Rudolf

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Meister (Meisters), Leonard: Berühmte Züricher. Erster und Zweiter Theil (in einem Band), Ganzleder-Ausgabe, 1782. Basel, Johann Schweighauser, 1782.
Buchrücken etwas beschabt, Kapital etwas berieben. Sonst der Ganzleder-Band in schönem Zustand, Deckel ganz sauber. Auch innen gutes Exemplar; Seiten sauber und fleckenfrei. Schönes, würdiges Exemplar des sehr seltenen Bandes. Weitere Fotos auf der Homepage des Antiquariats (Rubrik: Historisch-biographische Werke).

334, 294 S. Vollständiges Werk in zwei Theilen (in einem Band. Brauner Original-Ganzlederband mit goldgeprägtem Rückentitel auf schwarzem Lederrückenschild. Rötlich marmorierter Buchschnitt. Beide Teile mit Titelvignette. Aufschlußreiches Nachschlagewerk des Zürcher Theologen, Schriftstellers und Historikers (1741 - 1811) zur Zürcher und Schweizerischen Geschichte mit jeweils mehrseitigen biographischen Beiträgen. Meister betätigte sich mehrfach als Chronist seiner helvetischen Heimat und der aus ihr hervorgegangenen Staatsmänner, Philosophen und Künstler, so unter anderem in seinen "Hauptscenen der helvetischen Geschichte" (2 Teile, 1787) sowie seinem ebenfalls biographischen Werk "Helvetiens berühmte Männer" (3 Bde., 1782 - 1793). Als sein vielseitigstes lexikalisches Werk kann wohl sein 1796 in zwei Bänden erschienenes "Historisch-geographisch-statistisches Lexikon von der Schweiz" gelten. Erster Theil: Rudolf Brun; Felix Hämmerlin; Rudolf Stüssi; Johann Waldmann; Conrad Pellican; Leo Juda; Ulrich Zwingli; Jacob Ceporin; Rudolf Collin; Ludwig Hetzer; Conrad Grebel; Peter Martyr; Heinrich Bullinger; Theodor Bibliander; Conrad Geßner; Josias Simler, Rudolf Hospinian; Johann Rhellican; Joh. Philipp von Hohen Sax; Rudolf Schmid; Rudolf Stadler; Melchior Goldast. Zweiter Theil: Raphael Egli, Jacob Breitinger der Ältere; Karl Spon, Heinrich Hottinger, Joh. Heinrich Heidegger; Joh. Jacob Hottinger; Joh. Bath. Keller; Jacob Spon; Joh. Jacob Scheuchzer; Johannes Simler; Joh. Jacob Bodmer; Joh. Jacob Breitinger der Jüngere; Joh. Jacob Zimmermann; Joh. Caspar Hagenbruch; Johann Geßner; Joh. Conrad Füßlin; Joh. Conrad Heidegger; Melchior Kambli; Heinrich Ott; Joh. Georg Sulzer; Caspar Hirzel; Jacob Gujer, genannt Kleinjogg; salomon Geßner; Joh. Caspar Lavater; Jacob Heß.

[SW: Zürich Geschichte Personen Rudolf Brun; Felix Hämmerlin; Rudolf Stüssi; Johann Waldmann; Conrad Pellican; Leo Juda; Ulrich Zwingli; Jacob Ceporin; Rudolf Collin; Ludwig Hetzer; Conrad Grebel; Peter Martyr; Heinrich Bullinger; Theodor Bibliander; Conrad Geßner; Josias Simler, Rudolf Hospinian; Johann Rhellican; Joh. Philipp von Hohen Sax; Rudolf Schmid; Rudolf Stadler; Melchior Goldast Raphael Egli, Jacob Breitinger der Ältere; Karl Spon, Heinrich Hottinger, Joh. Heinrich Heidegger; Joh. Jacob Hottinger; Joh. Bath. Keller; Jacob Spon; Joh. Jacob Scheuchzer; Johannes Simler; Joh. Jacob Bodmer; Joh. Jacob Breitinger der Jüngere; Joh. Jacob Zimmermann; Joh. Caspar Hagenbruch; Johann Geßner; Joh. Conrad Füßlin; Joh. Conrad Heidegger; Melchior Kambli; Heinrich Ott; Joh. Georg Sulzer; Caspar Hirzel; Jacob Gujer, genannt Kleinjogg; salomon Geßner; Joh. Caspar Lavater; Jacob Heß.]

