Erdmann
Es wurden insgesamt 11616 Einträge zu 'Erdmann' gefunden (Stand: 22.05.2012).
Sehen Sie sich die aktuell angebotenen Bücher zu 'Erdmann' an.
Erdmann, Johann Eduard,
Johann Eduard Erdmann (1805-1892), Philosoph. E. Brief mit U. ("Dr. Erdmann | Professor in Halle"). Halle a. d. S., 24. März 1855. 2 SS. auf Doppelblatt. Gr.-8°. - An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Verzeihen Sie, daß ich, ein Ihnen ganz Unbekannter, Sie mit einer Bitte belästige. Eine Zeitungsnotiz läßt mich vermuthen, daß ich durch Sie am besten Auskunft darüber bekommen kann, auf welchem Wege ich am Sichersten einen Brief nebst einer Broschüre an Herrn Dickens (Boz) kann gelangen lassen [...]". - J. E. Erdmann lehrte seit 1839 als o. Professor der Philosophie in Halle. "Der Philosophiehistoriker und Religionsphilosoph zählte sich zur rechten Seite der Hegelschen Schule. [Er] gilt als einer der wichtigsten Althegelianer, die im Gegensatz zu den Junghegelianern für die theistisch-orthodoxe Auslegung der Religionsphilosophie Hegels eintraten" (DBE). Daneben arbeitete Erdmann auch über Spinoza und Leibniz, dessen philosophische Schriften er herausgab. Seine Hauptwerke sind der "Versuch einer wissenschaftlichen Darstellung der Geschichte der neueren Philosophie" (1834-53) und der "Grundriß der Geschichte der Philosophie (1866).
Johann Eduard Erdmann (1805-1892), Philosoph. E. Brief mit U. ("Dr. Erdmann | Professor in Halle"). Halle a. d. S., 24. März 1855. 2 SS. auf Doppelblatt. Gr.-8°. - An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Verzeihen Sie, daß ich, ein Ihnen ganz Unbekannter, Sie mit einer Bitte belästige. Eine Zeitungsnotiz läßt mich vermuthen, daß ich durch Sie am besten Auskunft darüber bekommen kann, auf welchem Wege ich am Sichersten einen Brief nebst einer Broschüre an Herrn Dickens (Boz) kann gelangen lassen [...]". - J. E. Erdmann lehrte seit 1839 als o. Professor der Philosophie in Halle. "Der Philosophiehistoriker und Religionsphilosoph zählte sich zur rechten Seite der Hegelschen Schule. [Er] gilt als einer der wichtigsten Althegelianer, die im Gegensatz zu den Junghegelianern für die theistisch-orthodoxe Auslegung der Religionsphilosophie Hegels eintraten" (DBE). Daneben arbeitete Erdmann auch über Spinoza und Leibniz, dessen philosophische Schriften er herausgab. Seine Hauptwerke sind der "Versuch einer wissenschaftlichen Darstellung der Geschichte der neueren Philosophie" (1834-53) und der "Grundriß der Geschichte der Philosophie (1866).
