Mankell

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Mankell, Henning: Die weiße Löwin, Deutscher Taschenbuch-Verlag München 2005 ISBN: 3423086033
Kurzbeschreibung Bei der Aufklärung eines Mordfalls kommt Wallander einem Komplott gegen Nelson Mandela auf die Spur. Wallanders dritter Fall. In Südafrika beschließt die Burenorganisation "Komitee", das Ende der Apartheid mit Gewalt aufzuhalten: Die heimtückische Ermordung Nelson Mandelas soll das Land ins Chaos stürzen. Angeheuert wird der schwarze Berufskiller Mabasha so wird der Verdacht von den Weißen abgelenkt. Mabasha erhält in Schweden eine Spezialausbildung durch den ehemaligen KGB-Offizier Konovalenko. Es kommt zu Spannungen zwischen den beiden, als Konovalenko eine junge Frau erschießt. Als Kommissar Wallander die Dimension seines Falls erkennt, beginnt ein Wettlauf mit der Zeit um das Leben Mandelas und den Frieden in Südafrika.PUBCOMMENTS: "Mankell gehört ohne Zweifel auch international zur Elite der Krimiautoren. In Schweden ist er die Nummer eins.">Svenska Dagbladet< "Der Schwede Mankell ist in den letzten Jahren zum bedeutendsten neuen Kriminalautor in Skandinavien aufgestiegen. Deutlich steht er dabei in der Tradition von Sjöwall/Wahlöö: kein Glamour, dafür viel düster-realistischer Alltag.">Badisches Tagblatt< "Besonders sympathisch bei Mankell: Sein Kommissar Kurt Wallander bleibt stets er selbst, ein kleiner problembeladener Polizist, und mutiert nicht zum heroischen Alleswisser.">Hamburger Abendblatt< Der Verlag über das Buch "Mankell gehört ohne Zweifel auch international zur Elite der Krimiautoren. In Schweden ist er die Nummer eins.">Svenska Dagbladet< "Der Schwede Mankell ist in den letzten Jahren zum bedeutendsten neuen Kriminalautor in Skandinavien aufgestiegen. Deutlich steht er dabei in der Tradition von Sjöwall/Wahlöö: kein Glamour, dafür viel düster-realistischer Alltag.">Badisches Tagblatt< "Besonders sympathisch bei Mankell: Sein Kommissar Kurt Wallander bleibt stets er selbst, ein kleiner problembeladener Polizist, und mutiert nicht zum heroischen Alleswisser.">Hamburger Abendblatt< Keine wesentlichen Gebrauchsspuren. Sehr gut - , ISBN-13: 9783423086035

2. Auflage Softcover

[SW: Krimi, Thriller]

Details

Mankell, Henning: Der Mann, der lächelte. Roman. Aus dem Schwedischen von Erik Gloßmann. Zsolnay-Verlag 5.Aufl. 2001 München ISBN: 3552049916
381S. 8°

