Sandor Marai
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Marai, Sandor: Die Nacht vor der Scheidung. Roman. Aus dem Ungarischen von Margit Ban. RM Buch und Medien Vertrieb (Lizenz des Piper Verlags) Lizenzausgabe 2004 Ohne Ortsangabe
219 S.S. 8°
Pappe Geprägter Pappband mit Schutzumschlag. Der Umschlag mit kleiner Druckstelle auf der Rückseite, Papier allg. etwas nachgedunkelt, ansonsten sehr guter Zustand. Die Verhandlung kann nicht stattfinden, weil ich heute meine Frau getötet habe. Und ich bin gekommen, weil ich dir alles erzählen will." Mit dieser verzweifelten Eröffnung beginnt das nächtliche Gespräch zwischen dem Richter und seinem späten Gast. - Erschöpft ist Christoph Kömüves mit seiner Frau von einer Gesellschaft heimgekehrt. Und als sei die tiefe Unruhe, die an diesem Abend auf ihm lastet, nur eine unerklärliche Vorahnung, erhält er überraschend Besuch von einem Gefährten aus Jugendzeiten: Imre Greiner, dessen Ehe mit der schönen, verwöhnten Anna Fazebas er am folgenden Morgen würde lösen müssen, bittet ihn zu sprechen. Kömüves ist dem Freund seit Jahren nicht mehr begegnet. Doch der angesehene Arzt kommt ohne Umschweife zur Sache, und er sucht Antwort auf eine Frage, die nur der Richter ihm geben kann. Sandor Marai [ˈʃaːndor ˈmaːrɒi] (* 11. April 1900 als Sandor Karoly Henrik Grosschmid[1] in Kaschau, Österreich-Ungarn; 22. Februar 1989 in San Diego, USA) war einer der bedeutendsten ungarischen Lyriker, Schriftsteller und Dramatiker des 20. Jahrhunderts. Mit der Neuausgabe seines Romans Die Glut erfuhr er 1998 eine vielbeachtete Renaissance in Deutschland. Marai hatte unter anderem deutsche Wurzeln und schrieb zunächst auch auf Deutsch, ab 1928 publizierte er nur noch in ungarischer Sprache. Marai führte nach seiner Emigration aus Ungarn ein Wanderleben, das in Einsamkeit und Depressionen endete. Er ist der Bruder des Filmregisseurs Geza von Radvanyi. Sandor Marais Biograph Ernő Zeltner bezeichnete den Versuch seine Lebensgeschichte nachzuzeichnen "...als abenteuerliches Unternehmen", "hat doch der Autor sein ganzes Schriftstellerleben lang einen wahren "Irrgarten" angelegt, in dem sich Fakten und Erinnerung, Biographie und Fiktion auf sonderbare Weise mischen".[1] Sandor Marai wurde in Kaschau (ungarisch Kassa, slowakisch Ko ice), das damals zum Königreich Ungarn gehörte (seit 1918/1919 zur Tschechoslowakei, seit 1993 zur Slowakei), als Sohn des Advokaten und späteren Königlichen Vizenotars Geza Grosschmid geboren. Marai selbst bezeichnete sich selbst mehrfach missverständlich als "Deutscher aus der Zips", war aber mit Leib und Seele Ungar und stolz darauf, auch wenn er sein halbes Leben fern der Heimat verbrachte. Seinem Großvater Christoph Grosschmid war für treue Dienste von Kaiser Leopold II. das Adelsprädikat de Mara nach der Landschaft Maramureș in Rumänien verliehen worden. Auch wenn der Dichter bereits ab 1919 seine Zeitungsartikel mit Marai zeichnete, ersetzte er den Namen Grosschmid erst mit der Bestätigung eines Namensänderungsgesuches ab 1939 offiziell durch Marai. Seine Mutter war Lehrerin an der Höheren Mädchenschule in Kaschau.[1] Er wuchs im Sinne einer liberalkonservativen Familientradition in Kaschau auf, das er als eine der wenigen "europäischen" Städte Ungarns dieser Zeit bezeichnete. Über seinen Vater schrieb er Jahrzehnte später in seinen Tagebüchern: "Liberal war er, und konservativ. So wie die Besten aus seiner Generation, aber nie wußte man mit Sicherheit, ob sie eher liberal als konservativ oder eher konservativ als liberal waren. Die Zeit, die die ihrige war - vom Ausgleich bis zum Ersten Weltkrieg -, erscheint einem heute als Zeit des Friedens, des Rechts und der Prosperität."