Paris 1928
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Werner, Anton von,
Anton von Webern (1883-1945), Komponist. E. Brief mit U. Mödling bei Wien, 6. Februar 1928. 1¾ SS. 8°. - An die polnische Mezzosopranistin Marya Freund (1876-1966): "Oh, thut es mir leid, auf Ihren so lieben, mich überaus erfreuenden u. erquickenden Brief so gar nichts Positives, Schönes antworten zu können. Denken Sie nur ja nicht, daß es mir an Initiative, Energie mangelt: Ihre Wünsche sind ganz die meinen u. mehr als das. Aber sie scheitern an den hiesigen Verhältnissen. Die Grundfrage ist schon gar nicht zu lösen: Die Saalfrage. Alle in Betracht kommenden Säle sind bis Saison-Ende in festen Händen. Also von allen anderen Schwierigkeiten abgesehen: nicht einmal einen Ort finden wir hier, um ein Konzert zu geben. Ja, Pierrot' mit Ihnen, Verehrteste, zu machen, das wäre schön. Und so vieles Andere! [...] Ja: im Anbruch' war ein Bericht über die Schönberg-Konzerte in Paris: es freute mich über Alles, dort Ihr Verdienst um das Zustandekommen dieser Konzerte besonders gewürdigt zu finden [...]". - Die polnische Mezzosopranistin Marya Freund hatte mit Pablo de Sarasate zusammen Violine studiert, ehe sie sich dem Gesang zuwandte und in der Oper ihrer Heimatstadt Breslau debütierte. Schönberg bewunderte ihre musikalische Begabung und konnte sie u. a. für die Rolle der Tove in den "Gurreliedern" gewinnen; ihre Zusammenarbeit dürfte in den von Webern erwähnten Konzerten in Paris ihren Höhepunkt gefunden haben: Über Schönbergs Konzert am 8. Dezember 1927 in dem in diesem Jahr neu erbauten Salle Pleyel hieß es in der "Musical Times" v. 1. Januar 1928 (S. 68): "Madame Marya Freund won unanimous admiration for her singing of the Dove's Recitative' in the Gurre-Lieder', and especially for her ineffable performance of the vocal part in Pierrot Lunaire'. Schönberg conducted the excellent Colonne Orchestra with subtle and nervous precision, and made a success of his first visit to Paris."
Anton von Webern (1883-1945), Komponist. E. Brief mit U. Mödling bei Wien, 6. Februar 1928. 1¾ SS. 8°. - An die polnische Mezzosopranistin Marya Freund (1876-1966): "Oh, thut es mir leid, auf Ihren so lieben, mich überaus erfreuenden u. erquickenden Brief so gar nichts Positives, Schönes antworten zu können. Denken Sie nur ja nicht, daß es mir an Initiative, Energie mangelt: Ihre Wünsche sind ganz die meinen u. mehr als das. Aber sie scheitern an den hiesigen Verhältnissen. Die Grundfrage ist schon gar nicht zu lösen: Die Saalfrage. Alle in Betracht kommenden Säle sind bis Saison-Ende in festen Händen. Also von allen anderen Schwierigkeiten abgesehen: nicht einmal einen Ort finden wir hier, um ein Konzert zu geben. Ja, Pierrot' mit Ihnen, Verehrteste, zu machen, das wäre schön. Und so vieles Andere! [...] Ja: im Anbruch' war ein Bericht über die Schönberg-Konzerte in Paris: es freute mich über Alles, dort Ihr Verdienst um das Zustandekommen dieser Konzerte besonders gewürdigt zu finden [...]". - Die polnische Mezzosopranistin Marya Freund hatte mit Pablo de Sarasate zusammen Violine studiert, ehe sie sich dem Gesang zuwandte und in der Oper ihrer Heimatstadt Breslau debütierte. Schönberg bewunderte ihre musikalische Begabung und konnte sie u. a. für die Rolle der Tove in den "Gurreliedern" gewinnen; ihre Zusammenarbeit dürfte in den von Webern erwähnten Konzerten in Paris ihren Höhepunkt gefunden haben: Über Schönbergs Konzert am 8. Dezember 1927 in dem in diesem Jahr neu erbauten Salle Pleyel hieß es in der "Musical Times" v. 1. Januar 1928 (S. 68): "Madame Marya Freund won unanimous admiration for her singing of the Dove's Recitative' in the Gurre-Lieder', and especially for her ineffable performance of the vocal part in Pierrot Lunaire'. Schönberg conducted the excellent Colonne Orchestra with subtle and nervous precision, and made a success of his first visit to Paris."