Pappe Geprägter Pappband mit illustriertem Schutzumschlag. Der Umschlag leicht randberieben, die obere Einbandkante mit kleinen Druckstellen, ansonste rundum guter Zustand. Von Selbstzweifeln geplagt, ist Kommissar Wallander schon im Begriff, den Dienst zu quittieren, als ihn ein neuer Fall aus seiner Depression reißt. Der Anwalt Sten Torstensson bittet Wallander um Hilfe: Sein Vater ist nachts mit dem Auto tödlich verunglückt, doch er glaubt nicht an einen Unfall. Niemals wäre sein Vater bei Nebel zu schnell gefahren, und außerdem hatte er in letzter Zeit oft erregt und beunruhigt gewirkt. Zwei Wochen später ist Sten Torstensson ebenfalls tot ... Henning Mankell * 3. Februar 1948 in Stockholm, aufgewachsen in Sveg), ist ein schwedischer Theaterregisseur und Schriftsteller. Bekanntheit in Deutschland erlangte er vor allem durch seine Kriminalroman-Reihe mit dem Kommissar Kurt Wallander. Henning Mankell wurde 1948 in Stockholm als Sohn von Ivar Henningsson Mankell und Ingrid Birgitta Mankell (geb. Bergström) geboren. Sein Großvater war der Komponist Henning Mankell. Als Mankell ein Jahr alt war, ließen sich seine Eltern scheiden. Danach lebte er zuerst zusammen mit seinem Vater und einer älteren Schwester in Sveg in Härjedalen, wo sein Vater als Richter arbeitete und danach in Boras in Västergötland. Seine Mutter beging Selbstmord, als Mankell in den Zwanzigern war. Schon als Junge wollte Mankell Schriftsteller werden, interessierte sich aber auch für das Theater, weshalb er in Skara ein Schauspielstudium aufnahm. Henning Mankell begann 1966 als 17-Jähriger als Regieassistent am Riks-Theater in Stockholm seine Theaterlaufbahn. Mit dem Ziel, die "Gesellschaft zu demaskieren", schrieb und inszenierte er bereits als 20-Jähriger selbständig Stücke in Collageform. Ab 1968 war er als Theaterregisseur und Autor tätig. Nachdem er eine norwegische Frau kennengelernt hatte, zog er nach Norwegen, wo er dann in den 70er Jahren überwiegend arbeitete und wohnte. Hier begann er Anfang der 1970er Jahre auch Prosa zu verfassen. 1972 machte er eine Reise nach Afrika, die für sein späteres Leben ausschlaggebend wurde. 1973 veröffentlichte er mit Bergsprängaren seinen ersten Roman. 1977 erschien Der Sandzeichner und 1979 folgte Das Gefangenenlager, das verschwand. All diese Bücher haben einen sozialkritischen Hintergrund. Die folgenden zehn Jahre arbeitete Henning Mankell als Theaterregisseur und Intendant u.a. am Theater von Västerbotten in Skelleftea und am Theater in Kronborg in Växjö. In dieser Zeit begann Mankell zwischen Schweden und Afrika zu pendeln. In Maputo, Mosambik, welches er als seine zweite Heimat ansieht, baute er ab Mitte der 80er Jahre eine Theatergruppe auf. 1996 übernahm Mankell die Leitung des Theaters Teatro Avenida in Maputo. Stoff aus seiner Wahlheimat verarbeitete er in weiteren Romanen wie in Der Chronist der Winde (dt. 2000), einer Geschichte über Straßenkinder und in Die rote Antilope (dt. 2001) über einen Buschmannjungen. Weniger bekannt ist, dass Henning Mankell auch zahlreiche Kinder- und Jugendbücher schrieb, darunter Das Geheimnis des Feuers (dt. 1996) und Der Junge, der im Schnee schlief (dt. 1998). 2003 wurde in Graz gemeinsam von Künstlern des Grazer Schauspielhauses und des Teatro Avenida das mehrsprachige Stück Butterfly Blues aufgeführt. Mankell schrieb und inszenierte das Stück. Bis heute nehmen politische und gesellschaftliche Themen in seinen Büchern viel Raum ein. Viele dieser persönlichen Motive und Erfahrungen wurden etwa in seinem 2008 erschienenen Kriminalroman Der Chinese verarbeitet. In seinem Roman Mörder ohne Gesicht schuf er die Figur des Kriminalkommissars Kurt Wallander. Seitdem hat er über den knorrigen Polizisten eine äußerst erfolgreiche Serie von Kriminalromanen veröffentlicht. Diese Romane stehen in der Tradition der von den Autoren Maj Sjöwall und Per Wahlöö verfassten Bücher über den Kriminalkommissar Martin Beck. Mankell hat deutsche Vorfahren. Er ist ein Ururenkel von Johann Hermann Mankel, der