Erich Maria Remarque

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Remarque, Erich Maria: Schatten im Paradies. Roman. München, Droemer Knaur Verlag, 1971. ISBN: 3426089963
Guter Zustand. Erich Maria Remarques letzter Roman "Schatten im Paradies", der unmittelbar anschließt an "Die Nacht von Lissabon", erzählt die Geschichte des deutschen Journalisten Robert Ross, der vor den Nazis nach New York flieht, aber auch im "Paradies" dieser amerikanischen Metropole nicht mehr heimisch werden kann. - Remarque, Erich Maria (eig. E. Paul Remark), *22.6.1898 Osnabrück, 25.9.1970 Locarno. Der Sohn eines Buchbinders besuchte das Lehrerseminar und kam 1916 von der Schulbank an die Front. Er war nach dem 1.Weltkrieg Junglehrer und lange Zeit Sportjournalist. 1929 wurde er über Nacht durch seinen - bereits 1930 verfilmten - Roman Im Westen nichts Neues weltberühmt. Die "Vossische Zeitung" brachte 1928 Vorabdrucke, und innerhalb von 18 Monaten wurde eine Auflage von 3,5 Millionen erreicht. Der Roman war sofort Gegenstand erbitterter politischer Auseinandersetzungen. Für die einen war es die nüchterne, ehrliche Beschreibung des Kriegswahnsinns, für die anderen ein bewußtes Anti-Kriegsbuch, eine Beleidigung der Frontsoldaten. Die Geschichte vom Leben und Sterben des 19jährigen Paul Bäumer und seiner Kameraden muß als bewußte Anklage gegen den Krieg verstanden werden. Die Figur des Unteroffiziers Himmelstoß wurde zur Symbolgestalt für sinnlosen Drill. 1933 haben die Nazis die Bücher von R. öffentlich verbrannt. Er hatte aber schon 1929 Deutschland verlassen, lebte ab 1931 in Ascona und siedelte 1939 nach New York über, wo er die amerikanische Staatsbürgerschaft annahm. Nach 1945 in New York und der Schweiz lebend. - Mit dem amerikanischen Bestseller Arc de Triomphe erzielte R. seinen zweiten Welterfolg. Der Emigranten-Roman spielt in Paris in den Jahren 1938/39. Ein deutscher Frauenarzt, aus der Gestapo-Haft geflüchtet, schlägt sich in Paris durch, trifft zufällig auf einem Boulevard seinen Peiniger aus dem KZ und ermordet ihn. Die später geschriebenen Romane R.s haben den 2.Weltkrieg als Thema. Hier fehlte R. freilich die Möglichkeit, aus den eigenen Erfahrungen zu schöpfen. - 1963 J.-Möser-Medaille Osnabrück, 1967 Gr. Bundesverdienstkreuz, 1968 Ehrenbürger von Ascona. Korrespondierendes Mitglied der Dt. Akademie f. Sprache und Dichtkunst. Autorenlexikon/Systhema Guter Zustand. - Erich Maria Remarque, eigentlich Erich Paul Remark (* 22. Juni 1898 in Osnabrück; 25. September 1970 in Locarno), war ein deutsch-amerikanischer Schriftsteller, der die Schweiz als seine Wahlheimat betrachtete. Seine hauptsächlich pazifistisch geprägten Romane, in denen er die Grausamkeit des Krieges thematisiert, finden bis heute große Verbreitung. Bereits zu Beginn der NS-Herrschaft emigrierte der durch sein