Ortega Y Gasset
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Gasset, Jose Ortega Y: Der Aufstand der Massen. Mit Literaturhinweisen, Namen- und Sachregister. (=Rowohlts deutsche Enzyklopädie, rde 10) Reinbek bei Hamburg, Rowohlt Taschenbuch Verlag, 1956.
Guter Zustand. Seiten papierbedingt leicht gebräunt. Besitzername auf dem Vorsatz. - Jose Ortega y Gasset (* 9. Mai 1883 in Madrid; 18. Oktober 1955 in Madrid) war ein spanischer Philosoph, Soziologe und Essayist. Leben und Werk: Jose Ortega wurde in Madrid als Spross einer Journalistenfamilie geboren. Er besuchte die Jesuitenschule San Estanislao de Miraflores in Malaga und studierte von 1897 bis 1898 an der Universität von Deusto in Bilbao und anschließend an der Universität Madrid Philosophie, wo er 1904 promovierte. Von 1905 bis 1911 hielt er sich zu Studienzwecken in Deutschland auf, u. a. in Leipzig, Berlin und vorrangig in Marburg. In Marburg wurde er u. a. vom Neukantianismus Hermann Cohens und Paul Natorps beeinflusst und erhielt dort im Jahre 1952 die Ehrendoktorwürde. 1909 kehrte Ortega nach Spanien zurück. Er hat seine einzige Portraitbüste, die Elfriede Hartmann-Helmholz (Künstlername: Christiane Helmholz-Hartmann), Schülerin von Prof. Arnold Rickert an der Werkkunstschule Bielefeld, in Ton modellierte und dann in Bronze goss, vor seinem Tode nicht mehr gesehen. Ortega war Gründer und Herausgeber der Zeitschriften Espana (1915-1924) sowie Revista de Occidente (1923), Mitarbeiter der Zeitung El Sol und wirkte an der spanischen Verfassung von 1931 mit. Unter dem Eindruck der Weimarer Republik verfasste er 1929 sein zentrales Werk "Der Aufstand der Massen". Von 1910 bis 1936 hatte er Professuren für Metaphysik, Logik und Ethik an der Universität Complutense Madrid inne, 1936 wanderte er mit Beginn des Bürgerkriegs vor der ihn enttäuschenden zweiten spanischen Republik ins Ausland und lebte in Frankreich, Argentinien und ab 1943 in Portugal, bevor er nach Spanien zurückkehrte, wo er sich bis zu seinem Tod im Jahr 1955 (in Madrid) regelmäßig aufhielt. Als Kulturphilosoph baute er auf Georg Wilhelm Friedrich Hegel, Friedrich Nietzsche, Wilhelm Dilthey und der Lebensphilosophie auf. Bedeutung des philosophischen Werks: Ortega verband mit umfassendem philosophischem Wissen Sinnesfreude, Weltaufgeschlossenheit und Eleganz des Denkens und der Lebensführung. Seine Philosophie entzündete sich stets am Gegenständlichen, das er unmittelbar, nicht durch die Brille der philosophischen Lehrmeinung, auf sich wirken ließ. Dieses und der Bezug zur deutschen Philosophie wird als wesentlicher Grund für die außergewöhnliche Breitenwirkung angesehen, die Ortega, insbesondere in Deutschland, mit seinen um ganz verschiedene Probleme kreisenden Schriften nach dem Zweiten Weltkrieg erzielt hat. Weniger bekannt ist die starke Wirkung, die Ortega unmittelbar oder indirekt durch emigrierte spanische Philosophen auf die geistige Auseinandersetzung in Lateinamerika, besonders in Mexiko ausgeübt hat. Seinem Einfluss war ein wachsendes Interesse an