Goethe Leben Welt Briefen
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Goethe, Johann Wolfgang von. Sammlung 34 interessanter Publikationen zu Goethe. 1. Franz Rademacher - Goethes letztes Bildnis. Mit einem Faksimile in Lichtdruck und 12 Kunstdrucktafeln. 52 Seiten und Tafelanhang. Krefeld, Scherpe-Verlag, 1949. 2. Meinungen zu Faust - Handschriften und Porträts aus der Sammlung Theens. Goethe - Museum Düsseldorf - 1979. 159 Seiten. 3. J.W.Goethe - Münchner Ausgabe - Umfangreicher Verlagsprospekt zu der wichtigen Ausgabe. 101 Seiten. 4. Franz Schaub - "Ihr glücklichen Augen" - Goethe und Franken. 107 Seiten. Würzburg, 1982. 5. Gertrud Bäumer - Eine Woche im May - Sieben Tage des jungen Goethe. 423 Seiten. Tübingen, 1944. 6. Houben, H.H. - Der Polizeiwidrige Goethe. Mit 14 Abbildungen - darunter 8 Tafeln. Berlin, Grote, 1932. Mit dem Originalumschlag von Olaf Gulbransson. 7. Hans Günter Hauffe - Der Bibliophile Johann Wolfgang von Goethe. 35 Seiten. Privatdruck. Olten, 1951. 8. Hildegard Emmel - Was Goethe vom Roman der Zeitgenossen nahm. Zu Wilhelm Meisters Lehrjahre. 46 Seiten. Bern, 1972. 9. Götz von Seele - Goethe für Kaufleute. 82 Seiten. Originale Broschur. Überling, Dikreiter, 1949. 10. Rudolf Goldschmidt - Jentner - Eine Welt schreibt an Goethe - Gesammelte Briefe an Goethe. 312 Seiten. Heidelberg, 1947. 11. Emil Schaeffer - Goethe seine äussere Erscheinung. Literarische und künstlerische Dokumente seiner Zeitgenossen. 199 Seiten. Frankfurt, Insel, 1980. 12. Paul Fischer - Goethes Altersweisheit. 248 Seiten. Tübingen, 1921. 13. Eduard Boas - Schiller und Goethe im Xenienkampf. 308, 300 Seiten. Stuttgart, Cotta, 1851. 14. Samuel Eck - Goethe's Lebensanschauung. 194 Seiten. Tübingen, 1902. 15. Christoph Schrempf - Goethes Lebensanschauung in ihrer geschichtlichen Entwicklung. 196, 323 Seiten. Stuttgart, 1905-1907. 16. Christoph Michel - Goethe - Der Dichter und der Wein. 270 Seiten. Frankfurt, Insel, 2000. 17. Julius Schuster - Goethe als Plagiator ? Historisch-kritischer Send-Brief an Wilhelm Junk. Ein Intermezzo zum Fest-Essen der Gesellschaft der Bibliophilen am 15.November 1931. 14 Seiten. No. 8 von 400 Exemplaren. 18. Paul Schmidt-Neuhaus - Goethe in seinen Beziehungen zur Medaillenkunst. 12 Seiten. Berlin, 1913. 19. Ernst Beutler - Am grossen Hirschgraben. Goethes Vater, Schwester und Mutter, dargestellt von Ernst Beutler. 312 Seiten. Zürich, Artemis, 1981. 20. Stammtisch unser Huhn - Goethe von hinten - Als Kunstblume und Mensch. 141 Seiten. Tübingen, 1998. 21. Barker Fairley - Goethe dargestellt in seiner Dichtung. 172 Seiten. Frankfurt, Insel, 1968. 22. Bernhard Gajek - Goethes Leben und Werk in Daten und Bildern. Herausgegeben von Bernhard Gajek und Franz Götting unter Mitwirkung von Jörn Göres. 523 Seiten. Frankfurt, 1966. 23. Heinrich Ilgenstein - Mörike und Goethe - Eine literarische Studie. 143 Seiten. Berlin, 1902. 24. Wilhelm Bode - Goethes Liebesleben - Dichtung und Wahrheit. 352 Seiten. Pappband mit Schutzumschlag. 25. Jörn Göres - "Was ich dort gelebt, genossen..." - Goethes Badeaufenthalte 1785-1823. 315 Seiten, Königstein, Athenäum, 1982. 