[2] Mit dem Ersten Weltkrieg und der Abtrennung Oberungarns aus dem ruhigen Lauf der Dinge herausgerissen, emigrierte der junge Marai nach kurzer Studienzeit in Budapest nach der Räterepublik Bela Kuns im Oktober 1919 nach Deutschland. Er studierte zunächst am Institut für Zeitungskunde der Universität Leipzig Journalistik und schrieb unter dem Namen Alexander Grosschmid de Marai nebenbei Artikel für das Satireblatt Der Drache des sächsischen Herausgebers Hans Reimann. Später setzte er seine Studien in Frankfurt am Main fort, wo er für das Feuilleton der Frankfurter Zeitung schrieb, die er für die einzige echte Weltzeitung Deutschlands hielt. Sein letzter Studienaufenthalt in Deutschland war in Berlin, wo er zwar keinen Studienabschluss erwarb, jedoch ausgiebige Erfahrungen in der lokalen gesellschaftlichen Szene sammelte Marai heiratete 1923 Ilona Matzner (genannt Lola), die er bereits von zu Hause kannte. Lola, die aus einer wohlhabenden jüdischen Familie stammte, sollte ihn 62 Jahre lang bis zu ihrem Tod begleiten. Zuerst heiratete das Paar nur standesamtlich, eine kirchliche Trauung wurde 13 Jahre später nachgeholt. Kurz nach der Hochzeit zog das Ehepaar nach Paris, wo er als Korrespondent der Frankfurter Zeitung und des Prager Tagblattes arbeitete. Während seines Aufenthaltes in Paris verkehrte Marai an literarischen "Stammtischen", wie dem des Journalisten Egon Erwin Kisch. Er las die Werke von Flaubert, Stendhal, Balzac u. a. im Original und brachte Duhamel und Gide besondere Wertschätzung entgegen. Er las in dieser Zeit auch die Werke von Kafka, Trakl, Benn und Else Lasker-Schüler, die er ins Ungarische übersetzte und dadurch in seiner Heimat populär machte. Eine geplante Übersetzung von Thomas Manns Roman Buddenbrooks fand keinen Verleger. 1925 nahm die angesehene literarische Kazinczy-Gesellschaft von Kaschau den Dichter, der trotz des Aufenthaltes im Ausland längst durch seine Gedichte und Zeitschriftenbeiträge in Ungarn populär geworden war, als Mitglied auf. Am 30. März 1926 schiffte sich Marai in Marseille ein und unternahm eine Reise durch den Nahen Osten. Er bereiste Ägypten, Palästina, Syrien und die Türkei und kehrte über Griechenland und Italien nach Frankreich zurück. Seine Reiseeindrücke veröffentlichte er in der Frankfurter Zeitung und in zahlreichen Fortsetzungen in der Budapester Ujsag und im Pragai Magyar Hirlap (Prager Ungarischen Journal). Unter dem Titel Auf den Spuren der Götter erschienen seine Erlebnisse und Reflexionen 1927 als Buch (vom Autor "Reiseroman" genannt). Es ist das erste seiner Bücher, das Marai in sein Werkverzeichnis aufnahm. Eine frühere Veröffentlichung war ihm anscheinend nicht gut genug.[1] Nach verschiedenen, auch länger dauernden Abstechern nach London, von wo er über alles für ihn Mitteilenswerte berichtete, kehrte Marai 1928, zunächst allein, nach Ungarn zurück. Lola folgte später; während sie Paris liebte, war Marai, auch wenn er es bewunderte, nie dort heimisch geworden.[1] Seine produktivste und erfolgreichste Schaffensperiode begann. Im Ausland hatte Marai bis dahin Reportagen und Feuilletons, Artikel für Zeitungen und Magazine, Gedichte und Kurzgeschichten geschrieben und veröffentlicht. Nun widmete er sich auch größeren Werken, schrieb Lyrik, Prosa, Dramen und ebenso essayistische Werke. Zu nennen ist beispielsweise neben Die Schule der Armen (1933) sein Opus Land, Land. Endlich auch finanziell erfolgreich wurde Marai durch den stark autobiographisch gefärbten Roman Bekenntnisse eines Bürgers (1934). 1942 erschien sein Roman Die Glut, der bei seiner Wiederveröffentlichung 1998 in Deutschland die Marai-Renaissance einläutete und dabei innerhalb eines Jahres 200.000 Exemplare verkaufte.[3] Am 28.Februar 1939 wurde Lola und Sandor Marais einziges Kind geboren. Der Sohn erhielt den Namen Kristof Geza Gabor und starb bereits im Alter von kaum sechs Wochen, da er an Hämophilie litt und nach dem damaligen Stand der Medizin keine Überlebenschance hatte. Obwohl der Tod des Kindes den Schriftsteller schwer traf, findet sich in seinem Werk kaum eine Zeile über das tragische Ereignis. Während der 1930er und 1940er Jahre regierte in Ungarn der ehemalige k. u. k. Admiral Miklos Horthy als Reichsverweser. Seit 1941 befand sich Ungarn an der Seite Deutschlands im Krieg. Als sich der gemeinsame Erfolg wendete und Friedenskontakte Horthys zum Westen bekannt wurden, ließ Hitler am 18. März 1944 Ungarn besetzen. Am 15. Oktober 1944 wurden die Regierungsgeschäfte von den ungarischen Faschisten, den...
