F. Grillparzer Werke

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Frankl, Ludwig August: Das Habsburglied, Wien, Verlag derEdlen von Ghelenschen Erben, 1832.

228 S.davon 20 S. Anmerkungen 1 gestochenes Frontispiz (zeigt die Habsburg), geprägtes Halbldeder der Zeit, Krokoprägung, leicht wasserrandig und stockfleckig. Seltene Erstveröffentlichung. Aus Meyers Konversationslexikon 1887: Frankl, Ludwig August, Ritter von, Dichter, geb. 3. Febr. 1810 zu Chrast in Böhmen aus einer israelitischen Familie, besuchte das Piaristengymnasium der Prager Neustadt und das Piaristenkollegium zu Leitomischl und studierte seit 1828 in Wien Medizin, seit dem Tod seines Vaters vielfach mit Not kämpfend. Durch sein "Habsburglied" (Wien 1832), eine Reihe historischer Balladen, führte er sich in die Kreise der Wiener Schriftsteller ein; die "Episch-lyrischen Dichtungen" (das. 1834), "Sagen aus dem Morgenland" (Leipz. 1834) und das romantische Epos "Christoforo Colombo" (Stuttg. 1836), worin sich sein Talent vielleicht am glänzendsten ausspricht, folgten nach. Nach der Rückkehr von einer Reise durch Italien, wo er zu Padua 1837 promovierte, begann er seine medizinische Praxis, vertauschte diese aber schon 1838 mit der Stelle eines Sekretärs der Wiener Israelitengemeinde und lebte fortan, außer seinem Amt, nur der schönen Litteratur. Er übernahm 1841 die Redaktion des "Österreichischen Morgenblattes", gab eine neue Sammlung "Dichtungen" (Leipz. 1840) und das biblisch-romantische Gedicht "Rachel" (1842; 7. Aufl., Wien 1880) heraus und begründete die Wochenschrift "Sonntagsblätter", die viel zur Entwickelung des geistigen Lebens in Österreich beitrug, aber 1848 unterdrückt wurde. Sein Gedicht "Die Universität", beim Beginn der Märzbewegung von 1848 entstanden, erregte als erste zensurfreie Publikation ein beispielloses Aufsehen: sie wurde in mehr als 1 Mill. Exemplaren verbreitet und nachher von 19 Komponisten in Musik gesetzt. Im J. 1856 reiste F. nach Jerusalem; 1873 erfolgte seine Ernennung zum k. k. Schulrat und seine Erwählung zum Präses der israelitischen Kultusgemeinde. Bei Gelegenheit der Enthüllung des von ihm angeregten Schillerdenkmals in Wien (10. Nov. 1876) wurde F. mit dem Prädikat von Hochwart (in Rücksicht auf das von ihm ins Leben gerufene Kinderblindeninstitut auf der Hohen Warte bei Wien) in den österreichischen Ritterstand erhoben; 1880 erteilte ihm die Stadt Wien das Ehrenbürgerrecht. Seine spätern Werke sind das Heldenlied "Don Juan d'Austria" (Leipz. 1846; 3. Aufl., Prag 1884); "Ein Magyarenkönig" (Leipz. 1850; 3. Aufl., Wien 1880); die Dichtung "Der Primator" (Prag 1861; 5. Aufl., Leipz. 1880), eine Schilderung von Judenverfolgungen; das "Helden- und Liederbuch" (Prag 1861, 2. Aufl. 18.63); die "Ahnenbilder" (Leipz. 1864); "Libanon, ein poetisches Familienbuch" (3. Aufl., Wien 1867); "Tragische Könige. Epische Gesänge" (das. 1876, 2. Aufl. 1880) und "Lyrische Gedichte" (5. Aufl., das. 1880). Gegenüber den meisten vormärzlichen Dichtern Deutsch-Österreichs zeichnet sich F. durch einen gewissen Reichtum der Phantasie, durch ein Streben nach geschmackvoller Darstellung und künstlerischem Gleichmaß aus. Gleichwohl fehlen seinen Dichtungen der subjektive Gehalt und der Reiz der selbstgeprägten ureignen Form; sie sind wesentlich eklektischen Charakters. Von sonstigen Publikationen sind zu nennen: "Gusle", eine Übersetzung serbischer Nationallieder (Wien 1852); einige satirische Gedichte, in denen er den medizinischen Charlatanismus geißelt: "Hippokrates und die moderne Medizin" (5. Aufl., das. 1860), "Die Charlatane" (3. Aufl., das. 1862) und "Hippokrates und die Cholera" (3. Aufl., das. 1864) sowie "Nach 500 Jahren, Satire zur Säkularfeier der Wiener Universität" (Leipz. 1865); ferner die Prosaschriften: "Zur Geschichte der Juden in Wien" (Wien 1853), "Zu Lenaus Biographie" (das. 1854, 2. Aufl. 1885); die Reiseberichte: "Nach Jerusalem" (Leipz. 1858, 2 Bde.) und "Aus Ägypten" (Wien 1860); endlich aus jüngster Zeit: "Zur Biographie F. Raimunds" (das. 1882); "Zur Biographie Fr. Hebbels" (das. 1883); "Zur Biographie Franz Grillparzers" (2. Aufl., das. 1885) und "Andreas Hofer im Lied "(Innsbr. 