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Steiner, Rudolf - 4 Titel über Rudolf Steiner. Thema: Gesamtverzeichnisse etc. 1991; 1992; 1979; 1983.
Gutes Exemplar! 1. Titel: Rudolf Steiner Katalog des Gesamtwerkes. 3 Teile. Ausgabe 1992. Dornach, Rudolf Steiner Verlag 1991. Illustr. OBrosch. 2. Titel: Rudolf Steiner Taschenbücher aus dem Gesamtwerk. Gesamtverzeichnis 1992/93. Rudolf Steiner Verlag 1992. OBrosch. mit einigen Abbildungen. -Der Einband etwas berieben. 3. Titel: Groddeck, Wolfram: Eine Wegleitung durch die Rudolf Steiner Gesamtausgabe. Hinweise für das Studium der Schriften und Vorträge Rudolf Steiners. Rudolf Steiner Verlag, Dornach 1979. OBrosch. -Einband berieben und durchgehend mit Rotstiftanstreichungen. 4. Titel: Houssaye, Leo de la: Sozial-Kunst und ihre Quellen. Stuttgart, Verlag Freies Geistesleben 1983. OBrosch. A.d.R.: Anregungen zur anthroposophischen Arbeit 12. -Mit einer Beilage: Rudolf Steiner. Begründer der Anthroposophie 1861-1925. Vierseitige Info-Broschur über Leben und Werk Steiners.

4 Bde. 200 S.; 24 S.; 78 S.; 80 S. 21x13,5; 21x13,5; 20,5x13; 20x13,5 cm. OBroschuren.

[SW: Anthroposophie, Theosophie, Okkultismus, Theologie, Christentum, Philosophie]