in Niederasphe, einem Ortsteil von Münchhausen im hessischen Landkreis Marburg-Biedenkopf, geboren wurde und später nach Schweden auswanderte. Er ist in dritter Ehe mit der zweiten Tochter von Ingmar Bergman verheiratet, der Theaterregisseurin Eva Bergman. Das von seinem Vater geerbte Hofgut in Sveg hat Mankell 2009 dem schwedischen Dramatikerverband vermacht. Mankell war in der schwedischen 68er-Bewegung politisch aktiv und beteiligte sich unter anderem an Protesten gegen den Vietnamkrieg, Portugals Kolonialkrieg in Afrika und gegen das Apartheidsregime in Südafrika. Er war auch in der kulturpolitischen Vereinigung Folket i Bild/Kulturfront engagiert. Während seiner Zeit in Norwegen kam Mankell in Kontakt mit der maoistischen Arbeidernes Kommunistparti und beteiligte sich aktiv, ohne jedoch Mitglied zu werden. Im Jahr 2009 war Mankell Gast einer palästinensischen literarischen Konferenz und bereiste die Palästinensischen Autonomiegebiete. Er behauptete im Anschluss daran, dass die Gründung Israels 1948 keine "völkerrechtlich legitime Handlung" gewesen sei und man dort "eine Wiederholung des verächtlichen Apartheidsystems, das einst die Afrikaner und Farbige als Bürger zweiter Klasse in ihrem eigenen Land behandelte" erlebe. Die israelischen Sperranlagen verglich Mankell mit der Berliner Mauer. Angesichts der Lebensumstände der Palästinenser sei es nicht verwunderlich, "dass sie sich entscheiden, sich in einen Selbstmordbomber zu verwandeln [...]. Verwunderlich ist nur, dass es nicht mehr tun." "Die Israelis" würden "Leben vernichten" und der Staat Israel in seiner jetzigen Form habe keine Zukunft, eine Zwei-Staaten-Lösung würde die "historische Besatzung" nicht rückgängig machen. Antisemitismus habe Mankell während der Reise nicht erlebt, lediglich "normalen Hass auf die Besatzer." Mankell wurde für diese Aussagen in Deutschland unter anderem von Henryk M. Broder kritisiert, der Mankells antiisraelische Äußerungen mit denen Jostein Gaarders aus dem Jahr 2006 verglich und ihm vorwarf, verschobene Maßstäbe anzulegen. Nicht einmal Regimes wie die im Sudan, im Kongo oder im Iran würden Mankell so in Rage bringen wie Israel, dem er das Existenzrecht abspreche. Andreas Breitenstein wirft Mankell in der Neuen Zürcher Zeitung vor, er betreibe "auf der Basis historischen Halbwissens einen selbstgefälligen linken Moralismus". Im Mai 2010 nahm er an der Ship to Gaza 2010-Aktion des Free Gaza Movement teil, bei der mehrere Aktivisten getötet wurden. Mankell blieb Berichten zufolge unverletzt. Anschließend rief er zu globalen Sanktionen gegen Israel auf. Schon als Kind träumte Mankell davon, den afrikanischen Kontinent zu bereisen. 1972, mit 24 erfüllte er sich diesen Wunsch, als er zum ersten Mal nach Sambia reiste und dort zwei Jahre lang blieb. Er sagte, es sei "wie nach Hause kommen" gewesen. Heute lebt Mankell abwechselnd in den Sommermonaten in Schweden und die meiste Zeit des Jahres in Mosambik, welches er inzwischen als seine erste Heimat versteht - er engagiert sich dort wie in Europa für Afrika. 1985 erhielt er die Einladung zum Aufbau einer professionellen Theatergruppe in Maputo. 1986 wurde Mankell der ehrenamtliche Intendant des 70-köpfigen "Teatro Avenida", des einzigen professionellen und inzwischen sehr erfolgreichen Theaters in Mosambik, und er ist es bis heute - manchmal führt Mankell auch Regie. Mankell drehte mit Regisseur Jens Monath den Film Mein Herz schlägt in Afrika als Zweiteiler für das ZDF, ausgestrahlt im Frühjahr 2009. Der Film greift Motive aus seinem Buch Der Chronist der Winde (Original: Comedia infantil) auf, wie das Schicksal von Straßenkindern, oft ausgestoßenen Albinos und jungen Erwachsenen, die von ihrer Vergangenheit als Kindersoldaten traumatisiert sind. 2009 erhielt Mankell den Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis der Stadt Osnabrück "für sein Afrika-Werk". Der damalige Bundespräsident Horst Köhler hielt die Laudatio, die unter dem Titel "Afrika ist voller Schmetterlinge" stand. Mit einem...

