Grimm Maerchen
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Gebrüder Grimm: Kinder- und Hausmärchen. Ungekürzte Ausgabe in zwei Bänden. Mit zahlreichen Holzschnitten von Eugen O. Sporer, Büchergilde Gutenberg Erste Aufl. dieser Ausg. 1984 Frankfurt am Main ISBN: 376320248x
346 S./ 338S. Groß 8°
Leinen Zwei illustrierte, fadengeheftete und kaschierte Ganzleinenbände. Die Einbände nachgedunkelt, die Buchrücken deutlich, der Seitenschnitt des ersten Bandes mit vier Flecken, ansonsten noch sehr gute Erhaltung dieser schönen Ausgabe der Grimmschen Märchen. Die "Kinder- und Hausmärchen" (KHM), volkstümlich "Grimms Märchen" genannt, sind eine berühmte deutsche Anthologie von Märchen, die Jacob Ludwig Carl Grimm und sein Bruder Wilhelm Carl Grimm, bekannt als die "Brüder Grimm", herausgegeben haben. 1803 hatten die beiden Brüder in der Marburger Universität die Romantiker Clemens Brentano und Achim von Arnim kennengelernt, die bei ihnen das Interesse für alte Hausmärchen weckten. Jacob und Wilhelm Grimm begannen in Kassel in ihrem bürgerlichen Umfeld, das vielfach hugenottisch geprägt war, mündlich überlieferte Märchen zu sammeln und zu bearbeiten. Viele der gesammelten Märchen stammen von der ortsansässigen Märchenerzählerin Dorothea Viehmann, die keineswegs die alte Bäuerin war, als die die Grimms sie darstellten, sondern eine gebildete Frau,[1] sowie aus der Feder des französischen Kulturstaatssekretärs Charles Perrault[2], der seine Märchen ebenfalls nicht nur aus mündlicher Überlieferung, sondern auch von französischen und italienischen Märchensammlern, wie Straparola und vor allem Basile, übernahm. Bei anderen Märchen wird vermutet, dass sie aus der Feder der Grimms selbst stammten. Nach Ansicht vieler Forscher war die Pose der sorgfältigen Sammler alter Traditionen, die die Brüder einnahmen, weitgehend eine der Zeitstimmung der Romantik geschuldete Fiktion: Die Märchensammlung stellt vielmehr eine Mischung aus neuen Texten, Kunstmärchen und teils stark bearbeiteten und veränderten Volksmärchen dar. Einige der teils sehr erheblichen grimmschen Bearbeitungen erkennt man durch eine Gegenüberstellung bestimmter Märchen in der ersten Ausgabe von 1812/15 und in der Ausgabe letzter Hand von 1857. Die Texte wurden von Auflage zu Auflage weiter überarbeitet, teilweise verniedlicht und mit christlicher Moral unterfüttert. Die Grimms reagierten damit auch auf Kritik, die Märchen seien nicht kindgerecht. Um dem zeitgemäßen Geschmack des vorwiegend bürgerlichen Publikums entgegenzukommen, wurden auch wichtige Details geändert. So wurde aus der Mutter in Hänsel und Gretel eine Stiefmutter, denn ihr Verhalten, die Kinder zu verstoßen, war mit dem Mutterbild des Bürgertums nicht zu vereinbaren. Auch direkte sexuelle Anspielungen und Bezüge wurden verändert oder weggelassen. In ihrer Vorrede zu der Ausgabe der KHM von 1815 erwähnen sie explizit, dass es sich bei ihrer Sammlung von Märchen um ein Erziehungsbuch handelt. Wilhelm Grimm, der die KHM seit der zweiten Auflage 1819 fast ausschließlich allein bearbeitete, ergänzte die Texte auch durch zahlreiche Redensarten und bildhafte Formeln. Durch Perrault und durch die hugenottische Herkunft Dorothea Viehmanns und der Kasseler Familien Hassenpflug und Wild (sie verkehrten im Hause Grimm; eine Tochter der Familie Wild wurde später die Frau Wilhelms) flossen auch viele ursprünglich französische Kunstmärchen und Märchenvarianten in die Sammlung ein. Um ein Märchenbuch mit "rein deutschen" Märchen zu haben, wurden einige Märchen, die aus Frankreich in den deutschen Sprachraum gelangten, wie etwa Der gestiefelte Kater oder Blaubart, nach der ersten Ausgabe wieder entfernt. Dies geschah allerdings nicht