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RIAG - Rudolf Ihm AG. Herausgegeben von Heimatverein Raunheim e.V. Berlin: Reimer Verlag 2004.
Die Geschichte der Ihm'schen Lederfabrik geht bis weit in das vorletzte Jahrhundert zurück. Damals (1828) gründete Emil Ihm in Offenbach eine nach ihm benannte Lacklederfabrik. Nach dem Tod von Emil Ihm übernahm das älteste seiner vier Kinder, Rudolf, dessen Namen die Raunheimer Fabrik trägt, 1852, neunzehnjährig, die Fabrik. Gegen Ende 1856 ging Rudolf eine Geschäftsverbindung mit Herrn Adolf Pfalz ein. Fünf Jahre lang wurde die Fabrik unter dem Namen 'Lacklederfabrik R. Ihm & A. Pfalz' geführt. Danach wurde diese Verbindung aufgelöst und Rudolf führte die Fabrik unter seinem eigenen Namen weiter. 1862 heiratet Rudolf Ihm Elisabeth Bettelhäuser, die Tochter des damals bekannten Mainzer Lederhändlers Carl Bettelhäuser. Die Firma in Offenbach bestand danach noch ein weiteres Jahr. 1863 wurde sie aufgelöst. Rudolf Ihm arbeitete nun für seinen Schwiegervater. Die Offenbacher Zeit bedeutete für die Ihms den Einstieg in die Lederfabrikation. Die Firma Bettelhäuser war für die Firmengeschichte jedoch von mindestens so grosser Bedeutung, da aus ihr die Rudolf Ihm AG hervorgegangen ist. 1866 wurde die zwischen Hinterer und Mittlerer Bleiche gelegene Kalblederfabrik von Paul Meyer übernommen und nach Rudolfs Vorstellungen umgebaut. Neben den alten Lederarten wurden vor allem gefärbte Leder erzeugt, damals noch sehr neue und nicht ohne Schwierigkeiten zu produzierende Artikel. Das Exportgeschäft wurde dank Rudolf Ihms Kenntnissen und Fähigkeiten immer weiter ausgebaut. Außerdem bot die bessere Verkaufsorganisation von Carl Bettelhäuser ihm die Möglichkeit, den Absatz seiner Fabrikate weiter zu erhöhen. 1880 starb Carl Bettelhäuser. Die Firma bestand noch einige Jahre weiter, wurde dann aber 1887 aufgelöst. Rudolf übernahm die Lederfabrik und führte sie unter eigenem Namen weiter. Sie hieß fortan 'R. Ihm Fabrik gefärbter Leder'. Um 1900 traten Rudolfs 2 Söhne Emil und Karl in die Firma ein. Im Februar 1906 schloss Rudolf mit seinen beiden Söhnen einen Gesellschaftsvertrag. Emil sorgte sich um den kaufmännischen Teil des Geschäftes während Karl für die Fabrikation zuständig war. Die Fabrikation stieß in den Mainzer Räumlichkeiten schon lange an ihre Grenzen. Der Bedarf an Ledern war groß aber ausbreiten konnte man sich nicht. Die Verhältnisse unter denen gearbeitet wurde, waren beengt und dunkel. "Je größer die Möglichkeiten zum Fortschritt waren, desto fühlbarer wurde die Beschränktheit in der Mainzer Fabrikanlage, und es ist wiederum dem Weitblick Rudolf Ihms zu verdanken, dass er sich frühzeitig nach Gelände zur Errichtung einer neuen Anlage umsah. Der grundlegende Gesichtspunkt zur Auswahl desselben war das Vorhandensein von vielen und weichen Wassers. Ich erinnere mich mit Vergnügen der vielen Ausflüge, die ich mit meinem Vater zu diesem Zweck unternommen habe. Das in Mainz selbst erhältliche Wasser war hart, vorzüglich zum Genuss, schlecht zu unserer Fabrikation, bei der ja gutes weiches Wasser eines der notwendigsten Materialien ist. In sehr verständnisvoller Weise wurden wir in unseren Untersuchungen von dem inzwischen leider verstorbenen Bergrat Dr. Steuer unterstützt und fanden nach vielen und reiflichen Überlegungen Raunheim als geeigneten Platz, wo im Jahre 1908 zunächst mit der Errichtung einer Gerberei begonnen wurde. Mit der Grundsteinlegung der Fabrik in Raunheim hat Rudolf Ihm seine geschäftliche Tätigkeit beschlossen und sein Lebenswerk gekrönt." (Aus: Rede Karl Ihms anlässlich des Firmenjubiläums 1937) Das fehlende Licht war bei der Ihm'schen Spezialität der Lederfärbung ein Problem. Für Karl war es eine große Sorge und bei einem eventuellen Neubau sollten helle Räumlichkeiten mit gutem Lichteinfall im Mittelpunkt der Betrachtungen stehen. Ein anderer wichtiger Faktor waren die Wasserverhältnisse. Bei der Lederfabrikation spielt Wasser eine große Rolle. Besonders Farbstoffe reagieren sehr empfindlich und können ihr volles Farbspektrum