[SW: Schwedische Literatur | Kriminalroman | Wallander]

Details

Mankell, Henning: Die rote Antilope. Roman. Aus dem Schwedischen von Verena Reichel. Deutsche Erstausgabe. Zsolnay-Verlag Erste Aufl. 2000 München ISBN: 3552051694
380S. 8°

Pappe Pappband mit geprägtem Verlagssignet auf Vorderdeckel und illustriertem Schutzumschlag. Die Rückseite des Umschlags mit kleinen Kratzern, der Kopfschnitt leicht fleckig, ansonsten guter bis sehr guter Zustand. Die Geschichte eines kleinen schwarzen Jungen, der Ende des 19. Jahrhunderts von wohlmeinenden Weißen nach Schweden gebracht wurde und sich dort nach seiner warmen Heimat zu Tode sehnt. Ein menschliches Drama, ein politisches Gleichnis und ein ebenso spannender wie poetischer Roman. "Mit seinem poetischen Realismus vermittelt Henning Mankell mehr vom wahren Kern Afrikas als mehrere Wochen Tagesberichterstattung." (Elmar Krekeler, Die Welt) Henning Mankell * 3. Februar 1948 in Stockholm, aufgewachsen in Sveg), ist ein schwedischer Theaterregisseur und Schriftsteller. Bekanntheit in Deutschland erlangte er vor allem durch seine Kriminalroman-Reihe mit dem Kommissar Kurt Wallander. Henning Mankell wurde 1948 in Stockholm als Sohn von Ivar Henningsson Mankell und Ingrid Birgitta Mankell (geb. Bergström) geboren. Sein Großvater war der Komponist Henning Mankell. Als Mankell ein Jahr alt war, ließen sich seine Eltern scheiden. Danach lebte er zuerst zusammen mit seinem Vater und einer älteren Schwester in Sveg in Härjedalen, wo sein Vater als Richter arbeitete und danach in Boras in Västergötland. Seine Mutter beging Selbstmord, als Mankell in den Zwanzigern war. Schon als Junge wollte Mankell Schriftsteller werden, interessierte sich aber auch für das Theater, weshalb er in Skara ein Schauspielstudium aufnahm. Henning Mankell begann 1966 als 17-Jähriger als Regieassistent am Riks-Theater in Stockholm seine Theaterlaufbahn. Mit dem Ziel, die "Gesellschaft zu demaskieren", schrieb und inszenierte er bereits als 20-Jähriger selbständig Stücke in Collageform. Ab 1968 war er als Theaterregisseur und Autor tätig. Nachdem er eine norwegische Frau kennengelernt hatte, zog er nach Norwegen, wo er dann in den 70er Jahren überwiegend arbeitete und wohnte. Hier begann er Anfang der 1970er Jahre auch Prosa zu verfassen. 1972 machte er eine Reise nach Afrika, die für sein späteres Leben ausschlaggebend wurde. 1973 veröffentlichte er mit Bergsprängaren seinen ersten Roman. 