William Blake
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Ackroyd, Peter: William Blake Dichter, Maler, Visionär, KNAUS, März 2001 ISBN: 3813501027
Schon als Kind verfügte William Blake über das zweite Gesicht und setzte seine Visionen von den Engeln und Propheten in Bilder und Verse um. Williams Vater, ein Strumpfwarenhändler, erkannte früh, dass der Junge für einen Brotberuf untauglich war, und meldete den Zehnjährigen in der bedeutendsten Londoner Zeichenschule an. Mit der Aufnahme in die Royal Academy of Arts, zwölf Jahre später, schien für William Blake eine glänzende Laufbahn als Maler vorgezeichnet. Aber er überwarf sich mit dem Akademiepräsidenten und erfolgreichen Porträtmaler Sir Joshua Reynolds und wurde Kupferstecher, eine damals beinahe schon altmodische Profession. Blakes Leben ist immer reich an Widersprüchen gewesen. Er setzte sich demonstrativ die rote Jakobinermütze auf, idealisierte aber als glühender Patriot Britanniens Vergangenheit. Er mied die Öffentlichkeit, ließ sich jedoch durch einen Soldaten in einen Skandalprozess verwickeln. Viele Zeitgenossen rühmten seine Sanftmut, aber wehe dem Widersacher, der seinen Zorn erregte. Er schrieb Hymnen auf die freie Liebe und brach in seinen Aquarellen und Zeichnungen erotische Tabus, lebte aber 45 Jahre lang treu an der Seite seiner Frau: Catherine Boucher. Sie stammte aus einfachsten Verhältnissen, bildete sich nach der Heirat (1782) durch eigene Studien weiter und half Blake nicht zuletzt mit ihren technischen Fertigkeiten bei der Vollendung seiner bekanntesten Werke: die Lieder der Unschuld und Erfahrung (1789/94), die Ideenschrift Die Hochzeit von Himmel und Hölle (1793), die Illustrationen zum Buch Hiob (1824) und zu Dantes Divina Commedia (1826) und die späten Versepen wie Milton (1809) und Jerusalem (1804-20), in denen er hebräische, germanische und keltische Mythen zu einer neuen Kosmologie verschmolz. Diese Werke, so unterschiedlich sie auch anmuten, zielen doch alle darauf ab, die Pforten der Wahrnehmung zu reinigen , damit der Mensch wieder das Unendliche zu schauen lernt. Blake, der sich als Medium eines poetischen Genius bezeichnete, sah im Künstler die eigentliche Verbindung zu Gott. Die Priester dagegen, Wächter einer pervertierten Religion, hinderten den Menschen mit ihrer Fixierung auf die zehn Gebote daran, seine Energie und seine Phantasien freizusetzen. Als radikaler Künstler wurde Blake zum Ein-Mann-Unternehmer, der seine illuminierten Bücher im Alleingang herstellte: Er schrieb die Verse, er entwarf die Bilder, er fertigte die Druckplatten nach einem von ihm selbst entwickelten Hochdruckverfahren (Reliefradierung) an und kolorierte, von seiner Frau unterstützt, die Drucke. Auf diese Weise entzog er sich allen kommerziellen Zwängen, verlor aber nach und nach sein Publikum. Auch unter dürftigsten Lebensbedingungen fand er in seiner Kunst Erfüllung. Wenn es je einen glücklichen Menschen unter den Intellektuellen gab , so ein Zeitgenosse Blakes, dann war es dieser Künstler. Noch auf dem Sterbebett arbeitete er an einer neuen Version seines berühmten Gemäldes: Und Gott erschuf die Welt. Mit den Worten: Ich gehe in ein Land, das ich schon immer sehen wollte , beschloss er ein Leben. Peter Ackroyd stellt nicht nur Leben und Werk dieser oft verkannten Genies dar, sondern hebt auch die vielfältigen Inspirationen hervor, die er von deutschen Künstlern und Theoretikern empfing (Winckelmann, Lavater, Heinrich Füssli). Er würdigt Blakes Bedeutung für spätere Generationen und arbeitet anschaulich den zeitgeschichtlichen und politischen Hintergrund heraus, vor dem sich seine Werke erschließen: die konservative Politik eines William Pitt d. J., die Französische Revolution, die Napoleonischen Kriege. Ackroyd erzählt so plastisch von Blakes prägenden Erlebnissen, dass wir uns als Leser in die Ateliers seiner Lehrherrn versetzt glauben, wo wir den Geruch von Nussöl, Decklack und Farbruss einatmen. Wir wähnen uns an der Seite des jungen Künstlers, der die schäbigen Viertel Londons durchstreift, in Westminster Abbey mittelalterliche Gräber nachzeichne
NEUBUCH! 2001. 475 S., z. Tl. farb. Bildtaf. 23,5 cm 236 mm x 159 mm x 42 mm
[SW: Künstler (Biografien/Erinnerungen); Blake, William, Dichter (Biografien/Erinnerungen); Blake, William, Blake, William]
Cole, William (William Blake): An Unknown Fragment by William Blake: Text, Discovery, and Interpretation, Chicago: The University of Chicago Press, 1999 ; 1. Ed.
