Stendhal
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MARTINEAU (Henri), MICHEL (Francois): Nouvelles soirees au Stendhal-Club. Avec des contributions de Luigi-Foscolo Benedetto ; Ferdinand Boyer ; Armand Caraccio ; Vittorio del Litto ; Pierre Jourda ; Pierre Martineau. P., Mercure de France, 1950.
Sommaire : Bathilde curial, F. M. - Stendhal et Alfred de Musset, H. M. - Stendhal a Cosmopolis, P. M. - Lesalibis de Stendhal, F. M. - Les amis de Stendhal a Civita Vecchia, F. B. - Stendhal et Mme de Stael, V. D. L. - Un fragment inedit du journal de Crozet, H. M. - Stendhal et Merimee, F. M. - Stendhal au cinematographe, H. M. - Stendhal et Canova, P. J. - Stendhal chroniqueur clandestin au New Monthly Magazine, F. M.
In-8 broche, 272 pp. Dos bruni, bonne condition.
[SW: Critique et etudes litteraires]
Stendhal (das ist Henri Beyle): Rot und Schwarz. Aus dem Französischen von Walter Widmer. Mit einem Nachwort von Uwe Japp. (=Insel Taschenbuch, it 213). Frankfurt am Main, Insel, 1976.
Guter Zustand. - Rot und Schwarz (französischer Originaltitel: Le Rouge et le Noir) ist ein Roman des französischen Schriftstellers Stendhal. Held des Romans ist der intelligente, als Sohn eines Sägemühlenbesitzers in der Provinz geborene Julien Sorel, der in der Zeit der französischen Restauration seinen gesellschaftlichen Aufstieg erzwingen will. Der Roman wurde 1830 in Paris beim Verleger Levavasseur publiziert. Rot und Schwarz war nach Armance der zweite Roman Stendhals. ... Hauptthemen des Romans: Grundfrage des Werks ist nach Rene Girard: "Warum sind die Menschen nicht glücklich in der modernen Welt?".[3] Schilderung und Kritik der französischen Gesellschaft vor 1830: Stendhal schildert gesellschaftliche Gegensätze des Frankreich unmittelbar vor der Julirevolution von 1830, so z. B. die zwischen der Hauptstadt Paris und der Provinz, zwischen der Bourgeoisie und dem Adel, zwischen den Jansenisten und den Jesuiten. Julien ist vom Ehrgeiz getrieben, gesellschaftlich aufzusteigen. Stendhal kritisiert die Gesellschaft der Restauration, indem er zeigt, dass Juliens Aufstieg in dieser Gesellschaft scheitern muss.[4] Dies wird kontrastiert gegen die napoleonische Gesellschaft vor der Restaurationszeit, in der "jeder Soldat den Marschallstab im Gepäck" hatte (so ein Ausspruch Napoleons)[4], d.h. die Aufstiegsmöglichkeiten vergleichsweise gut waren. Stendhal beschreibt auch, dass die Restauration nicht einfach zu einer unveränderten Wiedereinsetzung der alten Gesellschaftsstrukturen vor der französischen Revolution geführt hat, sondern dass der Adel in ständiger Furcht vor einer neuen Revolution lebt.