1977 erschien Der Sandzeichner und 1979 folgte Das Gefangenenlager, das verschwand. All diese Bücher haben einen sozialkritischen Hintergrund. Die folgenden zehn Jahre arbeitete Henning Mankell als Theaterregisseur und Intendant u.a. am Theater von Västerbotten in Skelleftea und am Theater in Kronborg in Växjö. In dieser Zeit begann Mankell zwischen Schweden und Afrika zu pendeln. In Maputo, Mosambik, welches er als seine zweite Heimat ansieht, baute er ab Mitte der 80er Jahre eine Theatergruppe auf. 1996 übernahm Mankell die Leitung des Theaters Teatro Avenida in Maputo. Stoff aus seiner Wahlheimat verarbeitete er in weiteren Romanen wie in Der Chronist der Winde (dt. 2000), einer Geschichte über Straßenkinder und in Die rote Antilope (dt. 2001) über einen Buschmannjungen. Weniger bekannt ist, dass Henning Mankell auch zahlreiche Kinder- und Jugendbücher schrieb, darunter Das Geheimnis des Feuers (dt. 1996) und Der Junge, der im Schnee schlief (dt. 1998). 2003 wurde in Graz gemeinsam von Künstlern des Grazer Schauspielhauses und des Teatro Avenida das mehrsprachige Stück Butterfly Blues aufgeführt. Mankell schrieb und inszenierte das Stück. Bis heute nehmen politische und gesellschaftliche Themen in seinen Büchern viel Raum ein. Viele dieser persönlichen Motive und Erfahrungen wurden etwa in seinem 2008 erschienenen Kriminalroman Der Chinese verarbeitet. In seinem Roman Mörder ohne Gesicht schuf er die Figur des Kriminalkommissars Kurt Wallander. Seitdem hat er über den knorrigen Polizisten eine äußerst erfolgreiche Serie von Kriminalromanen veröffentlicht. Diese Romane stehen in der Tradition der von den Autoren Maj Sjöwall und Per Wahlöö verfassten Bücher über den Kriminalkommissar Martin Beck. Mankell hat deutsche Vorfahren. Er ist ein Ururenkel von Johann Hermann Mankel, der in Niederasphe, einem Ortsteil von Münchhausen im hessischen Landkreis Marburg-Biedenkopf, geboren wurde und später nach Schweden auswanderte. Er ist in dritter Ehe mit der zweiten Tochter von Ingmar Bergman verheiratet, der Theaterregisseurin Eva Bergman. Das von seinem Vater geerbte Hofgut in Sveg hat Mankell 2009 dem schwedischen Dramatikerverband vermacht. Mankell war in der schwedischen 68er-Bewegung politisch aktiv und beteiligte sich unter anderem an Protesten gegen den Vietnamkrieg, Portugals Kolonialkrieg in Afrika und gegen das Apartheidsregime in Südafrika. Er war auch in der kulturpolitischen Vereinigung Folket i Bild/Kulturfront engagiert. Während seiner Zeit in Norwegen kam Mankell in Kontakt mit der maoistischen Arbeidernes Kommunistparti und beteiligte sich aktiv, ohne jedoch Mitglied zu werden. Im Jahr 2009 war Mankell Gast einer palästinensischen literarischen Konferenz und bereiste die Palästinensischen Autonomiegebiete. Er behauptete im Anschluss daran, dass die Gründung Israels 1948 keine "völkerrechtlich legitime Handlung" gewesen sei und man dort "eine Wiederholung des verächtlichen Apartheidsystems, das einst die Afrikaner und Farbige als Bürger zweiter Klasse in ihrem eigenen Land behandelte" erlebe. Die israelischen Sperranlagen verglich Mankell mit der Berliner Mauer. Angesichts der Lebensumstände der Palästinenser sei es nicht verwunderlich, "dass sie sich entscheiden, sich in einen Selbstmordbomber zu verwandeln [...]