Schweiz
Es wurden insgesamt 440524 Einträge zu 'Schweiz' gefunden (Stand: 13.05.2012).
Sehen Sie sich die aktuell angebotenen Bücher zu 'Schweiz' an.
Schweiz. Schweizerreisen. Karte. Keller, H. [Heinrich]. Verbesserte Ausgabe von Keller's erster Reisekarte der Schweiz [ca. 1 : 500'000]. Wohlfeile [lithographierte] Ausgabe. Zürich, Geographischer Verlag von Heinrich Keller, untere Zäune 23 o.J. (um 1870/1880).
Aussentitel: Keller's I. Reisekarte der Schweiz. Wohlfeile lithographirte Ausgabe / I re Carte Routiere de la Suisse. Edition lithographiee a bas prix. - 'Keller's erste Reisekarte' erschien erstmals 1813 (HBLS); diese Reisekarten wurden praktisch jahrzehntelang laufend neu revidiert und aufgelegt. - Karte im Massstab ca. 1 : 500'000 (vgl. SNB). - Die Nebenkarten in den Ecken zeigen: 1. Routen von Basel und Strassburg nach Paris; 2. Routen aus der Schweiz nach Württemberg, Bayern und Tyrol; 3. Tyrolische Grenze neben dem unteren Engadin [Unterengadin] u. dem Münstertal [Val Müstair]; 4. Routen aus der Schweiz nach Mailand, Genua und Turin; 5. Routen von Geneve nach Lyon und Chambery. - Allem Anschein nach äusserst seltene, fein gravierte und lithographierte, mit hübschem Kolorit versehene Schweizer Strassenkarte (nur gerade ein einziges vergleichbares Exemplar in der Kartensammlung der SNB). Die SNB schätzt das Erscheinungdatum auf "nach 1875", was in Anbetracht der Kartenzeichnung und des ganzen Erscheinungsbildes, aber auch in Anbetracht der Tatsache, dass in den 1870er Jahren die Siegfriedkarten (Blätter des Siegfriedatlas) publiziert wurden, vielleicht etwas gar spät anmutet, andererseits aufgrund der laufenden Überarbeitungen bestehenden Materials durchaus plausibel sein könnte. Für die Datierung könnte auch eine auf die Leinwand montierte kleine Buchhändler-Etikette dienlich sein: 'Buchhandlung A. Gebhardt, Schweizerhof-Dependance Luzern'. So gab es gem. Fritz Blaser (Die Luzerner Buchdrucker des 19. Jahrhunderts. Luzern 1974, p. 66) um 1861 eine Buchhandlung 'August Gebhard, bei der Sust'; diese könnte theoretisch jedoch auch um 1875 noch bestanden haben. Bei den Verlagsanzeigen wird. u.a. das Panorama von Rigi-Kulm aufgeführt, von welchem es allerdings eine Ausgabe 1849 und eine solche von 1879 gab. -- Heinrich Keller (Zürich 1778-1862 ibid.), von Zürich. Keller liess sich bei Johann Heinrich Füssli in Zürich ausbilden und war dann als Kartograf, Panoramenzeichner und Verleger in Zürich tätig. 1799 gab er für ein Reisehandbuch seine erste Karte der Schweiz heraus, 1804 sein erstes Panorama von Rigi-Kulm, dem weitere Panoramen folgten. 1813 erschien seine 'Erste Reisekarte der Schweiz' (Nachdrucke in verbesserten Auflagen), 1833 seine 'Zweite Reisekarte der Schweiz'. Keller schuf weitere Karten, so 1814 eine Karte des Kantons Zürich sowie Karten der Kantone Waadt und Tessin, aber auch Schul- und Wandkarten sowie einen Schulatlas. 1834-1837 folgten Zonengemälde (Profildarstellungen von Berglandschaften mit ihren Klimazonen). Sein gleichnamiger Sohn (1829-1911), der ebenfalls als Kartograf arbeitete, führte die kartografische Anstalt des Vaters weiter. 1909 wurde der Betrieb von Kümmerly & Frey in Bern übernommen. (U. Schertenleib, in: HLS). - Keller hatte gegen Ende der 1840er Jahre Probleme mit unautorisierten Nachdrucken, wie eine rückseitige Textpassage auf einem Exemplar von 'Keller's zweiter Reisekarte der Schweiz 1851', datiert Oktober 1849, nahelegt: "Kellers Originalkarten tragen wie bisher die Aufschrift 'Edition originale' und sind auf Karte und Futteral gestempelt". Die Frage, ob dieser Hinweis für die vorliegende Kartenausgabe von Relevanz ist, muss hier offenbleiben.