[4], was unter anderem durch die Mathildes Verehrung Juliens als "zweiter Danton" versinnbildlicht wird. Heuchelei (Hypocrisie): In Rot und Schwarz wird kaum ehrlich kommuniziert. Es gibt - insbesondere bei der Hauptfigur Julien - stets Unterschiede zwischen dem was gedacht und dem was anderen gegenüber geäußert wird. So ist Julien Verehrer Napoleons, verbirgt dies aber in der royalistisch ausgerichteten Gesellschaft der Restauration. Alle sozialen Beziehungen sind politisch, sogar die zwischen Vater und Sohn ("als ob in der Provinz ein reicher Vater mit seinem Sohn, der nichts besitzt, je anders reden würde als zum Schein"). Das Hauptmotiv aller Handelnden sind Posten, Positionen, Geld, Macht oder Rang, und das Verhalten anderen gegenüber wird nach diesem Motiv ausgerichtet. So lernt Julien z.B. die Bibel auswendig, ohne einen emotionalen Zugang zu ihrem Inhalt zu haben, weil er eine Karriere im Klerus machen will. Im Priesterseminar wird gar Glaube nur gespielt, um in den Genuss besseren Essens zu kommen. Als Julien am Ende des Romans einmal ehrlich den Zustand der bürgerlichen Gesellschaft beschreibt, führt dies zu seinem Todesurteil. Stendhal kritisiert diese Heuchelei im Roman nicht eindeutig, im Gegenteil wird sie als notwendig dargestellt, um sein persönliches Glück zu finden. Schreibstil: Stendhal ist ein Vertreter des Realismus. Er gibt dabei aber das Äußere nicht einfach naturalistisch wieder, sondern so, wie es seine Figuren mit ihrer jeweiligen psychologischen Ausstattung wahrnehmen.[3] Rezeption: Das Desillusionierende, die Nüchternheit und Kälte der Schilderung seiner Figuren, das völlige Fehlen von Idealismus verstörten die zeitgenössischen Leser: "Stendhal gelingt es, das menschliche Herz zu verletzen", schrieb Honore de Balzac.[5] Bedeutung des Titels: Für den Grund für Stendhals Wahl von Rot und Schwarz als Titel des Romans gibt es keine eindeutigen Belege. Julien sucht zu Beginn des Romans nach Auswegen aus seiner Lage als ungeliebter Sohn eines Sägemühlenbesitzers in der Provinz. Die von ihm erträumte große Karriere im Militär, unter Napoleon noch möglich, ist nun Adeligen vorbehalten. Nur über den Klerus scheint ihm ein gesellschaftlicher Aufstieg möglich. Die häufigste Interpretation des Titels ist daher, dass Rot die Farbe des Militärs sei, schwarz die Farbe des Klerus. Aus wikipedia-orgRot_und_Schwarz
Erste Auflage dieser Ausgabe. 634 Seiten mit einem Titelporträt. 18 cm. Taschenbuch. Kartoniert. ISBN: 3458019138.
[SW: Klassiker, Französische Literatur des 19. Jahrhunderts, Französische Politik, Französische Philosophie, Literatur, Französische Literatur, Französische Geschichte]
STENDHAL, Chambery 1924
Numero special de la revue Tentatives (troisieme cahier) entierement consacre a Stendhal. Barres: Maurice Barres et Stendhal.- Faure: Stendhal et le Dauphine.- Beuf: Stendhal et Taine.- Senechal: Stendhal et l'Allemagne. Avec une tres importante enquete conduite par Henry Petiot sur l'influence de Stendhal.
1vol. gr. in-8, 88-XXXVIpp, br.
Stendhal (das ist Henri Beyle): Rot und Schwarz. Chronik des 19. (XIX.) Jahrhunderts. Zwei Teile in einem Band. Aus dem Französischem von Otto Flake. Mit einem Nachwort von Franz Blei. - (=Epikon. Eine Sammlung klassischer Romane. Herausgegeben von E.A. Rheinhardt). Leipzig, Paul List Verlag, Ohne Jahresangabe, ca. 1925.