[SW: Autograph, Manuskript, Dokument, Autographen. Abbildungen finden Sie auf unserer Webseite www.autographenhandlung.de]
AUTOGRAPHEN - PETAIN - SARTHOU.- SARTHOU, Louis, Ministere de la Justice, Cabinet du Garde des Sceaux. Zwei Briefe auf offiziellem Briefpapier mit gedrucktem Kopf des Justizministeriums und Vordruck für das Datum sowie 13, Place Vendome (1er). 1. Brief in Maschinenschrift, mit Datumsstempel 18. Juli. 1928 an MARECHAL PETAIN, mit eigenhändigem Zusatz und Unterschrift. 2. Brief in Handschrift mit blauer Tinte, dat. 7 Juin 1928, "Mon cher ami..." Paris, Juni und Juli 1928.
-- Der Brief Paris, 7. Juli 1928, 8-zeiliger Autograph in blauer Tinte, jener Paris, 18. Juli 1928, Typoskript mit 2-zeiliger Grussadresse in blauer Tinte. Beide mit dem Briefkopf: Ministere de la Justice - Cabinet du garde des seaux. Zwei gut erhaltene, historisch interessante Autographen aus der Zwischenkriegszeit.
Je 1 Bl. Gr. 8°, in d. Mitte quer gefalt.
[SW: Autographen; Briefe; Franz. Geschichte; Paris; Zwischenkriegszeit]
Vollmberg, Max,
Max Vollmberg (geb. 1882), Maler, Graphiker und Illustrator. E. Brief und e. Briefkarte mit U. [Berlin], 1927 und 1928. Zusammen 4 Seiten auf 3 Bll. Kl.-4° und qu.-8°. - An Willy Ganske (1870-1940), Kunstschriftsteller und Redakteur der Tageszeitung "Der Tag" und des "Berliner Lokal-Anzeigers". I: Von vierzehnjährigem Aufenthalte in Centralamerika, Mexiko und Arizona habe ich Gemälde, Aquarelle und Zeichnungen mitgebracht, die von heute ab bis zum 19. Dezember (inclusive) in meinem Atelier Regensburgerstr. 32 (von 11-1 und 3-6) ausgestellt sind. Während langer Jahre lebte ich einsam und abgeschlossen im Innern Central-Amerikas und entwickelte meine Kunst weiter, ohne irgend welche andere Anregung zu haben als die milde tropische Natur und das Leben ihrer Bewohner. Meine Bilder zeigte ich in den letzten Jahren mit Erfolg auf Ausstellungen in San Francisco, New York und, einer Einladung der mexikanischen Regierung folgend[,] auch in der Staatsakademie von Mexico. Vor 15 Jahren hatte ich ausgestellt auf den großen Salons in Paris, der Berliner Secession und der Großen Berliner Kunstausstellung [...]" (Br. v. 12. Dezember 1927; mit zwei kl. unbed. Papierdurchbrüchen; auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf). - II: "In der Gallerie [!] Schulte ist eine Sammlung von 20 meiner Bilder ausgestellt, die in fünfzehnjährigem Wanderleben durch Mittelamerika, Mexiko und den westlichen Staaten Nordamerikas entstanden sind. Da ich langjähriger Mitarbeiter des Scherl-Verlages bin, so würde ich es ganz besonders zu schätzen wissen, wenn Sie in Ihrer Eigenschaft als Kritiker diese Ausstellung besuchen würden [...]" (Briefkarte v. 5. Juni 1928). - Vollmberg studierte u. a. bei Lovis Corinth und bei J. P. Laurens an der Academie Julian in Paris, bereiste zu Studienzwecken, Spanien, Italien, Guatemala und Mexiko und wurde um 1914 Professor an der Kunstschule in Oakland. Er schuf "hauptsächlich Schilderungen aus dem Indianerleben" (Vollmer V, s. v.).