Teilkolorierte Faltkarte (ca. 51 x 69 cm) mit 5 Nebenkarten, in 20 Blättern a. Ln. aufgezogen (Lwd. verso gebräunt und stockfleckig, in den Bugfalten teilw. etwas durchgebrochen/löchrig), verso mont. Titel- u. Verlagsanzeigenblatt. Etwas Alters- und Lagerungs-, eher wenig eigentliche Gebrauchsspuren. Gesamthaft recht ordentliches, in der Darstellung weitestgehend sauberes Exemplar.
[SW: Naturwissenschaften. Kartographie. Karten. Landkarte. Landkarten. Kartenmaterial. Spezialkarte. Spezialkarten. Strassenkarte. Strassenkarten. Reisekarte. Reisekarten. Verkehrskarte. Verkehrskarten. Orientierungskarten. Kartographische Technik. Kartentechnik. Darstellung. Strassen. Verkehrswege. Strassenverbindungen. Verkehrsverbindungen. Alpenstrassen. Passstrassen. Pässe. Alpenpässe. Wissenschaft. Alpen. Alpenraum. Schweizerisches Alpengebiet. Schweizerische Alpengebirge. Reisen. Verkehr. Fremdenverkehr. Reiseverkehr. Touristenverkehr. Tourismus. Touristen. Reisende. Besucher. Gäste. Schweiz. Suisse. Svizzera. Switzerland. Alpes. Alpi. Alps. Geography. Cartography. Road. Roads. Highways. Geographical map. Cartographic Maps. Swiss cartographical Roadmap. Tourism. Tourists.]
Schweiz. Schweizerreisen. Karte. Keller, H. [Heinrich]. Original von Keller's erster Reisekarte der Schweiz 1857 [ca. 1 : 500'000]. Zürich, "publiee exclusivement par l'Auteur, Untere Zäune No. 367" o.J.
Aussentitel: H. Keller's erste Reisecharte der Schweiz / Premiere Carte routiere de la Suisse / Road Map of Switzerland grave par J. Scheurmann. - 'Keller's erste Reisekarte' erschien erstmals 1813 (HBLS). Diese Reisekarten wurden laufend neu aufgelegt u. z.T. auch revidiert (vgl. auch Engelmann p. 928, für die Ausgabe von 1855). - Karte im Massstab [Echelle, Scale] "Geographische Meilen [Milles d'Allemagne, German Miles] 15 = 1°"; British Statute Miles 69 1/2 = 1°". Distanzangaben in "Schweizer Stunden [Lieues de France, French Leagues] 25 = 1°", [i.e. ca. 1 : 500'000; vgl. dazu ZB Zürich für ein Exemplar von 'Keller's zweiter Reisekarte der Schweiz 1851', bei dem die gleichen Längenmasse zur Anwendung gelangten]. - Die Nebenkarten in den Ecken zeigen: 1. Routen von Basel und Strassburg nach Paris; 2. Routen aus der Schweiz nach Württemberg, Bayern und Tyrol; 3. Tyrolische Grenze neben dem unteren Engadin [Unterengadin] u. dem Münstertal [Val Müstair]; 4. Routen aus der Schweiz nach Mailand, Genua und Turin; 5. Routen von Geneve nach Lyon und Chambery. - Interessante und attraktive, allem Anschein nach äusserst seltene Schweizer Strassenkarte (keine Exemplare in den Katalogen der grössten Schweizer Bibliotheken). -- Heinrich Keller (Zürich 1778-1862 ibid.), von Zürich. Keller liess sich bei Johann Heinrich Füssli in Zürich ausbilden und war dann als Kartograf, Panoramenzeichner und Verleger in Zürich tätig. 