konsequent, denn den Grimms war durchaus bekannt, dass zum Beispiel für Rotkäppchen auch eine französische Version mit tragischem Ende existierte. Eine nationale Eingrenzung war auch deshalb fragwürdig, weil einige Märchen wie etwa Aschenputtel eine umfangreiche europäische und sogar internationale Herkunfts- und Verbreitungsgeschichte haben. In ihrer Vorrede zu den KHM versichern die Grimms immer wieder, dass es sich bei den gesammelten Märchen um "echt hessische Märchen" handele, welche ihren Ursprung in altnordischen und urdeutschen Mythen hätten. Dass es sich bei ihrer Hauptquelle, der Viehmännin, nicht um eine hessische Bäuerin, sondern um eine gebildete Schneiderin mit französischen Wurzeln handelt, verschweigen sie hingegen. In den Handschriften der KHM, die 1927 in einer Abtei im Elsass gefunden worden sind, finden sich jedoch Vermerke über die französische Herkunft und die Parallelen zu Perraults Märchensammlung. Obwohl Grimms Märchen zu den bekanntesten Werken der deutschen Literatur gehören, sind die Originaltexte der Märchen den meisten unbekannt, so dass vieles, was diesbezüglich an Allgemeinwissen vorherrscht, tatsächlich nicht in der grimmschen Märchensammlung belegt ist. Einige verbreitete Irrtümer: Grimms Märchen beginnen keinesfalls immer mit "Es war einmal". In Wirklichkeit beginnen nur etwa 40 Prozent der Geschichten mit den Worten "Es war(en) einmal" beziehungsweise den entsprechenden mundartlichen Varianten. Viele allgemein bekannte Verse haben im Originaltext eine andere Fassung als gemeinhin angenommen. Das Hexenhaus in Hänsel und Gretel besteht nicht aus Lebkuchen, sondern aus Brot, Kuchen und Zucker. Das Märchen Schneewittchen heißt bei den Brüdern Grimm Sneewittchen.
[SW: Büchergilde Gutenberg | Illustrierte Bücher | Holzschnitte | Grimms Märchen]
Brüder Grimm (Jacob und Wilhelm Grimm): Kinder- und Hausmärchen gesammelt durch die Brüder Grimm. Mit einer Einleitung von Herman Grimm und der Vorrede der Brüder Grimm zur ersten Gesamtausgabe 1819. Mit 184 Textillustrationen zeitgenössischer Künstler. Artemis & Winkler Verlag Einmalige Sonderausgabe 1993 München ISBN: 3538068062
844S. 8°
Leinen Goldgeprägter Ganzleinenband in sehr gutem, nahezu neuwertigem Zustand. Die "Kinder- und Hausmärchen" (KHM), volkstümlich "Grimms Märchen" genannt, sind eine berühmte deutsche Anthologie von Märchen, die Jacob Ludwig Carl Grimm und sein Bruder Wilhelm Carl Grimm, bekannt als die "Brüder Grimm", herausgegeben haben. 1803 hatten die beiden Brüder in der Marburger Universität die Romantiker Clemens Brentano und Achim von Arnim kennengelernt, die bei ihnen das Interesse für alte Hausmärchen weckten. Jacob und Wilhelm Grimm begannen in Kassel in ihrem bürgerlichen Umfeld, das vielfach hugenottisch geprägt war, mündlich überlieferte Märchen zu sammeln und zu bearbeiten. Viele der gesammelten Märchen stammen von der ortsansässigen Märchenerzählerin Dorothea Viehmann, die keineswegs die alte Bäuerin war, als die die Grimms sie darstellten, sondern eine gebildete Frau, sowie aus der Feder des französischen Kulturstaatssekretärs Charles Perrault, der seine Märchen ebenfalls nicht nur aus mündlicher Überlieferung, sondern auch von französischen und italienischen Märchensammlern, wie Straparola und vor allem Basile, übernahm. Bei anderen Märchen wird vermutet, dass sie aus der Feder der Grimms selbst stammten. Nach Ansicht vieler Forscher war die Pose der sorgfältigen Sammler alter Traditionen, die die Brüder einnahmen, weitgehend eine der Zeitstimmung der Romantik geschuldete Fiktion: Die Märchensammlung stellt vielmehr eine Mischung aus neuen Texten, Kunstmärchen und teils stark bearbeiteten und veränderten Volksmärchen dar. Einige der