der deutschen Philosophie in jenen Ländern zuzuschreiben. Ortegas starke Individualität, seine Eigenwüchsigkeit in Wesen und Denken hinderten ihn daran, sich einer philosophischen Schule einzuordnen. Gleichzeitig schlossen sie die Bildung eines eigenen Schülerkreises um ihn herum von vornherein aus. Die Vielseitigkeit seiner Interessen drückt sich in der Vielzahl seiner Veröffentlichungen aus. Das soziologische Werk: Der Mensch und die Leute: Als wichtigstes soziologisches Buch Ortega y Gassets gilt Der Aufstand der Massen. Es wird der Elitesoziologie zugerechnet. Ausgehend von einer aristokratischen Ordnung beschreibt er den "Aufstieg der Massen zu voller gesellschaftlicher Macht". In ihm sieht er eine grundlegende Änderung der Gesellschaft des 20. Jahrhunderts. Die Erklärung der Gleichheit aller Menschen sei ein Grund dafür gewesen, dass die moderne Zivilisation sich in eine "ungerichtete Aggressivität" gewandelt habe, die im Faschismus zum Ausdruck gekommen sei. Das zeige sich auch im Ausgrenzungsmechanismus: "Anderssein ist unanständig. Die Masse vernichtet alles, was anders, was ausgezeichnet, persönlich, eigenbegabt und erlesen ist. Wer nicht 'wie alle' ist, wer nicht 'wie alle' denkt, läuft Gefahr, ausgeschaltet zu werden." Er erkannte jedoch auch die Chancen für eine neue, "unvergleichliche Organisation der Menschheit". Ortega strebte als sein Hauptwerk eine umfassende Soziologie an, an der er bis zu seinem Tode arbeitete. Seine soziologische Lehrmeinung wurde 1957 als El hombre y la gente (Der Mensch und die Leute) aus dem Nachlass herausgegeben. Darin wird die Idee entfaltet, dass die Bräuche Wesensgrundlage des Gesellschaftlichen seien. Sein Verständnis von Brauch entspricht dabei eher dem von Gewohnheit. Ortega y Gasset definiert: "Die Bräuche sind Formen menschlichen Verhaltens, die das Individuum übernimmt und vollzieht, weil ihm - bald in dieser, bald in jener Weise - kein anderer Ausweg bleibt. Sie werden ihm durch die Umgebung, mit der es zusammenlebt, durch die Übrigen, die Leute, die Gesellschaft, aufoktroyiert." Bestimmte Bräuche (Gewohnheiten) - wohl die extremsten unter ihnen - seien Handlungen, die unter gesellschaftlichem Druck ausgeführt werden (also mechanisch wirkende Nötigungen); Handlungen, deren eigentlicher Inhalt den Ausführenden unverständlich ist (also irrational); Handlungen, die außerhalb der eigenen Person aber auch außerhalb aller Anderen liegen (also extraindividuelle Realitäten). Bräuche seien gespeicherte gesellschaftliche Vergangenheit. Aus wikipedia-orgJos%C3%A9_Ortega_y_Gasset
Erste Auflage dieser Ausgabe. 157 Seiten. Umschlag: Karl Gröning jr./Gisela Pferdmenges. Taschenbuch mit Leinenrücken. Kartoniert. Laminiert. Glanzfolienkaschierung.
[SW: Technologischer Fortschritt, Kulturanthropologie, Technisierung, Kulturgeschichte, Technikgeschichte, Anthropologie, Technik, Staatslehre]
Ortega y Gasset, Jose: Was ist Philosophie?. Aus dem Spanischen von Horst, Karl August. (=dtv[-Taschenbücher] ; 403) München, Deutscher Taschenbuch Verlag,, 1967.
