Hesse Hermann Rosshalde Roman.

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Hesse, Hermann: Roßhalde. Roman. Umschlagentwurf Jan Buchholz und Reni Hinsch. Rowohlt Taschenbuch Verlag Erste Aufl. dieser Ausg. 1972 Reinbek bei Hamburg ISBN: 3499115573
121S. 8°

Taschenbuch Sehr schöne, im Stil der Zeit illustrierte Broschur. Einband ganz dezent berieben bzw. knickig, Papier allg. nachgedunkelt, ansonsten rundum guter Zustand. Roßhalde ist ein Roman von Hermann Hesse, erschienen 1914. Er schildert das Scheitern einer Künstlerehe. Veraguth, international hochgeschätzter Maler, bewohnt mit seiner Ehefrau Adele und dem gemeinsamen siebenjährigen Sohn Pierre das abgelegene Herrenhaus Roßhalde. Den älteren Sohn Albert hat er nach außerhalb aufs Internat geschickt. Veraguth arbeitet und lebt im Atelier. Das Herrenhaus überlässt er Adele. Pierre pendelt unbekümmert zwischen den entfremdeten Eltern hin und her. Adele ist von der Ehe enttäuscht, hofft aber bis zuletzt, dass sich Veraguth doch noch besinnt. Veraguths Absicht, Adele freizugeben und sie großzügig abzufinden, stößt bei ihr auf Unverständnis. Als Mutter will sie den Zusammenhalt der Familie, obwohl doch die Eheleute seit Jahren trotzig nebeneinander her leben. Der Maler bleibt nur bei seiner Frau, weil er Pierre über die Maßen liebt. Adele würde unter Umständen in die Scheidung einwilligen, wird jedoch den Jungen niemals hergeben. So muss der Vater auf Roßhalde ausharren und abwarten, wem der Junge sich einmal zuwenden wird. Veraguth will für längere Zeit nach Indien reisen und dort malen. Adele befürchtet, ihn in dem Fall zu verlieren. Überhaupt rät sie ihm zur Vernunft. Veraguth lehnt ihre Vernunft ab. Er fühlt sich hin und her gerissen. Einerseits möchte er weg von Roßhalde, andererseits möchte er bei Pierre bleiben, dem einzigen Menschen, den er liebt und von dem er geliebt wird. Das Malen fordert Veraguths ganze Konzentration und Kraft. Während der Jahre andauernder Kraftanstrengung hat er die Familie vernachlässigt. Zwar sorgt er materiell für die Seinen, ist aber ständig mit den Gedanken bei dem Bild, das er gerade auf der Staffelei hat. Seine frühere Heiterkeit, sein Strahlen, das Adele so für ihn eingenommen hatte, ist ihm abhanden gekommen. Adele und Albert suchen das Atelier nicht mehr auf. Veraguth erkennt, dass er sich von Adele längst losgesagt hat. Er will von Roßhalde weggehen. Also muss er sich auch von Pierre trennen. Da erkrankt der Junge an Hirnhautentzündung. Die Welt auf Roßhalde gerät aus den Fugen. Abwechselnd wachen die besorgten Eltern am Krankenbett. Aus einem Gespräch mit dem behandelnden Arzt weiß Veraguth, dass Pierre in Todesgefahr schwebt. Adele hingegen ist nicht informiert. Bei aller Not, die Veraguth leiden muss, bleibt er fest. Nachdem der Schmerz ausgestanden sein wird und niemand mehr da ist, den er liebt, wird er von Adele und Albert weggehen. Das sagt er Adele auf den Kopf zu, als sie ihn zur Rede stellt. Darauf gibt Adele Pierre frei. Der Junge dürfe nicht sterben. Falls Pierre überlebe, solle er beim Vater bleiben. Veraguth kann das Opfer, das Adele für den Jungen bringt, kaum fassen. Das Paar findet am Krankenbett vorübergehend zusammen. Doch Pierre stirbt, und Veraguth verlässt die Familie. Das Herrenhaus Roßhalde ist beschrieben nach dem Modell von Haus Belair in Schaffhausen, heute allgemein zugänglich als Jugendherberge Hausherr war bis zu seinem Tod 1943 Hesses Freund, der Maler Hans Sturzenegger, der auch das Modell für den Veraguth abgegeben hat. Der Roman enthält weitere autobiographische Elemente. So erkrankte Hesses damals dreijähriger Sohn 1914 an Hirnhautentzündung. Hesses Frau Maria litt unter Schizophrenie, und nach ihrer Heilung im Jahr 1919 verließ Hesse sie. Hermann Hesse, 1914 in einem Brief: "...die unglückliche Ehe, von der das Buch handelt, beruht gar nicht auf einer falschen Wahl, sondern tiefer auf dem Problem der Künstlerehe überhaupt, auf der Frage, ob überhaupt ein Künstler... zur Ehe fähig sei." Hermann Hesse, 1942 in einem Brief: "Damals, mit diesem Buch, hatte ich die mir mögliche Höhe an Handwerk und Technik erreicht und bin nie weiter darin gekommen."

