Mueller Unsichtbare Bruecke
Es wurden insgesamt 3 Einträge zu 'Mueller Unsichtbare Bruecke' gefunden (Stand: 17.11.2010).
Sehen Sie sich die aktuell angebotenen Bücher zu 'Mueller Unsichtbare Bruecke' an.
Meisterwerke des deutschen Expressionismus. E.L. Kirchner, E. Heckel, Schmidt-Rottluff, M. Pechstein, Otto Mueller. Ausstellung 1960. Kunsthalle Bremen (u.a.). - Stuttgart: Cantz, 1960.
Einband etwas berieben. - Was die frühen Sammler und Förderer, die ahnungsvollen Freunde und Beschützer der Brücke-Künstler schon Jahrzehnte zuvor mit dieser Kunst Kirchners, Heckeis, Schmidt - Rottluffs, Otto Muellers, Noldes und Pechsteins an sich erlebt hatten, diesen jubelnden vulkanartigen Ausbruch der neuen Kunst, die in ihrem Innersten wiederum die alte Zauberblume Poesie enthielt, das traf den wenig vorbereiteten Betrachter in Galerien, Ausstellungen und Auktionen nun mit unverminderter Gewalt. Er mußte für sich mit den Augen und mit dem Sinn nachvollziehen, was längst schon Geschichte war. Die Kunst der Brücke-Maler ist über viele Umwege, unter Mühen und Fragen, mit Einschränkungen und späteren Zurücknahmen, endlich ins Bewußtsein der lebenden Menschheit eingezogen, soweit sie mit dem Bilde ein Erlebnis verbindet. Und auf diese Einschätzung und Verehrung in unserer Zeit kommt es ja an! Da die Neugier gestillt ist, dringt der Kunstfreund zum tieferen Geheimnis dieser Malerei vor. Wie hier die Dingwelt, anders als bei den Malern des "Blauen Reiters", mit der Heftigkeit glühender Farbe umgestaltet wird, wie Rosa und Orange, Grün und Violett sich in einem Antlitz als Nachbarn aneinanderschließen dürfen, wie eine Zirkusmanege mit überlängtem Schimmel sich bizarr verkrümmt, als drücke sie eine unsichtbare Kraft zusammen, wie Straßenschluchten magisch eingesogen sind in eine künstliche Ferne, wie Dunkel und Hell sich polternd antworten, so daß alles Unentschiedene zwischen ihnen zerrieben wird, das wurde in den zurückliegenden fünfzehn Jahren zum Kernerlebnis, das alle Blickwagnisse auf die Kunst unserer Tage erst möglich gemacht hat. Der deutsche Expressionismus ist, spät aber mächtig ausschreitend, Weltkunst geworden. Die wenigen fruchtbaren Jahre vor dem ersten Weltkriege und noch einige Jahre nach seinem Ende sind für die Malerei Deutschlands ein neuer Anbruch, der seinen Sieg erst jetzt davonträgt, da die Dresdner Revolutionäre erst das Schweigen, Vergessenheit und Verbannung auf sich nehmen mußten, ehe sie nun - der Polemik wie der leidenschaftlichen Fürsprache entwachsen - vor die Welt hintreten. Und diese Welt hat sich endlich daran gemacht, trotz Eile und Anspruch einer Kunst der Gegenwart, den verborgen gewesenen Schatz zu heben: Bilder zu sehen und nicht mehr zu vergessen, in denen dichterische Kraft, Fülle der Eingebung, geistvolle Farbe und frappierende Form von dem unversiegten Quell künstlerischer Phantasie zeugen, kurz: von Meisterschaft. Horst Keller.
Ca. 100 S. mit sehr zahlr. Abb. Broschiert.
[SW: Künstlergruppe Die Brücke, Kirchner, Heckel, Schmidt-Rottluff, Pechstein, Otto Mueller, Kunstgeschichte, Malerei]
WAGENER, HANS [ED.]. Von Böll bis Buchheim: Deutsche Kriegsprosa nach 1945. Amsterdam-Atlanta., Rodopi., 1997.
ISBN: 978-90-420-0292-0.