Guter Zustand. - Jose Ortega y Gasset (* 9. Mai 1883 in Madrid; 18. Oktober 1955 in Madrid) war ein spanischer Philosoph, Soziologe und Essayist. Leben und Werk: Jose Ortega wurde in Madrid als Spross einer Journalistenfamilie geboren. Er besuchte die Jesuitenschule San Estanislao de Miraflores in Malaga und studierte von 1897 bis 1898 an der Universität von Deusto in Bilbao und anschließend an der Universität Madrid Philosophie, wo er 1904 promovierte. Von 1905 bis 1911 hielt er sich zu Studienzwecken in Deutschland auf, u. a. in Leipzig, Berlin und vorrangig in Marburg. In Marburg wurde er u. a. vom Neukantianismus Hermann Cohens und Paul Natorps beeinflusst und erhielt dort im Jahre 1952 die Ehrendoktorwürde. 1909 kehrte Ortega nach Spanien zurück. Er hat seine einzige Portraitbüste, die Elfriede Hartmann-Helmholz (Künstlername: Christiane Helmholz-Hartmann), Schülerin von Prof. Arnold Rickert an der Werkkunstschule Bielefeld, in Ton modellierte und dann in Bronze goss, vor seinem Tode nicht mehr gesehen. Ortega war Gründer und Herausgeber der Zeitschriften Espana (1915-1924) sowie Revista de Occidente (1923), Mitarbeiter der Zeitung El Sol und wirkte an der spanischen Verfassung von 1931 mit. Unter dem Eindruck der Weimarer Republik verfasste er 1929 sein zentrales Werk "Der Aufstand der Massen". Von 1910 bis 1936 hatte er Professuren für Metaphysik, Logik und Ethik an der Universität Complutense Madrid inne, 1936 wanderte er mit Beginn des Bürgerkriegs vor der ihn enttäuschenden zweiten spanischen Republik ins Ausland und lebte in Frankreich, Argentinien und ab 1943 in Portugal, bevor er nach Spanien zurückkehrte, wo er sich bis zu seinem Tod im Jahr 1955 (in Madrid) regelmäßig aufhielt. Als Kulturphilosoph baute er auf Georg Wilhelm Friedrich Hegel, Friedrich Nietzsche, Wilhelm Dilthey und der Lebensphilosophie auf. Bedeutung des philosophischen Werks: Ortega verband mit umfassendem philosophischem Wissen Sinnesfreude, Weltaufgeschlossenheit und Eleganz des Denkens und der Lebensführung. Seine Philosophie entzündete sich stets am Gegenständlichen, das er unmittelbar, nicht durch die Brille der philosophischen Lehrmeinung, auf sich wirken ließ. Dieses und der Bezug zur deutschen Philosophie wird als wesentlicher Grund für die außergewöhnliche Breitenwirkung angesehen, die Ortega, insbesondere in Deutschland, mit seinen um ganz verschiedene Probleme kreisenden Schriften nach dem Zweiten Weltkrieg erzielt hat. Weniger bekannt ist die starke Wirkung, die Ortega unmittelbar oder indirekt durch emigrierte spanische Philosophen auf die geistige Auseinandersetzung in Lateinamerika, besonders in Mexiko ausgeübt hat. Seinem Einfluss war ein wachsendes Interesse an der deutschen Philosophie in jenen Ländern zuzuschreiben. Ortegas starke Individualität, seine Eigenwüchsigkeit in Wesen und Denken hinderten ihn daran, sich einer philosophischen Schule einzuordnen. Gleichzeitig schlossen sie die Bildung eines eigenen Schülerkreises um ihn herum von vornherein aus. Die Vielseitigkeit seiner Interessen drückt sich in der Vielzahl seiner Veröffentlichungen aus. Das soziologische Werk: Der Mensch und die Leute: Als wichtigstes soziologisches Buch Ortega y Gassets gilt Der Aufstand der Massen. Es wird der Elitesoziologie zugerechnet. Ausgehend von einer aristokratischen Ordnung beschreibt er den "Aufstieg der Massen zu voller gesellschaftlicher Macht". In ihm sieht er eine grundlegende Änderung der Gesellschaft des 20. Jahrhunderts. Die Erklärung der Gleichheit aller Menschen sei ein Grund dafür gewesen, dass die moderne Zivilisation sich in eine "ungerichtete Aggressivität" gewandelt habe, die im Faschismus zum Ausdruck gekommen sei. Das zeige sich auch im Ausgrenzungsmechanismus: "Anderssein ist unanständig. Die Masse vernichtet alles, was anders, was ausgezeichnet, persönlich, eigenbegabt und erlesen ist. Wer nicht 'wie alle' ist, wer nicht 'wie alle' denkt, läuft Gefahr, ausgeschaltet zu werden." Er erkannte jedoch auch die Chancen für eine neue, "unvergleichliche Organisation der Menschheit". Ortega strebte als sein Hauptwerk eine umfassende Soziologie an, an der er bis zu seinem Tode arbeitete. Seine soziologische Lehrmeinung wurde 1957 als El hombre y la gente (Der Mensch und die Leute) aus dem Nachlass herausgegeben. Darin wird die Idee entfaltet, dass die Bräuche Wesensgrundlage des Gesellschaftlichen seien. Sein Verständnis von Brauch entspricht dabei eher dem von Gewohnheit. Aus: wikipedia-org-Jos%C3%A9_Ortega_y_Gasset
Erste Auflage dieser Ausgabe. 254 Seiten. Austattung: Celestino Piatti. 18 cm. Taschenbuch. Kartoniert. Laminiert.
