Paul Dukas

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Dukas, Paul: Les Indes Galantes Deux suites pour orchestre d'apres Rameau Suite I N° 1: Marche N° 2: Menuet N° 3: Danse des sauvages (Rondeau) N° 4: Chaconne Suite II N° 1: Entree des 4 Nations N° 2: Musette (Rondeau) N° 3: Rigaudon N° 4: Tambourin N° 5: Gavotte en rondeau,

Paul Dukas (geb. Paris, 1. Oktober 1865 - gest. Paris, 17. Mai 1935) Les Indes Galantes Deux suites pour orchestre d'apres Rameau Suite I N° 1: Marche N° 2: Menuet N° 3: Danse des sauvages (Rondeau) N° 4: Chaconne Suite II N° 1: Entree des 4 Nations N° 2: Musette (Rondeau) N° 3: Rigaudon N° 4: Tambourin N° 5: Gavotte en rondeau Vorwort Auch wenn der Ruf von Paul Abraham Dukas heute nur auf einer kleinen Zahl von Werken beruht (und insbesondere wohl auf dem Orchesterscherzo Der Zauberlehrling von 1897), galt er seinerzeit als einer der bedeutendsten französischen Komponisten. Er studierte zusammen mit Claude Debussy am Conservatoire de Paris und wurde nach Studienabschluß ein renommierter Autor und Kritiker. Ebenso war Dukas ein vorzüglicher Orchestrator; er schuf unter anderem exzellente Transkriptionen historisch bedeutsamer französischer Werke. Leider war er ein ungeheurer Perfektionist: Gegen Lebensende zerstörte er etliche seiner Kompositionen, und nur eine Hand voll davon blieb erhalten. Seine Musik ist charakteristisch, komplex, lebhaft und technisch anspruchsvoll. Zu seinen bedeutendsten Werken zählen die Symphonie en Ut (1896), die Klaviersonate es-moll (1901), Variations, Interlude et Finale d'apres unTheme de Rameau (1902) und die Oper Ariane et Barbe-Bleue ( Ariadne und Blaubart ), an der er von 1899 bis 1907 arbeitete. Das opulente orientalische Ballett La Peri (1912) war sein letztes größeres Werk. Dukas war außerdem ein erstrangiger Kompositions-Lehrer. Zu seinen Schülern zählten viele später bedeutende Komponisten, darunter Olivier Messiaen und Carlos Chavez. Er beinflußte viele französische Komponisten des 20. Jahrhunderts ebenso wie Alexander von Zemlinsky und Alban Berg. Dukas starb 1935 und wurde auf dem berühmten Pariser Pere-Lachaise-Friedhof bestattet. Jean-Philippe Rameau (1683-1764) war als Komponist und Theoretiker des 18. Jahrhunderts führend - einer der größten Meister der französischen Musikgeschichte. Er schrieb zahlreiche dramatische Werke, von denen seine tragedies und operas-ballets am bedeutendsten waren. Seine theoretischen Schriften wurden kontrovers diskutiert - zum Beispiel sein Traite de l'harmonie (1722), streitbar wegen der neuen Idee umkehrbarer Dreiklänge. Seine Kritiker putzten seine Theorien oft herunter und sprachen ihm sogar die Qualifikation als Komponist ab. Er hielt mit seinen weit verbreiteten Cembalo-Stücken und Opern höchst erfolgreich dagegen. Rameaus Musik wurde beschrieben als virtuos und vielfältig, mit reichen Harmonien, Dissonanzen und Modulationen in mitunter weit entfernte Tonarten. Seine sehr aktiven Bass-Linien ändern gern das Metrum und sind oft synkopisch. Rameaus syllabische Melodien enthalten harsche Sprünge, viele Phrasenwechsel und geschmackvolle Auszierungen. Er schrieb zwischen 1735 und 1748 sechs operas-ballets. Les Indes galantes, das erste davon, zählt zu seinen frühen dramatischen Werken, gemeinsam mit einigen berühmten tragedies (Hippolyte et Aricie; Castor et Pollux; Dardanus) und einem weiteren, ebenfalls erstklassigen opera-ballet (Les fetes d'Hebe). Die bei ihrer Uraufführung umstrittenen Werke zählen heute zu seinen am meisten beachteten. Ein opera-ballet enthält bei Rameau üblicherweise einen Prolog und drei oder vier Akte, genannt entrees, von denen jeder eine eigene Handlung mit eigenen Charakteren hat; Das Motto des opera-ballet liefert üblicherweise der Titel. Rameaus Stücke dieser Art enthalten jedes erdenkliche Spektakel, Chöre, Ballette und die unausweichlichen divertissements. Les Indes Galantes ( Die amourösen Indier ) wurde in der Opera zu Paris Opera am 23. August 1735 uraufgeführt. Louis Fuzeliers Libretto macht in den je-weiligen entrees mit ebenso modischen wie exotischen Gegenden bekannt, und jeder Akt kulminiert in einer