Engelbrechten Braune Armee

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Reichsinspekteur für Reit- und Fahrausbildung (Herausgeber): Deutsche Reiterhefte. Mitteilungsblatt des Reichsinspekteurs für Reit- und Fahrausbildung Hefte 7, 9-12 / 7.Jahrgang 1942, Berlin Ernst Steiniger Verlag 1942

Reichsinspekteur für Reit- und Fahrausbildung war SA-Obergruppenführer und Reichsreiterführer Karl-Siegmund Litzmann (1893-1945), Hauptschriftleiter: Alfred Wichmann. Vollständige Ausgabe in Original-Format (Broschur 21 x 30 cm) mit fotoillustriertem Einband: Vorder- und Rückseite mit ganzseitigen Fotoabbildungen. Insgesamt sechs Einzelhelfte mit je 16 Seiten, sehr eindrucksvollen Fotoabbildungen und folgendem Inhalt: PK-Aufnahmen von Kriegsberichter Maltry: "Das Pferd als Helfer. Ein Lautsprecherwagen wird nach vorn gebracht" / Richtlinien und Ausbildungpläne für die Reit- und Fahrausbildung im Ersatzheer vom 6. Januar 1942 / Bildserie der Kriegsberichter Trautvetter (PBZ) und Lachmann (AtL) "Schneestürme und meterhohe Schneeverwehungen erschwerten immer wieder den Nachschub...von Männern und Pferden höchste Leistungen" / Oberveterinär Dr.Otto Hofferber, Vorbeugen ist besser als heilen - Maßnahmen zur Verhüttung von Pferdekrankheiten / "Interessantes aus dem Bildarchiv der Abteilung des Reit- und Fahrwesens im OKH (Fotos vom russischen Kriegsschauplatz) / Major Färber, Kommandeur eines Infanterie-Ersatz-Bataillons: Vorschrift und Praxis, zwei Reitlehrer unterhalten sich über die Reitvorschrift / Bildanzeige "Karlshorst, Beginn der Rennzeit 1942 (Osterpreis, v. Treskow-Jagdrennen, Rosenberg-Jagdrennen) - die führende Hindernisbahn" / Oberst von Haughk, Kommandeur der Wehrkreis-Reit- und Fahrschule Oschatz: Reiterliche Ausdrücke und Bezeichnungen / Foto vom Max-Prollius-Rennen / Fortsetzungsroman "Reiterschwadron Degenhardt" / Bildanzeige "Absatz-Veranstaltung am 17. April 1942 in Königsberg (Pr.) / Ganzseitiges Titelfoto " diesjährige Rennzeit auf dem Paradefeld der deutschen Vollblutzucht in Berlin-Hoppegarten beginnt am 1.Mai" / Das Rennprogramm vom Union-Klub im Jubiläumsjahr 1942 / Der Rennstall vom Herresgestüt Altefeld / Anzeige Hoppegarten. Renntermine im Jubiläumsjahr 1942" / Landstallmeister Dr.Dencker, Vollblutgestüt Erlenhof (mit Foto von Gestütmeister Hellberg) / Uraufführung des Lehr- und Propaganda-Tonfilmes "Das Truppenpferd und seine Betreuung" / Oberfeldveterinär Dr. Koster, Ein seltsames Rennen / Die Meutehaltung im Kriege / Preisausschreiben "Das Lied vom Truppenpferd" / Die Hengste vom Heeresgestüt Altefeld / Oberst von Jena, Norwegische Fjordpferde / Kriegsberichter-Bildserie (doppelseitig) Tauwetter im Osten" / Oberstleutnant Mossdorf: Richtlinien für Pferdepflege, Reit- und Fahrausbildung. Bildfolge "Preis von Dahlwitz in Hoppengarten / Adbell-Toddington-Rennen in Berlin-Ruhleben / Um den Preis der Nationen / Oberveterinär Dr. Hoffenber, Vorsicht bei der Verfütterung von ungedroschenem ukrainischen Weizen / Bildanzeigen "Schaumwein Schloß Koblenz" , "Reithosen bequem und elegant, daher armeebekannt von Reithosenspezialist Fädisch in München - Lieferung z.Z. nur an Offiziere" , Kleinanzeige "Sächsiche Reit- und Fahrschule Jagdschloß Wermsdorf Bezirk Leipzig" / Oberstleutnant von Menges, Die Reiterwaffe im zweiten Weltkrieg (mit Bericht über die Kavallerie-Divisionen der Roten Armee) / Bild-Nachruf auf Oberstleutnant a.D. Lauffer (Stuttgart) / Ein Pfingstritt nach Rom: Saarbrücken-Rom in 12 Tagen, Distanzritt von Dragoner-Rittmeister Hans Spielberg im Jahre 1900 / Doppelseitige Kriegsberichter-Bildfolge "Im Kampf mit dem Morast / Oberst Berger, Erfahrungen bei Truppenbesuchen / Oberveterinär Dr. Hofferber, Einfache Hilfsmittel zur Behandlung kranker Pferde (mit Zeichnungen) / Vierseitige Bildfolge samt Bericht: Military eines OA. Lehrgangs in Krampitz / Oberst von Haugk, Unterrichtsbriefe an die Reitlehrer (mit vielen Zeichnungen) / Doppelseitige Kriegsberichter-Bildfolge "Unsere treuen Pferde" (im russischen Frühjahr bei Schneeschmelze und Schlamm) / Oberstleutnant Küster (Wehrkreis-Reit- und Fahrschule Oschatz), Erklärung wichtiger Ausdrücke im Fahrdienst / Anzeige "Große Rennwoche Hamburg-Horn" / Bildbericht von den Hoppegarten-Rennen 1942 / Anzeige "Berliner Galopprennen Juni 1942", einschließlich Karshorst Orcadian-Jagdrennen / Oberst von Issendorff, Kommandeur der Wehrkreis-Reit- und