. Verwunderlich ist nur, dass es nicht mehr tun." "Die Israelis" würden "Leben vernichten" und der Staat Israel in seiner jetzigen Form habe keine Zukunft, eine Zwei-Staaten-Lösung würde die "historische Besatzung" nicht rückgängig machen. Antisemitismus habe Mankell während der Reise nicht erlebt, lediglich "normalen Hass auf die Besatzer." Mankell wurde für diese Aussagen in Deutschland unter anderem von Henryk M. Broder kritisiert, der Mankells antiisraelische Äußerungen mit denen Jostein Gaarders aus dem Jahr 2006 verglich und ihm vorwarf, verschobene Maßstäbe anzulegen. Nicht einmal Regimes wie die im Sudan, im Kongo oder im Iran würden Mankell so in Rage bringen wie Israel, dem er das Existenzrecht abspreche. Andreas Breitenstein wirft Mankell in der Neuen Zürcher Zeitung vor, er betreibe "auf der Basis historischen Halbwissens einen selbstgefälligen linken Moralismus". Im Mai 2010 nahm er an der Ship to Gaza 2010-Aktion des Free Gaza Movement teil, bei der mehrere Aktivisten getötet wurden. Mankell blieb Berichten zufolge unverletzt. Anschließend rief er zu globalen Sanktionen gegen Israel auf. Schon als Kind träumte Mankell davon, den afrikanischen Kontinent zu bereisen. 1972, mit 24 erfüllte er sich diesen Wunsch, als er zum ersten Mal nach Sambia reiste und dort zwei Jahre lang blieb. Er sagte, es sei "wie nach Hause kommen" gewesen. Heute lebt Mankell abwechselnd in den Sommermonaten in Schweden und die meiste Zeit des Jahres in Mosambik, welches er inzwischen als seine erste Heimat versteht - er engagiert sich dort wie in Europa für Afrika. 1985 erhielt er die Einladung zum Aufbau einer professionellen Theatergruppe in Maputo. 1986 wurde Mankell der ehrenamtliche Intendant des 70-köpfigen "Teatro Avenida", des einzigen professionellen und inzwischen sehr erfolgreichen Theaters in Mosambik, und er ist es bis heute - manchmal führt Mankell auch Regie. Mankell drehte mit Regisseur Jens Monath den Film Mein Herz schlägt in Afrika als Zweiteiler für das ZDF, ausgestrahlt im Frühjahr 2009. Der Film greift Motive aus seinem Buch Der Chronist der Winde (Original: Comedia infantil) auf, wie das Schicksal von Straßenkindern, oft ausgestoßenen Albinos und jungen Erwachsenen, die von ihrer Vergangenheit als Kindersoldaten traumatisiert sind. 2009 erhielt Mankell den Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis der Stadt Osnabrück "für sein Afrika-Werk". Der damalige Bundespräsident Horst Köhler hielt die Laudatio, die unter dem Titel "Afrika ist voller Schmetterlinge" stand. Mit einem Teil des Preisgeldes unterstützt Mankell das Projekt von Christoph Schlingensief, in Afrika ein Festspielhaus zu bauen.