Eingeborenen-Zeremonie. Bei der Premiere wurden nur der Prolog und zwei entrees gegeben. ( Les Incas du Perou und Le Turc genereux ); Les fleurs kam bei der dritten Aufführung dazu und wurde später umgearbeitet. Der letzte Akt, 'Les sauvages', war erstmals am 10. März 1736 zu sehen. Fuzelier schuf ein Pastiche sehr unterschiedlicher Geschichten: Im Prolog begegnen wir Cupido, der über die Lande fliegt, um Beispiele für die Liebe in Indien zu finden - damals ein Synonym für jedes exotische, unbekannte Land. Le Turc genereux ( Der großzügige Pascha ) spielt auf einer Insel im Indischen Ozean: Der Sultan Osman läßt seine französische Sklavin Emilie frei, damit sie sich mit ihrem Geliebten wieder vereinigen kann. Les Incas du Perou ( Die Inkas von Peru ) erzählt von den eifersüchtigen Rivalen, dem einheimischen Huascar und dem Eroberer Don Carlos, und ihrem Streit um die Gunst der schönen Prinzessin Phani, während ein einheimischer Vulkan ausbricht. Les fleurs ( Die Blumen ) beschreibt eine Liebesintrige in Persien; Les sauvages ( Die Wilden ) spielt in Nord-Amerika. Ein Spanier und ein Franzose kämpfen um die Gunst der Häuptlingstochter Zina, doch die entschließt sich am Ende für einen Einheimischen aus ihrem Stamm als Ehemann. Les sauvages enthält auch eine Bearbeitung des gleichnamigen, früheren Cembalo-Stückes, das 1725 in Paris durch den Tanz zweier amerikanischer Indianer inspiriert worden war. Les Indes galantes war Rameaus zweites Opern-Unternehmen und sein größter Triumph: Zwischen 1735 und 1773 wurde das Werk im Ganzen oder in Teilen ungefähr 320 Mal aufgeführt! Auch die Cembalo-Bearbeitungen, die Rameau nach Teilen daraus anfertigte, waren extrem beliebt. Die gesamte Oper wurde 1761 zum 185. und vorläufig letzten Mal gespielt, doch die einzelnen Akte wurden auch später noch aufgeführt. Der Prolog blieb wenigstens bis 1771 im Repertoire; Les Incas und Les sauvages wurde nbis 1772 resp. 1773 aufgeführt. Am 30. Mai 1925 präsentierte die Opera-Comique in Paris den dritten Akt, Les fleurs , unter Leitung von Maurice Frigara in einer neuen Orche-strierung von Paul Dukas. Am 18. Juni 1952 dirigierte Maurice Lehmann an der Opera außerdem eine üppige Inszenierung von Les Indes galantes, zum Teil in der Orchestrierung von Dukas, in den weiteren Akten jedoch ergänzt von Henri Busser. 1902 war bereits eine Ausgabe von Rameau's Suite durch Dukas bei Durand erschienen. Vanessa L. Rogers, © 2008 Übertragung ins Deutsche: Benjamin-Gunnar Cohrs, © 2008 (Kontakt: bruckner9finale@web.de) Aufführungsmaterial ist von Editions Costalet, Paris. zu beziehen top of page ?Paul Dukas (b. Paris, 1 October 1865 - d. Paris 17 May 1935) Les Indes Galantes Deux suites pour orchestre d'apres Rameau Suite I N° 1: Marche N° 2: Menuet N° 3: Danse des sauvages (Rondeau) N° 4: Chaconne Suite II N° 1: Entree des 4 Nations N° 2: Musette (Rondeau) N° 3: Rigaudon N° 4: Tambourin N° 5: Gavotte en rondeau Preface Paul Abraham Dukas was born in Paris on 1 October 1865. Though his reputation today is based on only a small number of compositions, particularly L'apprenti sorcier (1897), he was known as one of the greatest French composers of his day. Dukas studied at the Conservatoire de Paris with Claude Debussy, and after completing his studies he became a renowned critic and teacher. He was also a talented orchestrator, and he created excellent transcriptions of several historically-significant French works. A perfectionist, Dukas destroyed many of his compositions, and sadly, very few of his works remain. His music is characteristically complex, vivid, and technically demanding. Dukas's most important compositions include his Symphonie en Ut (1896), a Piano Sonata in E-flat minor (1901) and Variations, interlude et finale d'apres un theme de Rameau (1902), and the opera Ariane et Barbe-Bleue ('Ariadne and Bluebeard'), on which he worked from 1899 to 1907. The opulent oriental ballet La Peri (1912) was Dukas's last major work. Dukas became recognized as a first-rate teacher of composition; his students included many famous composers including Olivier Messiaen and Carlos Chavez. He was a...