[SW: Autograph, Manuskript, Dokument, Autographen. Abbildungen finden Sie auf unserer Webseite www.autographenhandlung.de]
Erdmann, Eduard: 2. Symphonie op. 13 (1923) Symphony No. 2 op.13,
S. 64, Eduard Erdmann (geb. Wenden (Tsezis), Lettland, 18. (julian.: 5.) März 1896 - gest. Hamburg, 21. Juni 1958) II. Symphonie op. 13 (1923) Vorwort Eduard Erdmann ist der musikalischen Welt in Erinnerung als einer der großen deutschen Pianisten, vor allem als unübertroffener Bach- und Schubert-Spieler und wegen seines grandiosen Einsatzes für die neue Musik. Den Komponisten Erdmann, der u. a. vier großartige Symphonien hinterließ, kennt man kaum (dies eine klare Parallele zu Artur Schnabel). Als Erdmann mit der Komposition seiner Zweiten Symphonie begann, hatte er die Uraufführungen zweier vorangegangener Orchesterwerke als Erfahrungsschatz im Gepäck: der 1916-19 entstandenen, Alban Berg gewidmeten I. Symphonie op. 10 (auf dem 50. Tonkünstlerfest des Allgemeinen Deutschen Musikvereins zu Weimar am 9. Juni 1920 unter Peter Raabe) und des seinem Lehrer Heinz Tiessen gewidmeten Rondos op. 9 (im Februar 1921 durch die Berliner Philharmoniker unter Arthur Nikisch). Im Hinblick auf die beiden späten Symphonien (vollendet 1947 bzw. 1951) ist die Zweite freilich noch ein Werk des Übergangs, in welchem expressionistische und romantische Elemente (Schönberg, Rudi Stephan, Strauss, Krenek, Hindemith) in einer an Tiessen geschulten Bewußtheit organischer Formung zu Eigenem verschmelzen. Erdmann vollendete die II. Symphonie am 15. August 1923 in seinem schleswig-holsteinischen Domizil zu Langballigau und widmete sie dem Freunde Ernst Krenek, dessen 1923 uraufgeführte Zweite Symphonie auch ihn tief beeindruckt hatte. Am Karfreitag, den 18. April 1924 wurde sie zu Bochum vom Städtischen Orchester unter Rudolf Schulz-Dornburg uraufgeführt. Die nächste Aufführung gab die Tschechische Philharmonie unter demselben Dirigenten am 1. Juni 1924 anläßlich des Internationalen Musikfests in Prag. Im selben Jahr erschien das Werk beim Wiener Verlag Universal Edition im Druck. Heinz Tiessen (der in Berlin wirkende bedeutende Komponist und Mentor, dem Erdmann wie später Sergiu Celibidache die entscheidende Prägung verdankte) berichtet: "Bei solchen, die personell und stilistisch zu parteimäßiger Scheidung neigen, gab es aber Enttäuschung und Protest, als Erdmann als Schluß seiner II. Symphonie eine abgeklärte, stille Streicherkadenz in G-Dur erklingen ließ." ('E. E. in seiner Zeit' in 'Begegnungen mit Eduard Erdmann', Darmstadt 1968). Dann zitiert Tiessen Adolf Weißmann vom 29. Januar 1921 über Erdmann: "Er ist die schlagendste Widerlegung von Partei, Gruppe, Richtung, Programm, die ich in meinem Streben, alle außer den Stümpern nach ihrer Facon selig werden zu lassen, heftig bekämpfe. Modern ohne Gänsefüßchen sein: das ist die Frage. Schönberg als treibende Kraft anerkennen, ohne doch Schönbergianer zu sein: dies scheint mir wichtig." Von Eduard Erdmann selbst stammt folgende, ohne illustrierende Notenbeispiele überlieferte 'Kurze Analyse der II. Symphonie': "Mit der Formulierung des ersten Einfalls der Symphonie (T. 1-4) waren für mich die zwei wichtigsten Formprobleme des Stückes gegeben. 1. Das tonale Ende in flächigem G-Dur, was die Aufgabe in sich barg, das ganze Werk daraufhin anzulegen und die Tonart allmählich immer stärker vorzubereiten. 