Ferdinand Sauerbruch
Es wurden insgesamt 545 Einträge zu 'Ferdinand Sauerbruch' gefunden (Stand: 23.05.2012).
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Sauerbruch, Ferdinand,
Ferdinand Sauerbruch (1875-1951), Mediziner. Ms. Postkarte mit e. U. ("Sauerbruch"). München, 10. Oktober 1922. 1 S. Qu.-8°. Mit ms. Adresse. - An einen Dr. Frankfurter in Wien: "Ich freue mich sehr, dass wir in der Beurteilung unserer Patientin einig gehen und danke Ihnen herzlich für Ihren ausführlichen Bericht [...]". - Ferdinand Sauerbruch "gilt als einer der bedeutendsten und einflußreichsten Chirurgen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts" (Wikipedia, Abfrage v. 14. IX. 2008). "Sensationelle Operationserfolge (z. B. erste gelungene Beseitigung eines Herzaneurysmas 1931), gepaart mit Selbstbewußtsein und glänzender rhetorischer Begabung, machten Sauerbruch zum bekanntesten Chirurgen Deutschlands, dessen Auftritte auf chirurgischen Kongressen und vor überfüllten Auditorien zu gesellschaftlichen Ereignissen wurden" (DBE). - Die Adreßseite mit Abriebstellen durch Entfernen der Briefmarken.
Ferdinand Sauerbruch (1875-1951), Mediziner. Ms. Postkarte mit e. U. ("Sauerbruch"). München, 10. Oktober 1922. 1 S. Qu.-8°. Mit ms. Adresse. - An einen Dr. Frankfurter in Wien: "Ich freue mich sehr, dass wir in der Beurteilung unserer Patientin einig gehen und danke Ihnen herzlich für Ihren ausführlichen Bericht [...]". - Ferdinand Sauerbruch "gilt als einer der bedeutendsten und einflußreichsten Chirurgen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts" (Wikipedia, Abfrage v. 14. IX. 2008). "Sensationelle Operationserfolge (z. B. erste gelungene Beseitigung eines Herzaneurysmas 1931), gepaart mit Selbstbewußtsein und glänzender rhetorischer Begabung, machten Sauerbruch zum bekanntesten Chirurgen Deutschlands, dessen Auftritte auf chirurgischen Kongressen und vor überfüllten Auditorien zu gesellschaftlichen Ereignissen wurden" (DBE). - Die Adreßseite mit Abriebstellen durch Entfernen der Briefmarken.
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Thorwald, Jürgen,
Jürgen Thorwald (1915-2006), Schriftsteller. Ms. Brief mit e. U. [Lugano], 21. II. 1979. ¾ S. 4°. - An P[aul] Heinz Birker: "Verbindlichen Dank für Ihr Schreiben [...] Kurz vor Antritt einer Reise, möchte ich Ihnen ganz schnell noch antworten. Die Originalbände meiner vor beinahe 30 Jahren erstmals erschienenen Bücher Es begann an der Weichsel' und Das Ende an der Elbe' sind verständlicherweise nicht mehr im Angebot. Es wurde aber inzwischen bei der Droemerschen Verlagsanstalt in München eine Neuauflage beider Bücher in einem Band unter dem Titel Die Grosse Flucht' vorbereitet, die ab März dieses Jahres überall im Buchhandel erhältlich ist [...]". - Mitbegründer und Redakteur von "Christ und Welt", wurde Thorwald mit dokumentarischen Werke über die NS-Vergangenheit bekannt. 1956 schrieb er mit "Das Jahrhundert der Chirurgen", einer Chronik der jüngeren Medizingeschichte, einen Bestseller und ebenso ein Jahrzehnt später mit "Das Jahrhundert der Detektive". Sein Buch über den großen Chirurgen Ferdinand Sauerbruch ("Die Entlassung. Das Ende des Chirurgen Ferdinand Sauerbruch", 1960) hatte ein gerichtliches Nachspiel mit den Erben des Mediziners zur Folge, hatte er doch in seinem Buch behauptet, der Chirurg hätte trotz einer Gehirnsklerose weiter operiert; vor Gericht wurde ihm recht gegeben. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf; beiliegend zwei Zeitungsausschnitte mit einem Nachruf auf den im Alter von 90 Jahren verstorbenen Schriftsteller.
