Expressionismus

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Myers, Bernard S. Die Malerei des Expressionismus. Eine Generation im Aufbruch.Aus dem Amerikanischen übersetzt von Elke Kaspa.Mit 24 Farbtafeln, 140 Abbildungen und zahlreichen Illustrationen im Text. (= Das moderne Sachbuch Band 6). DuMont Erste Aufl. 1957 Köln
347S. 22,5x18,5cm

Leinen Fadengehefteter, geprägter Ganzleinenband. Schnitte nachgedunkelt, Einband und Schnitte fleckig, der Seitenschnitt im oberen Drittel deutlich, Klebestreifen, bzw. Spuren von entfernten auf Voder- und Hinterdeckel, Stempel "Schülerheim Hof Reith" und Zahleneintrag auf Vorsatz und Titelblatt, Papier allg. nachgedunkelt. Befriedigende Erhaltung. Der Expressionismus (lat. expressio Ausdruck') war eine Stilrichtung in der Kunst am Anfang des 20. Jahrhunderts. Wie der Impressionismus, der Symbolismus und der Fauvismus ist der Expressionismus eine Bewegung gegen die Tendenzen des Naturalismus. Hierbei überwiegt die expressive Ebene gegenüber der ästhetischen, appellativen und sachlichen Ebene, was sich dadurch ausdrückt, dass der Künstler versucht, sein Erlebnis für den Betrachter darzustellen. Der Expressionismus ist eine Stilrichtung in der Bildenden Kunst, die als künstlerische Bewegung im frühen 20. Jahrhundert innerhalb des deutschsprachigen Raumes erstmalig durch jene explizite Namensgebung hervortrat. Wie bereits zuvor im Fauvismus in Frankreich stellte sich der Expressionismus den bildnerischen Gestaltungsweisen des Impressionismus entgegen und stand diesem somit diametral gegenüber. Sehr bald nach dem Ersten Weltkrieg und unter dessen Einfluss auf die Expressionisten wurde der Expressionismus von neuen Stilrichtungen teils überlagert und teils abgelöst (z. B. Konstruktivismus, Neue Sachlichkeit, Informel, später Die Neuen Wilden, Fotorealismus). In den expressionistischen Bildwerken treten ein freier Umgang mit Farbe und Form in häufiger Verwendung ungemischter Farben, und im deutschsprachigen Raum des Weiteren die Verwendung holzschnittartigen Formen, hervor. Weitere Charakteristiken sind eine Motivreduzierung auf markante Formelemente der Bildobjekte und eine Auflösung der traditionellen Perspektive. Den Künstlern dieser Epoche waren nicht die wirklichkeitsgetreue Weitergabe von Eindrücken und schöne Formen wichtig; im Gegensatz zu den impressionistischen Malern drückten die Expressionisten ihre subjektiven Regungen aus. Sie gaben direkt und spontan ein "durchfühltes" und interpretiertes Motiv weiter. Die Künstlervereinigungen wie die "Brücke" aus Dresden, (1905-1913) mit den Hauptvertretern Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel, Karl Schmidt-Rottluff, Otto Mueller und Max Pechstein und die "Neue Künstlervereinigung München" (N.K.V.M.) der unter anderen die bekannten Künstler Wassily Kandinsky und Gabriele Münter, Marianne von Werefkin und Alexej Jawlensky und Franz Marc angehörten, aus der die Redaktion des "Blauen Reiters" hervorging, führten die 'expressionistischen' Bildräume weiter bis hin zur Abstraktion. Der Expressionismus richtete sich als Protest gegen die damals bestehende Ordnung und somit vielfach gegen das Bürgertum. Seine Entstehung muss in engem Zusammenhang mit der Lebensreformbewegung gesehen werden. Expressionistische Künstler beriefen sich auf Friedrich Nietzsche als Vordenker. Die Zeitschrift "Der Sturm" (herausgegeben von Herwarth Walden) und andere neu gegründete künstlerisch-literarische Zeitschriften dienten den Protagonisten als Diskussionsforum. Überkommene künstlerische Formen wurden aufgegeben ("Formzertrümmerung"); der Expressionismus stand so auch in Opposition zum Naturalismus. Da das Programm des deutschen Expressionismus weitgehend negativ definiert war (nicht naturgetreu, nicht bürgerlich, nicht konventionell), ergab sich daraus im Gegensatz zum Impressionismus nicht eine Kunst, die ohne weiteres an Stilmerkmalen zu erkennen ist. Es war mehr die geistige Haltung, die den Expressionismus ausmachte. So formulierte Ernst Ludwig Kirchner 1906 das Programm der "Brücke" in dem gleich betitelten Holzschnitt wie folgt: "Mit dem Glauben an Entwicklung an eine neue Generation der Schaffenden rufen wir alle Jugend zusammen und als Jugend, die die Zukunft trägt, wollen wir uns Arm- und Lebensfreiheit verschaffen gegenüber den wohlangesessenen älteren Kräften. Jeder gehört zu uns, der unmittelbar und unverfälscht das wiedergibt, was ihn zum Schaffen drängt." Charakteristisch ist, dass wichtige Vertreter des deutschen Expressionismus sich vehement dagegen wehrten, als Expressionisten bezeichnet zu werden, so Ernst Ludwig Kirchner und Otto Mueller, weil diese Bezeichnung ihrem Stil und ihrer Originalität nicht gerecht würde. Die gemeinsame, künstlerisch sehr produktive Reise von Paul Klee, August Macke und Louis Moilliet nach Tunesien ist als Tunisreise in die Kunstgeschichte eingegangen. Viele Werke deutscher Expressionisten sind heute im Norton Simon Museum in Pasadena ausgestellt.

