Silone

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SILONE, IGNAZIO: SEVERINA, Milano Arnoldo Mondadori Editore 1981 ; 1. Ed.
Come nuovo.

Sopraccoperta di Ferenc Pinter. 'Scrittori italiani e stranieri'. A cura di Darina Silone. Indice: 1). Geno Pampaloni: Presentazione. 2). Darina Silone: Premessa. 3). Ignazio Silone: La speranza di suor Severina. 4). Darina Silone: Storia di un manoscritto. 5). Ignazio Silone: Et in hora mortis nostrae. 6). Darina Silone: Le ultime ore di Ignazio Silone. 7). Testamento. 8). Ignazio Silone: Ai piedi di un mandorlo. 9). Nota dell'Editore. Foto di Annibale Gentile. 195 + (5) pag. 1a edizione Legato in cartone/sopracoperta 21,5cmx14cm; 1a edizione

[SW: italia darina silone geno pampaloni]

Details

Silone, Ignazio: Konvolut von 7 Titeln. 1985 ff. ISBN: 3462020390
1. Silone, Ignazio: Der Samen unter dem Schnee. Roman. Aus d. Ital. von Linde Birk. Köln: Kiepenheuer & Witsch, 1990. 575 S. 8°. Originalleinen mit Originalumschlag. Sehr gut erhalten. / 2. Silone, Ignazio: Eine Handvoll Brombeeren. Roman. Aus d. Ital. von Hanna Dehio. Köln: Kiepenheuer & Witsch, 1985. 318 S. 8°. Originalbroschur. (= KiWi 80.) Sehr gut erhalten. / 3. Silone, Ignazio: Der Fuchs und die Kamelie. Roman. Aus d. Ital. von Hanna Dehio. Köln: Kiepenheuer & Witsch, 1986. 173 S. 8°. Originalbroschur. (= KiWi 115.) Sehr gut erhalten. / 4. Silone, Ignazio: Das Geheimnis des Luca. Roman. Aus d. Ital. von Fritz Jaffe. Köln: Kiepenheuer & Witsch, 1988. 207 S. 8°. Originalbroschur. (= KiWi 172.) Gut erhalten. / 5. Silone, Ignazio: Fontamara. Roman. Aus d. Ital. von Hanna Dehio. Frankfurt/M.: Fischer Bücherei, 1969. 138 S. 8°. Originalbroschur. / 6. Silone, Ignazio: Der Fuchs und die Kamelie. Roman. Aus d. Ital. von Hanna Dehio. Berlin: Wagenbach, 1998. 139 S. 8°. Originalbroschur. Gut erhalten. / 7. Dagmar Ploetz: Iganzio Silone. Rebell und Romancier. Ein Schriftstellerleben im 20. Jahrhundert. Köln: Kiepenheuer & Witsch, 2000. 175 S. 8°. Originalbroschur. (= KiWi 574.) Gut erhalten. 3462020390
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[SW: Belletristik, Italienische Literatur]

Details

Silone, Ignazio: Fontamara. Roman. Übertragung ins Deutsche von Hanna Dehio. Mit einer Einführung von Elinor Lipper und Originalillustrationen von Klaus Eberlein. (="Die schönsten Romane des XX. Jahrhunderts") Editio Service S.A. Genf (Lizenz des Verlages Kiepenheuer & Witsch) Lizenzausgabe Ohne Angabe Genf
247S. 8°

