Joseph Roth

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Roth, Joseph: Konvolut "Joseph Roth". 6 Titel. 1.) Joseph Roth: Das falsche Gewicht, Drei Erzählungen, bb-Taschenbuch, 1. Auflage/1987, 180 Seiten, sehr gut erhalten. 2.) Joseph Roth: Die Geschichte der 1002. Nacht, Erzählung, Verlag der Nation Berlin, 1. Auflage/1981, 248 Seiten, gut erhalten. 3.) Artikel/Kopie "Ich bin die Hauptmahlzeit. Joseph Roth, der Journalist und Romancier, in neuen Ausgaben" (Neues Deutschland vom 14. September 2010). 4.) Joseph Roth: Die Kapuzinergruft, Verlag der Nation Berlin, 1. Auflage/1984, 190 Seiten, gut erhalten. 5.) "Seine Narrheit ist ein Fass ohne Boden. Jüdisch, österreichisch, melancholisch: der Briefwechsel zwischen Joseph Roth und Stefan Zweig", Artikel von Wilhelm von Sternburg (Berliner Zeitung vom 17. November 2011). 6.) Zur Ergänzung 15 Seiten Biographisches zu Moses Joseph Roth (* 2. September 1894 in Brody; 27. Mai 1939 in Paris) aus dem Internet (Bearbeitungsstand: 23.03.2011) Aufbau Verlag Berlin und Weimar u. a.

Zum Autor: Joseph Roth (1894-1939), als Sohn jüdischer Eltern im österreichischen Brody (Galizien) geboren; von 1913 bis 1916 Studium der Germanistik und Philosophie in Lemberg (Lwow) und Wien; Meldung als Kriegsfreiwiller, während des ersten Weltkrieges im Presseamt der österreichischen Armee; 1919/20 Redakteur einer Wiener Tageszeitung, Beginn seines sozialistischen Engagements; lebte zwischen 1920 und 1924 abwechselnd in Wien und Berlin, wo er für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften arbeitete; von 1924 bis 1929 ständiger Mitarbeiter der "Frankfurter Zeitung", in deren Auftrag er ausgedehnte Reportage-Reisen unternahm, u. a. nach Albanien, durch das Saar-Gebiet, nach Polen, Italien und in die Sowjetunion; 1924 erschienen seine ersten beiden Romane "Hotel Savoy" und "Die Rebellion"; seit 1925 lebte er vorwiegend in Paris, das auch in den Jahren des Exils (1933.1939) sein bevorzugter Aufenthaltsort blieb; Mitarbeit am "Pariser Tageblatt" und anderen Exilzeitschriften; starb 1939 in Paris. Wichtige Werke: "Die Flucht ohne Ende" (1927); "Zipper und sein Vater" (1928); "Radetzkymarsch" (1932); "Tarabas, ein Gast auf dieser Erde" (1934); "Die hundert Tage" (1935); "Beichte eines Mörders, erzählt in einer Nacht" (1936); "Die Kapuzinergruft" (1938); wie oben beschrieben

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Lunzer, Heinz; Lunzer-Talos, Victoria: Joseph Roth: Leben und Werk in Bildern In Zusammenarbeit mit 3sat zum Themenschwerpunkt Joseph Roth, KIEPENHEUER & WITSCH, 029 ISBN: 3462041029
Der prächtige Joseph-Roth-Bildband als Neuausgabe! Zu Leben und Werk von Joseph Roth (1894 bis 1939) legen Victoria und Heinz Lunzer eine überarbeitete Fassung ihres prächtigen und sorgfältig recherchierten Bildbands vor. Er präsentiert Österreichs großen Erzähler in seiner ganzen Vielfalt und gibt zugleich ein Bild seiner von Aufbrüchen und Untergängen gezeichneten Epoche. Joseph Roths Werk, das durch wichtige politische und geistige Strömungen geschärft ist, das Heimatlosigkeit und Exil beschreibt, das einen melancholischen und zornigen Humanismus angesichts der Untergänge und Rückschritte in der Geschichte seiner Zeit vertritt, ist 70 Jahre nach seinem Tod von bestechender Aktualität. Dieser opulente Bildband präsentiert in eindrucksvoller Bildfolge Personen, Orte und Geschehnisse, die Roths zerrissenes, kurzes und reiches Leben nacherlebbar machen: seltene Fotografien aus der Geburtsstadt Brody in Galizien, aus Lemberg, aus dem Wien vor 1914, dem Ersten Weltkrieg und aus deneuropäischen Zentren der Zwanziger- und Dreißigerjahre, in denen Roth in Cafes und Hotels lebte und schrieb. Privatfotos aus dem persönlichen Umkreis des Autors erlauben eine persönliche Annäherung. Private und Geschäftsbriefe, eigene Erinnerungen und die von Zeitgenossen sowie Textbeispiele aus seinem Werk verdichten den biographischen Zugang. Die vielen, fast ausnahmslos zeitgenössischen Fotografien wurden eigens für dieses Buch zusammengetragen. Für diese lang erwartete Neuausgabe sind etliche Bilder und Dokumente hinzugekommen. Ihre chronologische Reihung, die genau recherchierten Kommentare und ausgewählten Zitate aus den Schriften eröffnen einen informativen und optisch überaus reizvollen Einstieg in Leben und Werk des Autors.