1884). Seine "Gesammelten poetischen Werke" (mit Ausnahme der Satiren) erschienen in 3 Bänden (Wien 1880). Zitiert nach der Yewish Encyclopedia online Version: FRANKL, LUDWIG AUGUST, RITTER VON HOCHWART: By : Isidore Singer S. Mannheimer Austrian poet and writer; born at Chrast, Bohemia, Feb. 3, 1810, died at Vienna March 12, 1894. He received his early education at the Piarists' gymnasium of Prague and at the Piarists' college of Leitomischl, his teacher in Hebrew being Zecharias Frankel. During 1828-37 he studied medicine at Vienna and in Italy, and received the degree of M.D. from the University of Padua. During his stay in Italy he became acquainted with Thorwaldsen, Mezzofanti, Leopardi, Niccolini, and other men of renown. He practised but a short time as physician. In 1838, upon the advice of his friend Josef Wertheimer, he accepted the position of secretary and archivist of the Vienna Jewish congregation. This position he held over forty years. His first poetical production, "Das Habsburglied, Historische Balladen" (Vienna, 1832), gained him an acknowledged position among Viennese writers. These patriotic songs were followed by "Episch-Lyrische Dichtungen" (Vienna, 1834); "Sagen aus dem Morgenlande" (Leipsic, 1834), an imitation of Oriental poetry; and the romantic epos "Christoforo Colombo" (Stuttgart, 1836). He translated Byron's "Parisina" (Leipsic, 1835), and "Paradise and the Peri," part of Thomas Moore's poem "Lalla Rookh" (Vienna, 1835). He was editor of the "Oesterreichisches Morgenblatt" in 1841, and published Josef Emanuel Hilscher's poems after the latter's death. A collection of his "Dichtungen" appeared in 1840 (Leipsic), the Biblical-romantic poem "Rachel" in 1842 (7th ed., Vienna, 1880), and "Elegien," in which he gave expression to his feelings on the unhappy condition of his Jewish brethren, likewise in 1842. At the same time he founded the "Sonntagsblätter," one of the best literary organs in Austria. He edited it until March, 1848, when it was suppressed by the government. In 1846 appeared an epos by him entitled "Don Juan de Austria" (Leipsic; 3d ed., Prague, 1884). The Revolution of 1848. The Vienna Revolution of March, 1848, was greeted by Frankl with the enthusiasm of an idealist. His poem "Die Universität," reechoing the liberal ideas of that great movement, was set to music by nineteen composers and circulated to the extent of 500,000 copies in Austria and Germany. As a member of the Students' Legion he was wounded (Oct. 6, 1848) in the uprising against the government. Under the title "Gusle" he published, in German, a collection of Servian national songs (Vienna, 1852). In the following poems: "Hippocrates und die Moderne Medicin" (5th ed., Vienna, 1860), "Die Charlatane" (3d ed., ib. 1862), "Hippocrates und die Cholera" (3d ed., ib. 1864), "Medicin und Mediciner in Knittelversen" (7th ed., Vienna, ib. 1861), "Nach 500 Jahren: Satire zur Säkularfeier der Wiener Universität" (Leipsic, 1865), he satirized medical charlatanism, His "Zur Geschichte der Juden in Wien" appeared in Vienna in 1853. In the poem "Der Primator" (Prague, 1861), published in many editions, he gives a touching description of the persecutions and sufferings of Jews. Other productions of his prolific pen are:Helden-und Liederbuch. Prague, 1861 (2d ed., 1863).Ahnenbilder. Leipsic, 1864.Libanon, ein Poetisches Familienbuch. Vienna, 1867 (4th ed.).Tragische Könige, Epische Gesänge. Vienna, 1876 (2d ed., 1880).Lyrische Gedichte. Stuttgart, 1880 (5th ed.).Episches und Lyrisches. Stuttgart, 1890.Beiträge zu den Biographien Nikolaus Lenau's, Ferdinand Raimund's, Friedrich Hebbel's, Franz Grillparzer's. Vienna, 1882-85.Andreas Hofer im Liede. Innsbruck, 1884.Biographie des Malers Friedrich von Amerling. Vienna, 1889.Lenau und Sophie Löwenthal, Tagebuch und Briefe des Dichters. Stuttgart, 1891.Gesammelte Poetische Werke (except the satirical poems). 3 vols., Vienna, 1880.His correspondence with Anastasius Grün (1845-76) was published ...

