Patrick White

Es wurden insgesamt 808 Einträge zu 'Patrick White' gefunden (Stand: 20.01.2012).

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Zur Ruhe kam der Baum des Menschen nie ; Patrick White ; Roman ; Geschichte ; Wildnis ; Leid ; Dürre ; Sinflut ; Überschwemmung ; Feuer ;ledi, elend, paradies, dürre, heimsuchung, familiengründung, überleben, überlebenskampf, durchsetzung,naturgewalt, sturm, schrecken White, Patrick ; Böll, Annemarie ; Böll, Heinrich: Zur Ruhe kam der Baum des Menschen nie von Patrick White mit Illustrationen von Willy Widmann, Stuttgart ; Zürich ; Salzburg : Europ. Buchklub ([1960]?)

513 seiten 22 cm halbledereinband, Einband abgegriffen (vorn war wohl mal kleiner Preisaufkleber->abgerissen), Einbandrücken: Stelle abgeschrammt Sonderausg. - "..ein junger Mann rodet ein Stück Wildnis, baut ein Haus und holt sich eine Frau, um mit ihr eine Existenz und eine Familie zu gründen. Aber es bleibt kein Paradies. Andere Paare und Familien lassen sich in der Nachbarschaft nieder. Stan und Amy werden mit dem Leid anderer Menschen konfrontiert. Das Gebiet wird von einer Dürreperiode, sintflutartigem Regen, einer Überschwemmung und einer Feuersbrunst heimgesucht.Eine Geschichte, die sich von selbst zu erzählen scheint, ist immer eine gute Geschichte. Sie fließt wie das Wasser im Bach einer unbekannten und doch vorherbestimmten Mündung zu, trägt mit sich das Treibgut der Vor gangenheit, ist unablässig unterwegs dem Morgen zu und lebt doch immci nur vom Augenblick. Dies das Bild, das sich beim Lesen und stärker noch nach der Lektüre dieses nicht sonderlich anspruchsvoll scheinenden und dennoch weit mein als nur Geduld und Aufmerksamkeit abverlangenden Romans einstellt. Es ist ein sehr umfangreiches Buch, ist voll von skurrilen und grotesken, tragischen und komischen, erregenden und bedrückenden Episoden, und dennoch geschieht niemals etwas anderes, als jedem von uns geschieht: Geburt und Tod - und zwischen Anfang und Ende ein Leben kleiner Hoffnungen und Enttäuschungen, kleiner neidvoller Wünsche und mühsam abgerungener Entsagungen. Das einzige, was die Gestalten dieses Romans zu beunruhigen vermag, ist eine Frage, die ohne Antwort zu bleiben scheint: Was ist der Sinn eines solchen Lebens? Der Autor überläßt es uns, hierfür das rechte Wort zu finden. Aber er gibt uns immerhin einen Hin weis, erinnert uns an ein Gedicht des Engländers Alfred Edward Housman, in dessen „The Shropshire lad" eine Verszeile lautet:„The tree of man was never quiet"(Zur Ruhe kam der Baum des Menschen nie)Wer ist dieser Mann, der in seinem Roman auf jede Sensation verzichtet und dennoch einen solch sensationellen Erfolg hat; der in den Vereinigten Staaten von Amerika eine ebenso gewaltige Anzahl von Lesern besitzt wie in Europa und Australien; dessen Gesamtauflage in die Millionen geht und der doch nichts anderes - nichts Geringeres freilich - dazu getan hat, als ein „gutes Buch" zu schreiben?Patrick White ist der Urenkel englischer Auswanderer, die vor mehr als hundertdreißig Jahren in Australien eine neue Heimat suchten. Als 1912 seine Eltern für kurze Zeit in das Land ihrer Ahnen zurückkehrten, wurde ihnen in London ein Sohn geboren, dem sie den Namen Patrick gaben. Sechs Monate später bereits versuchte er auf seine Weise, Australien zu entdecken, krabbelte auf der Farm seines Vaters zwischen prallen Weizensäcken und den langen Beinen der Viehtreiber herum, ritt sich später dann