Typographie
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Buchkunst - Sammelmappe mit Verlagssignet IB und 26 doppelblättrigen Reklameproben zu Exemplaren der Internationalen Buchkunst-Ausstellung in Leipzig / Ungarn (s. Kommentar). Um 1959.
Sehr seltene Sammlung mit zumeist illustrierten Reklameproben zu Exponaten der Ausstellung insbesondere aus Russland, Ungarn, Tschechien. - I. Jan Noha vecne ruce. Praze 1959. - II. Karinthy Frigyes. Mene Tekel. Budapest 1959. Zur Intern. Buchkunstausstellung Leipzg / Ungarn. Druckerei Gyomaer, Bodoni-Type, Typographie Tibor Szanto, Buchschmuck Adam Würtz. - III. Persich - Russische Typographie. Moskau 1959. - IV. Petöfi Sandor. Összes Költemenyei. II. Kötet. Budapest 1959. - V. Jozsef Attila. Thomas Mann üdvözlese. Thomas Mann zum Gruß. Neudruck 1959 Budapest zur Intern. Buchkunstausstellung Leipzig. Typographie Georg Haiman. - VI. To Hüu. Nguoi con gai Viet-Nam (Vietnam). - VII. Radnoti Miklos. Nem tudhatom. Budapest 1959. Typographie Johann Erdelyi. Illustr. von Alexander Erdei. - VIII. Miroslav Florian. Praha 1959. - IX. Frantisek Gottlieb. Atom. Praha 1959. - X. Samo Chalupka. Mor Ho. Bratislava 1959. - XI. Sloboda. Hviezdoslav. Martin 1959. - XII. Karel Jaromir Erben zvac bezperak dve detske hadanky. - XIII. Kaks Kevadet. Tallinn 1959. - XIV. Russische Typographie. Moskau 1959. - XV. Exegi monumentum - Titel in russischer Typographie. Moskau 1959. - XVI. Klaadaeby. Moskau 1959. - XVII. Russische Typographie. Moskau 1959. - XVIII. Xopollio! 1917-1927. Moskau 1959. - XIX. Mapmak. Ypok ... Moskau 1959. - XX. Russische Typographie. Moskau 1959. - Russische Typographie. Moskau 1959. - XXI. Russische Typographie. Moskau 1959. - Russische Typographie 1959. - XXII. Nikolaj Sabolozkij Ural. Fragment. Dt. von Franz Leschnitzer. Moskau 1959. - XXIII. Russische Typographie 1959. - XXIV. Russische Typographie. 1959. - XXV. Xopollio! 1917. Moskau 1959. - XXVI. Ady Endre. Magyar Jakobinus Dala. Lied des Ungarischen Jakobiners. Budapest 1959. Typographie Lajos Lengyel. - XXVII. Varnai Zseni. A Vilag Asszonyaihoz. Gedicht "Zu den Frauen der Welt". 1959.
31 x 21 cm. Mappe mit Gebrauchsspuren und Läsuren; Einlagen sehr gut erhalten.
