Euripides
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Steiger, Hugo: Euripides. Seine Dichtung und seine Persönlichkeit. Leipzig: Dieterich'sche Verlagsbuchh., 1912.
Vorsätze etwas fleckig, Titelblatt mit Besitzerstempel, insgesamt aber sehr schönes Ex. - Das Erbe der Alten, Heft V. - Inhalt. // Einleitung. I. Euripides und das Problem der Entsühnung des Orestes. <EIektra,- tauris die Iphigenie; Orestes). II. Euripides und die Schicksatstragödie. (Die Phönizierinnen). III. Der Herakles des Euripides. IV. Euripides und Homer. <Die Troerinnen/ die aulische Iphigenie/ Hekabe, Andromadie,- Helena,- der Cyklop; Rhesos). V. Euripides und Athen. <Die Herakliden,- die Hiketiden,- Ion). VI. Die Frauentragödien. <Alkestis/ Medea,- Hippolytos) VII. Die Bacchen. - Den Sokrates und den Euripides hat die attische Komödie unauslöschlichem Gelächter preisgegeben. Damit hat sie beiden den guten Namen bei Mit- und Nachwelt sdvwer geschädigt. Beide verfolgt sie mit der Anklage, sie seien Sittenverderber. Was den Euripides anlangt, von dem allein hier die Rede sein soll, so urteilt Aristophanes darin freilidi ganz richtig, daß er in ihm den gefährlichsten Feind der "guten alten Zeit" erkennt. Bitter Unredit tut er ihm aber, indem er ihm ein falsdies, ein egoistisdies Motiv untersdiiebt, nämlich das Haschen nadi der Gunst des Publikums, nadi Popularität. Davon kann bei Euripides keine Rede sein. Er strebte immer nadi dem reinsten und höchsten Ziele, nach der Wahrheit. Roman Woerner nennt im Vorwort zum zweiten Bande seines Werkes über Henrik Ibsen diesen den Genius der Aufrichtigkeit. Dies Wort gilt auch von unserem Dichter. Wenn man in Büchern liest, die von dem Dichter und Denker Ibsen handeln, so kann es einem auffallen, daß nicht wenige dieser Erörterungen ohne weiteres oder mit geringen Änderungen auch auf Euripides als Dichter und Denker passen würden. Wenn man ferner die Reden oder Briefe Ibsens liest, so denkt man nicht selten: so hätte auch Euripides sich über seinen Dichterberuf, über sein Publikum, über seine Werke aussprechen können. Diese Wahrnehmung gilt es zu benützen. Henrik Ibsen soll uns dazu behilflich sein den Menschen Euripides in seinen Dramen zu suchen. Ihn zu finden tut uns sehr not, denn die Dramen des Euripides gehören nicht zu den Kunstwerken, die in ruhiger Klarheit und Sdiönheit so verlockend oder in gewaltiger Größe so erschütternd zu uns sprechen, daß wir über dem Werke den Schöpfer vergessen, sie sind vielmehr, soweit sie uns erhalten sind, fast alle Tendenzdichtung. Das Streben und Wollen des Dichters, die Probleme, die ihn bewegten, seine Persönlichkeit gilt es also zu erkennen, wenn wir seine Dichtung verstehen wollen. (Vorwort). -
VI; 124 S., gebundene Ausgabe.
[SW: Euripides, Griechische Literatur, Dichtung, Altertum, Antike, Tragödie]
EURIPIDES. [Greek text] Tragoediae septendecim [=18], ex quibus quaedam habent commentaria. & sunt hae. Hecuba Orestes Phoenissae Medea Hippolytus Alcestis Andromache Supplices Iphigenia in Aulide Iphigeniae in Tauris Rhesus Troades Bacchae Cyclops Heraclide Helena Ion. Venice, Aldus Manutius, February 1503.