[SW: Philosophiegeschichte, Taschenbuchreihen, Philosophie des 20. Jahrhunderts, Spanische Philosophie, Spanische Literatur, Spanien, Spanische Geschichte, Philosophen, Philosophie / Länder, Gebiete, Völker // Spanien]
Ortega y Gasset, Jose: Der Mensch und die Leute. Aus dem Spanischen von Ulrich Weber / Gustav Kilpper. - (=dtv[-Taschenbücher] ; 17). München, Deutscher Taschenbuch Verlag, 1961.
Guter Zustand. - Jose Ortega y Gasset (* 9. Mai 1883 in Madrid; 18. Oktober 1955 in Madrid) war ein spanischer Philosoph, Soziologe und Essayist. Leben und Werk: Jose Ortega wurde in Madrid als Spross einer Journalistenfamilie geboren. Er besuchte die Jesuitenschule San Estanislao de Miraflores in Malaga und studierte von 1897 bis 1898 an der Universität von Deusto in Bilbao und anschließend an der Universität Madrid Philosophie, wo er 1904 promovierte. Von 1905 bis 1911 hielt er sich zu Studienzwecken in Deutschland auf, u. a. in Leipzig, Berlin und vorrangig in Marburg. In Marburg wurde er u. a. vom Neukantianismus Hermann Cohens und Paul Natorps beeinflusst und erhielt dort im Jahre 1952 die Ehrendoktorwürde. 1909 kehrte Ortega nach Spanien zurück. Er hat seine einzige Portraitbüste, die Elfriede Hartmann-Helmholz (Künstlername: Christiane Helmholz-Hartmann), Schülerin von Prof. Arnold Rickert an der Werkkunstschule Bielefeld, in Ton modellierte und dann in Bronze goss, vor seinem Tode nicht mehr gesehen. Ortega war Gründer und Herausgeber der Zeitschriften Espana (1915-1924) sowie Revista de Occidente (1923), Mitarbeiter der Zeitung El Sol und wirkte an der spanischen Verfassung von 1931 mit. Unter dem Eindruck der Weimarer Republik verfasste er 1929 sein zentrales Werk "Der Aufstand der Massen". Von 1910 bis 1936 hatte er Professuren für Metaphysik, Logik und Ethik an der Universität Complutense Madrid inne, 1936 wanderte er mit Beginn des Bürgerkriegs vor der ihn enttäuschenden zweiten spanischen Republik ins Ausland und lebte in Frankreich, Argentinien und ab 1943 in Portugal, bevor er nach Spanien zurückkehrte, wo er sich bis zu seinem Tod im Jahr 1955 (in Madrid) regelmäßig aufhielt. Als Kulturphilosoph baute er auf Georg Wilhelm Friedrich Hegel, Friedrich Nietzsche, Wilhelm Dilthey und der Lebensphilosophie auf. Bedeutung des philosophischen Werks: Ortega verband mit umfassendem philosophischem Wissen Sinnesfreude, Weltaufgeschlossenheit und Eleganz des Denkens und der Lebensführung. Seine Philosophie entzündete sich stets am Gegenständlichen, das er unmittelbar, nicht durch die Brille der philosophischen Lehrmeinung, auf sich wirken ließ. Dieses und der Bezug zur deutschen Philosophie wird als wesentlicher Grund für die außergewöhnliche Breitenwirkung angesehen, die Ortega, insbesondere in Deutschland, mit seinen um ganz verschiedene Probleme kreisenden Schriften nach dem Zweiten Weltkrieg erzielt hat. Weniger bekannt ist die starke Wirkung, die Ortega unmittelbar oder indirekt durch emigrierte spanische Philosophen auf die geistige Auseinandersetzung in Lateinamerika, besonders in Mexiko ausgeübt hat. Seinem Einfluss war ein wachsendes Interesse an der deutschen Philosophie in jenen Ländern zuzuschreiben. Ortegas starke Individualität, seine Eigenwüchsigkeit in Wesen und Denken hinderten ihn daran, sich einer philosophischen Schule einzuordnen. Gleichzeitig schlossen sie die Bildung eines eigenen Schülerkreises um ihn herum von vornherein aus. Die Vielseitigkeit seiner Interessen drückt sich in der Vielzahl seiner