Original publisher's sewn paperback, pictorial frontcover, 8vo; 422., [10]pp. advertisements. Contents: 1. Bernd Hüppauf: Unzeitgemäßes über den Krieg. Ernst Jünger: Strahlungen (1938-48). 2. Gunther Nickel: Faction. Theodor Plievier: Stalingrad (1945). 3. Helmut Peitch: Vom 'Realismus' eines Kriegsromans - 'unmittelbar', 'magisch' oder 'tendenziös'? Walter Kolbenhoff: Von unserem Fleisch und Blut (1947). 4. J.H. Reid: "Mein eigentliches Gebiet...". Heinrich Bölls Kriegsliteratur. 5. Franz Futterknecht: Nachkriegspositionen des ästhetischen Bewußtseins. Hans Werner Richter: Die Geschlagenen (1949) und Sie fielen aus Gottes Hand (1951). 6. Walter Delabar: Dammbrüche und Untergänge. Edwin Erich Dwinger: Wenn die Dämme brechen (1950) und General Wlassow (1951). 7. Rolf Düsterberg: Masse und Elite. Krieg, Wehrmacht und National-sozialismus in Curt Hohoff: Woina - Woina (1951). 8. Erhard Schütz: Fluchtbewegung, militant. Zu Alfred Anderschs Krieg. 9. Ehrhard Bahr: Defensive Kompensation. Peter Bamm: Die unsichtbare Flagge (1952) und Heinz G. Konsalik: Der Arzt von Stalingrad (1956). 10. Wolfgang Nehring: Verheizte Flieger - Helden oder Opfer? Gerd Gaiser: Die sterbende Jagd (1953). 11. Thomas F. Schneider: "Und Befehl ist Befehl. Oder nicht?" Erich Maria Remarque: Zeit zu leben und Zeit zu sterben (1954). 12. Michael Kumpf-Müller: Ein Krieg für alle und keinen. Hans Hellmut Kirst: 08/15 (1954/55). 13. Jens Ebert: Wie authentisch ist das eigene Erlebnis? Heinrich Gerlach: Die verratene Armee (1955) und Fritz Wöss: Hunde wolt ihr ewig leben (1958). 14. Rolf Tauscher: Eine Frage der Sittlichkeit. Manfred Gregor: Die Brücke (1958). 15. Gerd Steckel: "Mißverhältnisse in der Buchhaltung". Alexander Kluge: Schlachtbeschreibung (1964). 16. Hans Wagener: Zwischen Abenteuer und Zeugenschaft. Lothar-Günther Buchheim: Das Boot (1973) und Die Festung (1995). 17. Thomas Kraft: Konkretistische Blindheit. Dieter Wellershoff: Der Ernstfall (1995) und andere Texte zum Krieg. 18. Ursula Heukenkemp: Helden, die einer besseren Sache wert gewesen wären ... Kriegsprosa in der DDR der fünziger Jahre. 19. Dennis Tate: Delusions of Grandeur and Oedipal Guilt. Franz Fühmann's Greek Experience as the Focus of his War Stories. 20. Jost Hermand: Ein junger Mensch wandelt sich. Herbert Otto: Die Lüge (1956). Very fine copy - as new. Volume 42: Amsterdamer Beiträge zur neueren Germanistik.
WAGENER, HANS [ED.]. Von Böll bis Buchheim: Deutsche Kriegsprosa nach 1945. Amsterdam-Atlanta., Rodopi., 1997.
ISBN: 978-90-420-0302-6.
Original publisher's paper-covered boards, title spine and frontcover, large 8vo: 422pp., [10]pp., 20 contributions with footnotes & references, notes on contributors, advertisements. Contents: 1. Bernd Hüppauf: Unzeitgemäßes über den Krieg. Ernst Jünger: Strahlungen (1938-48). 2. Gunther Nickel: Faction. Theodor Plievier: Stalingrad (1945). 3. Helmut Peitch: Vom 'Realismus' eines Kriegsromans - 'unmittelbar', 'magisch' oder 'tendenziös'? Walter Kolbenhoff: Von unserem Fleisch und Blut (1947). 4. J.H. Reid: "Mein eigentliches Gebiet...". Heinrich Bölls Kriegsliteratur. 5. Franz Futterknecht: Nachkriegspositionen des ästhetischen Bewußtseins. Hans Werner Richter: Die Geschlagenen (1949) und Sie fielen aus Gottes Hand (1951). 6. Walter Delabar: Dammbrüche und Untergänge. Edwin Erich Dwinger: Wenn die Dämme brechen (1950) und General Wlassow (1951). 7. Rolf Düsterberg: Masse und Elite. Krieg, Wehrmacht und National-sozialismus in Curt Hohoff: Woina - Woina (1951). 8. Erhard Schütz: Fluchtbewegung, militant. Zu Alfred Anderschs Krieg. 9. Ehrhard Bahr: Defensive Kompensation. Peter Bamm: Die unsichtbare Flagge (1952) und Heinz G. Konsalik: Der Arzt von Stalingrad (1956). 10. Wolfgang Nehring: Verheizte Flieger - Helden oder Opfer? Gerd Gaiser: Die sterbende Jagd (1953). 11. Thomas F. Schneider: "Und Befehl ist Befehl. Oder nicht?" Erich Maria Remarque: Zeit zu leben und Zeit zu sterben (1954). 12. Michael Kumpf-Müller: Ein Krieg für alle und keinen. Hans Hellmut Kirst: 08/15 (1954/55). 13. Jens Ebert: Wie authentisch ist das eigene Erlebnis? Heinrich Gerlach: Die verratene Armee (1955) und Fritz Wöss: Hunde wolt ihr ewig leben (1958). 14. Rolf Tauscher: Eine Frage der Sittlichkeit. Manfred Gregor: Die Brücke (1958). 15. Gerd Steckel: "Mißverhältnisse in der Buchhaltung". Alexander Kluge: Schlachtbeschreibung (1964). 16. Hans Wagener: Zwischen Abenteuer und Zeugenschaft. Lothar-Günther Buchheim: Das Boot (1973) und Die Festung (1995). 17. Thomas Kraft: Konkretistische Blindheit. Dieter Wellershoff: Der Ernstfall (1995) und andere Texte zum Krieg. 18. Ursula Heukenkemp: Helden, die einer besseren Sache wert gewesen wären ... Kriegsprosa in der DDR der fünziger Jahre. 19. Dennis Tate: Delusions of Grandeur and Oedipal Guilt. Franz Fühmann's Greek Experience as the Focus of his War Stories. 20. Jost Hermand: Ein junger Mensch wandelt sich. Herbert Otto: Die Lüge (1956). Very fine copy - as new. Volume 42: Amsterdamer Beiträge zur neueren Germanistik.



