Grenze

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Pletzing, Christian/Gil, Karoline: Granica Die deutsch-polnische Grenze vom 19. bis zum 21. Jahrhundert, MEIDENBAUER, Dezember 2010 ISBN: 3899752139
Die Grenze zwischen Polen und Deutschland war seit dem 19. Jahrhundert ein umstrittenes Politikum. In der Weimarer Republik galt die im Versailler Vertrag gezogene neue Ostgrenze des Deutschen Reichs als blutende Grenze . Nach dem Zweiten Weltkrieg zelebrierten die DDR und die Volksrepublik Polen an der Oder-Neiße-Friedensgrenze eine vordergründige Freundschaft. Dagegen gab es in der Bundesrepublik heftige Auseinandersetzungen um eine Anerkennung der deutsch-polnischen Grenze an Oder und Neiße. Aber erst der deutsch-polnische Grenzvertrag aus dem Jahr 1990 sowie die Osterweiterung der Europäischen Union trugen dazu bei, der Grenze allmählich ihren konfliktgeladenen und trennenden Charakter zu nehmen. Historiker, Politologen, Soziologen und Kulturwissenschaftler aus Deutschland und Polen analysieren die vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart geführten Debatten um die deutsch-polnische Grenze. Sie fragen nach dem Bedeutungswandel der Grenze zwischen Deutschen und Polen im Spannungsfeld von Nationalisierung und Europäisierung.

NEUBUCH! 2010. 180 S. 210 mm 214 mm x 154 mm x 20 mm; Colloquia Baltica Bd.19

[SW: Polen, Geschichte, Oder-Neiße-Linie, Deutschland, Geschichte, Deutsch-polnische Beziehungen]

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Führ, Wieland: Berliner Mauer und innerdeutsche Grenze und innerdeutsche Grenze 1945-1990, IMHOF, PETERSBERG, Juli 2007 ISBN: 3865681638
Das Buch liefert eine Einführung in Geschichte, Hintergründe und Gestalt der Berliner Mauer und der innerdeutschen Grenze. Die Deutschland in zwei Hälften teilende Grenze entstand als Ergebnis des vom Deutschen Reich entfesselten 2. Weltkrieges und der Einbindung der 1949 gegründeten beiden deutschen Staaten in die jeweiligen Machtblöcke zweier gegeneinander-stehender Politik- und Wirtschaftssysteme. Bedingt durch die Fluchtbewegung der eigenen Bevölkerung und den bevorstehenden wirtschaftlichen Kollaps der DDR hatte die ostdeutsche Führung die Staatsgrenze West seit dem 13. August 1961 hermetisch abgeriegelt. Aufbau und Funktion der Grenzanlagen ließen von vornherein erkennen, dass sich die Grenze nach innen gegen die eigene Bevölkerung richtete. Das ausgeklügelte System der Grenztechnik mit Schutzstreifen, Stacheldraht, Zäunen, Signalanlagen, Gittern, Mienen und Mauern war darauf abgestellt, die Flucht aus der DDR, dem Staat der Arbeiter und Bauern, zu verhindern. Die schließlich bestgesicherte und undurchlässigste Grenze der Welt wurde ein besonderes deutsches Phänomen und der Begriff Berliner Mauer ein Synonym für eine widernatürliche Grenze. 45 Jahre teilte die Grenze Landschaften, Städte und Dörfer, sie zerschnitt Verkehrswege und andere Verbindungen, sie trennte Familien, Verwandte und Bekannte, prägte nachhaltig das Leben von vielen Millionen Menschen und forderte nicht zuletzt zahlreiche Opfer.

NEUBUCH! 2008. 216 S. m. 80 Abb. 22 cm 223 mm x 123 mm x 23 mm 80 Abb.; Imhof-Zeitgeschichte

[SW: Innerdeutsche Grenze, Berliner Mauer]

