Homer Ilias
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HOMER. Homeri quae extant omnia Ilias, Odyssea, Batrachomyomachia Gymni, Poematia aliquot cum Latina versione omnium quae circumferuntur emendatiss. aliquot locis etiam castigatiore Perpetuis item iustisque in Iliada simul & Odyßeam Io.SPONDANI Mauleonensis Commentariis. PINDARI quinetiam Thebani Epitome Illiados Latinis versib.(us) & DARETIS Phrygii de bello Troiano libri, a Corn. Nepote eleganter latino versi carmine. INDICES Homeri textus & Commentariorum locupletissimi. Basel, Eusebii Episcopii opera ac impensa, 1583.
Lateinisch-griechische Gesamtausgabe. - Ilias und Odyssee, die beiden unter dem Namen HOMER überlieferten Epen, sind bekanntlich die ältesten uns erhaltenen Dichtungen der griechischen und somit auch der europäischen Literatur. Beide Werke zusammen zählen etwa 2.800 Verse in daktylischen Hexametern. Homer hat die Vorstellungen der griechischen Götterwelt mitgeprägt. Bei ihm erscheinen die Götter als gesteigerte Menschen mit größerer Macht, ewigem Leben und auch stärkeren Leidenschaften. Die homerischen Hymnen (prooimia) stellen 34 Anrufungen der Götter dar, davon fünf kleine Epen. Sie zählen zu den schönsten Dichtungen des Altertums. Der Froschmäusekrieg (Betrachomyomachia) wird dem Homer zugeschrieben, ist aber sehr umstritten, stammt vermutlich aus dem 5. vorchristlichen Jahrhundert und ist eine Parodie auf die Ilias. Die erste gedruckte Ausgabe der Werke von Homer erschien 1488 in Florenz, wo der Athener Demetrios Chalkondyles den griechischen Text erstmals in Druck gab und der Kreter Demetrius Damilas auf Kosten der Brüder Bernardus und Berius Nerlius in die Tat umsetzte. Dieser Ausgabe folgte bald die berühmte Aldine zu Venedig: Aldus Manutius, Venedig 1504. Die erste deutsche Übersetzung der Ilias fertigte Johannes Baptista Rexius 1584 an, und zwar in Prosa. Die erste deutsche Übersetzung der Odyssee in Prosa fertigte S. Schaidenreißer Augsburg 1537 an. In Deutschland hatten die 1782 (Odyssee) und 1793 (Ilias) zuerst herausgekommenen Übersetzungen in Hexameter von Johann Heinrich Voß die größte Wirkung.
2 Teile in 1 Band. Fol. Kollation: (1:) Titelblatt mit Druckersignet, (4), 499, (20) S.; (2:) Titelblatt, (2), 380, (22) S. 2 Teile in einem zeitgenössischen Holzdeckelband mit Schweinslederüberzug in ornamentaler und figürlicher Blindprägung, Leder beschabt und etwas an den Rändern eingerissen, auf fünf Doppelbünden geheftet mit überstrichenem Rücken, zwei (fehlenden) Schließen und grünem Buchschnitt.
Homer: Ilias. Übersetzt von Johann Heinrich Voss. Text der ersten Ausgabe. Mit einem Nachwort von Hans Kleinstück und einem Frontispiz Homers. Schutzumschlag: Wolfgang Dohmen. Emil Vollmer Verlag Keine Auflagenangabe Ohne Jahresangabe (um 1960) Wiesbaden, Berlin
463S. 8°
Leinen Fadengehefteter, goldgeprägter Ganzleineneinband mit Büttenvorsätzen und illustriertem Schutzumschlag. Der Umschlag berieben, leicht fleckig, angerändert und mit zwei kleinen Einrissen, Kopfschnitt etwas staubgedunkelt, Buch ansonsten in gutem, Umschlag in befriedigendem Zustand. Handwerklich solides und hübsches Exemplar in der gefälligen Voss'schen Übertragung. Die Ilias, eines der ältesten schriftlich fixierten Werke Europas, schildert einen Abschnitt des trojanischen Krieges. Das Epos umfasst 24 Bücher bzw. Gesänge, wie