Fahrschule Gardelegen: Winke für Besichtigungen im Reit- und Fahrdienst / Oberstleutnant von Baath / Deutsche Kavallerie lebt noch! / Bild-Nachruf auf Oberleutnant Hans Fegelein, gefallen als Batteriechef in einem Artillerie-Regiment im Osten am 4. September 1941 / Kleinanzeige "Pistolen kauft...Waffenfrankonia Würzburg". -Erstausgabe, EA, 1. Auflage in ganz guter Erhaltung (einige Hefte mit minimalem Wurmfraß, sonst gut). Deutsches / Drittes / Großdeutsches Reich, Großdeutschland im 2. Weltkrieg, Kavallerie-Zeitschrift, Militaria, deutsches Militär, Reitertruppe, berittene Soldaten, Wehrmacht und Waffen-SS an der Ostfront, Nationalsozialismus, Reiter-SA, SA-Reiterei, SA-Reiterkorps, Reitersturm, Pferde-Einsatz bei der Wehrmacht, deutsche Reitergemeinde, deutscher Reiterführer, NSRK, Nationalsozialistisches Reiterkorps, nationalsozialistisches Gedankengut. - 1929 gründete ein HJ-Führer im NSDAP-Gau Nordmark (Hamburg, Schleswig-Holstein) den ersten bekannten Reitersturm, vermutlich lange der einzige im ganzen Reich. 1932 gab es bereits einige Reiterstürme, deren Zweck im Überbringen von Befehlen und in der Verwendung als Meldereiter und Ordonnanz bestand. Die Ausbildung jedes SA-Reiters sollte sich zunächst darauf beschränken, "in militärischer Haltung zu Pferde zu sitzen, und sein Pferd so zu beherrschen, dass er überall hinkommt", es sollte aber auch das Überwinden kleinerer Hindernisse im Gelände, das Wegreiten aus der Abteilung sowie das Vorbeireiten an Musikzügen, Kraftwagen und Dampfwalzen beinhalten. Der Ausbau der SA-Reiterei sollte vor allem dadurch gewährleistet werden, dass die ländlichen Reitervereine erfasst und ihren Mitgliedern der Übertritt zur SA erleichtert wurde. Dazu konnten die Vereinsführer entgegen den Gepflogenheiten schon bei ihrem Übertritt in die SA zu Trupp- oder Sturmführern ernannt werden. Die Mitglieder dieser Vereine traten im Herbst 1932 verstärkt in die SA und SS über, offenbar aufInitiative der Reitervereine hin, die der Obersten SA-Führung Pläne unterbreiteten, aus ihren 60.000 Mitgliedern eine geschlossene SA-Reiterei zu bilden.1933 wurde die "Vereinigung der ländlichen Reit- und Fahrvereine Deutschlands" in die SA eingegliedert, indem ihre Mitglieder entweder einzeln oder geschlossen als Scharen, Trupps oder Stürme in die SA und SS (10% der Mitglieder) übernommen wurden. Außerdem wurde beim Generalinspekteur die Inspektion für Reit- und Fahrwesen mit Sitz in der Berliner Kurfürstenstr.114 gebildet, sie sollte die Einheiten fachlich beraten (Reiten, Schießen, Kartenlesen, Geländereiten, Findigkeitsprüfungen, theoretische Kenntnisse über die Verwendung des Pferdes) sowie Besichtigungen durchführen. Auch in Berlin und Brandenburg entwickelte sich die SA-Reiterei erst spät: erst 1932 entstand in Dahlwitz-Hoppegarten ein Reitersturm aus Bereitern und Jockeys der Trabrennbahn in Hoppegarten, etwas später Reiterstürme bei Standarte 1 (Charlottenburg), 3 (Tempelhof, Neukölln, Treptow), 4 (Prenzlauer Berg) und12 (Pankow). - Zwecks einheitlicher Ausbildung (Reiten und Fahren) aller freiwilligen Reiterverbänden (SA, SS, Hitlerjugend, Reitervereine usw) wurde durch Führer-Erlass 1935 die Stelle eines dem SA-Stabschef unterstehenden Reichsinspekteurs für Reit- und Fahrausbildung geschaffen. Im Einvernehmen mit dem Reichskriegsminister ernannte der Stabschef daraufhin den SA-Obergruppenführer Litzmann zum Reichsinspekteur. Ihm waren durch Verfügung Adolf Hitlers ab 1936 das (in der SA-Reiterei gebildete) Nationalsozialistische Reiterkorps NSRK, die Reichs-Reiterführerschule und die Reit- und Fahrausbildung auf den Ordensburgen der NSDAP unterstellt. Dem NSRK mussten sämtliche Wehrpflichtige beitreten, die den Reiterschein erwerben wollten, sowie diejenigen gedienten Volksgenossen, die sich ihre Reitfertigkeit nach der Dienstzeit erhalten wollten. Dem NSRK oblag ferner die Reitausbildung der Reserveoffiziere, Reserveoffizieranwärter sowie der Heeres-Wehrmachtbeamten. Das OKH hatte den Reichsinspekteur ermächtigt, Erhebungen für Kavalleristen des Beurlaubtenstandes anzustellen, und die Wehrersatz-Dienststellen mußten ihm oder seinen Beauftragten erforderliche Auskünfte erteilen. Sämtliche Hitlerjungen, die für die Reit- und Fahrausbildung in Frage kamen, hatten gemäß Verfügung des Reichsjugendführers in das NSRK einzutreten, verblieben aber in ihren jeweiligen HJ-Einheiten. Der Reichsinspekteur für Reit- und Fahrausbildung ließ im Einvernehmen mit den zuständigen Stellen des Heeres jährlich im Frühjahr im gesamten Reichsgebiet die Reiterschein-Prüfungen abnehmen. Der Besitz des Reiterscheines gewährleistete bei freiwilligem Eintritt in das Heer die Einstellung in den selbstgewählten Truppenteil, bei der Aushebung jedoch die bevorzugte Einstellung als Reiter oder Fahrer. (Nach "Engelbrechten, Braune Armee")