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Fuchs, Norbert: Billmuthausen. Das verurteilte Dorf. Hildburghausen : Verlag Frankenschwelle Salier, 1991. ISBN: 3861800063
Ein tadelloses Ex. - Die verlassenen wüsten Wohnstätten der Menschheit, durch Naturkatastrophen und Kriege untergegangene Siedlungen und Städte, kennzeichnen in den Landkarten drei Punkte. Daneben findet man die Namen: POMPEJI, KARTHAGO, LIDlCE... Manche wurden zu Gedenkstätten, andere erst viele hundert Jahre danach aus den darüberliegenden Erd- und Geröllschichten ausgegraben. Besucher dieser öden Stätten schwanken zwischen Neugier und Schauder, wenn sie durch die toten Straßen gehen. Wenn eines Tages eine von allen Lügen und Verzerrungen gereinigte Landkarte des Gebietes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik erscheint, wird man den Verlauf der gewesenen innerdeutschen Grenze an einer Kette von zerstörten und verlassenen Dörfern erkennen, die sich von der Ostsee bis zum Fichtelgebirge zieht. Die Menschen in diesen Dörfern und Höfen entlang der Demarkationslinie haben Jahrzehnte im Ausnahmezustand der sogenannten Sperrzone gelebt, Tag und Nacht unter militärischer Bewachung. Viele wurden aus ihren Häusern vertrieben, andere suchten ihr Heil in der Flucht über die nahe Grenze in die Bundesrepublik Deutschland. Zuletzt wurden Dutzende Höfe und Dörfer zerstört, dem Erdboden gleichgemacht, alle Spuren beseitigt. Eines dieser Dörfer war BILLMUTHAUSEN. In den Schulatlanten des Jahres 1990 ist Billmuthausen wie ein bewohnter Ort eingezeichnet. Als wäre nichts geschehen. Das Buch ist all den Menschen gewidmet, die auf diese Weise ihre Heimat verloren. Viele von ihnen standen nach der Grenzöffnung zum ersten Mal an der wüsten Stätte, die ihr Heimatdorf war. - Die Grenze tötet das Dorf / Das langsame Sterben von BILLMUTHAUSEN begann mit dem Abriß der jahrhundertealten Dorfkirche, einem Kleinod spätgotischer Baukunst. Sie stand auf dem Friedhof. Soweit die Menschen zurückdenken konnten, war in ihr getauft und waren Generationen in ihr getraut worden. Nun verfiel sie. Da kam aus dem Nachbardorf in Bayern der Vorschlag, bei der Restaurierung zu helfen. Arrogant lehnte die Bürokratie dieses Angebot ab. Für sie stand der Tod der kleinen Kirche schon fest. In einer Januarnacht des Jahres 1965 ließ sie die kleine Kirche abreißen. Wie alle Missetäter scheuten sie das Tageslicht, fürchteten unerwünschte Zeugen in den bayerischen Nachbardörfern. Nun war der Platz öde, und der Mörtelstaub bedeckte die Gräber der Vorfahren. Zugleich wurde an der Grenze gepflügt, wurden Bäume gefällt. Es waren keine Äcker, die gepflügt wurden, dort wurde ein Grenzstreifen angelegt, den man heuchlerisch Schutzstreifen nannte. Wen oder was schützte dieser Streifen? In der glattgerechten Erde sollten die Grenzwächter die Fußabdrücke derer erkennen, die die Grenze passiert hatten. Doch alle Fußspuren, die sie sahen, führten aus dem Lande fort. Daneben die Spuren des Wildes, das noch arglos über die Grenze wechselte. Billmuthausen lag jetzt in der 500-Meter-Schutzzone, diese wiederum im 5-Kilometer-Sperrgebiet. Die Grenze wurde zur Frontlinie ausgebaut, die Bewegungsfreiheit der Bewohner in den Grenzdörfern immer mehr eingeschränkt. Mit dem Bau der Mauer in Berlin 1961 wurde das Grenzregime, der Westgrenze, die bei Billmuthausen im Osten lag, noch mehr verschärft. Diese Entwicklung verlief dort unspektakulärer als in Berlin, wurde weniger von der Öffentlichkeit beachtet. Betroffen waren Dörfer und Siedlungen, deren Bewohner seit Jahren gewohnt waren, in Grenznähe zu leben, die ihrer täglichen Arbeit nachgingen und keine Zeit hatten, jene Vorgänge ständig zu beobachten. Doch die Bauten an der Grenze begannen mehr und mehr Land zu verschlingen. Äcker wurden nicht mehr bestellt, Wälder für den Zutritt gesperrt. Feldarbeiten wurden durch die Grenzpolizei