Max Vollmberg (geb. 1882), Maler, Graphiker und Illustrator. E. Brief und e. Briefkarte mit U. [Berlin], 1927 und 1928. Zusammen 4 Seiten auf 3 Bll. Kl.-4° und qu.-8°. - An Willy Ganske (1870-1940), Kunstschriftsteller und Redakteur der Tageszeitung "Der Tag" und des "Berliner Lokal-Anzeigers". I: Von vierzehnjährigem Aufenthalte in Centralamerika, Mexiko und Arizona habe ich Gemälde, Aquarelle und Zeichnungen mitgebracht, die von heute ab bis zum 19. Dezember (inclusive) in meinem Atelier Regensburgerstr. 32 (von 11-1 und 3-6) ausgestellt sind. Während langer Jahre lebte ich einsam und abgeschlossen im Innern Central-Amerikas und entwickelte meine Kunst weiter, ohne irgend welche andere Anregung zu haben als die milde tropische Natur und das Leben ihrer Bewohner. Meine Bilder zeigte ich in den letzten Jahren mit Erfolg auf Ausstellungen in San Francisco, New York und, einer Einladung der mexikanischen Regierung folgend[,] auch in der Staatsakademie von Mexico. Vor 15 Jahren hatte ich ausgestellt auf den großen Salons in Paris, der Berliner Secession und der Großen Berliner Kunstausstellung [...]" (Br. v. 12. Dezember 1927; mit zwei kl. unbed. Papierdurchbrüchen; auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf). - II: "In der Gallerie [!] Schulte ist eine Sammlung von 20 meiner Bilder ausgestellt, die in fünfzehnjährigem Wanderleben durch Mittelamerika, Mexiko und den westlichen Staaten Nordamerikas entstanden sind. Da ich langjähriger Mitarbeiter des Scherl-Verlages bin, so würde ich es ganz besonders zu schätzen wissen, wenn Sie in Ihrer Eigenschaft als Kritiker diese Ausstellung besuchen würden [...]" (Briefkarte v. 5. Juni 1928). - Vollmberg studierte u. a. bei Lovis Corinth und bei J. P. Laurens an der Academie Julian in Paris, bereiste zu Studienzwecken, Spanien, Italien, Guatemala und Mexiko und wurde um 1914 Professor an der Kunstschule in Oakland. Er schuf "hauptsächlich Schilderungen aus dem Indianerleben" (Vollmer V, s. v.).
[SW: Autograph, Manuskript, Dokument, Autographen. Abbildungen finden Sie auf unserer Webseite www.autographenhandlung.de]
[3 Fotos / Originaldokumente]: GENERALMAJOR z. V. J.T. HOCHBAUM / SOHN - FOTOS UND DOKUMENTE - Modernes Album mit chronologisch geordneten Fotos, Dokumenten. 1904-1941.,
++ Johannes Theodor Hochbaum (1877-1954) - 1897 Eintritt als Fahnenjunker in das I.R. Nr. 26 (Fürst Leopold von Anhalt-Dessau), Kriegseintritt 1914 als Hptm. u. Kp.Chef mit dem Res. Inf. Rgt. 26, seit 1914 (n. Verwundung) beim Stab der Militär-Eisenbahn-Direktion Brüssel; 1915 zur MED des Gen.Gouv. in Warschau. Großes Hauptquartier in Charleville, von dort mit Gen. Rodewald zum Kaiserl. Osmanischen Generalstab nach Konstantinopel - 1919 Freikoprs Faupel - 1923 Reichswehrministerium Berlin ( ) 1931 als L-Offizier (Schwarze Reichswehr) beim Stab 6. I.D.( ) 1940 als Oberst z.V. nach Paris (Feldkommandant Paris-West) - 1943 Beförderung zum Generalmajor z. V. -- Sohn Wolfgang, Inf.-Regt. Leipzig. // FOTOS VATER: Infanterie Lehr-Kompanie Pi-Btl. 4, 1905 / Leutnant Hochbaum I.R.26 / Alten Grabow 1905 / Militär-Turnanstalt Berlin 1914 / Hptm. Hochbaum Lille 1915 / Hochbaum in Konstantinopel 1917 und 1918 / Liegnitz 1920 / GFM Hindenburg in Deutsch-Eylau 1922 / Münster 1925 / Jüterbog 1928 / Major Hochbaum beim I.R. 10 (1928) / Reichswehrminister Gröner im Großen Manöver 1928 / Biarritz Ostern 1941 / Feldkommandantur Paris West / Major Frh. Grote / Wehrkompanie Paris 1941 / Generalmajor H. , Goslar 1944 / INSGESAMT 63 FOTOS AUS DIESER ÄRA (mit meist genauer Beschriftung v. Namen u. Orten!). Dazu Fotokopien z.B. d. Schreibens v. Enver Pascha an Hindenburg, 1917 u.a. DAZU FOTOS UND DOKUMENTE DES SOHNES Wolfgang. Fotos: Schütze Hochbaum (OA) beim I.R. 11, 1932 / übung Altengrabow 1933 (mit d. späteren General Niepold) / Portraitfotos in Uniform (das größte: 20 x 15cm) / Übungen bei Leipzig, 1935 / Olt. H., Lepzig, 1938 / Rekruten Vereidigung, 1935 / 2 postkartengroße Fotos mit HITLER (insgesamt 19 exakt beschriftete Fotos) - DAZU BEFÖRDERUNGSURKUNDE zum Oberleutnant mit eigenhändiger Unterschrift BLOMBERG (!), 1937 (gelocht) - sowie Mitgliedskarte für die Heereskleiderkasse / Verwundetenzettel u.a.
Deutsch. Moderner Ringordner, sauber, meist mit Fotoecken eingeklebte Originalfotos; Dokumente. Z 2, insgesamt in guter Erhaltung.