Hauptwerk, den 1928 erstmals erschienenen, 1930 in Hollywood verfilmten Antikriegsroman Im Westen nichts Neues, bereits weltberühmte Autor in die Schweiz. Seine Arbeiten wurden in Deutschland als "schädliches und unerwünschtes Schrifttum"[1]verboten, 1933 öffentlich verbrannt, die deutsche Staatsbürgerschaft wurde ihm 1938 aberkannt. In den USA fand er Aufnahme, bekam die amerikanische Staatsbürgerschaft und Anerkennung als Schriftsteller. ... Werdegang als Schriftsteller: Sein Erstlingswerk, der Jugendroman Die Traumbude (1920), war ein Misserfolg. Remarque schlug sich in der Weimarer Republik unter anderem als Agent für Grabsteine und Organist im "Irrenhaus" durch (verarbeitet in Der schwarze Obelisk, zuerst 1956 veröffentlicht). Schließlich war er Zeitungsredakteur, unter anderem beim Osnabrücker Tageblatt, für das er ab März 1921 arbeitete, der "Echo-Continental" (Werkszeitung des gleichnamigen Reifenherstellers) aus Hannover (1922) und der "Sport im Bild" aus Berlin (1924). Für Continental verfasste er auch Werbetexte, darunter mehrere Folgen einer Comic-Serie namens Die Contibuben, die er mit "E.M.R." signierte und zu der Hermann Schütz die Zeichnungen beisteuerte. Während seiner Zeit in Hannover wurden etwa 100 kürzere Prosatexte Remarques in diversen Tages- und Wochenzeitungen veröffentlicht. Bereits im Jahr 1921 ist die gelegentliche Verwendung des Künstlernamens "Remarque" belegt. Den zweiten Vornamen "Maria" verwendete er ab November 1922. Seit 1924 nannte er sich nur noch "Remarque". Diese französische Schreibweise des Familiennamens hatte sein Großvater im 19. Jahrhundert aufgegeben. In seinem 1928 für die Vossische Zeitung geschriebenen Fortsetzungsroman Im Westen nichts Neues verarbeitete er neben eigenen Erfahrungen vorwiegend die Erzählungen verwundeter Soldaten, die er im Lazarett kennengelernt hatte. Der Roman machte Erich Maria Remarque bald nach seinem Erscheinen als Buch (1929) und der Hollywood-Verfilmung durch Lewis Milestone (1930) weltbekannt. Dem schon damals verbreiteten Missverständnis, der Roman beruhe im Wesentlichen auf eigenen Erlebnissen des Verfassers, traten Verlag und Autor aus Werbegründen nicht ernsthaft entgegen. In dieser Zeit lernte Remarque den Drehbuchautor und Dramatiker Karl Gustav Vollmoeller kennen. Ihre Bekanntschaft vertiefte sich in der Zeit von Remarques Exil nach 1933. Vollmoeller widmete ihm als Ausdruck seiner Sympathie sein während des Ersten Weltkriegs geschriebenes Gedicht Ypern.[3] Im Jahr 1931 wurde Remarque für sein Werk Im Westen nichts Neues für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen. Der Deutsche Offizier-Bund (DOB) protestierte gegen diese Nominierung mit der Begründung, dass der Roman die deutsche Armee und deren Soldaten verunglimpfe.[4] ... Aus: wikipedia-Erich_Maria_Remarque , ISBN-13: 9783426089965