[SW: Deutsche Literatur | Roman | Hermann Hesse]

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Hesse, Hermann. Roßhalde. [Roman]. Bln.: S. Fischer 1914. 304 S., 2 Bl. Vlgsanz. Beige, illustr. OLwd. m. VDeckel- u. RTitel in Schwarz und Rot, 3-seit. Grünschnitt, Lesebändchen (Entwurf: E[mil] R[udolf] W[eiss]).
Erste Ausgabe. Mileck II: 21; Waibler E 161; Wilpert/Gühring² 40; Beck 141; Schauer II, 38 mit Abbildung. "Wie bereits Hesses Brief an seinen Vater andeutet, ist der Roman zunächst ein literarischer Bewältigungsversuch seiner eigenen Eheproblematik" (KNLL 7, 801). Der Titelholzschnitt von E. R. Weiss auf dem Einband wiederholt. - Band geringfügig angestaubt und kaum merklich fleckig, wenige Blatt mit geringfügiger Quetschspur durch die Buchbinder-Maschine. Gutes, innen sauberes, eigentlich schönes Expl.
[(SW: autobiographischer Roman, Ehekrise, Weiss, Emil Rudolf)]

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Hesse, Hermann: Roßhalde. Roman. Bertelsmann Lesering (Lizenz des Suhrkamp Verlages) Lizenzausgabe 1961 Gütersloh
157 S.S. 8°

Halbleder Was die Ehe des Malers Johann und seiner Frau, der Pianistin Adele Veraguth, noch zusammenhält, ist die Liebe zu ihrem jüngsten Sohn Pierre, sonst leben die beiden getrennt, innerlich wie räumlich, der Maler in seinem Atelier, Adele im Wohngebäude der Roßhalde. Ihre Gemeinsamkeiten sind erschöpft, und die Einsamkeit hat sie verhärtet und wortkarg gemacht. Der plötzlichen Erkrankung des geliebten Sohnes stehen die Eheleute fassungslos gegenüber. Fadengehefteter, goldgeprägter Halblederband mit Farbkopfschnitt und Lesebändchen. Der Lederrücken mit deutlichen Bereibungen/ Abrieben, Schnitte leicht fleckig, Exlibris auf Innendeckel, wenige Seiten leicht fleckig, Lesebändchen angeschmutzt, ansonsten guter Zustand. Gesamterhaltung befriedigend.

[SW: Deutsche Literatur | Roman | Hermann Hesse]

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Hesse, Hermann: Roßhalde. Roman, Bertelsmann Lesering 1961
Gut

Hermann Hesse: Roßhalde. Roman. Bertelsmann Lesering 1961. Gebunden, Lesebändchen, 158 Seiten, ordentlicher Zustand.

[SW: Hesse Roßhalde]

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