26. Franz Götting - Chronik von Goethes Leben. IB-782. Frankfurt, Insel, 1962. 27. Hans Mayer - Goethe im zwanzigsten Jahrhundert. Spiegelungen und Deutungen. Herausgegeben von Hans Mayer. 726 Seiten. Frankfurt, Insel, 1987. 28. Fritz Strich - Goethe und die Weltliteratur. 2., verbesserte und ergänzte Auflage. 389 Seiten. Bern, Francke, 1957. 29. Heinrich Meyer - Goethe - Das Leben im Werk. 690 Seiten. Zürich, 1994. 30. Curt Hohoff - Johann Wolfgang von Goethe. Dichtung und Leben. 560 Seiten. München, 1989. 31. Hans-Joachim Simm - Goethe und die Religion. Aus seinen Werken, Briefen, Tagebüchern und Gesprächen zusammengestellt. it 2200. 432 Seiten. Frankfurt, Insel, 2000. 32. Werner Völker - Bei Goethe zu Gast. Besucher in Weimar. 171 Seiten. Frankfurt, Insel, 1996. 33. Jörn Göres (Hrsg.) - ...auf classischem Boden begeistert - Goethe in Italien. Eine Ausstellung des Goethe-Museums Düsseldorf, Anton-und-Katharina-Kippenberg-Stiftung. 375 Seiten. Mainz, von Zabern, 1986. 34. Manfred Wenzel - Goethe und die Medizin. Selbstzeugnisse und Dokumente. Mit zahlreichen Abbildungen. Frankfurt, Insel Taschenbuch, 1992./
8°. Alle Bände in guten bis sehr guten Zuständen. Ohne Anstreichungen - KEINE Mängelexemplare. Die Publikation von Boas (Xenienkampf) nur mit vereinzelten Stockflecken. Halbleinen der Zeit.
Houben, H. H.: J. P. Eckermann. Sein Leben für Goethe. Leipzig: Haessel Vlg., 1925.
Bd. 2 mit Anstreichungen, Bd. 1 ohne Umschl. - Dieses Buch über Johann Peter Eckermann, den Verfasser der "Gespräche mit Goethe", und über das einzigartige persönliche und literarische Verhältnis des Jüngers zum Meister wendet sich an alle Goethe- und Literaturfreunde im In- und Auslande. Denn ein so eigentümliches Schicksal wie das Eckermanns - anspruchsvoller ausgedrückt: das Problem Eckermann - ist im rein menschlichen Sinne zu bedeutungsvoll, um in einem mehr oder weniger gelehrten Anhang selbst zu Goethes Leben als Stein unter Steinen eingemauert zu werden. Solch ein Schicksal kam aus ursprünglicher Menschenwelt zu Goethe und drängt wieder hinaus in die Welt, um "produktiv" zu sein im Goetheschen Sinne. Und gerade jetzt, wo einem großen Teil unserer Jugend - man könnte auch sagen: dem ganzen Deutschland - die Zukunft wie ein mühseliger Aufstieg entgegendroht, der den verwegenen Einsatz eines ganzen Lebens erfordert, gibt solch ein Eckermann-Schicksal wohl auch dem zu denken, dem Literatur- und Goetheforschung als Fachwissenschaft fernliegt - so fern wie ehemals dem barfüßigen Buben Peter zu Winsen an der Luhe, der auf der Eibmarsch die Kühe weidete, auf harten Stoppeln im Herbstwind Ähren las und noch lange keine Ahnung davon hatte, daß sein Lieblingslied "Dort oben auf jenem Berge", das er bei Feierabend singenden Mädchen abgelauscht hatte, von einem gewissen Goethe war, der als Staatsminister und berühmter Dichter in Weimar thronte. - Seitdem Friedrich Tewes sein Buch "Aus Goethes Lebenskreise" (Band I Berlin 1905) herausgab und darin einen Teil des Eckermannschen Briefwechsels veröffentlichen konnte (ein II. Band ist nicht erschienen), galt es als ausgemacht, daß