Poe Verbrecher
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Laaths, Erwin: Klassische Kriminalgeschichten. Ausgewählt und eingeleitet von Erwin Laaths, Düsseldorf: Droste Verlag, 1959.
Bibliotheksexemplar mit Stempel und Rückständen, Seiten gebräunt und fleckig, Aus dem Inhalt: Friedrich Schiller, Der Verbrecher aus verlorener Ehre; Ernst Theodor Amadeus Hoffmann, Das Fräulein von Scuderi; Heinrich von Kleist, Der Zweikampf; Franz Grillpanzer, Das Kloster bei Sendomir; Alexander Sergejewitsch Puschkin, Pique-Dame; Friedrich Halm, Die Marzipanliese; Jules Amadee Barbey d'Aurevilly, Glück im Verbrechen; Edgar Allan Poe, Das Geheimnis von Marie Rogets Tod; Theodor Fontane, Unterm Birmbaum; Conrad Ferdinand Meyer, Die Richterin; Nikolaj Semenowitsch Lesskow, Eine Lady Macbeth von Mzensk; Pedro Antonio de Alrcon, Der Nagel; Jens Peter Jacobsen, Ein Schuß in den Nebel; Guy de Maupassant, Der kleine Roque; Robert Louis Stevenson, Dr. Jekyll und Mr. Hyde; Selma Lagerlöf, Herrn Arnes Schatz; Gerhart Hauptmann, Der Schuß im Park; Wilhelm von Scholz, Die Beichte. Bei einem eingefügten Bild handelt es sich um das Originalbuch. Bei Bestellungen Werktags bis 12,00 Uhr erfolgt der Versand in der Regel noch am selben Tag, ansonsten am folgenden Werktag.
926 Seiten, 19 cm Pappeinband
[SW: Klassische Kriminalgeschichten; Erwin Laaths; Krimi; Geschichten; Friedrich Schiller; Der Verbrecher aus verlorener Ehre; Ernst Theodor Amadeus Hoffmann; Das Fräulein von Scuderi; Heinrich von Kleist; Der Zweikampf; Franz Grillpanzer; Das Kloster bei Sendomir; Alexander Sergejewitsch Puschkin; Pique-Dame; Friedrich Halm; Die Marzipanliese; Jules Amadee Barbey d'Aurevilly; Glück im Verbrechen; Edgar Allan Poe; Das Geheimnis von Marie Rogets Tod; Theodor Fontane; Unterm Birmbaum; Conrad Ferdinand Meyer; Die Richterin; Nikolaj Semenowitsch Lesskow; Eine Lady Macbeth von Mzensk; Pedro Antonio de Alrcon; Der Nagel; Jens Peter Jacobsen; Ein Schuß in den Nebel; Guy de Maupassant; Der kleine Roque; Robert Louis Stevenson; Dr. Jekyll und Mr. Hyde; Selma Lagerlöf; Herrn Arnes Schatz; Gerhart Hauptmann; Der Schuß im Park; Wilhelm von Scholz; Die Beichte;]
Orthmann, Edwin (Hg.): Abenteuer aus aller Welt. Eine Auswahl klassischer Abenteuererzählungen. Darin: Band 1: Friedrich Schiller: Der Verbrecher aus verlorener Ehre/ Joseph Freiherr von Eichendorff: Eine Meerfahrt/ Friedrich Gerstäcker: Der Flatbootman/ Puschkin: Der Schuß/ Nikolai Semjonowitsch Leskow: Das Tier/ Prosper Merimee: Tamango/ Robert L. Stevenson: Des Sire de Maletroit Tür/ Bret Harte: Der Sheriff von Siskyou/ Edgar Allan Poe: Die Abenteuer eines gewissen Hans Pfaall. Und: Hinab in den Maelström. Band 2: Achim von Arnim: Der tolle Invalide auf dem Fort RAtonneau/ Theodor Mügge: Paul Jones/ Charles Sealsfield: Nathan, der Squatter. Und: Regulator/ Pedro Antonio de Alarcon: Der Alcalde von Lapeza. Und: Die Klarinette/ Leo N. Tolstoi: Herr und Knecht/ Honore de Balzac: Leidenschaft in der Wüste/ Robert L. Stevenson: Der Pavillon in den Dünen/ Bret Harte: Eine Drift aus Redwood Camp. Und: Wie St. Nikolaus nach Simpsons Bar kam. Band 3: E. T. A. Hoffmann: Der unheimliche Gast/ Friedrich Gerstäcker: Ein Stiergefecht auf der Mission Dolores. Und: Der Schiffszimmermann/ Joseph Victor Widmann: Der Redakteur der "Giralda"/ Jack London: Young Pat, der Boxer/ Nathaniel Hawthorne: Mr. Higginbothams Katastrophe/ Alexander Sergejewitsch Puschkin: Dubrowski/ Wladimir Korolenko: Die Flüchtlinge von Sachalin/ Frederic de Stendhal: Vanina Vanini/ Villiers de L'Isle-Adam: Die Marter der Hoffnung. Und: Catalina/ Rudyard Kipling: Rikki-Tikki-Tavi. Band 4: Heinrich von Kleist: Der Erdbeben in Chili/ Heinrich Zschokke: Das Abenteuer in der Naujahrsnacht/ C.F. Meyer: Plautus im Nonnenkloster/ Frederick Marryat: Die drei Kutscher/ Oscar Wilde: Das Gespenst von Canterville/ Joseph Conrad: Der heimliche Teilhaber. Und: Der schwarze Steuermann/ Leo Tolstoi: Der Gefangene im Kaukasus/ Jules Verne: Eine Winterkampagne im Eise/ Edgar Allan Poe: Wassergrube und Pendel/ Jack London: Das letzte Mammut.
4 Bände, Illustriert v. W. Klemke, Anmerkungen, schilfgrünes Ln. 1902 S., gute Exemplare, Band 4 verg., Verlag Neues Leben, Berlin 1965. Paketaufpreis enthalten.
Renard, Maurice: Orlac's Hände (" Les Mains d'Orlac"). Roman. Übertragen von Norbert Jacques. Mit Zeichnungen von Paul Neresheimer.(= "Sindbad-Bücher" phantastische und abenteurliche Romane). Deutsche Erstausgabe. Drei Masken Verlag Erste Aufl. (Deutsche Erstausgabe) 1922 München
299S. 8°
Leinen Fadengehefteter, illustrierter Ganzleinenband. Der Einband berieben, teils fleckig und lichtrandig, das Leinen mit zwei kleinen Einrissen am oberen und unteren Rand der hinteren Falz, sowie am unteren Rücken leicht durchgescheuert, im Inneren noch durchweg gute, insgesamt nur befriedigende Erhaltung dieser Rarität und Erstausgabe aus der ambitionierten Sinbad-Bücherei. Maurice Renard (* 28. Februar 1875 in Chalons-en-Champagne, Frankreich; 18. November 1939 in Rochefort) war ein französischer Schriftsteller und Jurist. Renard wurde in eine wohlhabende bürgerliche Familie hineingeboren. Schon sein Großvater war ein hoher Beamter und später Bürgermeister von Epernay, sein Vater war Richter und Gerichtspräsident in Reims, wo Renard als weitaus jüngstes von drei Kindern und einziger Junge praktisch wie ein Einzelkind aufwuchs. In seiner Kindheit verbrachte er viel Zeit im Schloß seiner Großeltern in Hermonville, wo er auch früh die Werke von Charles Dickens und Edgar Allan Poe entdeckte. Er besuchte ein Internat und studierte anschließend Literatur. Nach einem dreijährigen Militärdienst, bei dem er die Bücher von H. G. Wells schätzen lernte, begann er ein Jurastudium in Paris. Nach einigen Semestern brach er es ab, um sich der Schriftstellerei zu widmen. In Paris hatte er einen literarischen Salon mit Gästen wie Colette, Pierre Benoit, Henri de Regnier, J.-H. Rosny aine und Henry de Montherlant. Er beteiligte sich von 1914 bis Anfang 1919 als Kavallerie-Offizier am Ersten Weltkrieg und starb, bereits fast vergessen, 1939 an den Folgen einer chirurgischen Operation. Sein Grab befindet sich auf der Atlantikinsel Oleron, wo er ein Haus besessen hatte. Renard gehörte zu den Schriftstellern des "Goldenen Zeitalters" der französischen Science-Fiction-Literatur. Er war stark beeinflusst von Edgar Allan Poe und H. G. Wells. Seinen ersten Roman Le Docteur Lerne - Sous-Dieu widmete er Wells etwa 1908, denn Die Insel des Dr. Moreau war die Inspiration für das Buch: Renard schildert die Handlung allerdings aus der Sicht eines Wesens, das selbst Gegenstand eines Transplantationsexperiments war. Renards Werke bewegen sich auf der Grenze zwischen Science-Fiction und der Fantastischen Literatur. Hierbei entwickelte er ein auf Logik und Rationalismus aufgebautes Verhältnis zum