51. - 75. Tausend. 399 Seiten. 21,5 cm. Schwarzes Originalleinen mit einer roten Bauchbinde.

[SW: Amerikanische Politik, Deutsche Literatur der 70 er Jahre, Americana, Amerikanistik, Amerikanische Soziologie, Amerikanische Literatur, Amerika, Amerikanische Geschichte, Amerikaner, Amerikanerin, Amerikanische Gesellschaft, Amerika / Soziale Verhältnisse / Zeitgeschichte, Literaturtheorie, Germanistik, Literaturkritik, Literaturgattungen, Literaturepochen, Literaturrezeption, Deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft, Literaturgeschichte, Literaturwissenschaften]

Details

Remarque, Erich Maria: Im Westen nichts Neues. Roman. Mit einem Nachwort von Tilman Westphalen. - (=KiWi 494). Köln : Kiepenheuer und Witsch Verlag, 1998. ISBN: 346202731X
Sehr guter Zustand. Minimal gewellt. Besitzername auf dem Vorsatz. "Einer der in aller Welt meistgelesenen, meistübersetzten, meistverfilmten und meistgeschätzten deutschen Autoren des 20. Jahrhunderts". (Hermann Kesten) Erich Maria Remarque - wer denkt da nicht unwillkürlich an "Im Westen nichts Neues"? Im Gesamtwerk des Autors gibt es aber neben den vertrauten noch zahlreiche unbekannte oder vergessene Seiten neu- und wiederzuentdecken. "Remarque hat - wie Hemingway - die seltene Fähigkeit, Texte zu schreiben, die zugleich populär und echte Kunstwerke sind, und die es verstehen, eine Generation zu verkörpern." (Times Magazine) "Seine Sache war es, unterhaltsame und spannende Romane zu schreiben. Und er bewies der Welt, daß er alles könnte, was er wollte." (Marcel Reich-Ranicki). - Erich Maria Remarque, eigentlich Erich Paul Remark (* 22. Juni 1898 in Osnabrück; 25. September 1970 in Locarno), war ein deutsch-amerikanischer Schriftsteller, der die Schweiz als seine Wahlheimat betrachtete. Seine hauptsächlich pazifistisch geprägten Romane, in denen er die Grausamkeit des Krieges thematisiert, finden bis heute große Verbreitung. Bereits zu Beginn der NS-Herrschaft emigrierte der durch sein Hauptwerk, den 1928 erstmals erschienenen, 1930 in Hollywood verfilmten Antikriegsroman Im Westen nichts Neues, bereits weltberühmte Autor in die Schweiz. Seine Arbeiten wurden in Deutschland als "schädliches und unerwünschtes Schrifttum"[1]verboten, 1933 öffentlich verbrannt, die deutsche Staatsbürgerschaft wurde ihm 1938 aberkannt. In den USA fand er Aufnahme, bekam die amerikanische Staatsbürgerschaft und Anerkennung als Schriftsteller. ... Werdegang als Schriftsteller: Sein Erstlingswerk, der Jugendroman Die Traumbude (1920), war ein Misserfolg. Remarque schlug sich in der Weimarer Republik unter anderem als Agent für Grabsteine und Organist im "Irrenhaus" durch (verarbeitet in Der schwarze Obelisk, zuerst 1956 veröffentlicht). Schließlich war er Zeitungsredakteur, unter anderem beim Osnabrücker Tageblatt, für das er ab März 1921 arbeitete, der "Echo-Continental" (Werkszeitung des gleichnamigen Reifenherstellers) aus Hannover (1922) und der "Sport im Bild" aus Berlin (1924). Für Continental verfasste er auch Werbetexte, darunter mehrere Folgen einer Comic-Serie namens Die Contibuben, die er mit "E.M.R." signierte und zu der Hermann Schütz die Zeichnungen beisteuerte. Während seiner Zeit in Hannover wurden etwa 100 kürzere Prosatexte Remarques in diversen Tages- und Wochenzeitungen veröffentlicht. Bereits im Jahr 1921 ist die gelegentliche Verwendung des Künstlernamens "Remarque" belegt. Den zweiten Vornamen "Maria" verwendete er ab November 1922. Seit 1924 nannte er sich nur noch "Remarque". Diese französische Schreibweise des Familiennamens hatte sein Großvater im 19. Jahrhundert aufgegeben. In seinem 1928 für die Vossische Zeitung geschriebenen Fortsetzungsroman Im Westen nichts Neues verarbeitete er neben eigenen Erfahrungen vorwiegend die Erzählungen verwundeter Soldaten, die er im Lazarett kennengelernt hatte. Der Roman machte Erich Maria Remarque bald nach seinem Erscheinen als Buch (1929) und der Hollywood-Verfilmung durch Lewis Milestone (1930) weltbekannt. Dem schon damals verbreiteten Missverständnis, der Roman beruhe im Wesentlichen auf eigenen Erlebnissen des Verfassers, traten Verlag und Autor aus Werbegründen nicht ernsthaft entgegen. In dieser Zeit lernte Remarque den Drehbuchautor und Dramatiker Karl Gustav Vollmoeller kennen. Ihre Bekanntschaft vertiefte sich in der Zeit von Remarques Exil nach 1933. Vollmoeller widmete ihm als Ausdruck seiner Sympathie sein während des Ersten Weltkriegs geschriebenes Gedicht Ypern.[3] Im Jahr 1931 wurde Remarque für sein Werk Im Westen nichts Neues für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen. Der Deutsche Offizier-Bund (DOB) protestierte gegen diese Nominierung mit der Begründung, dass der Roman die deutsche Armee und deren Soldaten verunglimpfe.[4] ... Aus: wikipedia-Erich_Maria_Remarque , ISBN-13: 9783462027310