[SW: Ausstellungen; Grafik; Grafiken; Werbung; Graphik; Graphiken; Typographie; Schriftwesen; Russland; Tschechien; Reklame]
Drechsler, Hermann: Aus der Werkstatt der Natur. Gemeinverständliche Einführung in die Naturwissenschaften. Mit zahlreichen Illustrationen und s/w-Fotografien des Verfassers. Typographie und Einband von Jan Tschichold. Erstausgabe. Büchergilde Gutenberg Erste Aufl. 1930 Berlin
203S. Groß 8°
Leinen Auf der Kreisvertretertagung des Bildungsverbandes der deutschen Buchdrucker vom 28. bis 30. August 1924 im Volkshaus zu Leipzig wurde von den anwesenden Vertretern unter dem Vorsitz Bruno Dresslers am 29.08. einstimmig die Gründung der Büchergilde Gutenberg beschlossen. Dies war die Geburtsstunde der mit Abstand ambitioniertesten und progressivsten Buchgemeinschaft auf deutschem Boden. "Bücher voll guten Geistes" in handwerklich einwandfreier Qualität sollten es sein (und waren es), die zunächst von Leipzig und ab 1926 von Berlin aus ihren Weg in die Wohnstuben der Werktätigen, der sogenannten "Kleinen Leute" fand. Vom Tag ihrer Gründung bis zur vorläufigen Zerschlagung durch die Nazis durchlief die Büchergilde eine fulminante Entwicklung. So konnte sie ihre Mitgliederzahlen von anfangs 1200 Gründungsmitgliedern auf 85.000 im Jahr 1933, dem Jahr der Zwangseingliederung in die DAF steigern und war damit die mit Abstand größte proletarische Buchgemeinschaft der Weimarer Republik. Zum Vergleich: der sozialdemokratische Bücherkreis brachte es auf eine maximale Mitgliederzahl von 45.000. Fadengehefteter, geprägter Ganzleinenband mit silberner Rückenbeschriftung und Farbkopfschnitt. Der Einband minimal berieben, Namenszug auf Titelblatt, auf den ersten Seiten vereinzelt kleine Randbemerkungen mit Bleistift, ansonsten rundum guter, nahezu sehr guter Erhaltungszustand. Hermann Drechsler (* 4. August 1876 in Göttendorf; 1951) war ein deutscher Redakteur einer Arbeiterzeitung, USPD-Funktionär, Häftling im KZ Buchenwald und Landrat (SPD/KPD). Drechsler wurde in einer Arbeiterfamilie als Sohn eines Webermeisters geboren. Nach dem Besuch der Volksschule erlernte er den Beruf des Webers. Danach begab er sich auf Wanderung und verdiente seinen Unterhalt von 1895 bis 1900 in der Schweiz. Dort begründete er den Schweizer Textilarbeiterverband mit. 1900 kam er nach Thüringen zurück, ging nach Gera und wurde dort Arbeitersekretär beim Deutschen Textilarbeiterverband. Von 1907 bis 1919 arbeitete er als Redakteur für die "Reußische Tribüne" und war von 1919 bis 1920 Mitglied des Reußischen Landtags. In Gera gab er Arbeiterbildungskurse und wirkte darauf hin, dass die Masse der Geraer Sozialdemokraten sich der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (USPD) anschlossen. Im November 1918 war er Mitglied eines Arbeiter- und Soldatenrates in Gera und beteiligte sich im März 1920 an der Niederschlagung des Kapp-Putsches, wobei die antirepublikanischen Militärs die Schlappe bei Zickra hinnehmen mussten. Von 1922 bis 1924 war Drechsler Landrat mit dem Mandat der USPD und befand sich danach im Wartestand. In dieser Funktion ließ er im November 1923 Personen auf dem Weg nach München festnehmen, die sich am Hitlerputsch beteiligen wollten. 1929 wurde er Beigeordneter der Stadt Gera. Bereits in der Thüringer "NS-Ära Frick" wurde er 1932 seines Amtes enthoben und 1933 in "Schutzhaft" genommen und unter Polizeiaufsicht gestellt. Bei der "Aktion Gitter" im August 1944 wurde er erneut inhaftiert und wurde bis zur "Selbstbefreiung" Häftling im KZ Buchenwald. Hier wurde er in die KPD aufgenommen und war von 1945 bis 1946 wieder Landrat mit dem Mandat der KPD. Drechsler war verheiratet. Sein Sohn Erich Drechsler wurde ein Maler, Nervenarzt und Direktor der Psychiatrischen Klinik von Stadtroda. Jan Tschichold (geboren als Johannes Tzschichhold, auch Iwan Tschichold, ivan tschichold) (* 2. April 1902 in Leipzig; 11. August 1974 in Locarno, Schweiz) war Kalligraf, Typograf, Plakatgestalter, Autor und Lehrer. Er war einer der Wortführer der Neuen Typographie. Sein bekanntester Schriftentwurf ist die Sabon-Antiqua. Johannes Tzschichhold wurde 1902 als Sohn eines Schriftenmalers in Leipzig geboren und beschäftigte sich schon früh mit Kalligrafie. 