The"rare" (Renouard) and "exceptionally important" (Lowry) <I>editio princeps</I> of the eighteen plays of Euripides. Euripides (ca. 480-406 BC) was the last of the three great tragedians of classical Athens, the other two being Aeschylus and Sophocles. Ancient scholars thought that Euripides had written ninety-two plays, although four of those were probably written by Critias. Eighteen of Euripides' plays have survived complete. It is now widely believed that what was thought to be a nineteenth, <I>Rhesus</I>, was probably not by Euripides. Fragments, some of them substantial, of most of the other plays also survive. More of his plays have survived than those of Aeschylus and Sophocles together, partly because of the chance preservation of a manuscript that was probably part of a complete collection of his works in alphabetical order. Euripides is known primarily for having reshaped the formal structure of traditional Attic tragedy by showing strong women characters and smart slaves, and by satirizing many heroes of Greek mythology. His plays seem modern by comparison with those of his contemporaries, focusing on the inner lives and motives of his characters in a way previously unknown to Greek audiences.This very first edition ever of his plays certainly assured the survival of the greater part of Greek history and drama. Only four tragedies had been printed previously: in 1496, in Florence by J. Lascaris.In his preface to Demetrius Chalcondylas on the verso of the title of vol. 1, Aldus surprisingly mentions the number of copies printed of his classical 8vo editions: he prints normally ca. 1000 copies! One of these copies was undoubtedly also among the very suggestive collection of Greeks books which Thomas More made his hero Raphael give to the Utopians: Plato Aristotle, Theophrastus, Plutarch, Homer, Aristophanes, Sophocles and Euripides; all Aldine editions (Lowry, p. 262).This edition contains the plays in the following order: <I>Hecuba </I>(c. 424 BC), <I>Orestes</I> (408 BC), <I>Phoenician Women </I>(c. 410 BC), <I>Medea</I> (431 BC),<I> Hippolytus</I> (428 BC),<I> Alcestis </I>(438 BC), <I>Andromache</I> (c. 425 BC), <I>The Suppliants</I> (c. 423 BC), <I>Iphigeneia at Aulis</I> (405 BC), <I>Iphigeneia in Tauris</I> (c. 414 BC), the spurious<I> Rhesus</I>, <I>Trojan Women</I> (415 BC), <I>Bacchae</I>, the Satyr play <I>Cyclops</I>, <I>Heracleidae</I> (c. 430 BC), <I>Helen </I>(412 BC), <I>Ion</I> (c. 414 BC), and, although not mentioned on the title-page, added at the end of volume 2 the <I>Hercules furens</I>. Not included in this edition was <I>Electra.</I>
Quire NN misbound; some occasional water stains, a few single wormholes skilfully mended. Good set with wide margins containing 16th-century scholarly Greek annotations on the first ca. 100 ll.
<I>Adams E-1030; Ahmanson-Murphy 55/1 & 55/2; Hoffmann II, 68; Renouard, p. 43, nr. 10; UCLA 69; STC Italian p. 239; cf. Lowry, The world of Aldus Manutius, p. 142, 145, 151, 262.</I>
16th Century; Greek & Latin; Printing [Greek];Venice; Literary History, Classics; Aldus Manutius
2 volumes. 8vo. Limp vellum: leaves from a sixteenth-century Spanish manuscript with a large decorated initial painted in blue, red and gold with white pen flourishes on the front cover of the first volume, blue painted edges. With the famous printer's device of Aldus on the last leaf of both volumes, printed throughout in Aldus' beautiful Greek characters. [268]; [190] ll.
Euripides: Troerinnen. Klassiker der Weltliteratur. Offenburg, Mainz: Lehrmittel-Vlg. / "Les belles lettres", Paris, 1947.