die wichtigsten Dokumente des Eckermannschen Nachlasses, seine Tagebücher, gänzlich vernichtet seien. Der Literarhistoriker, der in Nachlaßforschungen einige Erfahrung hat, pflegt solchen Traditionen mit Recht zu mißtrauen. Für ein erstes, selbständiges Werk über Eckermann, wie ich es seit Jahren plante, war jedes Blatt solcher Tagebücher zu wertvoll, um nicht alles daranzusetzen, diesen verschollenen Handschriften auf die Spur zu kommen und, im schlimmsten Fall, wenigstens ihren Verlust endgültig festzustellen. Das Ergebnis meiner von Herrn Tewes selbst bereitwilligst unterstützten Nachfragen war glücklicher als ich erwartet hatte: im Familienbesitz fand sich außer zahlreichen sonstigen Papieren, Dokumenten, Briefen, Briefkonzepten, außer Entwürfen, Vorarbeiten usw. zu den "Gesprächen mit Goethe", ein bedeutender Teil gerade der Tagebuchmanuskripte, die sich für mein Buch als eine Quelle von entscheidendem Wert erwiesen und hiermit zum erstenmal der Goetheforschung dargeboten werden. Gewisse Kennzeichen an diesen Papieren erlauben den sichern Schluß, daß Eckermann selbst das vernichtet hat, was über diese Fragmente hinaus an Tagebuchaufzeichnungen aus seiner Weimarer Zeit vorgelegen haben wird. Eckermanns Neffe, Herr Oberstleutnant Gustav Bertram in Altenbüken, hatte die Liebenswürdigkeit und das entgegenkommende Verständnis, diese gesamten Nachlaßpapiere mir zu überlassen. Dadurch erweiterte sich meine seit Jahren gepflegte Eckermannsammlung zu einem Archiv, dessen reicher Inhalt mit diesem Buche keineswegs ausgeschöpft ist. Die vorstehende Widmung ist demnach der Ausdruck meines herzlichen Dankes, dem sich alle künftigen Freunde meines Werkes gern anschließen werden. - Das vorliegende Buch behandelt nur das, was sein Titel andeutet: Eckermanns Leben für Goethe. Es zu einer ins einzelne gehenden Biographie auszuweiten, lag nicht in meinem Plan, auch nicht im Bereich der Möglichkeit. -
/ 1928. XX; 634 S. u. XXII; 806 S. Originalleinen.
[SW: Eckermann, Goethe]
Tieck, Ludwig: Schriften. 28 Bände. Unveränderter photomechanischer Nachdruck der Ausgabe Berlin: G.Reimer, 1828-1854. Walter de Gruyter Unveränderter photomechanischer Nachdruck der Ausgaben: Berlin: G.Reimers, 1828-1854 1966 Berlin, New York
11497S. 8°
Leinen 28 fadengeheftete blaue Ganzleinenbände mit goldener Rückenbeschriftung und Farbkopfschnitt. Die Einbände, bzw. Schnitte bzw. Rücken teilweise aufgehellt oder gering fleckig, einige Einbände bzw. Deckel leicht verzogen, vereinzelt Vorsatzblätter randgebräunt, Bd. 20 mit Knick der ersten drei, Bd.22 mit Knick der letzten drei Seiten, Nachsatzblatt des 28. Bandes mit kleinem Fleck. Insgesamt ein guter bis sehr guter Zustand dieses Nachdrucks der wichtigsten Werke Ludwig Tiecks. Gesetzt in Fraktur. Ludwig Tieck: Schriften. Ausgabe in 28 Bänden. Unveränderter photomechanischer Nachdruck der Ausgabe Berlin: G.Reimer, 1828-1854 Inhalt: Bd.1: Schriften: Kaiser Octavianus. Ein Lustspiel in zwei Theilen Bd.2: Schriften: Leben und Tod der heiligen Genoveva. Ein Trauerspiel/ Der Abschied. Ein Trauerspiel in zwei Aufzügen/ Leben und Tod des kleinen Rothkäppchens. Eine