auf seinem ersten Pferd die Schenkel wund und stand bei der Schafschur den Akkordarbeitern mit Erfolg im Wege. Die Schulzeit in Sydney scheint ihm wenig Spaß gemacht zu haben, jedenfalls hielt er die Hirten seines Vaters für weit bessere Lehrer als die Pädagogen auf dem Katheder im Klassenzimmer. Vielleicht war dies einer der Gründe, die es dem Vater für ratsam scheinen ließen, seinen Sohn in ein englisches Internat zu stecken, wo Patrick White in den folgenden vier Jahren eine für ihn bedeutungsvolle Entdeckung machte: die Magie der Sprache. Ihr widmete er dann auch sein Studium auf der Universität von Cambridge, ihr diente er nach dem abschließenden Examen in kritischen Abhandlungen, für die er in literarischen Zeitschriften sofort begeisterte Leser fand, und ihr unterwarf er sich bedingungslos als Verfasser eines Schauspiels, als Lyriker und schließlich Autor seines ersten Romans „Happy Valley" - unterwarf sich ihr so bedingungslos, daß er darüber die eigentliche Kunst des Geschichten-Erzählens vergaß. Das war im Kriegsjahr 1939.Patrick White wurde Soldat, l'ernte als Offizier der Royal Airforce den Mittleren Osten kennen, verbrachte die letzten zwölf Monate dieser Schreckenszeit in Griechenland - und feierte seine ersten Triumphe als Romancier: Patrick White hatte sich seiner anfänglich hintangestellten Gabe des Fabulierens unterworfen. Mit seinem zweiten Roman, mit „The Living and the Dead", hatte er Kritiker und Leser zugleich für sich gewonnen. Patrick White war „entdeckt". Als 1948 sein dritter Roman, „The Aunt's story", erschien, sprach man bereits von ihm mit den Worten: „Hier ist einer, der zu den wenigen großen Erzählern unserer Zeit gehört."Im selben Jahr noch kehrte er in seine Heimat zurück, erwarb in Neusüdwales eine Farm, bewirtschaftete sie mit einem in Griechenland gewonnenen Freund, schrieb sieben volle Jahre an einem neuen Buch, schrieb den bisher besten Roman, den wir von ihm kennen, erhielt für dieses Epos der Einsamen die Goldmedaille der „Literary Society" von Australien und wurde von nun an nicht nur in London und Sydney, in New York und San Franzisco, sondern auch überall in Westeuropa „ein Autor von weltliterarischem Rang" genannt. Und dieses Buch ist der hier vorliegende Roman „Zur Ruhe kam der Baum des Menschen nie".Zu diesem Stenogramm einer biographischen Skizze von Patrick White sollte jedoch noch ein Hinweis auf einen weiteren Roman gehören: „Voss". Auch dieses Buch ist preisgekrönt, ist mit dem australischen „Miles Franklin Literary Award" ausgezeichnet, ist inzwischen unter demselben Titel in deutscher Übersetzung erschienen, hat ein gleich starkes Echo wie „Zur Ruhe kam der Baum des Menschen nie" gefunden.."Auszüge aus dem Buch

Details

Zur Ruhe kam der Baum des Menschen nie ; Patrick White ; Roman ; Geschichte ; Wildnis ; Leid ; Dürre ; Sinflut ; Überschwemmung ; Feuer ;ledi, elend, paradies, dürre, heimsuchung, familiengründung, überleben, überlebenskampf, durchsetzung,naturgewalt, sturm, schrecken White, Patrick ; Böll, Annemarie ; Böll, Heinrich: Zur Ruhe kam der Baum des Menschen nie von Patrick White mit Illustrationen von Willy Widmann, Stuttgart ; Zürich ; Salzburg : Europ. Buchklub 1960