Guter Zustand. Dekoratives Exemplar.Lesetipp des Bukinisten! - Rot und Schwarz (französischer Originaltitel: Le Rouge et le Noir) ist ein Roman des französischen Schriftstellers Stendhal. Held des Romans ist der intelligente, als Sohn eines Sägemühlenbesitzers in der Provinz geborene Julien Sorel, der in der Zeit der französischen Restauration seinen gesellschaftlichen Aufstieg erzwingen will. Der Roman wurde 1830 in Paris beim Verleger Levavasseur publiziert. Rot und Schwarz war nach Armance der zweite Roman Stendhals. ... Hauptthemen des Romans: Grundfrage des Werks ist nach Rene Girard: "Warum sind die Menschen nicht glücklich in der modernen Welt?".[3] Schilderung und Kritik der französischen Gesellschaft vor 1830: Stendhal schildert gesellschaftliche Gegensätze des Frankreich unmittelbar vor der Julirevolution von 1830, so z. B. die zwischen der Hauptstadt Paris und der Provinz, zwischen der Bourgeoisie und dem Adel, zwischen den Jansenisten und den Jesuiten. Julien ist vom Ehrgeiz getrieben, gesellschaftlich aufzusteigen. Stendhal kritisiert die Gesellschaft der Restauration, indem er zeigt, dass Juliens Aufstieg in dieser Gesellschaft scheitern muss.[4] Dies wird kontrastiert gegen die napoleonische Gesellschaft vor der Restaurationszeit, in der "jeder Soldat den Marschallstab im Gepäck" hatte (so ein Ausspruch Napoleons)[4], d.h. die Aufstiegsmöglichkeiten vergleichsweise gut waren. Stendhal beschreibt auch, dass die Restauration nicht einfach zu einer unveränderten Wiedereinsetzung der alten Gesellschaftsstrukturen vor der französischen Revolution geführt hat, sondern dass der Adel in ständiger Furcht vor einer neuen Revolution lebt.[4], was unter anderem durch die Mathildes Verehrung Juliens als "zweiter Danton" versinnbildlicht wird. Heuchelei (Hypocrisie): In Rot und Schwarz wird kaum ehrlich kommuniziert. Es gibt - insbesondere bei der Hauptfigur Julien - stets Unterschiede zwischen dem was gedacht und dem was anderen gegenüber geäußert wird. So ist Julien Verehrer Napoleons, verbirgt dies aber in der royalistisch ausgerichteten Gesellschaft der Restauration. Alle sozialen Beziehungen sind politisch, sogar die zwischen Vater und Sohn ("als ob in der Provinz ein reicher Vater mit seinem Sohn, der nichts besitzt, je anders reden würde als zum Schein"). Das Hauptmotiv aller Handelnden sind Posten, Positionen, Geld, Macht oder Rang, und das Verhalten anderen gegenüber wird nach diesem Motiv ausgerichtet. So lernt Julien z.B. die Bibel auswendig, ohne einen emotionalen Zugang zu ihrem Inhalt zu haben, weil er eine Karriere im Klerus machen will. Im Priesterseminar wird gar Glaube nur gespielt, um in den Genuss besseren Essens zu kommen. Als Julien am Ende des Romans einmal ehrlich den Zustand der bürgerlichen Gesellschaft beschreibt, führt dies zu seinem Todesurteil. Stendhal kritisiert diese Heuchelei im Roman nicht eindeutig, im Gegenteil wird sie als notwendig dargestellt, um sein persönliches Glück zu finden. Schreibstil: Stendhal ist ein Vertreter des Realismus. Er gibt dabei aber das Äußere nicht einfach naturalistisch wieder, sondern so, wie es seine Figuren mit ihrer jeweiligen psychologischen Ausstattung wahrnehmen.[3] Rezeption: Das Desillusionierende, die Nüchternheit und Kälte der Schilderung seiner Figuren, das völlige Fehlen von Idealismus verstörten die zeitgenössischen Leser: "Stendhal gelingt es, das menschliche Herz zu verletzen", schrieb Honore de Balzac.[5] Bedeutung des Titels: Für den Grund für Stendhals Wahl von Rot und Schwarz als Titel des Romans gibt es keine eindeutigen Belege. Julien sucht zu Beginn des Romans nach Auswegen aus seiner Lage als ungeliebter Sohn eines Sägemühlenbesitzers in der Provinz. Die von ihm erträumte große Karriere im Militär, unter Napoleon noch möglich, ist nun Adeligen vorbehalten. Nur über den Klerus scheint ihm ein gesellschaftlicher Aufstieg möglich. Die häufigste Interpretation des Titels ist daher, dass Rot die Farbe des Militärs sei, schwarz die Farbe des Klerus. Aus wikipedia-orgRot_und_Schwarz
Erste Auflage dieser Ausgabe. 323 und 357 Seiten. Dünndruckausgabe. 18 cm. Ockerbraunes Leinen mit goldgeprägten Rücken- und Deckeltiteln, goldgeprägten Rücken- und Deckelverzierungen, Kopffarbschnitt und Lesebändchen.
[SW: Klassiker, Französische Literatur des 19. Jahrhunderts, Französische Politik, Französische Philosophie, Literatur, Französische Literatur, Französische Geschichte]