Übernatürlichem. Sein Roman Le Peril Bleu (1975 von Jean-Christophe Averty für das französische Fernsehen verfilmt) beschreibt eine Invasion von nicht-menschenähnlichen Außerirdischen, die von den unsichtbaren Spinnenwesen beendet wird, als sie erkennen, dass es sich bei Menschen um empfindungsfähige Lebensformen handelt. Eine größere Bekanntschaft erhielt Renards Roman Les Mains d'Orlac aus dem Jahr 1920 durch die verfilmten Adaptionen von Robert Wiene als Orlacs Hände in Deutschland 1924 und von Karl Freund unter dem Titel Mad Love - ein amerikanischer Horrorfilm aus dem Jahr 1935. Weitere Verfilmungen des Stoffes gab es 1960 durch Edmond T. Greville und 1962 in den USA als Hands Of A Stranger durch Newt Arnold. Die jüngste Filmadaption des Buches ist der Fernsehfilm Des voix dans la nuit von Peter Kassovitz (1991). Orlacs Hände ist ein österreichischer Science-Fiction- und Horrorfilm von Robert Wiene aus dem Jahr 1924. Er wird dem Spätexpressionismus im deutschsprachigen Film zugeordnet. Einem Konzertpianisten, Paul Orlac (Conrad Veidt), der bei einem Zugunglück beide Hände verloren hatte, werden die Hände eines gerade hingerichteten Mörders angenäht. Von nun an wird der Pianist von Panikattacken und Ängsten gepeinigt. Er glaubt, mit den Händen des Mörders auch dessen "Vorliebe" zum Töten übernommen zu haben. Seltsame Zeichen und unheimliche Drohbriefe verstärken diese Ängste. Als sein Vater (Fritz Strassny), mit dem er verfeindet war, getötet wird, gerät der Pianist unter Mordverdacht. Er findet erst wieder Ruhe, als er das Komplott aufklären kann. Orlacs Hände entstand nach dem Buch von Maurice Renard. Es ist einer der ersten Filme, der sich mit den Ängsten vor Transplantationen beschäftigt. Drehort war das Filmatelier der Listo-Film in Wien. Die Uraufführung fand Anfang September in Wien statt.[1] Die Deutschland-Premiere folgte am 24. September 1924 im Berliner Haydn-Kino statt. Den Filmverleih übernahm die deutsche Berolina-Film. Die französische Version lief unter dem Titel "Les Mains d'Orlac" an, die englischsprachige als "The Hands of Orlac". 1928 folgte die Erstaufführung in den Vereinigten Staaten, wo die Aywon Film Corporation den Vertrieb übernahm. Für die Kulissen zeichneten die Filmarchitekten und Szenenbildner Hans Rouc, Karl Exner und Stefan Wessely verantwortlich. "Das Sujet verfügt über eine äußerst packende Exposition und hält die Spannung bis zur letzten Szene, von einem vorzüglich abgestimmten Ensemble, mit Konrad Veidt an der Spitze, bestens zur Geltung gebracht. Die Regieführung ist straff und sorgfältig, besonders in den sehr realistischen Szenen von der Eisenbahnkatastrophe, die Aufmachung geschmackvoll, die Geschehnisse der Handlung wirksam unterstreichend. Die Photographie in jeder Hinsicht auf der Höhe. Ein Inlandsfilm, der den besten fremden Erzeugnissen nicht nachsteht." - Paimann's Filmlisten, Nr. 441, 19. September 1924, S. 181 "Ein selten spannender, phantastischer Film, nach dem Roman von Maurice Renard außerordentlich geschickt inszeniert, in der Mischung von Impression und Realistik, getragen von der unerhörten Gestaltungskraft Conrad Veidts. [Beschreibung der Handlung] Wie gesagt, ein ausgezeichnetes inszeniertes Bild, vor allem von Veidt unerhört gespielt, neben dem Fritz Kortner und Sorina stehen. - Bei der Premiere [in Berlin] stritten sich Pfeifer mit der Majorität der Begeisterten, die unendlichen Beifall bei den Aktschlüssen