teils sehr erheblichen grimmschen Bearbeitungen erkennt man durch eine Gegenüberstellung bestimmter Märchen in der ersten Ausgabe von 1812/15 und in der Ausgabe letzter Hand von 1857. Die Texte wurden von Auflage zu Auflage weiter überarbeitet, teilweise verniedlicht und mit christlicher Moral unterfüttert. Die Grimms reagierten damit auch auf Kritik, die Märchen seien nicht kindgerecht. Um dem zeitgemäßen Geschmack des vorwiegend bürgerlichen Publikums entgegenzukommen, wurden auch wichtige Details geändert. So wurde aus der Mutter in Hänsel und Gretel eine Stiefmutter, denn ihr Verhalten, die Kinder zu verstoßen, war mit dem Mutterbild des Bürgertums nicht zu vereinbaren. Auch direkte sexuelle Anspielungen und Bezüge wurden verändert oder weggelassen. In ihrer Vorrede zu der Ausgabe der KHM von 1815 erwähnen sie explizit, dass es sich bei ihrer Sammlung von Märchen um ein Erziehungsbuch handelt. Wilhelm Grimm, der die KHM seit der zweiten Auflage 1819 fast ausschließlich allein bearbeitete, ergänzte die Texte auch durch zahlreiche Redensarten und bildhafte Formeln. Durch Perrault und durch die hugenottische Herkunft Dorothea Viehmanns und der Kasseler Familien Hassenpflug und Wild (sie verkehrten im Hause Grimm; eine Tochter der Familie Wild wurde später die Frau Wilhelms) flossen auch viele ursprünglich französische Kunstmärchen und Märchenvarianten in die Sammlung ein. Um ein Märchenbuch mit "rein deutschen" Märchen zu haben, wurden einige Märchen, die aus Frankreich in den deutschen Sprachraum gelangten, wie etwa Der gestiefelte Kater oder Blaubart, nach der ersten Ausgabe wieder entfernt. Dies geschah allerdings nicht konsequent, denn den Grimms war durchaus bekannt, dass zum Beispiel für Rotkäppchen auch eine französische Version mit tragischem Ende existierte. Eine nationale Eingrenzung war auch deshalb fragwürdig, weil einige Märchen wie etwa Aschenputtel eine umfangreiche europäische und sogar internationale Herkunfts- und Verbreitungsgeschichte haben. In ihrer Vorrede zu den KHM versichern die Grimms immer wieder, dass es sich bei den gesammelten Märchen um "echt hessische Märchen" handele, welche ihren Ursprung in altnordischen und urdeutschen Mythen hätten. Dass es sich bei ihrer Hauptquelle, der Viehmännin, nicht um eine hessische Bäuerin, sondern um eine gebildete Schneiderin mit französischen Wurzeln handelt, verschweigen sie hingegen. In den Handschriften der KHM, die 1927 in einer Abtei im Elsass gefunden worden sind, finden sich jedoch Vermerke über die französische Herkunft und die Parallelen zu Perraults Märchensammlung. Am 20. Dezember 1812 erschien der erste Band der "Kinder- und Hausmärchen", in dem die Brüder Grimm ihre bis dahin gesammelten Märchen veröffentlichten, 1815 folgte der zweite. Der Verkauf, vor allem des zweiten Bandes, verlief schleppend, weshalb es zu Unstimmigkeiten zwischen den Grimms und ihrem Verleger Reimer kam. 1819 kam eine zweite Auflage beider Bände heraus, die als die wichtigste in der Editionsgeschichte angesehen wird. Eine Vielzahl von Texten wurde darin neu aufgenommen, darunter einige, die heute zum Grundbestand der KHM zählen (Die Bremer Stadtmusikanten, Hans im Glück, Tischlein deck dich), zahlreiche Texte der ersten Auflage wurden grundlegend bearbeitet. Die Grimms reagierten so auf Kritik von Freunden und Rezensenten. Die Auflage von 1819 wurde auch zur Grundlage für die ersten Übersetzungen (u.a. ins Englische) und für die "Kleine Ausgabe", die 1825 erschien und den Siegeszug der KHM eigentlich erst einleitete. Für die "Kleine Ausgabe" wählte Wilhelm Grimm 50 Märchen aus der Großen aus: KHM 1, 3, 4, 5, 6, 7, 9, 10, 11, 13, 14, 15, 19, 21, 24, 25, 26, 27, 34, 37, 45, 46, 47, 50, 