[SW: Schwedische Literatur | Roman | Henning Mankell]

Details

Mankell, Henning: Die fünfte Frau. Roman. Aus dem Schwedischen von Wolfgang Butt. Bertelsmann (Lizenz des Zsolnay Verlags) Lizenzausgabe 1999 Rheda-Wiedenbrück
540S. Groß 8°

Pappe Pappband mit illustriertem Schutzumschlag. Der Umschlag berieben, leicht angerändert und etwas knickig, Papier allg. leicht nachgedunkelt, ansonsten guter Zustand. Wallander soll die brutalen Morde an fünf Männern - alles scheinbar achtbare Bürger - aufklären. Wallanders sechster Fall. Bei der Mordserie, die Kurt Wallander gerade aufzuklären hat, kann es selbst erfahrenen Polizisten kalt den Rücken hinunterlaufen: Einen alten Mann findet man in einer Pfahlgrube aufgespießt, einen anderen halbverhungert, beinahe nackt an einen Baum gebunden und erwürgt. Ein dritter wurde in einem mit Steinen beschwerten Sack in einem See ertränkt. Die Opfer scheinen auf den ersten Blick achtbare Bürger gewesen zu sein, doch stellt sich bei genaueren Nachforschungen sehr bald heraus, daß auch sie Frauen grausam mißhandelt haben. Wenn nun aber der Mord die Rache eines Opfers an Mördern und Vergewaltigern ist, muß Wallander sich beeilen, bevor das nächste, noch grausamere Verbrechen geschieht ... Henning Mankell * 3. Februar 1948 in Stockholm, aufgewachsen in Sveg), ist ein schwedischer Theaterregisseur und Schriftsteller. Bekanntheit in Deutschland erlangte er vor allem durch seine Kriminalroman-Reihe mit dem Kommissar Kurt Wallander. Henning Mankell wurde 1948 in Stockholm als Sohn von Ivar Henningsson Mankell und Ingrid Birgitta Mankell (geb. Bergström) geboren. Sein Großvater war der Komponist Henning Mankell. Als Mankell ein Jahr alt war, ließen sich seine Eltern scheiden. Danach lebte er zuerst zusammen mit seinem Vater und einer älteren Schwester in Sveg in Härjedalen, wo sein Vater als Richter arbeitete und danach in Boras in Västergötland. Seine Mutter beging Selbstmord, als Mankell in den Zwanzigern war. Schon als Junge wollte Mankell Schriftsteller werden, interessierte sich aber auch für das Theater, weshalb er in Skara ein Schauspielstudium aufnahm. Henning Mankell begann 1966 als 17-Jähriger als Regieassistent am Riks-Theater in Stockholm seine Theaterlaufbahn. Mit dem Ziel, die "Gesellschaft zu demaskieren", schrieb und inszenierte er bereits als 20-Jähriger selbständig Stücke in Collageform. Ab 1968 war er als Theaterregisseur und Autor tätig. Nachdem er eine norwegische Frau kennengelernt hatte, zog er nach Norwegen, wo er dann in den 70er Jahren überwiegend arbeitete und wohnte. Hier begann er Anfang der 1970er Jahre auch Prosa zu verfassen. 1972 machte er eine Reise nach Afrika, die für sein späteres Leben ausschlaggebend wurde. 1973 veröffentlichte er mit Bergsprängaren seinen ersten Roman. 1977 erschien Der Sandzeichner und 1979 folgte Das Gefangenenlager, das verschwand. All diese Bücher haben einen sozialkritischen Hintergrund. Die folgenden zehn Jahre arbeitete Henning Mankell als Theaterregisseur und Intendant u.a. am Theater von Västerbotten in Skelleftea und am Theater in Kronborg in Växjö. In dieser Zeit begann Mankell zwischen Schweden und Afrika zu pendeln. In Maputo, Mosambik, welches er als seine zweite Heimat ansieht, baute er ab Mitte der 80er Jahre eine Theatergruppe auf. 1996 übernahm Mankell die Leitung des Theaters Teatro Avenida in Maputo. Stoff aus seiner Wahlheimat verarbeitete er in weiteren Romanen wie in Der Chronist der Winde (dt. 2000), einer Geschichte über Straßenkinder und in Die rote Antilope (dt. 2001) über einen Buschmannjungen. Weniger bekannt ist, dass Henning Mankell auch zahlreiche Kinder- und Jugendbücher schrieb, darunter Das Geheimnis des Feuers (dt. 1996) und Der Junge, der im Schnee schlief (dt. 1998). 