und bei offener Szene spendete. Der Film läuft vor täglich ausverkauftem Hause, ausgezeichnet illustriert durch Schmidt-Gentner, und im Mozartsaal - man möchte fast sagen - persifliert durch einen amüsanten kleinen Linder-Film Zu Hilfe!', den man allerdings besser nicht vorher, sondern nachher gespielt hätte, damit das Düstere, das Schreckliche, Gespenstische und Grauenvolle, das dieser Film naturgemäß erzeugen muß, etwas gemildert worden wäre. - Trotzdem muß noch besonders betont werden, daß Orlacs Hände' bereits thematisch eine Bereicherung unseres gleichförmig gewordenen Kinospielplanes bedeutet. Selbst in den Provinzkinos wird man den Realismus herkömmlicher Produktion gern durch ein Werk phantastischer Wucht unterbrechen." - Kinomatograph, Nr. 938, 8. Februar 1925[2] Die Originalfassung wies eine Länge von 2.507 Metern oder 92 Minuten auf. Die rekonstruierte Version ist 2.357 Meter lang, was in etwa 90 Minuten entspricht. Am 11. Januar 2001 wurde von ARTE eine mit der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung rekonstruierte Fassung ausgestrahlt. Diese Version wurde mit neuer Filmmusik von Henning Lohner sowie mit Hintergrundgeräuschen und der Vertonung einer Verhörszene mittels eines Off-Monologes versehen, was nicht ungeteilte Zustimmung fand. Der Film wurde seither auf zahlreichen Filmfestivals weltweit wiederaufgeführt. Das Filmarchiv Austria plant mit eigenen Kopien ebenfalls eine Rekonstruierung und Wiederveröffentlichung des Films, ein Zeitpunkt dafür steht noch nicht fest. Es existiert auch eine aktuelle DVD-Veröffentlichung mit englischen Zwischentiteln von KINO-International, die eine Filmlaufzeit von 110 Minuten aufweist. Daraus lässt sich schließen, daß die US-Fassung deutlich länger war, als die ursprüngliche deutsche Originalfassung. Der Film wurde am 25. September 1924 für Deutschland zugelassen, jedoch mit der Einschränkung eines Jugendverbotes. Ein Antrag des sächsischen Innenministeriums vom 10. Januar 1925, wo eine Zensur des Films gefordert wurde, da dieser "geeignet sei, die öffentliche Sicherheit und Ordnung zu gefährden. [...] Gestützt auf ein Gutachten des Landeskriminalamts Dresden erachtet es die Sächsische Regierung nicht für angängig, die inneren Einrichtungen und Hilfsmittel der Kriminalpolizei, insbesondere das Fingerabdruckwesen, in aller Öffentlichkeit bekannt zu machen, weil dadurch die Bekämpfung des Verbrechertums erschwert werde. Unangebracht sei ferner die Darstellung von Mitteln, die es dem Verbrecher ermöglichen, seine Spuren zu verwischen und die Polizei zu täuschen." Der Zensurantrag wurde von der Oberprüfstelle abgelehnt, da ein von ihr vernommener Sachverständiger des Polizei-Präsidiums Berlin den Sachverhalt als unrealistisch bezeichnet hat. Solche, oder ähnliche Erfahrungen, dass Fingerabdrücke mittels Wachsabdrücken gefälscht werden könnten, wären in Europa bisher nicht bekannt gewordenen, geschweige denn andere Methoden der Fälschung von Fingerabdrücken. Die Oberprüfstelle räumte zwar ein, dass der Film, wenn er eine realistische Methode zur Fälschung von Fingerabdrücken, sofern es sie gäbe, darstellen würde, bedenklich für die öffentliche Sicherheit wäre, stellte aber abschließend fest, dass es sich bei der im Film gezeigten Methode nur um ein "Hirngespinst" handeln könne.[3] 1996 wurde der Film erneut einer Prüfung unterzogen und freigegeben sowie mit keiner Altersbeschränkung versehen.