51, 52, 53, 55, 58, 59, 65, 69, 80, 83, 87, 89, 94, 98, 102, 104a, 105, 106, 110, 114, 124, 129, 130, 135, 151, 153. Sie ist die erste deutsche Ausgabe der KHM, die mit Illustrationen (7 Kupferstichen) im Text herauskam, was von vielen Kritikern (u.a. von Achim von Arnim) zuvor als unabdingbar für einen Bucherfolg angesehen worden war. KHM 124 wurde 1833 durch KHM 161 ersetzt, KHM 104a 1858 durch KHM 104. Eine dritte Auflage der "Großen Ausgabe" erschien 1837, die vierte 1840, die fünfte 1843, die sechste 1850, die siebte und gleichzeitig die Auflage letzter Hand kam 1857 heraus. Ihr ganzes Philologenleben lang feilten die Grimms (ab der zweiten Auflage fast ausschließlich Wilhelm) an den Texten, tauschten ganze Märchen aus, nahmen neue auf, verschmolzen mehrere Textfassungen oder fügten Redensarten und Sprichwörter ein. Deshalb gleicht keine Auflage in ihrem Textbestand der anderen. Von der "Kleinen Ausgabe" erschienen zu Lebzeiten der Grimms zehn Auflagen (1825, 1833, 1836, 1839, 1841, 1844, 1847, 1850, 1853, 1858). Auch hier wurden Veränderungen vorgenommen, die Textfassung lehnt sich im Wesentlichen an die große Ausgabe von 1819 an. Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es vereinzelte Stimmen, die diskutierten, ob ein Zusammenhang zwischen den grausamen Szenen in einzelnen Grimm-Märchen und den Gräueltaten der Nazis bestehe (z.B. schrieb Karl Privat im Berliner Tagesspiegel vom 7. Februar 1947 über die Vorschule der Grausamkeit. Eine Diskussion um die Märchen der Brüder Grimm). Doch dass es ein Druckverbot der KHM in der Britischen Besatzungszone bis 1948 gegeben habe, ist eine Legende. Die Brüder Grimm, veraltet auch die Gebrüder Grimm, Jacob und Wilhelm Grimm, sind als Sprachwissenschaftler und Sammler von Märchen (Grimms Märchen) bekannt. Sie gelten gemeinsam mit Karl Lachmann und Georg Friedrich Benecke als "Gründungsväter" der Deutschen Philologie bzw. Germanistik. Die Familie Grimm war in Hanau beheimatet. Der Urgroßvater, Friedrich Grimm der Ältere (1672-1748), und der Großvater, Friedrich Grimm der Jüngere (1707-1777), waren Geistliche des reformierten Glaubensbekenntnisses. Die Eltern Dorothea und Philipp Wilhelm Grimm hatten in ihrer Ehe neun Kinder, von denen drei als Säuglinge starben. Neben Jacob und Wilhelm erlangte der jüngere Bruder Ludwig Emil als Maler Bedeutung. Das Geburtshaus der Brüder Grimm stand am alten Paradeplatz in Hanau. Ihre Jugend verbrachten sie in Steinau a. d. Str., wo der Vater eine Stelle als Amtmann hatte.
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3. Aufl. 27 cm leineinband mit OU; OU mit Läsuren, Widmungseintrag O-Titel: Kinder- und Hausmärchen Märchen d. Brüder Grimm. Ill. (farb.))Illustrationen von Dieter Müller,Die Grimmschen Märchen gehören zum unvergänglichen Schatz der Weltliteratur. Die Brüder Wilhelm und Jacob Grimm gaben mit den Kinder - und Hausmärchen die erste systematische Sammlung von Märchen heraus, die sie - angeregt durch Clemens Brentano und Achim von Armin - dem Volksmund ablauschten und sammelten. Der Froschkönig, Märchen on einem der auszog, das Fürchten zu lernen, Der wolf und die sieben Geislein,Brüderchen und Schwesterchen, rapunzel; Hänsel und Gretel, Das tapfere Schneiderlein, Frau Holle, Aschenputtel, Der gescheite hans, Die kluge else, Die Bremer Stadtmusikanten, König Drosselbart, Tischendeck dich, Goldesel und Knüppel aus dem Sack, Dorchröschen, Sechse kommen durch die ganze welt, Sneewittchen, Hans im Glück, Die kluge Bauerntochter, Rumpelsitzchen, Das Märchen vom Schlaraffnland, der gestifelte kater. Schneeweißchen und Rosenrot, Das Waldhaus, Rotkäppchen, Der Hase und Igel, Das Meerhäschen, Der Meisterdieb.."Auszüge aus dem Buch 3. Aufl.



