Kafka Werke
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Brod, Max: Stefan Rott oder Das Jahr der Entscheidung. Berlin, Wien, Leipzig, Paul Zsolnay Verlag, 1931.
Besitzerstempel auf Vorsatz. - Max Brod (* 27. Mai 1884 in Prag, damals Österreich-Ungarn; 20. Dezember 1968 in Tel Aviv) war ein deutschsprachiger jüdischer Schriftsteller, Übersetzer und Komponist. Während sein einst sehr erfolgreiches literarisches Werk heute weitgehend unbeachtet ist, bleibt sein eminentes Verdienst um die Werke des Schriftstellers Franz Kafka und des Komponisten Leo Janacek unvergessen. Er gilt auch als Entdecker des Dichters Franz Werfel. Leben: Max Brod wurde als Sohn eines Prager Bankbeamten geboren. Seine Kindheit ist belastet durch schwere Erkrankungen und durch die psychische Störung seiner Mutter. Buchstäblich Harmonie brachte in die Ehe der Eltern nur die Musik, beide waren begeisterte Opernfreunde. Der Vater ließ keine Aufführung von Wagners "Meistersingern" aus, zuhause sang er mit starker Stimme Arien von Meyerbeer, Wagner usw. Die Mutter bevorzugte Verdis "La Traviata". Für Max Brod und seine Geschwister, Otto und Sophie, waren das nachhaltige Eindrücke. Nach Absolvierung des Stefansgymnasiums nahm Brod an der deutschen Karl-Ferdinands-Universität in Prag ein Jurastudium auf. Er begann, sich bei der Alten Prager Landsmannschaft Hercynia einzupauken. Während der Studienzeit begegnete er am 23. Oktober 1902 in der Prager "Lese- und Redehalle der deutschen Studenten" zum ersten Mal Franz Kafka. Brod hielt dort einen Vortrag über Arthur Schopenhauer. Auf dem Nachhauseweg sprach ihn Kafka an. In "Franz Kafka. Eine Biographie" schreibt Brod 1937: "Nach diesem Vortrag begleitete mich Kafka, der um ein Jahr Ältere, nach Hause. - Er pflegte an allen Sitzungen der Sektion' teilzunehmen, doch hatten wir einander bis dahin kaum beachtet. Es wäre auch schwer gewesen, ihn zu bemerken, der so selten das Wort ergriff und dessen äußeres Wesen überhaupt eine tiefe Unauffälligkeit war, - sogar seine eleganten, meist dunkelblauen Anzüge waren unauffällig und zurückhaltend wie er. Damals aber scheint ihn etwas an mir angezogen zu haben, er war aufgeschlossener als sonst, allerdings fing das endlose Heim-Begleitgespräch mit starkem Widerspruch gegen meine allzu groben Formulierungen an." Max Brod. Franz Kafka. Eine Biographie. Dritte, erweiterte Auflage. Berlin und Frankfurt am Main: S. Fischer Verlag, 1954. S.57. Brod und Kafka trafen sich fortan häufig, oft täglich, und blieben bis zu Kafkas Tod eng befreundet. Franz Kafka war öfter Gast im Elternhaus der Brods und lernte dort auch 1912 seine spätere Freundin und Verlobte Felice Bauer kennen, die eine Kusine von Brods Schwager Max Friedmann war. Zusammen mit Brods engem Freund Felix Weltsch und Franz Kafka bildeten diese drei den so genannten engen "Prager Kreis". Nach der erfolgreichen Promotion 1907 erhielt Brod nach einigen Umwegen eine Anstellung bei der Prager Postdirektion. Ähnlich wie Kafka lockte ihn hier vor allem die kürzere Arbeitszeit, die ihm ausreichend Zeit für seine literarischen Projekte ließ. Doch im Gegensatz zu Kafka wurde Brod schnell zu einem erfolgreichen Schriftsteller. Beginn der literarischen Karriere: Bereits mit 24 Jahren veröffentlichte Brod sein viertes Buch, den Roman "Schloß Nornepygge", der vor allem in Berliner Literaturkreisen enthusiastisch als Meisterwerk des Expressionismus gefeiert wurde. Durch dieses und weitere Werke wurde Brod zu einer bekannten Persönlichkeit der deutschsprachigen Literatur. Er förderte uneigennützig Schriftsteller und Musiker; zu den von Brod Protegierten gehörte unter anderem der Dichter Franz Werfel, den er bereits 1910 mit einer Gedichtvorlesung in Berlin der Öffentlichkeit bekannt machte, sich mit diesem aber später zeitweise überwarf, als Werfel sich vom Judentum abzuwenden begann und sich dem Christentum zuwandte; auch mit dem vom Judentum zum Katholizismus übergetretenen bekannten Publizisten und Schriftsteller Karl Kraus lieferte sich Brod polemische Auseinandersetzungen. Max Brod war in