Sartre

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Sartre, Jean-Paul: Der Leib. Ein Kapitel aus "Das Sein und das Nichts". Aus dem Französischen übersetzt unter Mitwirkung von H.Wagner von Alexa Wagner. Mit einem Vorwort der Herausgeber. Mit einer Einführung von Hans Wagner. (=Beiträge zur Sexualforschung; Organ der Deutschen Gesellschaft für Sexualforschung, herausgegeben von Bürger-Prinz und H. Giese in Verbindung mit F. Arnold, K.S. Bader, H. Baumann u.v.a. Heft 9.) Stuttgart, Ferdinand Enke Verlag, 1956.
Befriedigender Zustand. Besitzerstempel auf dem Vorsatz: Bibliothek Selecta-Verlag. Dr. Ildar Idris. Einband verknittert. - Jean-Paul Sartre [?? 'p?l sa?t??] (* 21. Juni 1905 in Paris; 15. April 1980 ebenda; vollständiger Name Jean-Paul Charles Aymard Sartre) war ein französischer Romancier, Dramatiker, Philosoph und Publizist. Er gilt als Vordenker und Hauptvertreter des Existentialismus und als der repräsentativste französische Intellektuelle des 20. Jahrhunderts. Ab seinem 25. Lebensjahr war er mit Simone de Beauvoir in einem engen Verhältnis verbunden, das vor allem auf gemeinsamen Interessen und intensivem geistigem Austausch beruhte. ... Aspekte des Existenzialismus: 'Ontologischer Ansatz': Der Mensch ist das einzige Seiende, bei dem die Existenz (dass er ist) der Essenz (was er ist) vorausgeht (jedoch nicht als zeitliche Reihenfolge zu verstehen). Begründung: Für sein Wesen bestimmende Grundzüge (was er sein soll, damit er eigentlich Mensch ist) gibt es nicht. Er geht davon aus, dass es keinen Gott gibt, der den Menschen Werte auferlegt haben könnte und keine außerhalb des Menschen liegende verbindliche Ethik (wie etwa bei Kant). Die Lage des Menschen ist also durch absolute Freiheit gekennzeichnet oder: "Ich bin dazu verdammt, frei zu sein" oder: "Der Mensch ist der Statthalter des Nichts" (Heidegger). Dieser Grund-Situation hat sich der Mensch zu stellen. Alles andere wäre eine Selbsttäuschung. "Es gibt keine Natur des Menschen, die den Menschen festlegt, sondern der Mensch ist das, wozu er sich macht." Daraus folgen einige Feststellungen: "Der Mensch ist voll und ganz verantwortlich", zunächst für seine Individualität: Mit seinem Tun "zeichnet er sein Gesicht". Dann aber zugleich für die ganze Menschheit. Denn mit seinen Entscheidungen zeigt er auch, was der Mensch sein kann. Insofern ist er immer auch ein Gesetzgeber. "Der Mensch ist Angst." "Der Mensch ist Verlassenheit." "Der Mensch ist Verzweiflung." "Es gibt Wirklichkeit nur in der Tat" oder: Der Mensch entdeckt sich in seinem Entwurf, er überschreitet sich, in dem er sich auf etwas entwirft. Die Liebe existiert für Sartre nur verwirklicht, das Genie nur als verwirklichtes Genie. Historische Situation und menschliche Bedingung: "Die historische Situation ändert sich. Was sich nicht ändert, ist die Notwendigkeit, in der Welt zu sein, darin an der Arbeit, darin inmitten der anderen zu sein und sterblich zu sein." Die Bedeutung der Anderen: Um irgendeine Wahrheit über mich zu erfahren, muss ich mich im Anderen spiegeln können. Der Andere ist für die Erkenntnis, die ich von mir selber habe, unentbehrlich. Die Entdeckung meines Innersten enthüllt mir zugleich den Anderen als eine mir gegenüberstehende Freiheit. Man wählt im Angesicht der Anderen und man wählt sich im Angesicht der Anderen. Sartre zeigt in einer Analyse des Angeblicktwerdens ("Der Blick" in: Das Sein und das Nichts), wie ich dem Urteil des Anderen unterworfen bin: Der Andere als das konkurrierende Bewusstsein, das mich als An-sich betrachtet, das mich (in einem bestimmten Moment oder gegebenenfalls in meiner Rolle) festlegt. Die existentialistische Moral: Sartre betont die Ähnlichkeit mit dem Akt künstlerischen Schaffens. Man muss die Moral mit der Gestaltung eines Kunstwerkes vergleichen. Gründe: Ein Künstler lässt sich nicht durch festgelegte Regeln leiten. Er muss auch kein bestimmtes Bild machen. Der Künstler bindet sich in die Gestaltung seines Bildes ein; und das Bild, das zu machen ist, ist genau das Bild, das er gemacht haben wird. Wir befinden uns mit unserer Moral in einer vergleichbaren, nach Kreativität verlangenden Lage. Der Inhalt ist immer konkret und daher unvorhersehbar; er ist immer erfunden. Was allein zählt, ist, zu wissen, ob die Erfindung, die getätigt wird, im Namen der Freiheit getätigt wird. Kann ich ein moralisches Urteil über andere fällen? Wenn der Mensch einmal erkannt hat, dass er in Verlassenheit Werte setzt - dann kann er nur eines noch wollen, nämlich die Freiheit als Grundlage aller Werte. So kann ich im Namen der menschlichen Befindlichkeit als Freiheit Urteile fällen über diejenigen, die danach trachten, die Autonomie ihres Daseins und ihre totale Freiheit zu verbergen. Die Transzendenz ist ein konstitutives Merkmal des Menschen, aber nicht in dem Sinne, dass ein Bezug zu Gott hergestellt wird. Das geht nicht mehr als Konsequenz des fehlenden Gottesbeweises. Vielmehr ist Transzendenz bei Sartre das Überschreiten der Ichheit. Der Existentialismus ist ein Humanismus: "... weil wir (die Existentialisten) den Menschen daran erinnern, dass es außer ihm keinen anderen Gesetzgeber gibt und dass er in seiner Verlassenheit über sich selbst entscheidet; und weil wir zeigen, dass nicht durch Rückwendung auf sich selbst, sondern immer durch die Suche nach einem Ziel außerhalb seiner, welches diese oder jene Befreiung, diese oder jene besondere Verwirklichung ist - dass dadurch der Mensch sich als humanes Wesen verwirklichen wird. " ... Aus wikipedia-orgJean-Paul_Sartre

