Tumult
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Franzosen.- Böckelmann, Frank, D. Kamper und W. Seitter (Hrsg.). Franzosen. Tumult. Schriften zur Verkehrswissenschaft. Wien. Verlag Turia & Kant, 1991. ; weicher Einband / soft cover
In gutem Zustand. Einband gering berieben. ISBN; 3851320190.
gr.8°. 24,0 x 15,8 cm. 138 Seiten, Broschur bzw. Taschenbuch, Tumult,; Tumult
[SW: Zeitungen und Zeitschriften, Geistes- und Sozialwissenschaften, Geschichte, Frankreich]
Meyer, Dieter (Hg.): Tumult in Spenge 1848. Acta specialia über den Tumult in Spenge d. d. 22. /23. März 1848. (Quellen zur Regionalgeschichte 14. Bielefeld: Vlg. für Regionalgeschichte 2008.
XII, 390 S., Abb. Reg. 4° Kart. *neuwertig*
[SW: Geschichte; Herford; Spenge]
Böckelmann, Frank: Über Marx und Adorno. Schwierigkeiten der spätmarxistischen Theorie. Mit einer Vorbemerkung des Verfassers. - (=marxismusbibliothek, Band 21). Frankfurt a.M. : Makol-Verlag, 1972.
Guter Zustand. Mit wenigen Anstreichungen am Anfang. Besitzername auf dem Vorsatz. Ernst von Kardorff: Prof. Dr. Ernst von Kardorff hat eine Professur für Soziologie der Rehabilitation, Berufliche Rehabilitation und Rehabilitationsrecht an der Humboldt-Universität in Berlin. - Frank Böckelmann (* 25. Juli 1941 in Dresden) ist ein deutscher Schriftsteller, Medien- und Kulturwissenschaftler und ehemaliger linker Aktivist. Leben: Aufgewachsen in Stuttgart, lebt Böckelmann seit 1960 in München. Hier gründete er anfangs Literaturzeitschriften (darunter "Ludus" und "Texturen"), studierte Philosophie und Kommunikationswissenschaft, assistierte dem Husserl-Schüler Arnold Metzger und beteiligte sich ab November 1963 an der Subversiven Aktion, zusammen mit Dieter Kunzelmann, Herbert Nagel, Rodolphe Gasche, Rudi Dutschke und Bernd Rabehl. 1966 initiierte Böckelmann die "Studiengruppe für Sozialtheorie" und war Wortführer der "antiautoritären Fraktion" im Münchner SDS. Wegen Landfriedensbruchs, schweren Aufruhrs und Gefangenenbefreiung wurde er zu Gefängnisstrafen auf Bewährung verurteilt. Im Sommer 1968 zog er sich aus dem SDS, wenige Jahre später aus der Neuen Linken zurück. Er verfasste neben seiner Dissertation ("Die Problematik existentieller Freiheit bei Karl Jaspers", 1972) weitere Schriften über den Freiheitsbegriff in der Gegenwartsphilosophie. Ende der 1960er Jahre begann Böckelmann, über Alltagsphänomene, Geschlechterrollen und Probleme der Massenkommunikation zu schreiben. Von 1969 bis 1972 verfasste er Reportagen und Zeitdiagnosen für "Twen" und "Stern". Ab 1976 war er in der freien Medienforschung tätig. Drei Jahrzehnte lang wirkte er als Projektleiter in der Arbeitsgruppe Kommunikationsforschung München (AKM) und untersuchte für öffentliche Auftraggeber u.a. das italienische Privatfernsehen, familiäre Fernsehroutinen, die Verflechtungen zwischen Zeitungsverlagen und Privatsendern sowie die wirtschaftliche Entwicklung im privaten Rundfunk. Davon profitierte schließlich das 2004 gemeinsam mit Hersch Fischler verfasste Buch "Bertelsmann. Hinter der Fassade eines Medienimperiums". Gemeinsam mit Dietmar Kamper (gestorben 2001) und Walter Seitter gibt Böckelmann seit 1979 die von Michel Foucault initiierte Reihe "TUMULT - Schriften zur Verkehrswissenschaft" heraus, eine Kulturzeitschrift, die "auf intellektuell anspruchsvollste Weise [...] Gegenstände, deren Aktualität oft erst auf den zweiten Blick einleuchtete" in Themenheften behandelt. Seit Anfang der 1980er Jahre unternimmt Böckelmann ausgedehnte Wanderungen durch Mitteleuropa, u.a. von Burgund nach Dresden, von der