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Reichsinspekteur für Reit- und Fahrausbildung unter Mitwirkung des Oberkommandos des Heeres: Deutsche Reiterhefte. Mitteilungsblatt des Reichsinspekteurs für Reit- und Fahrausbildung Hefte 11 und 13, 4.Jahrgang 1939, Berlin Ernst Steiniger Verlag 1939

Reichsinspekteur für Reit- und Fahrausbildung war SA-Obergruppenführer und Reichsreiterführer Karl-Siegmund Litzmann (1893-1945), Hauptschriftleiter: Alfred Wichmann. Vollständige Ausgaben im Original-Format (Broschur 21 x 30 cm) mit fotoillustriertem Einband: Vorder-und Rückseite mit ganzseitigen Fotoabbildungen. Insgesamt zwei Einzelhefte mit je 20 Seiten, sehr vielen eindrucksvollen Fotoabbildungen und folgendem Inhalt: Major Nelke (Insterburg): Gedanken und Anregungen über Ausgleich von Gewinnaussichten im Jagdspringen / W.von Kuhlwein, Römische Reiterwoche, mit den Fotos "General der Artillerie Friedrich Fromm überreicht Rittmeister Brinkmann den Siegerpokal des Premio Pincio", "Oberst Lequio empfängt aus der Hand des Duce den Goldpokal", "Blick in die Ehrenloge: General der Artillerie Fromm und Oberstleutnant von Nortitz-Wallwitz, Minister Starace" , "Die aktiven deutschen Teilnehmer: Rittm.M.Huck, Rittm. Brinckmann, Oberl. Perl-Mückenberger, Oberl. Weidemann und Rittm.K. Hasse" (alle in Wehrmacht-Uniform), Liste "Coppa d'oro Mussolini" / Oberst Vladimir Seumig (Ljubljana): Das Leichttraben und sein Einfluß auf Gang und Geraderichtung, Folgerungen für das Bahnreiten / A.W., Rundfunk im Dienst am deutschen Pferde / SA- Scharführer Fr. Rudeloff (Alfeld/L.): Zur Frage der Pferdegestellung für Jungreitereinheiten / Rolf Roeingh, Die Stuten des Propheten-arabische Vollblutzucht, mit Aufnahme "Parade italienischer Kolonialtruppen vor Generalfeldmarschall Göring und Marschall Balbo in Tripolis/ Lybien" / O.von Funcke: Die Entwicklung der Großen Berliner Februar-Turniere / Unsere neue Denksportaufgabe (mit Foto von SA-Reiter zu Pferd) / Oberstleutnant z.V. Witt: Das Jubiläums-Turnier in Rostock / Mitteilungen des Reichsinspekteurs für Reit-und Fahrausbildung / Turniertermine 1.-20. Juni 1939 / Kleinanzeigen, teilweise mit Bild: 17.-27. August Reit-, Spring-und Fahrturnier Bad Aachen, verbunden mit dem 10.Offiziellen internationalen Dressur-Wettbewerb / Reithosen, Uniformen, Reit-Jackets ohne Anprobe durch Körper-Abformung: Drengelmann, Hannover / 2. SA-Grenzland-Reit-,Spring-und Fahrturnier in Schwiebus 25. und 26. Juni 1939, Turnierleitung SA-Reitersturm I/122 sowie Reit-und Fahrverein Schwiebus / Reit-Stiefel, SA-Stiefel usw. Helena Bär, Berlin / Ganzweitiges Photo auf innerer Umschalgseite: "Als passionierter Reiter verfolgte kürzlich der Reichssportführer von Tschammer und Osten zu Pferde den Traditionsstaffelauf Potsdam-Berlin" / SA-Obertruppenführer Adolf Lefeldt: Der Tragtierführer - das Tragtier. Ihre vormilitärische Ausbildung, eine Aufgabe der SA-Reiterstürme / Rolf Roeingh: Die Entwicklung der deutschen Vollblutrennen / NSRK und Turniersport / Hauptmann Dr.Pulte: Die Ausstellung der Pferde auf der 5. Reichsnährstands-Ausstellung in Leipzig 1939 / Lösung der Denksportaufgabe / D.W., Das Blaue und das Braune Band des Springsports / Organdy gewinnt die Union (Wiener Derby, Hoppegartener Querfeldein Jagdrennen) / Von Reitern und Pferden, Kurznachrichten der Deutschen Reiterhefte (Tag des Heeres am 9. Juli 1939 in Karlshorst, General Jague in Güterfelde beim 1.Sturmbann der Standarte Feldhermhalle und in der Reichsreiterschule der SA in Berlin-Zehlendorf, Major von Langsdorff in Wien), Sommerausschreibungen des Union-Klubs, Gespanne der Heeres-Fahrschule in Hoppegarten / Anzeigen "Bestellschein Deutscher Reiterhefte" und NSV (Nationalsozialistische Volkswohlfahrt) "Wir bauen das Fundament des ewigen Deutschland / Arbeite mit als Mitglied des SNV" / Ganzseitige Fotoabbildung "Major Bötticher, der Verfasser des vielbeachteten reiterlichen Lehrbuchs "Reiterschwadron