2. Das Anfangsmotiv als die Abschnitte beschließende und die Teile voneinander trennende Konstante. Nach kurzer Einleitung (Langsam) - einer einzigen großen Steigerung - setzt das Hauptthema der Symphonie ein: Nach dessen gedrängter Exposition folgt I vertreten mit der ersten Hälfte (a) seiner Urform. Das Hauptthema in Verbindung mit dem Bestandteil (b) der ursprünglichen Gestalt des ersten Gedankens liefert das Fugenthema. Nach jähem Abbruch der Fuge auf ihrem Höhepunkt folgt starr I pp in den Holzbläsern. Der zweite Teil der Symphonie (Andante sostenuto) beginnt pp in den tiefen Streichern mit folgendem Gedanken, der in seinen Teilen vielfach verwandt wird. Gesangvoll vielstimmig hinfließend mündet die Entwicklung dieses Teils in eine auf der Verarbeitung von III (b) angelegte Steigerung, welche zu dem hymnenartigen Höhepunkt des Satzes hinleitet. Dann folgt wieder der satztrennende Gedanke. Der dritte (Scherzo-)Teil ist in freier Rondoform entworfen. Seine 3 Themen, zu den noch am Aufbau sehr beteiligt das Hauptthema des Stückes hinzukommt. Der Satz mündet in die verkürzte 'Hymne' des Höhepunkts des 2. Teils, leitet dann über das trennende I zu dem bereits entscheidend vorbereiteten G-Dur. Der Epilog der Symphonie wird tonal von den 'Rondo'-Themen beherrscht, welche als Begleitfiguren des gesangvollen Einfalls fungieren. Immer mehr und mehr auslaufend mündet die Werkcoda in die G-Dur-Umdeutung von I." Aufführungsmaterial ist vom Verlag Universal Edition, Wien (www.universaledition.com) zu beziehen. Nachdruck der Originalpartitur mit freundlicher Genehmigung der Universal Edition AG, Wien, 2002. top of page Eduard Erdmann (born Tsezis, Latvia, 18th (julian.: 5th) March 1896 - died Hamburg, 21st june 1958) Second Symphony Op. 13 (1923) Preface The musical world remembers Eduard Erdmann as one of the great German pianists, above all as an unsurpassed player of Bach and Schubert, and for his great dedication for the new music. Eduard Erdmann the composer, who among other things left four magnificent symphonies, is hardly known (this being a plain parallel to Artur Schnabel). When Erdmann started work on his Second Symphony he had the treasured experiences of the premiere performances of two previously composed orchestral works in his baggage: the 1st Symphony, op. 10, composed in 1916-19 and decicated to Alban Berg (at the 50th Tonkünstlerfest of the Allgemeiner Deutscher Musikverein in Weimar on 9 July, 1920, under Peter Raabe), and the Rondo op. 9, dedicated to his teacher Heinz Tiessen (in February 1921 by the Berlin Philharmonic under Artur Nikisch). Regarding the two later symphonies (completed in 1947 and 1951, respectively), the Second, however, is still a transitional work in which expressionistic and romantic elements (Schönberg, Rudi Stephan, Strauss, Krenek, Hindemith), trained by Tiessen's consciousness for organic shaping, melt into something of his own. Erdmann finished the 2nd Symphony on 15 August 1923 at his home in Langballigau in Schleswig-Holstein and dedicated it to his friend Ernst Krenek whose Second Symphony, premiered in 1923, had impressed him very deeply, also. It was premiered on Good Friday, 18 April 1924 in Bochum by the Municipal Orchestra under Rudolf Schulz-Dornburg. The next performance was given by the Czech Philharmonic under the same conductor on 1 July 1924 on the occasion of the International Music Festival in Prague. That same year, the work appeared in print at the Universal Edition in Vienna. Heinz Tiessen (the important Berlin composer and mentor, to whom Erdmann, like Sergiu Celibidache later, owed his fundamental stamp) reports: "From those who personally and stylistically tend to a biased separation there was disappointment and protest when Erdmann had sound a mellow, calm cadence of the strings in G Major at the end of his 2nd Symphony." ('E. E. in seiner Zeit' in 'Begegnungen mit Eduard Erdmann', Darmstadt 