Das Flandrische Jahr
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Sheean, Vincent: A Day Of Battle. A Novel. Erstausgabe. The Literary Guild of America, Inc. Erste Aufl. 1938 New York
VIII, 304S. 8°
Leinen Fadengehefteter, geprägter Ganzleineneinband mit Farbkopfschnitt und Schmuckvorsätzen (Karten der Schlacht). Sowohl Seiten- als auch Fußschnitt unbeschnitten. Einband leicht berieben und dezent fleckig, private handschriftliche Widmung von Weihnachten 1938 auf fliegendem Vorsatz, einige Seiten (finger-) fleckig, insgesamt guter Zustand. James Vincent Sheean (* 5. Dezember 1899 in Pana, Illinois; 16. März 1975 in Arolo, Italien) war ein US-amerikanischer Journalist und Autor. Als Auslandskorrespondent berichtete er zum Beispiel über den Marsch der Faschisten auf Rom, den Krieg der Rif-Berber in Marokko, den Pazifikkrieg und das Attentat auf Gandhi. Vincent Sheean wurde 1899 als Sohn von William Sheean und Susan MacDerrnot in einer Kleinstadt im Mittleren Westen der USA geboren. Er lernte Deutsch, Italienisch und Französisch und schrieb sich im Alter von 17 Jahren an der Universität von Chicago ein. Dreieinhalb Jahre später zwang ihn der Tod seiner Mutter, sein Studium abzubrechen. Seine erste Anstellung bei den Chicago Daily News als Journalist dauerte nur einige Wochen. Darauf zog Sheean nach New York und arbeitete für die Boulevardzeitung Daily News. Im Frühling 1922 reiste er auf eigene Kosten nach Paris. Im Herbst des Jahres besuchte er Italien, um über die dort aufkommenden Faschisten, Mussolini und dessen Marsch auf Rom zu berichten. Zurück in Paris wurde Sheean 1923 Assistent des Pariser Büros der Chicago Tribune und befreundete sich mit Ernest Hemingway. 1925 wechselte er zur North American Newspaper Alliance. Im Januar 1925 wagte Sheean sich als einer der ersten Journalisten durch die Frontlinie, um den Rebellen Abd el-Krim in Marokko zu interviewen. Seine Erlebnisse verarbeitete er in seinem ersten Buch An American Among the Riffi. Ferner berichtete er in dieser Zeit aus der Schweiz, aus dem Rheinland, aus Madrid und aus London. Sheean war zu dieser Zeit oft an den Orten des aktuellen Weltgeschehens. In China traf er Madam Sun Yatsen zu Beginn der chinesischen Revolution. In Russland berichtete er voll Sympathie über den sich ausbreitenden Bolschewismus. Im August 1929 wurde er Zeuge der Auseinandersetzungen zwischen Arabern und Juden in Jerusalem und 1936 der deutschen Wiederbesetzung des Rheinlandes. Nachdem Sheean die Chicago Tribune verlassen hatte, schrieb er als freischaffender Journalist für Zeitungen wie The Atlantic Monthly, Harper's, Woman's Home Companion, Collier's, The Century Magazine, Saturday Evening Post, Commonweal, The New Republic und The Times. 1935 veröffentlichte Sheean seine Erlebnisse der ersten 15 Jahren als Journalist in seinem Buch Privat History. Das Buch wurde ein großer Erfolg. Im gleichen Jahr heiratete Sheean Diana Forbes-Robertson, die Tochter des bekannten britischen Schauspielers Johnston Forbes-Robertson. Diana begleitete Sheean bei einigen seiner Auslandsaufträge. Später schrieben die beiden zusammen Bücher. Die Kriegsschauplätze im spanischen Bürgerkrieg besuchte Sheean an der Seite von Ernest Hemingway und Robert Capa. 1938 war Sheean beim deutschen Einmarsch in das Sudetenland dabei. 1939 übersetzte Sheean Eve Curies Biografie Marie Curie ins Englische. Mit Beginn der deutschen Luftangriffe auf London vermittelten die Sheeans englische Kinder an Ausweichfamilien in den USA. Schließlich brachte Sheean seine Frau nach New York in Sicherheit. Er kehrte aber bald nach England zurück, um für die Saturday Evening Post zu berichten. Daneben unterrichtete er englische Schulkinder in amerikanischer Geschichte. 1942 wurde Sheean eingezogen und kam als Lieutenant Colonel zum Geheimdienst des Army Air Corps. Er nahm an der Afrika-Kampagne teil und kam zu den Kriegsschauplätzen in Sizilien und Italien und schließlich in Indien und China. Nach seiner Deaktivierung kehrte er Ende 1944 als Kriegsberichterstatter in General Pattons dritter Armee nach Europa zurück. 