Deutsche Erstausgabe. Erste (vollständige) deutsche Ausgabe. 66 Seiten. 24,5 cm. Originabroschur.

[SW: Soziale Identität, Existenzanalyse, Philosophiegeschichte, Phänomenologie, Sexualwissenschaften, Körper, Existentialismus, Soziale Normen und Rollen, Französische Philosophie, Körperkomplex, Subjekt, Subjektivität, Körpergefühl, Sexualwissenschaft, Sexualität, Sexualforschung, Philosophie, Sexualaufklärung, Sexualpädagogik, Karl Marx, Soziale Ungleichheit, Körpererfahrung, Soziale Situation, Sexualtheorie, Sexualpsychologie]

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Sartre, Jean-Paul: Gesammelte Werke, Autobiographische Schriften, Briefe, Tagebücher, 6 Bde. m. Beiheft In Zus.-Arb. m. Arlette El Kaim-Sartre hrsg. v. Traugott König, ROWOHLT TB., Januar 1988 ISBN: 3499340097
Was ist Sartre Ein Philosoph Ein Bühnenautor Ein Erzähler Ein Verfasser politischer Analysen, Streitschriften und Appelle Ein Literatur- und Kunstkritiker Er ist das alles zusammen und in einem. Und sicher beruht seine große Wirkung auf dieser Vielfalt. Aber es ist nicht zu übersehen, daß alle diese verschiedenartigen Schriften von seiner Philosophie gespeist sind. (Aus dem Vorwort von Traugott König)

NEUBUCH! In Zus.-Arb. m. Arlette El Kaim-Sartre hrsg. v. Traugott König Mit Fotos 198 mm x 136 mm x 128 mm; rororo Taschenbücher Nr.34009

[SW: Schriftsteller (Tagebuch); Sartre, Jean-Paul, Schriftsteller (Briefe); Sartre, Jean-Paul, Schriftsteller (Biografien/Erinnerungen); Sartre, Jean-Paul, Sartre, Jean-Paul]