Ex. etwas gebräunt. - Text in Griechisch. - Eine Stelle bei Aelian gibt uns über die Aufführung der Troerinnen wertvolle Aufschlüsse. Damit wird der Verlust der Hypothesis des Aristophanes von Byzanz teilweise wieder ausgeglichen. "Während der 91. Olympiade fand ein Wettstreit zwischen Xenokles und Euripides statt. Xenokles gewann den ersten Preis mit den Werken Oedipus, Lycaon, Bacchantinnen und Athamas, einem Satyrspiel. Euripides erhielt den zweiten Preis mit den Werken Alexandros, Palamedes, Troerinnen und dem Satyrspiel Sisyphos. Welch eine Ironie! Xenokles siegt und Euripides unterliegt, und das mit solchen Dramen!'' Scholien bei Aristophanes"' ermöglichen die Feststellung, daß es sich um das erste Jahr der 91. Olympiade handelt und daß die Troerinnen während der Großen Dionysien im März des Jahres 415 aufgeführt wurden. Die Untertitel der Trilogie zeigen, daß die drei Stücke dem troischen Zyklus entnommen sind. Eine ähnliche Verwandtschaft zwischen den gewählten Themen findet sich bei Äschylus. In andern Fällen tritt sie bei Euripides kaum in Erscheinung. Dort kennen wir die aufgeführten Stücke anläßlich des gleichen Wettstreites genau, z. B. die Kreterinnen, Alkmene, Telephos, Alkestis (im Jahre 4.38); Medea, Philoktet, Diktys (im Jahre 431); Helena. Andro-meda (im Jahre 412); Iphigenie in Aulis, Alkmeon, Bacchantinnen (nach dem Jahre 406). Wenn Oinomaos, Chrysippos und die Phönissen tatsächlich gleichzeitig aufgeführt wurden, so konnte der innere Zusammenhang der Themen nicht sehr ausgeprägt gewesen sein. Die Problematik der Troer-Trilogie ist demnach sehr ausgefallen, wenn nicht einzig dastehend. Die Analyse ihrer verschiedenen Teilstücke zeigt- daß immer die gleiche Grundidee die Komposition beherrscht. Im ersten Stück erscheinen die Troer in einem Augenblick, da sich über ihren Häuptern die Wolken des Verhängnisses drohend zusammenballen. Das zweite läßt uns im Lager der Griechen Zeuge einer Ungerechtigkeit sein, deren Bestrafung das menschliche Gewissen fordert und erwartet. Das dritte Stück hat die Sclilußphase des Kampfes zwischen Griechenland und Asien zum Gegenstand. Aus diesem sagenhaften Krieg, den die Dichtung mit soviel Ruhm und Glanz umwoben hat, prägt die Trilogie den Typ des Eroberungskrieges und folgert daraus sittliche Grundsätze, die für die Athener völlig neu sind. Wir besitzen glücklicherweise über die beiden verlorengegangenen Stücke genügend Material, um sie in ihren wesentlichen Elementen zu rekonstruieren. (Einführung) -
XXXV; 57 S. Broschiert.
[SW: Euripides, Altertum, Literatur, Antike, Griechisch]
Hose, Martin: Euripides Der Dichter der Leidenschaften, BECK, Februar 2008 ISBN: 3406572367
Martin Hose, Klassischer Philologe und international renommierter Literaturwissenschaftler, legt eine moderne Darstellung von Leben und Werk des Euripides vor. Die Tragödien dieses bedeutenden griechischen Dichters bewegen in ihrer ungebrochenen Aktualität auch heute noch gleichermaßen Leser und Theaterbesucher. Das Geheimnis ihrer Wirkungsmacht - das Mitgefühl des Euripides für Leid und Verzweiflung von Tätern und Opfern - wird in diesem Band erhellt. Keiner der großen Tragödiendichter der Antike mutet moderner an als der Athener Euripides (5. Jahrhundert v. Chr.). Viele seiner Stücke - darunter"Elektra","Hekabe","Iphigenie im Taurerland","Medea"und"Die Bakchen"- sind feste Bestandteile unseres kulturellen Gedächtnisses geworden und erscheinen regelmäßig auf den Theaterspielplänen. Sie konfrontieren uns in ihrer ungebrochenen Aktualität stets aufs neue mit ethischen Grundfragen des menschlichen Lebens. Martin Hose - ein international anerkannter Euripides-Spezialist - stellt hier den antiken Dichter, sein Leben, seine erhaltenen Tragödien sowie - mit dem"Kyklops"- sein einziges erhaltenes Satyrspiel vor. Er analysiert die Stellung der Dramen des Euripides im politischen und intellektuellen Kontext des klassischen Athen, zeigt ihren Charakter als literarische Versuchsanordnungen, ordnet sie literaturgeschichtlich ein und bestimmt ihr Verhältnis zu jenen der beiden anderen bedeutenden Tragödiendichter Athens - Aischylos und Sophokles. Die Darstellung ist ebenso informativ wie anregend und richtet sich an alle Freunde der griechischen Tragödie.
NEUBUCH! 2008. 256 S. 22 cm 224 mm x 151 mm x 23 mm
[SW: Euripides]



