Grabbe
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GRABBE, CHRISTIAN DIETRICH - Grabbe-Gesellschaft (Hrsg.): Jahrbuch der Grabbe-Gesellschaft - 1. Band; Detmold, Selbstverlag, 1939.
Christian Dietrich Grabbe (* 1801 in Detmold, + 1836 ebenda), Dramatiker des Vormärz. - In seiner theaterkritischen Abhandlung "Über die Shakspearo-Manie" aus dem Jahr 1827 untersucht Grabbe die Begeisterung über Shakespeare. Darin fragt er sich wie diese Faszination über Shakespeare entstand, ob er diese Bewunderung überhaupt verdient, und welche Auswirkung dies auf das deutsche Theater haben müsse. (Zur Lektüre des hier abgedruckten Manuskriptes ist natürlich die Kenntnis der altdeutschen Schreibschrift erforderlich).
29 + 42 Seiten + 8 s/w-Bildtafeln [die Seite mit dem Geleitwort von Dr. Alfred Meyer wurde entfernt und fehlt]; Inhalt: 1. Dr. Rainer Schlösser: Der Humor in Grabbe's Werken; 2. Dr. Alfred Bergmann: Einleitung in die "Shakspearo-Manie"; 3. Christian Dietrich Grabbe: Über die Shakspearo-Manie (Faksimile des 42seitigen handschriftlichen Manuskriptes von Grabbe mit dessen Anmerkungen, das sich im Besitz vom Grabbe-Archiv Alfred Bergmann in Detmold befindet). Auf den Bildtafeln auf Kunstdruckpapier 8 Szenenbilder von "Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung" von Aufführungen aus Hamburg 1931, Baden-Baden 1937, Bonn 1938, Bielefeld 1936, Münster 1935 und Berlin 1930 u. 1936. [gr-8°: 16,5 x 24 cm] broschierter Pappband; Einband etwas berieben und bestoßen; die Seiten vor und nach den Bildtafeln etwas stockfleckig; sonst gutes Exemplar.
[SW: William Shakspear Shakespeare Shakespearo Manie Grabbe Sekundärliteratur]
GRABBE. JAHRBUCH DER GRABBE-GESELLSCHAFT 1940. Detmold, Grabbe-Gesellschaft,. 1940.
Dritter Band des Jahrbuches.- Mit Beiträgen von H. Kindermann (Das Werden des Hermann-Mythus von Hutten zu Grabbe), J. Bertram (Grabbe im deutschen Schicksalskampf) und O. Kloeffel (Grabbe und unsere Zeit) sowie einleitenden Ansprachen des Gauleiters Alfred Meyer, der Schirmherr der Grabbe-Gesellschaft im 3. Reich war.
Gr.-8vo. 110 S., 16 Bildtaf. OKart. (Unterkante teilw. m. Feuchtigkeitsspur).
[SW: Deutsche Literatur, Vormärz (Sekundärliteratur); Einzelbände; Literature; Vormärz; Zeitschriften]
(Christian Dietrich Grabbe) Grabbe-Archiv & Sammlung,
a) Br.m.O,D,U. des Chefdramaturg der Kieler Bühnen, Dr. Peter Kleinschmidt, 16.5.1967 1,5 S. 4° "da unsere nächste Premiere Grabbes Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung ist, fuhr ich nach Detmold, um über das Grabbe-Archiv einige Anregungen für
(Christian Dietrich Grabbe) Grabbe-Archiv & Sammlung 2 Briefe m.U. an den Vorsitzenden der Dramaturgischen Gesellschaft in Berlin, ausführlich über Organisation u. Mittel des Archivsa) Br.m.O,D,U. des Chefdramaturg der Kieler Bühnen, Dr. Peter Kleinschmidt, 16.5.1967 1,5 S. 4° "da unsere nächste Premiere Grabbes Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung ist, fuhr ich nach Detmold, um über das Grabbe-Archiv einige Anregungen fürden Regisseur zu sammeln. In diesem Zusammenhang fiel mir ein so unglaublicher Mißstand auf..u. die DG zu bitten, hier einzugreifen.." Über Dr. Bergmann, Dr. Hellfaier, Dr. Ebert.. b) Br.m.O,D,U. vom Vorstand des Deutschen Bühnenverein, Köln 16.6.1967
Hollo-Detmold, Heinrich: Grabbe: Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung. Mit einem Vorwort des Verfassers. Mit einem Literaturverzeichnis. - (=Grundlagen und Gedanken zum Verständnis klassischer Dramen). Frankfurt, Moritz Diesterweg Verlag, ohne Jahresangabe, ca. 1965.
