Rausch
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Benrath, Henry (Albert H. Rausch): Der Gong. Stuttgart, Deutsche Verlags-Anstalt (DVA), 1949. ISBN: 3455022626
Guter Zustand. Schutzumschlag etwas berieben. Aus der Bibliothek des Lyrikers Ernst Günther Bleisch, dem ehemaligen Leiter des Münchner "Seerosenkreises". - Albert Heinrich Rausch (* 5. Mai 1882 in Friedberg (Hessen); 11. Oktober 1949 in Magreglio am Comer See, Italien), Pseudonym Henry Benrath, war ein deutscher Schriftsteller. Leben: Rausch wurde in der Friedberger Kaiserstraße 41 geboren. In seiner hessischen Heimatstadt besuchte er die Augustinerschule (humanistisches Gymnasium). 1900 beginnt er in Gießen das Studium der Germanistik, Romanistik und Geschichte, 1904 studiert er an der Sorbonne, Paris. 1906 trifft er nach Tiefschlägen durch den Tod seiner Jugendfreunde auf Stefan George , was seine schriftstellerische Entwicklung wesentlich prägte. Seinen Leitspruch "Ne Se Rend" ("Sich nicht ergeben") fand er 1907, Luigi Morini entwarf ihm sein persönliches Signet: Lilien, Krone und Schwert. Die Kriegszeit verbringt Rausch im Ausland, zuletzt lässt er sich in Magreglio nieder, wo er durch seine Intervention die Bevölkerung zweier Dörfer vor der Vernichtung durch die Nazis bewahrt und wo er bis zu seinem Tode, am 11. Oktober 1949 bleibt. Wirken: Ins Jahr 1907 fallen Rauschs erste Veröffentlichungen, vor allem Lyrikbände mit klassisch schönen Gedichten, Stefan George vergleichbar. Später folgen anschaulich traumhafte Reiseschilderungen über Italien "Südliche Reise" sowie Novellen und Erzählungen mit homoerotischem Hintergrund, wie "Ephebische Trilogie", "Jonathan", "Patroklos", "Märchen unter Palmen" und "Eros Anadyomenos" 1932 erhielt Rausch den Büchnerpreis. Seit 1932 mit Veröffentlichung des Romans "Ball auf Schloß Kobolnow" schrieb Rausch unter dem Pseudonym Henry Benrath. Unter diesem Namen sind vor allem die Kaiserinnenromane "Die Kaiserin Galla Placidia", "Die Kaiserin Theophano" und "Die Kaiserin Konstanze" bekannt geworden, die ebenso wie sein Werk "Kaiser Otto III." in künstlerischer Überhöhung und in bemerkenswerter stilistischer Originalität und Konzentration die Visionen des frühmittelalterlichen Reichsgedankens nachempfinden. Postum erscheint unter anderem sein wohl schönstes Werk "Die Geschenke der Liebe", welches Rauschs immer stärkere Hinwendung zu einer Verschmelzung europäischer und asiatischer Kultur in der großen Freundschaft zu dem annamitischen Prinzen Nju - Yan Tehol widerspiegelt. Die Freundschaft, Fixpunkt des Dichters wäre sicher auch in dem nur in Plänen erdachten und nicht mehr erschienenen Werk "Yves de Lannion" als Krönung des Werks Thema gewesen. Zu Ehren Henry Benraths wurde in Friedberg eine Schule nach ihm benannt. Aus wikipedia-orgAlbert_H._Rausch., ISBN-13: 9783455022629
Erstausgabe. WG II 51. 93 Seiten. Leinen mit goldgeprägten Rücken- und Deckeltiteln, einer goldgeprägten Deckelvignette und Schutzumschlag.