Tragödie Bd.3: Schriften: Fortunat. Erster Theil. Ein Mährchen in fünf Aufzügen/ Fortunat. Zweiter Theil. Ein Mährchen in fünf Aufzügen Bd.4: Schriften: Phantasus. Erster Theil Einleitung/ Phantasus/ Der blonde Eckbert/ Der getreue Eckart und der Tannenhäuser/ Der Runenberg Liebeszauber/ Liebesgeschichte der schönen Magelone und des Grafen Peter von Provence/ Die Elfen/ Der Pokal Bd.5: Schriften: Phantasus. Zweiter Theil Der Blaubart.Ein Mährchen in fünf Akten/ Der gestiefelte Kater. Ein Kindermährchen in drei Akten, mit Zwischenspielen, einem Prologe und Epiloge/ Die verkehrte Welt. Ein historisches Schauspiel in fünf Aufzügen/ Leben und Thaten des kleinen Thomas, genannt Däumchen. Ein Mährchen in drei Akten Bd.6: Schriften: William Lovell. Erster Theil Bd.7: Schriften: William Lovell. Zweiter Theil Bd.8: Schriften: Abdallah. Eine Erzählung/ Die Brüder. Eine Erzählung/ Almansur. Ein Idyll/ Das grüne Band. Eine Erzählung Bd.9: Schriften: Arabesken/ Denkwürdige Geschichtschronik der Schildbürger, in zwanzig lesenswürdigen Kapiteln/ Die sieben Weiber des Blaubart. Eine wahre Familiengeschichte, herausgegeben von L. T./ Leben des berühmten Kaisers Abraham Tonelli; eine Autobiographie in drei Abschnitten/ Das jüngste Gericht. Eine Vision Bd.10: Schriften: Prinz Zerbino oder die Reise nach dem guten Geschmack. Gewissermaßen eine Fortsetzung des gestiefelten Katers. Ein deutsches Lustspiel in sechs Aufzügen. Bd.11: Schriften: Schauspiele Karl von Berneck. Trauerspiel in fünf Aufzügen/ Das Ungeheuer und der verzauberte Wald. Ein musikalisches Märchen in vier Aufzügen/ Alla-Moddin. Ein Schauspiel in drei Aufzügen. Bd.12: Schriften Herr von Fuchs. Ein Lustspiel in drei Aufzügen nach dem Volpone des Ben Jonson/ Epicoene oder Das stille Frauenzimmer. Ein Lustspiel in fünf Akten von Ben Jonson. Übersetzt/ Die Theegesellschaft. Lustspiel in Einem Aufzuge. Bd.13: Schriften: Märchen. Dramatische Gedichte. Fragmente Die Geschichte von den Heymons Kindern, in zwanzig altfränkischen Bildern/ Sehr wunderbare Historie von der Melusina. In drei Abtheilungen/ König Rother. Fragment/ Der erste Akt des Schauspiels: das Donauweib/ Prolog zur Magelone Ein Prolog/ Der Autor. Ein Fastnachts-Schwank. Bd.14: Schriften: Erzählungen und Novellen Schicksal. Erzählung/ Die männliche Mutter. Erzählung/ Die Rechtsgelehrten. Erzählung/ Die Versöhnung. Ein Märchen/ Der Fremde/ Die Freunde/ Peter Lebrecht. Eine Geschichte ohne Abentheuerlichkeiten.Erster Theil/ Der Geheimnißvolle. Novelle. Bd.15: Schriften: Erzählungen Peter Lebrecht. Eine Geschichte ohne Abentheuerlichkeiten. Zweiter Theil/ Die beiden merkwürdigsten Tage aus Siegmunds Leben. Eine Erzählung/ Ulrich, der empfindsame. Erzählung Fermer, der geniale. Erzählung/ Der Naturfreund. Erzählung/ Die gelehrte Gesellschaft. Erzählung/ Der Psycholog. Erzählung/ Der Roman in Briefen. Erzählung/ Ein Tagebuch. Bd.16: Schriften: Franz Sternbald's Wanderungen. Eine altdeutsche Geschichte. Bd.17: Novellen 1: Die Gemälde/ Die Verlobung/ Die Reisenden/ Musikalische Leiden und Freuden/ Der Geheimnißvolle. Bd.18: Novellen 2: Das Fest zu