Insel Rügen nach Zagreb und von Oostende nach Triest. Positionen: In Böckelmanns Argumentation begegnen Denkmotive aus dem Linkshegelianismus, von Heidegger, Carl Schmitt und insbesondere von Jean Baudrillard und Paul Virilio, die auch in "TUMULT" publizierten. Allgemeine Anerkennung hat er sich vor allem als Stilist erworben, der seine Theorien sorgsam anhand von Alltagsphänomenen entwickelt. Böckelmanns Bücher und Aufsätze, die ein breites Themenspektrum behandeln, protokollieren nicht zuletzt die Mentalitätsgeschichte der Bundesrepublik. Aus dem Zentrum der studentischen Fundamentalopposition kommend, für die Adornos und Horkheimers "Dialektik der Aufklärung" die "eigentliche Grundlegungsschrift" darstellte, nehmen sie zusehends eine Außenseiterposition ein. Von einer gesellschaftsdiagnostischen Zentralthese spricht der Buchtitel: "Die Emanzipation ins Leere". Sie kreist um die Verselbständigung bzw. Selbstzweckhaftigkeit von Mitteln und Apparaten: Früher "wertete ich [...] die Auflösung konstituierender Bedingungen letztlich als entscheidende und irreversible Schwächung des Gewordenen und Bedingten (Beispiele: Familie als Überlebens- und Konsumeinheit, Strafvollzug per Isolierung, Wettrüsten der Supermächte, Leistungsprinzip, Arbeitsnormen, Individual-Kraftverkehr, ökonomische und soziale Individualkonkurrenz, Legitimation durch Gebrauchswerte'). Wie auch anders? Mittlerweile aber mußte ich lernen, daß eine Institution, eine Normalisierungs-Apparatur oder ein soziales System desto lebenstüchtiger ist, je weiter es sich von seinen konstitutiven Voraussetzungen und Bedingungen ( objektiven Interessen', ökonomischen Gesetzmäßigkeiten u. dgl.) gelöst hat. Eben jenen Strukturen, Gestalten und Abläufen, denen weder Zwangsläufigkeit noch Sinn zu beschaffen ist, bleibt nichts anderes übrig, als präzise nachmodelliert wiederzukehren." Die Verselbständigung trifft Diskurse und administrative Techniken, die für "Emanzipation", "Gleichstellung" oder "Multikulturalismus" werben. Im Verteilungskampf werden die individuellen Unterschiede eingeebnet, so dass am Ende lediglich Subjekte übrig bleiben, die sich einer abstrakten "Selbstbestimmung" unterordnen, obwohl sie sich zunächst in ihrer Partikularität verteidigen und verwirklichen wollten (als "Frauen", "Afrikaner" oder "Schwule"). Böckelmann erblickt in der Verselbständigung der sozialen Mittel den Siegeszug der abendländischen Vorstellung von Subjektivität, der sich sozial als Optionsimperativ äußert - alles strebt danach, sich so lange wie möglich von einer Verpflichtung freizuhalten, Chancen zu sicher, um weitere zu gewinnen. Böckelmanns Positionen lassen sich heute keiner politischen Richtung zuordnen. Dem Wertkonservativen, der die "Emanzipation ins Leere" beklagt, antwortet er mit dem Hinweis auf die in solchen Prozessen unerwartet einsetzende "Wiederkehr des Ortes", die im Rücken des Virtuellen grassierende Realität, die im Umkreis des verfügbar Gemachten als Unverfügbares ebenso zunehme. Dem Linken, der die Begeisterung für historische Emanzipationen vermisst, antwortet Böckelmann als Verteidiger der Vielheit, die jeweils durch Abgrenzungen und Absatzbewegungen gegenüber Anderem zustande komme (vgl. auch "Die Gelben, die Schwarzen, die Weißen", 1998). In diesem Sinn leistet Böckelmann als soziologischer Essayist seinen Teil zur Aufklärung: nicht als Aufklärer über das Objekt, sondern über die Illusion des Begreifens und Machens. Aus wikipedia-orgFrank_B%C3%B6ckelmann.
1. - 2. Tausend. Erstausgabe. 202 Seiten. 19 cm. Illustrierte Originalbroschur.