Degenhardt" und zahlreicher weiterer hippologischer Schriften" (in Wehrmacht-Uniform, zu Pferde). - Erstausgabe, EA, 1. Auflage in guter Erhaltung. Deutsches/ Drittes/ Großdeutsches Reich, Großdeutschland, deutsche Kavalleriezeitschrift, Militaria, deutsches Militär im Nationalsozialismus, Wehrmacht, Reitertruppe, berittene Soldaten, Reiterei der Waffen-SS, deutsche Reitergemeinde, Reiter-SA, SA-Reiterei, deutscher Reiterführer, nationalsozialistisches Gedankengut, Nationalsozialistisches Reiterkorps, deutscher Reitsport im Kaiserreich (vor 1914) und Weimarer Republik. - 1929 gründete ein HJ-Führer im NSDAP-Gau Nordmark (Hamburg, Schleswig-Holstein) den ersten bekannten Reitersturm, vermutlich lange der einzige im ganzen Reich. 1932 gab es bereits einige Reiterstürme, deren Zweck im Überbringen von Befehlen und in der Verwendung als Meldereiter und Ordonnanz bestand. Die Ausbildung jedes SA-Reiters sollte sich zunächst darauf beschränken, "in militärischer Haltung zu Pferde zu sitzen, und sein Pferd so zu beherrschen, dass er überall hinkommt", es sollte aber auch das Überwinden kleinerer Hindernisse im Gelände, das Wegreiten aus der Abteilung sowie das Vorbeireiten an Musikzügen, Kraftwagen und Dampfwalzen beinhalten. Der Ausbau der SA-Reiterei sollte vor allem dadurch gewährleistet werden, dass die ländlichen Reitervereine erfasst und ihren Mitgliedern der Übertritt zur SA erleichtert wurde. Dazu konnten die Vereinsführer entgegen den Gepflogenheiten schon bei ihrem Übertritt in die SA zu Trupp- oder Sturmführern ernannt werden. Die Mitglieder dieser Vereine traten im Herbst 1932 verstärkt in die SA und SS über, offenbar aufInitiative der Reitervereine hin, die der Obersten SA-Führung Pläne unterbreiteten, aus ihren 60.000 Mitgliedern eine geschlossene SA-Reiterei zu bilden.1933 wurde die "Vereinigung der ländlichen Reit- und Fahrvereine Deutschlands" in die SA eingegliedert, indem ihre Mitglieder entweder einzeln oder geschlossen als Scharen, Trupps oder Stürme in die SA und SS (10% der Mitglieder) übernommen wurden. Außerdem wurde beim Generalinspekteur die Inspektion für Reit- und Fahrwesen mit Sitz in der Berliner Kurfürstenstr.114 gebildet, sie sollte die Einheiten fachlich beraten (Reiten, Schießen, Kartenlesen, Geländereiten, Findigkeitsprüfungen, theoretische Kenntnisse über die Verwendung des Pferdes) sowie Besichtigungen durchführen. Auch in Berlin und Brandenburg entwickelte sich die SA-Reiterei erst spät: erst 1932 entstand in Dahlwitz-Hoppegarten ein Reitersturm aus Bereitern und Jockeys der Trabrennbahn in Hoppegarten, etwas später Reiterstürme bei Standarte 1 (Charlottenburg), 3 (Tempelhof, Neukölln, Treptow), 4 (Prenzlauer Berg) und12 (Pankow). - Zwecks einheitlicher Ausbildung (Reiten und Fahren) aller freiwilligen Reiterverbänden (SA, SS, Hitlerjugend, Reitervereine usw) wurde durch Führer-Erlass 1935 die Stelle eines dem SA-Stabschef unterstehenden Reichsinspekteurs für Reit- und Fahrausbildung geschaffen. Im Einvernehmen mit dem Reichskriegsminister ernannte der Stabschef daraufhin den SA-Obergruppenführer Litzmann zum Reichsinspekteur. Ihm waren durch Verfügung Adolf Hitlers ab 1936 das (in der SA-Reiterei gebildete) Nationalsozialistische Reiterkorps NSRK, die Reichs-Reiterführerschule und die Reit- und Fahrausbildung auf den Ordensburgen der NSDAP unterstellt. Dem NSRK mussten sämtliche Wehrpflichtige beitreten, die den Reiterschein erwerben wollten, sowie diejenigen gedienten Volksgenossen, die sich ihre Reitfertigkeit nach der Dienstzeit erhalten wollten. Dem NSRK oblag ferner die Reitausbildung der Reserveoffiziere, Reserveoffizieranwärter sowie der Heeres-Wehrmachtbeamten. Das OKH hatte den Reichsinspekteur ermächtigt, Erhebungen für Kavalleristen des Beurlaubtenstandes anzustellen, und die Wehrersatz-Dienststellen mußten ihm oder seinen Beauftragten erforderliche Auskünfte erteilen. Sämtliche Hitlerjungen, die für die Reit- und Fahrausbildung in Frage kamen, hatten gemäß Verfügung des Reichsjugendführers in das NSRK einzutreten, verblieben aber in ihren jeweiligen HJ-Einheiten. Der Reichsinspekteur für Reit- und Fahrausbildung ließ im Einvernehmen mit den zuständigen Stellen des Heeres jährlich im Frühjahr im gesamten Reichsgebiet die Reiterschein-Prüfungen abnehmen. Der Besitz des Reiterscheines gewährleistete bei freiwilligem Eintritt in das Heer die Einstellung in den selbstgewählten Truppenteil, bei der Aushebung jedoch die bevorzugte Einstellung als Reiter oder Fahrer. (Nach "Engelbrechten, Braune Armee")