Kenelworth. Prolog zum Dichterleben/ Dichterleben. Bd.19: Novellen 3: Glück giebt Verstand/ Der funfzehnte November/ Tod des Dichters. Bd.20: Novellen 4: Der Jahrmarkt/ Der Hexen-Sabbath. Bd.21: Novellen 5: Der Wassermensch/ Der Mondsüchtige/ Weihnacht-Abend/ Das Zauberschloß/ Übereilung. Bd.22: Novellen 6: Der Gelehrte/ Die Ahnenprobe/ Der wiederkehrende griechische Kaiser. Bd.23: Novellen 7: Eine Sommerreise/ Die Wundersüchtigen/ Pietro von Abano oder Petrus/ Apone. Eine Zaubergeschichte. Bd.24: Novellen 8: Das alte Buch und die Reise ins Blaue hinein. Eine Mährchen-Novelle/ Der Alte vom Berge/ Eigensinn und Laune/ Die Gesellschaft auf dem Lande. Bd.25: Novellen 9: Der Schutzgeist/ Die Klausenburg. Eine Gespenster-Geschichte/ Abendgespräche/ Wunderlichkeiten/ Die Glocke von Aragon. Bd.26: Novellen 10: Des Lebens Überfluß/ Der Aufruhr in den Cevennen/ Liebeswerben/ Waldeinsamkeit. Bd.27: Novellen 11: Die Vogelscheuche. Mährchen-Novelle in fünf Aufzügen. Bd.28: Novellen 12: Der junge Tischlermeister. Novelle in sieben Abschnitten Johann Ludwig Tieck (* 31. Mai 1773 in Berlin; 28. April 1853 ebenda) war ein deutscher Dichter, Schriftsteller, Herausgeber und Übersetzer der Romantik. Er publizierte auch unter den Pseudonymen Peter Leberecht und Gottlieb Färber. Geboren am 31. Mai 1773, wuchs Tieck in Berlin in der Roßstraße nahe dem Cöllnischen Fischmarkt als Sohn eines Seilermeisters zusammen mit seinen jüngeren Geschwistern Friedrich und Sophie auf. Er besuchte seit 1782 das unter Friedrich Gedikes Leitung stehende Friedrich-Werdersche Gymnasium, wo er sich eng an Wilhelm Heinrich Wackenroder anschloss, und studierte Geschichte, Philologie, alte und neue Literatur in Halle (Saale) (1792), Göttingen (1792/1793, 1793/1794) und Erlangen (1793, dort zusammen mit Wackenroder). Das eigentliche Ziel des Studiums war ihm wohl die Ausbildung zum freien Schriftsteller; schon damals beschäftigte er sich eingehend mit Shakespeare. Während der Studienzeit in Erlangen unternahm er zusammen mit Wackenroder Reisen nach Nürnberg sowie durch die Fränkische Schweiz bis ins Fichtelgebirge, aber auch zum barocken Schloss Weißenstein bei Pommersfelden; die Erlebnisse auf diesen Touren hielt er in nachmals berühmten Reisebeschreibungen fest. Erste dichterische Arbeiten verfasste er bereits in Berlin, bevor er das Studium begann. 1794 brach Tieck das Studium ab und kehrte nach Berlin zurück (bis 1799). Dort begann er noch ein Jurastudium, was er ebenfalls abbrach. Unterhaltungsliteratur und literarische Experimente aus dem Geiste der späten Aufklärung veröffentlichte er in den "Straußfedern" (seit 1795); z. T. entstanden die Prosastücke als Gemeinschaftsarbeiten mit seiner Schwester Sophie. Es erschienen seine ersten Erzählungen und Romane: "Peter Lebrecht, eine Geschichte ohne Abenteuerlichkeiten" (1795, 2 Bde.), "William Lovell" (1795-96, 3 Bde.) und "Abdallah" (1796), worauf er, seinen Übergang zur eigentlichen Romantik vollziehend, die bald dramatisch-satirische, bald schlicht erzählende Bearbeitung alter Volkssagen und Märchen unternahm und unter dem Titel "Volksmärchen von Peter