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Grillparzer, Franz: Grillparzers Sämmtliche Werke [!]. Vierte Ausgabe in sechzehn Bänden. Stuttgart, J. G. Cotta, 1887.
Kollation auf Wunsch; Eckl, II, 484; 4. Auflage. Die Erstausgabe von "Grillparzers Sämmtlichen Werken" erschien: Stuttgart, Cotta, 1872.

Kollationiert (vollständig); Bde III und VIII mit Bleistiftanstreichungen, Bd. XIII: f. 279/80 und f. 281/82 lose; 16 in 8 zeitgen. roten Leinenbänden mit Titel in ornamentaler Gold- und Blindprägung, leicht berieben; 8°.

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Lenau, Nikolaus (d. i. Nikolaus Franz Niembsch Edler von Strehlenau): Sämtliche Werke, 2 Bände in 1 Band. 1) Gedichte, lyrisch-epische Dichtungen- Lyrischer Nachlaß. 2) Faust- Savonarola-Die Albigenser- Dichterischer Nachlaß Leipzig Litterarische Verlags-Anstalt um 1890
Lenau, Nikolaus (eigentlich N. Franz Niembsch Edler von Strehlenau), geb. 13. 8. 1802 Csatad (Lenauheim, Rumänien), gest. 22. 8. 1850 Wien, Lyriker und Versepiker. Studierte ab 1819 in Wien Jus, Medizin, Philosophie und Landwirtschaft und war mit F. Grillparzer, F. Raimund, A. Grün, als guter Geiger auch mit J. Strauß Vater und J. Lanner bekannt. 1831 ging er nach Heidelberg, dann nach Stuttgart, wo sein erster Band "Gedichte" (1832) mit den "Schilfliedern" erschien. 1832 ging er nach Amerika, kehrte aber tief enttäuscht nach einem Jahr zurück und lebte abwechselnd in Schwaben und in Österreich. Seine letzten 6 Lebensjahre verbrachte er in einer psychiatrischen Heilstätte. Lenaus Werk ist bestimmt von Weltschmerz und Melancholie; in der Nachfolge Lord Byrons führte er ein ruheloses Leben, mehrere Verlobungen scheiterten. Autobiographische Züge trägt das Drama "Faust" (1835), eine epische Szenenfolge, dessen Held durch Selbstmord endet; Fragment blieb das dramatische Gedicht "Don Juan" (1844). In seiner Naturpoesie fand Lenau zu einer neuartigen, expressiven Sprache. Bedeutend ist auch Lenaus politische Lyrik. "Faust" und "Don Juan" veranlassten F. Liszt, H. Berlioz und R. Strauss zu musikalischen Schöpfungen. Lenaus Amerikareise regte F. Kürnberger zu seinem Roman "Der Amerika-Müde" an. 1964 stiftete das Unterrichtsministerium einen Internationalen N.-Lenau-Preis (seit 1965 "Österreichischer Staatspreis für europäische Literatur").

original schwarz gold- geprägter Leinenband, 8°, VI, 389 Seiten und 2 Blatt, 349 Seiten; Zustand; gut

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GRILLPARZER,F., - EHRHARD,A., Franz Grillparzer. Sein Leben und seine Werke. 2. umgearb. Aufl. M. Abb. a. Taf. u. Faks. Mchn. 1910. 8, 535 S., 4 Bl. Olwd.

[SW: Allgemeine Literatur; Sekundärliteratur, GRILLPARZER, F.,]

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