bei ungeeignetem Wasser nicht entfalten. Hartes Wasser ist für die Färbung besonders ungeeignet und an erster Stelle stand darum die Suche nach einem Gelände mit weichem Wasser, das auch in ausreichenden Mengen zur Verfügung stehen sollte. Sechs Jahre nach den ersten Erkundigungen und Bohrungen besann man sich wieder auf die schon früher angebotenen Grundstücke in Raunheim. Zwischen Ende 1908 und 1909 wurden alle Grundstücke zusammengekauft, so dass ein Gelände von ungefähr 135.000 qm erwoben war. Im März 1909 wurden die Arbeiten für die Baupläne in Angriff genommen. Die Einrichtung der Gerberei, des Maschinenhauses, der Beamten- und Arbeiter-Wohnhäuser sowie des Abwasserkanals und der Entfettungs- und Kläranlage wurde am 6.12.1909 genehmigt und mit den Bauten im Frühjahr 1910 begonnen. Die Bauten waren Ende 1910 fertiggestellt und konnten im Februar 1911 bezogen werden. Von diesem Zeitpunkt ab waren Gerberei und Entfettung in Raunheim, Zurichterei, Verkauf und Geschäftsleitung in Mainz. Im Mai 1913 begannen die Arbeiten für die Ausführung des Bürobaues und des Färbereibaues nach den bereits früher festgelegten Plänen. Die Bauten waren erst Ende 1916 fertiggestellt, die inneren Einrichtungen zumeist auch Ende 1916. 1910 war Rudolf Ihm gestorben. Die Leitung der Fabrik war schon seit längerem in Händen von Karl und Emil Ihm. Emil war verantwortlich für den Vertrieb und Karl leitete die Fabrik. Die Umstellung des Betriebes nach dem Kriege machte eine Erweiterung der Gerberei nötig, die durch Vorbau vor das Erdgeschoss des Gerbereibaues auf der Ostseite im Jahre 1919 erreicht wurde. Im Jahre 1921 (Juni) fand die vollkommene Verlegung der Mainzer Fabrik nach Raunheim statt. Das Gelände in Mainz wurde verkauft. Noch Ende 1921 wurden die Pläne zur Errichtung einer Vergrößerung des Gerbereibaues in der Südrichtung durch einen fünfstöckigen Bau und in der Westrichtung durch einen ähnlichen Vorbau, wie er vor dem Erdgeschoß nach Osten im Jahre 1919 ausgeführt wurde, entworfen. Durch die Umstände der letzten Jahre hatte sich in der Produktion vieles geändert und war die Produktpalette sehr gewachsen. Nicht alles was produziert wurde, war rentabel. Es gab viele Artikel die nur in kleinen Stückzahlen gefertigt wurden. Viele solcher Aufträge waren direkt nach dem Krieg nur akzeptiert worden, weil es an erster Stelle darum ging, die Produktion fließend zu halten. Im August 1924 zog die Geschäftsführung sich zu einer Besprechung auf der Schweigmatt, dem Feriendomizil der Familie Ihm, zurück, um wieder zu einer klaren Linie bei der Fabrikation zurückzufinden. Die früheren und auch die aktuellen Fabrikate der Firma waren auf ihre Rentabilität zu prüfen, gegebenenfalls für neuen Verhältnisse neu zu kalkulieren. Artikel die viel Zeit und umständliche Bearbeitung erforderten, ebenso Modesachen, die nur Eintagsfliegen waren, hatten keinem Zweck, sobald das Geschäft flott ging. 1923 war die R. Ihm Fabrik gefärbter Leder von einer offenen Handelsgesellschaft in eine Aktiengesellschaft umgewandelt worden. Die Aktien gehörten zu je 50% Emil und Karl Ihm. Im Januar 1937 bestand die Fabrik 50 Jahre unter dem Namen R. Ihm. In verschiedenen Ansprachen wurden die Leistungen des Gründers gewürdigt. Im selben Jahr übertrugen Emil und Karl Ihm ihre Vorstandsposten an Rudolf, Emils Sohn, und an Dirick von Behr, Karls Schwiegersohn. Am 1. Oktober schieden die beiden älteren Herren aus dem Vorstand aus. Die Hauptverantwortung für die Betriebsführung trug Dirick von Behr, der nach einem abgeschlossenen Bergbaustudium an der Technischen Hochschule in Berlin mehrere Jahre in leitender Stellung in Brasilien in der Textilindustrie gearbeitet hatte. Als der Krieg ausbrach und Rudolf Ihm eingezogen wurde, führte er die Geschäfte ganz alleine. 1941 starb Karl Ihm. Seine Tochter Mathilde erbte seine Anteile an der Firma. Im März 1945 fiel Dirick von Behr durch Artilleriebeschuss der Amerikaner. Mathilde erbte auch seine Anteile und besaß nun 50% der Aktien. Ihr Vetter Dr. Rudolf Ihm und sein Vater Emil Ihm besaßen je zur Hälfte de...