Lebrecht" (Berlin 1797, 3 Bde.) veröffentlichte. Mit Franz Sternbalds Wanderungen (1797 fertiggestellt, 1798 veröffentlicht), einem Künstlerroman, gab Tieck die Richtung für die romantischen Romane an (Novalis, Joseph von Eichendorff). Ende des Jahres 1797 traf Tieck erstmals mit Friedrich Schlegel zusammen. Nachdem er sich 1798 in Hamburg mit einer Tochter des Predigers Alberti verheiratet hatte, verweilte er 1799-1800 in Jena, wo er zu den beiden Schlegels (August Wilhelm Schlegel und Friedrich Schlegel), Novalis, Clemens Brentano, Johann Gottlieb Fichte und Friedrich Wilhelm Joseph Schelling in freundschaftliche Beziehungen trat. Der so genannten Jenaer Frühromantik gehörten auch August und Friedrich Schlegel an. Für die von den Schlegels entwickelten Theorien lieferte Tieck die literarischen Beispiele (und umgekehrt). Auch Goethe und Schiller lernte er kennen. 1801 nahm er mit Friedrich Sch...
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Novalis (d.i. Georg Philipp Friedrich von Hardenberg): Heinrich von Ofterdingen. Ein Roman. Mit einer Nachbemerkung von Heinz Czechowski und 21 Wiedergaben nach Kaltnadelradierungen von Dieter Goltzsche. Gesamtgestaltung von Walter Schiller, Altenburg, Buchverlag Der Morgen Erste Aufl. 1986 Berlin ISBN: 3371001156
203 S.S. Groß 8°
Leinen Fadengehefteter, geprägter, blauer Ganzleinenband mit illustriertem Schutzumschlag. Der Umschlag feinsäuberlich in nichtgilbende, transparente und selbstklebende Schutzfolie eingeschlagen. Darunter nachgedunkelt (materialbedingt). Exlibris auf Innendeckel, das Papier allg. etwas nachgedunkelt, ansonsten rundum guter Zustand dieser wunderbaren Novalisausgabe mit den herrlichen Kaltnadelradierungen von Dieter Goltzsche. Heinrich von Ofterdingen war ein sagenhafter (historisch bisher nicht belegbarer) Sänger des 13. Jahrhunderts. Der Name entstammt dem mittelhochdeutschen Epos Sängerkrieg auf der Wartburg (mhd. Singerkriec uf Wartburc; entstanden um 1260). Der Name des unbekannten Sängers inspirierte mehrere Dichter: So ist er namensgebend für das Romanfragment Heinrich von Ofterdingen von Novalis (eigentlich Friedrich von Hardenberg), entstanden im Laufe des Jahres 1800 und 1802 posthum von Friedrich Schlegel veröffentlicht und findet sich auch innerhalb der Novellensammlung Die Serapionsbrüder in der Novelle Der Krieg der Sänger von E. T. A. Hoffmann aus dem Jahre 1819. Aufgrund der beruflichen Verpflichtungen Hardenbergs (Novalis) und unter dem Druck seiner Krankheit musste die Fertigstellung des Romans aufgegeben werden. Vollendet sind der erste Teil (Die Erwartung) und ein Teil des Anfangskapitels des zweiten Teils (Die Erfüllung). Die erste, posthum erschienene Ausgabe (Juni 1802) enthielt nur den ersten Teil des Romans. Erst gegen Ende des Jahres 1802 wurde der Roman erstmals "vollständig" herausgegeben. Aufgrund zahlreicher, überlieferter Notizen Hardenbergs ist die geplante Fortführung des Romans relativ gut nachvollziehbar. Weiterhin aufschlussreich ist ein Bericht Ludwig Tiecks über die Fortsetzung, den dieser aus den persönlichen Gesprächen mit Novalis und aus dessen Briefen und