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Dukas, Paul,
Paul Dukas (1865-1935), Komponist. E. Brief mit U. Wohl Paris, o. D. 1¾ SS. auf Doppelblatt. 8°. - An einen namentlich nicht genannten Adressaten, dem er sehr gern das gewünschte Autograph zusende: "[...] Je vous envoie bien volontiers l'autographe que vous desirez [...]". Was sein musikalisches Bekenntnis angehe, nach dem er ihn frage, so ergebe sich dieses wohl aus der Musik, die er schrieb. Es fehle ihm absolut die Zeit, darüber eine Theorie zu entwickeln, die interessant genug wäre, gelesen zu werden: "[...] Quant a la profession de foi musicale que vous me demandez il me semble qu'elle ressort de la musique que j'ai pu ecrire. Une theorie de l'art ne peut tenir en quelques phrases et le temps me manque absolument pour en developper une qui vaille la peine d'etre lue avec interet [...]". - Paul Dukas zählt neben Debussy, Vincent d'Indy, Ravel und Gabriel Faure "zu den größten Erscheinungen der französischen Schule. Er hat wirklich die große geistige Tradition von Rameau und Berlioz fortgesetzt und einen hervorragenden Platz in der Reihe der bedeutendsten zeitgenössischen Musiker eingenommen" (MGG III, 917). - Auf Briefpapier mit gepr. Adresse.

Paul Dukas (1865-1935), Komponist. E. Brief mit U. Wohl Paris, o. D. 1¾ SS. auf Doppelblatt. 8°. - An einen namentlich nicht genannten Adressaten, dem er sehr gern das gewünschte Autograph zusende: "[...] Je vous envoie bien volontiers l'autographe que vous desirez [...]". Was sein musikalisches Bekenntnis angehe, nach dem er ihn frage, so ergebe sich dieses wohl aus der Musik, die er schrieb. Es fehle ihm absolut die Zeit, darüber eine Theorie zu entwickeln, die interessant genug wäre, gelesen zu werden: "[...] Quant a la profession de foi musicale que vous me demandez il me semble qu'elle ressort de la musique que j'ai pu ecrire. Une theorie de l'art ne peut tenir en quelques phrases et le temps me manque absolument pour en developper une qui vaille la peine d'etre lue avec interet [...]". - Paul Dukas zählt neben Debussy, Vincent d'Indy, Ravel und Gabriel Faure "zu den größten Erscheinungen der französischen Schule. Er hat wirklich die große geistige Tradition von Rameau und Berlioz fortgesetzt und einen hervorragenden Platz in der Reihe der bedeutendsten zeitgenössischen Musiker eingenommen" (MGG III, 917). - Auf Briefpapier mit gepr. Adresse.