513 seiten 22 cm halbledereinband, guter zustand Sonderausg. - "..ein junger Mann rodet ein Stück Wildnis, baut ein Haus und holt sich eine Frau, um mit ihr eine Existenz und eine Familie zu gründen. Aber es bleibt kein Paradies. Andere Paare und Familien lassen sich in der Nachbarschaft nieder. Stan und Amy werden mit dem Leid anderer Menschen konfrontiert. Das Gebiet wird von einer Dürreperiode, sintflutartigem Regen, einer Überschwemmung und einer Feuersbrunst heimgesucht.Eine Geschichte, die sich von selbst zu erzählen scheint, ist immer eine gute Geschichte. Sie fließt wie das Wasser im Bach einer unbekannten und doch vorherbestimmten Mündung zu, trägt mit sich das Treibgut der Vor gangenheit, ist unablässig unterwegs dem Morgen zu und lebt doch immci nur vom Augenblick.Dies das Bild, das sich beim Lesen und stärker noch nach der Lektüre dieses nicht sonderlich anspruchsvoll scheinenden und dennoch weit mein als nur Geduld und Aufmerksamkeit abverlangenden Romans einstellt.Es ist ein sehr umfangreiches Buch, ist voll von skurrilen und grotesken, tragischen und komischen, erregenden und bedrückenden Episoden, und dennoch geschieht niemals etwas anderes, als jedem von uns geschieht: Geburt und Tod - und zwischen Anfang und Ende ein Leben kleiner Hoffnungen und Enttäuschungen, kleiner neidvoller Wünsche und mühsam abgerungener Entsagungen. Das einzige, was die Gestalten dieses Romans zu beunruhigen vermag, ist eine Frage, die ohne Antwort zu bleiben scheint: Was ist der Sinn eines solchen Lebens? Der Autor überläßt es uns, hierfür das rechte Wort zu finden. Aber er gibt uns immerhin einen Hin weis, erinnert uns an ein Gedicht des Engländers Alfred Edward Housman, in dessen „The Shropshire lad" eine Verszeile lautet:„The tree of man was never quiet"(Zur Ruhe kam der Baum des Menschen nie)Wer ist dieser Mann, der in seinem Roman auf jede Sensation verzichtet und dennoch einen solch sensationellen Erfolg hat; der in den Vereinigten Staaten von Amerika eine ebenso gewaltige Anzahl von Lesern besitzt wie in Europa und Australien; dessen Gesamtauflage in die Millionen geht und der doch nichts anderes - nichts Geringeres freilich - dazu getan hat, als ein „gutes Buch" zu schreiben?Patrick White ist der Urenkel englischer Auswanderer, die vor mehr als hundertdreißig Jahren in Australien eine neue Heimat suchten. Als 1912 seine Eltern für kurze Zeit in das Land ihrer Ahnen zurückkehrten, wurde ihnen in London ein Sohn geboren, dem sie den Namen Patrick gaben. Sechs Monate später bereits versuchte er auf seine Weise, Australien zu entdecken, krabbelte auf der Farm seines Vaters zwischen prallen Weizensäcken und den langen Beinen der Viehtreiber herum, ritt sich später dann auf seinem ersten Pferd die Schenkel wund und stand bei der Schafschur den Akkordarbeitern mit Erfolg im Wege. Die Schulzeit in Sydney scheint ihm wenig Spaß gemacht zu haben, jedenfalls hielt er die Hirten seines Vaters für weit bessere Lehrer als die Pädagogen auf dem Katheder im Klassenzimmer. Vielleicht war dies einer der Gründe, die es dem Vater für ratsam scheinen ließen, seinen Sohn in ein englisches Internat zu stecken, wo Patrick White in den folgenden vier Jahren eine für ihn bedeutungsvolle Entdeckung machte: die Magie der Sprache. Ihr widmete er dann auch sein Studium auf der Universität von Cambridge, ihr diente er nach dem abschließenden Examen in kritischen Abhandlungen, für die er in literarischen Zeitschriften sofort begeisterte Leser fand, und ihr unterwarf er sich bedingungslos als Verfasser eines Schauspiels, als Lyriker und schließlich Autor seines ersten Romans „Happy Valley" - unterwarf sich ihr so bedingungslos, daß er darüber