1946 Jahr erfolgte die Scheidung von Diana. Die Trennung verarbeitete Sheean in seinem Buch This House Against This House. Drei Jahre später heirateten sie erneut. Das Paar hatte zwei Töchter, von denen eine Schauspielerin in London wurde. Nach all den Erlebnissen der Gewalt und Unruhe vor und während des Zweiten Weltkrieges reiste Sheean 1947 nach Indien und wurde Schüler Gandhis. Am 30. Januar wurde er Augenzeuge von dessen Ermordung in New Delhi. Seine Bewunderung wie auch seine Erschütterung ließen Sheean mehrere Bücher über Gandhi schreiben. Sheean starb 1975 im Alter von 75 Jahren an Lungenkrebs in Arolo in Italien. 1983 erhielt Sheean posthum den Leland Stowe Journalism Award der University of Michigan. Sheean trat durch die literarische Qualität seiner Reportagen hervor. Er pflegte einen narrativen Schreibstil, mit dem er dem Leser auch seine persönlichen Eindrücke vermittelte, nach der tieferen Bedeutung der Ereignisse suchte und Engagement und Seriosität vereinte. Seine Auffassung von der journalistischen Arbeit beschrieb Sheean in seinem autobiografisch geprägten Buch Personal History, das 1935 in New York erschien. Es erreichte Platz vier der Bestsellerliste für Sachbücher. Die Zeitung The Nation bezeichnete Sheean in einer Rezension dieses Buches, als "einen Menschen mit außergewöhnlichem Geschmack und Sensibilität, der nach 15 Jahren turbulenter Erlebnisse in erster Linier an moralischen Werten interessiert ist". Die folgenden Bücher Not Peace But A Sword, Between the Thunder and the Sun und This House Against This House sollten ursprünglich die Titel Personal History II bis IV tragen. "Er gab nie vor, ein unparteiischer Beobachter zu sein und war für seine leidenschaftliche Verachtung für soziale Ungerechtigkeiten bekannt." Der Filmproduzent Walter Wanger kaufte 1935 die Filmrechte an Sheeans Biografie für 10.000 US-Dollar. Um mit den politischen Ereignissen Schritt zu halten, musste das Drehbuch mehrfach umgeschrieben werden. Nach 5 Jahren und 16 Autoren war das Script so, wie Wanger es sich vorstellte. Schließlich wurde die Geschichte 1940 in Alfred Hitchcocks Film Foreign Correspondent (Deutsche Fassung 1961: Der Auslandskorrespondent) umgesetzt. Von Sheeans Roman blieben die Anfangsszenen in Holland und das Thema des freien Journalisten übrig. Die Schlacht bei Fontenoy vom 11. Mai 1745 zwischen Briten, Hannoveranern, Österreichern und Holländern einerseits und den Franzosen andererseits fand während des Österreichischen Erbfolgekriegs in der Nähe der Schelde statt und endete mit einem Sieg der Franzosen. Die 90.000 Mann starke französische Armee unter dem Kommando des deutschstämmigen Marschalls Moritz Graf von Sachsen, auch Sohn des polnischen Königs Augustus II., begann das Jahr 1745 mit der Belagerung von Tournai, einer wichtigen Festung im Südwesten von Flandern am Westufer der Schelde (heute Belgien). Die 48.500 Mann umfassende "pragmatische Armee" der Verbündeten unter dem Oberbefehl des Herzogs von Cumberland marschierte daraufhin auf Tournai, um die holländische Garnison zu befreien und den Belagerungsring aufzubrechen. Moritz von Sachsen postierte daraufhin 49.000 Mann seiner Armee in einer starken Defensivstellung in den Hügeln östlich der Schelde zwischen den Dörfern Antoing, Fontenoy und einer Bastion am Rande eine Waldstückes (Bois de Barry), die als Redoute D'Eu bezeichnet wurde. Diese Stellungen bildeten ein Dreieck, dessen Spitze auf die Angreifer gerichtet war. Die pragmatische Armee erreichte die französischen Stellungen am 10. Mai und griff diese am Morgen des folgenden Tages an. Die Hauptlast des Kampfes lag auf den Briten. Obwohl Brigadegeneral Richard Ingoldsby den von Cumberland mehrfach befohlenen Angriff auf die Redoute D'Eu nicht ausführte und die Angreifer