1968). Then Tiessen quotes Adolf Weissmann writing about Erdmann on 29 January 1921: "His is the most cogent refutation of party, group, direction, programme, which I fight violently in my pursuit of letting all be blessed according to their own fashion, excepting but the duffers. To be modern without quotation marks: that is the question. To accept Schönberg as the driving force, yet without being a Schönbergian: this seems to be important to me." Eduard Erdmann himself wrote the following 'Short analysis of the 2nd Symphony', handed down without illustrating examples from the score: "With the statement of the symphony's first idea (m. 1-4) I was given the two most important formal problems of this piece. 1. The tonal ending in a two-dimensional G Major which involved the task to direct the whole work towards it, and to prepare this tonality more and more. 2. The initial motive as a constant factor to end and separate the parts from oneanother. After a short introduction (Langsam) - one single large increase - the symphony's main theme comes in: after its compact exposition follows I with the first part (a) of its 'urform'. The main theme, connected with the constituent (b) of the original shape of the first idea provides the theme of the fugue. After the fugue's abrupt break-off at its climax, there follows I pp and motionless in the woodwinds. The second part of the symphony (Andante sostenuto) starts pp in the low strings with the following idea, parts of which are used many times. Songfully flowing in many voices, the development of this part leads to an increase, based on an elaboration of III (b) and leading to the hymn-like climax of the movement. Then follows again the idea which separates the movements. The third part (Scherzo) is cast in free rondo form. Its 3 themes, joint by the main theme which plays an important role in building the piece. The movement leads to a reduced version of the 'hymn' of the climax in the 2nd part, then leads from the separating I to the already decisively prepared G Major. The symphony's epilogue is tonally dominated by the themes of the 'Rondo' which function as accompanying figures of the songful ideas. Phasing out more and more, the work's coda leads to the G Major reinterpretation of I." For performance materials please contact the publisher Universal Edition, Vienna (www.universaledition.com).
Erdmann, Eduard: Klavierkonzert op. 15 Piano Concerto op.15,
S. 120, Eduard Erdmann (geb. Wenden (Tsezis), Lettland, 18. (julian.: 5.) März 1896 - gest. Hamburg, 21. Juni 1958) Klavierkonzert op. 15 (1928) I Allegro, ma non troppo p. 1 (ausgiebige Pause, mindestens 1 Minute) II Intermezzo. Adagio p. 68 III Rondo Finale p. 72 Vorwort Eduard Erdmann ist der musikalischen Welt in Erinnerung als einer der großen deutschen Pianisten, vor allem als unübertroffener Bach- und Schubert-Spieler und wegen seines grandiosen Einsatzes für die neue Musik. Den Komponisten Erdmann, der u. a. vier großartige Symphonien hinterließ, kennt man kaum (dies eine klare Parallele zu Artur Schnabel). Wie später Sergiu Celibidache und viele andere war er Schüler des gleichfalls als Komponisten völlig unterschätzten und seit den Jahren des Dritten Reichs verdrängten Heinz Tiessen (1887-1971), eines der großen Tonschöpfer des Berliner Expressionismus. Am 16. Dezember 1920 erschien in der Vossischen Zeitung unter dem Titel Beethoven und wir Jungen eine Art künstlerisches Bekenntnis Erdmanns, in dem er u. a. ausführt: "Bei Beethoven glauben wir das 'Ewige' vor allen Dingen in der Persönlichkeitsäußerung zu sehen. Das Leiden, Ringen, Überwinden, Entsagen des großen Menschen steht im