1919 begann er in der Schriftklasse von Hermann Delitsch ein Studium an der Leipziger Akademie der Künste. Aufgrund seiner außergewöhnlichen Leistungen avancierte er bald zum Meisterschüler des Rektors Walter Tiemann - einem Schriftenentwerfer bei der Gebr.-Klingspor-Gießerei - und wurde damit beauftragt, seine Kommilitonen zu unterrichten. Gleichzeitig erhielt er die ersten Aufträge im Rahmen der Leipziger Messe und machte sich 1923 als typografischer Berater einer Druckerei selbständig. Bisher nur mit historischer und traditioneller Typografie befasst, nahm seine Arbeit nach seinem ersten Besuch im Bauhaus eine völlig neue Richtung: Tzschichhold lernte wichtige Künstler wie Laszlo Moholy-Nagy, El Lissitzky, Kurt Schwitters u.a. kennen, deren Bestreben es war, im Rahmen der Neuen Typographie des Bauhauses die Schemata herkömmlicher Typografie aufzubrechen, neue Ausdrucksweisen zu finden und zu einer weitaus experimentelleren Arbeitsweise zu gelangen. Gleichzeitig aber wollte man standardisieren, vereinfachen und praktischer vorgehen. Tzschichhold folgte begeistert den neuen Grundsätzen, nannte sich sogar aus Sympathie zu den vorwiegend aus dem Osten kommenden Strömungen Iwan und (vereinfacht geschrieben) Tschichold. Aufgrund seiner Begeisterung und Fachkompetenz wurde er zu einem der bedeutendsten Vertreter der Neuen Typographie. Im Unterschied zu anderen fiel er nicht völlig aus dem historischen und fachlich begründeten Rahmen, sondern machte die avantgardistischen Ideen allgemein gebrauchsfähig. In einem vielgerühmten Sonderheft der Typographischen Mitteilungen von 1925 mit dem Titel Elementare Typografie stellte er die neuen Ansätze in Thesenform zusammen. Es folgte eine Phase der Anwendung: 1926 wurde er von Paul Renner - dem Schöpfer der Futura - an die Münchener Meisterschule für Typografie berufen. Hier nannte er sich auf Drängen der Behörden Jan Tschichold. Es entstand u.a. eine Plakatreihe für den Münchner Phoebus-Palast. Viele Film-Plakate für diesen größten deutschen Filmpalast prägten den öffentlichen Raum der Stadt: Klare, freigestellte, z. T. fette Schrift. Balken die die Fläche betonen, aber nicht zerteilen, und immer wieder Diagonalen. 1929 entwarf er eine Schrift, die die sprachlichen Laute besser umsetzen sollte als das traditionelle Alphabet, mit teils sehr eigenwilligen Zeichen. 1931 gestaltete er die Schriften Zeus, Transito, und Saskia sowie die Uhertype-Standard-Grotesk für ein frühes Fotosatzsystem. 1933 fand die Neue Typographie aufgrund der Machtergreifung durch die Nazis ein jähes Ende, Tschichold selbst wanderte in die Schweiz aus. Hier begann er eine neue, radikal andere und zugleich konservativere Phase seines Schaffens, in der er die Grundsätze der Neuen Typographie vehement ablehnte. Auch wenn diese an allen Stellen seines späteren Werkes noch durchscheinen, schlug er doch einen weitaus traditionalistischeren Weg ein, griff z.B. die Verwendung von älteren Antiqua-Schriften, Ornamentik, symmetrische Anordnung u.a. wieder auf. Er arbeitete für den Basler Birkhäuser Verlag als Buchhersteller und ging 1947 für zwei Jahre nach England, wo er u.a. für Pennrose Annual und die Neugestaltung der Penguin Books und ein Konzept für deren typografische Gestalter erarbeitete. Zurück in der Schweiz wirkte er weiterhin unermüdlich bis zu seinem Tode 1974. Im Jahr 1964 wurden Arbeiten von ihm auf der documenta III in Kassel in der Abteilung Graphik gezeigt. 1966 entsteht die Sabon - benannt nach dem Garamond-Schüler Jacob Sabon, der die Garamond nach Frankfurt brachte - eine Renaissance-Antiqua im Stil der Garamond, die sich durch ihr rundes, klares Schriftbild mit einer für eine Garamond relativ hohen Mittellänge auszeichnet. Das besondere an diesem Schriftcharakter ist, dass er in allen drei damals vorhandenen Satzsystemen (Handsatz, Zeilenguss- (Linotype) und Buchstabenguss(Monotype)-Maschinensatz) vollkommen gleich aussah, das Schriftbild also nicht durch deren technische Besonderheiten beeinträchtigt wird. 1965 wurde Tschichold für seine Verdienste um die Schrift mit dem Gutenberg-Preis der Stadt Leipzig geehrt.
