Nikolai Gogol
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Gogol, Nikolai W.,: Konvolut v. 11 Büchern / 1. Geschichte des großen Krakeels zwischen Iwan Iwanowitsch und Iwan Nikiforowitsch, Leipzig, Insel Verlag,, 1962.
DABEI: Nikolai Gogol - Tote Seelen oder Tschitschikoffs Abenteuer (104 Zeichnungen v. Alexander Agin) (BGM, ca. 1970, 1., 388 S., übs. Sigismund v. Radecki, Halbleder, Rücken goldgeprägt, sehr gutes Ex.) ------------ DABEI: Gogol, Nikolai - Taras Bulba (Berlin, Verlag der Nation 1981,Leinen mit OU (dieser leichte Gebr.spuren), 164 S., mit 30 Holzschnitten von Karl Rössing, gutes Ex.) (Literatur) ----------- DABEI: Nikolai Gogol - Mirgorod (Weimar, Gustav Kiepenheuer, 1963, 16.-19. Tsd., 386 S., Leinen, etwas gebräunt, sonst gut) ------------ DABEI: Nikolai Gogol - Tschitschikows Abenteuer oder Tote Seelen (Berlin, KuF, 1962, 1., 307 S., Leinen, etwas gebräunt, gut) --------------- DABEI: Gogol, Nikolai - Die Nase (Erzählung) 1. Auflage, Zürich, Diogenes Verlag,, um 1975, 109 S. Orig.pappband; (= Diogenes Min-Tb VI), gering beschmutzter Einband, leicht berieben, gutes Ex., Format 7,2x6,8cm) ------------- DABEI: Gogol, Nikolai Wassiljewitsch - Die toten Seelen (Aufbau-Verlag Berlin und Weimar, 1981, 612 S. Leinen, gutes Ex., mit 37 Fotos nach Tonplastiken von Anatoli Kaplan) ------------ Nikolai W. Gogol - Das Bildnis (Berlin, Union Verlag, 1978, 1. Auflage, zehn Kaltnadelradierungen v. Karl Erich Müller, 62 S. Leinen, OUmschlag, gutes Ex.) -------------- DABEI: Gogol, Nikolai W. - Die toten Seelen oder Tschitschikows Abenteuer (Frankfurt u.a., Büchergilde Gutenberg,, 1964, 1. Ausgabe mit diesen Illustrationen, 505 S., 104 Federzeichnungen von Josef Hegenbarth, Leinen, ordentliches Ex.) ------------------- DABEI: Gogol, Nikolai W. - Tarass Bulba, (Roman) (München, Albert Langen-Georg Müller,, 1940, 1. Auflage, 196 S., a.d. Russischen v. Korfiz Holm, Leinen (gut), farbig ill. Originalumschlag (v. Olaf Gulbransson) (dieser etw. randrissig), sonst recht gutes Ex.) -------------- DABEI: Gogol, Nikolai - Der Mantel und andere Erzählungen. Gogol. Aus d. Russ. übers. von Ruth Fritze-Hanschmann. Mit Ill. von Andras Karakas. Mit e. Nachw. von Eugen Häusler u. Frank Häusler (Insel Taschenbuch , 241) (Frankfurt, Insel-Verlag, 1977, ISBN 3458319417, 1. Aufl. 358 S. : Ill. , 18 cm Taschenbuch, gutes Ex.) (Reihe it)
1.-10. Tsd., mit Zeichnungen Josef Hegenbarth, übersetzt v. Korfiz Holm, 93 S., Leinen, Originalumschlag (dieser mit Gebrauchsspuren), Name auf Vorsatz, sonst gutes Ex.,
Gogol, Nikolai: Büchersammlung "Nikolai Gogol". 6 Titel. 1.) Abende auf dem Weiler bei Dikanka, 3. Auflage 1980, 350 Seiten, Gesammelte Werke in Einzelausgaben, herausgegeben von Michael Wegner, Aufbau Verlag Berlin und Weimar, Leinen-Einband mit O. Schutzumschlag, gut bis sehr gut erhalten. 2.) Kurt Liebmann: Gogol. Ein Lesebuch für unsere Zeit, 1. Auflage/1954, 465 Seiten, Thüringer Volksverlag Weimar, Leinen-Einband mit O. Schutzumschlag, Papier minimal gebräunt, Vor-Titelblatt am Rücken oben und unten etwas gelöst, sonst gut erhalten. 3.) Petersburger Erzählungen, bb-Taschenbuch, Aufbau-Verlag Berlin 1962, 162 Seiten, Papier leicht gebräunt, Einband minimal abgenutzt, sonst gut erhalten. 4.) Nikolai Gogol: Der Newski-Prospekt, illustriert von G. K. Müller, Leipzig 1960, 49 Seiten, grauer Karton-Deckel mit leicht beriebenem O.Schutzumschlag, mit Abbildungen. 5.) Zur Ergänzung beigelegt Artikel/Kopie "Der Teufel steckt den Mond in die Tasche. Eine der größten und tragischsten Gestalten der russischen Literatur: Vor 200 Jahren wurde Nikolai Gogol geboren" (Neues Deutschland vom 2. April 2009). 6.) Nikolai Wassiljewitsch Gogol 1809 - 1852. Ein Material zu den Feiern des Weltfriedensrates anläßlich des 100. Todestages Gogols, herausgegeben vom Kulturbund der DDR in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Friedenskomitee, 90 Seiten, gut erhalten, Aufbau Verlag Berlin und Weimar u. a.