die eigentliche Kunst des Geschichten-Erzählens vergaß. Das war im Kriegsjahr 1939.Patrick White wurde Soldat, l'ernte als Offizier der Royal Airforce den Mittleren Osten kennen, verbrachte die letzten zwölf Monate dieser Schreckenszeit in Griechenland - und feierte seine ersten Triumphe als Romancier: Patrick White hatte sich seiner anfänglich hintangestellten Gabe des Fabulierens unterworfen. Mit seinem zweiten Roman, mit „The Living and the Dead", hatte er Kritiker und Leser zugleich für sich gewonnen. Patrick White war „entdeckt". Als 1948 sein dritter Roman, „The Aunt's story", erschien, sprach man bereits von ihm mit den Worten: „Hier ist einer, der zu den wenigen großen Erzählern unserer Zeit gehört."Im selben Jahr noch kehrte er in seine Heimat zurück, erwarb in Neusüdwales eine Farm, bewirtschaftete sie mit einem in Griechenland gewonnenen Freund, schrieb sieben volle Jahre an einem neuen Buch, schrieb den bisher besten Roman, den wir von ihm kennen, erhielt für dieses Epos der Einsamen die Goldmedaille der „Literary Society" von Australien und wurde von nun an nicht nur in London und Sydney, in New York und San Franzisco, sondern auch überall in Westeuropa „ein Autor von weltliterarischem Rang" genannt. Und dieses Buch ist der hier vorliegende Roman „Zur Ruhe kam der Baum des Menschen nie".Zu diesem Stenogramm einer biographischen Skizze von Patrick White sollte jedoch noch ein Hinweis auf einen weiteren Roman gehören: „Voss". Auch dieses Buch ist preisgekrönt, ist mit dem australischen „Miles Franklin Literary Award" ausgezeichnet, ist inzwischen unter demselben Titel in deutscher Übersetzung erschienen, hat ein gleich starkes Echo wie „Zur Ruhe kam der Baum des Menschen nie" gefunden.."Auszüge aus dem Buch

Details

Zur Ruhe kam der Baum des Menschen nie ; Patrick White ; Roman ; Geschichte ; Wildnis ; Leid ; Dürre ; Sinflut ; Überschwemmung ; Feuer ;ledi, elend, paradies, dürre, heimsuchung, familiengründung, überleben, überlebenskampf, durchsetzung,naturgewalt, sturm, schrecken White, PatrickBöll, Annemarie ; Böll, Heinrich: Zur Ruhe kam der Baum des Menschen nie von Patrick White mit Illustrationen von Willy Widmann, Stuttgart ; Zürich ; Salzburg : Europ. Buchklub 1960 ([1960])

513 seiten 22 cm halbledereinband, Seiten leicht gebräunt,, Einband etwas fleckig, an den Kanten abgegriffen Sonderausg. - "..ein junger Mann rodet ein Stück Wildnis, baut ein Haus und holt sich eine Frau, um mit ihr eine Existenz und eine Familie zu gründen. Aber es bleibt kein Paradies. Andere Paare und Familien lassen sich in der Nachbarschaft nieder. Stan und Amy werden mit dem Leid anderer Menschen konfrontiert. Das Gebiet wird von einer Dürreperiode, sintflutartigem Regen, einer Überschwemmung und einer Feuersbrunst heimgesucht.Eine Geschichte, die sich von selbst zu erzählen scheint, ist immer eine gute Geschichte. Sie fließt wie das Wasser im Bach einer unbekannten und doch vorherbestimmten Mündung zu, trägt mit sich das Treibgut der Vor gangenheit, ist unablässig unterwegs dem Morgen zu und lebt doch immci nur vom Augenblick.Dies das Bild, das sich beim Lesen und stärker noch nach der Lektüre dieses nicht sonderlich anspruchsvoll scheinenden und dennoch weit mein als nur Geduld und Aufmerksamkeit abverlangenden Romans einstellt.Es ist ein sehr umfangreiches Buch, ist voll von skurrilen und grotesken, tragischen und komischen, erregenden und bedrückenden Episoden, und dennoch