NEUBUCH! Überarb. Neuausg. 2009. 280 S. m. zahlr. SW-Fotos. u. Dok. 30 cm 307 mm x 222 mm x 30 mm Mit zahlreichen Abbildungen

[SW: Roth, Joseph; Biografien/Erinnerungen, Roth, Joseph; Bildband]

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Roth, Joseph: Radetzkymarsch. Roman. (= Rowohlts-Rotations Romane, "rororo-Leinenrücken", Nr.222). Umschlag Karl Gröning jr. und Gisela Pferdmenges. Rowohlt Verlag 51.-63. Tausend 1958 Reinbek Bei Hamburg
243S. 8°

Taschenbuch Illustriertes Taschenbuch mit Leinenrücken. Der Einband minimal knickig, Namensprägung im Titelblatt, Papier allg. nachgedunkelt, ansonsten guter Zustand. Radetzkymarsch ist ein Roman des österreichischen Autors Joseph Roth. Er erschien 1932 in Berlin im Verlag Kiepenheuer, nachdem er zuvor bereits in der Frankfurter Zeitung veröffentlicht worden war. In Form einer drei Generationen umspannenden Familiengeschichte beschreibt Roth den Zerfall der österreichisch-ungarischen Monarchie. Der Titel des Romans bezieht sich auf den gleichnamigen Marsch von Johann Strauß (Vater) aus dem Jahr 1848 (siehe Radetzkymarsch), der sich symbolhaft durch die Handlung zieht. Auf die Handlung von Radetzkymarsch verweist auch Roths 1938 erschienener Roman Die Kapuzinergruft. Joseph Roth erzählt in Radetzkymarsch die Geschichte der dem Kaiserhaus der Habsburger schicksalhaft verbundenen Familie Trotta. Die Erzählung vom Niedergang der unerwartet in den Adelsstand aufgestiegenen österreichischen Familie wird mit der krisenhaften Entwicklung und dem Verfall der Habsburger Monarchie parallelisiert und verknüpft. Aus einer ärmlichen slowenischen Bauernfamilie im fiktiven Dorf Sipolje rückt ein Trotta in der Armee zum Rechnungs-Unteroffizier und später zum Gendarmerie-Wachtmeister auf. Nachdem er im Kampf mit bosnischen Schmugglern ein Auge verloren hat, lebt er als Militärinvalide und Parkwächter des Schlosses Laxenburg. Seinem Sohn Joseph eröffnet er eine niedere Offizierslaufbahn; dieser bringt es zunächst zum Leutnant der Infanterie. In der Schlacht von Solferino rettet Leutnant Joseph Trotta unter Einsatz seines Lebens dem jungen Kaiser Franz Joseph I. das Leben. Als "Held von Solferino" wird er dafür mit dem Militär-Maria-Theresien-Orden ausgezeichnet, als "Joseph Trotta von Sipolje" in den Adelsstand erhoben und zum Hauptmann befördert. Er verlässt damit unwiderruflich den Weg seiner bäuerlichen Vorfahren und wird "zum Ahnherrn eines neuen Geschlechtes". Nachdem der Hauptmann im Schulbuch seines Sohnes zufällig eine heroisierende Darstellung der Schlacht von Solferino entdeckt und sich darüber ohne Erfolg sogar beim Kaiser beschwert, wird er zwar in den Freiherrenstand erhoben, verlässt aber verbittert die Armee und zieht sich nach Böhmen zurück. Seinem Sohn, Franz Freiherrn von Trotta und Sipolje, verbietet er eine Karriere beim Militär. Dieser schlägt stattdessen eine zivile Beamtenlaufbahn ein und wird schließlich durch die Gunst des Kaisers zum Bezirkshauptmann in einer mährischen Kleinstadt ernannt. Bei Carl Joseph Trotta von Sipolje, dem Sohn des Bezirkshauptmanns, ist von der knorrigen Stärke des "Helden von Solferino" nichts übrig geblieben. Weder ein schneidiger Soldat wie der Großvater, noch ein kaisertreuer Beamter wie der Vater ist Carl Joseph ein äußerst weicher und feinfühliger Charakter, der die Offizierslaufbahn nicht aus eigenem Entschluss einschlägt, sondern weil er von seinem Vater dazu bestimmt wird. Der junge Mann will eigentlich kein Soldat sein, doch folgt er gemäß dem Ethos der Pflichterfüllung dem Auftrag seiner Familie. In seinen Schicksalen als Leutnant in verschiedenen Garnisonen gewinnt das Leben in der alten Donaumonarchie erstaunliche Anschaulichkeit und Leuchtkraft. Schärfste Gesellschaftskritik, besonders am Offiziersstand, wird immer wieder durch einen liebevollen und anmutigen Humor gemildert. Wie am Anfang des Aufstiegs einer Familie der Einsatz eines Menschenlebens für den Kaiser gestanden hat, steht am Ende ein Opfergang für die namenlosen Kameraden: Carl Joseph fällt im Ersten Weltkrieg bei dem Versuch, Wasser für seine Soldaten zu holen. Der adelige Zweig der Familie Trotta erlischt mit ihm. Zwei Jahre später (am Tag der Beisetzung Franz Josefs!) stirbt auch der Bezirkshauptmann. Ein Nachkomme des eingangs erwähnten Parkwächters von Schloss Laxenburg ist auch der bürgerliche Franz Ferdinand Trotta, den Joseph Roth zur Hauptperson seines 1938 erschienenen Romans Die Kapuzinergruft machte. Sein Großvater war ein Bruder des "Helden von Solferino". Radetzkymarsch gilt allgemein als Roths bedeutendster Roman. Kritiker Marcel Reich-Ranicki zählt ihn sogar zu den zwanzig wichtigsten Romanen in deutscher Sprache.