1976; 483 Seiten, weißes Papier; wie oben beschrieben
Gogol, Nikolaus (Nikolai Wassiljewitsch Gogol): Die toten Seelen. Roman. Zwei Teile. Herausgegeben, übersetzt und mit einer Einleitung von Otto Buek. Im Propyläen-Verlag Keine Auflagenangabe Ohne Jahresangabe (um 1923) Berlin
XII, 427, 220S. 8°
Halbleder Fadengehefteter, goldgeprägter Halbledereinband mit Lederecken, Farbkopfschnitt, Schmuckvorsätzen und Lesebändchen. Der Lederrücken und die Einbandkanten leicht berieben, das Leder der Ecken punktuell durchgerieben, Papier und Schnitte allg. nachgedunkelt, ansonsten guter Zustand. Gesetzt in Fraktur, Buchdruck im Bleisatz. Buch der 1000 Bücher Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag) "Tote Seelen OT Mjortwyje DuschiOA 1842 DE 1846 Form Roman Epoche Romantik Der in Russland lebendigen Tradition des Schelmenromans verlieh Nikolai Gogol mit Tote Seelen eine neue, tiefgründige Form. Seinen "Poem" untertitelten Roman konzipierte der von psychischen und religiösen Krisen erschütterte Autor als Epos der Reinigung der Seele. Inhalt: Der ehemalige Petersburger Kollegienrat Tschitschikow führt sich in einer russischen Gouvernementsstadt in die Gesellschaft ein und macht bei Privatbesuchen fünf Gutsbesitzern den sonderbaren Vorschlag, ihnen "tote Seelen", d. h. kürzlich verstorbene Leibeigene abzukaufen, die bis zur nächsten Revision weiter in den Büchern geführt werden; nur in einem Fall bleibt er erfolglos. Auf einem Ball sorgt der Gutsbesitzer Nosdrjow für erste Irritationen mit der laut zugerufenen Frage, wie viele Tote er eingekauft habe. Weitere Gerüchte (u. a. über eine geplante Entführung der Tochter des Gouverneurs und über Tschitschikows Identität mit Napoleon) verbreiten sich schnell. Die alte Gutsbesitzerin Korobotschka, die einzige Frau unter den Geschäftspartnern Tschitschikows, bringt mit ihrer Befürchtung, die toten Seelen zu billig verkauft zu haben, den Skandal endgültig ins Rollen. Fluchtartig reist Tschitschikow ab. Erst am Ende des Romans erfährt der Leser den betrügerischen Hintergrund seiner Geschäfte: Er wollte die gekauften Leibeigenen verpfänden und sich mit dem erschwindelten Kredit aus dem Staub machen. Aufbau: Die eigenartige Platzierung der umfangreichen Biografie des Helden erst am Ende des Romans zeugt vom ursprünglichen Plan, in Anlehnung an die Stationen Hölle, Fegefeuer und Paradies in der Göttlichen Komödie (1321) von R Dante Alighieri den Haupthelden in drei Bänden von der Sünde zu Reue und Vergebung zu führen. Gogol hat indes nur die Negativität, die Schlechtigkeit der Gegenwart darzustellen vermocht - der wenig überzeugende zweite Teil blieb Fragment, der dritte ist nie begonnen worden. Für den Autor stand - anders als für die Leserschaft im 19. und 20. Jahrhundert - nicht die Satire im Mittelpunkt, sondern ein religiöses Konzept. Die Welt wird vor allem als trivial begriffen: Alles ist gewöhnlich, mittelmäßig, platt und geistlos. Trivialität aber ist bei Gogol das Merkmal einer Welt, die gegen alles Transzendente abgeriegelt, aus der das religiöse Heil, das Wahre und Sinnhafte, vertrieben ist. Ebenso wie die Komik im Werk stets mit der Trivialität der gezeigten Welt zusammenhängt, dienen auch die Eigentümlichkeiten des grotesken Stils der Erniedrigung des nur scheinbar Geistigen, Bedeutenden, Erhabenen. So sind die Figuren im Roman wahrhaft "tote Seelen" in der ersten der beiden möglichen Bedeutungen des Titels; die andere Bedeutung, nach der die Verstorbenen "tote Seelen" sind, ließ schon den Zensor empört auf die Unsterblichkeit