Jürgen Thorwald (1915-2006), Schriftsteller. Ms. Brief mit e. U. [Lugano], 21. II. 1979. ¾ S. 4°. - An P[aul] Heinz Birker: "Verbindlichen Dank für Ihr Schreiben [...] Kurz vor Antritt einer Reise, möchte ich Ihnen ganz schnell noch antworten. Die Originalbände meiner vor beinahe 30 Jahren erstmals erschienenen Bücher Es begann an der Weichsel' und Das Ende an der Elbe' sind verständlicherweise nicht mehr im Angebot. Es wurde aber inzwischen bei der Droemerschen Verlagsanstalt in München eine Neuauflage beider Bücher in einem Band unter dem Titel Die Grosse Flucht' vorbereitet, die ab März dieses Jahres überall im Buchhandel erhältlich ist [...]". - Mitbegründer und Redakteur von "Christ und Welt", wurde Thorwald mit dokumentarischen Werke über die NS-Vergangenheit bekannt. 1956 schrieb er mit "Das Jahrhundert der Chirurgen", einer Chronik der jüngeren Medizingeschichte, einen Bestseller und ebenso ein Jahrzehnt später mit "Das Jahrhundert der Detektive". Sein Buch über den großen Chirurgen Ferdinand Sauerbruch ("Die Entlassung. Das Ende des Chirurgen Ferdinand Sauerbruch", 1960) hatte ein gerichtliches Nachspiel mit den Erben des Mediziners zur Folge, hatte er doch in seinem Buch behauptet, der Chirurg hätte trotz einer Gehirnsklerose weiter operiert; vor Gericht wurde ihm recht gegeben. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf; beiliegend zwei Zeitungsausschnitte mit einem Nachruf auf den im Alter von 90 Jahren verstorbenen Schriftsteller.
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Thorwald, Jürgen,
Jürgen Thorwald (1915-2006), Schriftsteller. E. Manuskript (Fragment) ohne U. O. O. u. D. 2 SS. auf 2 Bll. Gr.-4°. Beiliegend eine signierte Portraitphotographie (dat. Luzern, 1972; 146:105 mm) sowie ein ms. Sekretariatsbrief (dat. ebd., 18. April 1972; 1 S., gr.-4°). - Der Anfang des Kapitels "Jefferson Davis" aus seinem 1971 erschienenen Buch "Die Patienten". - Die Photographie mit einem Portrait en face in S/W. - Mitbegründer und Redakteur von "Christ und Welt", wurde Jürgen Thorwald mit dokumentarischen Werke über die NS-Vergangenheit bekannt. 1956 schrieb er mit "Das Jahrhundert der Chirurgen", einer Chronik der jüngeren Medizingeschichte, einen Bestseller und ebenso ein Jahrzehnt später mit "Das Jahrhundert der Detektive". Sein Buch über den großen Chirurgen Ferdinand Sauerbruch ("Die Entlassung. Das Ende des Chirurgen Ferdinand Sauerbruch", 1960) hatte ein gerichtliches Nachspiel mit den Erben des Mediziners zur Folge, hatte er doch in seinem Buch behauptet, der Chirurg hätte trotz einer Gehirnsklerose weiter operiert; vor Gericht wurde ihm recht gegeben.
Jürgen Thorwald (1915-2006), Schriftsteller. E. Manuskript (Fragment) ohne U. O. O. u. D. 2 SS. auf 2 Bll. Gr.-4°. Beiliegend eine signierte Portraitphotographie (dat. Luzern, 1972; 146:105 mm) sowie ein ms. Sekretariatsbrief (dat. ebd., 18. April 1972; 1 S., gr.-4°). - Der Anfang des Kapitels "Jefferson Davis" aus seinem 1971 erschienenen Buch "Die Patienten". - Die Photographie mit einem Portrait en face in S/W. - Mitbegründer und Redakteur von "Christ und Welt", wurde Jürgen Thorwald mit dokumentarischen Werke über die NS-Vergangenheit bekannt. 1956 schrieb er mit "Das Jahrhundert der Chirurgen", einer Chronik der jüngeren Medizingeschichte, einen Bestseller und ebenso ein Jahrzehnt später mit "Das Jahrhundert der Detektive". Sein Buch über den großen Chirurgen Ferdinand Sauerbruch ("Die Entlassung. Das Ende des Chirurgen Ferdinand Sauerbruch", 1960) hatte ein gerichtliches Nachspiel mit den Erben des Mediziners zur Folge, hatte er doch in seinem Buch behauptet, der Chirurg hätte trotz einer Gehirnsklerose weiter operiert; vor Gericht wurde ihm recht gegeben.
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Sauerbruch, Ernst Ferdinand & Wenke, Hans: Wesen und Bedeutung des Schmerzes. Berlin, Junker & Dunnhaupt, 1936, Kl.8°, 118 pp., OKartBd.
Ferdinand Sauerbruch (1875-1951), "der bedeutendste deutsche Chirurg der 20er und 30er Jahre, kam 1927 nach Berlin".
