Leibniz

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Leibniz Hartbecke, Karin: Zwischen Fürstenwillkür und Menschheitswohl - Gottfried Wilhelm Leibniz als Bibliothekar. (Zeitschrift für Bibliothekswesen und Bibliographie - Sonderbände 95). Frankfurt/Main: Klostermann 2008.
Gottfried Wilhelm Leibniz leitete die Bibliothek der Hannoveraner Welfen vierzig Jahre lang bis zu seinem Tod 1716. Die Vision, dass eine Hofbibliothek nicht allein der Machtspiegelung ihres fürstlichen Besitzers, sondern zugleich der öffentlichen Wohlfahrt dienen möge, äußerte er in dieser Zeit wiederholt. Mit einer Erwerbungspolitik, die auf die enzyklopädische Repräsentanz allen verfügbaren Wissens zielte, schien Leibniz diese Vision erreichbar: Erst eine Bibliothek, die nicht einseitig den Belangen des Hofes dienstbar gemacht würde, könnte ihre Benutzer in die Lage versetzen, die noch nicht absehbaren theoretischen und praktischen Probleme der Zukunft zu lösen. Im Aufbau von Wissensspeichern als Teilen einer fortschrittsfördernden wissenschaftlichen Infrastruktur sah Leibniz eine zentrale Aufgabe des territorialen Wohlfahrtsstaates. Setzte Leibniz' Vision demnach auf die Vereinbarkeit von Staatsraison und Wissenschaft, so stellte sich dies Verhältnis in der Realität doch eher als ein Spannungsverhältnis dar. Die einseitige Vereinnahmung der Bibliothek für die fürstlichen Machtinteressen und die mangelnde Kontinuität, mit der Geld in die Pflege der Büchersammlungen floss, stellte ihn in der bibliothekarischen Praxis vor geradezu unüberwindliche Herausforderungen. Aus dem Inhalt Georg Ruppelt: Der Leibniz-Briefwechsel der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek ist Teil des UNESCO-Weltdokumentenerbes Kathrin Paasch: Gottfried Wilhelm Leibniz im Spiegel der Bibliotheca Boineburgica Karin Hartbecke: Zwischen Fürstenwillkür und Menschheitswohl. Leibniz' erste Jahre als Hofbibliothekar zu Hannover Stephan Waldhoff: Von der rechten Administrierung des Wissensschatzes. Zu Leibniz' Entwürfen einer bibliographisch-bibliothekarischen Sachsystematik Thomas Fuchs: Bücher aus der Bibliothek von Gottfried Wilhelm Leibniz und der Hofbibliothek in Hannover im Ilfeld-Bestand der Forschungsbibliothek Gotha

278 S. Ln.mS. *neuwertig*

[SW: Bibliothekswesen; Leibniz, Gottfried Wilhelm; Philosophie, Religionen]

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Leibniz- (Konvolut mit Leibniz-Literatur. 1) Robinet, Andre: Leibniz und wir. (Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 1967, 23 SS. OBr.) 2) Müller, Kurt: Gottfried Wilhelm Leibniz und Nicolas Witsen. (Berlin: Akademie 1955, 45 SS. OBr.) 3) Treu, Kurt: Themistios und Leibniz. (Sonderdruck a. Philologus Bd. 112, 6 SS. OBr.) 4) Gerber, Georg: Die Beziehung Leibniz' zu Francis Bacon. (Sonderdruck a. Wissenschaftliche Annalen, 5. Jg., Heft 4, April 1956; 10 SS.) Beigegeben: Biermann, Kurt-R./Faak, Margot: G. W. Leibniz und die Berechnung der Sterbewahrscheinlichkeit bei J. de Witt. (Sonderdruck a. Forschungen und Fortschritte, Bd. 33, Heft 6, Juni 1959; 7 SS., letztes Bl. m. Rissen).
Die Schriften von Georg Gerber u. Kurt Treu m. handschriftlicher Widmung. BEIGEGEBEN: Lotte Knabe "Leibniz als politischer Schriftsteller", gehefteter Separatdruck, 3 Blatt.
[Philosophie]