Vordergrund unserer Aufmerksamkeit. Er war der Anfang des bewußten Individualismus in der Musik. In der Folgeentwicklung hat dieser Zug zum Individualismus die einzelnen Künstler immer mehr isoliert und vereinsamt und führte endlich zu der aphoristischen und eruptiven Ausdrucksweise, wie sie z. B. den letzten Schönberg charakterisiert. Diese Musik erfordert eine Einstellung von Seiten des Zuhörers auf einen Einzelfall, der schon kaum mehr Beziehung zur Allgemeinheit hat. Dem Persönlichkeitskult mußte eine Kunstäußerung folgen, die für den Schöpfer die größte Bedeutung hat als intimstes und persönlichstes Bekenntnis, für den Hörer aber nur bei intensivster Einstellung genießbar wird. Solche Musik der Gefühlsextrakte kennt keine Zwischenflächen, keine Vermittlungen; sie erscheint gewissermaßen unverdünnt. Diese äußerste Konsequenz des Beethovenschen Schaffens zeitigt allmählich das tagebuchartig 'expressionistische' Prävalieren jenes Schaffens-faktors, der sich von der Psyche des Schöpfers herleitet. Um Mißverständnissen vorzubeugen, sei hier bemerkt, daß nicht die Gesamtheit der fortschrittlichen musikalischen Jugend sich zu Schönberg uneingeschränkt bekennt. Ein Teil dieser Jungen, zu dem ich mich selbst zähle, fühlt wieder eine starke Wahlverwandtschaft zu jenen Meistern, die mir, wie etwa Bach, vor allem aber seine Vorgänger, wie Schütz, Buxtehude, späterhin Schubert, zuletzt vielleicht Bruckner, das 'Erformen' des musikalischen Stoffes in herrlicher Erfüllung zeigen. Bei dieser 'Es-Musik' im Gegensatz zur 'Ich-Musik' interessiert uns der psychische Anlaß ihres Entstehens so gut wie gar nicht. Ein solches Stück ist als Musik wohl empfunden, ohne daß es einen Ballast von 'allzumenschlichen' Gefühlen mit sich herumträgt. Sein Leben ist ein kosmisches. Man fühlt gewissermaßen die Ewigkeit der Materie und nicht die Vergänglichkeit des Individuums in seinem Ringen." Eduard Erdmanns Werkverzeichnis ist schmal und von erlesener Qualität. Es umfaßt nur 22 Opusnummern. darunter die vernichtete Tondichtung Am Gardasee op. 4 von 1914. Wo er ein so überragender Pianist war, erscheint es bemerkenswert, daß von ihm nur drei Werke für Klavier solo vorliegen: die 7 Bagatellen op. 5 (1912-19), die Fünf kleinen Klavierstücke op. 6 (1915-18) und der den engen Freunden Ernst und Anni Krenek gewidmete Foxtrot in C-Dur von 1923, die einzige Komposition ohne Opuszahl. Neun Jahre nach dem Lyrischen Stück 'An den Frühling' für Violine und Klavier op. 1 (1912) schrieb er 1921 eine sehr anspruchsvolle Sonate für Violine solo op. 12 für Alma Moodie. Deutlich fruchtbarer war er als Liedkomponist, und hat außerdem 1925 eine weder instrumentierte noch irgendwie an die Öffentlichkeit gelangte Operette Die entsprungene Insel op. 14 geschrieben. Der überwiegende Teil seiner Werke (das komplette Spätwerk nach dem wundervollen Streichquartett op. 17 von 1937, der einzigen Komposition, die er während des nationalsozialistischen Regimes hervorbrachte) ist orchestral. Für Klavier und Orchester hat Erdmann außer dem Klavierkonzert op. 15 noch ein am 22. Dezember 1946 in Langballigau (Schleswig-Holstein) vollendetes Konzertstück (Rhapsodie und Rondo) op. 18 komponiert, welches am 28. April 1948 in Duisburg durch den Widmungsträger Paul Baumgartner zur Uraufführung kam, der vom Städtischen Orchester Duisburg unter Georg-Ludwig Jochum begleitet wurde. Das Konzert für Klavier und Orchester op. 15 konnte Eduard Erdmann am 17. November 1928 vollenden. Er widmete es seinem Freund und Komponistenkollegen Philipp Jarnach. Zur Uraufführung brachte es der Komponist selbst am 15. Januar 1929 in Köln, begleitet vom Gürzenich-Orchester