Anthologia Graeca
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EPIGRAMMATUM GRAECORUM libri VII: ( Anthologia Graeca). Annotationibus Joannis Brodaei Toronensis illustrati. Quibus additus est in calce operis rerum acuocum explicatarum Index diligentissimi conscriptus. Basel, (Hieronymus) Froben (und Nicolaus Episcopus) 1549.
[Griechische Antike, Literatur, historische Einbände]
Folio. (4) Bll., 627 Ss., (1) S. (weiß), (10) Bll. Mit zwei gleichen Holzschnitt-Druckermarken. Blindgepr. Schweinsleder d. Zt. über Holzdeckeln (leicht gebräunt, fleckig, etwas berieben, eine Ecke bestoßen), mit handgeschriebenem Rückentitel und einer (von zwei) intakten Schließen. Seltene erste Gesammtausgabe der griechischen Epigramme im deutschen Sprachraum, herausgegeben von S. Gelenius, kommentiert von Jean Brodeau. Die Sammlung mit griechischen Epigrammen, die "Anthologia Graeca", ist im 9. Jahrhundert in Konstantinopel durch den Hofgeistlichen Konstantinos Kephalas angelegt worden; der konnte sich dabei auf verschiedene ältere Sammlungen stützen. Ca. 100 Jahre später wurde sie überarbeitet und erheblich erweitert, 1299 dann durch den Mönch Maximos Planudes, ebenfalls in Konstantinopel, wieder gestrafft. In dieser letzteren Form st sie im 15./16. Jh. gedruckt worden. Die erweiterte Fassung von 980 wurde erst um 1600 in einem Manuskript in der Palatina wiederentdeckt; auf ihr basieren die neueren Ausgaben. Unser Text enthält die Epigramme im originalen Griechisch, Brodeaus Kommentar in lateinischer Sprache. Die Prägung des gut erhaltenen und von restaurierenden Eingriffen freien Einbandes ist auf Vorder- und Rückendeckel ähnlich angelegt, aber nicht gleich. Auf dem VD folgt auf ein schmales rechteckiges Feld mit floralen Einzelstempeln eine Rolle, bestehend aus Kreuzigung (Unterschrift: SALUS NOSTRA) - Opferung Isaaks (ABRAHAM Cr) - Auferstehung (SA JUSTIFICA) - eherne Schlage (AENEAS SERPE). Es folgt ein schmales Rechteck mit floralen Einzelstempeln, nach außen schließt sich ein doppelter Palmettenfries an. Der RD trägt diesen Fries in der Senkrechten einfach, waagerecht auch doppelt, nach innen folgt die Rolle mit Kreuzigung etc.wie auf dem VD, oben und unten eingefasst von einer schmalen Leiste mit den floralen Einzelstempeln, weiter nach innen ist eine Rolle mit 4 Köpfen in ovalen Medaillons abwechselnd nach rechts und links blickend mit Blattwerk in einer Vase und Engelskopf eingeprägt; diese umschließt ein rechteckiges Innenfeld mit floralen Einzelstempeln. Kyriss weist beide Rollen (Kreuzigung etc. bzw. Köpfe) dem Stuttgarter Binder Konrad Kühne zu (Nr. 17 bzw. 5), fügt aber - für unseren Band unzutreffenderweise - hinzu, Kühne habe "als einziger Stuttgarter Binder dieser Zeit keine Palmetten" verwendet. Haebler führt beide Rollen bei denen des Stechers "NP" auf und schreibt, die erste habe sich "in den Händen eines Stuttgarter Buchbinders" befunden (I, 344, 19 bzw. 26), die zweite gehört für ihn auch zum Arsenal K. Kühnes (I, 244,5). I. Schunke stellt in ihrem Aufsatz über den Stecher NP nur monogrammierte Platten und Rollen zusammen, die unseren fehlen also.Für sie ist der Tübinger Wolf Conrad Schwickart ein Hauptabnehmer von den Produkten des "NP"(S. 140); Haebler erwähnt ihn als Wolf Conradus unter "W.C." (I, 84), Schunke erwähnt Kühne nicht bei den Stuttgarter "NP"-Kunden. Die EBDB folgt im Wesentlichen I. Schunke und beruft sich auf ihre Zuweisung (r001513). Die Köpfe-Rolle unseres Einbandes gibt es dort unter Schwickart (w002973) nicht, ob der Palmettenfries mit denen in der EBDB abgebildeten identisch ist, lässt sich auf Grund der schlechten Abbildungsqualität nicht sagen. Eine zweite Werkstatt, die die Rolle mit Auferstehung etc. verwendet hat, ist die Friedrich Zieglers in Augsburg (w004037). Bei ihm listet die EBDB auch unsere Köpfe-Rolle auf (EBDB r003446), einen floralen Einzelstempel (s033057), den Palmettenfries (r004393, als doppelter abgebildet). Haebler setzt seine Tätigkeit ab 1553 an und verweist auf seine Beziehungen nach Stuttgart, nämlich dass er in seinen frühen Jahren 4 Kellerei-Rechnungen für die Landkammer in Stuttgart gebunden habe. Auf Grund des Druckdatums könnte unser Band also in seiner frühen - vielleicht Stuttgarter - Zeit, gebunden worden sein (der in der EBDB angegebene nur zweijährige Tätigkeitszeitraum muss fehlerhaft sein). Schunke zählt ihn sowieso zu den Kunden des "NP"-Meisters. LITERATURZUSAMMENSTELLUNG: siehe die Beschreibung auf unserer Website. Vorderer Vorsatz mit handschr. Besitzervermerk ("Gotter, Leipzig") und - von gleicher Hand - einem Lob auf Brodeaus Kommentar. Durchgehend leicht gebräunt, wenige Bll. papierbedingt stärker; minimal fleckig. Erste Bll. mit Wurmspur im obereb weißen Rand. Hervorragend erhaltenes Exemplar im originalen Zustand. IA 125.229; VD16 E 1639; Adams E 245 und A 1184; Hoffmann I, 168 ("Wegen des gelehrten Kommentars geschätzte und gesuchte Ausgabe); Schweiger I, 30; Hieronymus Griech. Geist 302; BMSTC (German Books) 367; Ebert 684.