[SW: rororo Leinenrücken | Deutsche Literatur | Roman | Joseph Roth]

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Morgenstern, Soma: Joseph Roths Flucht und Ende Erinnerungen. Hrsg. u. m. e. Nachw. v. Ingolf Schulte, KIEPENHEUER & WITSCH, Februar 2008 ISBN: 3462040006
Soma Morgensterns Erinnerungen an Joseph Roth - eines der großen Freundschaftsbücher der deutschen Literatur. Frankfurter Rundschau. Soma Morgensterns bewegende Erinnerungen an Joseph Roth sind ein sehr persönlicher Bericht über den schwierigen Freund und verlorenen Trinker, darüber hinaus ein farbiges Zeit- und Alltagsbild aus oft heiteren Geschichten und brillanten Anekdoten. Mit diesem einzigartigen Porträt ist nicht nur Joseph Roth neu kennen zu lernen, sondern auch ein in Deutschland lang vergessener Autor: Soma Morgenstern, dessen lustvoll-souveränes Erzählen in die Tradition der großen deutschsprachig-jüdischen Literatur gehört. Eine fast dreißigjährige Freundschaft hatte Soma Morgenstern mit Joseph Roth verbunden: Die Erinnerungen setzen um 1909 im damaligen Lemberg ein, sie enden 1939 mit Roths Begräbnis. Beide stammen aus Galizien, beide waren Journalisten und Schriftsteller in Wien, wurden als Juden verfolgt und sind nach Paris emigriert. Dort endete durch den frühen Tod Roths die wechselvolle Geschichte einer komplizierten Freundschaft, die sich in den letzten Jahren durch Roths wachsende Alkoholabhängigkeit und wohl auch durch seine konservative politische Wende verdüsterte. Morgenstern erlebte diese 1938/39 unter den Bedingungen des Exils in einem kleinen Pariser Hotel hautnah mit. Dieser gemeinsamen letzten Zeit ist ein Hauptteil des Buches gewidmet, in dem es Soma Morgenstern gelingt, den Zeitgenossen und Freund Joseph Roth in seinem eigentümlichen Charme und in seiner inneren Zerrissenheit auf unvergessliche Weise vor Augen zu führen. Die Erinnerungen an Joseph Roths Flucht und Ende sind ergreifend. Nicht zuletzt durch den aus Behutsamkeit und Unaufgeregtheit gemischten Ton seines Freundes Soma Morgenstern. Fritz J. Raddatz, Die Zeit Dieses Buch ist ein prall gefülltes literarisches Schatzkästchen. Süddeutsche Zeitung

NEUBUCH! 2008. 426 S. 19 cm 191 mm x 126 mm x 24 mm; KiWi Taschenbücher Nr.1044

[SW: Roth, Joseph; Biografien/Erinnerungen]

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