Jacques Ranciere

Es wurden insgesamt 85 Einträge zu 'Jacques Ranciere' gefunden (Stand: 10.02.2012).

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Ranciere, Jacques: Die stumme Sprache Essay über die Widersprüche der Literatur, DIAPHANES, 060 ISBN: 3037341114
Immer wieder kreist Jacques Rancieres Denken um die wechselseitigeDurchdringung von Politik und Ästhetik. In diesem Buch analysiert er das geschichtliche Aufkommen der "Literatur" in Entgegensetzung zum klassisch-normativen System der "belles-lettres", der Belletristik. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts bröckelt die Vormachtstellung der Repräsentation: das Primat gelungener Fiktion wird abgelöst vom Primat der Sprache und der Expression,die festgefügte Hierarchie der Genres von der Gleichheit der dargestellten Sujets, der Indifferenz im Verhältnis von Form und Inhalt. An Lektüren von Flaubert, Mallarme und Proust, in Abgrenzung von den Literaturbegriffen Sartres oder Blanchots entwickelt Jacques Ranciere eine neue, politische Lesart diesesParadigmenwechsels."Unter Literatur wird hier weder die vage Vorstellung vom Verzeichnis der Schriftwerke verstanden noch die von einem besonderen Wesen, das diesen Werken die literarische Eigenschaft einbringt. Man wird von nun an unter diesem Ausdruck die geschichtliche Weise der Sichtbarkeit dieser Werke der Kunst des Schreibens verstehen, die diesen Abstand hervorbringt, und infolgedessen die Diskurse, die diesen Abstand theoretisieren: jene, die das unvergleichlicheWesen der literarischen Schöpfung sakralisieren, aber auch jene, die sie desakralisieren, um sie entweder auf die Willkür der Urteile oder auf die positiven Kriterien der Klassifizierung zu verweisen."

NEUBUCH! 2010. 256 S. 213 mm x 137 mm x 20 mm; Transpositionen

[SW: Literatur]

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Robnik, Drehli: Film ohne Grund Filmtheorie, Postpolitik und Dissens bei Jacques Ranciere, TURIA & KANT, 090 ISBN: 3851326180
Dieser Beitrag zur Filmtheorie geht von Jacques Rancieres Schriften zur Politik und zum Film aus. Ranciere konzipiert Politik und (Film-)Ästhetik ineinander - die Politik im Zeichen der Ästhetik, die Ästhetik im Medium der Politik. Beide betreffen gemeinschaftliche Wahrnehmungsweisen und Platzzuweisungen ebenso wie deren Störung. Im Fokus dieser Theorie stehen dissensuale Akte: Inszenierungen von Streitfällen, durch die sich politische Subjekte bilden, indem sie sich von ihrer Identität und Bodenhaftung im Sozialen absetzen. Es geht um Wortergreifungen, die nicht vorgesehen sind, und um Erscheinen ohne sicheren Grund.Film ohne Grund sondiert Rancieres Film-Texte - zumal sein Verhältnis zu Gilles Deleuze - im Licht seines Politikbegriffs und wirft einen kritischen Blick auf aktuelle Mainstreamfilme wie auch auf Theorien, die jeweils beanspruchen, Kino und Politik zusammenzuführen. Daraus resultiert ein Votum für Dissens und Voraussetzungsbruch als Momente einer politischen Filmästhetik.

NEUBUCH! 2010. 110 S. 24 cm 200 mm x 121 mm x 13 mm

[SW: Ranciere, Jacques, Film]

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Jacques,Ranciere: Das Streit-Bild Zu Film, Geschichte und Politik bei Jaques Ranciere, Turia + Kant, Verlag, November 2010 ISBN: 3851325893
Der französische Philosoph Jacques Ranciere liefert derzeit wesentliche Impulse, die Beziehung zwischen Politik und Ästhetik neu zu denken. Eine zentrale, aber bisher noch wenig beleuchtete Rolle spielen dabei seine Schriften zu Film und Kino. Für Ranciere sind sowohl Politik als auch Ästhetik durch den Streit um Wahrnehmungsweisen, um gesellschaftliche Ordnungen von Erfahrung, geprägt. Dieser Band unternimmt den Versuch, Film mit Ranciere - und in Spannung zur Philosophie des Zeit-Bilds bei Gilles Deleuze - als Streit-Bild zu verstehen: als Bild, das die Inszenierung von Dissens ermöglicht und selbst dissensuell ist.Die AutorInnen entwerfen neue Perspektiven eines politischen Denkens zu Film und Kino. Zur Diskussion stehen die Rolle des Dokumentarischen ebenso wie die Funktion des Rhythmischen und der Gleichheitsbegriff bei Ranciere. Die Theorie hält dabei engen Kontakt mit den Bildern: Es geht um Filme von Fassbinder, Marker und Rossellini, um Komödien aus Hollywood und das Körperkino der Brüder Dardenne. Mit dem Wiederabdruck eines grundlegenden Aufsatzes und der Übersetzung eines filmkritischen Essays von Ranciere kommt sein facettenreiches Kino-Denken auch direkt zu Wort.Mit Beiträgen von Hermann Kappelhoff, Markus Klammer, Sulgi Lie, Siegfried Mattl, Maria Muhle, Vrääth Öhner, Bert Rebhandl, Drehli Robnik, Joachim Schätz, Ruth Sonderegger, Michael Wedel und Jacques Ranciere.

NEUBUCH! 241 mm x 165 mm x 20 mm

[SW: Medientheorie, Medienwissenschaft, Philosophie / 21. Jahrhundert]

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Ranciere, Jacques: Das ästhetisch Unbewußte Transpositionen 19, DIAPHANES, März 2006 ISBN: 3935300891
Jenseits des Geredes um die Krise der Kunst und die Etablierung einer totalen Herrschaft der Bilder, in dem sich die endlose Klage um ein Ende aller Utopien fortspinnt, vertieft Jacques Ranciere in den beiden hier vereinigten Schlüsseltexten seine Fragestellung zum Verhältnis von Kunst und Politik. Es wird deutlich, daß es die Politik ist, der stets eine Ästhetik zugrundeliegt. Insofern es die ästhetische Sphäre ist, welche die Aufteilung der sinnlichen Welt, die Auf- und Zuteilungen von Zeiten und Räumen, von Sichtbarem und Unsichtbarem, von Rede und Rauschen regelt, bestimmt diese die Erfahrungs- und Handlungsdimensionen der Politik. Auf Basis seiner Analyse unterschiedlicher Regime der Kunst (ethische, poetisch-repräsentative, ästhetische) entwickelt Jacques Ranciere zudem eine spezifische Lesart des Verhältnisses von Geschichte und Fiktion, was weitreichende Reinterpretationen von Moderne und Postmoderne, Antike und Klassik eröffnet: Das ästhetische Regime der Künste setzt nicht das Alte gegen das Moderne. Es setzt auf einer tieferen Ebene zwei Regimes von Geschichtlichkeit einander entgegen. In Wirklichkeit gehört der Gegensatz von Altem und Modernem zum mimetischen Regime. Im ästhetischen Regime der Kunst dagegen ist es die Zukunft der Kunst, ihr Abstoßen von der Gegenwart der Nicht-Kunst, die ununterbrochen die Vergangenheit neu inszeniert.

NEUBUCH! 2. Aufl. 2008. 62 S. 21 cm 210 mm x 139 mm x 10 mm; Transpositionen Bd.19

[SW: Ästhetik, Das Unbewußte]

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