der Seele hinweisen. Das durch den Verkauf der "Seelen" erworbene Geld, dessentwegen sich der Held - nicht zufällig ein ehemaliger Zöllner (ein Hinweis auf das Neue Testament) - versündigt, wird zum Sinnbild des Übels in der Welt. Wirkung: An Gogols Werk knüpfte in der frühen sowjetischen Literatur Michail R Bulgakow an (Tschitschikows Abenteuer, 1922). Auch bei anderen Autoren erlebte das Genre eine Renaissance bis in die späte sowjetische Zeit, so bei Ilja R Ehrenburg (Das bewegte Leben des Lasik Roitschwantz, 1928), Wladimir Wojnowitsch (* 1932; Die denkwürdigen Abenteuer des Soldaten Iwan Tschonkin, 1969) und Fasil Iskander (* 1929; Onkel Sandro aus dem Tschegem, 1973). A. E." (Verlagstext Harenberg) Otto Buek (* 19. November 1873 in Sankt Petersburg; 1966, wohl in einem Altersheim bei Paris) war ein deutscher Philosoph, Schriftsteller und Übersetzer. Otto Buek war in seiner Jugend mit der ebenfalls aus St. Petersburg stammenden späteren Schriftstellerin und Psychoanalytikerin Lou Andreas-Salome befreundet. In Heidelberg studierte er Philosophie, Mathematik und Chemie und promovierte in Marburg, wo er möglicherweise mit Kurt Wildhagen in Kontakt kam, mit einer Dissertation zum Thema "Die Atomistik und Faradays Begriff der Materie: eine logische Untersuchung" zum Dr. phil. Später lebte er in Berlin als Journalist, Übersetzer (von Werken von Tolstoi, Herzen und Unamuno) sowie als Herausgeber (mit Kurt Wildhagen von Werken von Turgenjew, einer Gesamtausgabe von Gogol und zweier Bände der zehnbändigen Cassirer-Ausgabe der Werke von Immanuel Kant); in den 1920er Jahren arbeitete er auch als Korrespondent der argentinischen Zeitschrift La Nacion. Er war u.a. mit Senna Hoy und Franz Pfemfert befreundet. Buek gehörte zum Kreis um Alfred Richard Meyer. Philosophisch galt er als Neukantianer und Anhänger des bis 1912 in Marburg lehrenden Philosophen Hermann Cohen. In der Festschrift zu Hermann Cohens 70. Geburtstag ist Buek mit einem Beitrag über "Faradays System der Natur und seine begrifflichen Grundlagen" vertreten. 1913 versuchte sich Buek mit dem Historiker Paul Herre (1876-1962) an der Herausgabe der Zeitschrift "Die Geisteswissenschaften". Sie musste jedoch im Unterschied zu der, von Arnold Berliner (1862-1942) im gleichen Jahr herausgebrachten und heute noch erscheinenden Zeitschrift "Die Naturwissenschaften" 1914 bereits wieder eingestellt werden. Als Studienfreund des Arztes und Pazifisten Georg Friedrich Nicolai (1874-1964) unterzeichnete Buek zusammen mit Albert Einstein und Friedrich Wilhelm Förster im Oktober 1914 Nicolais "Aufruf an die Europäer" als Gegenerklärung zur Rechtfertigung des deutschen Überfalls auf das neutrale Belgien (Manifest der 93); der Aufruf konnte erst 1917 als Einleitung zu Nicolais "Biologie des Krieges" in Zürich erscheinen. Johannes R. Becher widmet das Gedicht "Gebet im Winter 1915/16" "Doktor Otto Buek in Freundschaft". In einem Brief vom 18. Dezember 1916 an Katharina Kippenberg zählt er Buek zu den "sieben Menschen, die ich liebe". Anfang der Zwanziger Jahre wirkte Buek mit Nikolai und anderen wie dem aus Prag stammenden Prof. Otto Fanta an der Entstehung eines zunächst "Einstein-Film" genannten ersten großen Wissenschaftsfilms mit, der nach Protest von Einstein dann unter dem Titel gezeigt wurde Die Grundlagen der Einsteinschen Relativitätstheorie. Otto Buek emigrierte später nach Frankreich, wo er 1960 von Paul Raabe in einem Altenheim ausfindig gemacht werden konnte; hier dürfte er hochbetagt 1966 auch verstorben sein. Nikolai