1799 gab er für ein Reisehandbuch seine erste Karte der Schweiz heraus, 1804 sein erstes Panorama von Rigi-Kulm, dem weitere Panoramen folgten. 1813 erschien seine 'Erste Reisekarte der Schweiz' (Nachdrucke in verbesserten Auflagen), 1833 seine 'Zweite Reisekarte der Schweiz'. Keller schuf weitere Karten, so 1814 eine Karte des Kantons Zürich sowie Karten der Kantone Waadt und Tessin, aber auch Schul- und Wandkarten sowie einen Schulatlas. 1834-1837 folgten Zonengemälde (Profildarstellungen von Berglandschaften mit ihren Klimazonen). Sein gleichnamiger Sohn (1829-1911), der ebenfalls als Kartograf arbeitete, führte die kartografische Anstalt des Vaters weiter. 1909 wurde der Betrieb von Kümmerly & Frey in Bern übernommen. (U. Schertenleib, in: HLS). - Keller hatte gegen Ende der 1840er Jahre Probleme mit unautorisierten Nachdrucken, wie eine rückseitige Textpassage auf einem Exemplar von 'Keller's zweiter Reisekarte der Schweiz 1851', datiert Oktober 1849, nahelegt: "Kellers Originalkarten tragen wie bisher die Aufschrift 'Edition originale' und sind auf Karte und Futteral gestempelt". - Der Stecher war wohl Jakob Emanuel Scheurmann (1807-1862), Sohn, Schüler und Mitarbeiter von Johann Jakob Scheurmann (1770-1844), der ebenfalls für Keller gearbeitet hatte. Denkbar wäre auch, dass der Sohn nach Vorlagen seines Vaters Karten nachgestochen oder überarbeitete, gehen auf den Senior doch Kellers 'Erste Reisekarte der Schweiz' (1813, erneuert 1844) und auch die 'Zweite Reisekarte' von 1833 und 1844 zurück (A. Schumann, mit ausführlichen Werkangaben ['Scheuermann'], in: ADB).
Teilkolorierte Faltkarte gest. von J. Scheurmann [od. Scheuermann] (ca. 49,5 x 67 cm) mit 5 Nebenkarten, in 12 Blättern a. Ln. aufgezogen (Rückseite stockfleckig) mit Umschlaglasche, darauf mont. Titel- (verso) und Legendenblatt (recto). Blindstempel 'Heinrich Keller in Zürich' im linken Rand der Darstellung. Marginale Braunflecken (wenig störend) in einer Nebenkarte und bei Löffingen im Schwarzwald. Etwas Alters- und Lagerungs-, eher wenig eigentliche Gebrauchsspuren. Gesamthaft sehr ordentliches und grösstenteils sauberes Exemplar.
[SW: Naturwissenschaften. Kartographie. Karten. Landkarte. Landkarten. Kartenmaterial. Spezialkarte. Spezialkarten. Strassenkarte. Strassenkarten. Reisekarte. Reisekarten. Verkehrskarte. Verkehrskarten. Orientierungskarten. Kartographische Technik. Kartentechnik. Darstellung. Strassen. Verkehrswege. Strassenverbindungen. Verkehrsverbindungen. Alpenstrassen. Passstrassen. Pässe. Alpenpässe. Wissenschaft. Alpen. Alpenraum. Schweizerisches Alpengebiet. Schweizerische Alpengebirge. Reisen. Verkehr. Fremdenverkehr. Reiseverkehr. Touristenverkehr. Tourismus. Touristen. Reisende. Besucher. Gäste. Schweiz. Suisse. Svizzera. Switzerland. Alpes. Alpi. Alps. Geography. Cartography. Road. Roads. Highways. Geographical map. Cartographic Maps. Swiss cartographical Roadmap. Tourism. Tourists.]