geschieht niemals etwas anderes, als jedem von uns geschieht: Geburt und Tod - und zwischen Anfang und Ende ein Leben kleiner Hoffnungen und Enttäuschungen, kleiner neidvoller Wünsche und mühsam abgerungener Entsagungen. Das einzige, was die Gestalten dieses Romans zu beunruhigen vermag, ist eine Frage, die ohne Antwort zu bleiben scheint: Was ist der Sinn eines solchen Lebens? Der Autor überläßt es uns, hierfür das rechte Wort zu finden. Aber er gibt uns immerhin einen Hin weis, erinnert uns an ein Gedicht des Engländers Alfred Edward Housman, in dessen „The Shropshire lad" eine Verszeile lautet:„The tree of man was never quiet"(Zur Ruhe kam der Baum des Menschen nie)Wer ist dieser Mann, der in seinem Roman auf jede Sensation verzichtet und dennoch einen solch sensationellen Erfolg hat; der in den Vereinigten Staaten von Amerika eine ebenso gewaltige Anzahl von Lesern besitzt wie in Europa und Australien; dessen Gesamtauflage in die Millionen geht und der doch nichts anderes - nichts Geringeres freilich - dazu getan hat, als ein „gutes Buch" zu schreiben?Patrick White ist der Urenkel englischer Auswanderer, die vor mehr als hundertdreißig Jahren in Australien eine neue Heimat suchten. Als 1912 seine Eltern für kurze Zeit in das Land ihrer Ahnen zurückkehrten, wurde ihnen in London ein Sohn geboren, dem sie den Namen Patrick gaben. Sechs Monate später bereits versuchte er auf seine Weise, Australien zu entdecken, krabbelte auf der Farm seines Vaters zwischen prallen Weizensäcken und den langen Beinen der Viehtreiber herum, ritt sich später dann auf seinem ersten Pferd die Schenkel wund und stand bei der Schafschur den Akkordarbeitern mit Erfolg im Wege. Die Schulzeit in Sydney scheint ihm wenig Spaß gemacht zu haben, jedenfalls hielt er die Hirten seines Vaters für weit bessere Lehrer als die Pädagogen auf dem Katheder im Klassenzimmer. Vielleicht war dies einer der Gründe, die es dem Vater für ratsam scheinen ließen, seinen Sohn in ein englisches Internat zu stecken, wo Patrick White in den folgenden vier Jahren eine für ihn bedeutungsvolle Entdeckung machte: die Magie der Sprache. Ihr widmete er dann auch sein Studium auf der Universität von Cambridge, ihr diente er nach dem abschließenden Examen in kritischen Abhandlungen, für die er in literarischen Zeitschriften sofort begeisterte Leser fand, und ihr unterwarf er sich bedingungslos als Verfasser eines Schauspiels, als Lyriker und schließlich Autor seines ersten Romans „Happy Valley" - unterwarf sich ihr so bedingungslos, daß er darüber die eigentliche Kunst des Geschichten-Erzählens vergaß. Das war im Kriegsjahr 1939.Patrick White wurde Soldat, l'ernte als Offizier der Royal Airforce den Mittleren Osten kennen, verbrachte die letzten zwölf Monate dieser Schreckenszeit in Griechenland - und feierte seine ersten Triumphe als Romancier: Patrick White hatte sich seiner anfänglich hintangestellten Gabe des Fabulierens unterworfen. Mit seinem zweiten Roman, mit „The Living and the Dead", hatte er Kritiker und Leser zugleich für sich gewonnen. Patrick White war „entdeckt". Als 1948 sein dritter Roman, „The Aunt's story", erschien, sprach man bereits von ihm mit den Worten: „Hier ist einer, der zu den wenigen großen Erzählern unserer Zeit gehört."Im selben Jahr noch kehrte er in seine Heimat zurück, erwarb in Neusüdwales eine Farm, bewirtschaftete sie mit einem in Griechenland gewonnenen Freund, schrieb sieben volle Jahre an