Trier
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Trier, Erzbistum - Tabula Geographica Archi=Dioecesis Trevirensis Antiquo-nova 1667.
Die Karte zeigt das Gebiet zwischen Brüssel, Köln, Wetzlar, Heidelberg und Chalon sur Marne mit Trier im Zentrum. Die Städte sind mit dem lateinischen und dem aktuellen Namen bezeichnet, die Landschaften, Gebirge und Siedlungsgebiete der antiken Stammesverbände sind benannt. Oben rechts befindet sich die Titelkartusche, daneben das Wappen des Bistums Trier. Unterhalb der Karte befindet sich auf der selben Breite wie das Kartenbild eine Panoramaansicht der Stadt Trier über die Mosel hinweg. Die Darstellung zeigt das Gebiet zwischen St. Maria ad Martyres und St. Medard. Die Stadt wird mit ihrer Mauer, der Römerbrücke und den Abteien vor der Mauer gezeigt, Trier selbst wird beherrscht von der Gruppe Dom, Liebfrauen, Gangolf und Basilika. Am Moselufer liegen Lastschiffe, das Martinskloster mit seiner Mühle wird gezeigt. Die Karte ist erschienen in Christoph Brouwer und Jakob Masen, Antiquitates et annales Treverenses, Lüttich 1670. "Der aus Arnheim in Geldern gebürtige Jesuit Christoph Brouwer (1559-1617) vertrat seinen Orden in Köln, Fulda und Trier, dem damaligen Zentrum des rheinischen Jesuitenordens. Bis zu seinem Tode arbeitete Brouwer an seinem regionalgeschichtlichen Hauptwerk, den Annalen des Trierischen Stiftes, in dem die historischen Ereignisse bis zum Ableben des Verfassers festgehalten sind. Die erste Teilausgabe wurde zwei Jahre nach Brouwers Tod veröffentlicht, weil die kurfürstliche Zensur bestimmte Passagen des Werkes bemängelt hatte. Eine vollständige Ausgabe erschien aber erst 1670 nach zusätzlicher Bearbeitung durch den Jesuitenkollegen Jakob Masen, der die Trierer Geschichte bis 1652 fortsetzen konnte. Nikolaus Person (gest. 1710) stammte aus Longwy in Ostfrankreich und war seit 1668 am kurfürstlichen Hof in Mainz als Geometer und Ingenieur beschäftigt. Neben dieser Tätigkeit unterhielt er einen eigenen Verlag und eine Kupferstecherwerkstatt. Andere Illustrationen in diesem Buch sind signiert von Nikolaus Person oder Caspar Merian, dem Sohn des Matthaeus Merian (Kat.Nr. 4.1.1.a). Als vermutlicher Autor von Karte und Ansicht kann Person gelten; sie ist sein erstes bekanntes Werk. Das Datum der Karte (1667) zeigt, daß die Vorbereitungen zu diesem Buch schon einige Jahre vorher aufgenommen worden waren... Die Ansicht im unteren Teil der Karte nimmt eine besondere Stellung in der Tradition der Trierer Stadtdarstellung ein. Vorne links liegt St. Marien ad Martyres, ein Stück oberhalb ist St. Paulin im altem Bauzustand mit westlicher Doppelturmfront erkennbar. Das Gelände vor der Stadt ist in diesem Bereich durch Felder, Obstwiesen und Feldwege strukturiert, die in Ansätzen schon die späteren Straßenzüge von Paulin-, Zeughaus-, Maar- und Engelstraße vorzeichnen. Der 1646 vollendete Neubau St. Maximins taucht mit den umliegenden Häusern ein erstes Mal als Motiv einer Trierer Stadtansicht auf, ebenfalls der neue Westflügel der Abtei St. Martin von 1626. Das Äußere von Liebfrauen überrascht durch den fehlenden Westarm und die sehr hohen Kreuzarme nach Norden und Süden. Rechts von St. Gangolf ragt der kurz zuvor fertiggestellte Kanzlei- und Archivturm heraus, an dessen Seite man die Kurfürstliche Residenz nach den Umbauten von 1615 bis 1647 mit neuem Dach und Doppeltürmen im Süden der Anlage sieht. Der im Sturm geknickte Helm St. Irminens ist im wiederaufgebauten Zustand von 1638 abgebildet. Die geschweiften Giebel der Matthias-Westfront von 1650 sind demgegenüber nicht zu sehen; auch fehlen die alten Ruinen neben dem Richardsturm im Süden und auf der Moselinsel. Interessante Details sind die kleine Brücke neben St. Barbara und die Eintragung der Heiligkreuzkirche oberhalb von Löwenbrücken. Als eine der wenigen originalen Aufnahmen aus der Zeit vor 1800 zeigt diese Ansicht den Zustand der Stadt wenige Jahre vor der Zerstörung durch die französischen Truppen, der viele Gebäude zum Opfer fielen." (Rosar).
Kupferstich-Karte von N. Person [?] bei Brower/Masen, datiert 1667. 25 x 39,7 cm (Karte), gesamt 32 x 39,7 cm. Im unbedruckten Randbereich Papierschäden, daher vollständig mit Japan hinterlegt. Hellwig, Mittelrhein und Moselland im Bild alter Karten, Nr. 48 mit Abbildung S. 108. Rosar 5.1.1.