deshalb einem starken Flankenfeuer ausgesetzt waren, stieß eine Doppelkolonne aus 16.000 Infanteristen unter Generalleutnant Sir John Ligonier zwischen Fontenoy und der Redoute D'Eu auf die Hochebene vor, durchbrach die französischen Linien und verursachte bei den Franzosen Verwirrung und schwere Verluste. Die Franzosen retteten die Situation, indem sie die Angreifer frontal mit Artillerie beschossen und in den Flanken mit Infanterie und Kavallerie angriffen. Erst nachdem frische irische Regimenter in französischen Diensten (die Irische Brigade) die angeschlagenen Briten attackierten, zogen sich diese geordnet auf ihre Ausgangsstellungen zurück. Währenddessen hatten schottische Truppen mehrfach vergeblich versucht, Fontenoy einzunehmen. Nach dem Ende der Schlacht zog sich die pragmatische Armee zurück und überließ das Schlachtfeld den Franzosen, die keine Verfolgung durchführten. Die Verluste der Briten, Niederländer, Österreicher und Hannoveraner waren mit 7.500 Toten und Verwundeten geringfügig höher als die der siegreichen Franzosen mit 7.300 Toten und Verwundeten. Die Hauptlast des Kampfes hatte bei den Briten (4041 Toten und Verwundeten) gelegen. Ein später zur Bekanntheit gelangter Teilnehmer der Schlacht war Jeffrey Amherst, damals Adjutant von Sir John Ligonier. Das Verhalten der britischen Infanteristen während der Schlacht flößte den Franzosen großen Respekt ein und trug erheblich dazu bei, ihnen den Ruf einzubringen, zu den besten Fußsoldaten Europas zu gehören. Der verlustreiche Sieg bei Fontenoy ermöglichte es Moritz von Sachsen im Verlauf des Jahres, Tournai und weitere flandrische Festungen einzunehmen. Die pragmatische Armee wurde im Laufe des Jahres dadurch geschwächt, dass Cumberland mit den meisten britischen Regimentern nach Großbritannien abziehen musste, um dem schottischen Aufstand von 1745 zu begegnen.
[SW: Amerikanische Literatur | Historischer Roman | Erstausgaben]
Vonbank, Elmar (Schriftleiter): Jahrbuch des Vorarlberger Landesmuseumsvereins. - Freunde der Landeskunde. - 1968 / 1969. - Bregenz, Selbstverlag des Vereins, 1970.
Inhalt:.VERZEICHNIS DER VERFASSER.................. VIIABHANDLUNGENArnulf Benzer , Zum Staatsjubiläum Vorarlbergs:Das Jahr 1918 und seine Folgen.............. 9 - 15Eva F t o d l - K r a f t, Die Nikolaus-Scheibe aus Göfisim Vorarlberger Landesmuseum.............. 16 - 18Eva Frodl-Kraft, Ein Vorarlberger Glasmaler-Atelierdes 16. Jahrhunderts.................. 19 - 25Maria Csernyanszky, Flandrische Tapisserienim Vorarlberger Landesmuseum.............. 26 - 38Stanislaus Szymanski, Die Polonica der Angelika Kauffmann .... 39-65Elsa Loacker-Jones, Franz Martin Drexels Amerika-Jahre..... 66-83Karl-Heinz Burmeister, Ulrich von Schellenberg,Vogt der Herrschaft Feldkirch, 1478-1549.......... 84 - 93Alexander Schneider, Erinnerungen an das Türkenjahr 1664 .... 94-103Eugen Thurnher, Franz Michael Felders Stellung in der deutschenLiteratur der Vergangenheit und Gegenwart..........104 - 108Klaus Beitl, Ein volkskundlicher Dokumentationsversuch in Vorarlbergaus dem Jahre 1919..................109-187Josef B i t s c h e , Über ein altes Volkslied............188 - 200Ugo Bonaconsa, Zur Auflösung des Monogramms AA. SJ.auf einer Bodenseekarte von 1675.............201 - 224Otto Reithofert, Die geologische Erforschung des Rätikon.....225-244Max K o b e l, Erläuterungen zur Tektonik des Rätikonmit spezieller Berücksichtigung des Kalkalpenanteils.......245-260MISZELLENKarl-Heinz Burmeister, Ein jüdischer Türsegen aus Hohenems .... 261 263Ludwig Welti, Gebhard Flatz................ 264-268Josef Wohlgenannt, Versuch einer Veredlungder heimischen Gebirgsfichte............... 269 - 274Rudolf H ä m m e r l e , Dreihundert Jahre Feurstein-Jahrtag (1667-1967) 275-284..
[Österreich, Vorarlberg]
Gr.-8°. 367 Seiten, mit einigen schwarz-weiß Abbildungen. Broschur (Umschlag teils etwas bestoßen, hinten mit Knickspur - insgesamt passabel).