Wassiljewitsch Gogol * 20. Märzjul./ 1. April 1809greg. in Welyki Sorotschynzi, Russisches Kaiserreich; 21. Februarjul./ 4. März 1852greg. in Moskau, Russisches Kaiserreich) war ein russischer Schriftsteller ukrainischer Herkunft. Nikolai Gogol wurde am 1. April 1809 als eines von fünf Kindern der ukrainischen Gutsbesitzerfamilie von Wassili Afanasjewitsch und Marija Iwanowna Gogol-Janowski geboren. Der Name Gogol erinnert an kosakische Vorfahren. Der Vater galt als Träumer und war Gelegenheitsautor ukrainischer Schwänke. Die Mutter war vierzehn, als ihr der doppelt so alte Bräutigam vorgestellt wurde. Gogol war fünf Jahre alt, als er die Katze der Familie mit einer Stange im Teich ertränkte. Er war zehn, als sein jüngerer Bruder starb, sechzehn als der Vater starb. Gogol besucht das Gymnasiums in Nischyn. Er litt dabei an Skrofulose und schaffte es, Spott der Mitschüler durch Überspitzungen zu entgegnen. Gogol war klein, krumm gewachsen und dünn. Er hatte schlechte Haut und eine übermäßig lange, spitze Nase. Zeitgenossen rätselten über sein mürrisches, konzentriertes, düsteres, kluges und krankes Wesen. Der 18-jährige Gogol notierte: "Alle halten mich für ein Rätsel". Nach ersten literarischen Vers...
[SW: Russische Literatur | Roman, Romanfragment | Klassiker | Gogol | Halbledereinbände]
Gogol, Nikolai: Taraß Bulba. Roman. Mit Illustrationen von Brigitte Klimsa-Freyberg. Ins Deutsche übertragen von Waldemar Jollos. (="Die große Bibliothek der Weltliteratur") Bertelsmann u.a. Lizenzausgabe Ohne Jahresangabe Gütersloh u.a
223S. 8°
Kunstleder Blauer Kunstledereinband mit Farbkopfschnitt. Kopfschnitt dezent fleckig, ansonsten guter Zustand dieser interessant illustrierten Ausgabe von Gogols Klassiker. Mirgorod ist eine Sammlung von Kurzerzählungen des russischen Dichters Nikolai Gogol. Sie ist nach der ukrainischen Stadt Myrhorod (russ. Mirgorod) benannt, in deren Nähe er seine Kindheit und Jugend verbrachte. Der Erzählband trägt den Untertitel: Erzählungen, die die Fortsetzung der "Abende auf dem Weiler bei Dikanka" bilden. Die Sammlung besteht aus folgenden Kurzgeschichten: Die Alte-Welt Landbesitzer Taras Bul'ba Diese Novelle schildert anhand der literarischen Figur des Taras Bulba und seiner beiden Söhne Ostap und Andrej die Lebensart und die Plünderungszüge der ukrainischen Kosaken im Polen des 16. Jahrhunderts, die in den Feldzügen des Bogdan Chmelnizki in den Jahren 1648 bis 1652 kulminierten. Nikolai Wassiljewitsch Gogol * 20. Märzjul./ 1. April 1809greg. in Welyki Sorotschynzi, Russisches Kaiserreich; 21. Februarjul./ 4. März 1852greg. in Moskau, Russisches Kaiserreich) war ein russischer Schriftsteller ukrainischer Herkunft. Nikolai Gogol wurde am 1. April 1809 als eines von fünf Kindern der ukrainischen Gutsbesitzerfamilie von Wassili Afanasjewitsch und Marija Iwanowna Gogol-Janowski geboren. Der Name Gogol erinnert an kosakische Vorfahren. Der Vater galt als Träumer und war Gelegenheitsautor ukrainischer Schwänke. Die Mutter war vierzehn, als ihr der doppelt so alte Bräutigam vorgestellt wurde. Gogol war fünf Jahre alt, als er die Katze der Familie mit einer Stange im Teich ertränkte. Er war zehn, als sein jüngerer Bruder starb, sechzehn als der Vater starb. Gogol besucht das Gymnasiums in Nischyn. Er litt dabei an Skrofulose und schaffte es, Spott der Mitschüler durch Überspitzungen zu entgegnen. Gogol war klein, krumm gewachsen und dünn. Er hatte schlechte Haut und eine übermäßig lange, spitze Nase. Zeitgenossen rätselten über sein mürrisches, konzentriertes, düsteres, kluges und krankes Wesen. Der 18-jährige Gogol notierte: "Alle halten mich für ein Rätsel". Nach ersten literarischen Versuchen kam er 1828 in die Hauptstadt Sankt Petersburg und scheiterte beim Versuch, eine Anstellung an der dortigen Universität zu erhalten. Gogol unternahm eine Reise nach Deutschland und versuchte, ebenso erfolglos, Schauspieler zu werden. 