[SW: Bildende Kiunst | Malerei | Expressionismus]

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Herausgegeben von Krause, Frank: Frankreich und der deutsche Expressionismus /France and German Expressionism, V&R unipress Verlag ISBN: 3899713640
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Frankreich und der deutsche Expressionismus /France and German Expressionism (V&R unipress) ISBN: 978-3-89971-364-0 kartoniert 201 S., zahlr. Abb. - 24 x 15,8 cm Frankreich und der deutsche Expressionismus /France and German Expressionism Herausgegeben von Krause, Frank Verlag : V&R unipress ISBN : 978-3-89971-364-0 Einband : kartoniert Preisinfo : 28,90 Eur[D] / 29,80 Eur[A] / 48,00 CHF UVP Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen. Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung. Seiten/Umfang : 201 S., zahlr. Abb. - 24 x 15,8 cm Erscheinungsdatum : 1. Aufl. 12.12.2007 verwandte Themen : Expressionismus Komparatistik Literaturwissenschaft Frankreich /Kultur, Künste Deutschland /Kultur, Künste Expressionismus [DNB] Deutsch [DNB] Literatur [DNB] Rezeption [DNB] Französisch [DNB] Literatur [DNB] Die Autoren dieses Bandes gehen den vernachlässigten Beziehungen zwischen Frankreich und dem deutschen Expressionismus nach. Sie untersuchen die Ausblendung der interkulturellen Bedeutung der expressionistischen Tendenzen bei Kandinsky in französischen Arbeiten und inwieweit Gottfried Benns Deutung des französischen Symbolismus als Vorläufer der poetischen Moderne dessen Unterschiede zum Expressionismus übergeht. Verbindungen zwischen Frankreich und dem Expressionismus in den multikulturellen Projekten von Eugene Jolas werden herausgearbeitet, Einflüsse der französischen Avantgarde auf vernachlässigte Formen expressionistischer Lyrik und ein vergessener Fall der frankophonen Rezeption von Georg Kaiser analysiert. Zudem werden deutsch-französische Aspekte der unterschätzten Verbindungen zwischen Expressionismus und Dadaismus aufgezeigt, regionalistische Trends bei Gauguin und Kandinsky verglichen und expressionistische Zugänge zu Voltaire in kulturhistorische Kontexte gestellt.Dr. phil. Frank Krause ist Senior Lecturer am Department of English and Comparative Literature (Goldsmiths, University of London). Buch

