Wagener Gespenster
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Jung-Stilling. - [Gottlob Heinrich Heinse.]: Geister und Gespenster in einer Reihe von Erzählungen dargestellt. Ein nothwendiger Beitrag zu des Hofraths Jung genannt Stilling Theorie der Geisterkunde. 2 Bände in 1 Band. Basel, Samuel Flick, 1810. 8°. 1: X, (11-) 328 S.; 2: 4 Bl., 303 S. Alte Kartonage mit Pergamentrücken und hs. Rückentitel. Aus der Bibliothek des schweizerischen Schriftstellers und Bibliophilen Emanuel Stickelberger (1884-1962); mit seinem Exlibris im Innendeckel.
Seltene erste Ausgabe. - Zu Ostern 1808 erschien Jung-Stillings "Theorie der Geisterkunde"in Nürnberg, im Herbst wurde sie in Basel und Württemberg verboten. "Das Buch, welches der Herr geheime Hofrath aus seinen Privatbedlam hervorgehen ließ, schadete mehr als vielleicht eine Menge anderer Bücher, welche den Gespenster- und Aberglauben bekämpften, vorher nützten. Mehrere aufgeklärte Regierungen verboten zwar diese schwächliche Ausgeburt der höchsten Schwäche, doch meist erst nachdem sie schon zu allgemein verbreitet war. Zudem hatte Herr Jung sich nach und nach eine Secte gewonnen, die in der Stille, überhaupt ihr Schiboleth, den Vertrieb des verpönten Buches beförderte ... Die meisten dieser Erzählungen sind aus einem Werke entlehnt, welches der preußische Feldprediger, Herr [Samuel Christoph] Wagener, unter dem Titel 'die Gespenster' vor verschiedenen Jahren in sechs Bänden [Berlin 1797-1802] herausgab. Wegen seines hohen Preises ist dieses Buch nicht so bekannt worden, als es verdient hätte, weshalb ich glaubte, daß ein Auszug aus demselben so nützlich, als eben jetzt zeitgemäß sein würde. Ich habe daher die merkwürdigsten Geschichten dieses Buches ausgewählt und nach meiner Weise erzählt..." (Vorrede, dat. Basel den 4. Juli 1809). Der Romanschriftsteller und Buchhändler Heinse (1766-1813) aus Gera lebte 1808/1809 in der Schweiz, bevor er nach Österreich übersiedelte. - Braunfleckig, teilweise mit Randläsuren. - Goed. V, 515, 15, 37 (1810-1811); Hayn/Gotendorf II, S. 539.
ARCH+ 95/1988. THEMA: IMMATERIALITÄT UND GESELLSCHAFT. ARCH+ Aachen 1988
INHALT: Norman Foster & Associates. BEISPIEL AIRPORT: FLUGHAFEN STANSTED. Richard Rogers & Partners. BEISPIEL STADT: PATER NOSTER SQUARE. Norman Foster & Associates. BEISPIEL VERKEHR: KING'S CROSS. Das neue Monopoly-Spiel von Martin Pawley. Abraham A. Moles. TRANSFORMATIONEN. Nachdenken über elektronische Gespenster. Walter M. Kroner. STEUERUNG. Die Intelligenz der Gebäude. Ein Definitionsversuch. Renzo Piano. MACCHINA. Die Messemaschine. Richard Alewyn. VERWANDLUNGEN. Vom Himmel durch die Welt zur Hölle. Richard Rogers. PEOPLE'S PLACES. Macchina, Steuerung, Transformation, Verwandlung als Mittel städtischer Inszenierungen. Nikolaus Kühnen, Wolfgang Wagener. DAS VERSCHWINDEN DER ARCHITEKTUR.
Standardeinband ca. 90 S. Guter Zustand,
[SW: Architektur-Zeitschriften Architekturzeitschrift Zeitschrift Städtebau Stadt Bauen Architekten Architekt Stadtplanung Landschaftsplanung Raumplanung Planung Haus Gebäude]
Meier, Karl: Hexen, Henker und Tyrannen. Die letzte und blutigste Hexenverfolgung in Lemgo. 1665-1681, F.L. Wagener 2. Auflage 1959 Lemgo
51S. ca. 13,5 x 18,5 cm
Sehr guter Zustand mit allenfalls geringen Gebrauchsspuren. Das verrufene Lippe In einem Briefe an Karoline von Wales vom 6. Februar 1719 berichtet Liselotte von der Pfalz von einem heftigen Sturm, der in der Gegend von Paris zwei schwere Kirchentüren aus den Angeln gehoben und hundert Schritt weiter an eine Mauer angelehnt, auch einen Kirchturmhahn "ganz zum untersten gedrehet" habe. Und sie fährt fort: "Wenn das in der Grafschaft Lippe geschehen wäre, hätte man es vor Hexenwerk gehalten." Die letzte Hexe war in Lippe im Jahre 1681 justifiziert worden. Aber noch jetzt, nach fast vier Jahrzehnten, haftet, wie wir sehen, der Ruf einer besonders verbohrten Dämonengläubigkeit an der Grafschaft. Zu einer Zeit, als anderswo das Licht der Vernunft die lächerlichen und doch so furchtbaren Gespenster immer nachdrücklicher verscheuchte, tobte besonders in den kleinen Territorien unseres Vaterlandes und manchen Städten, die sich des Rechts eigener Blutgerichtsbarkeit erfreuten, die Pest des Hexenwahns und der Mordsucht in ungehemmter Fruchtbarkeit. Eine Hochburg der Hexeninquisition war Lemgo, die größte Stadt der Grafschaft Lippe. Von der letzten und blutigsten Epoche der Lemgoer Hexenprozesse, von der gräßlichsten Mißgestalt des Christenglaubens, von schurkischen Machthabern, die den Hexenprozeß als Mordwaffe wider ihre Gegener mißbrauchten, aber auch von geisteshellen und unerschrockenen Kämpfern für Recht und Menschlichkeit und von leidensstarken Frauen soll hier - urkundengetreu - erzählt werden.



