Kurt von Schleicher
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Strenge, Irene: Kurt von Schleicher Politik im Reichswehrministerium am Ende der Weimarer Republik. DUNCKER & HUMBLOT, Juli 2006 ISBN: 3428121120
Kurt von Schleicher, Reichswehrminister und letzter Kanzler der Weimarer Republik, erscheint in seiner politischen Haltung intrigant, widersprüchlich, undurchsichtig und auch wankelmütig. Irene Strenge belegt in der vorliegenden Untersuchung, daß von Schleichers politische Tätigkeit jahrelang und kontinuierlich einer Linie folgte, die dann in der Übernahme des Kanzleramts gipfelte.Das politische Credo von Schleichers warunwandelbar von Zielvorstellungen geprägt, die es nach seiner Einschätzung vor ultralinken und ultrarechten Kräften sowie vor ausländischen Mächten zu schützen galt. In der Ausweitung der Staatsautorität sah er den einzigen Weg, diesen Gefahren zu begegnen, weshalb er den Ausbau der Vormachtstellung des Reichspräsidenten vorantrieb - auch auf Kosten der Position des Kanzlers, der seinerseits von dem Vertrauen des Reichspräsidenten abhing. Ein Umstand, der von Schleicher schließlich selbst zum Verhängnis wurde.
NEUBUCH! 2006. 242 S. 23,5 cm 235 mm x 157 mm x 14 mm; Zeitgeschichtliche Forschungen (ZGF) Bd.29
[SW: Weimarer Republik; Militär-/Kriegs-G.,Schleicher, Kurt von]
Wippert, Dirk: Kurt von Schleichers politische Verantwortung für die Machtergreifung der NSDAP, GRIN VERLAG, September 2009, Besorgungstitel - vorauss. Lieferzeit 3-5 Tage. ISBN: 3640430042
Mit der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler durch den Reichspräsidenten Hindenburg hatten es die Nationalsozialisten am 30. Januar 1933 geschafft, an die Macht zu kommen. Mit der Regierungsübernahme sollte die dunkelste Phase der deutschen Geschichte eingeläutet werden, die im Zweiten Weltkrieg und in Massenvernichtung von Juden und anderen als minderwertig betrachteten Menschen mündete. Ein maßgeblicher Faktor für den Aufstieg der NSDAP zur Regierungspartei war der Niedergang der Weimarer Republik, die in ihrer Zeit von 1918 bis 1933 von zahlreichen Krisen gezeichnet wurde und deren Verfassung nicht ausgereift genug war, um diese Krisen zu meistern. Ab 1930 kam es durch die Zentrierung der Macht auf die sogenannten Präsidialkabinette zu einem Verlust an Demokratie, die später unter Hitler noch weiter zurückgedrängt werden sollte. Die Präsidialkabinette waren Regierungen, die sich ausschließlich auf den Reichspräsidenten und dessen Vollmachten nach Paragraph 48 der WeimarerVerfassung stützten. Eine entscheidende Rolle für die Politik der Präsidialkabinette spielten vor allem die Reichskanzler, die diesen Regierungen vorstanden. Sehr interessant ist hierbei die Person des Generals Kurt von Schleicher, der nach Heinrich Brüning und Franz von Papen dem letzten der drei Präsidialkabinette vom 2. Dezember 1932 bis zum 28. Januar 1933 vorstand und somit direkter Vorgänger Hitlers im Amt des Reichskanzlers war. Mit seiner Politik hat Schleicher versucht, der NSDAP entgegenzutreten und sie durch seine Konzeptionen der Zähmung und Spaltung zu schwächen. Letztendlich ist aber zu fragen, in wieweit Schleichers Plan aufgegangen ist, ob seine Politik nicht ins Gegenteil umgeschlagen ist und die Nationalsozialisten nicht in Wirklichkeit sogar begünstigt hat. Der Politologe Thilo Vogelsang behauptet, daß der am 7. April 1882 in Brandenburg an der Havel geborene Kurt Ferdinand Friedrich Hermann von Schleicher, der NSDAP durch kurzsichtige Vorschubleistungen den Weg zur Machtergreifung geebnet hat. Er beschuldigt also Schleicher, die Nationalsozialisten durch seine Politik, wenn auch wahrscheinlich ungewollt, begünstigt und ihnen zur Macht verholfen zu haben. Durch die Ereignisse in den letzten Jahren der Weimarer Republik und Schleichers Einflußnahme darauf kann diese These durchaus unterstützt werden. Schleichers Vorschubleistungen können dabei in verschiedene Bereiche eingeteilt werden, die in ihrer Gesamtheit alle zur Begünstigung der NSDAP beigetragen haben.
NEUBUCH! 2009. 28 S. 210 mm 210 mm x 148 mm x 2 mm; Akademische Schriftenreihe, Bd. V134860
Papen, Franz von,
Franz von Papen (1879-1969), Reichskanzler. E. Postkarte mit U. ("F.vPapen"). Berlin, 28. Februar 1933. 1 S. Qu.-8°. Mit nicht e. Adresse und Datum. - An einen Dr. Hartmeyer in Hamburg: "Herzlichen Dank für Ihre treuen Wünsche!" - 1932 von Reichspräsident Hindenburg als Nachfolger Heinrich Brünings zum Reichskanzler ernannt, regierte Papens "Kabinett der nationalen Konzentration" weitgehend unabhängig vom Reichstag und gestützt allein auf das Notverordnungsrecht. Im selben Jahr jedoch bei der Bildung einer von der Parlamentsmehrheit getragenen Regierung scheiternd, trat von Papen als Kanzler zurück und war hernach maßgeblich am Sturz seines Nachfolgers Kurt von Schleicher beteiligt und ebnete so den Weg zur Machtübernahme Hitlers, in dessen Regierung er als Vizekanzler und Reichskommissar für Preußen eintrat. "Als seine Absicht, Hitler durch deutschnationale Kräfte zu zähmen', mißlang, trat er am 7. 4. 1933 zurück und distanzierte sich in seiner Marburger Rede (Juni 1934) vom nationalsozialistischen Totalitätsanspruch" (DBE). 1946 wurde er im Nürnberger Prozeß freigesprochen, jedoch im Spruchkammerverfahren zu acht Jahren Arbeitslager verurteilt und 1949 entlassen. - Mit gedr. Absender und einer kleinen Rostspur durch eine alt entfernte Büroklammer.