V, 80 S. Kst.Ldr. *verlagsneu*

[SW: Leder Lederverarbeitung; Orts- und Landeskunde]

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Schmidt, Stefan: Rhetorische Bilder auf attischen Vasen. Visuelle Kommunikation im 5. Jahrhundert v. Chr. Berlin: Reimer Verlag 2005.
Die Geschichte der Ihm'schen Lederfabrik geht bis weit in das vorletzte Jahrhundert zurück. Damals (1828) gründete Emil Ihm in Offenbach eine nach ihm benannte Lacklederfabrik. Nach dem Tod von Emil Ihm übernahm das älteste seiner vier Kinder, Rudolf, dessen Namen die Raunheimer Fabrik trägt, 1852, neunzehnjährig, die Fabrik. Gegen Ende 1856 ging Rudolf eine Geschäftsverbindung mit Herrn Adolf Pfalz ein. Fünf Jahre lang wurde die Fabrik unter dem Namen 'Lacklederfabrik R. Ihm & A. Pfalz' geführt. Danach wurde diese Verbindung aufgelöst und Rudolf führte die Fabrik unter seinem eigenen Namen weiter. 1862 heiratet Rudolf Ihm Elisabeth Bettelhäuser, die Tochter des damals bekannten Mainzer Lederhändlers Carl Bettelhäuser. Die Firma in Offenbach bestand danach noch ein weiteres Jahr. 1863 wurde sie aufgelöst. Rudolf Ihm arbeitete nun für seinen Schwiegervater. Die Offenbacher Zeit bedeutete für die Ihms den Einstieg in die Lederfabrikation. Die Firma Bettelhäuser war für die Firmengeschichte jedoch von mindestens so grosser Bedeutung, da aus ihr die Rudolf Ihm AG hervorgegangen ist. 1866 wurde die zwischen Hinterer und Mittlerer Bleiche gelegene Kalblederfabrik von Paul Meyer übernommen und nach Rudolfs Vorstellungen umgebaut. Neben den alten Lederarten wurden vor allem gefärbte Leder erzeugt, damals noch sehr neue und nicht ohne Schwierigkeiten zu produzierende Artikel. Das Exportgeschäft wurde dank Rudolf Ihms Kenntnissen und Fähigkeiten immer weiter ausgebaut. Außerdem bot die bessere Verkaufsorganisation von Carl Bettelhäuser ihm die Möglichkeit, den Absatz seiner Fabrikate weiter zu erhöhen. 1880 starb Carl Bettelhäuser. Die Firma bestand noch einige Jahre weiter, wurde dann aber 1887 aufgelöst. Rudolf übernahm die Lederfabrik und führte sie unter eigenem Namen weiter. Sie hieß fortan 'R. Ihm Fabrik gefärbter Leder'. Um 1900 traten Rudolfs 2 Söhne Emil und Karl in die Firma ein. Im Februar 1906 schloss Rudolf mit seinen beiden Söhnen einen Gesellschaftsvertrag. Emil sorgte sich um den kaufmännischen Teil des Geschäftes während Karl für die Fabrikation zuständig war. Die Fabrikation stieß in den Mainzer Räumlichkeiten schon lange an ihre Grenzen. Der Bedarf an Ledern war groß aber ausbreiten konnte man sich nicht. Die Verhältnisse unter denen gearbeitet wurde, waren beengt und dunkel. "Je größer die Möglichkeiten zum Fortschritt waren, desto fühlbarer wurde die Beschränktheit in der Mainzer Fabrikanlage, und es ist wiederum dem Weitblick Rudolf Ihms zu verdanken, dass er sich frühzeitig nach Gelände zur Errichtung einer neuen Anlage umsah. Der grundlegende Gesichtspunkt zur Auswahl desselben war das Vorhandensein von vielen und weichen Wassers. Ich erinnere mich mit Vergnügen der vielen Ausflüge, die ich mit meinem Vater zu diesem Zweck unternommen habe. Das in Mainz selbst erhältliche Wasser war hart, vorzüglich zum Genuss, schlecht zu unserer Fabrikation, bei der ja gutes weiches Wasser eines der notwendigsten Materialien ist. In sehr verständnisvoller Weise wurden wir in unseren Untersuchungen von dem inzwischen leider verstorbenen Bergrat Dr. Steuer unterstützt und fanden nach vielen und reiflichen Überlegungen Raunheim als geeigneten Platz, wo im Jahre 1908 zunächst mit der Errichtung einer Gerberei begonnen wurde. Mit der Grundsteinlegung der Fabrik in Raunheim hat Rudolf Ihm seine geschäftliche Tätigkeit beschlossen und sein Lebenswerk gekrönt." (Aus: Rede Karl Ihms anlässlich des Firmenjubiläums 1937) Das fehlende Licht war bei der Ihm'schen Spezialität der Lederfärbung ein Problem. Für Karl war es eine große Sorge und bei einem eventuellen Neubau sollten helle Räumlichkeiten mit gutem Lichteinfall im Mittelpunkt der Betrachtungen stehen. Ein anderer wichtiger Faktor waren die Wasserverhältnisse. Bei der Lederfabrikation spielt Wasser eine große Rolle. Besonders Farbstoffe reagieren sehr empfindlich und können ihr volles Farbspektrum