den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg von einem "Indifferenten" zu einem bewussten Juden geworden, der - wie Kafka - dem Zionismus Sympathie entgegenbrachte. Entdecker und Mentor: Der ungemein vielseitige "Poeta doctus" (Johannes Urzidil) Max Brod, der auch als Übersetzer, Komponist und Publizist tätig war und mehrere umfangreiche philosophische Werke veröffentlichte, trug unter anderem wesentlich dazu bei, dass Jaroslav Haseks Weltkriegssatire Der brave Soldat Schwejk auf Berliner Bühnen gespielt und der tschechische Autor dadurch populär wurde. Einen ehrenvollen Platz nimmt Max Brod auch in der Musikgeschichte ein. Er verfasste in enger Zusammenarbeit mit dem mährischen Komponisten Leo Janacek deutschsprachige Libretti für dessen Opern und verhalf ihm damit zum Durchbruch auf den internationalen Opernbühnen. Denn Aufführungen in tschechischer Sprache waren damals außerhalb der böhmischen Länder undenkbar und selbst in Prag keineswegs selbstverständlich. Brod hatte die schwierige Aufgabe zu meistern, seinen Text in Einklang zu bringen mit einer Musik, die ganz auf der Sprachmelodie des Tschechischen basierte. Dies verlief nicht ohne Zugeständnisse des Komponisten, so dass z. B. die "deutsche" Jenufa nicht notengetreu mit der tschechischen übereinstimmt. Außer "Jenufa" übersetzte Brod die Libretti zu den Opern "Kat'a Kabanova", "Das schlaue Füchslein", "Die Sache Makropulos" und "Aus einem Totenhaus". Zudem trug Brod durch zahlreiche Veröffentlichungen und eine erste Biografie zum allmählich einsetzenden Ruhm Janaceks bei. Er machte auch seinen ganzen Einfluss geltend, um Aufführungen der damals avantgardistischen Werke an europäischen Opernhäusern durchzusetzen. Vor allem aber wurde Max Brod zum entscheidenden Förderer und Mentor der Werke Kafkas. Immer wieder versuchte Brod, den zweifelnden Kafka in dessen literarischen Bestrebungen zu unterstützen und drängte ihn, seine Arbeiten zu veröffentlichen. Es ist wahrscheinlich Brod zu verdanken, dass Kafka anfing, ein Tagebuch zu führen. Zwar verabredete man auch gemeinsame literarische Projekte, doch die waren aufgrund der unterschiedlichen Arbeitsweise der beiden Autoren nicht durchführbar. Auch nach seiner Heirat mit Elsa Taussig im Jahr 1913 blieb Brod der engste Freund und Bewunderer Kafkas, der Kafka in seinen Lebenskrisen immer wieder beistand, wobei Brod andererseits auch bei eigenen Problemen öfter Rat und Hilfe Kafkas suchte und fand. 1913 nahm Brod seinen Freund Kafka in das von ihm herausgegebene Jahrbuch für Dichtkunst Arkadia auf. Dazu schrieb das Berliner Tageblatt in seiner Ausgabe vom 29. April 1914: "Zwei Talente aus dem jüngeren Jahrgang sind Franz Kafka und Heinrich Eduard Jacob. Beide gegeneinander auszuspielen ist ein Unding. Größere Gegensätze in der Formulierung des Ethischen gibt es kaum. Aber jeder leistet auf seinem Gebiet Erstaunliches." Nach dem Ersten Weltkrieg: Als sich nach dem Krieg die Tschechoslowakei konstituierte, wurde Brod kurzfristig Vizepräsident des Jüdischen Nationalrates. Nachdem Brod den Postdienst aufgab, arbeitete er als Kunstkritiker und freier Autor. Die Nationalsozialisten setzten 1933 seinen Namen bereits auf ihre erste Liste der fortan in Deutschland verbotenen und verfemten Literatur. Bis zu seiner Auswanderung nach Palästina, 1939, war er Redakteur am "Prager Tagblatt". In dieser Stellung nahm er von exilierten deutschen Journalisten und Schriftstellern unzählige Artikel und Kurzgeschichten an, obwohl ihm klar war, dass er sie niemals alle veröffentlichen konnte. Die bar ausgezahlten Honorare, auch wenn es geringe Beträge waren, bedeuteten für viele Emigranten eine wichtige Überbrückungshilfe. Eine Zeit lang arbeitete auch die berühmte Autorin Maria Treben für ihn. Manche Quellen behaupten, beide hätten eine Affäre gehabt. Brod als Nachlassverwalter Kafkas: Kafka starb 1924 und hatte letztwillig verfügt, alle seine literarischen Aufzeichnungen zu vernichten. Als Nachlassverwalter hatte er Max Brod eingesetzt. Brod aber glaubte, die angeordnete Vernichtung von Kafkas Notizen kult...