Veröffentlichungen aus. Das soziologische Werk: Der Mensch und die Leute: Als wichtigstes soziologisches Buch Ortega y Gassets gilt Der Aufstand der Massen. Es wird der Elitesoziologie zugerechnet. Ausgehend von einer aristokratischen Ordnung beschreibt er den "Aufstieg der Massen zu voller gesellschaftlicher Macht". In ihm sieht er eine grundlegende Änderung der Gesellschaft des 20. Jahrhunderts. Die Erklärung der Gleichheit aller Menschen sei ein Grund dafür gewesen, dass die moderne Zivilisation sich in eine "ungerichtete Aggressivität" gewandelt habe, die im Faschismus zum Ausdruck gekommen sei. Das zeige sich auch im Ausgrenzungsmechanismus: "Anderssein ist unanständig. Die Masse vernichtet alles, was anders, was ausgezeichnet, persönlich, eigenbegabt und erlesen ist. Wer nicht 'wie alle' ist, wer nicht 'wie alle' denkt, läuft Gefahr, ausgeschaltet zu werden." Er erkannte jedoch auch die Chancen für eine neue, "unvergleichliche Organisation der Menschheit". Ortega strebte als sein Hauptwerk eine umfassende Soziologie an, an der er bis zu seinem Tode arbeitete. Seine soziologische Lehrmeinung wurde 1957 als El hombre y la gente (Der Mensch und die Leute) aus dem Nachlass herausgegeben. Darin wird die Idee entfaltet, dass die Bräuche Wesensgrundlage des Gesellschaftlichen seien. Sein Verständnis von Brauch entspricht dabei eher dem von Gewohnheit. Aus: wikipedia-org-Jos%C3%A9_Ortega_y_Gasset
Erste Auflage dieser Ausgabe. 232 Seiten. Austattung: Celestino Piatti. 18 cm. Taschenbuch. Kartoniert. Laminiert. Glanzfolienkaschierung.
[SW: Philosophiegeschichte, Sprachentwicklung, Taschenbuchreihen, Sprache, Philosophie des 20. Jahrhunderts, Spanische Philosophie, Sozialwissenschaften, Sprachwissenschaft, Sprachgebrauch, Philosophische Wissenschaften, Ich (Psychologie), Soziologie, Gesellschaft, Soziokultureller Wandel, Philosophie / Länder, Gebiete, Völker // Spanien, Philosophie / Geschichte, Andere, Der]
Gasset, Jose Ortega Y: Der Aufstand der Massen. Aus dem Spanischen von Helene Weyl. Mit Literaturhinweisen, Namen- und Sachregister. - (=Rowohlts deutsche Enzyklopädie, rde 10). Reinbek bei Hamburg, Rowohlt Taschenbuch Verlag, 1958.
Guter Zustand. - Jose Ortega y Gasset (* 9. Mai 1883 in Madrid; 18. Oktober 1955 in Madrid) war ein spanischer Philosoph, Soziologe und Essayist. Leben und Werk: Jose Ortega wurde in Madrid als Spross einer Journalistenfamilie geboren. Er besuchte die Jesuitenschule San Estanislao de Miraflores in Malaga und studierte von 1897 bis 1898 an der Universität von Deusto in Bilbao und anschließend an der Universität Madrid Philosophie, wo er 1904 promovierte. Von 1905 bis 1911 hielt er sich zu Studienzwecken in Deutschland auf, u. a. in Leipzig, Berlin und vorrangig in Marburg. In Marburg wurde er u. a. vom Neukantianismus Hermann Cohens und Paul Natorps beeinflusst und erhielt dort im Jahre 1952 die Ehrendoktorwürde. 1909 kehrte Ortega nach Spanien zurück. Er hat seine einzige Portraitbüste, die Elfriede Hartmann-Helmholz (Künstlername: Christiane Helmholz-Hartmann), Schülerin von Prof. Arnold Rickert an der Werkkunstschule Bielefeld, in Ton modellierte und dann in Bronze goss, vor seinem Tode nicht mehr gesehen. Ortega war Gründer und Herausgeber der Zeitschriften Espana (1915-1924) sowie Revista de Occidente (1923), Mitarbeiter der Zeitung El Sol und wirkte an der spanischen Verfassung von 1931 mit. Unter dem Eindruck der Weimarer Republik verfasste er 1929 sein zentrales Werk "Der Aufstand der