3. Auflage. 218 Seiten. 19 cm. Taschenbuch. Kartoniert.

[SW: Belletristik, Kriegsroman, Erster Weltkrieg Deutsch, Krieg, Frieden, Militär, Waffen, Deutsche Geschichte des 20. Jahrhunderts, Krieg, Deutsche Literatur der Weimarer Republik, Soldatenleben, Verfilmte Literatur, Kriegsgeschichte, Solidarität, Kriegsgreuel, Deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft, Deutsche Literatur der zwanziger Jahre, Soldatentum, Deutsche Literatur der 20er Jahre, Kriegsausbruch, Soldaten, Soldat, Kriegführung, Kriegsbilder, Soldatengeschichten, Literaturtheorie, Germanistik, Literaturkritik, Literaturgattungen, Literaturepochen, Literaturrezeption, Literaturgeschichte, Literaturwissenschaften, Filmkritiken, Filmkunst, Filmpublikum, Cineasten, Filmliteratur, Kino, Filmschauspieler, Film, Filme, Filmliteratur, Filmdrehbücher, Filmbuch, Verfilmte Literatur, Filmromane, Filmschauspielerin, Filmschauspieler, Filmliteratur, Filmvorlage, Filmgeschichte]

Details

Remarque, Erich Maria: Zeit zu leben und Zeit zu sterben. Roman. Köln, Lingen Verlag, ohne Jahresangabe, ca. 1965.
Guter Zustand. Aus dem Klappentext: In diesem Roman, der das Urlaubserlebnis eines jungen deutschen Soldaten aus dem letzten Weltkrieg), schildert, erzählt Erich Maria Remarque die Geschichte einer Liebe, die im Strom des deutschen Zeitschicksals Erfüllung findet. Der Soldat Ernst Graeber erhält seinen Urlaub in einer Zeit, in der die deutschen Armeen im Osten einen letzten, ohnmächtigen Versuch machen, den drohenden Zusammenbruch abzuwenden. Vor ihm liegen drei herrliche, drei großartige, drei entsetzlich kurze Wochen der Freiheit ... . - Erich Maria Remarque, eigentlich Erich Paul Remark (* 22. Juni 1898 in Osnabrück; 25. September 1970 in Locarno), war ein deutsch-amerikanischer Schriftsteller, der die Schweiz als seine Wahlheimat betrachtete. Seine hauptsächlich pazifistisch geprägten Romane, in denen er die Grausamkeit des Krieges thematisiert, finden bis heute große Verbreitung. Bereits zu Beginn der NS-Herrschaft emigrierte der durch sein Hauptwerk, den 1928 erstmals erschienenen, 1930 in Hollywood verfilmten Antikriegsroman Im Westen nichts Neues, bereits weltberühmte Autor in die Schweiz. Seine Arbeiten wurden in Deutschland als "schädliches und unerwünschtes Schrifttum"[1]verboten, 1933 öffentlich verbrannt, die deutsche Staatsbürgerschaft wurde ihm 1938 aberkannt. In den USA fand er Aufnahme, bekam die amerikanische Staatsbürgerschaft und Anerkennung als Schriftsteller. ... Werdegang als Schriftsteller: Sein Erstlingswerk, der Jugendroman Die Traumbude (1920), war ein Misserfolg. Remarque schlug sich in der Weimarer Republik unter anderem als Agent für Grabsteine und Organist im "Irrenhaus" durch (verarbeitet in Der schwarze Obelisk, zuerst 1956 veröffentlicht). Schließlich war er Zeitungsredakteur, unter anderem beim Osnabrücker Tageblatt, für das er ab März 1921 arbeitete, der "Echo-Continental" (Werkszeitung des gleichnamigen Reifenherstellers) aus Hannover (1922) und der "Sport im Bild" aus Berlin (1924). Für Continental verfasste er auch Werbetexte, darunter mehrere Folgen einer Comic-Serie namens Die Contibuben, die er mit "E.M.R." signierte und zu der Hermann Schütz die Zeichnungen beisteuerte. Während seiner Zeit in Hannover wurden etwa 100 kürzere Prosatexte Remarques in diversen Tages- und Wochenzeitungen veröffentlicht. Bereits im Jahr 1921 ist die gelegentliche Verwendung des Künstlernamens "Remarque" belegt. Den zweiten Vornamen "Maria" verwendete er ab November 1922. Seit 1924 nannte er sich nur noch "Remarque". Diese französische Schreibweise des Familiennamens hatte sein Großvater im 19. Jahrhundert aufgegeben. In seinem 1928 für die Vossische Zeitung geschriebenen Fortsetzungsroman Im Westen nichts Neues verarbeitete er neben eigenen Erfahrungen vorwiegend die Erzählungen verwundeter Soldaten, die er im Lazarett kennengelernt hatte. Der Roman machte Erich Maria Remarque bald nach seinem Erscheinen als Buch (1929) und der Hollywood-Verfilmung durch Lewis Milestone (1930) weltbekannt. Dem schon damals verbreiteten Missverständnis, der Roman beruhe im Wesentlichen auf eigenen Erlebnissen des Verfassers, traten Verlag und Autor aus Werbegründen nicht ernsthaft entgegen. In dieser Zeit lernte Remarque den Drehbuchautor und Dramatiker Karl Gustav Vollmoeller kennen. Ihre Bekanntschaft vertiefte sich in der Zeit von Remarques Exil nach 1933. Vollmoeller widmete ihm als Ausdruck seiner Sympathie sein während des Ersten Weltkriegs geschriebenes Gedicht Ypern.[3] Im Jahr 1931 wurde Remarque für sein Werk Im Westen nichts Neues für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen. Der Deutsche Offizier-Bund (DOB) protestierte gegen diese Nominierung mit der Begründung, dass der Roman die deutsche Armee und deren Soldaten verunglimpfe.[4] ... Aus: wikipedia-Erich_Maria_Remarque