A scholarly article which includes the first printing of an important and previously unknown fragment by Blake. This is an offprint from the scholarly journal Modern Philology. The author, William Cole, holds a doctorate from Harvard Univerity and has written many scholarly articles and books about books and prints. Signed by the author. Only 100 copies printed. 13 pp. Large thin 8vo. Original wraps. Fine.
[SW: coleart colebiblio coleschol william blake]
Vaughan, William: William Blake. With an Introduction. London, Thames & Hudson Ltd, 1977. ISBN: 0500530130
Very Good. Sehr guter Zustand. Frisches Exemplar. Wie ungelesen. Beiliegend ein Zeitungsartikel von Karl Heinz Bohrer: Geometrie des schrecklichen Ausdrucks. William Blakes gezeichnete Visionen - Eine Ausstellung in der Londoner Tate Gallery. - William Blake (* 28. November 1757 in London; 12. August 1827 ebenda) war ein englischer Dichter, Naturmystiker, Maler und der Erfinder der Reliefradierung. Sowohl sein künstlerisches als auch sein literarisches Werk wurde von seinen Zeitgenossen weitgehend abgelehnt. Erst Mitte des 19. Jh. wurden seine sehr innovativen Arbeiten von den Präraffaeliten entdeckt, fanden allgemein Anerkennung und später auch in der Popkultur Verbreitung. ... Künstlerische Arbeit: Seine künstlerische Ausbildung erhielt Blake durch den Kupferstecher James Basire, der eine sehr traditionelle Arbeitsweise pflegte. Später vervollständigte er seine Ausbildung bei dem Bildhauer John Flaxman und dem Maler Johann Heinrich Füssli. Blake war als Zeichner, Maler und Kupferstecher tätig. Er schwärmte für die Gotik und ließ in seiner frühen Zeit nur Raffael, Michelangelo und Albrecht Dürer als Maler gelten. Er hatte Visionen, namentlich von Männern alter Zeiten oder von Tierseelen (z.B. der eines Flohes), die er zeichnete. Als radikaler Künstler wurde Blake zum Ein-Mann-Unternehmer, der seine Bücher im Alleingang herstellte: Er schrieb die Verse, entwarf die Bilder, fertigte die Druckplatten nach einem von ihm erfundenen Verfahren (Reliefradierung) an und kolorierte, von seiner Frau unterstützt, die Drucke. Auf diese Weise entzog er sich kommerziellen Zwängen, verlor aber einen Teil seines Publikums. Auch unter dürftigen Lebensbedingungen fand er in seiner Kunst Erfüllung. "Wenn es je einen glücklichen Menschen unter den Intellektuellen gab", so sein Biograph Peter Ackroyd, "dann war es dieser Künstler." Noch auf dem Sterbebett arbeitete er an einer neuen Version seines Gemäldes Und Gott erschuf die Welt. Seine letzten Worte seien gewesen: "Ich gehe in ein Land, das ich schon immer sehen wollte".[4] ... Aus: wikipedia-William_Blake , ISBN-13: 9780500530139
Unpaginiert (91 Seiten). With 40 coloured Plates. Illustrierte Originalbroschur.
[SW: Book is written in english, Kunsthistoriker, Kunstphilosophie, Künstlerbiographien, Künstlermonographien, Kunstliteratur, Kunstpädagogik, Kunstwissenschaft, Kunstführer, Kunstgeschichte, Kunsttheorie, Bildband, Malerei, Kunstwerke, Kunstpsychologie, Kunst, Plastik, Kunst 18. Jahrhundert, Englische Kunst, Kunst 19. Jahrhundert]
Blake, William. The Book Of Thel. New York: The William Blake Society of Art and Letters, ca. 1917.
Illustrated by W.R. Kean. One of 30 copies printed for members of the William Blake Society. Cloth spine and paper boards with a printed paper label on the front cover. Inscription on the front paste-down reads "For the Editor of the Times Library Supplement, with the compliments of the President & Vice- President of the William Blake Society of Art & Letters: .. etc." 12 fol., illustrated with a frontispiece portrait of Blake and a woodcut title page by W.R. Kean. The interior is clean and bright, the covers are soiled and worn at the extremities with chips and tears in the spine cloth. Despite wear to the covers this is a very good copy of an obscure edition of THE BOOK OF THEL. NEW CAMBRIDGE BIBLIOGRAPHY OF ENGLISH LITERATURE 2: 623.