Kunstleder Goldgeprägter und verzierter Kunstledereinband mit Lesebändchen. Der Einband leicht berieben, Kopfschnitt fleckig, Exlibris auf Innendeckel, ansonsten guter Zustand. Fontamara (Originaltitel: Fontamara) ist ein Roman des italienischen Schriftstellers Ignazio Silone. Fontamara ist der Name eines fiktiven Dorfes in den Abruzzen und Ort der Handlung. Das Buch entstand 1930 im schweizerischen Exil und erschien 1933 als Übersetzung in der Schweiz. 1961 überarbeitete Silone den Text. Die deutsche Übersetzung dieser Ausgabe erschien 1962 bei Kiepenheuer & Witsch. Drei Dorfbewohner - Vater, Mutter und Sohn - berichten dem exilierten Schriftsteller eine Nacht lang über die Ereignisse in dem Dorf Fontamara, der daraufhin beschließt, diese Erzählungen niederzuschreiben. Fontamara liegt in der Peripherie, abgelegen im Hochgebirge. Die Dorfbewohner leben dort noch ein karges Leben. Wenige Errungenschaften des modernen Lebens dringen in die Bergwelt vor; der Gemeindebote wird stets gewaltsam verjagt. Die kargen Erträge reichen gerade zum Leben, viele Bewohner suchen ihr Heil in der Emigration. Der aufkeimende Faschismus verändert das Leben der cafoni, wie die ungebildeten Bergbauern genannt werden. Zuerst wird die Arbeitsmigration beschränkt, dann beschließt ein reicher Fabrikbesitzer, der als Faschist zu Amt und Würden gelangt ist, den Lauf eines Baches, der der Bewässerung der Felder dient, zu seinen Gunsten umzuleiten. Die cafoni stehen vor dem Nichts. Der Rechtsanwalt, der sich - sonst jedoch stets vor allem auf seinen Vorteil bedacht - für sie einsetzte, wird Komplize des Fabrikbesitzers. Faschistische Verbände terrorisieren schließlich das Dorf, vergewaltigen und demütigen die Dorfbewohner. Deshalb beschließt der stärkste und entschlossenste Dorfbewohner, gemeinsam mit dem Sohn der Berichtenden, nach Rom zu gehen. Er findet Kontakt zum antifaschistischen Widerstand, wird aber schon bald mit seinem Kontaktmann und seinem Reisegefährten inhaftiert und zu Tode gefoltert. Der Sohn kehrt schließlich nach Fontamara zurück und gründet mit den Bewohnern eine Widerstandszeitung. Das Buch wurde 1977 von Carlo Lizzani verfilmt. Ignazio Silone (* 1. Mai 1900 in Pescina dei Marsi/Abruzzen; 22. August 1978 in Genf) war ein politisch engagierter italienischer Schriftsteller. Silone wurde 1900 in einem kleinen Ort in den Abruzzen in der Provinz L'Aquila geboren. Sein Geburtsname war Secondino Tranquilli; während seiner Untergrundaktivitäten gegen den Faschismus ersetzte er diesen jedoch durch das Pseudonym Ignazio Silone. Silones Vater war ein kleiner Grundbesitzer, die Mutter Weberin. Durch ein Erdbeben in der Marsica verlor Silone 1915 seine Mutter und fünf Geschwister; sein Vater scheint schon ein Jahr vorher umgekommen zu sein. Bereits in dieser Zeit begann Silone, sich politisch zu betätigen. Noch als Jugendlicher nahm er an den Kämpfen der Landarbeiter teil, denen gerade in seiner Heimatregion noch Überreste des alten feudalen Großgrundbesitzes gegenüberstanden. Hierbei kam er auch in Kontakt mit sozialistischem Gedankengut, das in seinem weiteren Leben eine wichtige Rolle spielen sollte. Ohne einen Schulabschluss erworben zu haben, widmete Silone sich ab 1917 verstärkt seinen politischen Interessen. Er schrieb Artikel für das Parteiorgan der Sozialistischen Partei Italiens (PSI) Avanti! (Vorwärts), in denen er unter anderem die Missstände kritisierte, die in der Marsica durch das Erdbeben aufgetreten waren. Im selben Jahr trat er dem regionalen Bauernbund bei und wurde Sekretär der Landarbeitergewerkschaft. 1917, nach seinem Umzug nach Rom wurde er dort Sekretär der sozialistischen Jugend und zum Direktor ihrer Wochenzeitung "L'Avanguardia" (Die Avantgarde) gewählt. Etwas später, nach seinem Eintritt in die Kommunistische Partei Italiens (PCI), wurde er zudem Mitarbeiter der Zeitung "Il Lavoratore" (Der Arbeiter). 