Lizenzausgabe. 362 (2) Seiten. Schutzumschlag: Roberto Patelli. 20,8 cm. Grünes Leinen mit Kopffarbschnitt und Schutzumschlag.

[SW: Deutsche Literatur des 20. Jahrhunderts, Deutsche Literatur der 50-er Jahre, Literaturtheorie, Germanistik, Literaturkritik, Literaturgattungen, Literaturepochen, Literaturrezeption, Deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft, Literaturgeschichte, Literaturwissenschaften, Militärwesen, Militär, Krieg, Soldatenleben, Militarismus, Kriegsgeschichte, Geschichte, Historische Hilfswissenschaften, Strategie, Strategien, Soldatentum, Soldaten, Kriegswirtschaft, Schlacht, Feldzug, Schlachten, Krieg, Militaria, Urlaub]

Details

Remarque, Erich Maria: Der schwarze Obelisk. Geschichte einer verspäteten Jugend. Roman. Schutzumschlag und Einband von Werner Labbe. Büchergilde Gutenberg (Lizenz des Verlags Kiepenheuer & Witsch) Lizenzausgabe 1958 Frankfurt am Main
470S. 8°

Leinen Fadengehefteter, geprägter Ganzleineneinband mit Farbkopfschnitt, geprägter Deckelvignette und illustriertem Schutzumschlag. Der Umschlag leicht knickig, angerändert sowie an den Rändern mit einigen kleinen Ein- bzw. Ausrissen, das Buch selbst in rundum guter Erhaltung. Der schwarze Obelisk ist ein Zwischenkriegs-Roman von Erich Maria Remarque, der von den jungen Menschen handelt, die den Ersten Weltkrieg überlebt haben, und nun mit dem Leben nicht mehr normal zurechtkommen, oder wie es der Untertitel auch andeutet: Geschichte einer verspäteten Jugend. Der schwarze Obelisk ist thematisch eine Fortsetzung von Im Westen nichts Neues und Der Weg zurück, mit dem Unterschied, dass die Personen den Krieg überlebt haben. Ansonsten wird das Thema der jungen Soldaten aus dem Ersten Weltkrieg, welche ihrer Jugend beraubt wurden, weitergeführt. Der Roman erschien erstmals 1956. Der Roman handelt vom Ich-Erzähler Ludwig Bodmer im Jahre 1923 zur Zeit der Inflation in Deutschland in der Stadt Werdenbrück. Ludwig ist Grabsteinverkäufer und spielt gelegentlich im Irrenhaus der Stadt Orgel, wo er sich oft mit der persönlichkeitsgespaltenen Genevieve Terhoven trifft, die sich meistens für Isabelle hält, eine liebenswürdige, verträumte, mystische Frau. Obwohl sie Ludwig Rolf, Rudolf, seltener auch Raoul nennt, liebt er sie doch auf eine jedoch verhaltene, platonische Art und Weise. Seinen Beruf als Grabsteinverkäufer betreibt er mit einer gehörigen Portion Sarkasmus, die er sich im Krieg angeeignet hat. Der Erste Weltkrieg ist tief in den Personen verankert, die oft über ihre Erlebnisse sprechen. Mit seinem Chef Georg Kroll führt Ludwig das Geschäft, das durch die galoppierende Inflation immer schwieriger wird. Der schwarze Obelisk reflektiert auch die Tricks, mit denen sich die Menschen ein Überleben sichern. So suchen sich manche Frauen reiche und erfolgreiche Männer zum Heiraten. Das führt bei Ludwig zu Verwirrung und Eifersucht, als er "seine" Gerda an den Restaurantbesitzer Knobloch "verliert". Diesen nehmen Ludwig und Georg Kroll mit Essmarken aus, die sie auf Vorrat gekauft haben. Da die Essmarken mit der Zeit kaum mehr Wert haben, treiben sie