Hinterlassenschaften konstruiert hat. Wie von der romantischen Romanpoetik gefordert, enthält der Heinrich von Ofterdingen zahlreiche Einlagen in Form von Märchen, Träumen, Gesprächen oder Liedern. Das grundsätzliche Thema des Ofterdingen ist die Poesie im weiteren, romantischen Sinne der Poesie des Lebens. Novalis selbst bezeichnet den Roman als "Apotheose der Poesie". Für ihn ist die einzige Darstellungsform der Poesie im weiteren Sinne die Poesie im engeren Sinne, das heißt die Dichtung. Der romantische Grundgedanke, dass Leben und Kunst aufeinander verweisen und sich wechselseitig fordern, ist darin erkennbar. Das Ich ist in unendlichem Fortschreiten begriffen[1] auf dem Weg zu einer höheren, einheitsstiftenden Totalität von Natur und Mensch. Diese Universalität des Poesiebegriffs wird im Ofterdingen mit der Wissenschaft verknüpft. Außerdem wird der Leser zur gedanklichen Selbsttätigkeit aufgefordert, da sich der Gehalt des Textes nicht nach bloßem Lesen erschließt, sondern eine vertiefende Betrachtung erfordert. Das bekannte und für die Romantik sinnbildlich gewordene Symbol der "blauen Blume" entstammt dem Heinrich von Ofterdingen. Quellen Die ersten Anregungen zum Roman erhielt Novalis 1799 während einer Inspektionsreise nach Artern am Kyffhäuser. Hier begegnete er dem Rittmeister und Historiker Karl Wilhelm Ferdinand von Funck und las dessen Biographie über Friedrich II. Dadurch angeregt, setzte sich Novalis mit verschiedenen Chroniken auseinander, die ihn mit der Sage von Heinrich von Ofterdingen bekannt machten. In Frage kommen die vom Eisenacher Stadtschreiber Johannes Rothe ( 1434) verfasste Düringische Chronik und die ebenfalls von Rothe aufgezeichnete Legende der heiligen Elisabeth. Die von Cyriacus Spangenberg verfasste Mansfeldische Chronik könnte ebenfalls eine Anregung für Novalis gewesen sein. Alle diese Quellen verwenden, wie auch Novalis, die Schreibung "Afterdingen". Bei der Herausgabe des Heinrich von Ofterdingen wurde diese Schreibweise verändert. Einen sehr großen Einfluss auf Novalis Roman hatte Goethes 1795/1796 erschienener Bildungsroman Wilhelm Meisters Lehrjahre (siehe hierzu Abschnitt 3: Heinrich von Ofterdingen und Wilhelm Meister). Weiterhin war der Dichter des Ofterdingen beeinflusst von Tiecks Franz Sternbalds Wanderungen (1798) und den naturphilosophischen Überlegungen Jakob Böhmes. Ferner schöpft er aus volkskundlichen und literarischen Überlieferungen, Mythologien, Märchen, philosophischen Schriften und aus der Naturwissenschaft. Literaturhinweis zur Quellenlage über den "historischen" Heinrich von Ofterdingen: Peter Volk,* "Von Osterrich der herre min". Zum Stand der Forschung zur Histotizität Heibrichs von Ofterdingen, in: Wartburg-Jahrbuch 2000, hg. v., d. Wartburg-Stiftung, Regfensburg Schnell und Steiner 2002, Seite 48-133 (mit 15 Abb.). Heinrich von Ofterdingen und Wilhelm Meister Der Heinrich von Ofterdingen ist in vielfacher Hinsicht als direkte Antwort auf Goethes Wilhelm Meister angelegt. Der Text sollte in der gleichen Aufmachung und bei dem gleichen Verlag (Unger, Berlin) erscheinen. Der Ofterdingen ist ein