[SW: Landkarten Europa - maps, europe - cartes, europe; Landkarten Trier - maps, trier - cartes, treves; Stadtansichten Trier - town views, Trier - vue, Treves]
Trier - Treveris.
Dekorative Ansicht der Stadt Trier. Identisch mit der Trier-Ansicht von Braun-Hogenberg, die ihrerseits auf das Blatt von Sebastian Münster zurückgeht. Von der Originalplatte wurde die Textkartusche rechts oben wegretuschiert (Reste sichtbar). Selten. Zeigt die ganze Stadt Trier mit seiner Stadtmauer und der Römerbrücke. Außerhalb der Stadt liegen die Abteien St. Maximin, St. Matthias und St. Martin mit seiner großen Mühle. Umgeben wird Trier von der Mosel und Hügeln, auf denen Wein wächst.
Kupferstich von Janssonius Nachfolger, 1682, altkoloriert. ca. 16,3 x 47 cm. Knapprandig. Kleiner Braunfleck links oben.
[SW: Stadtansichten Mosel - town views, Moselle - vue, Moselle; Stadtansichten Trier - town views, Trier - vue, Treves]
Trier - Treviris." "Trier.
Zeigt einen Blick über die Mosel auf die Stadt Trier und die sie umgebenden Hügel. Im Vordergrund der Darstellung sieht man Schiffe, die zum Teil getreidelt werden, am anderen Ufer ist ein Jäger mit Hund dargestellt. Unter der Ansicht befindet sich ein Erläuterungstext und das Petruswappen der Stadt Trier. Neben dem Text sind Privileg und Stechervermerk, darunter der Vermerk "F.B. Werner delin." angegeben. Selten! "Um 1730 erschien im Verlag Leopold eine der wenigen, auf Autopsie beruhenden Ansichten von Trier, die einen Einblick in die topographische Situation nach dem Spanischen Erbfolgekrieg gestattet. Fast identisch mit der Trier-Vedute seines Vaters sind der Rahmen und die Gestaltung des Schriftfeldes mit Privilegvermerk und Signaturen unter der Ansicht. Variiert wurden in der obersten Bildzone die Putti, die Legenden und das Schriftband. Der gewählte Bildausschnitt reicht im Norden bis nach St. Maximin und schließt im Süden mit der Darstellung von St. Matthias, das mit den barocken Hauben aus der Zeit zwischen 1709 und 1714 zu sehen ist. St. Maximin erscheint als großer Klosterbering mit dreischiffiger Basilika und Doppelturmfront nach Westen, so, wie der Bau unter Abt Alexander Henn (1680-1698) nach der Zerstörung von 1675 ausgeführt wurde... Mit hohen Helmen und dem Westflügel von 1626 liegt die Abtei von St. Martin im linken Vordergrund. Mächtig überragt die Domgruppe das Stadtbild, die Leopold zusammen mit St. Gangolf durch eine Drehung von der Seite zeigt. Die frontale Perspektive Münsters (Kat.Nr. 2.1.1) oder Merians (Kat.Nr. 4.1.1.a) hatten den Blick auf die östlichen Teile der Gebäude nicht ermöglicht; durch diesen Trick aber werden die barocken Veränderungen aus der Zeit zwischen 1719 und 1723 erkennbar. Während dieser Umbauten wurde der Dom durch einen neuen Chor, die Helme der Chorflankentürme und den Einbau eines Querhauses modernisiert. Zwischen Liebfrauen und St. Gangolf ragt die Haube des Roten Turmes hervor, der 1647 als Kanzlei- und Archivgebäude errichtet worden war." (Rosar).
Kupferstich von Joseph Friedrich Leopold nach Friedrich Bernhard Werner, ca. 1730. Ca. 19,5 x 28,5 cm. Rosar Nr. 8.1.1
[SW: Stadtansichten Mosel - town views, Moselle - vue, Moselle; Stadtansichten Trier - town views, Trier - vue, Treves]
Trier - Trier.
Dekorative Ansicht der Stadt Trier. Zeigt die ganze Stadt Trier mit ihrer Stadtmauer und der Römerbrücke. Außerhalb der Stadt liegen die Abteien St. Maximin, St. Matthias und St. Martin mit ihrer großen Mühle, Liebfrauen und Dom beherrschen die Stadt. Auf der Mosel befinden sich Segelschiffe, die teilweise an den Krähnen angelegt haben. Aus dem Commentatorum rerum Germanicarum von Petrus Bertius und Petrus Kaerius, der sich bei der Darstellung Triers an der Ansicht von Braun-Hogenberg orientiert hat. Mit lateinischem Rückentext.
Kupferstich von Petrus Kaerius, 1616, altkoloriert. Ca. 14 x 19 cm. Rosar Nr. 3.6.1
[SW: Stadtansichten Mosel - town views, Moselle - vue, Moselle; Stadtansichten Trier - town views, Trier - vue, Treves]