2003 wurde in Graz gemeinsam von Künstlern des Grazer Schauspielhauses und des Teatro Avenida das mehrsprachige Stück Butterfly Blues aufgeführt. Mankell schrieb und inszenierte das Stück. Bis heute nehmen politische und gesellschaftliche Themen in seinen Büchern viel Raum ein. Viele dieser persönlichen Motive und Erfahrungen wurden etwa in seinem 2008 erschienenen Kriminalroman Der Chinese verarbeitet. In seinem Roman Mörder ohne Gesicht schuf er die Figur des Kriminalkommissars Kurt Wallander. Seitdem hat er über den knorrigen Polizisten eine äußerst erfolgreiche Serie von Kriminalromanen veröffentlicht. Diese Romane stehen in der Tradition der von den Autoren Maj Sjöwall und Per Wahlöö verfassten Bücher über den Kriminalkommissar Martin Beck. Mankell hat deutsche Vorfahren. Er ist ein Ururenkel von Johann Hermann Mankel, der in Niederasphe, einem Ortsteil von Münchhausen im hessischen Landkreis Marburg-Biedenkopf, geboren wurde und später nach Schweden auswanderte. Er ist in dritter Ehe mit der zweiten Tochter von Ingmar Bergman verheiratet, der Theaterregisseurin Eva Bergman. Das von seinem Vater geerbte Hofgut in Sveg hat Mankell 2009 dem schwedischen Dramatikerverband vermacht. Mankell war in der schwedischen 68er-Bewegung politisch aktiv und beteiligte sich unter anderem an Protesten gegen den Vietnamkrieg, Portugals Kolonialkrieg in Afrika und gegen das Apartheidsregime in Südafrika. Er war auch in der kulturpolitischen Vereinigung Folket i Bild/Kulturfront engagiert. Während seiner Zeit in Norwegen kam Mankell in Kontakt mit der maoistischen Arbeidernes Kommunistparti und beteiligte sich aktiv, ohne jedoch Mitglied zu werden. Im Jahr 2009 war Mankell Gast einer palästinensischen literarischen Konferenz und bereiste die Palästinensischen Autonomiegebiete. Er behauptete im Anschluss daran, dass die Gründung Israels 1948 keine "völkerrechtlich legitime Handlung" gewesen sei und man dort "eine Wiederholung des verächtlichen Apartheidsystems, das einst die Afrikaner und Farbige als Bürger zweiter Klasse in ihrem eigenen Land behandelte" erlebe. Die israelischen Sperranlagen verglich Mankell mit der Berliner Mauer. Angesichts der Lebensumstände der Palästinenser sei es nicht verwunderlich, "dass sie sich entscheiden, sich in einen Selbstmordbomber zu verwandeln [...]. Verwunderlich ist nur, dass es nicht mehr tun." "Die Israelis" würden "Leben vernichten" und der Staat Israel in seiner jetzigen Form habe keine Zukunft, eine Zwei-Staaten-Lösung würde die "historische Besatzung" nicht rückgängig machen. Antisemitismus habe Mankell während der Reise nicht erlebt, lediglich "normalen Hass auf die Besatzer." Mankell wurde für diese Aussagen in Deutschland unter anderem von Henryk M. Broder kritisiert, der Mankells antiisraelische Äußerungen mit denen Jostein Gaarders aus dem Jahr 2006 verglich und ihm vorwarf, verschobene Maßstäbe anzulegen. Nicht einmal Regimes wie die im Sudan, im Kongo oder im Iran würden Mankell so in Rage bringen wie Israel, dem er das Existenzrecht abspreche. Andreas Breitenstein wirft Mankell in der Neuen Zürcher Zeitung vor, er betreibe "auf der Basis historischen Halbwissens einen selbstgefälligen linken Moralismus". Im Mai 2010 nahm er an der Ship to Gaza 2010-Aktion des Free Gaza Movement teil, bei der mehrere Aktivisten getötet wurden. Mankell blieb Berichten zufolge unverletzt. Anschließend rief er zu globalen Sanktionen gegen Israel auf. Schon als Kind träumte Mankell davon, den afrikanischen Kontinent zu bereisen. 1972, mit 24 erfüllte er sich diesen Wunsch, als er zum ersten Mal nach Sambia reiste und dort zwei Jahre lang blieb. Er sagte, es sei "wie nach Hause kommen" gewesen. Heute lebt Mankell abwechselnd in den Sommermonaten in Schweden und die meiste Zeit des Jahres in Mosambik, welches er inzwischen als seine erste Heimat versteht - er engagiert sich dort wie in Europa für Afrika. 1985 erhielt er die Einladung zum Aufbau einer professionellen Theatergruppe in Maputo. 1986 wurde Mankell der ehrenamtliche Intendant des 70-köpfigen "Teatro Avenida", des einzigen professionellen und inzwischen sehr erfolgreichen Theaters in Mosambik, und er ist es bis heute - manchmal führt Mankell auch Regie. Mankell drehte mit Regisseur Jens Monath den Film Mein Herz schlägt in Afrika als Zweiteiler für das ZDF, ausgestrahlt im Frühjahr 2009. Der Film greift Motive aus seinem Buch Der Chronist der Winde (Original: Comedia infantil) auf, wie das Schicksal von Straßenkindern, oft ausgestoß...

[SW: Schwedische Literatur | Kriminalroman | Wallander | Henning Mankel]

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