Storm Theodor Immensee

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Storm, Theodor: Novellen. Zwei Bände. | Gildenbibliothek der Weltliteratur. Büchergilde Gutenberg Erste Aufl. dieser Ausgabe 1953 Frankfurt am Main
415/ 401S. 8°

Leinen Buch der 1000 Bücher Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag) Immensee OA 1850 Form Novelle Epoche Poetischer Realismus In der ersten von Theodor Storm veröffentlichten Novelle tritt das Lyrische noch unmittelbar hervor. Immensee ist geprägt durch seine idyllischen Bilder, melancholischen Erinnerungssequenzen und symbolhafte Sprache. Thema der Novelle ist der Widerstreit zwischen der bürgerlichen Welt und der Künstlerexistenz. Inhalt: Der greise Held Reinhard Weber lässt an einem dunklen Herbstabend sein Leben vor seinem inneren Auge vorüberziehen. Gegenstand seiner Erinnerung ist die unerfüllt gebliebene Liebe zu Elisabeth. Gemeinsam auf dem Landgut Immensee aufgewachsen, ist den beiden von Anfang an keine gemeinsame Zukunft vergönnt. Verantwortlich hierfür sind grundverschiedene Lebensentwürfe. Während Elisabeth Schutz hinter den bürgerlichen Normen sucht, meint Reinhard Glück und Schönheit nur jenseits dieser Grenzen finden zu können; er ist der Prototyp des Künstlers. Als Reinhard zum Studium in die Stadt geht, verlässt er zum ersten Mal Elisabeth und überschreitet die bürgerlichen Grenzen . Erst ein Brief von Elisabeth erinnert ihn an die Heimat und die alte Liebe. Als er Elisabeth über Ostern besucht, bemerkt er bei ihr eine Veränderung. Das materiell-bürgerliche Denken hat das poetische Element in ihrem Leben vollends verdrängt. Erich, ein Schulfreund Reinhards, wird für sie mehr und mehr zum Lebensmittelpunkt; die beiden heiraten schließlich. Als Reinhard nach zweijähriger Abwesenheit wieder nach Immensee kommt, muss er erkennen, dass er Elisabeth endgültig verloren hat. Obwohl er weiß, dass Elisabeths Ehe mit Erich ein Fehler ist, beschließt Reinhard seiner Liebe zu entsagen und kehrt Immensee unwiderruflich den Rücken. Ihm bleibt allein die Erinnerung. Aufbau: Storm wählte für seine Novelle die für das Genre typische Rahmenkonstruktion. Der sich erinnernde Greis Reinhard steht am Anfang und Ende der Erzählung. Seine Erinnerung an die Jugend bildet die Binnenerzählung. Ihr Aufbau entspricht formal dem eines Gedichts: Die acht Erzählabschnitte erinnern an in Prosa gesetzte Strophen, die einzelne Stimmungsbilder wiedergeben. Diese Funktion kommt auch den eingebauten Gedichten und Liedern zu, die wichtiger Bestandteil des Texts sind, indem sie Einblick in das Seelenleben der Figuren und die Motivationen ihres Handelns geben. Wirkung: Neben dem Schimmelreiter gehört die Novelle Immensee zu den erfolgreichsten Prosatexten von Storm. Schon zu seinen Lebzeiten erfuhr die Geschichte einer unglücklichen Liebe 30 Auflagen. S. W. "Ich bedarf äußerlich der Enge, um innerlich ins Weite zu sehen." Theodor Storm Inhalt Band I: Einführung/ Immensee/ Carsten Curator/ Die Söhne des Senators/ Pole Poppenspäler/ Auf dem Staatshof/ Psyche/ Aquis submersus/ Drüben am Markt/ Zur Chronik von Grieshuus Inhalt Band II: Der Schimmelreiter/ In St. Jürgen/ Beim Vetter Christian/ Renate/ Draußen im Heidedorf/ Viola tricolor/ Ein Doppelgänger/ Ein Fest auf Haderslevhuus Zwei fadengeheftete, goldgeprägte Ganzleinenbände mit Farbkopfschnitt. BandI: Einband etwas aufgehellt, Schnitte etwas fleckig und Fußschnitt mit Filzstrich, Papier allg. leicht nachgedunkelt, ansonsten noch sehr guter Buchzustand. Band II: Einband leicht berieben und dezent fleckig, Kopfschnitt berieben, Schnitte allg. nachgedunkelt und vereinzelt fleckig, Exlibris auf Innendeckel. Gesamtzustand beider Bände gut bis befriedigend.