[SW: Lyrik / Poesie, Deutsche Literatur der vierziger Jahre, Östliche Weisheit, Östliche Philosophie, Griechische Antike, Griechenland < Altertum>, Deutsche Literatur der dreißiger Jahre, Elegie/Elegien]
Benrath, Henry,
Henry Benrath (d. i. Albert Heinrich Rausch, 1882-1949), Schriftsteller. 2 e. Briefe mit U. ("Albert H. Rausch"). [Bern und Köln] , 1936 und 1938. Zusammen (1½+4=) 5½ SS. auf 3 Bll. Kl.-4° und gr.-8°. - An den Publizisten Rudolf Goldschmit-Jentner (1890-1964) über einen geplanten Besuch samt Verabredung in Heidelberg (I) und einen in Köln (II). I: "[...] Heute nur soviel: Den George-Aufsatz werde ich versuchen, Ihnen zu besorgen. Die Südliche Reise' ist mein (vor der Benrath-Ära) bekanntestes Prosabuch, das jetzt in herrlicher neuer Ausgabe kommt. Hinweisen möchte ich Sie auf mein französisch geschriebenes Buch: Stefan George, evocation d'un poete par un poete (Stock, Paris, 36), das in Frankreich reichlich Aufsehen erregt. Es enthält 29 Übersetzungen [...]" (13. September 1936). - II: "Durch Zufall höre ich auf der Kölnischen Zeitung, dass Sie hier sind. Bitte rufen Sie mich doch im Dom-Hotel um ½ 12 Uhr (bitte nicht vorher) an [...]" (Br. v. 1. November 1938). - Der finanziell unabhängige Sohn eines Großkaufmanns hielt sich vorwiegend in Frankreich und Italien auf, bis er sich 1940 am Comer See in Oberitalien niederließ. Seine Arbeiten "waren beeinflußt von August von Platen und dem George-Kreis. Er suchte eine geistige Synthese von Antike und indischer Kultur (Apollo/Buddha). 1932 erhielt er den Georg-Büchner-Preis. Seit diesem Jahr veröffentlichte Rausch unter dem Pseudonym Benrath. Er schrieb Gedichte, Novellen, Reisebeschreibungen und zeitkritische, biographisch angelegte Romane (u. a. Die Mutter der Weisheit', 1933). Die Kaiserin Konstanze' (1934) war der erste der drei Kaiserinnenromane" (DBE). - Jeweils auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf eines Hotels in Paris bzw. Köln; etwas knittrig und stellenweise mit kleinen Randläsuren; der Br. v. 1. November 1938 auf einem gefalteten Doppelblatt im Format gr.-8°, dessen Innenseiten als 1 Bl. im Quartformat beschrieben sind.
Henry Benrath (d. i. Albert Heinrich Rausch, 1882-1949), Schriftsteller. 2 e. Briefe mit U. ("Albert H. Rausch"). [Bern und Köln] , 1936 und 1938. Zusammen (1½+4=) 5½ SS. auf 3 Bll. Kl.-4° und gr.-8°. - An den Publizisten Rudolf Goldschmit-Jentner (1890-1964) über einen geplanten Besuch samt Verabredung in Heidelberg (I) und einen in Köln (II). I: "[...] Heute nur soviel: Den George-Aufsatz werde ich versuchen, Ihnen zu besorgen. Die Südliche Reise' ist mein (vor der Benrath-Ära) bekanntestes Prosabuch, das jetzt in herrlicher neuer Ausgabe kommt. Hinweisen möchte ich Sie auf mein französisch geschriebenes Buch: Stefan George, evocation d'un poete par un poete (Stock, Paris, 36), das in Frankreich reichlich Aufsehen erregt. Es enthält 29 Übersetzungen [...]" (13. September 1936). - II: "Durch Zufall höre ich auf der Kölnischen Zeitung, dass Sie hier sind. Bitte rufen Sie mich doch im Dom-Hotel um ½ 12 Uhr (bitte nicht vorher) an [...]" (Br. v. 1. November 1938). - Der finanziell unabhängige Sohn eines Großkaufmanns hielt sich vorwiegend in Frankreich und Italien auf, bis er sich 1940 am Comer See in Oberitalien niederließ. Seine Arbeiten "waren beeinflußt von August von Platen und dem George-Kreis. Er suchte eine geistige Synthese von Antike und indischer Kultur (Apollo/Buddha). 1932 erhielt er den Georg-Büchner-Preis. Seit diesem Jahr veröffentlichte Rausch unter dem Pseudonym Benrath. Er schrieb Gedichte, Novellen, Reisebeschreibungen und zeitkritische, biographisch angelegte Romane (u. a. Die Mutter der Weisheit', 1933). Die Kaiserin Konstanze' (1934) war der erste der drei Kaiserinnenromane" (DBE). - Jeweils auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf eines Hotels in Paris bzw. Köln; etwas knittrig und stellenweise mit kleinen Randläsuren; der Br. v. 1. November 1938 auf einem gefalteten Doppelblatt im Format gr.-8°, dessen Innenseiten als 1 Bl. im Quartformat beschrieben sind.