Die Reichshauptstadt legte Wert darauf, ihn in ihren Mauern zu haben. Sauerbruch hatte in seiner Assistentenzeit bei Johannes von Mikulicz-Radecki in Breslau das Druckdifferenzverfahren als Basis der Thoraxchirurgie entwickelt. Er war als Oberarzt an der Universität Greifswald gewesen, dann Chirurg in Marburg und in Zürich. In dieser Zeit entwickelte er sein Verfahren, künstliche Ersatzglieder bei Armamputierten durch Benutzung der Muskeln des Amputationsstumpfes willkürlich bewegbar zu machen. Die von ihm entwickelte Kunsthand kann noch heute den Vergleich mit modernen Prothesen aushalten. 1918 nahm Sauerbruch den Ruf an die Universität München an. Dort beschäftigte er sich vor allen Dingen mit der chirurgischen Behandlung der Lungentuberkulose. Sauerbruch wurde an die II. Chirurgische Klinik der Charite berufen, unter gleichzeitiger Zusicherung, daß er die Nachfolge von August Bier in der Ziegelstraße antreten könne. Dazu ist es freilich nicht gekommen, da die Biersche Klinik geschlossen wurde. Die Rolle die Sauerbruch in diesem Zusammenhang gespielt hat, wird noch immer kontrovers beurteilt.
An seiner Person wird das komplexe Verhältnis der Ärzte zum Nationalsozialismus besonders deutlich.
Fridlof Kudlien und Christian Andree sind diesem komplexen Verhältnis nachgegangen und kommen zu folgendem Urteil:"Er erweist sich letztlich als schwankender, differenzierter Bejaher, d.h., er war bestimmt kein 'most ardent Nazi', auch kein simpler uneingeschränkter Bejaher. Rechnet man ihn unter die 'politisch akzeptablen Leute', dann sollte er dabei jedenfalls nicht fanatischen Bejahern wie den Nationalsozialisten Hans F.K.Günther oder H.Reiter gleichgesetzt werden. Andererseits war er wie man ebenso klar sehen muß, kein konsequenter Gegner des Regimes oder gar Widerstandskämpfer... Seine Kontakte mit Widerstandskämpfern beschränkten sich offenbar auf Hilfe, auch in dem Sinne, daß sein Haus Treffpunkt* darstellte. Bezeichnenderweise wollte man ihn dann auch vor allem in der entscheidenden Phase des Attentat-Plans nicht 'mit hineinziehen'. Begriffe wie 'Nicht-Nazi' oder 'schweigende-Opposition' passen nicht recht für die irritiert-ablehnende Seite in Sauerbuchs Verhältnis zum Nationalsozialismus; denn dieser gegenüber war die Tendenz zum Mitmachen, zur Zustimmung in ihm wiederum zu stark, keineswegs nur nominell". Sauerbruch hat es stets abgelehnt, Mitglied der NSDAP zu werden; diesbezügliche Wünsche pflegte er mit dem Hinweis abzulehnen, er sei kein Antisemit.
Ferdinand Sauerbruch hat als einer der wenigen Ordinarien den Zusammenbruch und die Besetzung Berlins in der Charite erlebt. In der Schlußphase des Krieges ist er ganz in die Charite umgezogen, wo er im Operationsbunker ununterbrochen schwer verletzte Soldaten operiert hat. -cf. Winau, Gesch. Med. Berl., p.335-339
*"Er geriet durch seine Zugehörigkeit zur "Mittwochs-Gesellschaft" in Berlin, zu der u.a. Max Planck, Friedrich Meinecke, Hermann Onken, aber auch Johann Popitz und Generaloberst Beck (der enge Beziehungen zu Goerdeler und F.Obrecht hatte), in den dringenden Verdacht zum Kreis der Attentäter zu gehören, zumal sein Sohn Peter, Hauptmann im Generalstab, in engem Kontakt mit Schenk Graf von Stauffenberg stand, der an der Ostfront verhaftet worden war. Zweimal wurde er in der Prinz-Albrecht-Straße von Kaltenbrunner verhört, konnte sich aber durch geschickte Aussagen der Verhaftung und Verurteilung entziehen." Killian, Meister der Chirurgiey, p.337ff.
Erste Auflage! Eine exemplarische Arbeit zum Wesen des Schmerzes aus ärztlicher und philosophischer Sicht. Eine gemeinsame Untersuchung der physiologischen Natur des Schmerzerlebnisses und seiner philosophischen Deutung als Synthese wissenschaftlicher Einzelbetrachtung. Ferdinand Sauerbruch gehört zu den Begründern einer modernen Thoraxchirurgie. Hans Wenke, der Philosoph, war ein Schüler von E.Spranger.