bei ungeeignetem Wasser nicht entfalten. Hartes Wasser ist für die Färbung besonders ungeeignet und an erster Stelle stand darum die Suche nach einem Gelände mit weichem Wasser, das auch in ausreichenden Mengen zur Verfügung stehen sollte. Sechs Jahre nach den ersten Erkundigungen und Bohrungen besann man sich wieder auf die schon früher angebotenen Grundstücke in Raunheim. Zwischen Ende 1908 und 1909 wurden alle Grundstücke zusammengekauft, so dass ein Gelände von ungefähr 135.000 qm erwoben war. Im März 1909 wurden die Arbeiten für die Baupläne in Angriff genommen. Die Einrichtung der Gerberei, des Maschinenhauses, der Beamten- und Arbeiter-Wohnhäuser sowie des Abwasserkanals und der Entfettungs- und Kläranlage wurde am 6.12.1909 genehmigt und mit den Bauten im Frühjahr 1910 begonnen. Die Bauten waren Ende 1910 fertiggestellt und konnten im Februar 1911 bezogen werden. Von diesem Zeitpunkt ab waren Gerberei und Entfettung in Raunheim, Zurichterei, Verkauf und Geschäftsleitung in Mainz. Im Mai 1913 begannen die Arbeiten für die Ausführung des Bürobaues und des Färbereibaues nach den bereits früher festgelegten Plänen. Die Bauten waren erst Ende 1916 fertiggestellt, die inneren Einrichtungen zumeist auch Ende 1916. 1910 war Rudolf Ihm gestorben. Die Leitung der Fabrik war schon seit längerem in Händen von Karl und Emil Ihm. Emil war verantwortlich für den Vertrieb und Karl leitete die Fabrik. Die Umstellung des Betriebes nach dem Kriege machte eine Erweiterung der Gerberei nötig, die durch Vorbau vor das Erdgeschoss des Gerbereibaues auf der Ostseite im Jahre 1919 erreicht wurde. Im Jahre 1921 (Juni) fand die vollkommene Verlegung der Mainzer Fabrik nach Raunheim statt. Das Gelände in Mainz wurde verkauft. Noch Ende 1921 wurden die Pläne zur Errichtung einer Vergrößerung des Gerbereibaues in der Südrichtung durch einen fünfstöckigen Bau und in der Westrichtung durch einen ähnlichen Vorbau, wie er vor dem Erdgeschoß nach Osten im Jahre 1919 ausgeführt wurde, entworfen. Durch die Umstände der letzten Jahre hatte sich in der Produktion vieles geändert und war die Produktpalette sehr gewachsen. Nicht alles was produziert wurde, war rentabel. Es gab viele Artikel die nur in kleinen Stückzahlen gefertigt wurden. Viele solcher Aufträge waren direkt nach dem Krieg nur akzeptiert worden, weil es an erster Stelle darum ging, die Produktion fließend zu halten. Im August 1924 zog die Geschäftsführung sich zu einer Besprechung auf der Schweigmatt, dem Feriendomizil der Familie Ihm, zurück, um wieder zu einer klaren Linie bei der Fabrikation zurückzufinden. Die früheren und auch die aktuellen Fabrikate der Firma waren auf ihre Rentabilität zu prüfen, gegebenenfalls für neuen Verhältnisse neu zu kalkulieren. Artikel die viel Zeit und umständliche Bearbeitung erforderten, ebenso Modesachen, die nur Eintagsfliegen waren, hatten keinem Zweck, sobald das Geschäft flott ging. 1923 war die R. Ihm Fabrik gefärbter Leder von einer offenen Handelsgesellschaft in eine Aktiengesellschaft umgewandelt worden. Die Aktien gehörten zu je 50% Emil und Karl Ihm. Im Januar 1937 bestand die Fabrik 50 Jahre unter dem Namen R. Ihm. In verschiedenen Ansprachen wurden die Leistungen des Gründers gewürdigt. Im selben Jahr übertrugen Emil und Karl Ihm ihre Vorstandsposten an Rudolf, Emils Sohn, und an Dirick von Behr, Karls Schwiegersohn. Am 1. Oktober schieden die beiden älteren Herren aus dem Vorstand aus. Die Hauptverantwortung für die Betriebsführung trug Dirick von Behr, der nach einem abgeschlossenen Bergbaustudium an der Technischen Hochschule in Berlin mehrere Jahre in leitender Stellung in Brasilien in der Textilindustrie gearbeitet hatte. Als der Krieg ausbrach und Rudolf Ihm eingezogen wurde, führte er die Geschäfte ganz alleine. 1941 starb Karl Ihm. Seine Tochter Mathilde erbte seine Anteile an der Firma. Im März 1945 fiel Dirick von Behr durch Artilleriebeschuss der Amerikaner. Mathilde erbte auch seine Anteile und besaß nun 50% der Aktien. Ihr Vetter Dr. Rudolf Ihm und sein Vater Emil Ihm besaßen je zur Hälfte de...

329 S. Abb. *verlagsneu*

[SW: Antike; Kunst; Vasenmalerei]

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