[SW: Autograph, Manuskript, Dokument, Autographen. Abbildungen finden Sie auf unserer Webseite www.autographenhandlung.de]
Benrath, Henry,
Henry Benrath (d. i. Albert Heinrich Rausch, 1882-1949), Schriftsteller. E. Bildpostkarte mit U. ("Benrath"). "Bg", 8. Januar 1935. 1 S. 8°. - An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Wie, wenn Sie Ihrem überraschenden lyrischen Intermezzo (dieser höchst dankenswerten Bestätigung meiner Totalitäts- Phantasie') weitere Harfenspiele folgen ließen? Sie werden Sonnabd. 12. Jan. abds. 8½ Dr. Wawrz[yn] u. Frau bei uns finden u. uns herzlich willkommen sein [...]". - Beeinflußt von August von Platen und dem George-Kreis, suchte Rausch in seinem Werk "eine geistige Synthese von Antike und indischer Kultur [...] 1932 erhielt er den Georg-Büchner-Preis. Seit diesem Jahr veröffentlichte Rausch unter dem Pseudonym Benrath. Er schrieb Gedichte, Novellen, Reisebeschreibungen und zeitkritische, biographisch angelegte Romane" (DBE). - Die Bildseite mit einer Abbildung von Otto Dix' Portrait von Theodor Däubler.
Henry Benrath (d. i. Albert Heinrich Rausch, 1882-1949), Schriftsteller. E. Bildpostkarte mit U. ("Benrath"). "Bg", 8. Januar 1935. 1 S. 8°. - An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Wie, wenn Sie Ihrem überraschenden lyrischen Intermezzo (dieser höchst dankenswerten Bestätigung meiner Totalitäts- Phantasie') weitere Harfenspiele folgen ließen? Sie werden Sonnabd. 12. Jan. abds. 8½ Dr. Wawrz[yn] u. Frau bei uns finden u. uns herzlich willkommen sein [...]". - Beeinflußt von August von Platen und dem George-Kreis, suchte Rausch in seinem Werk "eine geistige Synthese von Antike und indischer Kultur [...] 1932 erhielt er den Georg-Büchner-Preis. Seit diesem Jahr veröffentlichte Rausch unter dem Pseudonym Benrath. Er schrieb Gedichte, Novellen, Reisebeschreibungen und zeitkritische, biographisch angelegte Romane" (DBE). - Die Bildseite mit einer Abbildung von Otto Dix' Portrait von Theodor Däubler.
[SW: Autograph, Manuskript, Dokument, Autographen. Abbildungen finden Sie auf unserer Webseite www.autographenhandlung.de]
Schütte, Uwe: Die Poetik des Extremen. Ausschreitungen einer Sprache des Radikalen. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2006.
Inhalt Zur Einleitung: Was ist das, eine -extremistische- Literatur? Erster Teil: Die Geburt des Extremismus aus dem Geiste der Revolution Heinrich von Kleist Eine neue Zeit beginnt Kurze Typologie einer extremistischen Biografie Dichtung als Kriegsdienst Drehen am Rad der Geschichte - Die Hermannsschlacht Die Macht des Affekts - Penthesilea Die bessere Ordnung der Dinge - Michael Kohlhaas Köpfe knacken - Der Findling & Erdbeben in Chili Die Orgel zur Waffe machen - Die heilige Cäcilie Gegensteuern - Über das Marionettentheater Zweiter Teil: Die Revolution frißt ihre Kinder Friedrich Hölderlin Leben und Dichten auf -exzentrischer Bahn- Das -Gären- der Zeit - Hölderlin & die Revolution Gewalt des Gewittergotts - -Zorn- in der Lyrik Poetischer Extremismus - Patmos zum Beispiel Endspiele im Turm - Die -spätesten- Gedichte Georg Büchner Flaschenpost in die Zukunft Radikaler, Rebell, Revolutionär, Extremist? Flugschrift als Lakmustest - Der Hessische Landbote Schreiben als Experiment an der Wirklichkeit Am Rande des Abgrunds - Dantons Tod -Ut insania poesis revolutionisque- - Lenz Das Trauerspiel vom -weißen Neger- - Woyzeck Dritter Teil: Nach dem Krieg ist vor dem Krieg Drogen & Rausch zwischen den Weltkriegen Im Rausch der Moderne Dichtung als Droge - Gottfried Benn Rausch als -Spiel mit dem Feuer- - Klaus Mann Rausch & Krieg - Ernst Jünger Rausch & Revolution - Walter Benjamin Hans Henny Jahnn "Ich werde die seltsamsten Bücher schreiben" Die Erzwingung einer neuen Realität - Ugrino Leib, Wissen, Folter - Pastor Ephraim Magnus Vierter Teil: Das Zeitalter der Extreme Ernst Herbeck - Literatur & Wahnsinn Der Wahnsinn (in) der Postmoderne Klassiker des Wahnsinns Die Philosophie des Wahnsinns Herbeck, der -Einzellne- Rainald Goetz - Literatur & Terrorismus "In meinem Kopf tobt ein wildes Tier" - Subito Jeder Satz ein Sprengsatz - Kontrolliert
449 S. Kart. *neuwertig*
[SW: Literaturwissenschaft]