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Rahmer, Dominik: Die musikkritischen Schriften von Paul Dukas. (Bonner Schriften zur Musikwissenschaft 9). Bruxelles, Bern, Berlin: Peter Lang Vlg. 2010. ISBN: 978-3-631-59927-3
Paul Dukas (1865-1935) hat mit dem Orchesterscherzo "Der Zauberlehrling" Weltruhm als Komponist erlangt. Weniger bekannt ist heute hingegen das umfangreiche Korpus seiner musikkritischen Schriften, in denen er sich als intelligenter und engagierter Kommentator des zeitgenössischen Musiklebens erweist. In über 400 Artikeln, die hauptsächlich im Zeitraum von 1892 bis 1905 entstanden, befaßte sich Dukas mit den musikalischen Grundfragen seiner Zeit und wurde zu einer wichtigen und anerkannten Stimme in der französischen Musik. Diese Studie stellt die vielfältigen Thematiken der musikalischen Schriften Paul Dukas' dar und untersucht seine musikästhetischen Positionen. Aus dem Inhalt: Studie zu den musikkritischen Schriften des französischen Komponisten Paul Dukas - Systematische Betrachtung seines Musikdenkens und seiner ästhetischen Positionen, nach Aspekten wie: Entwicklungen der Symphonik und Programmusik, wagnerisme, Rezeption alter Musik, Einflüsse deutscher und russischer Musik, Nationalismus u. a.

234 S., zahlr. schw.-w. Tab. Kart. *neuwertig*

[SW: Musik, Theater]

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Paray, Paul,
Paul Paray (1886-1979), Dirigent und Komponist. E. Brief mit U. O. O., 20. April 1948. ½ S. Gr.-8°. - An einen namentlich nicht genannten Adressaten über die Aufführung einer "Cleopatre": "pkpk". - Das Wirken Paul Parays, der seinerzeit den jungen Yehudi Menuhin entdeckt hatte, als Orchesterleiter "war in zweifacher Hinsicht verdienstvoll: er erneuerte und erweiterte das klassische und moderne Programm der Concerts Colonne und machte die französische Musik im Ausland bekannt. Einige seiner Interpretationen haben historischen Wert, z. B. L'Apprenti sorcier' von Paul Dukas, für den er Hinweise vom Komponisten selbst erhalten hatte. Er hat mehrere Werke seiner französischen Zeitgenossen uraufgeführt. Parays eigene Kompositionen stehen in der Tradition der französischen Schule. Bemüht um schwungvolle melodische Linienführung und originelle Harmonik, bleibt er der Tonalität verbunden" (MGG XVI, 1467). - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.

Paul Paray (1886-1979), Dirigent und Komponist. E. Brief mit U. O. O., 20. April 1948. ½ S. Gr.-8°. - An einen namentlich nicht genannten Adressaten über die Aufführung einer "Cleopatre": "pkpk". - Das Wirken Paul Parays, der seinerzeit den jungen Yehudi Menuhin entdeckt hatte, als Orchesterleiter "war in zweifacher Hinsicht verdienstvoll: er erneuerte und erweiterte das klassische und moderne Programm der Concerts Colonne und machte die französische Musik im Ausland bekannt. Einige seiner Interpretationen haben historischen Wert, z. B. L'Apprenti sorcier' von Paul Dukas, für den er Hinweise vom Komponisten selbst erhalten hatte. Er hat mehrere Werke seiner französischen Zeitgenossen uraufgeführt. Parays eigene Kompositionen stehen in der Tradition der französischen Schule. Bemüht um schwungvolle melodische Linienführung und originelle Harmonik, bleibt er der Tonalität verbunden" (MGG XVI, 1467). - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.

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