Canton de Neuchatel / Kanton Neuenburg. Anonym [Offizielle Publikation, Bundesrat, Hsg.: Humbert, Aime; Barman; Stämpfli (Bearb.)]. Denkschrift über die Neuenburger-Frage. Bern, Stämpflische Buchdruckerei [Stämpfli] (G. Hünerwadel) 1856.
Autoren gem. Dierauer und ZB Zürich. IDS Zürich Universität als einzige mit Angabe ' Schärer, Karl et al., Red.'; Barth 8306 (anonym, wie u.a. auch SNB). Die Schrift ist ohne jegliche editorische Angaben erschienen und enthält auch keine Hinweise auf Autor- oder Herausgeberschaft. Das Impressum befindet sich lediglich auf dem OBrosch.-Rückendeckel. - Frühe authentische, bibliographisch nur sehr rudimentär erfasste Schrift zum Neuenburgerhandel von 1856/1857 als gedruckte relevante amtliche Quelle, deren Stellenwert allerdings nicht ganz einfach zu bestimmen ist. Den verbindlichsten Hinweis liefert Johannes Dierauer: "In einer Denkschrift*, die er den Kabinetten sämtlicher europäischer Staaten, der Regierung in Washington und der Presse des In- und Auslands zustellte, beleuchtete er [i.e. der Bundesrat] die Neuenburgerfrage von der historischen, rechtlichen und politischen Seite und wies die Unmöglichkeit einer Restauration vom neuenburgischen, schweizerischen, europäischen und völkerrechtlichen Gesichtspunkte nach." Dazu *Fussnote 3 mit der Bibliographie: Memoire du conseil federal sur la question de Neuchatel. Edition autorisee par la Chancellerie federale (Berne et Neuchatel 1856). Deutsche Übertragung: Denkschrift über die Neuenburgerfrage. Sie wurde auf Grund eines Entwurfes des Neuenburger Staatsrats Aime Humbert von [wohl: Nationalrat Maurice] Barman und [wohl: Jakob] Stämpfli ausgearbeitet. (Dierauer 6.1, Bern 1931, p. 415). - Edgar Bonjour erwähnt in seinen Arbeiten die Schrift jeweils nur kurz und ohne Quellenbeleg: "Nach den Verträgen von 1815 hatte das Ausland bei der Lösung der Neuenburger Frage ein Wort mitzureden. [..] [Bundesrat Jakob] Stämpfli erklärte mit äusserster Bestimmtheit, es liege gar nicht in der Macht des Bundesrates, in die Befugnis der richterlichen Behörde einzugreifen [..]. Die einmütige Schweiz werde sich einer Intervention mit den Waffen widersetzen. Die Denkschrift des Bundesrates, die er allen auswärtigen Regierungen überreichte, bewegte sich in ähnlichen Gedankengängen. Sie anerkannte das Recht des Königs von Preussen auf Neuenburg nicht und machte deshalb den übelsten Eindruck." (Geschichte der Schweiz im neunzehnten und zwanzigsten Jahrhundert. Zürich 1937, p. 187). Ähnlich äussert sich auch Dierauer: "Die Denkschrift, eine 'machtvolle Darlegung' des schweizerischen Standpunktes, verfehlte ihren Eindruck nicht, rief aber [..] geharnischte Erwiderungen' hervor." (loc. cit. f.). Bonjour wiederum stellt zwanzig Jahre nach der 'Geschichte der Schweiz' in seiner spezifischen Monographie den Vorgang komplexer und differenzierter dar, hält am Kern der Kritik jedoch fest: "Der Bundesrat leitete die ganze verwickelte Neuenburger Angelegenheit von Anfang an selbstherrlich, unter Ausschaltung sogar des Mitspracherechts der gesetzgebenden Räte. Und innerhalb des Bundesrates war es der Chef des politischen Departements, Präsident Jakob Stämpfli, der den Handel selbständig, fast eigenmächtig führte, wobei ihm seine Kollegen Gefolgschaft leisteten. Es ist erstaunlich, wie dieser