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Reichsinspekteur für Reit- und Fahrausbildung unter Mitwirkung des Oberkommandos des Heeres: Deutsche Reiterhefte. Mitteilungsblatt des Reichsinspekteurs für Reit- und Fahrausbildung Hefte 17, 4.Jahrgang 1939, Berlin Ernst Steiniger Verlag 1939

Reichsinspekteur für Reit- und Fahrausbildung war SA-Obergruppenführer und Reichsreiterführer Karl-Siegmund Litzmann (1893-1945), Hauptschriftleiter: Alfred Wichmann. Vollständige Ausgabe in Original-Format (Broschur 21 x 30 cm) mit fotoillustriertem Einband: Vorder- und Rückseite mit ganzseitigen Fotoabbildungen. Guterhaltenes Einzelhelft mit 20 Seiten, sehr vielen eindrucksvollen Fotoabbildungen und folgendem Inhalt: Reiterspielen SA-Standartenführer Sieber, Gruppenreiterführer Sachsen: Betrachtungen über die Reiterscheinprüfungen 1939 und ihre Bedeutung für die Truppe /W. von Kuhlwein, Jubiläumsturnier des Verdener Rennvereins, mit vielen Bildern / Oberst schwarz, Inspektion des Reit- und Fahrwesens im Oberkommando des Heeres OKH: Feste oder bewegliche Hinterbrake? / Unsere Denksport-Aufgabe / Lösung der Denksportausgabe aus Heft 16 / Der Tag des Braunen Bandes in München ("..das "Braune Band" von Deutschland, eine Schöpfung des Präsidenten Christian Weber, wurde am Sonntag, dem 30. Juli 1939, zum sechsten Male entschieden. Das "Braune Band" gehört heute zu den wichtigsten Zuchtprüfungen, die im Laufe des Rennjahres auf unseren deutschen GaloppRennbahnen zum Austragen kommen. Internationale Kämpfe im deutschen Rennsport erleben wir alljährlich in München, Baden-Baden und Berlin-Hoppegarten. Es ist erfreulich das solche Prüfungen veranstaltet werden, geben sie uns doch einen Maßstab über das Güteverhältnis unserer deutschen Vollblutpferde. Zweimal wurde das "Braune Band" von Deutschland, eine 100.000 RM-Prüfung, von ausländischen Pferden gewonnen! drei deutsche Erfolge waren bisher zu verzeichnen. Die gewaltige Mühe, die sich in den verflossenen Wochen Präsident Weber um die Gestaltung der braunen Band Woche gegeben hat, hat sich reichlich gelohnt. Acht Tage lang stand München, standen die Kampfplätze auf der Theresienwiese, der Turnierplatz der SS-Hauptreitschule und die Rennbahn München Riem ganz im Zeichen glänzender Reiterleistungen und starken Besuches. Duches. Die wundervollen sportlichen Ereignisse wurden besonders am letzten Tage durch das äußere Bild würdig ergänzt. München hat in seiner Geschichte sicherlich nicht viele solcher Glanztage wie den Tag des 30. Juli gehabt. Zwischen das Grau der Uniformen des Heeres mischte sich das Braun Uniformen der Partei, der SA und das Schwarz der SS. Unter der stattlichen Schar von Ehrengästen bemerkte man Vertreter der Partei, des Staates und der Wehrmacht") / Von Reitern und Pferden -Kurznachrichten der Deutschen Reiterhälfte ("Abreise der Miliz-Reiteroffiziere. Nach Abschluss der Reichsreiterwettkämpfe der SA wurde wurden die Reiteroffiziere der faschistischen Miliz auf Befehl des Stabschefs der Sa durch den Chef der Turnierabteilung der Obersten SA Führung, SA-Standartenführer von Keiser, bis zur Grenze am Brenner geleitet. Beim Verlassen des deutschen Bodens sprach der Equipenchef Oberst Alvisi dem SA-Standartenführer von Keisersnochmals im Namen seiner Offiziere in herzlichen Worten den Dank der italienischen Kameraden an die SA aus erwähnte, dass die Reichsreiterwettkämpfe der SA mit ihrer ausgezeichneten Organisation und vorbildlichen Durchführung sowie die glänzenden Leistungen der SA-Reiter die Milizoffiziere mit größter Bewunderung erfüllt hätten, und das auch alles andere, dass sie während ihres Aufenthalts in Deutschland gesehen hätten, sie tief beeindruckt und mit großer Freude über das Geschaffene erfüllte. Die Equipe sei stolz darauf, an den Reichsreiterwettkämpfen der SA teilgenommen haben zu dürfen und es sei der Wunsch aller Teilnehmer, auch in Zukunft zu oft zusammenkommen zu können - sei es in Deutschland oder in Italien") /Grenzland-Turnier in Schwiebus / Reiterwettkampf der SA-ReiterStandarte "Frankenland": " Mittelfranken ist weder Pferdezuchtgebiet noch verfügte sonst über Einrichtungen, die den Pferdesport fördern könnten. Trotzdem lebt auch hier in der SA-Reiterei der feste Wille, das Können von Reitern und Fahrern und die Leistungsfähigkeit der Pferde im großen Selbstbehauptungskampf unseres Volkes zu steigern. So hielt die SA-Reiterstandarte 78 "Frankenland" am 10. und 11. Juni in dem schönen Frankenstädtchen Schwabach südlich von Nürnberg einen Reiterwettkampf ab. Seine Besonderheit zeigten zwei Tatsachen: seine außerordentliche Vielseitigkeit und das Nebeneinander von Warmblut und Kaltblut, die hier - wenn auch in abgestufter Schwierigkeitsgrad - die gleichen Aufgaben meisterten. 