Franz von Papen (1879-1969), Reichskanzler. E. Postkarte mit U. ("F.vPapen"). Berlin, 28. Februar 1933. 1 S. Qu.-8°. Mit nicht e. Adresse und Datum. - An einen Dr. Hartmeyer in Hamburg: "Herzlichen Dank für Ihre treuen Wünsche!" - 1932 von Reichspräsident Hindenburg als Nachfolger Heinrich Brünings zum Reichskanzler ernannt, regierte Papens "Kabinett der nationalen Konzentration" weitgehend unabhängig vom Reichstag und gestützt allein auf das Notverordnungsrecht. Im selben Jahr jedoch bei der Bildung einer von der Parlamentsmehrheit getragenen Regierung scheiternd, trat von Papen als Kanzler zurück und war hernach maßgeblich am Sturz seines Nachfolgers Kurt von Schleicher beteiligt und ebnete so den Weg zur Machtübernahme Hitlers, in dessen Regierung er als Vizekanzler und Reichskommissar für Preußen eintrat. "Als seine Absicht, Hitler durch deutschnationale Kräfte zu zähmen', mißlang, trat er am 7. 4. 1933 zurück und distanzierte sich in seiner Marburger Rede (Juni 1934) vom nationalsozialistischen Totalitätsanspruch" (DBE). 1946 wurde er im Nürnberger Prozeß freigesprochen, jedoch im Spruchkammerverfahren zu acht Jahren Arbeitslager verurteilt und 1949 entlassen. - Mit gedr. Absender und einer kleinen Rostspur durch eine alt entfernte Büroklammer.
[SW: Autograph, Manuskript, Dokument, Autographen. Abbildungen finden Sie auf unserer Webseite www.autographenhandlung.de]
Papen, Franz von,
Franz von Papen (1879-1969), Reichskanzler. Ms. Bestätigung mit U. "("F.vPapen"). O. O., 5. April 1946. 1 S. Qu.-8°. - "This is to certify that the following is my proper signature [...]". - 1932 von Reichspräsident Hindenburg als Nachfolger Heinrich Brünings zum Reichskanzler ernannt, regierte Papens "Kabinett der nationalen Konzentration" weitgehend unabhängig vom Reichstag und gestützt allein auf das Notverordnungsrecht. Im selben Jahr jedoch bei der Bildung einer von der Parlamentsmehrheit getragenen Regierung scheiternd, trat von Papen als Kanzler zurück und war hernach maßgeblich am Sturz seines Nachfolgers Kurt von Schleicher beteiligt und ebnete so den Weg zur Machtübernahme Hitlers, in dessen Regierung er als Vizekanzler und Reichskommissar für Preußen eintrat. "Als seine Absicht, Hitler durch deutschnationale Kräfte zu zähmen', mißlang, trat er am 7. 4. 1933 zurück und distanzierte sich in seiner Marburger Rede (Juni 1934) vom nationalsozialistischen Totalitätsanspruch" (DBE). 1946 wurde er im Nürnberger Prozeß freigesprochen, jedoch im Spruchkammerverfahren zu acht Jahren Arbeitslager verurteilt und 1949 entlassen. - Papierbedingt etwas gebräunt.
Franz von Papen (1879-1969), Reichskanzler. Ms. Bestätigung mit U. "("F.vPapen"). O. O., 5. April 1946. 1 S. Qu.-8°. - "This is to certify that the following is my proper signature [...]". - 1932 von Reichspräsident Hindenburg als Nachfolger Heinrich Brünings zum Reichskanzler ernannt, regierte Papens "Kabinett der nationalen Konzentration" weitgehend unabhängig vom Reichstag und gestützt allein auf das Notverordnungsrecht. Im selben Jahr jedoch bei der Bildung einer von der Parlamentsmehrheit getragenen Regierung scheiternd, trat von Papen als Kanzler zurück und war hernach maßgeblich am Sturz seines Nachfolgers Kurt von Schleicher beteiligt und ebnete so den Weg zur Machtübernahme Hitlers, in dessen Regierung er als Vizekanzler und Reichskommissar für Preußen eintrat. "Als seine Absicht, Hitler durch deutschnationale Kräfte zu zähmen', mißlang, trat er am 7. 4. 1933 zurück und distanzierte sich in seiner Marburger Rede (Juni 1934) vom nationalsozialistischen Totalitätsanspruch" (DBE). 1946 wurde er im Nürnberger Prozeß freigesprochen, jedoch im Spruchkammerverfahren zu acht Jahren Arbeitslager verurteilt und 1949 entlassen. - Papierbedingt etwas gebräunt.
[SW: Autograph, Manuskript, Dokument, Autographen. Abbildungen finden Sie auf unserer Webseite www.autographenhandlung.de]