dürftig gebildete Kleinbauernsohn mit durchdringendem Scharfblick den höchst komplizierten Fall erfasste, wie er den - einseitigen - Rechtsstandpunkt des schweizerischen Radikalismus wirkungsvoll verteidigte und die politischen Vorteile der Eidgenossenschaft geschickt ausnützte. [..] Bei aller Anerkennung von Stämpflis überlegener Geschäftsführung im Neuenburger Konflikt muss doch auch zugegeben werden, dass er verschiedene Fehler beging. So war es unklug, in der vom Bundesrat veröffentlichten und auch im Ausland verteilten Denkschrift über die Neuenburger Frage das historische Recht des Königs von Preussen auf sein Fürstentum zu negieren. Der Bundesrat hätte besser daran getan, dieses augenscheinliche Recht anzuerkennen, dagegen in sorgfältiger Argumentation dessen Unvereinbarkeit mit der neuen, einheitlicheren Bundesverfassung darzulegen." (Ders., Der Neuenburger Konflikt 1856/57. Basel 1957, p. 197). Nochmals 13 Jahre danach formuliert Edgar Bonjour unter dem Aspekt der schweizerischen Neutralität: "Die Denkschrift, die der Bundesrat veröffentlichte und an alle Höfe sowie nach Washington sandte, wollte beweisen, dass die Schweiz Neuenburg de jure besitze. Sie erreichte ihren Zweck nicht, weil sie zum Teil mit Gründen arbeitete, die sich gegen die Schweiz selber wandten. Bedenklich war es, dass sie die Gültigkeit der Verträge von 1815 bezweifelte, auf denen der Gebietsumfang der Schweiz und ihre Neutralität beruhten." (Ders., Geschichte der schweizerischen Neutralität, 1, 5. Aufl., Basel 1970, p. 343). - Zum konfliktiven, die Grossmächte gehörig beschäftigenden Neuenburgerhandel vgl. einfach und prägnant J. Schollenberger, Geschichte der schweizerischen Politik. Frauenfeld 1905, pp. 357-360; vorliegende Schrift als Quelle angegeben. Aus neuerer Sicht s. H. v. Greyerz, in: Handbuch der Schweizer Geschichte, 2, 1977, pp. 1043-1045. Der Autor meint u.a., es habe sich erwiesen, "dass die Schweiz in einer kräftigen Aufwallung ihres Nationalgefühls entschlossen war, einem militärischen Vorstoss Preussens durch Süddeutschland mit gleichen Mitteln entgegenzutreten und den Krieg um die republikanische Form Neuenburgs auf sich zu nehmen." (p. 1044). Das aktuellere und eventuell vorläufige Fazit lautet: "Der Festigkeit Englands und dem Geschick Napoleons III. war es zu verdanken, dass die Krise nicht nur zugunsten der Schweiz gelöst werden konnte, sondern dass auch dem preussischen König Friedrich Wilhelm IV. ein Gesichtsverlust erspart blieb. Von nun an war die Aussenpolitik der Schweiz endgültig von der Hypothek der aufgezwungenen Verträge von 1815 entlastet." (R. Ruffieux, in: B. Mesmer et al., Red., Geschichte der Schweiz - und der Schweizer, 3, 1983, p. 24). -- Besitzerstempel und -Wappen von 'Albert Sidler, Landhaus Staffeln, Emmenbrücke'.
8°. 1 Bl. (Titel), 141 SS. OBrosch. (etwas knittrig und v.a. Rückendeckel fleckig, obere Ecke des Vorderdeckels mit sauber hinterlegter Reparaturstelle). Buchblock schiefgedrückt, Vorderdeckel und vordere Lagen mit runder, stempelähnlicher Druckspur im Aussensteg, Ecken der ersten Lage gebräunt (ausserhalb Text), hinterste Lage etwas stockfleckig (eher blass). Alters- und Gebrauchsspuren, Besitzerstempel und herald. Blindprägestempel a. Titel. Gesamthaft grossenteils sauberes, recht ordentliches Exemplar.