[SW: Ungarische Literatur | Roman |]
Sandor Marai;Sandor Marai;Sandor Marai;Sandor Marai;Sandor Marai: Die Glut : Roman. ,Zürich: Piper München,2001 ISBN: 9783492233132
17., Aufl.59X752X476
Mängelexemplar mit leichten Lagerspuren, sehr guter ungelesener Zustand, Einbandart noch nicht bekannt; 17., Aufl.
[SW: Ungarische Belletristik / Roman, Erzählung]
Marai, Sandor: Wandlungen einer Ehe, Piper Verlag 2003
460 Seiten Seiten, OPbd. mit Schutzumschlag und Lesebändchen 6. Auflage. Aus dem Ungarischen übersetzt von Christina Viragh. "Lüge und Leidenschaft, Sehnsucht und Vergänglichkeit ein weiteres Meisterwerk von Sandor Marai: ein Herr, eine Dame, ein Dienstmädchen. Das ist das Personal dieses großen Romans um Liebe und Betrug, um wahre und ersehnte Gefühle, um Aufrichtigkeit und Befangenheit in gesellschaftlicher Konvention. Zugleich ist es ein Abgesang auf die großbürgerliche mitteleuropäische Welt. " (Verlagstext). Autorenporträt : Sandor Marai, 1900 in Kaschau (Kassa, heute Slowakei) geboren, lebte und studierte in verschiedenen europäischen Ländern, ehe er 1928 als Journalist nach Budapest zurückkehrte. Er verließ Ungarn 1948 aus politischen Gründen und ging 1952 in die USA, wo er bis zu seinem Freitod 1989 lebte. Veröffentlichungen. Sandor Marai, 1900 in Kaschau (KoÜice, heute Slowakei) geboren, lebte und studierte in verschiedenen europäischen Ländern, ehe er 1928 als Journalist nach Budapest zurückkehrte. Er verließ Ungarn 1948 aus politischen Gründen und ging 1952 in die USA, wo er bis zu seinem Freitod 1989 lebte. 19,4 x 12 cm Sehr guter Zustand - geringfügige Gebrauchsspuren - , ISBN-13: 9783492044851
Marai, Sandor: Wandlungen einer Ehe, Piper Verlag 2003
460 Seiten Seiten, OPbd. mit Schutzumschlag und Lesebändchen 5. Auflage. Aus dem Ungarischen übersetzt von Christina Viragh. "Lüge und Leidenschaft, Sehnsucht und Vergänglichkeit ein weiteres Meisterwerk von Sandor Marai: ein Herr, eine Dame, ein Dienstmädchen. Das ist das Personal dieses großen Romans um Liebe und Betrug, um wahre und ersehnte Gefühle, um Aufrichtigkeit und Befangenheit in gesellschaftlicher Konvention. Zugleich ist es ein Abgesang auf die großbürgerliche mitteleuropäische Welt. " (Verlagstext). Autorenporträt : Sandor Marai, 1900 in Kaschau (Kassa, heute Slowakei) geboren, lebte und studierte in verschiedenen europäischen Ländern, ehe er 1928 als Journalist nach Budapest zurückkehrte. Er verließ Ungarn 1948 aus politischen Gründen und ging 1952 in die USA, wo er bis zu seinem Freitod 1989 lebte. Veröffentlichungen. Sandor Marai, 1900 in Kaschau (KoÜice, heute Slowakei) geboren, lebte und studierte in verschiedenen europäischen Ländern, ehe er 1928 als Journalist nach Budapest zurückkehrte. Er verließ Ungarn 1948 aus politischen Gründen und ging 1952 in die USA, wo er bis zu seinem Freitod 1989 lebte. 19,4 x 12 cm Sehr guter Zustand - geringfügige Gebrauchsspuren - , ISBN-13: 9783492044851