[SW: Büchergilde Gutenberg | Deutsche Literatur | Gildenbibliothek der Weltliteratur]

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Pastor, Eckart: Die Sprache der Erinnerung. Zu den Novellen von Theodor Storm. Frankfurt am Main: Athenäum, 1988. ISBN: 3610089350
Ein gutes und sauberes Exemplar. - Inhalt: Schließe mir die Augen beide. Überlegungen zum poetischen Kosmos des jungen Dichters -- Immensee oder die Dilettanten - der Dichterberuf in den frühen Erzählungen -- Ein grünes Blatt -- Immensee -- Kleider machen keine Leute. Auf der Universität -- Hexen und Männer. Von jenseit des Meeres -- Heillose Ordnung. Der Herr Etatsrat -- Pieta und alter Adam. Hans und Heinz Kirch -- Der Heilsweg des Verdammten. Ein Doppelgänger. - Theodor Storm war schon zu Lebzeiten ein populärer deutscher Schriftsteller. Die Beliebtheit blieb ihm bis heute erhalten, mag sich auch jede Generation seither "ihren" Storm zurechtgelegt haben. Möglich, daß es ein Zeichen unserer Zeit ist, wenn Eckart Pastor in seinen Storm-Interpretationen die Novellen als Geschichten eines Bewußtseins deutet, in denen aus der Verquickung von Schuldgefühl und Erinnerungsseligkeit ein ganz eigentümliches wie faszinierendes Gebräu entsteht: immer wieder "ertappt" der Autor die Stormschen Erzähler dabei, wie sie um die eigene schuldhafte Verstrickung in die Tragödien des Lebens eine Gloriole aus Jugendglück und mitleidgetränkter Anteilnahme spinnen. Doch nicht allein Erzählstrategien werden vorgestellt: Es geht auch um den poetischen Kosmos Storms, um Künstlertum und Dilettantismus, um die sozialen Barrieren, die eine wohlgefällige bürgerliche Gesellschaft um sich errichtet, um Hexenwahn und Frauendomestizierung in der Gründerzeit, um heillos zerrüttete Familienbande und um Verbürgerlichung, die zum Heilsgeschehen wird. Anhand von "Immensee", "Ein grünes Blatt", "Auf der Universität", "Von jenseit des Meeres", "Der Herr Etatsrat", "Hans und Heinz Kirch" und "Ein Doppelgänger" arbeitet Pastor über jeweils zentrale Bildstrukturen die literarische Qualität der Texte heraus. Dabei werden überraschende Einblicke in ein Werk gewonnen, das bei aller historischen Gebundenheit auch noch über unseren Umgang mit Wirklichkeit und Vergangenheit Aufschluß gibt. (Verlagstext). ISBN 3610089350 - , ISBN-13: 9783610089351

215 S. Fadengehefteter Originalpappband mit Schutzumschlag.

[SW: Storm, Theodor , Novelle, Deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft]

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Theodor Storm: Immensee, 1946
Zustand: gut

Zustand: 3, gut Immensee Theodor Storm Zustand: 3, gut, Immensee, Theodor Storm

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Storm, Theodor: Immensee. Berlin, Konrad W. Mecklenburg vorm. Richter'scher Verlag, (1924).

63 (1) S., ddz., marmor. Pp.

[SW: Literatur J| 1924 N| Theodor Storm / Storm Theodor ; Immensee]

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