1829 erhielt er eine Stelle im Staatsdienst. 1831 gab er seine Anstellung jedoch wieder auf und wurde Geschichtslehrer an einer Privatschule für Mädchen. Im Jahr 1831 lernte Gogol den Dichter Alexander Puschkin kennen, der ihm den Weg in die russische Literatur wies. Puschkin wurde ihm Freund und Förderer. So regte Puschkin an, den Revisor und Die toten Seelen zu schreiben - beide Werke fanden später höchste Anerkennung. Puschkin verschaffte Gogol auch wiederholt Arbeit als Privatlehrer und Universitätsprofessor, wenngleich Gogol diese Tätigkeiten nie lange ausübte. Er begann zu schreiben und feierte mit seinen volkstümlichen ukrainischen Erzählungen Abende auf dem Weiler bei Dikanka einen Überraschungserfolg. Schon in diesen Geschichten über ukrainische Bauern zeigte sich sein Hang zum Dämonischen. Es ist die einzigartige Kombination der derben Vertep-Komödiantik mit dem ukrainischen Lokalkolorit und märchenhafter, bisweilen unheimlicher Phantastik, die den Erzählband zum Erfolg machte. Noch überwog die Komik in der Darstellung der Teufel und Hexen, jedoch wurde schon hier die Neigung zum alles durchdringenden Dämonischen deutlich, die sich in Gogols späteren Werken voll entwickeln sollte. Eine weitere Sammlung von Dorfgeschichten, Mirgorod (Миргород, 1835), knüpfte an den Erfolg der Abende an und nahm bereits entscheidende Momente von Gogols reiferen Werken vorweg. 1834 wurde Gogol Professor am Lehrstuhl für Allgemeine Geschichte an der Universität Sankt Petersburg. In seinen schon erwähnten Werken Der Revisor 1836 und Die toten Seelen 1842 sowie im Der Mantel 1842 karikierte er treffend die teils großspurige wie korrupte Lebensart des russischen Landadels. Als Gutsbesitzer lebten viele Adlige ein zurückgezogenes Leben auf ihren Landgütern. Ihre Söhne gingen meist als Offiziere zur Armee, wo sie spielten und sich duellierten. Die Bauern waren Leibeigene. Mit diesem Thema beschäftigt sich zum Beispiel der Roman Die toten Seelen: Ein Betrüger kauft darin Besitzurkunden über Leibeigene, die bereits verstorben sind. Gogol erhielt viele Anregungen für seine Werke von seinem Freund Alexander Puschkin. So soll z.B. Der Revisor auf ein Sujet Puschkins zurückgehen. In den 1840er Jahren stürzte Gogols Religiosität ihn in eine schwere schöpferische Krise. Zwischen 1836 und 1848 unternahm Gogol noch Reisen durch Deutschland, die Schweiz, Österreich, Frankreich und Italien, doch durchlief er eine schwere schöpferische Krise. Zudem begann er an einer paranoid-halluzinatorischen Psychose zu leiden, einer Form der Schizophrenie. Gogol begab sich auf eine Wallfahrt nach Palästina. Er geriet nach seiner Rückkehr unter den Einfluss eines Priesters, der seine Werke als verderbt ansah. Er verbrannte - möglicherweise in einem wahnhaften Anfall - das Manuskript des zweiten Teils der Toten Seelen, bezeichnete dies aber kurz darauf als großen Fehler. Die Psychose zerstörte den einst so umtriebigen Literaten schließlich vollends: Gogol starb an den Folgen strengen religiösen Fastens im Alter von 42 Jahren. Nach seinem Tod rätselten viele seiner Freunde, ob sie Gogol jemals richtig kannten.
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