Erstausgabe. 1. - 20.Tausend. WG 57. 590 Seiten. Originalleinen. Buchblock gebrochen, Flecken auf der Buchvorderseite
[SW: Deutsche Literatur vor 1933, Erstausgaben, Österreichische Literatur, Deutsche Literatur der 50-er Jahre, Literaturtheorie, Germanistik, Literaturkritik, Literaturgattungen, Literaturepochen, Literaturrezeption, Deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft, Literaturgeschichte, Literaturwissenschaften]
Brod, Max: Die Frau, die nicht enttäuschte. Amsterdam, Allert de Lange, 1933.
Max Brod (* 27. Mai 1884 in Prag, damals Österreich-Ungarn; 20. Dezember 1968 in Tel Aviv) war ein deutschsprachiger jüdischer Schriftsteller, Übersetzer und Komponist. Während sein einst sehr erfolgreiches literarisches Werk heute weitgehend unbeachtet ist, bleibt sein eminentes Verdienst um die Werke des Schriftstellers Franz Kafka und des Komponisten Leo Janacek unvergessen. Er gilt auch als Entdecker des Dichters Franz Werfel. Leben: Max Brod wurde als Sohn eines Prager Bankbeamten geboren. Seine Kindheit ist belastet durch schwere Erkrankungen und durch die psychische Störung seiner Mutter. Buchstäblich Harmonie brachte in die Ehe der Eltern nur die Musik, beide waren begeisterte Opernfreunde. Der Vater ließ keine Aufführung von Wagners "Meistersingern" aus, zuhause sang er mit starker Stimme Arien von Meyerbeer, Wagner usw. Die Mutter bevorzugte Verdis "La Traviata". Für Max Brod und seine Geschwister, Otto und Sophie, waren das nachhaltige Eindrücke. Nach Absolvierung des Stefansgymnasiums nahm Brod an der deutschen Karl-Ferdinands-Universität in Prag ein Jurastudium auf. Er begann, sich bei der Alten Prager Landsmannschaft Hercynia einzupauken. Während der Studienzeit begegnete er am 23. Oktober 1902 in der Prager "Lese- und Redehalle der deutschen Studenten" zum ersten Mal Franz Kafka. Brod hielt dort einen Vortrag über Arthur Schopenhauer. Auf dem Nachhauseweg sprach ihn Kafka an. In "Franz Kafka. Eine Biographie" schreibt Brod 1937: "Nach diesem Vortrag begleitete mich Kafka, der um ein Jahr Ältere, nach Hause. - Er pflegte an allen Sitzungen der Sektion' teilzunehmen, doch hatten wir einander bis dahin kaum beachtet. Es wäre auch schwer gewesen, ihn zu bemerken, der so selten das Wort ergriff und dessen äußeres Wesen überhaupt eine tiefe Unauffälligkeit war, - sogar seine eleganten, meist dunkelblauen Anzüge waren unauffällig und zurückhaltend wie er. Damals aber scheint ihn etwas an mir angezogen zu haben, er war aufgeschlossener als sonst, allerdings fing das endlose Heim-Begleitgespräch mit starkem Widerspruch gegen meine allzu groben Formulierungen an." Max Brod. Franz Kafka. Eine Biographie. Dritte, erweiterte Auflage. Berlin und Frankfurt am Main: S. Fischer Verlag, 1954. S.57. Brod und Kafka trafen sich fortan häufig, oft täglich, und blieben bis zu Kafkas Tod eng befreundet. Franz Kafka war öfter Gast im Elternhaus der Brods und lernte dort auch 1912 seine spätere Freundin und Verlobte Felice Bauer kennen, die eine Kusine von Brods Schwager Max Friedmann war. Zusammen mit Brods engem Freund Felix Weltsch und Franz Kafka bildeten diese drei den so genannten engen "Prager Kreis". Nach der erfolgreichen Promotion 1907 erhielt Brod nach einigen Umwegen eine Anstellung bei der Prager