überwacht. Was in den Wäldern an der Grenze zu Bayern, Hessen und Schleswig-Holstein geschah, blieb für die Öffentlichkeit in der nebligen Grauzone zwischen Wahrheit und Gerücht hängen. Die Bewohner der Dörfer zu beiden Seiten der Grenze wußten genauer, was sich dort abspielte. Sie registrierten die gelungenen Grenzüberschreitungen ebenso wie die gescheiterten Fluchtversuche. Eine grenzeigene Sprache entstand, die Bürokratie ließ sie auf Schilder schreiben und in den Zeitungen drucken: Republikflüchtling, Grenzverletzer, Schutzstreifen, Sperrgebiet, Passierschein, Aufenthaltserlaubnis, Sperrgebietszuschlag, Grenzhelfer, Selbstschußanlage. Sie warben in den Grenzdörfern Helfer an, die Polizeigewalt besaßen und Unbekannte im Sperrgebiet kontrollieren durften. Ein tief gestaffeltes System der Grenzüberwachung entstand. Trotz dieser Behinderung ging das Leben in den Dörfern weiter, wurde gesät und geerntet, wurde gefeiert, geflucht und auch geweint. War also alles wie immer in Billmuthausen? Wenn man die Berichte der Menschen aus Billmuthausen hört, spürt man unterschwellig die permanent vorhandene Angst, die von der immer bedrohlicher werdenden Grenze ausging. Der Stacheldraht und die Detonationen hinter dem Dorf drangen in die Träume der Menschen ein. Als die Deportationen von Familien folgten, war die Bedrohung konkret geworden: werde ich der Nächste sein? Sie lasen: 500-Meter-Schutzstreifen und wußten, hier schützte sich die Macht davor, daß ihr das Volk weglief. Wie oft mögen Gespräche nachts in den Schlafzimmern - die Kinder sollten die Zweifel nicht hören - geführt worden sein, wenn ein Nachbar plötzlich hinübergegangen war, um nie wiederzukommen. Hatte er nicht richtig gehandelt, wenn die Grenze immer dichter gemacht wurde und dem Dorf immer näher rückte? Was, wenn man selbst alles aufgeben würde? Hatte man nicht schon den eigenen Bauernhof aufgeben müssen, damit die Genossenschaft gegründet werden konnte, wie es die Macht befohlen hatte? (S. 54/55). - Norbert Fuchs // 1941 in Hildburghausen geboren, lebte in Heldburg und Hildburghausen. Nach dem Abitur an der Geschwister-Scholl-Ober-schule Lehre als Fernsehmechaniker. Studium der Elektrotechnik. Tätig als Diplom-Ingenieur. Literarische Versuche seit 1980, Arbeiten für Zeitungen und Zeitschriften. Ab 1984 feste Zusammenarbeit mit dem Fernsehen, feuilletonistische Szenarien, Arbeit an einer Fernsehserie. Seit 1987 freiberuflich. Lebt in Dresden und Brilon (Hochsauerland). Unveröffentlichte Manuskripte: Künstlerporträt M. M., Dresden-Tagebuch. In seinen Texten gestaltet er den DDR-Alltag und schildert seine Betroffenheit, wenn er die resignative Anpassung der Menschen erlebt, ihren Mangel an Autonomie, die Suche des Menschen nach neuen Wertvorstellungen, aber auch die Flucht als bequem erscheinende Lösung aus dem Trauma. Der vorliegende Band ist seine erste Buchveröffentlichung. ISBN 3861800063 - , ISBN-13: 9783861800064

1. Aufl. 158 S. : Ill., Kt., Gebundene Ausgabe.

[SW: Billmuthausen, Innerdeutsche Grenze, DDR, Sperrgebiet, Dorfgeschichte, Colberg-Billmuthausen]

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Halt! Hier Grenze, 1 DVD, dtsch. u. engl. Version Auf den Spuren der innerdeutschen Grenze. 60 Min. FILM EUROPA,
Es ist eine der am strengsten bewachten Grenzen der Welt. 800 Kilometer Grenzzaun, 400 Beobachtungstürme, 200 Kilometer Minenfelder. 40.000 Grenzsoldaten. Keine Grenze, die zwei Länder trennt. Eine Grenze, die ein Land teilt. Eine Grenze in Deutschland."Halt! Hier Grenze" unternimmt eine Reise auf den Spuren des ehemaligen innerdeutschen Grenzverlaufs. Quer durch Deutschland, vom Dreiländereck bei Hof im Süden bis nach Priwall an der Ostsee im Norden.

NEU 2005. 192 mm x 136 mm x 20 mm

[SW: Zeitdokumente (DVD),Innerdeutsche Grenze; DVD, Deutsche Demokratische Republik; DVD]

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