[SW: Bildungsgeschichte, Soziale Identität, Bildungsforschung, Sozialgeschichte, Gesellschaftsphilosophie, Sozialistische Literatur, Linke Literatur, Lukacs, Georg, Ideologiekritik, Kritische Theorie, Bildung, Politikwissenschaft, Politologie, Studentenbewegung, Bewußtsein, Marx, Karl, Soziale Normen und Rollen, Sozialphilosophie, Entfremdung, Humanismus, Taschenbuchreihen, Kapitalismus, Kapitalismuskritik, Soziale Kontrolle, Theorie der Moderne, Linke Theorie, Bildungsphilosophie, Gesellschaftstheorie, Marcuse, Herbert, Individuum, Individualität, Dialektik, Soziale Integration, Bürgertum, Ideologie, Anthropologie (Philosophie), Geschichte, Soziologie, Sozialwissenschaften, Geschichtsphilosophie, Gesellschaftskritik, Marxismus, Sozialismus, Bildungswesen, Kritik, Menschheit, Sozialstruktur / Geschichte, Mensch, Politische Bildung, Hegel, Georg Wilhelm Friedrich, Soziale Ungleichheit, Bewußtseinsveränderung, Marxismus-Leninismus, Soziologie, Gesellschaft, Bürgerliche Gesellschaft, Politisches Engagement, Soziale Klassen, Menschenbild, Politische Identität, Spätkapitalismus, Marxismuskritik, Negative Dialektik, Adorno, Theodor]
Kaschnitz, Marie Luise Freifrau von,
Marie Luise Freifrau von Kaschnitz, geb. Freiin von Holzing-Berstett (1901-1974), Dichterin. 8 e. (Bild-)Postkarten m. U., meist Frankfurt a.M., 8. Juli 1968 - 1. April 1970. Gelocht; eine Karte geknickt. An den Dirigenten Karl Maria Zwissler, Generalmusikdirektor in Mainz. I. 8. Juli 1968: "[ ] vielen Dank für die Hesse-Texte und imponierend das Programm aller von Ihnen dirigierten Werke! Was meine Bücher anbetrifft: ich sagte Ihnen schon dass ich völlig abgebrannt bin. Ich schreibe aber gleichzeitig an den Claassen Verlag [ ] Falls es Ihnen eilt: zumindest das erst vor 2 Jahren erschienene ,Überallnie' sollte in jeder besseren Buchhandlung zu haben sein. ,Ewige Stadt' ist ein kl. Band Gedichte, 1952 bei Scherpe Krefeld erschienen, ,Ferngespräche' (Erzählungen) voriges Jahr bei der Insel [ ]" - II. 18. Juli 1968: "[ ] Im ,Überallnie' ist nichts neues, es sind da aber wirklich die besten Gedichte auch aus ,Dein Schweigen m[eine] Stimme'". - III. 20. Oktober 1969: "[ ] Mein Gedicht stammt aus den Elendszeiten nach dem Krieg, es ist wahrscheinlich jetzt schwer verständlich, danke dass Sie es mögen [ ] Ich war bei der Büchnerpreisverleihung - Heissenbüttel - und etwas Apo-Tumult [ ]" - Auf der Bildseite eine Ansicht ihres "Heimatdorfes" Bollschweil.
Marie Luise Freifrau von Kaschnitz, geb. Freiin von Holzing-Berstett (1901-1974), Dichterin. 8 e. (Bild-)Postkarten m. U., meist Frankfurt a.M., 8. Juli 1968 - 1. April 1970. Gelocht; eine Karte geknickt. An den Dirigenten Karl Maria Zwissler, Generalmusikdirektor in Mainz. I. 8. Juli 1968: "[ ] vielen Dank für die Hesse-Texte und imponierend das Programm aller von Ihnen dirigierten Werke! Was meine Bücher anbetrifft: ich sagte Ihnen schon dass ich völlig abgebrannt bin. Ich schreibe aber gleichzeitig an den Claassen Verlag [ ] Falls es Ihnen eilt: zumindest das erst vor 2 Jahren erschienene ,Überallnie' sollte in jeder besseren Buchhandlung zu haben sein. ,Ewige Stadt' ist ein kl. Band Gedichte, 1952 bei Scherpe Krefeld erschienen, ,Ferngespräche' (Erzählungen) voriges Jahr bei der Insel [ ]" - II. 18. Juli 1968: "[ ] Im ,Überallnie' ist nichts neues, es sind da aber wirklich die besten Gedichte auch aus ,Dein Schweigen m[eine] Stimme'". - III. 20. Oktober 1969: "[ ] Mein Gedicht stammt aus den Elendszeiten nach dem Krieg, es ist wahrscheinlich jetzt schwer verständlich, danke dass Sie es mögen [ ] Ich war bei der Büchnerpreisverleihung - Heissenbüttel - und etwas Apo-Tumult [ ]" - Auf der Bildseite eine Ansicht ihres "Heimatdorfes" Bollschweil.
[SW: Autograph, Manuskript, Dokument, Autographen. Abbildungen finden Sie auf unserer Webseite www.autographenhandlung.de]