1919 lernte er den römischen Polizeiinspektor Guido Bellone kennen, dem er Informationen über die sozialistische Bewegung lieferte. Der Kontakt zu Bellone dauerte auch nach der Machtergreifung durch die Faschisten an und wurde erst 1930 in einem Brief an den Polizeiinspektor gelöst. Wegen dieser Spitzeldienste wurde Silone offenbar von der Polizei in seiner Reisetätigkeit und seiner Arbeit nicht behindert. Inwieweit er den Parteifreunden mit seinen Berichten schadete, ist umstritten und bleibt Gegenstand der Forschung. (Biocca, Ignazio Silone, 2005.) Auf dem Kongress des PSI in Livorno trat Silone 1921 mit einem Großteil der sozialistischen Jugendorganisation in den sich gründenden PCI ein, in dem er die Leitung der Jugendorganisation übernahm. Durch den Sieg der Faschisten in Italien wurde Silone gezwungen, im Untergrund weiter zu arbeiten. Dabei stand er auch in Kontakt zu Antonio Gramsci, mit dem er zusammen für die geheim erscheinende L'Unita schrieb. Aufgrund seiner Funktion nahm er auch mehrmals an der Seite von Palmiro Togliatti und Gramsci an Sitzungen der Komintern in Moskau teil und unternahm im Parteiauftrag Reisen in verschiedene europäische Länder. Etwa 1930 ging Silone ins Schweizer Exil. Sein Bruder Romolo, der einzige aus seiner engeren Familie, der das Erdbeben überlebt hatte, war kurz zuvor aufgrund falscher Anschuldigungen im Zusammenhang mit einem Attentat in Mailand ins Gefängnis gebracht worden, wo ihn die Faschisten später umbrachten. Im Exil wandelte sich Silones politische Haltung. Durch seine Position als Vertreter der italienischen Kommunisten bei der Komintern konnte er den Aufstieg Stalins und die damit verbundene Ausgrenzung innerparteilicher Gegner Stalins aus nächster Nähe miterleben. So war er zwischen 1927 und 1929 bei den Sitzungen anwesend, auf denen die Positionen Leo Trotzkis, Nikolai Bucharins und anderer vermeintlicher Stalingegner verurteilt wurden. Silone schloss sich diesen Verurteilungen nicht an. Aus Enttäuschung über die mangelnde Toleranz und Offenheit brach er mit der kommunistischen Bewegung und dem Kommunismus, was dann im Sommer 1931 auch zu seinem Parteiaustritt führte. Erst im Schweizer Exil begann Silones Schaffen als Schriftsteller. Hier schrieb er Fontamara und die Bücher über Pietro Spina: Pane e vino (Brot und Wein) und Il seme sotto la neve (Der Samen unter dem Schnee), in denen er sich unter anderem mit seinem eignen Leben und seiner Sichtweise über den Sozialismus auseinandersetzte. In dieser Zeit entstand auch "Der Faschismus - seine Entstehung und Entwicklung. Im Gegensatz zu diesem Sachbuch, das zunächst auch im Nachkriegsitalien nicht verlegt werden durfte, fanden seine ersten beiden Romane als Untergrundliteratur im faschistischen Italien ihre Leser. Im Exil betätigte sich Silone weiterhin politisch. So hatte er ab 1939 die Leitung des sozialistischen Auslandbüros inne. 1941 und 1943 wurde er interniert, da er gegen das Verbot der politischen Betätigung verstoßen hatte. Nach seiner Rückkehr nach Italien 1944 war Silone weiter im PSI aktiv und nahm als einer seiner Delegierten an der konstituierenden Nationalversammlung teil. Er wurde 1945 in die Direktion der sozialistischen Zeitung "Avanti!" berufen und leitete ab 1947 außerdem noch die von ihm mitgegründete Zeitung "Europa Socialista" (Sozialistisches Europa). Nach der Spaltung des PSI, bei der Silones Sympathien offenbar bei dem sozialdemokratischen Flügel lagen, entschloss er sich zum weitgehenden Rückzug aus der Politik und widmete sich vor allem der schriftstellerischen Tätigkeit. In diesem Zusammenhang übernahm er 1952 die Leitung der Zeitung "Tempo presente" (Unsere Zeit) und war gleichzeitig Vorsitzender der proamerikanischen "L'Associazione Italiana per la Liberta della Cultura" (Italienische Vereinigung für die Freiheit der Kultur). Diese Organisation war das italienische Pendant zum Kongress für kulturelle Freiheit, und wurde vom amerikanischen Geheimdienst CIA finanziert, um antiamerikanische und prokommunistische Kulturschaffende zu isolieren. Die Zeitung Tempo presente war das italienische Gegenstück zu Preuves in Frankreich, Encounter in Großbritannien und Der Monat in Westdeutschland. 1967 wurde bekannt, dass die Zeitung durch geheime Fonds der CIA mitfinanziert wurde, woraufhin Silone sich von seiner Tätigkeit für die Zeitung zurückzog, obwohl er noch bis 1969 Vorsitzender der L'Associazione Italiana per la Liberta della Cultura blieb. 1969 erhielt Silone den Jerusalempreis für die Freiheit des Individuums in der Gesellschaft. Neben seinem Abschied vom politischen Tagesgeschehen begann er sich auch in anderer Hinsicht neu zu definieren. Er beschrieb sich nunmehr als "Christ ohne Kirche und Sozialist ohne Partei". Die Entwicklung in diese Richtung begann allerdings bereits in den 1930er Jahren; schon in seinem zweiten Buch "Pane e vino" wird die Figur Pietro Spina in ähnlicher Weise beschrieben. Am 22. August 1978 starb Ignazio Silone nach schwerer Krankheit in einer Genfer Klinik.