Postdirektion. Ähnlich wie Kafka lockte ihn hier vor allem die kürzere Arbeitszeit, die ihm ausreichend Zeit für seine literarischen Projekte ließ. Doch im Gegensatz zu Kafka wurde Brod schnell zu einem erfolgreichen Schriftsteller. Beginn der literarischen Karriere: Bereits mit 24 Jahren veröffentlichte Brod sein viertes Buch, den Roman "Schloß Nornepygge", der vor allem in Berliner Literaturkreisen enthusiastisch als Meisterwerk des Expressionismus gefeiert wurde. Durch dieses und weitere Werke wurde Brod zu einer bekannten Persönlichkeit der deutschsprachigen Literatur. Er förderte uneigennützig Schriftsteller und Musiker; zu den von Brod Protegierten gehörte unter anderem der Dichter Franz Werfel, den er bereits 1910 mit einer Gedichtvorlesung in Berlin der Öffentlichkeit bekannt machte, sich mit diesem aber später zeitweise überwarf, als Werfel sich vom Judentum abzuwenden begann und sich dem Christentum zuwandte; auch mit dem vom Judentum zum Katholizismus übergetretenen bekannten Publizisten und Schriftsteller Karl Kraus lieferte sich Brod polemische Auseinandersetzungen. Max Brod war in den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg von einem "Indifferenten" zu einem bewussten Juden geworden, der - wie Kafka - dem Zionismus Sympathie entgegenbrachte. Entdecker und Mentor: Der ungemein vielseitige "Poeta doctus" (Johannes Urzidil) Max Brod, der auch als Übersetzer, Komponist und Publizist tätig war und mehrere umfangreiche philosophische Werke veröffentlichte, trug unter anderem wesentlich dazu bei, dass Jaroslav Haseks Weltkriegssatire Der brave Soldat Schwejk auf Berliner Bühnen gespielt und der tschechische Autor dadurch populär wurde. ... Vor allem aber wurde Max Brod zum entscheidenden Förderer und Mentor der Werke Kafkas. Immer wieder versuchte Brod, den zweifelnden Kafka in dessen literarischen Bestrebungen zu unterstützen und drängte ihn, seine Arbeiten zu veröffentlichen. Es ist wahrscheinlich Brod zu verdanken, dass Kafka anfing, ein Tagebuch zu führen. Zwar verabredete man auch gemeinsame literarische Projekte, doch die waren aufgrund der unterschiedlichen Arbeitsweise der beiden Autoren nicht durchführbar. Auch nach seiner Heirat mit Elsa Taussig im Jahr 1913 blieb Brod der engste Freund und Bewunderer Kafkas, der Kafka in seinen Lebenskrisen immer wieder beistand, wobei Brod andererseits auch bei eigenen Problemen öfter Rat und Hilfe Kafkas suchte und fand. 1913 nahm Brod seinen Freund Kafka in das von ihm herausgegebene Jahrbuch für Dichtkunst Arkadia auf. Dazu schrieb das Berliner Tageblatt in seiner Ausgabe vom 29. April 1914: "Zwei Talente aus dem jüngeren Jahrgang sind Franz Kafka und Heinrich Eduard Jacob. Beide gegeneinander auszuspielen ist ein Unding. Größere Gegensätze in der Formulierung des Ethischen gibt es kaum. Aber jeder leistet auf seinem Gebiet Erstaunliches." Nach dem Ersten Weltkrieg: Als sich nach dem Krieg die Tschechoslowakei konstituierte, wurde Brod kurzfristig Vizepräsident des Jüdischen Nationalrates. Nachdem Brod den Postdienst aufgab, arbeitete er als Kunstkritiker und freier Autor. Die Nationalsozialisten setzten 1933 seinen Namen bereits auf ihre erste Liste der fortan in Deutschland verbotenen und verfemten Literatur. Bis zu seiner Auswanderung nach