[SW: Schweiz. Eidgenossenschaft. Welsche Kantone. Kanton Neuenburg. Canton de Neuchatel. Westschweiz. Westschweizer Region. Jura. Suissse romande. Romandie. Histoire Neuchateloise. Preussen. Schweizer Preussische Neuenburger europäische jurassische politische diplomatische Geschichte. Politik. Diplomatie. Diplomaten. Vermittler. Mediatoren. Restauration. Restaurationszeit. Regeneration. Regenerationszeit. Bundesstaat. Republik. Nationalismus. Republikanische bürgerliche Revolution. Revolutionäre Kantonsgeschichte. Ortsgeschichte. Lokale regionale historische soziale Struktur. Macht. Herrschaft. Emanzipation. Unabhängigkeit. Unabhängigkeitskampf. Befreiungskampf.]
Goehrke, Carsten / Zimmermann, Werner G.: "Zuflucht Schweiz". Der Umgang mit Asylproblemen im 19. und 20. Jahrhundert. Die Schweiz und der Osten Europas. Zürich: Chronos Vlg. 1994.
Der Zeitraum des Sammelbandes umfasst die 160 Jahre von der ersten polnischen Flüchtlingswelle zu Beginn der 1830er Jahre bis in die unmittelbare Gegenwart. Damit wird die aktuelle Asylproblematik der Schweiz in einen historischen Zusammenhang gestellt, der hinter den modernen Bundesstaat von 1848 zurückreicht. Allerdings bleiben dabei sowohl die älteren, vor allen von Religionsflüchtlingen geprägten Epochen als auch die turbulenten anderhalb Jahrzehnte der Restauration von 1815 bis 1830 ausserhalb unseres Zeitfensters, das sich erst mit der Regeneration öffnet. Ziel dieses Sammelbandes ist es zu zeigen, wie verschiedenartig nach nationaler und sozialer Herkunft oder politischer Überzeugung diejenigen waren, die einzeln oder gruppenweise in der Schweiz Unterschlupf fanden. Wann und unter welchen Bedingungen ist die Schweiz als Zuflucht für wen aus welchen Ländern attraktiv geworden? Zentral ist auch die Frage nach dem Status und den formalen Aufenthaltsbedingungen für Ausländer in der Schweiz. Gerade in dieser Beziehung bestehen zwischen dem 19. und dem 20. Jahrhundert grosse Unterschiede, gab es doch bis zum Ersten Weltkrieg kein formalisiertes Asylverfahren. Weiter interessiert die Erwartungshaltung, welche der fast mythische Ruf der Asyltraditionen bei den Emigranten geweckt hatte. Die Freiheit für politische Betätigung und politische Propaganda innerhalb der Ausländerkolonien - wie noch Bakunin sie 1869 gepriesen hatte - liess manchen verkennen, dass sein politischer Handlungsspielraum im Gastland nicht unbegrenzt war und nicht unbegrenzt sein konnte. Auch die staatlichen und behördlichen Akteure wurden ins Visier genommen und die Stimmungen und Strömungen innerhalb der Schweizer Bevölkerung, auf die Bundes- und kantonale Behörden zu reagieren hatten, untersucht. Zu guter Letzt soll die Schweiz mit einigen anderen Asylländern verglichen werden. Hat die Schweiz - historisch gesehen - tatsächlich eine so exorbitante Rolle als Exilland gespielt, wie dies ihr Mythos suggeriert? Lassen sich - verglichen mit anderen Ländern wie Frankreich, England, Schweden, Deutschland, Italien und den USA - der "Zufluchtstätte Schweiz" spezifische, nur ihr eigene Besonderheiten zuschreiben oder war sie immer schon ein Exilland wie andere auch - lediglich deshalb besonders involviert und molestiert, weil sie im Herzen Europas liegt und daher von allen Seiten gut erreichbar ist?
580 S. Br. *neuwertig*
[SW: Geschichte; Geschichte; Schweiz]