Zeugnis der Auseinandersetzung mit Goethes Text. Hardenbergs Bewertung des Wilhelm Meister wandelte sich im Laufe der Zeit sehr stark. Er hatte zunächst das Erscheinen des Romans enthusiastisch begrüßt und bewunderte die Poetik dieses Textes. Novalis war begeistert von Goethes Begabung, ganz fremde und uninteressante Gegenstände für die Poesie fruchtbar zu machen, und von der Fähigkeit, Unbedeutendes durch Verknüpfung auf die Ebene der Bedeutsamkeit zu heben. Die Kritik am Meister wächst jedoch im Laufe der Zeit und Novalis bricht als erster Frühromantiker mit der Verehrung dieses Romans. Er verurteilt schließlich den Meister als undichterisch im höchsten Grade und als ein Kunstprodukt, ein Werk des Verstandes und der Ökonomie, die über die Poesie siege, dass die Poesie sich hierbei selbst ad absurdum führe und nur noch eine Satire auf diese darstelle. [2] Goethe sei nur auf das Diesseitige und Pragmatische beschränkt und sein Roman sei geradezu prosaisch und modern. Novalis bemängelt, dass der Meister bloß von gewöhnlichen, menschlichen Dingen handele und dass die Natur und das Mystische völlig fehlten. Somit bewertet er diesen Roman als poetisierte, bürgerliche Geschichte. Novalis wollte mit seinem Roman den Goethes übertreffen. Gegenüber dem Wilhelm Meister wollte er alles in Poesie auflösen und der Roman sollte allmählich ins Märchen übergehen. [3] Deshalb sind gewisse Ähnlichkeiten zwischen den beiden Texten nicht von der Hand zu weisen, denn auch der Ofterdingen trägt Züge eines Bildungsromans. Sowohl Heinrich als auch Meister begegnen jeweils gewissen Erziehergestalten, jedoch sammelt Meister seine Erfahrungen eher in der äußeren Welt, während Heinrich das verborgene Innere der Welt kennen lernt, in einem verstehend-entschlüsselnden Verfahren. Außerdem wird im Ofterdingen keine "Bildung" eines Individuums dargelegt, sondern ein auf den höheren Gesamtzusammenhang angelegter Übergangsprozess in das "goldene Zeitalter". Die Individual- und Sozialutopie wird somit erweitert zur Universalutopie nach der Vorstellung der Frühromantiker. Daraus lässt sich auch erklären, dass Novalis nicht von Lehrjahren, sondern von Übergangsjahren spricht. Poetik und Stil Im Bezug auf den Stil hat sich Novalis den Wechsel von Gespräch und Handlung aus Goethes Wilhelm Meister zu eigen gemacht. Er wollte dadurch einen besonderen Rhythmus im Roman erzeugen. Die relative Handlungs- und Spannungsarmut lässt sich mit diesem gewünschten Rhythmus erklären, denn Novalis wollte einen besonders ruhigen Stil. Er bricht also bewusst mit den realistisch-psychologischen Erzählkonventionen, das heißt der kausal-pragmatische Handlungsnexus spielt eine untergeordnete Rolle. Vielmehr möchte Novalis eine Melodie im Stil erzeugen, so dass der Text ein fließendes Ganzes wird. Die Akzente im Roman folgen nicht dramaturgischen Gesichtspunkten, sondern Gesichtspunkten der Melodik. Der Roman ist also nicht auf bloßes Verstehen ausgelegt, eher soll der Stil den gedanklichen Gehalt der ruhigen Auflösung, Verschmelzung und Neuentstehung symbolisieren...
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