450 Reiter und 70 Pferde traten an. Unter den Zuschauern befanden sich Vertreter der Wehrmacht und der Partei.") / Mitteilungen des Reichsinspekteurs für Reit - und Fahrausbildung / Kleinanzeige "Sächsische Reit - und Fahrschule Jagdschloss Wermsdorf Bezirke Leipzig / Ganzseitiges Foto auf der letzten Einbandseite: " Die SA-Reiterstandarte 62 Bremen hat durch den Kosakenrittmeister Tarassenko eine Anzahl Bremer Hitlerjungen nach Art der Kuban-Kosaken ausbilden lassen. Auf dem Verdener Großturnier fanden diese Reiterspiele - Djigitowka - riesigen Beifall") - Erstausgabe, EA, 1. Auflage in guter Erhaltung. - Deutsches / Drittes/ Großdeutsches Reich, Großdeutschland im 2. Weltkrieg, Kavallerie-Zeitschrift, Militaria, deutsches Militär, Reitertruppe, deutsche Reitergemeinde, berittene Soldaten, Wehrmacht und Waffen-SS, Nationalsozialismus, nationalsozialistisches Gedankengut, SA-Reiterei, SA-Reiterkorps, Pferde-Einsatz bei der Wehrmacht. - 1929 gründete ein HJ-Führer im NSDAP-Gau Nordmark (Hamburg, Schleswig-Holstein) den ersten bekannten Reitersturm, vermutlich lange der einzige im ganzen Reich. 1932 gab es bereits einige Reiterstürme, deren Zweck im Überbringen von Befehlen und in der Verwendung als Meldereiter und Ordonnanz bestand. Die Ausbildung jedes SA-Reiters sollte sich zunächst darauf beschränken, "in militärischer Haltung zu Pferde zu sitzen, und sein Pferd so zu beherrschen, dass er überall hinkommt", es sollte aber auch das Überwinden kleinerer Hindernisse im Gelände, das Wegreiten aus der Abteilung sowie das Vorbeireiten an Musikzügen, Kraftwagen und Dampfwalzen beinhalten. Der Ausbau der SA-Reiterei sollte vor allem dadurch gewährleistet werden, dass die ländlichen Reitervereine erfasst und ihren Mitgliedern der Übertritt zur SA erleichtert wurde. Dazu konnten die Vereinsführer entgegen den Gepflogenheiten schon bei ihrem Übertritt in die SA zu Trupp- oder Sturmführern ernannt werden. Die Mitglieder dieser Vereine traten im Herbst 1932 verstärkt in die SA und SS über, offenbar aufInitiative der Reitervereine hin, die der Obersten SA-Führung Pläne unterbreiteten, aus ihren 60.000 Mitgliedern eine geschlossene SA-Reiterei zu bilden.1933 wurde die "Vereinigung der ländlichen Reit- und Fahrvereine Deutschlands" in die SA eingegliedert, indem ihre Mitglieder entweder einzeln oder geschlossen als Scharen, Trupps oder Stürme in die SA und SS (10% der Mitglieder) übernommen wurden. Außerdem wurde beim Generalinspekteur die Inspektion für Reit- und Fahrwesen mit Sitz in der Berliner Kurfürstenstr.114 gebildet, sie sollte die Einheiten fachlich beraten (Reiten, Schießen, Kartenlesen, Geländereiten, Findigkeitsprüfungen, theoretische Kenntnisse über die Verwendung des Pferdes) sowie Besichtigungen durchführen. Auch in Berlin und Brandenburg entwickelte sich die SA-Reiterei erst spät: erst 1932 entstand in Dahlwitz-Hoppegarten ein Reitersturm aus Bereitern und Jockeys der Trabrennbahn in Hoppegarten, etwas später Reiterstürme bei Standarte 1 (Charlottenburg), 3 (Tempelhof, Neukölln, Treptow), 4 (Prenzlauer Berg) und12 (Pankow). - Zwecks einheitlicher Ausbildung (Reiten und Fahren) aller freiwilligen Reiterverbänden (SA, SS, Hitlerjugend, Reitervereine usw) wurde durch Führer-Erlass 1935 die Stelle eines dem SA-Stabschef unterstehenden Reichsinspekteurs für Reit- und Fahrausbildung geschaffen. Im Einvernehmen mit dem Reichskriegsminister ernannte der Stabschef daraufhin den SA-Obergruppenführer Litzmann zum Reichsinspekteur. Ihm waren durch Verfügung Adolf Hitlers ab 1936 das (in der SA-Reiterei gebildete) Nationalsozialistische Reiterkorps NSRK, die Reichs-Reiterführerschule und die Reit- und Fahrausbildung auf den Ordensburgen der NSDAP unterstellt. Dem NSRK mussten sämtliche Wehrpflichtige beitreten, die den Reiterschein erwerben wollten, sowie diejenigen gedienten Volksgenossen, die sich ihre Reitfertigkeit nach der