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Eberhard, Johann August: Synonymisches Handwörterbuch der deutschen Sprache für alle die sich in dieser Sprache richtig ausdrücken wollen. Nebst einer ausführlichen Anweisung zum nützlichen Gebrauche desselben. Halle, Schimmelpfennig, 1802.
Einband berieben und bestoßen. Centgroße Fehlstelle auf Hinterdeckel. Ein Rückenschild mit Verlust. Insgesamt recht gut. Das erstmals 1802 in Halle erschienene Handwörterbuch erlebte zahlreiche, auch unrechtmäßige Auflagen und gilt als eines der grundlegenden Werke, in denen die Bedeutungsunterschiede der deutschen Synonyma ausführlich dargestellt werden. "Johann August Eberhard (auch: Eberhardt; * 31. August 1739 in Halberstadt; 6. Januar 1809 in Berlin) war ein deutscher Philosoph. Eberhard studierte in Halle Theologie, Philosophie und klassische Philologie. 1763 wurde er in Halberstadt Konrektor am Gymnasium und Prediger, 1774 Prediger in Charlottenburg. Er trat in eine enge Verbindung zur Berliner Aufklärung, vor allem zu Friedrich Nicolai und Moses Mendelssohn. 1772 erschien seine erste Veröffentlichung, Neue Apologie des Sokrates, oder Untersuchung von der Seligkeit der Heiden, von der bereits 1773 einen vermehrte Auflage erschien. Er kritisierte hier, im Namen eines rationalen Glaubenssystems, Dogmen der orthodoxen Theologie, darunter die Lehre von der kollektiven Verdammtheit der Heiden sowie die Lehre von der ewigen Höllenstrafe. Eberhard stützte sich Zeit seines Lebens auf die Philosophie von Leibniz und Christian Wolff, kritisiert in diesem Werk aber zugleich die Leibnizsche Theodizee wegen der These von der ewigen Verdammnis. Lessing warf Eberhard 1773 in zwei Essays vor, Leibniz missverstanden zu haben (Leibniz von den ewigen Strafen und Des Andreas Wissowatius' Einwürfe wider die Dreieinigkeit); Eberhard reagierte hierauf 1778 mit einem zweiten Band des Sokrates. 1776 veröffentlichte Eberhard die Schrift Allgemeine Theorie des Denkens und Empfindens, die im selben Jahr mit dem Preis der Königlichen Akademie der Wissenschaften in Berlin ausgezeichnet wurde. Vor allem auf Grund des Erfolgs dieser Schrift erhielt Eberhard 1778 den Ruf als Professor für Philosophie an die damals wichtigste preußische Universität, die Universität Halle. Eberhard wurde damit Nachfolger von Georg Friedrich Meier, der wiederum Nachfolger von Christian Wolff war; Kant hatte zuvor den Ruf nach Halle abgelehnt. Eberhard wurde zu einem der wichtigsten Vertreter der Leibniz-Wolffischen Philosophie (der "Halleschen Schulphilosophie") und veröffentlichte Schriften zu sämtlichen Bereichen der Philosophie: zur rationalen Theologie, zur Moralphilosophie, zur Ästhetik, zur Erkenntnistheorie, zur Philosophiegeschichte. 1786 wurde er Mitglied der Preußischen Akademie der Wissenschaften in Berlin. 1789 veröffentlichte Eberhard eine Serie von sieben Aufsätzen zu Kants Kritik der reinen Vernunft, worin er die Leibniz-Wolffsche Philosophie gegen Kants Angriffe verteidigte. Er kritisierte Kants Auffassung von der Beschränktheit der theoretischen Erkenntnis und versuchte zu zeigen, daß man das Wahre von Kants Philosophie bereits bei Leibniz finden könne. Kant reagierte hierauf 1790 mit der Schrift Über eine Entdeckung, nach der alle neue Kritik der reinen Vernunft durch eine ältere entbehrlich gemacht werden soll. Als 1797 eine Arbeit von Kant von der Berliner Zensurbehörde zurückgewiesen wurde (Erneuerte Frage, ob das menschliche Geschlecht im beständigem Fortschreiten zum Besseren sei), plädierte Eberhard in einem Gutachten von 1798 für die ungekürzte Veröffentlichung (Kant veröffentlichte die Schrift im selben Jahr als zweiten Abschnitt des Streits der Fakultäten). Ebenso verteidigte Eberhard 1799 im sogenannten Atheismusstreit Fichte gegen den Vorwurf des Atheismus, und zwar mit den Schriften Über den Gott des Herrn Prof. Fichte und den Götzen seiner Gegner sowie Versuch einer genauen Bestimmung des Streitpunktes zwischen Herrn Prof. Fichte und seinen Gegnern. Eberhard kritisierte in seiner Verteidigung zugleich die Fichtesche Philosophie - wegen der Trennung der Erkenntnisvermögen -, weshalb Fichte sich gegen Eberhards Verteidigung zur Wehr setzte. Auf Eberhards Ansichten haben neben Leibniz, Christian Wolff und Alexander Gottlieb Baumgarten die Berliner Aufklärer Moses Mendelssohn und Friedrich Nicolai eingewirkt, welch letzterer auch eine Gedächtnisschrift (Berlin 1810) auf ihn verfasste. Eberhards bekanntester Schüler war Friedrich Schleiermacher." (Wikipedia)