ESTIENNE Henri. Epigrammata Graeca, selecta ex Anthologia. Interpreta ad verbu[m], & carmine, ab Henrico Stephano : quaedam & abaliis. Loci aliquot ab eodem annotationibus illustrati. Eiusdem interpretationes centum & sex unius distichi, aliorum item quorundam epigrammatum variae. [Paris], execudebat Henricus Stephanus, 1570.
Petit in-8 [175 x 115 millimetres] plein velin de l'epoque, titre a l'encre sur le dos, [8]-311 pages. (Quelques rousseurs, mouillure pale a quelques feuillets.) Premiere edition de ce recueil donne par le savant imprimeur Henri ESTIENNE. Bel exemplaire dans sa premiere reliure. Ex-libris manuscrit de l'epoque sur le titre : S. Bartholomae Noviomensis [Noyon]. Annotations manuscrites anciennes en grec sur la premiere garde blanche. Une note au crayon en tete de volume precise : "Tres rare. a passe a la 4eme vente de l'ancien libraire Lucien Gougy, n°2681..." RENOUARD, Annales de l'imprimerie des Estienne, 134, n°4. GRAESSE II, 506. BON EXEMPLAIRE. 1800
[SW: LIVRES ANCIENS LITTERATURE ESTIENNE HENRI EPIGRAMMATA GRAECA SELECTA ANTHOLOGIA INTERPRETA AD VERBU CARMINE AB HENRICO STEPHANO QUAEDAM ABALIIS LOCI ALIQUOT AB EODEM ANNOTATIONIBUS ILLUSTRATI EIUSDEM INTERPRETATIONES CENTUM SEX UNIUS DISTICHI ALIORUM ITEM QUORUNDAM EPIGRAMMATUM VARIAE 00201513 LAN38 26C]
Holzberg, Niklas: Anthologia Graeca Auswahl. Griechisch-Deutsch, RECLAM, DITZINGEN, 110 ISBN: 3150187796
Die Anthologia Graeca (eine Kompilation der Anthologia Palatina aus dem 10. Jh. und der um 1300 veranstalteten Sammlung des Mönchs Maximos Planudes) enthält über 4000 griechische Epigramme von der Mitte des 5. Jh. v. Chr. bis hinein ins byzantinische Mittelalter. Diese Auswahl von 275 Gedichten bietet einen beispielhaften Querschnitt, der die verschiedenen chronologischen Schichten des riesigen Korpus abbildet und seine thematische Vielfalt aufzeigt: Erotische Gedichte von zart bis obszön, Weih- und Grabepigramme, Mahnendes und Sinnendes, Spottverse und Trinksprüche, Rätsel und Spielereien werden dem heutigen Leser in originalgetreuen Prosaübersetzungen so nahe gebracht wie nie zuvor.
NEUBUCH! 2010. 240 S. 15 cm 148 mm x 98 mm x 15 mm; Reclam Universal-Bibliothek Nr.18779
[SW: Epigramme, Altgriechisch; Zweisprachige Lektüre]
ANTHOLOGIA GRAECA. De cicade op de speerpunt. De Griekse oudheid in 160 epigrammen. Gekozen en vertaald door H. NOLTHENIUS. Amst., Querido, 1992.
70 p. Wrs. 20 cm
[SW: Antiquity, Antike, Altphilology, Altertumswissenschaft, classical philology, Greek literature, Griechische Literatur, Anthologia Graeca]