Guter Zustand. Seiten papierbedingt leicht gebräunt. Mit zusätzlicher Einbandfolierung versehen. Bibliotheksexemplar. - Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung ist ein Theaterstück von Christian Dietrich Grabbe und eine der großen deutschen Komödien. Grabbe vollendete das Stück 1827 nach seiner düsteren, nihilistischen Tragödie Herzog Theodor von Gothland und bezeichnete es selbst als komödiantischen Widerpart des Gothland. Das Stück vermischt zahlreiche Elemente des klassischen Lustspiels: Posse, commedia dell'arte, ätzende Literatur- und Gesellschaftssatire und possenhafter Unsinn. Grabbe selbst erlebte eine Inszenierung des Stücks nicht; erst in seinem 40. Todesjahr 1876 fand eine erste Privatinszenierung am Akademietheater in Wien statt. 1907 folgte die offizielle Uraufführung in einer Bearbeitung von Max Halbe an dessen Bühne "Intimes Theater für dramatische Experimente" in München. ... Kurzinterpretation: Das Stück ist einerseits ein großer Klamauk, der das Genre der Hochzeits- und Verwechslungskomödie - das ja auch noch heutigen Seifenopern zugrunde liegt - parodiert. Andererseits bietet das Stück ernst zu nehmende satirische Angriffe gegen Journalisten, Lehrer, Handwerker und Bauern, die High Society und immer wieder vor allem gegen die deutsche Literatur. Hier ist Grabbe unübertroffen bissig. Die Parodie des Schulmeisters, die Kritik am Journalismus, an verstaubter Wissenschaft, hohlem Pathos, Spießermoral und der dummen Oberflächlichkeit insbesondere von weiblichen Schriftstellern z.B. dürften auch heute noch bei einigen Missbilligung hervorrufen. Kein Zufall aber ist, dass die emanzipierte Liddy die einzige intelligente, gefühlvolle, vernünftige und sympathische Figur des Stückes ist. Eingebettet ist diese in ein nihilistisches Weltbild: "Die Welt ist weiter nichts als ein mittelmäßiges Lustspiel, welches ein grünschnäbeliger Engel, der wenn ich nicht irre noch in der Prima sitzt, während seiner Schulferien zusammengeschmiert hat." Sie ist aus den Fugen geraten, weil Oberflächlichkeit, Geldgier, Selbstsucht und Borniertheit regieren. Die althergebrachten Werte funktionieren nicht mehr; neue sind noch nicht in Sicht. Letztlich ist Grabbe ein verbitterter Moralist, der seiner Gesellschaft den Zerrspiegel vorhält und ihre Schwächen schonungslos karikiert - aber nie verbissen. ... Aus: wikipedia-Scherz,_Satire,_Ironie_und_tiefere_Bedeutung
Erstausgabe. 55 (1) Seiten. 20,8 cm. Illustrierte Originalbroschur.
[SW: Literaturtheorie, Literaturgattungen, Literatursoziologie, Literaturepochen, Literaturrezeption, Sprachwissenschaft, Literaturgeschichte, Literaturwissenschaft, Literaturwissenschaften, Literaturrecherche, Literaturinterpretation, Hermeneutik, , Theatertexte, Theaterwissenschaft, Theaterwissenschaften, Theatergeschichte, Theaterstücke, Dramatiker, Theatertheorie, Dramaturgie, Dramentheorie, Dramatik, Geschichte, Schauspiel, Schauspieler, Theater]



