhunderts, Schauspieler Theatergeschichte Bühne Biographien, Theaterkritiken, Diderot, Denis, Geschichtsschreibung, Schauspielerporträts, Tragödie, Kulturgeschichte, Theater, Theaterstücke, Geschichtsphilosophie, Wien, Geschichtswissenschaft, Geschichte, Historische Hilfswissenschaften, Geschichte, Kulturgeschichte, Volkskunde, Kultur, Wissenschaft, Bildung, Geschichtsstudium, Geschichte Preußen, Geschichtsbewußtsein, Geschichte, Geschichtswissenschaft]
Friedell, Egon,: 5 Titel / 1. Aphorismen zur Geschichte, (Aus dem Nachlass), Wien, Georg Prachner Verlag, 1962.
DABEI: Egon Friedell - Kulturgeschichte der Neuzeit (Die Krisis der europäischen Seele von der schwarzen Pest bis zum ersten Weltkrieg), (München, Beck, 1965, 80.-94. Tsd. (Sonderausgabe in einem Band), 1570 S., Dünndruckausgabe, Name auf Titelblatt, Anmerkung auf Innendeckel, sonst gut) --------------- DABEI: Haage, Peter (Hrsg.) - Egon Friedell. Wozu das Theater? Essays. Satiren. Humoresken (München 1965, Verlag C.H. Beck, 1. Ausgabe, 263 Seiten. 8° Leinen mit OUmschlag, gutes Ex.) (Lit.) ---------------- DABEI: Friedell, Egon - Kulturgeschichte Griechenlands - Leben und Legende der vorchristlichen Seele (München, C.H. Beck'sche Verlagsbuchhandlung, 1949, 1., 339 S., gebunden, Leinen, Namensstemepl, sonst gut) (Gesch-GR) -------------- DABEI: Friedell, Egon und Walther Schneider - Briefe. Einzige, von d. Erben autoris. Ausg., Wien , Stuttgart, Prachner, 1953, 1. Ausgabe, 142 S. Originalleinen, Namensstempel, gutes Ex.) Lit.)
1. Ausgabe, 154 S., Leinen, goldgeprägt, zahlr. Bleistiftanstreichungen, Anmerkungen in Kuli und Blei auf Titelblatt, sonst in Ordnung,
Friedell, Egon: Kulturgeschichte Griechenlands. Leben und Legende der vorchristlichen Seele [von Egon Friedell], München, C. H. Beck Verlag 1985. ISBN: 3406025099
Band mit sehr wenigen Anstreichungen in Blei im Text. / Sonst guter Zustand. ISBN: 3406025099 - , ISBN-13: 9783406025099
Friedell, Egon: Kulturgeschichte Griechenlands. Leben und Legende der vorchristlichen Seele [von Egon Friedell], Kulturgeschichte, Kunstgeschichte & Kunst
Ungekürzte Sonderausgabe, 37. - 42. Tausend, 360 Seiten, 8° (21 x 13 cm), Orig.-Leineneinband.
Friedell, Egon,
Egon Friedell (1878-1938), Schriftsteller. E. Faltbrief mit U. Wien, [24. März 1914]. ¾ S. 8°. Mit e. Adresse. - An den Verleger und Buchhändler Carl Wilhelm Stern (1873-1942) in Wien: "Leider muß ich Donnerstag zu einem Vortrag u. bitte Dich daher, erst nächste Woche zu kommen, u. mir zu schreiben, welcher Tag Dir paßt [...] Dein Egon". - C. W. Stern war seit 1899 Inhaber der Buchhandlung L. Rosner und hatte Friedells und Alfred Polgars "Goethe. Eine Szene" (1908) sowie Friedells "Von Dante zu d'Annunzio" (1915) verlegt. - Papierbedingt leicht gebräunt und etwas fleckig; mit Absenderstempel.
Egon Friedell (1878-1938), Schriftsteller. E. Faltbrief mit U. Wien, [24. März 1914]. ¾ S. 8°. Mit e. Adresse. - An den Verleger und Buchhändler Carl Wilhelm Stern (1873-1942) in Wien: "Leider muß ich Donnerstag zu einem Vortrag u. bitte Dich daher, erst nächste Woche zu kommen, u. mir zu schreiben, welcher Tag Dir paßt [...] Dein Egon". - C. W. Stern war seit 1899 Inhaber der Buchhandlung L. Rosner und hatte Friedells und Alfred Polgars "Goethe. Eine Szene" (1908) sowie Friedells "Von Dante zu d'Annunzio" (1915) verlegt. - Papierbedingt leicht gebräunt und etwas fleckig; mit Absenderstempel.
[SW: Autograph, Manuskript, Dokument, Autographen. Abbildungen finden Sie auf unserer Webseite www.autographenhandlung.de]