diese Abschnitte seit der Übersetzung durch Johann Heinrich Voß bezeichnet werden. Die Ilias beruht auf frühgeschichtlichen Mythen und Erzählungen und wird Homer zugeschrieben (zur Verfasserschaft, auch hinsichtlich der Odyssee, siehe Homerische Frage). Die Ilias-Darstellung der Olympischen Götter dürfte erheblich zur Entwicklung einer nationalen griechischen Religion beigetragen haben und prägt bis in die Gegenwart die europäische Kunst- und Geisteswissenschaft. Gegenstand ist der bereits zehn Jahre währende Trojanische Krieg zwischen Troja und der griechischen Allianz der Achaier. Zentrales Thema der Ilias ist der Zorn, der innerhalb ihres nur 51-tägigen Handlungsverlaufs immer weitere Kreise zieht und dabei Heroen wie Götter als unentrinnbares Schicksal ereilt. Den Anfang setzen die Entehrung des Gottes Apollon durch den Raub der Chryseis und seine Rache an den Achaiern. Als schließlich dem Apollon-Priester Chryses die Tochter zurückgegeben wird, fordert Agamemnon, Oberbefehlshaber der Achaier, Ersatz für seine Beute und gerät so in Konflikt mit Achilleus, der sich in der Folge ebenfalls entehrt sieht und sich aus den Kämpfen zurückzieht. Der "Zorn des Achilleus" wird zur Klammer des Epos, findet zum Ende hin aber eine neue Ursache. So wendet Achilleus im Neunzehnten Gesang die endgültige Niederlage der Achaier durch die öffentliche Versöhnung mit Agamemnon und seinen Wiedereintritt ins Kampfgeschehen ab, um dafür nun dem Zorn auf Hektor nachzugeben, der zuvor seinen besten Freund und Kampfgefährten Patroklos getötet hat. Eine Mäßigung findet Achilleus' Zorn erst im letzten bzw. Vierundzwanzigsten Gesang, als er Hektors Leichnam nach 12-tägiger Schändung seinem Vater Priamos zur Bestattung überlässt. Mythischer Ausgangspunkt für den Trojanischen Krieg ist das Urteil des Paris und dessen Entführung von Agamemnons Schwägerin Helena. Beides wird in der Kypria beschrieben. Die Kenntnis darum wird in der Ilias vorausgesetzt und daher nur einmal kurz angedeutet. Von der List des Odysseus (Trojanisches Pferd) und dem Ende des Trojanischen Krieges wird dann nicht in der Ilias, sondern unter anderem in der Iliu persis des so genannten Epischen Zyklus erzählt. Homer gilt als Autor der Ilias und Odyssee und damit als erster Dichter des Abendlandes. Weder sein Geburtsort noch das Datum seiner Geburt oder seines Todes sind zweifelsfrei bekannt. Die Epoche, in der Homer gelebt haben soll, wird ebenfalls kontrovers diskutiert. Herodot schätzte, dass er 400 Jahre vor seiner Zeit gelebt haben muss, folglich müsste dies etwa 850 v. Chr. gewesen sein. Andere historische Quellen wiederum legen dies in die Zeit des trojanischen Krieges, also etwa 1200 v. Chr. In der Antike wurden ihm weitere Werke wie die Homerischen Hymnen zugeschrieben, während andererseits immer wieder bezweifelt wird, ob Ilias und Odyssee überhaupt von einer einzigen historischen Person namens Homer verfasst worden sind. Unbestritten ist die unermessliche, bis heute andauernde Wirkung Homers, der schon in der Antike als der Dichter schlechthin galt.
[SW: ntike griechische Literatur | Versepos | Klassiker | Ilias | Johann Heinrich Voß]
Homer - Bremer Binderei (B.): [Griechisch:] Homerou Poiesis. Ilias. [Dabei:] Homerou Poiesis. Odysseia. [2 Bände]. München: Bremer Presse, 1923 & 1924. ; fester Einband / hard cover; 1. Ed.