[SW: Büchergilde Gutenberg 1924-1933 | Sachbücher | Populärwissenschaftliche Veröffentlichungen | Typographie | Jan Tschichold | Erstausgaben]
HISTOIRE DU LIVRE ET DE L'IMPRIMERIE EN BELGIQUE des origines a nos jours. Vol. 1 : premiere partie : Le manuscrit a miniatures au Pays-Bas, des origines a la fin du XVe siecle par Henri Liebrecht. Deuxieme partie : La typographie en Belgique au XVe siecle par Auguste Vincent. Vol. 2 : L'illustration du livre en Belgique par A.-J.-J. Delen. Vol. 3 : premiere partie : La typographie anversoise au XVIe siecle par Maurice Sabbe. Deuxieme partie : La typographie en Belgique (sauf Anvers) au XVIe siecle par Auguste Vincent. Troisieme partie : Christophe Plantin et ses contemporains par Maurice Sabbe. Vol. 4 : premiere partie : La typographie bruxelloise au XVIIe et au XVIIIe siecle par Auguste Vincent. Deuxieme partie : La typographie anversoise au XVIIe et au XVIIIe siecle par Maurice Sabbe. Vol. 5 : premiere partie : L'imprimerie a Liege jusqu'a la fin de l'ancien regime par Joseph Brassinne. Deuxieme partie : La typographie musicale en Belgique au XVIe siecle par Paul Bergmans. Vol. 6 et dernier volume : premiere partie : L'imprimerie, l'edition et la librairie en Belgique de 1800 a 1852. Les debuts de la lithographie en Belgique. Les illustrateurs belges d'hier et d'aujourd'hui. Les societes de bibliophiles. Deuxieme partie : L'imprimerie, l'edition et la librairie en Belgique depuis 1852. Les grandes maisons actuelles. L'art et le gout du livre en Belgique, depui trente ans. Par Henri Liebrecht. Bruxelles Le Musee du Livre 1923 -1934
Collection des Publications du Musee du Livre, Bruxelles. Il manque le fascicule de la table des matieres qui a paru separement. Exemplaire frais et en bon etat.
30,5 x 22,5 cm, 90 pp., 1 f.; 115 pp., 2 ff.; 132 pp., 2 ff.; 86 pp., 1 f.; 75 pp., 2 ff.; 180 pp., 1 f., nombreuses illustrations, broche, couvertures originales.
[SW: Bibliophilie, Livre; Imprimerie, Livre;]
Design&Typographie - Rattemeyer, Volker: Friedrich Vordemberge-Gildewart.Typographie und Werbegestaltung. Ausstellung "Typographie kann unter Umständen Kunst sein". Wiesbaden, Landesmuseum, 1990. ISBN: 3892580103
Zustand: sehr gutes Exemplar. Katalog zur Ausstellung Sprengel Museum Hannover 18.11.1990 bis 3.2.1991, Landesmuseum Wiesbaden 6.5.1990 bis 8.7.1990, Museum für Gestaltung Zürich April bis Juni 1991. Die Gesamtreihe zu dieser Ausstellung besteht aus vier Bänden. Gesamtpreis: 190,00 Euro zzgl. 6,00 Euro Vesand.
1. Auflage, zahlreiche Abb., 338 Seiten, 29,0 x 24,0 cm, Broschiert, Softcover/Paperback
[SW: Design&Typographie]