[SW: Italienische Literatur | Roman | Illustrierte Bücher]

Details

Silone, Ignazio: Eine handvoll Brombeeren. ("Una manciata di more"). Roman. Aus dem Italienischen. Büchergilde Gutenberg (Lizenz des Europa Verlags Zürich) Lizenzausgabe 1953 Frankfurt am Main
292S. 8°

Leinen Illustrierter, geprägter Ganzleinenband mit illustriertem Schutzumschlag. Der Umschlag nachgedunkelt und auf Rückseite fleckig, Kopfschnitt staubdunkel, ansonsten guter Zustand. Rocco hatte in den harten Jahren der Emigration der Kommunistischen Partei diszipliniert und bedingungslos für die Befreiung Italiens vom Faschismus gekämpft. Sofort nach dem Sieg wird er in seine alte Heimat, in die Dörfer der Abruzzen, geschickt, um dort als Funktionär die Interessen der armen Bergbauern und Tagelöhner zu vertreten und die Politik der Partei durchzusetzen. Die Erfahrungen mit den abenteuerlichen archaisch-anarchischen Figuren in den Tälern der Abruzzen, mit dem Leben der armen und ausgebeuteten 'Cafoni' auf den Feldern, vor allem aber seine Konfrontation mit dem Stalinismus führen ihn in immer größere Distanz zur Kommunistischen Partei. Ignazio Silone (* 1. Mai 1900 in Pescina dei Marsi/Abruzzen; 22. August 1978 in Genf) war ein politisch engagierter italienischer Schriftsteller. Silone wurde 1900 in einem kleinen Ort in den Abruzzen in der Provinz L'Aquila geboren. Sein Geburtsname war Secondino Tranquilli; während seiner Untergrundaktivitäten gegen den Faschismus ersetzte er diesen jedoch durch das Pseudonym Ignazio Silone. Silones Vater war ein kleiner Grundbesitzer, die Mutter Weberin. Durch ein Erdbeben in der Marsica verlor Silone 1915 seine Mutter und fünf Geschwister; sein Vater scheint schon ein Jahr vorher umgekommen zu sein. Bereits in dieser Zeit begann Silone, sich politisch zu betätigen. Noch als Jugendlicher nahm er an den Kämpfen der Landarbeiter teil, denen gerade in seiner Heimatregion noch Überreste des alten feudalen Großgrundbesitzes gegenüberstanden. Hierbei kam er auch in Kontakt mit sozialistischem Gedankengut, das in seinem weiteren Leben eine wichtige Rolle spielen sollte. Ohne einen Schulabschluss erworben zu haben, widmete Silone sich ab 1917 verstärkt seinen politischen Interessen. Er schrieb Artikel für das Parteiorgan der Sozialistischen Partei Italiens (PSI) Avanti! (Vorwärts), in denen er unter anderem die Missstände kritisierte, die in der Marsica durch das Erdbeben aufgetreten waren. Im selben Jahr trat er dem regionalen Bauernbund bei und wurde Sekretär der Landarbeitergewerkschaft. 1917, nach seinem Umzug nach Rom wurde er dort Sekretär der sozialistischen Jugend und zum Direktor ihrer Wochenzeitung "L'Avanguardia" (Die Avantgarde) gewählt. Etwas später, nach seinem Eintritt in die Kommunistische Partei Italiens (PCI), wurde er zudem Mitarbeiter der Zeitung "Il Lavoratore" (Der Arbeiter). 1919 lernte er den römischen Polizeiinspektor Guido Bellone kennen, dem er Informationen über die sozialistische Bewegung lieferte. Der Kontakt zu Bellone dauerte auch nach der Machtergreifung durch die Faschisten an und wurde erst 1930 in einem Brief an den Polizeiinspektor gelöst. Wegen dieser Spitzeldienste wurde Silone offenbar von der Polizei in seiner Reisetätigkeit und seiner Arbeit nicht behindert. Inwieweit er den Parteifreunden mit seinen Berichten schadete, ist umstritten und bleibt Gegenstand der Forschung. (Biocca, Ignazio Silone, 2005.) Auf dem Kongress des PSI in Livorno trat Silone 1921 mit einem Großteil der sozialistischen Jugendorganisation in den sich gründenden PCI ein, in dem er die Leitung der Jugendorganisation übernahm. Durch den Sieg der Faschisten in Italien wurde Silone gezwungen, im Untergrund weiter zu arbeiten. Dabei stand er auch in Kontakt zu Antonio Gramsci, mit dem er zusammen für die geheim erscheinende L'Unita schrieb. Aufgrund seiner Funktion nahm er auch mehrmals an der Seite von Palmiro Togliatti und Gramsci an Sitzungen der Komintern in Moskau teil und unternahm im Parteiauftrag