Dienstzeit erhalten wollten. Dem NSRK oblag ferner die Reitausbildung der Reserveoffiziere, Reserveoffizieranwärter sowie der Heeres-Wehrmachtbeamten. Das OKH hatte den Reichsinspekteur ermächtigt, Erhebungen für Kavalleristen des Beurlaubtenstandes anzustellen, und die Wehrersatz-Dienststellen mußten ihm oder seinen Beauftragten erforderliche Auskünfte erteilen. Sämtliche Hitlerjungen, die für die Reit- und Fahrausbildung in Frage kamen, hatten gemäß Verfügung des Reichsjugendführers in das NSRK einzutreten, verblieben aber in ihren jeweiligen HJ-Einheiten. Der Reichsinspekteur für Reit- und Fahrausbildung ließ im Einvernehmen mit den zuständigen Stellen des Heeres jährlich im Frühjahr im gesamten Reichsgebiet die Reiterschein-Prüfungen abnehmen. Der Besitz des Reiterscheines gewährleistete bei freiwilligem Eintritt in das Heer die Einstellung in den selbstgewählten Truppenteil, bei der Aushebung jedoch die bevorzugte Einstellung als Reiter oder Fahrer. (Nach "Engelbrechten, Braune Armee")

Details

Reichsinspekteur für Reit- und Fahrausbildung unter Mitwirkung des Oberkommandos des Heeres (Herausgeber): Deutsche Reiterhefte. Mitteilungsblatt des Reichsinspekteurs für Reit- und Fahrausbildung Heft 25 und 26 / 7.Jahrgang 1942, Berlin Ernst Steiniger Verlag 1942

Reichsinspekteur für Reit- und Fahrausbildung war SA-Obergruppenführer und Reichsreiterführer Karl-Siegmund Litzmann (1893-1945), Hauptschriftleiter Alfred Wichmann. Vollständige Ausgaben in Original-Format (Broschur 21 x 30 cm) mit fotoillustriertem Einband: Vorder- und Rückseite mit ganzseitigen Fotoabbildungen. Insgesamt zwei Einzelhelfte mit je 16 Seiten, sehr vielen eindrucksvollen Fotoabbildungen und folgendem Inhalt: Oberst Mousinho de Albuquergne (Kommandeur vom portugiesischen Kavallerie-Regiment Nr. 7): So ist es (mit Bildern von der Soldatenausbildung) / Gedicht "Das Pferd, Dein Kamerad" von Stabsveterinär Dr.H.Brückner (mit Zeichnung und Scherenschnitt) / Doppelseitiger Bildbericht (Tagung der SA-Gruppenreiterführer Großdeutschlands 11.-15. Oktober 1942 im Jagdschloß Weimsdorf) "Neue Richtlinien für die vormilitärische Reit-und Fahrausbildung der SA" / Zweiseitige Kriegsberichter-Bilderfolge "Im Zwölferzug wird eine schwere Haubitze in Stellung gebracht" , "In den Trümmern von Stalingrad" , "Über Steilhänge und Geröllhalden hinweg werden Munition und Verpflegung zu den Höhenstellungen des Kaukasus geschafft" , "Im Nachschub für die kämpfende Truppe ist das Pferd auf den verschlammten Wegen des Ostens unentbehrlich" , "Die Tscherkessen-Stämme des Kaukasus standen immer gegen den Boldewismus. Unser Bild zeigt kabardinische Pferdehirten" / Oberstabsveterinär d.R.Professor Dr.Dr.h.c.J. Nörr (Universität München): Pferd, Pferdepflege und Reiten im Spiegel der Kasernenpoesie, mit Zweizeilern wie "Gut Striegel und Streu / ist besser als Heu" , "Wie im eigenen Heim so rein / soll es auch im Stalle sein" , "Erhalte so den Huf / wie ihn der Schöpfer schuf!", " futtern/ umgekehrt machst Du's bei Muttern" , "Schlafe nicht als Stallwachposten/ denn dies kann drei Tage kosten" , "Wer noch nie den Sand geküsst / ist kein rechter Kavallerist" usw. / Stabsarzt Dr.Fritz Bantelmann, Harro (mit Bild von Ross und Reiter) / 3. Westpreussischer Hengstmarkt am 6.10.1942 in Marienburg / Wachtmeister Hans Pflug-Franken, "Das Lied vom Soldatenpferd" (Gedicht) / Oberstleutnant von Rauchhaupt, Der Standartenführer / Bildseite "Kosaken reiten und kämpfen gegen den Bolschewismus: nie war es dem Bolschewismus gelungen, das Reitervolk der Kosaken am Kuban und Don für sich zu gewinnen. Unter Führung deutscher Offiziere stehen die Kosaken nun wieder im Freiheitskampf gegen ihre bolschewistischen Unterdrücker. Unsere Bilder zeigen Ausschnitte aus einer Dschigitowka, dem uralten Reiterspiel der Kosaken." / Doppelseitige Kriegsberichter-Bilderfolge: "Das Winterfutter für die Mulis der SS-Gebirgsjäger wird mit Tragtierkolonnen über einen Krüppeldamm durch den karelischen Urwald in die Stellung gebracht ; schwerstbepackte Landser im Sumpfwald östlich vom Ilmensee" , "Tragtierkolonnen auf dem Marsch über Gletscher und Moränen in Gebirgsstellungen des Kaukasus" / Die letzten Berliner Renntage in Karlshorst 22. und 23. November 1942 (Meissen-Jagdrennen, Preis von Graditz) / Kriegsberichter E.M.Arndt, Bei den Pferdezüchtern im Kaukasus / Ungarische Kavallerie im Osten / Neue Bücher. - Erstausgabe, EA, 1. Auflage in sehr guter Erhaltung. Deutsches/ Drittes/ Großdeutsches Reich, Großdeutschland im 2. Weltkrieg, Kawallerie-Zeitschrift, Militaria, deutsches Militär, Reitertruppe, berittene Soldaten, Wehrmacht und Waffen-SS an der Ostfront, Nationalsozialismus, nationalsozialistisches Gedankengut, Rennsport, Adolf-Hajo Oltmann Kob, Reiter-SA, Waffenn-SS. - 1929 gründete ein HJ-Führer im NSDAP-Gau Nordmark (Hamburg, Schleswig-Holstein) den ersten bekannten Reitersturm, vermutlich lange der einzige im ganzen Reich. 