Jeweils eins von nur 615 in der Presse numerierten Exemplaren. Handpressendruck der Bremer Presse, gesetzt in der 16 Punkt Griechisch, die von Louis Hoell geschnitt wurde, und gedruckt auf Zanders Bütten mit dem Wasserzeichen der Presse. Titelzeichnungen von Anna Simons. Der Text wurde herausgegeben von Eduard Schwartz. - "[Die Homer-Type] unterschied sich grundsätzlich von den ausgesprochen handschriftlichen Alphabeten, die in der Nachfolge des Aldus Manutius entstanden waren. Die breit angelegte, durch Betonung der Waagrechten lebhaft fließende Verwandte der Antiqua (...) war eine stempelgerechte, sehr prägnante Griechisch mit deutlich erkennbarer Breitfeder-Herkunft" (Schauer I,87). - "(...) daß die Gesamtleistung des Homers der Bremer Presse eine weitere Einschätzung verdient als lediglich die eines schönen Druckwerkes in griechischen Lettern. Der Band ist ein Dokument der produktiven Typographie und als solches von historischem Rang. (...) Es ist ein Ziel erreicht worden, es gibt nicht mehr die Entschuldigung, es sei unmöglich, unsere griechischen Durchschnittsdrucke zu vervollkommnen. (...) eine Homeredition, wie sie, als Buchdruckwerk eingeschätzt, seit der Editio princeps in solcher Vollkommenheit noch nicht erreicht worden ist" (G.A.E. Bogeng: "Bücherstube" Jg. 3, 1924, Ss. 58 sq.) - "This new Greek type is eminently readable and supereminently beautiful, and might well suggest the lines on which our modern printing of Greek texts should be reformed" (B.H. Newdigate: "The London Mercury", Januar, 1924). - | - Erhaltungszustand: Die Originalschuber beigegeben, jedoch ihrer üblichen Fragilität wegen oben und unten restauriert und mit Japanpapier verstärkt. Eine Deckelecke der Ilias kaum sichtbar gestaucht, unteres Rückenende der Odyssee mit kleinen, fast unmerklichen Fleckchen, sonst sehr gut erhalten, innen fast neuwertig. Ein sehr schönes, dekoratives Exemplar, in diesem Zustand äußerst selten. - | - Two volumes. Original vellum, gilt, upper edge gilt, others uncut. Bound by the Bremer Binderei. Original slip-cases, tops and bottoms of slip-cases repaired; very small, light stains to lower end of spine of Odysseia; a corner of the Ilias hardly visible bumped; else very fine, internal condition as new, a very attractive set. In Greek. "Folio editions of the Iliad and Odyssey, in Greek type (...), are magnificent examples of controlled printing" (Colin Franklin: The Private Presses, p. 163). - | - Lehnacker 15 & 16 - Rodenberg 58,15 & 16 - Schauer I,86-87 (mit Abbildung eines Typenbeispieles) & II,70 (mit Abbildung aus der Odyssee) - Zeller/Volke: Buchkunst und Dichtung 72.
Groß-Quarto. ca. 346 x 224 mm. Ilias: [2 weiße], [470]; [2 weiße], [14] Seiten. - Lagenkollation: alpha-omega omega4, ALPHA-LAMBDA4; o-oo4. Odysseia: [2 weiße], [365], [1 weiße]; [12], [4 weiße] Seiten. - Lagenkollation: alpha-chi chi4; o-oo4. Handgebundene Original-Pergamentbände auf fünf durchgezogenen Pergamentbünden mit goldgeprägter Randrahmenlinie auf den Deckeln, die Rücken durch goldgeprägte Rechtecke in sechs Felder gegliedert, auf zweitem der Titel, unten das Jahr in römischen Ziffern. Handgestochene grüne Seidenkapitale, Kopfgoldschnitt, vorn und unten unbeschnitten. Signiert auf dem hinteren festen Vorsatz unten: "Bremer Binderei | F. TH.".
[SW: Homer 1923 Homer Werke Opera signiert1 moderner handgefertigter Meistereinband handmade binding Lingua Graeca Griechisch Bremer Presse Lyrik Homer Epos Troja Odysseus Antike Bremer Binderei]
Schrott, Raoul: Homers Heimat Der Kampf um Troia und seine realen Hintergründe, HANSER, März 2008 ISBN: 3446230238
Wer war Homer wirklich Raoul Schrott ist bei der Arbeit an seiner Ilias-Übersetzung auf eine Sensation gestoßen: Der Schauplatz der Ilias ist nicht Troia, sondern Kilikien. Diese These legt er in seiner großen Studie Homers Heimat mit einer Fülle von Daten, Fakten, Belegen und Indizien vor - und das erste Mal seit über 2500 Jahren wird nicht nur der zeitgenössische Hintergrund der Ilias rekonstruiert, sondern auch die Person Homer und ihre Herkunft erkennbar gemacht. Schrott hat die kilikischen Hintergründe für die Götter und Heldenfiguren der Ilias erforscht; die kilikische Landschaft bereist; die Realgeschichte wiedergefunden, die Homer in den alten Troiastoff projiziert, und die historischen Vorbilder für unsterbliche Figuren wie Paris, Helena, Hektor, Achilleus und Priamos.
NEUBUCH! 2008. 426 S. 22 cm 222 mm x 154 mm x 38 mm Mit zahlreichen Abbildungen und Karten
[SW: Troja-Debatte, Homer]