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Brüderlin, Markus (Hrsg.): Expressiv! Fondation Beyeler 30. Marz - 10. August 2003. Mit Beiträgen von Donald Kuspit und Markus Brüderlin. Ostfildern: Hatje Cantz, 2003. ISBN: 3905632225
Illustrierter Originalkartonband. Einband leicht berieben, Namenszug auf Vorsatz geschwärzt, insgesamt ein sehr gutes Exemplar. - Der Expressionismus ist eine historisch klar eingrenzbare Kunstbewegung, die vom Beginn des letzten Jahrhunderts bis zum Ende des Ersten Weltkriegs den fulminanten Aufbruch der Moderne wesentlich prägte. Er wird als der eigentliche Beitrag der deutschen Künstler zur Kunst des 20. Jahrhunderts gewertet. 1905 fanden sich in Dresden die jungen Architekturstudenten Ernst Ludwig Kirchner, Erich Hecket, Karl Schmidt-Rottluff und Fritz Bleyl zur Künstlergruppe Brücke zusammen, 1911 wurde in München der Blaue Reiter von Wassily Kandinsky und Franz Marc aus der Taufe gehoben, und in Wien brach der Expressionismus mit Oskar Kokoschka und Egon Schiele seine Bahn. Die heissblütigen Farbenstürme der neuen Bilder erschütterten die Grundfesten der überkommenen Ästhetik. Die zum Teil exzessive Lebensweise der jungen Rebellen und dann vor allem die Katastrophe des Ersten Weltkriegs, dem einige der Besten unter ihnen zum Opfer fielen (August Macke, Franz Marc), jedoch hatten die künstlerische Triebkraft bald aufgezehrt wie Feuer das Stroh. Es gehört zu den Eigenheiten der Fondation Beyeler, dass diese historische Bewegung in der Sammlung ausgespart blieb - ein Umstand, der mit den besonderen Vorlieben zu tun hatte, die einer Privatsammlung nota bene Profil verleihen, aber auch mit der lange gehegten Skepsis gegenüber diesem Strohfeuer "Expressionismus". Wir trugen uns jedoch seit der Eröffnung des Museums im Herbst 1997 mit dem Gedanken, diesem kurzen, aber heftigen Kapitel der modernen Kunstgeschichte eine eigene Ausstellung zu widmen. Im Sommer 2002 bot sich die Gelegenheit, dieses Vorhaben konkret anzugehen. Wir mussten bald feststellen, dass das Thema in der Luft lag. Das liess einerseits eine eher schwierige Situation für die Beschaffung der Leihgaben erahnen, andererseits beinhaltete der mutmassliche Engpass die Aufforderung, mit einem ganz speziellen Konzept inhaltlich einen wertvollen Beitrag zur aktuellen Debatte zu leisten. Ernst Beyeler verband die Not mit einer Herausforderung und schlug vor, das Thema erstmals in dieser Qualität über die historischen Grenzen des Expressionismus hinaus auszudehnen. Tatsächlich ist das "Expressive" - der Aufschrei der Seele gegen die Mechanisierung des Lebens - eine Art "rote Narbe", die sich durch die ganze Kunstgeschichte der Moderne bis in unsere Gegenwart zieht. Um diese "rote Spur" ausdrucksstarker Malerei in der Fülle des Materials und ohne den Schutzwall eines "Ismus" nicht zu verlieren, war es notwendig, ein schlüssiges Konzept und eine nicht minder durchdachte räumliche Inszenierung zu erarbeiten. Wir setzten eine Anfangsmarke bei den Vorläufern Vincent van Gogh, Paul Gauguin und Edvard Munch und die Endmarken in der Gegenwart beim so genannten Neoexpressionismus mit Georg Baselitz, Markus Lüpertz und Anselm Kiefer und bei der Jungen Wilden Malerei der achtziger Jahre (Martin Disler, Francesco Clemente und andere). Ein wichtiges Moment in der Ausstellung ist die Gegenüberstellung des deutschen Expressionismus mit dem zeitgleichen französischen Fauvismus (Andre Derain, Henri Matisse). Mit EI Greco rufen wir einen Erzvater des Expressionismus aus dem 16. Jahrhundert auf, und von Pablo Picasso, dem Toujours-Expressionisten, erscheint in verschiedenen Phasen ein Werk. Wichtige Brücken zwischen den Hauptperioden der expressionistischen Malerei bilden unter anderen James Ensor und Paula Modersohn-Becker um die Wende zum 20. Jahrhundert, Max Reckmann und Max Ernst zwischen den Kriegen und Francis Bacon und Willem de Kooning nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Adjektivierung von Expressionismus zu EXPRESSIV! erweiterte das Feld enorm. Sie verwandelte das kunsthistorische Kapitel in ein Fundamental-Thema der Kunst des 20. Jahrhunderts. Die Qualität der rund 200 zusammengetragenen Gemälde, Skulpturen, Aquarelle und Druckgrafiken von etwa 60 Künstlern und Künstlerinnen spricht für sich. Wir denken, dass es uns gelungen ist, einen spannenden und vielleicht auch überraschenden Querschnitt durch die Welt der expressiven Kunst zu gestalten. (Vorwort), ISBN-13: 9783905632224

2006 Seiten, mit zahlr. farb. Abbildungen, 4°, kartoniert.

[SW: Kunst. Bildende Kunst. Malerei. Kunstgeschichte. Kunstwissenschaft. Contemporary art. Expressionsmus.]

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Expressionsimus Expressionismus. Konvolut mit acht Werken zum deutschen Expressionismus. Bremen, Hannover, Köln und andere Orte 1960-1999.
1. Meisterwerke des deutschen Expressionismus. Kunsthalle Bremen. 1960. 2. Expressionismus in Berlin. Bonn-Bad Godesberg. 1970. 3. German Expressionist Paintings. National Gallery of Modern Art. New Delhi 1982. 4. Expressionisten. Sammlung Buchheim. Ulmer Museum 1989. 5. Sabarsky, Serge. Graphik des deutschen Expressionismus. Erfurt, Altenburg und Rostock. 1991. 6. Expressionistische Bilder. Sammlung Firmengruppe Ahlers. Berlin, München u. a. Orte. 1993. 7. Fremde sind wir auf der Erde alle.Graphik des Expressionismus. Graphische Sammlung der Kunsthalle Kiel. 1988. 8. Expressionismus. Die Sammlung Ludwig und Rosy Fischer Frankfurt am Main. 1990.

Mit zahlreichen teils farbigen Abbildungen. Verschiedene Formate. Original-Broschuren und Original-Pappbände. Sehr gut erhalten.

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