1932 gab es bereits einige Reiterstürme, deren Zweck im Überbringen von Befehlen und in der Verwendung als Meldereiter und Ordonnanz bestand. Die Ausbildung jedes SA-Reiters sollte sich zunächst darauf beschränken, "in militärischer Haltung zu Pferde zu sitzen, und sein Pferd so zu beherrschen, dass er überall hinkommt", es sollte aber auch das Überwinden kleinerer Hindernisse im Gelände, das Wegreiten aus der Abteilung sowie das Vorbeireiten an Musikzügen, Kraftwagen und Dampfwalzen beinhalten. Der Ausbau der SA-Reiterei sollte vor allem dadurch gewährleistet werden, dass die ländlichen Reitervereine erfasst und ihren Mitgliedern der Übertritt zur SA erleichtert wurde. Dazu konnten die Vereinsführer entgegen den Gepflogenheiten schon bei ihrem Übertritt in die SA zu Trupp- oder Sturmführern ernannt werden. Die Mitglieder dieser Vereine traten im Herbst 1932 verstärkt in die SA und SS über, offenbar aufInitiative der Reitervereine hin, die der Obersten SA-Führung Pläne unterbreiteten, aus ihren 60.000 Mitgliedern eine geschlossene SA-Reiterei zu bilden.1933 wurde die "Vereinigung der ländlichen Reit- und Fahrvereine Deutschlands" in die SA eingegliedert, indem ihre Mitglieder entweder einzeln oder geschlossen als Scharen, Trupps oder Stürme in die SA und SS (10% der Mitglieder) übernommen wurden. Außerdem wurde beim Generalinspekteur die Inspektion für Reit- und Fahrwesen mit Sitz in der Berliner Kurfürstenstr.114 gebildet, sie sollte die Einheiten fachlich beraten (Reiten, Schießen, Kartenlesen, Geländereiten, Findigkeitsprüfungen, theoretische Kenntnisse über die Verwendung des Pferdes) sowie Besichtigungen durchführen. Auch in Berlin und Brandenburg entwickelte sich die SA-Reiterei erst spät: erst 1932 entstand in Dahlwitz-Hoppegarten ein Reitersturm aus Bereitern und Jockeys der Trabrennbahn in Hoppegarten, etwas später Reiterstürme bei Standarte 1 (Charlottenburg), 3 (Tempelhof, Neukölln, Treptow), 4 (Prenzlauer Berg) und12 (Pankow). - Zwecks einheitlicher Ausbildung (Reiten und Fahren) aller freiwilligen Reiterverbänden (SA, SS, Hitlerjugend, Reitervereine usw) wurde durch Führer-Erlass 1935 die Stelle eines dem SA-Stabschef unterstehenden Reichsinspekteurs für Reit- und Fahrausbildung geschaffen. Im Einvernehmen mit dem Reichskriegsminister ernannte der Stabschef daraufhin den SA-Obergruppenführer Litzmann zum Reichsinspekteur. Ihm waren durch Verfügung Adolf Hitlers ab 1936 das (in der SA-Reiterei gebildete) Nationalsozialistische Reiterkorps NSRK, die Reichs-Reiterführerschule und die Reit- und Fahrausbildung auf den Ordensburgen der NSDAP unterstellt. Dem NSRK mussten sämtliche Wehrpflichtige beitreten, die den Reiterschein erwerben wollten, sowie diejenigen gedienten Volksgenossen, die sich ihre Reitfertigkeit nach der Dienstzeit erhalten wollten. Dem NSRK oblag ferner die Reitausbildung der Reserveoffiziere, Reserveoffizieranwärter sowie der Heeres-Wehrmachtbeamten. Das OKH hatte den Reichsinspekteur ermächtigt, Erhebungen für Kavalleristen des Beurlaubtenstandes anzustellen, und die Wehrersatz-Dienststellen mußten ihm oder seinen Beauftragten erforderliche Auskünfte erteilen. Sämtliche Hitlerjungen, die für die Reit- und Fahrausbildung in Frage kamen, hatten gemäß Verfügung des Reichsjugendführers in das NSRK einzutreten, verblieben aber in ihren jeweiligen HJ-Einheiten. Der Reichsinspekteur für Reit- und Fahrausbildung ließ im Einvernehmen mit den zuständigen Stellen des Heeres jährlich im Frühjahr im gesamten Reichsgebiet die Reiterschein-Prüfungen abnehmen. Der Besitz des Reiterscheines gewährleistete bei freiwilligem Eintritt in das Heer die Einstellung in den selbstgewählten Truppenteil, bei der Aushebung jedoch die bevorzugte Einstellung als Reiter oder Fahrer. (Nach "Engelbrechten, Braune Armee")

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