unter der Leitung von Hermann Abendroth. Weitere Aufführungen seines Konzerts konnte Erdmann bald darauf mit den Dirigenten Otto Klemperer (Berliner Staatskapelle, Symphoniekonzert in der Kroll-Oper am 3. Oktober 1929) und Bruno Walter geben. Neunzehn Jahre nach der Uraufführung, am 14. Januar 1948, schrieb Erdmann an seinen Lehrer und Freund Heinz Tiessen: "Für das Klavierkonzert, das Du seinerzeit in Berlin hörtest, kann ich heutzutage nur noch wenig Zuneigung aufbringen, wiewohl es mich in formaler, stellenweise auch in struktureller Hinsicht, dann durch das manifestierte Talent, sowie vor allem in seiner Instrumentation verblüfft." Eduard Erdmanns Klavierkonzert op. 15 war im Dritten Reich geächtete Musik und ist, obwohl es doch für neugierige Pianisten interessant sein müßte, auch danach vollkommen in der Versenkung verschwunden geblieben. Der Mangel an Erfolg dürfte wohl auch der Hauptgrund dafür sein, daß die Universal Edition das Werk zwar 1930 in den Verlag nahm und auch noch eine Stichvorlage ausschreiben ließ, es dann aber nicht im Druck veröffentlichte. Der hier vorgelegte Partitur-Erstdruck wurde durch die außerordentliche Kooperationsbereitschaft des Verlags Universal Edition ermöglicht, der uns die auf Transparentpapier geschriebene originale Stichvorlage zur Verfügung stellte. Hoffen wir, daß unser Eintreten für Eduard Erdmanns Musik dieser zu weiter Verbreitung und womöglich Beliebtheit verhilft. Christoph Schlüren, März 2003 Aufführungsmaterial ist vom Verlag Universal Edition, Wien (www.universaledition.com) zu beziehen. Nachdruck mit freundlicher Genehmigung der Universal Edition AG, Wien, 2003. top of page Eduard Erdmann (b. Tsezis, Latvia, 18th (julian.: 5th) March 1896 - d. Hamburg, 21st June 1958) Piano Concerto Op. 15 (1928) I Allegro, ma non troppo p. 1 (long interval, lasting for at least 1 minute) II Intermezzo. Adagio p. 68 III Rondo Finale p. 72 Preface The musical world remembers Eduard Erdmann as one of the great German pianists, above all as an unsurpassed player of Bach and Schubert, and for his great dedication to the new music. Eduard Erdmann the composer, who among other things left four magnificent symphonies, is hardly known (this being a clear parallel to Artur Schnabel). Like Sergiu Celibidache and many others after him, Erdmann was a pupil of Heinz Tiessen (1887-1971), one of the great musicians of Berlin Expressionism who has been suppressed since the years of the Third Reich and entirely undervalued as a composer. On 16 December 1920 there appeared in the Vossische Zeitung under the title of Beethoven and We Youths a kind of artistic confession of Erdmann, in which amongst other things he declared: "Through Beethoven we believe we see the 'Eternal' above all in expressions of personality. The suffering, struggles, conquests and renunciations of great men stand in the foreground of our attention. He was the beginning of conscious individualism in music. As a consequence this movement towards individualism left the lone artist ever more isolated and abandoned, and eventually led to the aphoristic and eruptive means of expression lately cha...
Schott, Erdmann - Wort und Gemeinde. Festschrift für Erdmann Schott zum 65. Geburtstag; in: Aufsätze und Vorträge zur Theologie und Religionswissenschaft, herausgegeben von Erdmann Schott und Hans Urner; Berlin, Evangelische Verlagsanstalt 1967.
Aus der Bibliothek Prof. Dr. Erdmann Schott. / Band in gutem Zustand. -
143 Seiten, Gr. 8° (23 x 15,5 cm), Orig.-Pappeinband.
[SW: Schott, Erdmann - Wort und Gemeinde. Festschrift für Erdmann Schott zum 65. Geburtstag; Biographien & personene, Festschriften]