Palästina, 1939, war er Redakteur am "Prager Tagblatt". In dieser Stellung nahm er von exilierten deutschen Journalisten und Schriftstellern unzählige Artikel und Kurzgeschichten an, obwohl ihm klar war, dass er sie niemals alle veröffentlichen konnte. Die bar ausgezahlten Honorare, auch wenn es geringe Beträge waren, bedeuteten für viele Emigranten eine wichtige Überbrückungshilfe. Eine Zeit lang arbeitete auch die berühmte Autorin Maria Treben für ihn. Manche Quellen behaupten, beide hätten eine Affäre gehabt. Brod als Nachlassverwalter Kafkas: Kafka starb 1924 und hatte letztwillig verfügt, alle seine literarischen Aufzeichnungen zu vernichten. Als Nachlassverwalter hatte er Max Brod eingesetzt. Brod aber glaubte, die angeordnete Vernichtung von Kafkas Notizen kulturell nicht verantworten zu können. Er fühlte sich sittlich verpflichtet, die Welt auf Leben und Denken Kafkas aufmerksam zu machen. Brod hatte Kafka als den "größten Dichter unserer Zeit" gerühmt, als dieser noch keine einzige Zeile veröffentlicht hatte. Bereits 1925 begann Brod mit der Veröffentlichung der Romanfragmente Kafkas. In den Dreißigerjahren folgten eine sechsbändige Werkausgabe und eine Biografie Kafkas. In zahlreichen Veröffentlichungen wehrte Brod sich gegen eine von ihm als einseitig angesehene Interpretation Kafkas. Brod hasste den Begriff "kafkaesk" und war aufgrund seiner langen intimen Freundschaft zu Kafka überzeugt, dass dieses Wort genau das bezeichnet, was Kafka nicht gewesen sei. ... Aus wikipedia-orgMax_Brod
Erstausgabe. (WG falsche Angabe). 370 Seiten. Originalleinen. Leinenrücken gebleicht und fleckig, sonst schönes Exemplar.
[SW: Deutsche Literatur zwischen 1933 und 1945, Exilverlage, Erstausgaben, Österreichische Literatur, Exilliteratur, Deutsche Literatur der 30-er Jahre, Literaturtheorie, Germanistik, Literaturkritik, Literaturgattungen, Literaturepochen, Literaturrezeption, Deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft, Literaturgeschichte, Literaturwissenschaften]
Konya, Nathalie: Überlegungen zur jüdischen Deutung einiger Werke Franz Kafkas unter besonderer Berücksichtigung kabbalistischen und chas, GRIN VERLAG, Juli 2007, Besorgungstitel - vorauss. Lieferzeit 3-5 Tage. ISBN: 3638668401
Hauptseminararbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, einseitig bedruckt, Note: 2,0, Universität zu Köln (Institut für deutsche Sprache und Literatur), Veranstaltung: Franz Kafka, 35 Eintragungen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Franz Kafkas Literatur ist von jüdischem Gedankengut und dem persönlichen Verhältnis des Autors zu seinem eigenen Judentum geprägt. Im Folgendem werden Kafkas Quellen und Zugänge zu bestimmten Gegenständen aufgezeigt, prominente Einschätzungen zu dieser Themeatik referiert und Werke Kafkas thematisch und motivisch mit dogmatischen Texten und volkstümlichen Erzählungen mit dem Ziel einer erweiterten Interpretation verglichen. Diese Arbeit verfolgt nicht das Ziel, Franz Kafkas vielschichtiges Werk auf eine einzig gültige Interpretation festzulegen. Einige Werke Kafkas sind offenbar von jüdischem Gedankengut geprägt. Dies muss in einer angemessenen Deutung berücksichtigt werden. Es gibt auffallende motivische und thematische Parallelen zwischen Werken Kafkas und