Massen". Von 1910 bis 1936 hatte er Professuren für Metaphysik, Logik und Ethik an der Universität Complutense Madrid inne, 1936 wanderte er mit Beginn des Bürgerkriegs vor der ihn enttäuschenden zweiten spanischen Republik ins Ausland und lebte in Frankreich, Argentinien und ab 1943 in Portugal, bevor er nach Spanien zurückkehrte, wo er sich bis zu seinem Tod im Jahr 1955 (in Madrid) regelmäßig aufhielt. Als Kulturphilosoph baute er auf Georg Wilhelm Friedrich Hegel, Friedrich Nietzsche, Wilhelm Dilthey und der Lebensphilosophie auf. Bedeutung des philosophischen Werks: Ortega verband mit umfassendem philosophischem Wissen Sinnesfreude, Weltaufgeschlossenheit und Eleganz des Denkens und der Lebensführung. Seine Philosophie entzündete sich stets am Gegenständlichen, das er unmittelbar, nicht durch die Brille der philosophischen Lehrmeinung, auf sich wirken ließ. Dieses und der Bezug zur deutschen Philosophie wird als wesentlicher Grund für die außergewöhnliche Breitenwirkung angesehen, die Ortega, insbesondere in Deutschland, mit seinen um ganz verschiedene Probleme kreisenden Schriften nach dem Zweiten Weltkrieg erzielt hat. Weniger bekannt ist die starke Wirkung, die Ortega unmittelbar oder indirekt durch emigrierte spanische Philosophen auf die geistige Auseinandersetzung in Lateinamerika, besonders in Mexiko ausgeübt hat. Seinem Einfluss war ein wachsendes Interesse an der deutschen Philosophie in jenen Ländern zuzuschreiben. Ortegas starke Individualität, seine Eigenwüchsigkeit in Wesen und Denken hinderten ihn daran, sich einer philosophischen Schule einzuordnen. Gleichzeitig schlossen sie die Bildung eines eigenen Schülerkreises um ihn herum von vornherein aus. Die Vielseitigkeit seiner Interessen drückt sich in der Vielzahl seiner Veröffentlichungen aus. Das soziologische Werk: Der Mensch und die Leute: Als wichtigstes soziologisches Buch Ortega y Gassets gilt Der Aufstand der Massen. Es wird der Elitesoziologie zugerechnet. Ausgehend von einer aristokratischen Ordnung beschreibt er den "Aufstieg der Massen zu voller gesellschaftlicher Macht". In ihm sieht er eine grundlegende Änderung der Gesellschaft des 20. Jahrhunderts. Die Erklärung der Gleichheit aller Menschen sei ein Grund dafür gewesen, dass die moderne Zivilisation sich in eine "ungerichtete Aggressivität" gewandelt habe, die im Faschismus zum Ausdruck gekommen sei. Das zeige sich auch im Ausgrenzungsmechanismus: "Anderssein ist unanständig. Die Masse vernichtet alles, was anders, was ausgezeichnet, persönlich, eigenbegabt und erlesen ist. Wer nicht 'wie alle' ist, wer nicht 'wie alle' denkt, läuft Gefahr, ausgeschaltet zu werden." Er erkannte jedoch auch die Chancen für eine neue, "unvergleichliche Organisation der Menschheit". Ortega strebte als sein Hauptwerk eine umfassende Soziologie an, an der er bis zu seinem Tode arbeitete. Seine soziologische Lehrmeinung wurde 1957 als El hombre y la gente (Der Mensch und die Leute) aus dem Nachlass herausgegeben. Darin wird die Idee entfaltet, dass die Bräuche Wesensgrundlage des Gesellschaftlichen seien. Sein Verständnis von Brauch entspricht dabei eher dem von Gewohnheit. Aus: wikipedia-org-Jos%C3%A9_Ortega_y_Gasset
106. - 115. Tausend. 157 Seiten. Umschlag: Karl Gröning jr./Gisela Pferdmenges. Taschenbuch mit Leinenrücken. Kartoniert. Laminiert. Glanzfolienkaschierung.
[SW: Technologischer Fortschritt, Kulturanthropologie, Technisierung, Kulturgeschichte, Technikgeschichte, Anthropologie, Technik, Staatslehre]



