Goldschmidt Georges Aussetzung

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Goldschmidt, Georges Arthur: Die Aussetzung. Eine Erzählung. Ammann Verlag Erste Aufl. 1996 Zürich ISBN: 3250102849
237S. 194x117x23 mm

Hardcover Pappband mit Rückenschild und Schutzumschlag. Der Umschlag leicht berieben und mit Druckstelle auf der Rückseite, Seitenschnitt gering fleckig, das Papier allg. nachgedunkelt, ansonsten rundum guter Zustand. Georges-Arthur Goldschmidt, 1928 in Hamburg geboren, emigrierte als Elfjähriger mit seinem vier Jahre älteren Bruder nach Frankreich. Wie bereits in der Erzählung "Die Absonderung" berichtet er auch in der "Aussetzung" von einem Abschnitt seiner Jugend. Da die Unterbringung in dem Kinderheim zu gefährlich geworden ist, wird der Sechzehnjährige auf einem Bauernhof im Hochtal von Savoyen versteckt, um den Nazis zu entkommen. Obwohl er hier gut behandelt wird und er genug zu essen bekommt, bleibt er gefangen im inneren Matyrium seiner Geschlechtlichkeit, die in allen Büchern des Autors eine wichtige Rolle spielt und untrennbar mit der vermeintlichen Schuld zusammenhängt, die ihm durch sein Gefühl des Anderssein aufgebürdet wird. Über den Autor Georges-Arthur Goldschmidt wurde 1928 in Hamburg geboren; verbrachte die Zeit des Nationalsozialismus in Verstecken in Frankreich; später Gymnasiallehrer für Deutsch in Paris; Autor von Romanen und Essays; wurde 1991 mit dem Geschwister-Scholl-Preis ausgezeichnet; "Die Absonderung" erhielt den Literaturpreis des SWF 1991. Es ist das erste Buch, das Goldschmidt seit seiner Vertreibung in deutscher Sprache verfaßt hat. Georges-Arthur Goldschmidt (* 2. Mai 1928 in Reinbek bei Hamburg) ist ein französisch-deutscher Schriftsteller, Essayist und Übersetzer. Er lebt in Paris. Georges-Arthur (Jürgen-Arthur) Goldschmidt kommt 1928 in Reinbek bei Hamburg als Sohn des Oberlandesgerichtsrats Arthur Goldschmidt (1873-1947) und von Toni Katharina-Maria Jeanette Horschitz, genannt Kitty (* 9. Februar 1882 in Kassel, 2. Juni 1942 in Reinbek bei Hamburg), zur Welt. Obwohl die ursprünglich jüdische Familie bereits im 19. Jahrhundert zum Protestantismus gewechselt ist - Georges-Arthur wird dementsprechend auch evangelisch-lutherisch getauft -, bleibt sie vom Antisemitismus des aufkommenden Nationalsozialismus nicht verschont. Das angespannte Klima veranlasst die Eltern 1938, Georges-Arthur gemeinsam mit seinem älteren Bruder Erich nach Florenz zu schicken, wo er bei Paul Binswanger Unterschlupf findet. Im März 1939 flüchten die Brüder weiter ins französische Savoyen, wo Georges-Arthur in einem Internat bei Annecy unterkommt. Die dortigen, ihn langzeitig traumatisierenden und konditionierenden Gewalterfahrungen hat er später unter anderem in seiner Erzählung Die Absonderung (1991) und in vielen seiner weiteren Werke verarbeitet. Während der deutschen Besetzung Savoyens (1943-44) wird er von Bergbauern versteckt gehalten, was ihn vor der sicheren Deportation bewahrt. Seine Mutter überlebt die NS-Zeit hingegen nicht, der Vater kehrt aus Theresienstadt nach Reinbek zurück, stirbt aber kurze Zeit später. Die ersten Jahre nach der Befreiung verbringt er in einem jüdischen Waisenhaus in Pontoise bei Paris. 1949 wird er französischer Staatsbürger und konvertiert zum Katholizismus.[1] Nach dem Abitur im Jahr 1948 nimmt er an der renommierten Sorbonne ein Germanistikstudium auf, 1957 legt er das französische Lehrexamen ab und unterrichtet von da an bis zu seiner Pensionierung 1992 an verschiedenen Gymnasien in und um Paris. Seit 1995 ist er Mitglied der Darmstädter Akademie. Schriftstellerisch betätigt sich Goldschmidt erstmals in den 1960er-Jahren. Er beginnt für namhafte Zeitschriften zu schreiben, teilweise in Zusammenarbeit mit seiner Frau Lucienne Geoffrey, es folgen erste Essays und Romane in französischer Sprache. Neben der Schriftsteller-Tätigkeit macht sich Goldschmidt auch als Literaturkritiker und Übersetzer einen Namen. Zu den von ihm übersetzten Autoren und Philosophen gehören etwa Friedrich Nietzsche, Walter Benjamin, Franz Kafka, Adalbert Stifter, Johann Wolfgang Goethe sowie der mit ihm befreundete Österreicher Peter Handke, welcher seinerseits wiederum einige Werke Goldschmidts ins Deutsche übertragen hat. 1997 wird Goldschmidt die Ehrendoktorwürde der Universität Osnabrück verliehen, eine Auszeichnung, mit der, so der Fachbereich Sprach- und Literaturwissenschaft der Universität Osnabrück, sein Einsatz als "einzigartiger Grenzgänger und Brückenbauer" zwischen Deutschland und Frankreich gewürdigt werden soll. Weiterhin heißt es von Seiten des Fachbereichs zu Goldschmidts literarischem Werk: "Georges-Arthur Goldschmidt hat die historische Verantwortung Deutschlands und das Verbrechen des Antisemitismus in ihren extremen Konsequenzen für den Einzelnen sichtbar gemacht. Seine autobiographische Prosa läßt die Dimension der inneren Gefährdung dessen, der ins Räderwerk der Verfolgung gerät, auf erschütternde Weise erkennen." [2] 2009 wurde ihm die Ehrenbürgerschaft seiner Geburtsstadt Reinbek angetragen.

[SW: Französische/ Deutsche Literatur |Roman, Erzählung]

Details

Georges Arthur Goldschmidt: Die Aussetzung, ISBN: 3250102849

Verlag: Ammann Verlag, Ausgabe von 1996, Einband: Gebundene Ausgabe, Seiten: 237, das Buch ist in gutem Zustand. Altersgemäße kleinere Mängel sind nicht immer extra aufgeführt.

[SW: Gegenwartsliteratur, Die Aussetzung, Georges Arthur Goldschmidt]

Details

GOLDSCHMIDT, Georges-Arthur: Die Aussetzung. Eine Erzählung. ; weicher Einband / soft cover ISBN: 3596138752
Gutes Exemplar.

Frankfurt a. M., Fischer 1998. 235 S. OKart. (=Fischer 13875).

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Georges-Arthur,Goldschmidt: Die Aussetzung Erzählungen, Fischer S. Verlag GmbH, August 1996 ISBN: 3100344324

NEUBUCH! 197 mm x 123 mm x 30 mm

[SW: Französische Belletristik / Roman, Erzählung]

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