[SW: Französische Literatur | Roman | Illustrierte Bücher | "Sindbad-Bücher" | Erstausgaben]
Highsmith, Patricia: Die gläserne Zelle. Roman. Aus dem Amerikanischen von Gisela Stege und Anne Uhde. (=Diogenes-Taschenbuch; detebe 74,8). Zürich, Diogenes-Verlag, 1976. ISBN: 3257203438
Lesetipp des Bouquinisten! Befriedigender Zustand. Mängelstrich auf dem Fußschnitt. "Für Philip Carter ist die Strafe vor dem Verbrechen gekommen: Man hat ihn für eine Unterschlagung verurteilt, die er nicht begangen hat. Im Gefängnis ändert sich Carters Charakter: Aus einem gutmütigen, fröhlichen Menschen wird ein kalter, undurchschaubarer Mann. Als Carter nach sechs Jahren entlassen wird, beherrscht er die Spielregeln der Welt perfekt ... ." "In ihren Romanen finden sich Passagen von so bedrängender Intensität und sprachlicher Eindringlichkeit, dass es sicherlich kein Euphemismus ist, hier von der Dichterin Highsmith zu sprechen. So manches, was heutzutage Messe für Messe als E-Literatur verabreicht wird, kann vor den Kriterien, die heute durch Autoren wie vor allem Patricia Highsmith für das Genre des Krimis maßgeblich geworden sind, kaum bestehen. Das hat sich mittlerweile ja auch schon herumgesprochen; und was die Highsmith betrifft, so bedarf sie keiner Aufwertung mehr." (Süddeutsche Zeitung). - Patricia Highsmith (eigentlich Mary Patricia Plangman) (* 19. Januar 1921 in Fort Worth, Texas; 4. Februar 1995 in Locarno, Schweiz) war eine US-amerikanische Schriftstellerin. Highsmith schrieb auch unter dem Pseudonym Claire Morgan. Leben und Leistungen: Patricia Highsmith schrieb vor allem anspruchsvolle, psychologisch tiefgründige Kriminalromane sowie Kurzgeschichten. Im Vordergrund ihrer Werke steht nicht die Aufklärung von Verbrechen ("Whodunit"), sondern die Umstände ("Whydunit"), die einen unauffälligen Durchschnittsmenschen ins Verbrechen treiben. Sie interessierte sich weniger für die moralischen Aspekte ihrer Geschichten als für das Innenleben ihrer Protagonisten. Wesentliche Anregung bekam sie durch das Buch The Human Mind (nicht auf Deutsch erschienen) des deutsch-amerikanischen Psychiaters Karl A. Menninger, das sie im elterlichen Bücherschrank fand. In diesem Buch werden im populären Stil Personen mit den unterschiedlichsten psychischen Defekten geschildert. Ihre literarischen Vorbilder sind u. a. Dostojewski, Nietzsche, Poe, Conrad, Kafka, Julien Green, Sartre und Camus. Neben ihrem erzählerischen Werk hat Highsmith 1966 den Essay Plotting and writing suspense fiction (eine Art Werkstattbericht) veröffentlicht. 1958 illustrierte sie das Kinderbuch Miranda the Panda is on the Veranda, den Text schrieb ihre Freundin Doris Sanders. 1995 veröffentlichte der Diogenes Verlag einen Band mit Zeichnungen von Patricia Highsmith. Sporadisch versuchte sich Highsmith auch an Drehbüchern, Theater- und Radiobearbeitungen, jedoch nur mit geringem Erfolg. Zahlreiche Romane und Storys von Highsmith wurden für Kino oder Fernsehen adaptiert. Außerdem gibt es einige Bearbeitungen ihrer Werke für Rundfunk und Theater. ... Patricia Highsmith wurde vielfach ausgezeichnet (siehe unten). Die populäre amerikanische Autorenvereinigung Mystery Writers of America (MWA) nominierte sie gleich dreimal: 1951 mit Strangers on a Train in der Kategorie Best First Novel, 1956 mit The Talented Mr. Ripley in der Kategorie Best Novel und 1963 mit der Kurzgeschichte The Terrapin in der Kategorie Best Short Story. Die begehrte Edgar-Allan-Poe-Statue der MWA blieb ihr jedoch zeitlebens verwehrt. 