Reisen in verschiedene europäische Länder. Etwa 1930 ging Silone ins Schweizer Exil. Sein Bruder Romolo, der einzige aus seiner engeren Familie, der das Erdbeben überlebt hatte, war kurz zuvor aufgrund falscher Anschuldigungen im Zusammenhang mit einem Attentat in Mailand ins Gefängnis gebracht worden, wo ihn die Faschisten später umbrachten. Im Exil wandelte sich Silones politische Haltung. Durch seine Position als Vertreter der italienischen Kommunisten bei der Komintern konnte er den Aufstieg Stalins und die damit verbundene Ausgrenzung innerparteilicher Gegner Stalins aus nächster Nähe miterleben. So war er zwischen 1927 und 1929 bei den Sitzungen anwesend, auf denen die Positionen Leo Trotzkis, Nikolai Bucharins und anderer vermeintlicher Stalingegner verurteilt wurden. Silone schloss sich diesen Verurteilungen nicht an. Aus Enttäuschung über die mangelnde Toleranz und Offenheit brach er mit der kommunistischen Bewegung und dem Kommunismus, was dann im Sommer 1931 auch zu seinem Parteiaustritt führte. Erst im Schweizer Exil begann Silones Schaffen als Schriftsteller. Hier schrieb er Fontamara und die Bücher über Pietro Spina: Pane e vino (Brot und Wein) und Il seme sotto la neve (Der Samen unter dem Schnee), in denen er sich unter anderem mit seinem eignen Leben und seiner Sichtweise über den Sozialismus auseinandersetzte. In dieser Zeit entstand auch "Der Faschismus - seine Entstehung und Entwicklung. Im Gegensatz zu diesem Sachbuch, das zunächst auch im Nachkriegsitalien nicht verlegt werden durfte, fanden seine ersten beiden Romane als Untergrundliteratur im faschistischen Italien ihre Leser. Im Exil betätigte sich Silone weiterhin politisch. So hatte er ab 1939 die Leitung des sozialistischen Auslandbüros inne. 1941 und 1943 wurde er interniert, da er gegen das Verbot der politischen Betätigung verstoßen hatte. Nach seiner Rückkehr nach Italien 1944 war Silone weiter im PSI aktiv und nahm als einer seiner Delegierten an der konstituierenden Nationalversammlung teil. Er wurde 1945 in die Direktion der sozialistischen Zeitung "Avanti!" berufen und leitete ab 1947 außerdem noch die von ihm mitgegründete Zeitung "Europa Socialista" (Sozialistisches Europa). Nach der Spaltung des PSI, bei der Silones Sympathien offenbar bei dem sozialdemokratischen Flügel lagen, entschloss er sich zum weitgehenden Rückzug aus der Politik und widmete sich vor allem der schriftstellerischen Tätigkeit. In diesem Zusammenhang übernahm er 1952 die Leitung der Zeitung "Tempo presente" (Unsere Zeit) und war gleichzeitig Vorsitzender der proamerikanischen "L'Associazione Italiana per la Liberta della Cultura" (Italienische Vereinigung für die Freiheit der Kultur). Diese Organisation war das italienische Pendant zum Kongress für kulturelle Freiheit, und wurde vom amerikanischen Geheimdienst CIA finanziert, um antiamerikanische und prokommunistische Kulturschaffende zu isolieren. Die Zeitung Tempo presente war das italienische Gegenstück zu Preuves in Frankreich, Encounter in Großbritannien und Der Monat in Westdeutschland. 1967 wurde bekannt, dass die Zeitung durch geheime Fonds der CIA mitfinanziert wurde, woraufhin Silone sich von seiner Tätigkeit für die Zeitung zurückzog, obwohl er noch bis 1969 Vorsitzender der L'Associazione Italiana per la Liberta della Cultura blieb. 1969 erhielt Silone den Jerusalempreis für die Freiheit des Individuums in der Gesellschaft. Neben seinem Abschied vom politischen Tagesgeschehen begann er sich auch in anderer Hinsicht neu zu definieren. Er beschrieb sich nunmehr als "Christ ohne Kirche und Sozialist ohne Partei". Die Entwicklung in diese Richtung begann allerdings bereits in den 1930er Jahren; schon in seinem zweiten Buch "Pane e vino" wird die Figur Pietro Spina in ähnlicher Weise beschrieben. Am 22. August 1978 starb Ignazio Silone nach schwerer Krankheit in einer Genfer Klinik.

[SW: Büchergilde Gutenberg | Italienische Literatur | Roman]

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