kabbalistischen und chassidischen Erzählungen. Maßgeblich sind die Ansichten, die Kafka vom Judentum hatte, und die Quellen, denen er seine Kenntnisse darüber entnahm. Zunächst werden die jüdisch-deutsche Umwelt in seiner Heimatstadt Prag und seine Biographie beleuchtet. Die folgenden Basisinformationen zur Kabbala und zum Chassidismus bilden den Hintergrund für das Verständnis der Interpretationsversuche. Als Nächstes werden die Ansichten Max Brods, Gershom Scholems und Walter Benjamins zur Thematik Kafka und das Judentum vorgestellt. Schließlich werden einige Werke Kafkas vor dem Hintergrund der bisherigen Erkenntnisse und mit Einbeziehung jüdischer und ostjüdischer Quellen neu betrachtet. Ich beschäftige mich exemplarisch mit dem Roman 'Der Proceß', da in diesem bestimmte Motive in besonders augenfälliger Form auftreten. Des Weiteren setze ich mich mit Kafkas Erzählungen 'Eine Kreuzung' und 'Josefine die Sängerin'auseinander, die weitere signifikante Themen des ostjüdischen Denkens aufgreifen. Den Abschluss bildet eine abschließende Bewertung der Ergebnisse der Arbeit.
NEUBUCH! 2007. 76 S. 210 mm 212 mm x 152 mm x 6 mm; 62599
[SW: Kafka, Franz / Interpretationen]
Begley, Louis: Die ungeheure Welt, die ich im Kopfe habe Über Franz Kafka, DVA, Juni 2008 ISBN: 3421043620
Der neue Begley: "About Kafka" Kaum ein anderer deutschsprachiger Autor hat die Literatur der Moderne so stark geprägt wie Franz Kafka. Dem Leben dieses Ausnahmetalents widmet sich jetzt Louis Begley: Selbst ein jüdischer Schriftsteller mit juristischem Hintergrund, gelingt es ihm, sich intensiv, aber durchaus kritisch, in Kafkas Biographie einzudenken und dem Leser dessen oft rätselhafte Texte auf eine bisher ungekannte Weise nahezubringen. Die Werke Franz Kafkas zählen zu dem Besten, was die westliche Literatur zu bieten hat. Jeder kennt die plötzliche Verwandlung des Gregor Samsa in einen Käfer oder das Prozeß-Martyrium des Josef K. Kafkas Literatur hat die Welt verändert. Doch wer war der Autor, der diese Werke schuf Das Leben und Denken Franz Kafkas bleibt auch heute, nach breiter und intensiver wissenschaftlicher Auseinandersetzung mit diesem Künstler, oftmals fremd. Mit Louis Begley nähert sich nun ein großer zeitgenössischer Autor dem Leben und Werk Franz Kafkas und erkennt in ihm den Mann der beginnenden Moderne - isoliert und voller Selbstzweifel. Durch eine intensive Auseinandersetzung mit Selbstzeugnissen Kafkas in Briefen und Tagebuchaufzeichungen, aber auch durch die Kontrastierung mit Aussagen von Freunden und Weggefährten des Autors gelingt es Louis Begley, ein ebenso einfühlsames wie kritisches Bild von Kafkas Leben zu zeichnen. Gleichzeitig verdeutlicht Begleys Biographie, wie aus Kafkas Gefühlen der Isolation, des Zweifels und des Selbsthasses heraus einzigartige Werke der Weltliteratur entstanden, die seinen literarischen Ruhm begründeten und seine Leser bis heute in den Bann ziehen. . 125. Geburtstag Franz Kafkas am 3. Juli 2008 . Ein großer amerikanischer Gegenwartsautor widmet sich einem der bedeutendsten Schriftsteller des 20. Jahrhunderts . Ein frischer, persönlicher Blick auf das Leben und Werk Kafkas
NEUBUCH! 2008. 335 S. m. Abb. 20,5 cm 205 mm x 134 mm x 33 mm mit Abbildungen
[SW: Kafka, Franz; Biografien/Erinnerungen]