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Freud. Das Drehbuch. Dt. von Traugott König unter Mitarb. von Judith Klein. Theaterstücke und Drehbücher Drehbücher Bd. 3. - Reinbek: Rowohlt, 1993. ISBN: 349806214X
Mit Mängelstempel auf Fußschnitt erworben, sonst gut. - 1958 wird Jean-Paul Sartre von John Huston gebeten, ein Drehbuch über Sigmund Freud zu schreiben, genauer, über jenen aufregenden Abschnitt in Freuds Leben, als dieser die Hypnose aufgibt und unter Qualen die Psychoanalyse entwickelt - über die heroische Zeit der Entdeckung also. Aus der ursprünglich durch Geldmangel motivierten Arbeit wird unter Sartres Händen ein Werk, das nicht nur den im Bau von spannenden Szenen und Dialogen erfahrenen Theaterautor erkennen läßt, sondern das schließlich sowohl in seinem Oeuvre als auch in der Geschichte der Psychoanalyse einen wichtigen Platz einnimmt. "Dieser postum veröffentlichte Text befreit den wahren Freud vom Korsett der offiziellen Geschichte", schreibt Elisabeth Roudinesco, Autorin einer Geschichte der Psychoanalyse in Frankreich. Allerdings zeigt Sartre keinerlei Bemühen um ein dem Film angemessenes Maß. Wenn das Drehbuch angenommen worden wäre, hätte es einen Film von ungefähr sieben Stunden ergeben. Sartre machte sich keine Illusionen: "... man kann zwar einen vierstündigen Film über Ben Hur drehen, aber das Publikum von Texas würde keine vier Stunden über Komplexe aushalten." Huston macht Einwände, Sartre streicht zwar zahlreiche Sequenzen, aber er fügt neue Szenen, neue Figuren hinzu und weitet die theoretischen und didaktischen Darlegungen aus. Als der erheblich gekürzte und umgeschriebene Film aufgeführt wird, ist auf Sartres Verlangen sein Name aus dem Vorspann verschwunden. Sartre sieht Freud als einen widersprüchlichen, ungestümen und zugleich beherrschten, starrköpfigen und zerrissenen Mann im ständigen Kampf mit sich selbst und der Umgebung: die Psychoanalyse ist das Ergebnis einer langen Arbeit Freuds an sich und vor allem gegen sich selbst, mit Durchbrüchen, Sackgassen, Kehrtwendungen. Seine Unnachgiebigkeit, seine Kompromißlosig-keit, seine hartnäckige Opposition gegen die herrschende Medizin und Psychiatrie, seine Selbstbehauptung als Jude gegen den Wiener Antisemitismus, all diese Züge mußten Sartre zur Darstellung reizen. Der Freud, der sich Sartre in diesem Jahr offenbart, kündigt den "Idiot der Familie" an: Neurose und Schöpfung sind eng miteinander verbunden. Die deutsche Ausgabe des "Scenario Freud" folgt der Auswahl des französischen Psychoanalytikers und Sartre-Freundes Jean-Bernard Pontalis, der in seinem Vorwort die Umstände der Entstehung, die Manuskriptlage, Sartres Quellen, den Bezug zu anderen Werken Sartres und das Problem der bildlichen Darstellbarkeit der Psychoanalyse behandelt. ISBN 349806214X - , ISBN-13: 9783498062149

1. Aufl. 630 S. Fadengehefteter Originalpappband mit Schutzumschlag.

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Sartre, Jean-Paul: Sartre Jahrbuch Eins. Hrsg.: Rainer E. Zimmermann. Vlg. Westfälisches Dampfboot, 1991. ISBN: 3924550522
Ein gutes und sauberes Exemplar. - Vorwort - Monika Schulten: Die Genese des Kunstwerks "Madame Bovary" als imaginäre Nichtung des Anderen. Zu Sartres "L'Idiot de la famille". - Rainer E. Zimmermann: Momente des Seins. Gelebte Erfahrung bei Virginia Woolf. Eine Vorstudie zur Anwendung der progressiv-regressiven Methode Sartres. - Roberto Mann: Epopöe, Authentizität und Relativität des Erzählerstandpunktes. Zu einigen Gründen für die Abkehr Sartres vom Roman und für die Hinwendung zur Biographie. - Heiner Wittmann: L'Intellectuel est un suspect. - Kari Palonen: Sartres Absage an die Sprache der neuzeitlichen politischen Theorie. Wie ist es zu verstehen, daß Sartre nicht zu den "politischen Denkern" gezählt wird? - Andrea Rödig: Von der "Unwirksamkeit willentlicher Entschließungen". Sartres Wahlethik und ihre Grundlagen in der Theorie des "präreflexiven cogito". - Martin Dornberg: Menschlichkeit und Gewalt. Sartre zwischen Subjekt und Subjektkritik. - Kathrin-Maria Sollich: Der Idiot der Familie. Efeu revisited. - Gert Schröder: Zur ontologischen Grundlegung des Freiheitsbegriffs in Sartres "Das Sein und das Nichts". - Werner Pluta: Sartre und Heidegger. // ... Dabei liegt der Schwerpunkt auf der interdisziplinären Erfassung des Werkes. Es spricht somit gezielt Philosophen, Sozial- und Literaturwissenschaftler ebenso an wie interessierte Naturwissenschaftler, Künstler oder Pädagogen. Nicht die abstrakte Erörterung weltferner Problemstellungen, sondern die praktische Durchdringung einer Philosophie steht im Zentrum des Sartre-Jahrbuchs ... ISBN 3924550522 - , ISBN-13: 9783924550523

208 S. Broschiert.

[SW: Sartre, Sozialphilosophie, Politiktheorie]

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