ihn so jedes Mal zur Weißglut. Ein wichtiger Aspekt des Romans ist der aufkommende Nationalsozialismus, der besonders von einem Kriegerverein gepredigt wird, der kurz nach dem Krieg pazifistisch war, sich im Verlauf der Zeit aber stark nationalistisch ausgerichtet hat. Gegen Ende des Buches tritt Ludwig eine Stelle bei einer Zeitung an und wird mit 200 Roggenmark (eine getreidegedeckte Währung, im Jahr 1923 als mögliche Alternative zur Rentenmark diskutiert, aber verworfen) im Monat bezahlt, nachdem im Verlauf des Buches der Wert der Papiermark von 30.000 pro Dollar auf 1 Billion gesunken ist. Das letzte Kapitel ist ein Ausblick auf die Zukunft der Figuren im Roman. Ludwig Bodmer sieht keinen der Mitspieler wieder, da sie umkommen, meist im Zweiten Weltkrieg oder in Konzentrationslagern. Das Symbol des Romans ist ein Grabstein aus einem schwarzen, glänzend polierten Mikrogabbro, bezeichnenderweise "SS" genannt (fälschlicherweise wurde dieser Naturstein wegen seiner Härte als Granit bezeichnet und in Deutschland als Schwarz-Schwedisch bekannt mit "SS" abgekürzt). Der Obelisk wird einerseits in Rezensionen als warnender Finger, der in den Himmel gegen die drohende Aufrüstung der Bundesrepublik in den ausgehenden 1950er Jahre erhebt, interpretiert. Andererseits sind die schwarzen Obelisken seit der Gründerzeit als hochglänzende Massenware auf Gräbern des reichen Bürgertums aufgestellt worden und wurden als ein Symbol der Reaktion gewertet. Wie kritisch dies Remarque beleuchtet, zeigt sich daran, dass der rechtssorientierte Feldwebel a.D. Knopf am schwarzen Obelisken "sein Wasser abschlägt" und wie verkommen die Gesellschaft ist, verdeutlicht er bildhaft, als dieser Stein an eine Bordellbesitzerin verkauft wird. Die Romanfigur Ludwig Bodmer weist viele Element aus dem Leben von Erich Maria Remarque auf. So waren beide nach dem Ersten Weltkrieg für kurze Zeit Volksschullehrer, verkauften Grabsteine und waren Organist in einem Irrenhaus. Die fiktive Stadt Werdenbrück entspricht in den meisten Details der Stadt Osnabrück, in der Remarque geboren wurde und seine Jugend verbrachte. Außerdem versucht sich Ludwig als Dichter, jedoch nicht sehr erfolgreich. Erich Maria Remarque, eigentlich Erich Paul Remark (* 22. Juni 1898 in Osnabrück; 25. September 1970 in Locarno), war ein deutsch-amerikanischer Schriftsteller, der die Schweiz als seine Wahlheimat betrachtete. Seine hauptsächlich pazifistisch geprägten Romane, in denen er die Grausamkeit des Krieges thematisiert, finden bis heute große Verbreitung. Bereits zu Beginn der NS-Herrschaft emigrierte der durch sein Hauptwerk, den 1928 erstmals erschienenen, 1930 in Hollywood verfilmten Antikriegsroman Im Westen nichts Neues, bereits weltberühmte Autor in die Schweiz. Seine Arbeiten wurden in Deutschland als "schädliches und unerwünschtes Schrifttum" verboten und 1933 öffentlich verbrannt. Die deutsche Staatsbürgerschaft wurde ihm 1938 aberkannt. In den USA fand er Aufnahme, bekam die amerikanische Staatsbürgerschaft und Anerkennung als Schriftsteller.

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