einem neuen Buch, schrieb den bisher besten Roman, den wir von ihm kennen, erhielt für dieses Epos der Einsamen die Goldmedaille der „Literary Society" von Australien und wurde von nun an nicht nur in London und Sydney, in New York und San Franzisco, sondern auch überall in Westeuropa „ein Autor von weltliterarischem Rang" genannt. Und dieses Buch ist der hier vorliegende Roman „Zur Ruhe kam der Baum des Menschen nie".Zu diesem Stenogramm einer biographischen Skizze von Patrick White sollte jedoch noch ein Hinweis auf einen weiteren Roman gehören: „Voss". Auch dieses Buch ist preisgekrönt, ist mit dem australischen „Miles Franklin Literary Award" ausgezeichnet, ist inzwischen unter demselben Titel in deutscher Übersetzung erschienen, hat ein gleich starkes Echo wie „Zur Ruhe kam der Baum des Menschen nie" gefunden.."Auszüge aus dem Buch

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Zur Ruhe kam der Baum des Menschen nie ; Patrick White ; Roman ; Geschichte ; Wildnis ; Leid ; Dürre ; Sinflut ; Überschwemmung ; Feuer ;ledi, elend, paradies, dürre, heimsuchung, familiengründung, überleben, überlebenskampf, durchsetzung,naturgewalt, sturm, schrecken White, PatrickBöll, Annemarie ; Böll, Heinrich: Zur Ruhe kam der Baum des Menschen nie von Patrick White mit Illustrationen von Willy Widmann, Stuttgart ; Zürich ; Salzburg : Europ. Buchklub 1960 ([1960])

513 seiten 822 cm halbledereinband, leichte gebrauchsspuren Sonderausg. - "..ein junger Mann rodet ein Stück Wildnis, baut ein Haus und holt sich eine Frau, um mit ihr eine Existenz und eine Familie zu gründen. Aber es bleibt kein Paradies. Andere Paare und Familien lassen sich in der Nachbarschaft nieder. Stan und Amy werden mit dem Leid anderer Menschen konfrontiert. Das Gebiet wird von einer Dürreperiode, sintflutartigem Regen, einer Überschwemmung und einer Feuersbrunst heimgesucht.Eine Geschichte, die sich von selbst zu erzählen scheint, ist immer eine gute Geschichte. Sie fließt wie das Wasser im Bach einer unbekannten und doch vorherbestimmten Mündung zu, trägt mit sich das Treibgut der Vor gangenheit, ist unablässig unterwegs dem Morgen zu und lebt doch immci nur vom Augenblick.Dies das Bild, das sich beim Lesen und stärker noch nach der Lektüre dieses nicht sonderlich anspruchsvoll scheinenden und dennoch weit mein als nur Geduld und Aufmerksamkeit abverlangenden Romans einstellt.Es ist ein sehr umfangreiches Buch, ist voll von skurrilen und grotesken, tragischen und komischen, erregenden und bedrückenden Episoden, und dennoch geschieht niemals etwas anderes, als jedem von uns geschieht: Geburt und Tod - und zwischen Anfang und Ende ein Leben kleiner Hoffnungen und Enttäuschungen, kleiner neidvoller Wünsche und mühsam abgerungener Entsagungen. Das einzige, was die Gestalten dieses Romans zu beunruhigen vermag, ist eine Frage, die ohne Antwort zu bleiben scheint: Was ist der Sinn eines solchen Lebens? Der Autor überläßt es uns, hierfür das rechte Wort zu finden. Aber er gibt uns immerhin einen Hin weis, erinnert uns an ein Gedicht des Engländers Alfred Edward Housman, in dessen „The Shropshire lad" eine Verszeile lautet:„The tree of man was never quiet"(Zur Ruhe kam der Baum des Menschen nie)Wer ist dieser Mann, der in seinem Roman auf jede Sensation verzichtet und dennoch einen solch sensationellen Erfolg hat; der in den Vereinigten Staaten von Amerika eine ebenso gewaltige Anzahl von Lesern besitzt wie in Europa