Erste Ausgabe XVI, 459 S. 22 x 14 cm, Halbleder der Zeit mit Rückenschildern und mit umlaufendem Rotschnitt

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Cassirer, Ernst: Leibniz' System in seinen wissenschaftlichen Grundlagen [1902]. (Gesammelte Werke, Hamburger Ausgabe Bd 1). Hamburg: Meiner Vlg. 1998.
Zu Recht wird Ernst Cassirer (1874-1945) als der letzte Universalgelehrte des 20. Jahrhunderts bezeichnet. Während die heutige Philosophiegeschichtsschreibung kaum noch den Versuch unternimmt, große, zusammenhängende Linien zu entwerfen, sondern durch Spezialistentum gekennzeichnet ist, widmete sich Cassirer immer wieder der problemgeschichtlichen Durchdringung und Darstellung ganzer Epochen, so auch in diesem Buch von 1901, mit dem wir am Beginn seines geistigen Lebensweges stehen. Band 1 der "Hamburger Ausgabe" von Ernst Cassirers Werken macht jetzt die seit den zwanziger Jahren vergriffene, erste Monographie dieses profunden Kenners, Herausgebers und Kommentators der Texte von Leibniz endlich wieder verfügbar. In Leibniz' System in seinen wissenschaftlichen Grundlagen versucht Cassirer, die Gesamtheit der Leibnizschen Philosophie aus ihren Grundbedingungen heraus verständlich zu machen. Dabei tritt für ihn das mathematische Motiv der Systembildung an die erste Stelle. Eine solche Zusammenschau erscheint angesichts des universalistischen Grundcharakters der Leibnizschen Denkart keine einfache Aufgabe, denn "in der Betätigung an sämtlichen wissenschaftlichen Aufgaben und Problemen ringt Leibniz sich selbst zu seiner philosophischen Grundanschauung durch: nur aus der Allheit dieser Probleme läßt sich daher sachlich die Einheit des Systems rekonstruieren." In Auseinandersetzung mit der Methodenlehre Platons und Descartes' charakterisiert Cassirer zugleich Leibniz' Stellung in der Gesamtentwicklung des Idealismus. "Für das Verhältnis zu Kant ist die Abhandlung von Cassirer wegweisend geworden." (Wolfgang Bartuschat) Inhalt: Descartes' Kritik der mathematischen und naturwissenschaftlichen Erkenntnis, Die Grundbegriffe der Mathematik, Die Grundbegriffe der Mechanik, Die Metaphysik, Die Entstehung des Leibnizischen Systems. Leibniz' System in seinen wissenschaftlichen Grundlagen versucht, die Gesamtheit der Leibnizschen Philosophie aus ihren Grundbedingungen zu verstehen und abzuleiten. Dabei tritt das mathematische Motiv der Systembildung an die erste Stelle. Im Vergleich mit der Methodenlehre Platons und Descartes' wird zugleich Leibniz' Stellung in der Gesamtentwicklung des Idealismus charakterisiert.

XII, 540 S. Ln. *neuwertig*

[SW: Philosophie; Philosophie, Religionen]

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