1991 tauchte ihr Name auf der Vorschlagsliste für den Literatur-Nobelpreis auf, die Wahl fiel aber auf die Südafrikanerin Nadine Gordimer. ... Wirkung: In den USA war sie trotz der frühen Erfolge nicht so geschätzt wie in Europa, wo sie besonders in Deutschland, Frankreich und Spanien viele Leser fand. Erst seit kurzem wird sie auch in den USA von einem breiteren Publikum wiederentdeckt. Immer wieder hatte sie mit dem Schubladendenken von Verlegern und Kritikern zu kämpfen. Für eine Kriminalautorin war sie manchen zu literarisch, für die Literaten war sie wiederum zu sehr Kriminalautorin. Selbst als sie bereits eine etablierte Schriftstellerin war, wurden ihre Bücher immer wieder von Verlagen abgelehnt oder aufgefordert, die Bücher umzuschreiben oder zu kürzen. Dagegen wurde sie von vielen europäischen Schriftstellerkollegen wie Peter Handke, Graham Greene und Gabriele Wohmann sehr geschätzt. Romane und Erzählungen von Patricia Highsmith wurden bisher in 25 Sprachen übersetzt, darunter die meisten wichtigen europäischen Sprachen und ins Japanische. Die ersten Übersetzungen ins Deutsche erschienen erst Anfang der sechziger Jahre beim Rowohlt Verlag, seit 1968 erschienen ihre Werke im Diogenes Verlag, Zürich, der seit 1980 weltweiter literarischer Agent ihrer Werke ist und seit 1993 Eigentümer der Weltrechte an ihrem Gesamtwerk. Werke: Patricia Highsmith hat 22 Romane publiziert, davon fünf mit der Hauptfigur Tom Ripley. Daneben veröffentlichte sie seit ihrer Studienzeit eine Vielzahl von Storys in den verschiedensten Zeitschriften. Viele davon wurden zu ihren Lebzeiten in insgesamt sieben Sammelbänden veröffentlicht. In ihrem Nachlass fanden sich viele unveröffentlichte bzw. nur in Zeitschriften und nicht in Buchform veröffentlichte Storys sowie zahlreiche Entwürfe. Die wichtigsten Storys aus dem Nachlass wurden 2002 in zwei Bänden bei Diogenes veröffentlicht, auf Englisch im gleichen Jahr in einer einbändigen Ausgabe. Der Diogenes-Verlag startete 2002 eine auf 31 Bände angelegte Werkausgabe, die von Paul Ingendaay und Anna von Planta herausgegeben wird. Die Erscheinungsdaten der komplettierten Neuübersetzungen der Diogenes-Werkausgabe sind mit "DWA" bzw. "Diogenes-WA" gekennzeichnet. Aus wikipedia-orgPatricia_Highsmith , ISBN-13: 9783257203431
Erste Auflage dieser Ausgabe. 272 Seiten. 18 cm. Taschenbuch. Kartoniert.
[SW: Amerikanische Politik, Kriminalgeschichte, Krimis, Kriminalliteratur, Amerikanische Literatur des 20. Jahrhunderts, Krimi, Kriminalität, Americana, Amerikanistik, Amerikanisches Recht, Amerikanische Soziologie, Kriminalwissenschaft, Gefängnis, Verbrechen, Kriminalistik, Verbrechen, Kriminalfall, Amerikaner, Kriminalroman Kriminalromane, Verbrecher, Kriminalfälle, Resozialisation]