und Australien; dessen Gesamtauflage in die Millionen geht und der doch nichts anderes - nichts Geringeres freilich - dazu getan hat, als ein „gutes Buch" zu schreiben?Patrick White ist der Urenkel englischer Auswanderer, die vor mehr als hundertdreißig Jahren in Australien eine neue Heimat suchten. Als 1912 seine Eltern für kurze Zeit in das Land ihrer Ahnen zurückkehrten, wurde ihnen in London ein Sohn geboren, dem sie den Namen Patrick gaben. Sechs Monate später bereits versuchte er auf seine Weise, Australien zu entdecken, krabbelte auf der Farm seines Vaters zwischen prallen Weizensäcken und den langen Beinen der Viehtreiber herum, ritt sich später dann auf seinem ersten Pferd die Schenkel wund und stand bei der Schafschur den Akkordarbeitern mit Erfolg im Wege. Die Schulzeit in Sydney scheint ihm wenig Spaß gemacht zu haben, jedenfalls hielt er die Hirten seines Vaters für weit bessere Lehrer als die Pädagogen auf dem Katheder im Klassenzimmer. Vielleicht war dies einer der Gründe, die es dem Vater für ratsam scheinen ließen, seinen Sohn in ein englisches Internat zu stecken, wo Patrick White in den folgenden vier Jahren eine für ihn bedeutungsvolle Entdeckung machte: die Magie der Sprache. Ihr widmete er dann auch sein Studium auf der Universität von Cambridge, ihr diente er nach dem abschließenden Examen in kritischen Abhandlungen, für die er in literarischen Zeitschriften sofort begeisterte Leser fand, und ihr unterwarf er sich bedingungslos als Verfasser eines Schauspiels, als Lyriker und schließlich Autor seines ersten Romans „Happy Valley" - unterwarf sich ihr so bedingungslos, daß er darüber die eigentliche Kunst des Geschichten-Erzählens vergaß. Das war im Kriegsjahr 1939.Patrick White wurde Soldat, l'ernte als Offizier der Royal Airforce den Mittleren Osten kennen, verbrachte die letzten zwölf Monate dieser Schreckenszeit in Griechenland - und feierte seine ersten Triumphe als Romancier: Patrick White hatte sich seiner anfänglich hintangestellten Gabe des Fabulierens unterworfen. Mit seinem zweiten Roman, mit „The Living and the Dead", hatte er Kritiker und Leser zugleich für sich gewonnen. Patrick White war „entdeckt". Als 1948 sein dritter Roman, „The Aunt's story", erschien, sprach man bereits von ihm mit den Worten: „Hier ist einer, der zu den wenigen großen Erzählern unserer Zeit gehört."Im selben Jahr noch kehrte er in seine Heimat zurück, erwarb in Neusüdwales eine Farm, bewirtschaftete sie mit einem in Griechenland gewonnenen Freund, schrieb sieben volle Jahre an einem neuen Buch, schrieb den bisher besten Roman, den wir von ihm kennen, erhielt für dieses Epos der Einsamen die Goldmedaille der „Literary Society" von Australien und wurde von nun an nicht nur in London und Sydney, in New York und San Franzisco, sondern auch überall in Westeuropa „ein Autor von weltliterarischem Rang" genannt. Und dieses Buch ist der hier vorliegende Roman „Zur Ruhe kam der Baum des Menschen nie".Zu diesem Stenogramm einer biographischen Skizze von Patrick White sollte jedoch noch ein Hinweis auf einen weiteren Roman gehören: „Voss". Auch dieses Buch ist preisgekrönt, ist mit dem australischen „Miles Franklin Literary Award" ausgezeichnet, ist inzwischen unter demselben Titel in deutscher Übersetzung erschienen, hat ein gleich starkes Echo wie „Zur Ruhe kam der Baum des Menschen nie" gefunden.."Auszüge aus dem Buch

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